Gespräche zwischen Moskau und Budapest: Ausgebrannt und ausgewandert

Auf Wunsch zahlreicher Hörer kommt hier unser Podcast übers Auswandern. Er wird allerdings ein wenig anders sein als andere Sendungen zu diesem Thema.

Wir sprechen über die Gründe, die uns bewogen haben, nach Moskau bzw. Budapest auszuwandern und berichten über die Veränderungen, die diese Entscheidung in uns ausgelöst haben.

Es geht weder darum, ein Bild in hellen Farben zu malen, noch wollen wir Deutschland – das immer noch unser Heimatland ist – verteufeln. Dennoch haben wir festgestellt, dass sich die Sicht aufs Land verändert, wenn so viel räumliche Distanz dazwischenliegt.

Mit Gert Ewen Ungar und Tom J. Wellbrock.

Da es sich in diesem Fall um einen recht persönlichen Podcast handelt, verzichten wir auf das Inhaltsverzeichnis.

 

Direkt-Link
Episode herunterladen

Audio-Player:

#Deutschland #Russland #Ungarn #Moskau #Budapest #Auswandern #Politik #Gesellschaft #Ausland #Podcast #wohlstandsneurotiker #neulandrebellen

Diesen Beitrag ausdrucken

Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

52 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments
Dagmar Brandt
Dagmar Brandt
1 Monat zuvor

Ich höre gerade mit wachsendem Interesse Ihren Podcast über Ihrer beider Auswanderung nach Ungarn und Russland. Ich vermute, man muss für diesen Schritt ‚jünger‘ und beruflich für das Ankunftsland von Interesse sein. Russland und Ungarn werden keine Armutsflüchtlinge hereinlassen, denn das könnte destabilisierend wirken. So jemand wie ich mit Kleinrente nach einem Arbeitsleben mit langer Erwerbslosigkeit, das wird nicht gewollt sein.

Was bezahlen Sie, Gert Ewen Ungar, für Ihre 2-Zimmer-Wohnung in Moskau? Wieviel Prozent Ihres Einkommens müssen Sie für Miete ausgeben? Und wieviel bezahlen Sie für Ihre Krankenversicherung? Übrigens, das Vorabbezahlen einer Krankenhausbehandlung kenne ich von meiner Mutter als privatversicherter Beamtin auch noch. War immer ein enormer Papierkrieg um die Erstattung vom Staat und von der Privatversicherung.

Meine Vorfahren lebten bis Ende der 1840er Jahre in Sankt Petersburg, vor allem in Archangelsk als Kaufleute, Reeder und Eigentümer einer Zuckermühle. Das Vermögen ging dann in der deutschen Gründerkrise 1871 ff. perdu. Russland interessiert mich also brennend, gerade unter Putins Präsidentschaft. Somit lese ich RTDE und den anti-spiegel mehrmals täglich. Das von deutschen Medien vermittelte Russland-Bild speist sich weitgehend aus älteren TV-Beiträgen, die zum Beispiel eine sibirische Weite ohne Straßen und mit gewaltigen Naturkräften zeigen, wo man als Rentierzüchter der Natur noch weitgehend ausgeliefert ist. Wo die „Zivilisation“ noch nicht hingekommen ist.

Ich würde mich über weitere Beiträge im Sinne von „Alltag in Moskau bzw. Russland“ sehr freuen.

Heribert
Heribert
Reply to  Dagmar Brandt
1 Monat zuvor

Deine Mutter kennt keine kleine Rente!

Dagmar Brandt
Dagmar Brandt
Reply to  Heribert
1 Monat zuvor

Sie hatte eine gute Pension, ist aber schon laaange tot. Ich habe nichts mehr davon.

Cornelia
Cornelia
1 Monat zuvor

Sehr herzliche Grüße nach Moskau und Budapest. Ich habe Ihnen sehr gerne zugehört. Auch mich entsetzt diese fürchterliche Russophobie, die ja schon über viele Jahre systematisch aufgebaut worden war. Wie oft erreichten den Rundfunkrat des NDR, in dem ich 5 Jahre lang war, Beschwerden über die Berichte über Russland. Einmal habe ich sogar nachgewiesen, dass aus einem russischen Dokument absichtsvoll falsch übersetzt worden war, denn ich bin ein Ossi und kann Russisch. –
Herzlich grüßt Cornelia aus Mecklenburg-Vorpommern

Mils
Mils
1 Monat zuvor

Super, dann bleibt bitte da, kommt nie wieder und schreibt nix mehr über Deutschland, wo ihr ja nicht mehr lebt. Ihr werdet ja eh zusammen mit der AfD direkt oder indirekt aus Russland finanziert. 🙄

Last edited 1 Monat zuvor by Mils
Brian
Brian
Reply to  Mils
1 Monat zuvor

Suckie, ich habe dir schon 1000mal gesagt : Finger weg von Drogen !

