Scherze werden auf Facebook nicht geduldet – schon gar nicht, wenn Veganer beteiligt sind

Da müssen Sie jetzt durch! Ich nehme Bezug auf das Lied „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“, und ich gehe davon aus, dass Sie diesen Ohrwurm jetzt erst einmal nicht mehr aus Ihren Hirn kriegen. Gut so! Voll verdient! Pech gehabt, selber schuld!

Ich hoffe für Sie, dass Sie kein Veganer sind (ja, ok von mir aus auch Veganerin). Denn dann hätten Sie jetzt womöglich ein echtes Problem. Weil etliche Facebook-Nutzer so richtig scharf drauf sind, Veganer mit falschen musikalischen Vorstellungen an den Pranger zu stellen. Ob das eine etwas mit dem anderen zu tun hat? Ach, komm, wer will das wissen?
Und überhaupt: Hier geht es ums Prinzip. Und das sagt, das Veganer nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Abgesehen davon, dass das natürlich kompletter Bullshit ist, sind die Folgen, die die hier betroffene Veganerin erdulden musste, desaströs. Und sie zeugen einmal mehr von einem kollektiven Verhalten, das im Bereich zwischen Kanalisation – also ganz unten, wo die Scheiße stinkt – und einem dringenden Aufenthalt in einer geschlossenen – und zwar so richtig geschlossen! – Abteilung der Psychiatrie einzuordnen ist.

Diese Frau, diese Veganerin, das muss hinzugefügt werden, damit es auch die letzten Hater verstehen, hatte ihren Bürgermeister angeschrieben. Und gefragt, ob im heimischen Glockenspiel des ebenso heimischen Rathauses nicht das Lied des Fuchses, der die Gans gestohlen hat, gegen anderes Liedgut ausgetauscht werden könne. Über Facebook war ist die Frau mit ihrem Bürgermeister befreundet, der seinerseits fragte, ob sie denn auch wolle, dass der Fuchs auf vegane Ernährung umstellen solle. Nein, antwortete sie, es würde schon reichen, wenn der Fuchs dem Tod durch einen Schuss entkommen könne. Offenbar amüsierten sich beide über diese Sache, und letztlich war die Frau nur genervt über das Lied, das sie wohl nicht mehr hören konnte (wer ähnliche Glockenspiele in seiner Nähe hat, wird wissen, was gemeint ist). Also gut, das Lied wurde entfernt, was allerdings sowieso passiert wäre, da das Glockenspiel regelmäßig mit neuen Songs bestückt wird. Aber für die Veganerin ging der „Spaß“ jetzt erst los.

Morddrohungen erhielt sie, von Arbeitskollegen wurde sie gemieden, sogar von einem Kopfgeld war die Rede. Die Folge: ärztliche Behandlung. Wegen eines Scherzes (von mir aus auch nicht, meinetwegen kann sie es sogar ernst gemeint haben, was soll‘s?!), den ihr Bürgermeister beiläufig in einer Büttenrede erwähnt hatte. Und der mal wieder zeigte, dass der Begriff Zivilisation dringend in den Schulunterricht gehört. Am besten gleich als Hauptfach in der ersten Klasse.

Meine Frage: Was ist schlimm daran, wenn eine Frau, die kein Fleisch isst, sich wünscht, dass ein Lied des Glockenspiels in ihrem Rathaus, das ihr auf die Nerven geht und in dem ein Fuchs und eine Gans vorkommen, nicht mehr hören möchte?

Nur um diese Frage geht es. Aber die Antwort darauf ist sterbenslangweilig. Denn daran ist nichts schlimm, überhaupt nichts. Schlimm ist vielmehr die Tatsache, dass diese Frau keine Frau ist, wenn sie mit den sozialen Medien (genauer: Facebook) konfrontiert ist. Sie ist eine Veganerin, und alleine das reicht aus, um ihr das Schlimmste zu wünschen.
Geht‘s noch?

Für mich ist das, was hier passiert ist – und was natürlich nur ein Beispiel von vielen ist – der Beleg dafür, dass da nichts ist, nichts, das Anzeichen dafür senden würde, dass wir uns in einer sich entwickelnden und denkenden Gesellschaft befinden. Die Masse bewegt sich auf massenhafte Bewertungen zu, auf Urteile und Vorurteile, auf Verurteilungen und auf den Wunsch, die Strafen am liebsten gleich selbst zu vollstrecken. Kopf ab, klar?

Was ich von Veganern halte? Das ist wurscht, völlig egal, absolut unwichtig. Denn der geschilderte Fall befasst sich nicht mit ihnen und ihren Anliegen oder ihrer Motivation, er beschäftigt sich nicht mit dem Für oder Wider, nicht mit den unterschiedlichen Ausprägungen, nicht mit den Abstufungen, nicht mit den individuellen Entscheidungen, die getroffen wurden. Im geschilderten Fall wird ein Urteil gefällt, ein Urteil, das keinen Sinn ergibt, weil keinerlei Beweisaufnahme stattgefunden hat – die zur Folge gehabt hätte, das es keinen Fall gibt.

