Beste ARD!

Die Landesparlamente haben von der ARD eine Bilanz vorgelegt bekommen. Darin steht, dass die ARD einen atemberaubenden Job macht. Alles gut im Staate Bundesrepublik also.

Neulich zum Jahresausklang mal wieder eines dieser Formate bei der ARD: Aus der Mode geratene B-Promis und anderen Granden deutscher TV-Unterhaltung spulen eine Rateshow zum Jahr 2023 herunter. Man kennt solche »Shows« ja mittlerweile zur Genüge, in denen sich um ein Gnadenbrot rangelnde Sternchen mit anderen werbe- und gebührenfinanzierten Himmelsgestirnen der Branche, ein wenig um Gelassenheit bemühen. Jedenfalls saß der ewige Günther Jauch ebenfalls mit dabei. Und der erzählte, dass er fast mal beim ZDF gelandet wäre. Aber er war damals nicht CDU-Mitglied, das habe ihm den Wechsel verhagelt.

Gelächter in der Runde, parteipolitische Entscheidung gegen Jauch. Und der habe nach seiner Selbstauskunft nur eine ADAC-Mitgliedschaft vorzuweisen; das sei der einzige Verein, bei dem er je gewesen sei. Da muss man doch lachen. Parteipolitische Einflussnahme, Parteien, die Entscheidungen in »freien Medien« beeinflussen: Ja, echt lustig! Ein kritisches Wort gab es nicht, wie auch – das könnte sonst gefährlich werden. Das ist schon alles in Ordnung so, schien die versammelte Stargemeinde vorzuspiegeln. So ists halt mal bei uns in Deutschland. Aber alles im Lot, denn Deutschlands gebührenfinanziertes Fernsehen macht tolle Arbeit. Sagt auch die Bilanz. Welche? Na, die von der ARD selbst geschriebene.

Erfolge, Erfolge und Erfolge

Die ging neulich als Selbstverpflichtung an die Landesparlamente der Bundesländer. Die müssen schließlich wissen, was die ARD leistet. Und wie sie es leistet. Vorwegnehmend kann man sagen: Sie hat ihren Laden voll im Griff. Es geht voran, alles wird schöner, höher, weiter. Und gerechter. 39 Prozent schauten die Tagesschau. 1,2 Millionen Follower habe man bei Twitter, 4 Millionen sind bei Instagram dabei – Zahlen freilich, ohne die Frage zu beantworten, ob die Gebühren dafür gedacht sind oder nicht etwa eine Zweckentfremdung darstellen.

Beliebtester Sender 2022: die ARD! 47 Prozent informieren sich erst beim Ersten, bevor sie es woanders tun. Dazu, jetzt geht es Schlag auf Schlag: Geschlechterparität bei den Hauptrollen in ARD-Produktionen, 60 Prozent mehr Moderatorinnen in der Unterhaltung, 50 Prozent weniger CO2 in Tatorten! Preise gab es auch: Emmy, Grimme, Deutsche Fernsehpreise – Oscar-Nominierungen!

Und dann noch ganz spezielle Erfolge: 26 von 127 Unterhaltungssendungen wurden 2021 donnerstags bis sonntags von Frauen moderiert – 2022 dann schon 41 von Sendungen! Und völlig sonderbar: Der ARD-Trend hat festgestellt, dass die Menschen im Land der ARD die höchste Qualität zuschreiben. Mensch, so viel unabhängige Qualitätskontrolle war wirklich selten!

Natürlich geht der Bericht dann auch etwas gründlicher an die in der Auflistung eingetragenen Erfolge heran. Nur ein Beispiel: »Welcher Sender bietet Ihrer Meinung nach insgesamt die qualitativ besten Programme an?«, hat der ARD-Trend 2022 gefragt. 21 Prozent nannten die ARD – trotzdem Platz 1. Klingt schon etwas weniger imposant. Aber keine Sorge, die Macher des Papiers treffen immer den richtigen, den beruhigenden, ja, den selbstberuhigenden Ton: Die ARD macht das richtig toll.