N.B.
N.B.
Reply to  Mils
1 Monat zuvor

Du kannst so viel (Müll) labern wie du willst!

Wir verbieten im Gegensatz zum woke-totalitären Establishment niemanden den Mund!
Andere Meinungen muss man als Demokrat aushalten können!

Allerdings nimmt dich niemand hier mehr für voll…

Und schon gar nicht, da du selbst Tom & Gerd den Mund verbieten willst!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  N.B.
1 Monat zuvor

@N.B.

Allerdings nimmt dich niemand hier mehr für voll…

Doch, doch, ich nehme Sukram durchaus für voll.
Ich weiß nur nicht, womit er diesen Zustand erreicht. 😉

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Wahrscheinlich hat er den Satz einfach zu wörtlich genommen :
Zwischen Leber und Mils passt immer noch ein Pils…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Der kommt aus dem Rheinland, Köln oder Bonn.

Bei der Menge Kölsch, die er für seine Schreibe bräuchte, käme der vor lauter Strullern gar nicht an die Tastatur. 😀

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Ach, du Sch….
Quasi bei mir um die Ecke ?
Das erklärt natürlich so einiges…
Mit Anspruch und Wirklichkeit ist das hier in Köln so eine Sache. Wie man nicht nur an der OB oder dem FC erkennen kann…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Dank Klimawandel ist da jetzt immer 5. Jahreszeit. 😉

Wütender Bürger
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Wie jetzt… Man kann sich mit Kölsch betrinken??

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Wütender Bürger
1 Monat zuvor

@Wütender Bürger

Nutr mit einer Elefantenblase. 😉

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Komm mal nach Köln.
Dann mache ich die Probe auf’s Exempel.
Bis ich das erste Mal auf’s Klo muss, bist Du schon hackedicht. 😄😛

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Du mit Kölsch in der Sauna…das sind keine normalen Wettkampfbedingungen….un warum soll ich ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn Kölle mal wieder Hochwasser hat, weil ich selbiges wg. der dünnen Brühe nicht halten konnte? 😀

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Sauna ??? Sind das jetzt schon die ersten Anzeichen von Altersdemenz ? Und daß Du inkontinent bist, wusste ich nicht. Das tut mir leid. Aber stimmt, Du brauchst deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben. 😄

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Ohne Ausschwitzen in der Sauna könntest du die für einen Rausch benötigten Mengen Kölsch gar nicht absorbieren, sofern du nicht dauerhaft an der „Strullerrinne stehst…..und welcher Kellner wollte dich da bedienen? 😀

Und daß Du inkontinent bist, wusste ich nicht.

Ab einer gewissen Menge Dünnbier schwenkt jeder Schließmuskel die weiße Fahne. 😉

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Jaja, immer die kesse Lippe riskieren.
Den Beweis für dein angebliches Hopfen-Stehvermögen bleibst Du dennoch schuldig…😛🍻

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Ohne solche Neckereien wäre die Lage nahezu unerträglich, findest du nicht auch?
Humor ist Synapsenbalsam. 😉

PS: Kölsch habe ich vor Jahrzehnten vor Ort probiert, ist aber nicht meine Sache.
Ich bevorzuge naturtrübes Hefeweizen, gerne auch dunkel und am Liebsten als Flaschengährung mit würzigem Bodensatz.
Letzteres findet man hierzulande leider nur noch selten..

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Ohne solche Neckereien wäre die Lage nahezu unerträglich, findest du nicht auch?

Definitiv, auch wenn mir schon seit langem nicht wirklich zum Lachen zumute ist. Aber gerade deswegen mag ich besonders schwarzen und absurden Humor.
Nein, war natürlich alles nicht so ernst gemeint. Jeder mag wohl am ehesten seine regionalen ‚Spezialitäten‘. Und das ‚Reagenzglas‘, über das außerhalb Kölns so gerne gespottet wird, finde ich mengentechnisch genau richtig. Es bleibt frisch und ist schnell mal weggekippt 😊. Hefeweizen ist nicht so meins, geschmackstechnisch gesehen und außerdem hat man immer das Gefühl, man würde eine Mahlzeit zu sich nehmen…
Dabei genieße ich i.d.R. sowieso lieber einen guten, trockenen Roten.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Definitiv, auch wenn mir schon seit langem nicht wirklich zum Lachen zumute ist. Aber gerade deswegen mag ich besonders schwarzen und absurden Humor.