Es geht hier – und deswegen ist es wichtig – einmal mehr um die Kategorisierung, Klassifizierung und Bewertung von Menschen, die von etwas überzeugt sind. Das muss man nicht teilen, das kann man kritisch betrachten. Aber was im Falle der Veganerin daraus (gemacht) wurde, ist (einmal mehr) der Beleg dafür, dass Feindbilder mit aller Kraft gesucht werden, völlig egal, ob es etwas bringt, völlig egal, ob es einen objektiven Wert hat, ob es also zu etwas führt, das die Welt verbessern könnte. Wichtig scheint allein die Erkenntnis, dass es ein irre gutes Gefühl ist, sich über Veganer zu stellen. Oder über Flüchtlinge. Oder über was und wen auch immer. Stets in der Hoffnung, dass es doch ein gutes Zeichen ist, wenn es jemanden gibt, der unter einem steht.
Konstantin Wecker hat es schon vor langer Zeit sehr schön in einem Lied verpackt, das vielleicht mal eine schöne Abwechslung im Glockenspiel des einen oder anderen Rathauses wäre:

Einen braucht der Mensch zum Treten
einen hat er immer, der ihn tritt.
Zwischendurch verbringt er seine Zeit mit Beten
und ansonsten läuft irgendwo mit.

Auf geht‘s, im Land der Dichter und Denker!

Bild: Wikimedia

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Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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Marcus
Marcus
5 Jahre zuvor

Komisch. Wenn Jäger, Metzger, Bauern, Schäfer und Angler angegangen werden (Pöbeleien, Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Morddrohungen, auch gegen die Familie etc.) interessiert es keinen. Wenn das einer Veganerin passiert, dann ist Schluss mit Lustig. Dann ist der Untergang des Abendlandes nah. Doppelte Standards sind was feines.

Uwe Holst
Uwe Holst
Reply to  Marcus
5 Jahre zuvor

Lesen heisst Lösen. Der Doppelstandard wird vom Kgmmentator hinzugedichtet, weil ihm Denken offensichtlich Kopfschmerzen bereitet. Was soll das?

Im Text wird lediglich gewünscht, dass Mensch sein Hirn einschaltet, Dinge zu Ende liest und andere Menschen nicht aufgrund ihrer Vorlieben zu Freiwild macht. Ist jetzt nicht so schwer.

Meinungsmacht
Meinungsmacht
Reply to  Marcus
5 Jahre zuvor

Zweierlei Maß auch in Sachen Sexismus: Männer als dumme, brutale Volltölpel hinzustellen ist zumindest akzeptiert und immer seeehr witzig. Aber den Geiseszustand (oder die Fähigkeiten) einer Frau in Frage zu stellen, ist eigentlich schon kriminell.

Wirkstoff
Wirkstoff
Reply to  Meinungsmacht
5 Jahre zuvor

Die beste Art, sich zu rächen ist: nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Marcus
5 Jahre zuvor

Wenn das einer Veganerin passiert, dann ist Schluss mit Lustig.

Da Veganer bekanntlich kein Fleisch oder andere tierische Eiweiße essen dürfen sind sie schwächlich und stehen unter besonderen Schutz. Schlächtern und Metzgern, besonders die die Blutwurst herstellen, können sich bekanntlich sehr gut selber wehren.

Beste Grüße

flurdab
flurdab
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Ist Blutwurst eine Kampfsportart?
Es gibt ja soviel Dinge von denen ich überhaupt keine Ahnung habe.
Und diese ganzen neuen Trends die durch die A- Sozial Netzwerke gepuscht werden, da kommt man nicht hinterher.
Wenn man sich denn noch um sein Glockenspiel kümmern will.

Zappzarapp
Zappzarapp
5 Jahre zuvor

Das kann man nichts machen.
Die Verbohrten und Gestörten haben das Internet als Klowand
entdeckt. Früher nahm man einen Edding und fuhr zur Raststätte.
Heute kann man zuhause bleiben.

Schweigsam
Schweigsam
5 Jahre zuvor

Es zeigt für mich wie wir hier miteinander umgehen! Rücksichtslos…(vllt. müssen erst entsprechende Konsequenzen auf den Fuß folgen bzw. muß vor Strafverfolgung gewarnt werden bevor einige Menschen ihre Beschimpfungen oder Drohungen unterlassen). Traurig!

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  Schweigsam
5 Jahre zuvor

Es zeigt für mich wie wir hier miteinander umgehen! Rücksichtslos…

Nazis, AfD-Werbefutzis, Provokateure, pseudolinke Betriebswirte,
Streihammel und hirnlose Dauerspammer sind hier als ständige Gäste
aber soweit O.K. für dich, oder ?!

Ist ja nicht so das schlechte Stimmung von ungefähr kommt.

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Ja genau, man sollte schon etwas differenzieren, und nicht alles in einen Topf schmeißen. Der Umgang gerade bei Facebook ist schon sehr derb um es mal so auszudrücken. Und dabei braucht es nicht immer „Trolle“ um die Stimmung aufzuheizen, da reicht sehr häufig das ganz „normale“ Publikum völlig aus! Das ist auch einer der Gründe, warum ich meinen Account bei Facebook gekündigt habe.