Die Bilanz eigener Großartigkeit

Immer wieder erklärt das Papier: »Wir schaffen …«, »Wir verstehen …«, »Wir bauen …«, »Wir arbeiten …« oder »Wir streben …« – das Wir gewinnt. Wir sind wir! Und wir machen unsere Arbeit wirklich richtig gut. Sagen sogar – wir! Mehr Selbstbeweihräucherung war selten. Das ist ein Maß an Selbstliebe, bei dem selbst Donald Trump neidisch wird. Selbstreferenzen jagen Eigenreklame, Eigenlob folgt auf Schönrederei, Selbstgefälligkeit wechselt sich mit Eigenschulterklopfern ab. Selbstvertrauen ist ja keine schlechte Eigenschaft. Wenn sie die Realität nicht aus den Augen verliert.

Es geht in der Bilanz ums Klima: Die ARD schafft Nachhaltigkeit – jede zweite Tatortleiche ist CO2-neutral. Ist das etwa nichts? Und es geht um Identitätsthemen: Gendergerechtigkeit – wir erreichen ein diverseres Publikum, wissen wir dank des Papiers nun. Was die ARD nicht abbildet, die Wirklichkeit im Sinne von »Rentnerin Müller sammelt nun Pfandflaschen« zum Beispiel: Davon freilich kein Wort in der Bilanz. Dergleichen bilanziert man nicht. Wen interessiert Soziales denn in der Berliner Blase?

Besonders der Punkt »Erlebbare Exzellenz« ist in völlige Betriebsblindheit getaucht. Man liest: »Wir stehen ein für exzellente Programm-Qualität und exzellente journalistische Produkte.« Kann ja sein, dass man das eigene Tun so wahrnimmt; man kann gar nichts anderes erwarten, schließlich ist man bei der ARD, wie im öffentlich-rechtlichen Sektor grundsätzlich, vom eigenen Schaffen überzeugt. Aber dass es vermehrt Kritik im Lande gibt, die die Arbeit der Öffentlich-Rechtlichen hinterfragt: Auch das wäre doch mal wenigstens einen Nebensatz wert gewesen in so einer Bilanzierung. So ein Satz findet sich aber selbstverständlich nicht.

So wie es in diesem Bericht nichts gibt, was die ARD in ein schlechtes Licht rücken könnte. Es wird immer wieder darauf verwiesen, dass viele Menschen das Angebot nutzen: Im TV ebenso wie im Internet – und auch Spartensender wie funk liefen gut, 86 Prozent der 14-29-Jährigen kennen den Kanal. 76 Prozent haben ihn schon mal besucht. Aber wie sie das Angebot fanden? Wir erfahren es natürlich nicht. Das müssen die Landesparlamente auch nicht unbedingt wissen. Das Schöne am gebührenfinanzierten TV ist ja, dass selbst ein flüchtiges Publikum immer bezahlendes Publikum bleibt.

Durchhalten, weitermachen, nicht beirren lassen

Hat es sich 1989 in der DDR etwa so angefühlt? Man schaltete das Fernsehen ein und vernahm Stimmen voller Selbstüberzeugung? Jetzt. Erst. Recht. Die Bürger flohen, sie demonstrierten – aber es war noch immer alles im Lot, die Republik erblühte, alle machten verdammt gute Arbeit. Das Volk wusste wohl, dass das alles nur eine Fassade ist. Folklore für die Stimmung. Wussten die Mächtigen, dass ihnen das Land verlorenging? Fast möchte man meinen: Ihre Institutionen waren ehrlicher mit ihnen als es die ARD mit Parlamentariern 2023 war und ist.

Nähme die ARD ihren Auftrag im journalistischen Sinne wahr, wie sie so selbstgefällig in der Bilanz ausweist, müsste diese frei sein vor Bewertungen der eigenen Arbeit – und falls doch darauf rekurriert wird, benötigte es mehrerer Stimmen. Eben auch kritische, um die eigene Arbeit einordnen zu können. So aber gibt es keine Bezugspunkte, kein Koordinatensystem. Stichwort: Zwei-Quellen-Prinzip.