Das geht wohl vielen von uns so, die den Geruch der Fäulnis in der Gesellschaft wahrnehmen.

Hefeweizen ist nicht so meins, geschmackstechnisch gesehen und außerdem hat man immer das Gefühl, man würde eine Mahlzeit zu sich nehmen…

Das liegt an der Menge Kohlensäure, von daher ist Weizen auch eher für den Sommer geeignet.

Dabei genieße ich i.d.R. sowieso lieber einen guten, trockenen Roten.

Ich auch und im Moment hat es mir ein österreichischer „Zweigelt Cuvee“ von Lidl für sagenhafte 2,99 angetan.
Läßt sich gut trinken und macht leckere Soßen. 😉

Brian
Brian
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Ich glaube, ich hatte es schon mal erwähnt.
Wenn Du mal was richtig Feines schlürfen willst, dann kann ich den Reserva Marti von Albet i Noya empfehlen. Der ist allerdings auch preislich extraordinär, eher etwas für besondere Gelegenheiten. Bekommt man u.a. bei Delinat, die haben m.M.n. auch grundsätzlich ein gutes Sortiment.
Schmeckt der vom Lidl wie ein typischer Zweigelt und macht keinen Kopf ? 😊

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

@Brian

Reserva Marti von Albet i Noya

In der tat kein billiger Genuss, aber ab 2 Flaschen Portofrei.

Wäre allerdings auch der erste Spanier, der mir bekommen würde. 😉

Meine Richtung ist Apulien, wg. der gut gebundenen Säure in Tanninen, z.B. die Rebsorte Negro Amaro.

Schmeckt der vom Lidl wie ein typischer Zweigelt und macht keinen Kopf ? 😊

Dieser Cuvee ist trocken und kein typischer „Chateau Migräne“, wie sonst mancher Wein in der Preisklasse.

Für den Preis kannst du nichts falsch machen und wenn er dir so nicht schmeckt, ist er für eine leckere Sauce ( z.B. in Bolognese ) immer noch gut zu verwenden.

Notfalls verlängere halt die Glühwein-Saisson. 😉

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
ChrissieR
ChrissieR
1 Monat zuvor

Guude!
Euer Bericht war spannend und ja-was soll ich sagen..ich habe leider die falsche Sprache gelernt und wir haben uns vor 15 Jahren im falschen Land ein Haus gekauft! Trotzdem fühlen wir uns in Frankreich, wo wir jetzt überwiegend sind, viel wohler als im mittlerweile unsäglichen D-Land. Wir haben zwar immer noch ne kleine Bleibe in D, unsere Renten und die Mieteinnahme müssen wir aber in D versteuern, so wird das also kein komplettes Auswandern.
Immer öfter überlegen wir aber auch den Weg nach Ungarn zu gehen, evtl. zusammen mit Freunden. Wenns klappt, machen wir erst mal Urlaub dort, haben jetzt ein Oldtimer-Wohnmobil.
Ist halt nur die Frage, wie lange Ungarn noch politisch attraktiv sein wird…
Vielleicht tut sich ja in Frankreich was wenn Macron endlich weg ist..Träume sind Schäume..
Auf jeden Fall ist es überall entspannter als in D!
Liebe Grüsse und macht öfter solche Berichte!!!

Heribert
Heribert
Reply to  ChrissieR
1 Monat zuvor

Ungarn und Russland, wahrscheinlich noch mehr Schnee als im Westerwald! Nö

Clarisse
Clarisse
Reply to  Heribert
1 Monat zuvor

Durch den Klimawandel gibt es in Europa doch keinen Schnee mehr, der ist jetzt Schnee von gestern … sagt die gesetzlete Science. Und überhaupt, in Ungarn wird fleissig die nächste Farbenrevolution vorbereitet, da muss ich nicht unbedingt dabei sein.

Heribert
Heribert
Reply to  Clarisse
1 Monat zuvor

Naja Ukraine und Russland haben noch Schnee! Wir auch einige Tage!