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Das gönne ich niemandem. Man kann sich aber auch mädchenhaft
anstellen oder ausweichen wenn man nicht in Stimmung ist.

Meinst du jetzt die Frau mit dem Fuchs und der Gans, oder was ?

Die Meisten sind zu dösig nen Vegetarier vom Veganer zu unterscheiden.
Die Kritik von Hohlbroten lässt man nur an sich, wenn die Nahrungsaufnahme zum Weltbild oder zur Ersatzreligion erklärt wurde. Dann geht es um mehr. Früher hat man gegessen bis man satt war. Ich sehe nicht ein, warum ich mein Verhalten heute ändern sollte.

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Wer muss denn wegen Mobbing zum Arzt ? Sollte man Diagnosen nicht eben solch einem überlassen ? Viele gehen wegen mangelnder Kritikfähigkeit zum Arzt und sind dann enttäuscht wenns kein BurnOut oder Mobbing oder war.

Wirkstoff
Wirkstoff
Reply to  Zappzarapp
5 Jahre zuvor

Aha, soweit sind wir also schon, dass Mobbing und Morddrohungen zur legitimen Kritik erklärt werden und wenn einer darauf erwartungsgemäß nicht mit Freudensprüngen reagiert, ist die „mangelnde Kritikfähigkeit“/“Mädchenhaftigkeit“ auch gleich bewiesen.
Ganz abgesehen davon, dass Dreh- und Angelpunkt nicht die Identität dieser Frau, sondern dass gottverdammte Glockenspiel ist.
Aber „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ gehört eben zur deutschen Leitkultur, dafür kann man schon mal jemanden in den Wahnsinn treiben und das muss er dann demgemäß auch aushalten können, für’s Vaterland.

Petersdom
Petersdom
Reply to  Zappzarapp
5 Jahre zuvor

‚Ist ja nicht so das schlechte Stimmung von ungefähr kommt.‘
Wer kann so einen Satz verstehen? Bitte melden“

The Joker
The Joker
Reply to  Petersdom
5 Jahre zuvor
Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  Petersdom
5 Jahre zuvor

Wenn etwas nicht von ungefähr kommt -> kommt es nicht ohne Grund, nicht zufällig

Bitte Folgendes kopieren und als Antwort auf diesen Kommentar posten :

! DANKE FÜR DIE BELEHRUNG !

flurdab
flurdab
5 Jahre zuvor

Was ist ein Glockenspiel und was eine Veganerin?
Und woher wusste der Bürgermeister von der Veganerin und warum hat er nicht die NASA verständigt?
Und überhaupt, hat die Veganerin politisches Asyl beantragt oder ist Sie eine Wirtschaftsmigrantin, ist auch Sie der Einladung der Kanzlerin gefolgt?
Kann man über Sie den dringend benötigten Intergalaktischen Außenhandel anstoßen?

So viele Fragen, keine Antworten.
Ein Thema für Will, Plassberg und Maischberger.

Petersdom
Petersdom
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

Gefällt mir. und ich singe frohgemut mit meinen Enkeln:
‚Fuchs, du hast die Gans gestohlen
gib sie wieder her//…‘

Zur Nachahmung empfohlen. Befreit nachhaltig.

Heldentasse
Heldentasse
5 Jahre zuvor

Ist ja sehr schön wenn man sich über Scherze auf FB ja nach Laune erheitern oder beunlustigen kann. Der geneigte Leser fragt sich allerdings, jetzt da im westlichen Imperium ein offensichtlich brutaler Machtkampf entwickelt, ob es nicht ein paar ganz klein wenig mehr relevante Themen gibt?

Beste Grüße

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

….ob es nicht ein paar ganz klein wenig mehr relevante Themen gibt?

Das sehe ich genau so.
Facebook ist zwar eine viel genutzte Plattform für geistige ( geistlose ) Onanie, aber doch auch letzten Endes nur ein Symptom neoliberaler Politik.
FB ist nichts anderes als ein kommerzialisierter Marktplatz, mit dem der Frust über den allgemeinen Wohlstandsverlust steuerbar wird, quasi als Überdruckventil für sozialen Frust, wie eine internationale Bildzeitung.
nur weiß man bei der Bild genau, wer die Themen setzt, bei Facebook eben nicht und es würde mich nicht wundern, wenn da die Eliten dahintersteckten, um von sich abzulenken.
Wer sich an dieser Plattform abarbeitet, sitzt m.M.n. schon in der Falle, weil dadurch der Fokus auf die Ursachen der sozialen, wirtschaftlichen und sozialen Krise dieser Tage verloren geht.
Man kann auch ewig lange über Hundekötel auf Gehwegen diskutieren, ohne die verantwortlichen Hundebesitzer auch nur zu erwähnen.

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Wer sich an dieser Plattform abarbeitet, sitzt m.M.n. schon in der Falle, weil dadurch der Fokus auf die Ursachen der sozialen, wirtschaftlichen und sozialen Krise dieser Tage verloren geht.

