Mister President!

Donald Trump hätte Europa nicht militärisch unterstützt, sagte er vor Jahren Ursula von der Leyen. Gut so – denn ohne den großen Bruder kann sich Europa nicht mehr so viel Arroganz gegenüber den Rest der Welt leisten.

EU-Kommissar Thierry Breton erklärte der den US-Demokraten nahestehenden Nachrichtenplattform Politico, dass Donald Trump 2020 bei Ursula von der Leyen eines klarstellte: »Sie müssen verstehen, wenn Europa angegriffen wird, werden wir niemals anrücken, um Ihnen zu helfen und Sie zu unterstützen.« Und er setzte hinzu: »Übrigens, die NATO ist tot, wir verlassen sie, wir werden aus der NATO austreten.« Er begründete das damit, dass Deutschland für die Verteidigung nichts bezahlt hätte.

Nun fürchten sich viele in Europa: Was, wenn Trump nochmals US-Präsident wird? Fällt die NATO dann? Steht Europa alleine da? Ein russischer Angriff auf Europa ist zwar nicht zu erwarten, mögen die Kiesewetters und Strack-Zimmermänner auch noch so oft Gegenteiliges behaupten. Seit zwei Jahren stellen sie das in Aussicht, in diese Richtung geschehen ist allerdings nichts – in Richtung Russland ist jedoch Etliches fabriziert worden. Dass Donald Trump aber am Ende weitaus besser ist als die beiden Genannten und viele andere, die die Politik in Deutschland und der Welt verstimmen, ist erstaunlich. Oder auch nicht: Denn Donald Trump war ein guter Präsident.

Einer der besten Präsidenten, die Amerika je hatte

Bevor Sie mich lynchen: Das sage nicht ich – das hat Michel Houellebecq erklärt. Und zwar schon zu Zeiten, da Trump US-Präsident war. Der französische Autor begründete es noch nicht mal schlecht. Sein Essay mit dem schnörkellosen Titel »Donald Trump war ein guter Präsident«, ist nach wie vor beachtenswert und zeigt die Dilemmata auf, in denen wir uns befinden.

»Die Amerikaner lassen uns in Frieden«, hörte sich das bei Houellebecq an. »Die Amerikaner lassen uns unser Leben leben. Die Amerikaner versuchen nicht länger, den Planeten mit Demokratie zu überziehen. Welcher Demokratie überhaupt?« Während in Europa ein Drang zum Freihandelsabkommen in der politischen Kaste vorherrschte – der damalige deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel war ganz scharf auf TTIP –, beendete Donald Trump die Diskussionen und setzte statt auf radikalen Freihandel auf Protektionismus. Ein Schritt, den man auch Europa den politischen Entscheidungsträgern nur ans Herz legen konnte und kann: Denn so eine Entscheidung stärkt die Interessen der Arbeiterschaft.

Die Europäische Union mochte Trump auch nicht, lobte Houellebecq, denn »wir hätten nicht viel gemeinsam«. Er wolle lieber mit den Staaten einzeln verhandeln, Houellebecq fand das gut, weil Europa nicht existiere und die EU nie darauf ausgelegt war, eine Demokratie zu sein. Außerdem, kein ganz unwichtiger Punkt jenes Essays: »Präsident Trump betrachtet Wladimir Putin nicht als einen unwürdigen Gesprächspartner« – der Autor pflichtet ihm dringend bei, merkt aber an, dass er an »die Rolle Russlands als universellen Führer« nicht glaube. Trotz Dostojewski gehe das Zutrauen des Franzosen nicht so weit.

Leider hat sich aber eine weitere Einschätzung letztlich nicht bewahrheitet: Houellebecq lobte Trump auch für die mangelnde Finanzierung der NATO – so brauche sein Heimatland Frankreich vielleicht gar nicht austreten, weil das Bündnis von selbst verschwindet. Die aktuellen Aussagen Thierry Bretons stützen diese Aussage. Houellebecq erklärte was ein potenzielles Verschwinden der NATO bedeuten könnte: Es »wäre eine Sorge weniger«. Und er schlussfolgert: Deshalb erscheine ihm Donald Trump »als einer der besten Präsidenten, die Amerika je hatte«.