Clarisse
Clarisse
Reply to  Heribert
1 Monat zuvor

Laut Klimaideologie gibt es bei uns aber keinen Schnee mehr.

Heribert
Heribert
Reply to  Clarisse
1 Monat zuvor

Deshalb bin ich auf Homeoffice angewiesen!

flurdab
flurdab
Reply to  Heribert
1 Monat zuvor

Wenn du echtes Schneegestöber sehen willst ist Berlin Mitte der richtige Ort.
Ganzjährig.

marie
marie
1 Monat zuvor

also ich und noch ein paar andere privatpersonen in meinem umfeld bekommen alles mit !!!!!

und ihr seid auch nicht allwissend – wobei ich immer noch und immer wieder davon ausgehe, dass sich meine meinung von der tom nicht unterscheidet!!!!

zum auswandern bin ich zu alt!!!!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  marie
1 Monat zuvor

@marie

zum auswandern bin ich zu alt!!!!

Nö, bist du nicht.

Dir, wie auch mir fehlen einfach nur die nötigen Rubel oder Forint.
Mit ausreichend Knete kann man überall vernünftig leben. 😉

marie
marie
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

am liebsten wäre ich ein globetrotter, der die ganze welt bereist … doch meine ddr-herkunft hat dies in der altersmäßig passenden zeit nicht ermöglicht.

auch kinder und schule wären wohl ein problem gewesen …

irgendwie habe ich mich „vergeistigt“ im lesen,musik hören und filmen >>> bin also der wirklichen realität fern >>>> und in der umfassenheit doch sehr nah

geld hat mich nie wirklich interessiert …nur als mittel zum zweck ist es praktisch >>> aber es geht auch mit wenig !!! es gibt andere werte = unkäufliche

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  marie
1 Monat zuvor

@marie

geld hat mich nie wirklich interessiert …nur als mittel zum zweck ist es praktisch >>> aber es geht auch mit wenig !!! es gibt andere werte = unkäufliche

Sehe ich genauso wie du, aber kein vernünftig regiertes Land ( konträr zu Deutschland 😉 ) will Zuwanderer haben, die auf der Tasche liegen.

Wütender Bürger
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Genau das ist es, wenn ich sage „zum Bleiben verdammt“: auswandern kannst du nur, wenn du genug Kapital hast, oder sehr jung bist und deine Zukunft inklusive Altersversorgung noch selber gestalten kannst, oder wenn du reich einheiratest.

Bist du dagegen bereits eine gewisse Zeit im Hamsterrad des hiesigen Arbeitsmarktes gefangen, wird es schwierig. Dann bleiben nur Länder, die deine Rentenansprüche akzeptieren und auszahlen bzw in denen sie von hier überwiesen werden können. Selbst, wenn du mittleren Alters bist und einen Beruf hast, den du überall ausüben kannst, musst du u.U. komplett von vorne anfangen, eine Existenz und Altersvorsorge aufzubauen.

Bist du gar kurz vor deiner mickrigen Rente und ohne großes Guthaben auf der Bank, kannst du Auswandern komplett vergessen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Wütender Bürger
1 Monat zuvor

@Wütender Bürger

zum Bleiben verdammt

Genau so.

Hinzu kommt noch eine gewisse Unflexibilität im Alter, weil sich ein ausgewachsener Baum nun mal schlechter verpflanzen läßt.

Das fängt schon mit so Kleinigkeiten wie Brot an.
Man merkt erst in der Fremde, wie stark doch die eigenen Prägungen sind und das geht den Flüchtlingen oder Migranten hier sicher genau so.

Der Leidensdruck muss schon gewaltig sein, den Koffer zu packen und auszuwandern.

marie
marie
Reply to  marie
1 Monat zuvor

ja … auch ich lebe als aussenseiter in berlin … doch EIGENTLICH war ich schon immer ein außenseiter in deutschland …

leider wäre ich dies auch sprachbedingt im ausland

literatur, natur und musik ist meine wirkliche welt >>> die versuche ich zu genießen und zu entdecken > das ist schon schwer genug >>> aber wirklich schön und sinnvoll und beglückend …

wenn ich die grausamkeiten der welt zur kenntnis nehme >>> möchte ich auch nur weg >>> weitweit weg davon >>> doch wohin?