Facebook ist eine der größten Nebelkerzen und Blendgranaten unserer Zeit.
Anfangs dachte ich:“ Tolle Sache, bringt Menschen über Kontinente zusammen damit sie nicht mehr aufeinander schießen.“

Heute bin ich vom Gegenteil überzeugt. Bin dort aber schon seit Jahren abgemeldet. Weiß nicht wie es dort aktuell zugeht.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Hallo Robbespiere,

ich kann Deine Ausführungen nachvollziehen und empfinde sie als gut! Was einem zu denken geben sollte ist allerdings, dass FB nur eine kleine Teilmenge darstellt dessen darstellt was man heute als „Internet“ bezeichnet.

Ganz vieles darin ist kommerzialisiert und/ oder dient der Überwachung und Manipulation, wenn man nun noch ein wenig weiter denkt ist es vermutlich auch so, dass die Herrschenden bei der Gefahr von großen sozialen Unruhen einfach nur die Netze unterbrechen müssen und schon flattern die „Revoluzer“ wie kopflose Hühner umher. Es könnte so etwas wie 1789 in Fronkreisch vielleicht gar nicht mehr geben, oder man stelle sich mal vor die Nazis hätten das Internet und die Überwachungstechnologien schon damals benutzt, deren Diktatur wäre wahrscheinlich noch um einiges schlimmer gewesen.

Die Antithese dazu wäre z.B., dass FB das ist was wir daraus machen, und wenn man dieses Medium mit Bedacht und Vorsicht nutzt es durchaus auch Vorteile z.B. bei der Meinungsbildung bringt.

Beste Grüße

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Was einem zu denken geben sollte ist allerdings, dass FB nur eine kleine Teilmenge darstellt dessen darstellt was man heute als „Internet“ bezeichnet.

Naja, nur mal für Deutschland betrachtet ist FB wohl der Hauptrummelplatz.
Hätten die NDS eine ähnliche Frequentierung, säßen Merkel und ihr Kabinett längst auf St. Helena und Schulz wäre Bademeister in seinem Spaßbad in Würselen o.s.ä..

wenn man nun noch ein wenig weiter denkt ist es vermutlich auch so, dass die Herrschenden bei der Gefahr von großen sozialen Unruhen einfach nur die Netze unterbrechen müssen und schon flattern die „Revoluzer“ wie kopflose Hühner
umher.

Es sollte mich wundern, wenn solche Gedankenspielchen nicht in den Köpfen unserer Politmafia herumgeistern.
Allerdings würden sie damit vermutlich auch die Wirtschaft und ihre Behörden lahmlegen, die sich ebenso im „Neuland“ tummeln, weil es ja so fein Personalkosten spart. Das Telefonnetz müßte dann konsequenterweise auch abgezwackt werden.
Wird bestimmt lustig, wenn die Polizei dann ein paar Trapper aussenden muß um zu erfahren, wo sich der Volkszorn gerade entlädt.

Die Antithese dazu wäre z.B., dass FB das ist was wir daraus machen, und wenn man dieses Medium mit Bedacht und Vorsicht nutzt es durchaus auch Vorteile z.B. bei der Meinungsbildung bringt.

Der Gedanke ist richtig, nur leider scheitert er sichtbar am Faktor Mensch.
FB ist mehr oder weniger eine Quatschbude mit RTL-Niveau, in der jeder geistige Tiefflieger meint, ein Star zu sein und sich der ganzen Welt mitteilen zu müssen, auch wenn er nichts von Belang zu sagen hat.
Und anders als bei Blogs mit einem bestimmten Anspruch interessiert sich FB nur für regen Zulauf, ohne Wert auf Inhalte zu legen.
Schade um die vergeudete Resource. Da hat

Putin

echt gründliche Arbeit geleistet.:-)

Gruß

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

ob es nicht ein paar ganz klein wenig mehr relevante Themen gibt?

Versuchs doch einfach mal mit der Bild..:-)

Mich stört das Thema überhaupt nicht. Und ich werde mich in Zukunft auch hüten, den Machern dieser Seite zu empfehlen, was für Themen relevant für sie und den „geneigten Leser“ sind!

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  Schweigsam
5 Jahre zuvor

Auch „Gegenöffentlichkeit“ kommt nicht an Fakten vorbei. Weniger Klatsch und Tratsch, weniger Bespaßung zum Miteinadner Zeit totschlagen, mehr Information. Mit einer Information pro Satz könnte man hier zufrieden sein. Eine Information pro Artikel ist zu wenig. Das der Jens mehr Arbeit in seine Artikel gesteckt hat, ist aufgefallen. Es genügen auch 2-3 Artikel pro Woche.
Dann investiert man eben die Zeit für drei Befindlichkeitsberichte in einem Bericht aus der Welt von morgen .-)

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Schweigsam
5 Jahre zuvor

Es kommt nicht alles Tage vor, dass mir ein aufgeklärter Mensch die Bild nahelegt. 😉

Im übrigen dürfen die Macher hier alles machen, was sie auch machen.

Beste Grüße

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Im übrigen dürfen die Macher hier alles machen, was sie auch machen.