German Angst vor Trump

Der Franzose äußerte außerdem eine ganz konkrete Hoffnung – sein Essay erschien 2017: Wenn sich Trumps Stil in der amerikanischen Politik fortsetze, dann würde sich der »militärische Messianismus« der USA bald erledigt haben. Für die Amerikaner sei Donald Trump vielleicht eine »notwendige Prüfung« – für den Rest der Welt aber ein Segen nach vielen Jahrzehnte imperialer Weltpolitik. Rückblickend können wir freilich sagen: In Syrien ließ Trump bombardieren, Guantanamo hat er nicht eingestellt, der Stützpunkt und die dort Inhaftierten existieren nach wie vor – aber im Vergleich zu seinen Amtsvorgängern und seinem Amtsnachfolger gestaltete sich seine Präsidentschaft erstaunlich erholsam für die Welt.

Ein Erdenrund ohne amerikanische Hegemonialbestrebungen könnte sich anders entfalten. Fairer. Und vor allem friedlicher. Was der französische Schriftsteller seinerzeit schrieb, sprach sicherlich vielen aus den Herzen – weniger USA zu wagen: Das ist mehr als einen Versuch wert. Und in Ansätzen gab es diesen Versuch bereits: Er hieß Donald Trump.

Den sollte man freilich nicht als Säulenheiligen einer friedlichen Weltordnung betrachten. Das tut Houellebecq übrigens auch nicht. Als Persönlichkeit hält er ihn sogar für »ziemlich widerwärtig«. Bestellte Nutten hält er für dessen Privatangelegenheit – Behinderte zu verspotten sieht er jedoch kritisch: »Ein echter christlicher Konservativer – also ein ehrenwerter und sittlicher Kerl – mit einem gleichwertigen Programm wäre für Amerika besser gewesen«, deduziert Houellebecq. Für die Vereinigten Staaten war der Mann eventuell keine gute Wahl – aber für uns Europäer auf alle Fälle. Für den Rest der Welt unter Umständen auch.

Sollte man daher bangen, dass er das Rennen wieder macht, so er überhaupt von den Republikanern nominiert wird? Dass der Rest der Welt es so sehen könnte, davor fürchtet sich die Administration der Demokratischen Partei in the States durchaus. Politico skandalisiert das, was Breton der Zeitung steckte, durchaus – die den Demokraten freundlich gesonnene internationale Presse stimmte mit ein. Bloß nicht Trump!, rufen sie. Denn dann stehen wir alleine da, müssen den Russen direkt ins Gesicht schauen. Aber dass Trump im Zweifelsfalle abwinken würde: Das ist keiner Sorge wert; das ist eine Chance – denn ohne Schutzmacht im Rücken wird man auf Realitäten zurückgeworfen. Das gilt für Deutschland wie für Europa insgesamt.

Mehr Frieden ohne US-Rückendeckung

Wo die Polizei nicht kommt, müssen zerstrittene Parteien alleine schlichten. Das gilt auch für Weltpolizisten. Ohne die Vereinigten Staaten, die Protektion gewähren, sieht ein Europa unter Waffen gleich sehr viel gefährlicher, auch besorgniserregender aus. Man wird schlichten müssen. Friedenspolitik in eigener Verantwortung gestalten oder eben die Verantwortung der Konfrontationspolitik selbst tragen müssen. Was bedeutet, dass ein Europa ohne amerikanische Schutzmacht sich als Kontinent neu finden muss. Fiele die USA aus dieser Rolle, könnte die Europäische Union – unter welchen Modalitäten dann auch immer – eine Renaissance erleben. Europa ist heute jedoch gespalten – auch unter kräftiger Mithilfe der USA.

Unter Trump gab es Aussichten, dass es so kommen könnte. Denn »America first« hieß auch, dass er sich auf seine Nation konzentrierte. Das war kein Affront, wie die internationale Presse weismachen wollte. Das war ein Versprechen an die Welt. Warum sollte sich diese Welt jetzt von den US-Demokraten einreden lassen, dass eine Präsidentschaft Trumps eine Gefahr für den Weltfrieden sei? Trumps Wahlerfolg von 2016 hat die Konfrontation mit Russland um vier Jahre verschleppt, nicht umsonst gab man seiner letztlich erfolglosen Gegenkandidatin Hillary Clinton den Spitznamen Killary.

Kaum waren die Demokraten wieder im Weißen Haus, geschah genau das, was Clinton schon während ihres Wahlkampfes gegen Donald Trump in Aussicht gestellt hat: Mit Russland aufräumen. Gut, das ist nicht gelungen, die Russen gewinnen den Ukrainekrieg – oder sagen wir es richtiger: Sie haben ihn bereits gewonnen. Aber nun spaltet die amerikanische Regierung Europa und Russland. Ein Präsident namens Trump nährt die internationale Hoffnung, dass er einen Deal aushandelt, der diesem Treiben ein Ende bereitet.