ja, der faschismus spukt in vielfältigen gestalten immer penetranter an allen orten >>> doch „die“ wollen natürlich auch nix gutes für mich >>> ich paß auf mich auf, kümmer mich um mich (und meine wirklich lieben) und bin für mich optimistisch … ich mach mein bestes bei aller arroganz und bescheidenheit gleichzeitig …und kann erkennen, was ich nicht ändern kann

marie
marie
Reply to  marie
1 Monat zuvor

schön die geschichte von den taxi-fahrer, der anderen meinungen „interessant“ findet !!!!!!

marie
marie
Reply to  marie
1 Monat zuvor

WIESO??????? denkt ihr eigentlich, dass alle deutschen nur ör-medien konsumieren??????

das ist eine medienblase ohne jede reichweite … aber natürlich läuft bei vielen radio so nebenbei …aber immer mehr menschen suchen sich ausländische oder kritische medien zunehmend KONZENTRIERT … und der alltag prägt ja auch noch

auch ich bin sehr still und kaum wahrnehmbar … bei euch ist die pure ausnahme

hmmmm

Brian
Brian
Reply to  marie
1 Monat zuvor

 denkt ihr eigentlich, dass alle deutschen nur ör-medien konsumieren?

Nicht alle, aber doch eine nicht unerhebliche Menge.

das ist eine medienblase ohne jede reichweite

Wenn Du damit die ÖR meinst : Falsch. Wer wenig Reichweite hat, sind i.d.R. die ‚Alternativen‘.
Was ich immer (und erst heute) wieder in meinem Umfeld erlebe, ist, daß nichts, aber auch rein gar nichts aus den hochseriösen ‚Nachrichten‘ infrage gestellt wird. Ohne auch nur die geringste Erfahrung oder irgendwelche Kenntnisse bezüglich diverser Themen zu haben, ist es natürlich trotzdem selbstverständlich und wird im vollsten Brustton der Überzeugung kundgetan, daß Putin ein Verbrecher, die AfD natürlich mit der NSDAP gleichzusetzen ist und wir die größte Seuche aller Zeiten hinter uns haben, usw. usf.
Irgendwie komme ich mir immer mehr wie zu Zeiten des Turmbaus zu Babel vor.
Nur ohne Fisch.

Clarisse
Clarisse
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Moment mal, welche ist nochmal die Nachfolgepartei der nsdap ? Sind das nicht auch welche von denen die im ehemaligen braunen Hauptquartier regieren (wo bleibt die Enthüllung von Correctiv darüber?) ?

marie
marie
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

mag schon sein.

ich ertrage dumpfbacken einfach nicht und meide sie – wegen zeitverschwendung und übelkeit …aber ja, vielleicht hast du recht … ich hör sie blubbern >>> bin aber auf der (erfolgreichen) suche nach schönen veränderungen und lichtblicken >>> werden das nicht unter dem radar immer mehr?

Brian
Brian
Reply to  marie
1 Monat zuvor

ich ertrage dumpfbacken einfach nicht und meide sie

Damit dürftest Du wohl kaum alleine sein…😉

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Ja, es ist schrecklich! Die Leute glauben nur, was sie kennen. Da kommt niemand ran! Nur du, du glaubst nur, was du kennst, und da kommt auch niemand ran! Was soll man da machen? Wer will denn mit vierzig plus noch sein eigenes Weltbild zerstören? Das von Anderen gerne, immer, aber das eigene? Das ist doch viel zu viel Arbeit. Erst mal der Zweifel an der eigenen Wahrnehmung, dann das Öffnen für die Erkenntnisse Anderer, die möglicherweise besser wissen, wie ein bestimmter Sachverhalt ist und das auch den Erkenntnissen des Restes der Welt ausgesetzt und so weiter und so fort. Der wissenschaftliche Ansatz ist halt nicht zu erguhgeln. Der ist mit wissenschaftlicher Methodik zu erarbeiten.

Und tatsächlich ist nicht grundsätzlich Alles, nur weil es gesagt wird, diskussionswürdig. Da gibt es schon Kriterien, derer Eines, und das ist sicher nicht das exakteste, Plausibilität ist.

Welt und Wirklichkeit – zwei seltsame Dinge.

Brian
Brian
Reply to  Suzie Q
1 Monat zuvor

Susi-Mäuschen,
es ist wirklich immer wieder süß zu beobachten, wie sehr Du dich abstrampelst, um deine vermeintlichen Provokationen abzulassen. Vielleicht solltest Du dich mal mit einer gewissen E. Fester zusammentun. Niveaumäßig passt das prima.

Suzie Q
Suzie Q
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Oh Mann, das ist wieder mal so ne typische Abwehrhaltung. An der ist nichts süß, höchstens erschreckend in ihrer Stumpfheit.