Da schreibt die ARD den Parlamentariern in Deutschland, dass die ARD richtig gute Arbeit leiste: Und kaum einer regt sich darüber auf. Es wird als Normalität angesehen. Offenbar sitzt die deutsche Öffentlichkeit genauso stillschweigend vor dieser Praxis, wie die Sternchen neulich in der 2023-Rateshow, in der Günther Jauch ganz ungeniert erzählt, dass die Politik öffentlich-rechtlich mitmischt, wo immer sie kann: Sogar bei Personaleinstellungen – und da dann auch als Tendenzbetrieb geführt wird, als weltanschaulicher Laden, bei dem es Parteimitgliedschaften braucht, wenn man einsteigen will. Selbstredend, dass die Politik in der ARD-Bilanz nicht vorkommt.

Ein Tendenzbetrieb ist die ARD letztlich sicherlich. Die Bilanzierung sagt das deutlich aus: Sie setzt selbst Schwerpunkte – ohne Rücksprache mit dem Publikum. Und weist auch eine andere Tendenz aus: Sie ist brutal selbstverliebt. Koste es was es wolle. Was das Papier letztlich gekostet hat? Die ARD beantwortet diese Nachfrage wie folgt: »Die ARD Selbstverpflichtung wurde von ARD Programmdirektion und ARD Online verfasst – ohne externe Unterstützung. Lediglich beim Layout half eine Agentur.« Was die Agentur kostete, wird nicht genannt. Und ganz offenbar kosten die Mitarbeiter der ARD nichts. Ach ja, wir haben wirklich Glück mit dieser verdammt guten ARD.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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Schwitzig
Schwitzig
1 Monat zuvor

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie ihr es schafft, euch den Schund der GEZ-Sender reinzuziehen – ich könnte das nicht, ohne aggressiv zu werden.
Seit 2006 habe ich mich größtenteils und seit ca. 2013 komplett von dem ÖRR-Schund befreit. Wenn überhaupt, sehe ich Schnipsel, in denen jeweils aufgedeckte Desinformation der Schundsender aufbereitet wird.

Pascal
Pascal
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Monat zuvor

Im Vergleich zum nicht einmal mehr als prosaisch zu bezeichnenden örR, sind die Neulandrebellen wahre Poesie.

Die Qualitätsmedien überschreiten schon lange meine Fähigkeiten zur Affektregulation, also übe ich mich, mit gelegentlichen, masochistisch motivierten Ausnahmen in Abstinenz

Einmal pro Woche Ampel-Jubelarien, Soziolog:_*innengeschülze und das obligatorische Slava Ukrainii der Kulturzeit decken meinen Bedarf an Trash.

Wobei, früher war nicht nur mehr Lametta, da gab es auch noch hochwertigeren Trash. Blue collar trash wie ‚Married with children‘, ‚Roseanne‘ oder ‚Who’s the boss‘. Sogar die Zotenkönige Mike Krüger und Thomas Gottschalk hatten um Längen mehr Stil als das ganze drapierte, gekünstelte und mit sublimen neoliberalen Erzählungen gespickt Zeugs, welches man uns heute als Sitcom oder Soap vorsetzt.

Ich bin sicher, der Untergang des zeitgenössischen Deutschlands hat mit den Kochsendungen begonnen. Mit diesen Formaten wurde weit über die Landesgrenzen hinaus ruchbar, wie wenig Stil und Kultur Deutschland hat.

Die Italiener oder auch die Griechen verstehen es, über 2000 Jahre beständiges Scheitern und wirtschaftlichen Zerfall mit einer gewissen Würde und Anstand auszuhalten; denn sie haben wenigstens Kultur, wovon die gastronomische Kultur eine ganz wesentliche ist.

Vielleicht müsste man denen mal ein Frachise von Lichter, Lafer, Lecker oder irgendeinem anderen ör Kochformat geben, dann hätten die echt Chancen auf neue wirtschaftliche Prosperität. Wenn die auf diesem Weg etwa an den Erfolg von Feta und Parmigiano anknüpfen könnten, wäre da echt was zu machen. Limburger hat sich da bekanntlich nicht so durchsetzen können.