Natürlich ist Trump, man muss das nochmals betonen, kein Waisenknabe. Er ist ein Busengrapscher, Pussygrabber und Großmaul, vermutlich hat er keine Ahnung von politischen Gepflogenheiten, ist vulgär und sicher keiner, der die Sorgen der »kleinen Leute« wirklich kennt. Er führt sein Land mehr als jeder Präsident wie ein Unternehmen – seine Rolle beim Sturm des Kapitols war je nach Beobachter skandalös oder eben um Mäßigung bemüht. Aufgerufen hat er jedenfalls dazu nicht. Sein vorheriger Vize Mike Pence hat sogar die Auszählung der Stimmen forciert und die Wahl als verloren deklariert: Das passt nicht mit den Berichten der demokratischen Presse zusammen. Aber wenn der Preis für eine etwas bessere Welt ist, einen vulgären Typen ins Weiße Haus zu bringen, könnte man provokativ in den Raum werfen, so scheint das ein recht günstiger Deal zu sein.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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jemp1965
jemp1965
24 Tage zuvor

Außenpolitisch wäre Trump in der Tat das deutlich kleinere Übel, insbesondere wenn man ihn mit dem senilen Tattergreis Biden vergleicht.

N.B.
N.B.
24 Tage zuvor

Im Prinzip ist das so: Trump ist vielleicht ein widerlicher Egomane, aber wenigsten lässt er dritte weitestgehend in Ruhe und hat nicht dieses Imperial-Gehabe wie der Rest des US-Establishment. Für uns könnte das in der Tat ein Segen sein, dass er Europa einfach links liegen lässt. Die deutsche Regierung und deren Handlanger haben schlicht Angst, dass diese dann kein Lob mehr aus den USA bekommt, wie unterwürfige Hunde, deswegen das Getöse gegen Trump.
Auch würde dass das wahrscheinliche Aus für die „Unterstützung“ der Ukraine bedeuten. Wobei letzteres wohl dann endlich zu einer Befriedung dort und längerfristig zu einer Normalisierung der Beziehungen zu Russland führen könnte…

Kiesewetter, Strack-Zimmermann und Co. entsorgen wir am besten nach Brüssel oder woanders hin wo die keinen Schaden mehr für unser Land anrichten können.

Natürlich sind das alles nur Vermutungen, aber wir kennen Trump schon als POTUS…

Schon interessant, dass ein kleiner Soziopath, wie Trump, möglicherweise das weit weit geringere Übel für die Welt ist wie die ganze NeoCon-Bande der USA, wo letztere vom deutschen Establishment über den grünen Klee verehrt wird…

Robbespiere
Robbespiere
24 Tage zuvor

Wenn einer als US-Präsident von allen Seiten derart beschossen wird, muss er Irgendwas richtig gemacht haben, was egozentrischen Interessen zuwider läuft. 😉

Allerdings hat Trump China und den Iran auf dem Kieker, seine Israel-Politik ignorierte palästinensische Interessen und der Abbruch der Nordstream-2 Verlegung geht ebenfalls auf sein Konto.

All das hat bis Heute auch Folgen für uns.

n.b.
n.b.
Reply to  Robbespiere
24 Tage zuvor

Biden wird wohl noch vor der Wahl Iran angreifen… Anders wird er im jeden Fall die Wahl gegen Trump verlieren. Aber dabei vergessen die das Iran sich ganz anders wehren kann als der Irak oder Afghanistan… Wer weiß was die Iraner als Leistung für die ganzen Waffen und Munition für Russland in Gegenleistung bekommen haben?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  n.b.
24 Tage zuvor

@N.B.

Biden wird wohl noch vor der Wahl Iran angreifen… Anders wird er im jeden Fall die Wahl gegen Trump verlieren.

Das steht zu befürchten, aber ob solch ein Einsatz positiv für seine angeschlagene Reputation ( Laptop from Hell, Texas ) im Wahlkampf wäre, ist zu bezweifeln.

Der Iran wird in Partisanenmanier die Schwachstellen der USA, z.B. in Syrien, gnadenlos ausnutzen un dürfte massive Unterstützung der Schiiten in Irak, Jemen und Libanon bekommen, aber wg. der US-Haltung zu Gaza auch aus der arabischen Welt.

Biden wird im Wahlkampf wohl Windeln brauchen und das nicht nur, weil er vergisst, dass der Präsidentenstuhl keine Kloschüssel ist. 😉

N.B.
N.B.
Reply to  Robbespiere
24 Tage zuvor

hier mal was dazu: Leider in Englisch:
https://www.youtube.com/watch?v=duBMoxB746M

Sieht echt übel aus…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  N.B.
24 Tage zuvor

@N.B.

Die Jungs kommen auf den Punkt.