Pentimento
Pentimento
1 Monat zuvor

Das war ein hochinteressantes Gespräch.
Lasst Euch beide fest umarmen!

Moskau und Budapest wären mir schon wegen Putin und Orban einen Umzug wert

Der Podcast ist Klasse, wehmütig, aber auch voller Humor wie immer bei Euch, diesmal mit einer Träne im Knopfloch, was ich gut verstehen kann.

Woher kommt bloss der Hass in diesem Land? Ob Jude, Ausländer, Künstler, ärmer oder reicher als der Durchschnitt – was auch immer – hier hasst man den, der „anders“ ist. WARUM?

Eigentlich interessiert mich nicht einmal mehr das. Seit dem Ende meiner Kindheit fühle ich mich hier fremd, und nie hätte ich gedacht, daß sich der Faschismus noch einmal wiederholen würde.

Das ist so ekelhaft. Da bleibt nur das innere Exil. Eigentlich sind wir alle Exilanten

Meinen Glückwunsch zu Eurem Entschluß!
Ich liebe Euch. Viel Glück!

Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Euch beiden vielen Dank für diese Einblicke!

Gert: immer, wenn ich höre, daß Du vor Morddrohungen aus DE geflohen bist, rührt mich das zu Tränen, so sehr schäme ich mich für meine Landsleute.

Fühl Dich ganz doll gedrückt!

(Von einem, der leider zum Hierbleiben verdammt ist…)

Pascal
Pascal
1 Monat zuvor

Danke euch beiden für den netten und aufschlussreichen Podcast!

Ich wünschte, ich könnte euch in die Emigration folgen, ohne dies in irgendeiner Naivität zu sagen.
Zweifelsohne würde es mich auch Richtung Osten verschlagen, nördlich von Tom in die SK.

Vielleicht wird es doch noch was, muss weiter fleissig meine Ex bequatschen, auch wenn das derzeit eher aussichtslos aussieht.

Ich wünsch euch auch weiterhin alles Gute in euren Wunschdestinationen.

Nionde
Nionde
1 Monat zuvor

Hallo Tom,
euch hat es nach Ungarn geführt und ich habe mich für Italien entschieden. Trotz mangelnder Italienisch Kenntnissen habe ich alle bürokratischen Hürden genommen und bin Resident von Italien und auch durch meine gesetzliche Krankenversicherung in Italien versichert. Wenn ihr weiterhin gesetzlich krankenversichert in Deutschland seit, könnt ihr euch jeder Zeit in Ungarn ärztlich behandeln lassen. Ihr bezahlt die ungarische Arztrechnung und schickt sie weiter nach an eure deutsche Krankenversicherung, die sich ganz oder anteilig beteiligen wird.
Wenn du mehr Informationen brauchst, kontakte mich über telegram @nionde
Sagt dir der Name Ilaria Salis etwas? She (Italian) is since one year in prison in Hungary? Do you have further information?
Danke Dir
Good mood and spirit
Nionde

Gerhard Schnoor
Gerhard Schnoor
1 Monat zuvor

Moin Gerd, moin Tom,

toller Podcast – merci!

Ich/wir wohnen ja mittlerweile seit 8 Jahren in Frankreich (haben hier Hunde, Katzen, Hühner und ein Pferd) und ich kann sagen, am Ego der Franzosen kommt auch kein Deutscher vorbei.

Aber im Vergleich zu den Deutschen sind die Franzosen deutlich internationaler in ihren Köpfen – soll heißen, sie kennen mehr. Ob sie es auch akzeptieren, naja – comme si comme ca. Der Franzose, das Landei – nicht der Städter – fröhnt schon stark seiner Unabhängigkeit. Ich sprach mit einem Freund aus dem Nachbardorf über meine Steuerlast, und er meinte nur: So was wie Dich nennen wir den „freundlichen Idioten“. Keiner zahlt Steuern, so wie Du es tust.

Politisch ist Frankreich, eben aus seiner Historie, ein ganz anderer Planet als Deutschland. Deutschland strampelt wie ein Baby, Frankreich ist da viel souveräner. Aber das kann auch aus Deutschland wahrnehmen, wenn man es wollte.

Nun denn, Menschen sind in der Regel freundlich und hilfsbereit,
Lächeln und radebrechen hilft viel –
ich glaube an den Homo Sapiens

liebe Grüße
Gerhard