Ja sicher. Wenn noch Fragen offen sind, machst du mit Sukram eben den Rest in der Spalte.
Das zieht Leser und bildet eine Gegenöffentlichkeit zum „Mainstreamjournalismus“.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Zappzarapp
5 Jahre zuvor

Ja genau, ich lese nun erst mal die Bild und mache dann mit dem Sukram hier den Resteputzer. Außerdem könnte ich versuchen mit meinen Darmwinden Aloha Oe zu pfeifen, man gönnt sich ja sonst nichts.

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Außerdem könnte ich versuchen mit meinen Darmwinden Aloha Oe zu pfeifen,

Im Kapitalismus lässt sich alles verkaufen. Machen se was draus.

Ne Bühnenshow oder so ……..

Vielleicht mit Einstieg bei Bohlen:
“ Du klingst wie Kermit der Frosch wo hinten einer drauftritt !“

P.S. Auch hier werden Scherze nicht geduldet :-))))

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Zappzarapp
5 Jahre zuvor

Der ist gut, Daumen hoch!

The Joker
The Joker
Reply to  Zappzarapp
5 Jahre zuvor

Noch’n Bohlen:
„Wenn du im Keller singst, kommen die Kartoffeln freiwillig geschält nach oben.“
😉

flurdab
flurdab
Reply to  Zappzarapp
5 Jahre zuvor

Ich glaube nicht das die hier tätigen Tintenkleckse so einen Anspruch formulieren.
Nicht das ich Wellbrock und De Lapuente nicht auch gerne mal versuche ans Bein zu pinkeln, aber Größenwahn oder Ultima ratio werden die beiden nicht entwickeln.
Das sind feine und sehr wichtige Charaktereigenschaften, wenn man denn einen Blog betreiben will.
Die Burschen kennen ihre Grenzen, also quantitativer und qualitativer Einsatz von Zeit.
Die müssen ja noch so nebenbei Geld auftreiben um ihr Leben und ihre Unabhängigkeit zu finanzieren.
Aber über großzügige Spenden, einmalig oder als Dauerauftrag kann jeder ihre Arbeit unterstützen.
Wie sieht es aus, stiftest du einen „Forschungsauftrag“?

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

Das ist konstruktive Kritik. Dahinter steckt keine Absicht des „ans Bein pinkeln“ Wollens.
„Forschungs-“ und Rechercheaufträge kann man auch ans Kommentariat übertragen.
Der erste Ruf nach Geld zeigt in welchem System du aufgewachsen bist. Wenn Zeit und Geld nicht genügen, ändert man besser das System.
Sascha Lobo, man kann über seine Person streiten, arbeitet an einem Online-System in dem mehrere Autoren gleichzeitig in Echtzeit arbeiten können.
Klingt interessant. Die Aufteilung von Blog und Kommentarspalte ist kein Naturgesetz.
Wenn das hier als Hobby, eine Art Bürgerfunk und Offener Kanal verstanden wird, sagte ich nichts mehr. Dann habe ich den Anspruch fehlinterpretiert.

flurdab
flurdab
Reply to  Zappzarapp
5 Jahre zuvor

Unter den Brücken von Hamburg, Berlin oder Duisburg gibt es kein w- lan!
Und geregelter Bürobetrieb ist da auch nicht möglich.
Gilt übrigens auch für Wälder.
Wie sich Lobo finanziert weiß ich nicht, aber ich denke er hat „Unterstützer“. Und damit meine ich nicht Lieschen Müller, die sich in die rote Bürste verliebt hat. Wo veröffentlicht Lobo so allgemein?
„Die Aufteilung von Blog und Kommentarspalte ist kein Naturgesetz“.
Stimmt, aber das sind andere Blogs!
Querschüsse ist z.B. so ein Blog.
Da wird aber von Fachleuten auf einem Niveau diskutiert, an dem die meisten Leser scheitern müssen. Und die, die sich dort austauschen und diskutieren, können sich den Spaß leisten.
Ist also die Frage was du willst, was du erwartest?
Als hier noch der Spiegelfechter vom Berger war, da war es zum Teil anders.
Aber Berger hatte auch einen anderen Anspruch, der wollte Wissen unter das Volk bringen, der wollte erklären und diskutieren. Berger hatte den Wert der anderen Meinung verinnerlicht.
„These- Gegenthese- Synthese“, also alles was seit X Jahren keine Wertschätzung mehr hatte.
Und das hat er viele Jahre im Zusammenspiel mit vielen versierten Kommentatoren getan.
Ich habe viel gelernt und wirklich profitiert.
Und ich bin dafür immer noch dankbar.
Aber irgendwann war der Spiegelfechter mit der Thematik zu Ende!
Irgendwann ist die Geschichte eben erzählt, danach kommen nur noch Wiederholungen.
So gesehen „klaut“ Lobo nur das Konzept „Spiegelfechter“. Allerdings mit ihm bekannten Autoren und nicht mit anonymen Kommentatoren, die er nicht einschätzen kann.
Es kam die Zeit da hatte Berger keine Freude mehr daran und hat den Wellbrock an Bord geholt, einige Zeit später die Lappenente dazu.
Ist eben nicht mehr der Blog mit der Maus und dem Erklärbär.
Die VHS ist aus, hier geht es um Meinungen, Strömungen, Einschätzungen, Wirtschaft, Politik, Soziales.
Neulandrebellen sind eben auch ein Sozial- Medien- Blog geworden.
Man hat auf Fratzenbuch reagiert. Das haben wir aber alle, gewollt oder nicht.
Aber die Tintenkleckser hier versuchen immerhin ein Niveau zu halten.