Dennoch glaube ich, die US-Nato wird sich an Iran die Zähne ausbeißen.

Was mich wundert ist, dass Russland noch kein Sicherheitsabkommen mit Iran geschlossen und offiziell berkündet hat.
Dann würden es die USA vermutlich gar nicht erst versuchen.

Last edited 24 Tage zuvor by Robbespiere
flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
24 Tage zuvor

Man müsste über den Zustand der US- Streitkräfte genauer Bescheid wissen.
Da scheint es am Kanonenfutter zu mangeln.
Die amerikanische Jugend der Unterschicht ist zu fett und das vorhandene Personal hat die „Corona- Impfung“ wohl nicht so gut vertragen.
Die USA können sich einen „Waffengang“ gegen der Iran schlicht nicht leisten. Die können natürlich das Fass aufmachen, aber der Ausgang eines solchen Abenteuers ist mehr als ungewiss.
Zumal die Erzählung vom „Terrorismus“ und der „Demokratie- Saat“ seit dem Abzug aus Afghanistan in der Bevölkerung kaum mehr geglaubt wird.
Die Inneramerikanischen Probleme sind zu groß, als dass man mit einem Krieg im Äußeren noch davon ablenken könnte.
Die „Campingwelle“ innerhalb der Großstädte.
Das Drogenproblem in der Gesellschaft (bei ausbleibender Heroin- Produktion aus Afghanistan).
Die „Flüchtlingswellen“ an der Außengrenze.
Der Drogen- Import aus Südamerika.

Bei Onkel Sam brennt der Kittel.

N.B.
N.B.
Reply to  flurdab
24 Tage zuvor

Ich bin da durchaus pessimistischer.
Die werden es versuchen, wie die es immer taten. Nur dieses mal kriegen sie sehr wahrscheinlich richtig auf die Fresse. Und in der Tat: Die aufgeführten Probleme der US-Armee kommen nicht von ungefähr. Die wurden ja nicht einmal mit den Taliban in Afghanistan fertig… Genauso wenig wie unsere BW komplett versagt hatte….

Und trotzdem: Es lenkt so wunderbar von innenpolitischen Problemen ab… Vollkommen egal ob dabei Billionen US-$ (nein, keine Milliarden was „Billion“ aus dem US-Englischen übersetzt heißt) an Steuergeldern verbrannt werden.

Vielleicht beschränken die sich auf das einzige was sie können: Bombardierungen von Städten und dadurch das präzise Abschlachten der Terrorist… ähm Bevölkerung…

flurdab
flurdab
Reply to  N.B.
24 Tage zuvor

Ja, ich weiß es ja auch nicht und kann es auch nicht wirklich einschätzen. Wer von uns hat schon glaubwürdige Quellen in den US- Staaten, wir kennen ja nur die Schatten an der medialen Höhlenwand.
Oftmals ist bei mir auch der Wunsch der Vater der Gedanken.
Ich halte tatsächlich immer noch den Glauben an den „Verstand“ hoch, trotz der ständigen Niederlagen.
Ich glaube wirklich das der Mensch an sich klug ist, nur in der Masse ist er blöd.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  N.B.
24 Tage zuvor

@flurdab / N.B.

Ich bin da durchaus pessimistischer.

Ohne Sicherheitdgarantien durch Russland bin ich das auch.

Die US-Machtelite ist nicht willens, eine multipolare Weltordnung zu akzeptieren, bei der sie nicht die erste Geige spielt.

Ansonsten hätte es weder eine NATO nach 1991, noch den „War on Terror“ gg.Staaten gegeben, die nie die USA angegriffen haben.

Die amerikanische Vorstellung eines Exzeptionalismus nach der Floskel „quod liced Iovi, non liced bovi“ auf Basis des Dollars und immenser Rüstungsausgaben zerbröckelt zusehends.

Die nächste Niederlage nach Vietnam und Afghanistan wird zum „High-Noon“ des Hegemons und den Phantomschmerz der globalen Machtamputation einleiten.

Es sei denn, der Tatterkreis im Oval Office stolpert über den „Roten Reset-Knopf“.

Dnn sind wir alle am A…h. 😉

N.B.
N.B.
Reply to  flurdab
24 Tage zuvor

Das Drogenproblem in der Gesellschaft (bei ausbleibender Heroin- Produktion aus Afghanistan).