Wenn es in den deutschen Eliten inkl. Medien ein Mindestmass an Selbstkritik gäbe, könnten die ausnahmsweise einmal nicht dem bösen Putin oder dem Diktator Xi die Schuld an der selbstverschuldeten Misere geben, sondern behaupten, man disse Deutschland nur wegen seiner inexistenten Esskultur. Aber ja, die deutsche Hybris ist so gewaltig, da würde man nicht mal nen heimischen Stinkekäse für opfern.

Heribert
Heribert
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

Muss Deine Freundin nicht mal mit ihren Schützlingen über Programm reden? Zur hier immer erwähnten AFD, ich habe von denen noch einen feindlichen Satz in Richtung Italiener oder Portugiesen usw. in Deutschland gehört!

tomdose57
tomdose57
1 Monat zuvor

In der Tat, die Tatort-Leichen sind CO<sub>2</sub>-frei.
Die atmen nämlich nicht mehr.
Die Ermittler erzeugen aber noch jede Menge heisser Luft und CO<sub>2</sub>
😉

Juergen Wehrse
Juergen Wehrse
Reply to  tomdose57
1 Monat zuvor

Ich denke, von „guten“ Tatort-Drehbüchern wird man künftig auch erwarten, dass die „Guten“ sich aktiv beteiligen an „Aufmärschen gegen Rechts“. Das war „ein gewaltiger Sturm“ am Wochenende. So viel Zuspruch – allerorten . . .

Ein „gutes“ ARD-Drehbuch sollte zukünftig also in etwa folgende Elemente enthalten: Morgens das E-Lastenfahrrad satteln, mittags die Insekten artgerecht E-Grillen und zubereiten, nachmittags zum „Aufmarsch“ für’s E-Government, kurz noch bei der „klima-neutralen E-Wohnmobil-Messe“ vorbeischauen, alle E-Akkus aufladen (DER essentiell-smarte Automatismus schlechthin, viel wichtiger als im E-Book lesen oder total anachronistisch – zu beten. Vergesst also niemals die Akkus aufzuladen. Nebenbei für die Autoren: Damit lässt sich auch Zeit im Film schinden, jetzt, da nicht mehr geraucht und getrunken wird. Genial, oder?) und abends – endlich – vögeln. E-Free. Natürlich mit „Dampf auf dem Kessel“ aber bitte: CO2-arm, also – warum nicht – mit Maske? Geile Gasmasken beleben z.B. jede Film-Szene und sind leicht zu erstehen. Gerne auch (für unsere wackeren aufstrebenden „Autoren-Streber“ hihi): stringent queer. Im Krimi hat der Mörder (AUFGEPASST: der bitte niemals aus der echten, seriösen westlichen Wissenschaft zu kommen hat oder Anti-E agiert) mit „umstrittener Herkunft und Vita“ künftig „ideologisch angepasst“ in dunkler Nacht oder zur „blauen Stunde“ angemessen fies also fossil zu töten, während der, die, es Kommissar*in*is bis zum E-Piep in aller Frühe analoge Ruhe finden darf. Der, die, es Kommissar*in*is schläft allzeit kurz aber gut, da er, sie, es weder raucht noch trinkt. Bis auf E-Zigarette und Schnorren echter Kippen vom Mob, dann und wann. Psychische Probleme aller Kommissare sind zu überbetonen, nachvollziehbare Psychosen der Täter zu vernachlässigen oder – telegen –
entsprechend theatralisch zu verzerren (Darüber freut sich übrigens jeder Schauspieler, liebe Autoren. Die wollen auch mal glänzen, das liegt allen im Blut, macht mal . . .)