Dafür Chapeau den Herren!

Grüße

Zappzarapp
Zappzarapp
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

Aber Berger hatte auch einen anderen Anspruch, der wollte Wissen unter das Volk bringen

Aha !

„Wissen unters Volk bringen“ ist journalistischer Standard. Das ist nicht das Besondere. Deshalb regen sich viele künstlich über Falschmeldungen und Zeitungsenten, neudeutsch Fakenews, auf. Die Leute empfinden soetwas als Verstöße gegen den Standard. Den Chronisten, der lethargisch vom Tresen aus die Welt empfindet, stößt auf Desinteresse und Unverständnis. Es geht um Neugier und deren Befriedigung. Diesen Trieb sollte man auf komplizierte Sachverhalte lenken und Schweres, einfach erklären können ohne zu vereinfachen. Warum sollen der Dachdecker und die Raumpflergerin hier nicht mitlesen und Hintergründes verstehen ?

Verschwurbelte Kacke zu schreiben ist elitär !

Den technischen Rest lassen wir dann lieber, was die Textbearbeitung mehrerer Autoren in Echtzeit betrifft. Da konntest du vermutlich nicht verstehen worum es geht. Meine Schuld. Hatte es nur angerissen.

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Ich bin eben in deinem Sinne kein „aufgeklärter Mensch“…von mir aus auch in eurem Sinne…ich bin anders… 🙂

Knight
Knight
5 Jahre zuvor

Die Mobmentalitaet ist eine Katastrophe, das ist klar. Ich denke, die Schaerfe der Reaktionen zeigt, wie leid die Menschen die subtile Bevormundung durch die allgegenwaertige Moralpolizei sind.
„Krieg der Befindlichkeiten“?

Petersdom
Petersdom
5 Jahre zuvor

Fuchs, du hast die Gans gestohlen
gib sie wieder her//
sonst wird dich der Jäger holen
mit dem Schießgewehr//
Seine große lange Flinte
schießt auf dich den Schrot//
und dann fließt die rote Tinte
und dann bist du tot//

Liebe Veganer, liebe Schlächter, liebe Kinderlein
hier kommen Eure schwarzen Schafe, dummen Gänse, Hundsfötte, Hasenfüße, Spottdrosseln, Dreckspatzen, drei Gäns‘ im Haberstroh, Kampfhähne, eine riesengroße Schweinebande, Rindviecher, dumme Ziegen, Sündenböcke, ein weißer Hirsch, piff paff, alle meine Entchen, Amsel, Drossel, Fink und Star…

gebt Ruhe! Gebt Frieden! Singet und seid froh!

flurdab
flurdab
Reply to  Petersdom
5 Jahre zuvor

Klingt eigentlich wie das „Schlaflied“ von den Ärzten.
https://www.youtube.com/watch?v=ntVnEhDAEz4
Aber es war ja nicht das eigentliche Lied oder der Text, sondern der „Dauerjingel“.
Also da kann ich die Frau schon verstehen.
Nur was hat das mit ihren Essensgewohnheiten zu tun?
Oral bedeutet ja nicht Ohral.
Bürgermeister sind eben auch nur Politiker.

Petersdom
Petersdom
5 Jahre zuvor

Zur Sache:
Wir Menschen sind – Säugetiere. Richtig? Kein Neugeborenes kann überleben ohne Milch. Kann das Muttertier nicht stillen, (stillen!), gibt es adaptierte Kuhmilch. Richtig? Gibt es, damit sie überleben, noch etwas anderes für diese armen Würmer? Davon weiß ich nicht.
Stillen Veganerinnen ihre Babys?
Geben Veganerinnen ihren Kleinkindern Nahrungsergänzungmittel, damit sie alle zum Wachstum erforderlichen Stoffe erhalten?
usw.usf.

flurdab
flurdab
Reply to  Petersdom
5 Jahre zuvor

Du bist leider im falschen Film.
Da hat sich eine Bürgerin überein Glockenspiel beschwert, welches ständig eine Melodei spielte.
Das hat nichts mit „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ zu tun.
Die Frau hätte sich auch über „Übe immer Treu und Ehrlichkeit“ beschwert.
Aus der Beschwerde wurde ein „Shitstorm“ weil sie „wohl mit ohne Fleisch“ lebt.
Eigentlich für jeden der daraus seine 3 Minuten Popularität saugt eine Auszeichnung intellektueller Erbärmlichkeit.

Mir gehen Veganer auch auf die Nerven, verstehen kann ich es auch nicht.
Lustiger weise sind das aber immer Grün- Olive Edelveganer.
Selten der, er es für sich und seine Ansprüche tut.