Deswegen ist inzwischen Fentanyl so sehr in den USA als Droge verbreitet. Es ist ein ultrahochpotentes vollsynthetisches Opioid, wofür man kein Opium als Rohstoff benötigt. Und Heroin ist gegen Fentanyl eine sehr sehr schwache Plörre…

Kein weiterer Kommentar…

flurdab
flurdab
Reply to  N.B.
24 Tage zuvor

Beim Fetanyl spielt aber der original amerikanische Kapitalismus die Hauptrolle.
Wenn die Ärzte das Produkt nicht so fahrlässig an die Bevölkerung verteilt hätte, gebe es das Problem nicht.
„Pill- Mines“ war ein Geschäftsmodell.
Heroin ist in dem Zusammenhang wohl immer nur eine Substitution. Kein Rezept und „billiger“.
Für die CIA war es OKay!11
Angeblich kommt der Grundstoff für das Fentanyl nun aus China und wird in Südamerikas Drogenkartellen weiter verarbeitet.
Quasi eine chinesische Revanche auf die Opiumkriege.

Ich mag es nicht bewerten.
Mir stellt sich nur die Frage was in einer Gesellschaft falsch läuft, wenn ihre Mitglieder in die Sucht flüchten?

🙁

N.B.
N.B.
Reply to  flurdab
24 Tage zuvor

Dass Problem in den USA ist, dass die Ärzte zwar den Menschen, wenn notwendig, entsprechend starke Schmerzmittel verschreiben, sich aber ein Scheißdreck darum kümmern, wie diese, nachdem die Schmerzursache nicht mehr vorhanden ist, wieder von den Schmerzmitteln wegkommen.

Ich selbst hatte letztes Jahr Ende August nach meiner schweren LungenOP, wegen meiner Krebserkrankung, Oxycodon, auch so eine Substanz die in den USA, durch die oben beschriebene Problematik, massive Suchtprobleme mit all den Rattenschwanz dahinter verursacht, verschrieben bekommen.
So ein zwangsläufig durch die OP mit in Leidenschaft gezogenes Zwerchfell ist doch schon ziemlich schmerzhaft.
Nach 8 Wochen habe ich es selbstständig mit Absprache meiner Ärzte abgesetzt. Ich hatte schon mittelschwere Entzugserscheinungen, welche aber nach ca. 5-6 Tagen verschwanden.
Man hatte mir auch Hilfe angeboten und ich hätte diese auch in Anspruch genommen falls ich es nicht selbstständig geschafft hätte.

Das nur am Rande…

Fentanyl ist auch eine Substanz, die bei schwersten Schmerzen durchaus sinnvoll ist! Aber ohne eine entsprechende Schmerztherapie, ganz schnell zum Problem wird…

Last edited 24 Tage zuvor by N.B.
flurdab
flurdab
Reply to  N.B.
24 Tage zuvor

Na ja, es scheint so das die US- Ärzte Fentanyl auch ohne ernsthaften Grund verschrieben haben.
Außer vielleicht dem der Gewinnerzielung, die ja ein Menschenrecht ist. 🙁
Der Schlafmohn ist ein Geschenk der Natur an die Menschen, die verkacken bloss wie gewohnt.
Fentanyl, ein großartiges Schmerzmittel.

Gute Besserung!

N.B.
N.B.
Reply to  flurdab
23 Tage zuvor

Fentanyl, ein großartiges Schmerzmittel.

Ja, ist es für die von sehr starken Schmerzen geplagten Menschen.
Es hat leider ein hohes Missbrauchspotenzial und auch eine mögliche Überdosierung, wenn es nicht über den eigentlichen therapeutischen Weg, als Pflaster, genommen wird, ist leider nicht selten.

Außer vielleicht dem der Gewinnerzielung, die ja ein Menschenrecht ist. 🙁

Allgemein wirtschaftliches Interesse hat im Gesundheitswesen meiner Meinung nach nichts zu suchen.
Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema, welches aber indirekt doch damit zusammen hängt.

Mordred
Mordred
24 Tage zuvor

Trump war und ist immer noch für mich das Symbol des Antichristen für die woken. Und in dem Kontext haben die Medien die Punkte der Woken sehr gerne angenommen, weil die ihn plattmachen wollten. Die haben aus ihrer Perspektive durchaus größtenteils recht, weil er eben offen gegen lgbtq ist. Nur ist pro lgbtq zu sein leider nicht auch nur annäherend wichtig in internationaler Politik. Bspw. Kriege wurden bisher nie wegen Rechten von Minderheiten geführt.

flurdab
flurdab
Reply to  Mordred
24 Tage zuvor

Da widerspreche ich.
Alle amerikanischen Kriege wurden ausschließlich zum Schutz einer Minderheit geführt.
Die Minderheit der Milliardäre konnte sich immer auf den Schutz durch die US- Regierungen verlassen. 🙂