Das ist wie bei den zukünftigen Burkaträgerinnen Özoğuz (SPD) und Kaddor, und dem Muslim von nebenan.

niki
niki
Reply to  Petersdom
5 Jahre zuvor

Das ist NICHT zur Sache… Es ist vollkommen irrelevant ob diese Frau Veganerin ist…
Lediglich haben asoziale Hater und Arschlöcher diesem Umstand genutzt um diese Frau fertig zu machen!

Ich hoffe die werden für das Mobbing hinter Gitter kommen…!

Thilo Triehl
Thilo Triehl
5 Jahre zuvor

Unsere Veganer….. In Wasser leben unzählige Mikroorganismen, das sind Tiere. Mit jedem Schluck Wasser ermorden die Veganer also Lebewesen. Nur weil wir sie nicht mit bloßem Auge sehen heißt es nicht, daß sie nicht da sind. Und wenn sie ihre Teppiche oder Matratzen absaugen…. dann vernichten sie die armen Milben, das sind hoch entwickelte Spinnentiere.

Veganismus ist eine intolerante Religion. Wir Fleischesser haben nichts dagegen, dass Leute Veggies oder Veganer, Frutarierer oder sonstige Freikirchler sind. Aber Veganer würden uns umgekehrt am liebsten alles verbieten.

Veganer müssen bestimmt nicht wie ich von einer Kleinrente oder von Hartz leben. Nur so lässt sich diese Form einer faschistoiden Religion erklären, aus dem Wohlstand, dem Überfluss, der Langeweile.

niki
niki
Reply to  Thilo Triehl
5 Jahre zuvor

Noch einmal… Es tut überhaupt nichts zur Sache, dass die gute Frau Veganerin ist…!

Dein Posting ist nur dadurch zu erklären dass du sie nicht mehr alle beisammen hast….

Thilo Triehl
Thilo Triehl
Reply to  niki
5 Jahre zuvor

Das ist eine persönliche Beleidigung meiner Person. Finde ich nicht korrekt. Mein Post soll unter anderem ausdrücken, dass ich Leute kenne, die vegan leben. Fein. Können sie tun. A b e r alle bepöbeln, die nicht so leben wollen/können, das geht nicht. Denn: ich zum Beispiel würde sehr gerne bewusster leben. Aber während meine Bekannten dick in der Werbebranche sind, unter anderem für eine Grosschlachterei (!!!) Werbung machen, dicke Gehälter haben und sich alleine feinen teuren Dinge leisten können, muss ich das fressen, was meine Kleinstrente mir erlaubt. Da ist Fleisch am billigsten.

Viele der Besserverdiener sehen nur sich bzw ihre Schicht.

Was ist also an meinem Post zu kritisieren? Versuchs mal mit Argumenten, statt mich des Wahnsinns zu bezichtigen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Thilo Triehl
5 Jahre zuvor

@Thilo Triehl

Da haben Sie etwas mißverstanden.
So wie ich den Artikel verstehe, hatte sich die Frau wg. des nervigen Glockenspiels beschwert.
Angegriffen wurde sie aber auf Grund der Tatsache, daß sie vegan lebt.
Was also haben ihre Essgewohnheiten mit der Beschwerde über das Glockenspiel zu tun? Exakt nichts!
Ob man Frikadellen oder Dinkelbratlinge mag, ist jedermanns eigene Entscheidung, über die Niemand zu urteilen, geschweige denn jemanden zu verurteilen hat.

niki
niki
Reply to  Thilo Triehl
5 Jahre zuvor

Das tut mir leid…
Aber glaube mir, ich bin als (selbstständiger) H4-Aufstocker nun beileibe kein Großverdiener… Trotzdem tut das Thema Ernährung hier nichts zur Sache…
Es geht hier um das Thema (Cyber-)mobbing und wie sehr es gesellschaftlich es akzeptiert ist, sobald es eine Person einer von vielen gehassten Minderheit betrifft…

Mordred
Mordred
Reply to  niki
5 Jahre zuvor

Dein Posting ist nur dadurch zu erklären dass du sie nicht mehr alle beisammen hast….

mir fallen da 2 wahrscheinlichere nummern ein:
1. er hat den text nicht gelesen oder verstanden
2. er will über was anderes reden.
nachdem er nochmal anderes gepostet hat würde ich von 2. ausgehen und seinen beitrag löschen.

niki
niki
Reply to  Mordred
5 Jahre zuvor

@Modred…
Ich habe die zugegeben sehr rabiate Antwort gewählt, weil derjenige m.E. mit seinen Posting provozieren wollte um gegen Veganer um jeden Preis zu wettern.

Wollmo
Wollmo
5 Jahre zuvor

So unglaublich, wie hier größtenteils an der Sache vorbeidiskutiert wird. Und ja, allein das Wort „Veganer“ löst bei vielen schon die Hassreaktion aus. Aber in dem Artikel geht es darum, dass die Frau sich über die Musik beschwert hat, dann aber aufgrund ihrer frei gewählten Lebensweise diffarmiert wurde.
Es wäre exakt das Gleiche gewesen, wäre die Frau als bluttriefende Aasfresserin und Tiermassenmörder beschimpft worden, wäre denn bekannt gewesen, dass sie auch Fleisch ist.
Oder man hätte sie angesichts ihres Glaubens beschmipft (egal, ob Christ, Muslim, Hindu etc.), hätte man denn gewusst, wen oder was sie anbetet.
Die Frau wurde wegen etwas fertig gemacht, das mit dem Inhalt der Sache nichts zu tun hatte, sondern mit ihrer Lebenseinstellung. Und offensichtlich wird die einem zum Verhängnis, wenn sie nicht ins Massenbild passt. Und das ist traurig.
Wenn überhaupt, hätte man die Frau ja nur dafür kritisieren dürfen, dass sie die Traditionsmelodie aus dem Glockenspiel entfernt haben wollte.
Warum in diesem Forum jetzt die Reaktion losbricht, dass Veganer „falsch“ liegen oder auch „intolerant gegenüber Fleischessern“ sind, zeigt einmal mehr, wie sensibel wir alle darauf reagieren, wenn jemand etwas anders macht.

Und P.S.: Ich bevorzuge ausgewogene Mischkost.

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5 Jahre zuvor

[…] einmal nicht mehr aus Ihren Hirn kriegen. Gut so! Voll verdient! Pech gehabt, selber schuld!  Tom Wellbrock weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Donald Trump und Europa: Wer führt hier eigentlich wen? Europa ist in Sorge. […]

Albert
Albert
5 Jahre zuvor

Also ich bin dafür das auch das gesamte WEB und die fleißig tätigen Elektronen nur dann noch laufen sollen, wenn sie vegan sind……….
FÜR EINE VEGANE PHYSIK

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5 Jahre zuvor

[…] ihren Rhythmus wummert. Ob nun bei Kunstinstallationen in der Dresdner Innenstadt, Glockenspielmelodien oder aber weil irgendwer irgendwo gelesen hat, dass der Europäische Gerichtshof der Ansicht sei, […]

Andreas Säger
Andreas Säger
5 Jahre zuvor

Zensur würde helfen. Die hier angesprochene miese Stimmung kommt von der zahlenmäßigen Überlegenheit der Rechts-Trolle, ihrem unmäßigen Whataboutism und sonstiger Rabulistik der vulgärsten Art. Vor allem scheinen diese Dumpfdödel technische Instrumente zu nutzen, um feindliche Blogs und Artikel sekundenschnell zu melden, um binnen weniger Augenblicke sofort das erste provokative Posting vom Stapel zu lassen und so jede Diskussion von Beginn an zum Entgleisen zu bringen.

Gleichzeitig ist es vollkommen unmöglich auf achgut.com (oder bei Tichy oder sonstwo) auch nur eine einzige kritische Anmerkung zu posten. Versuch dort mal einen einzigen linken Gedankengang in die Kommentarspalte zu setzen. Es geht nicht, und man findet dort auch keinen einzigen solchen Kommentar. So viel zum Thema „Meinungsfreiheit“ oder „Abendland“.

Axel
Axel
Reply to  Andreas Säger
5 Jahre zuvor

Achso, gegen unterdrückte Meinungsfreiheit hilft Zensur. Ein sehr kindlicher Gedankengang, findest du nicht auch ?

Die “ technischen Hilfsmittel “ bestehen übrigens aus Newslettern die nach Einstellung neuer Blogbeiträge automatisch verschickt werden.

Andreas Säger
Andreas Säger
Reply to  Axel
5 Jahre zuvor

Auf simple Newsletter war ich gar nicht gekommen. Würde ich so ticken, dann würde ich aber mindestens noch einen Newlsetter-Parser dahinter hängen, der die Nachricht über eine Nachricht an verfügbare Gesinnungsgenossen weiterleitet. Ich kenne Facebook nicht, glaube aber dass diese Plattform dafür prädestiniert wäre. Meine unmaßgebliche Einschätzung, dass ihre Lufthoheit über alle Diskussionsrunden, insbesondere die des Feindes, auf irgendeine Art von Koordination und Organisation beruht dürfte aber nicht ganz falsch sein sonst könnte eine so kleine Minderheit nicht so einen riesigen Einfluss ausüben. Neulich sah ich auch ein anonymisisertes TV-Interview mit einem Münchner Frührentner, der in den Kommunikationsgraphen der einschlägigen Facebook-Netze eine zentrale Stellung hatte. Der gab ganz offen zu, dass das Zutrollen der Systemmedien sowie das Schreiben von abartigen Drohbriefen an exponierte Feindfiguren sein allererster Zeitvertreib ist. In der TV-Doku wurde erläutert, dass es innerhalb des deutschsprachigen Facebook-Netzes es nur ein paar hundert solcher Powertrolle braucht, und man bekommt so was wie ein großes Like&Hate-Imperium.
Aber natürlich kann man auf Rabulistik mit Zensur antworten. Viel schlimmer als eine gut dokumentierte und nachvollziehbare Zensur sind die Auswirkungen der organisierten Niedertracht. So radikal wie die Gegenseite muss man das ja nicht durchziehen, aber solche Eingangskracher wie das Posting #1 unter diesem Artikel muss man doch wirklich nicht lesen müssen.