Kleiner Tipp und Kunstgriff am Rande, liebe Krimi-Autoren: Mit dem „Russen“ als Alternative zum Schwurbler und Klima-Sünder liegt man im allgemeinen auch nicht ganz falsch, zur Not kann man das später aber noch mit wenig Aufwand entsprechend anpassen. Inzwischen kinderleicht für jede KI, die den ganzen Mist notfalls auch alleine schaffen würde. Hartes Korsett, ja, Kunst kommt aber von Können, liebe Autoren. Gebt euch Mühe und denkt an den Auftrag! Denkt nie an die Kunst, denkt „sozial“: Über allem steht das „Wohl unserer Macht“. Dafür stehen wir alle solidarisch und gemeinsam auf! Für das Wohl unserer Macht! Unser ehrenwerter Auftrag! Verneigt euch dafür. Folglich:

Herr Steinmeier sollte auf all diese bleifreien Skizzen vorab – zum Wohle aller – besser schon mal sein „kritisch-abwägendes“ fachliches Auge draufwerfen, querlesen und gegebenenfalls loben, tadeln oder sogar nachbessern. Das ist schließlich sein verdammt harter Job, oder!

Schade eigentlich: Zynismus aus. Hat mal Spaß gemacht . . .

Auf einem Plakat in Aachen war übrigens zu lesen: „AFDLER TÖTEN – NAZIS ABSCHIEBEN“. Unser „neoliberaler Moralist in führender Position“ hat für all diese „Demonstranten“ trotz aller präsidialen Mühen und Plagen kürzlich sehr warme Worte gefunden . . .

Man sieht also (das ist das – leider – einzig Schöne an neoliberaler Realität): Besseres Theater findet man momentan nirgends. Jetzt, da offensichtlich niemand mehr Brecht versteht. Von Tschechow ganz zu schweigen. Ein kulturelles Desaster!

Cetzer
Cetzer
Reply to  Juergen Wehrse
1 Monat zuvor

AFDLER TÖTEN

Schwupp, die Polizei hat’s nicht geseh’n (die Beauftragte für, genauer gegen, Hasskriminalität auch nicht).
Früher gab es an dieser Stelle auch vglw. klare, juristische¹ Unterschiede:
Eine Partei muss sich (fast) alles gefallen lassen – Eine unscharf abgegrenzte Gruppe (Nazis) ansatzweise auch (fast) alles. „AFDLER“ im Sinne vom Parteimitgliedern² genießen dann schon eher Schutz, z.B. im Rahmen des Volksverhetzungsparagraphen, obwohl der sogenannte politische Meinungskampf (BVfG) vieles zulässt bzw. zuließ.
[Aus der Rubrik Rechtsstaatliche Märchenstunde des Postillon]

¹Lässt sich im Fall der AfD gut mit meiner Meinung vereinbaren, dass es dort viele vertrauenswürdige Menschen gibt; Ich der Partei als Ganzem aber nicht über den Weg traue
²Klar abgegrenzt, z.B. alle in einer Mitglieder-Datei (Einzugsermächtigungen…), hoffentlich gut verschlüsselt

spartacus
spartacus
Reply to  Juergen Wehrse
1 Monat zuvor

Auf einem Plakat in Aachen war übrigens zu lesen: „AFDLER TÖTEN – NAZIS ABSCHIEBEN“

So ist der Faschismus – einfach konsequent, innen wie außen. Freies Palästina ist strafbewehrt, Massenmord wird begeistert befürwortet.

P.S. Gerade beim googeln gefunden:
https://www.booking.com/country/ps.de.html?aid=349015&label=msn-qLHc2BllcwYx6gxO8DajfQ-11971738421:tikwd-138064244678:loc-72:neo:mte:lp129127:dec:qspal%C3%A4stina&utm_campaign=Palestine&utm_medium=cpc&utm_source=bing&utm_term=qLHc2BllcwYx6gxO8DajfQ&msclkid=59042d31a9a1170ff544489e81d29244

Last edited 1 Monat zuvor by Spartacus
Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Juergen Wehrse
1 Monat zuvor

Naja – mit dem aktuellen Regime und seinen Unterstützern ist es wie 1933: Sie sind in ihrer Wahrnehmung die Guten. Die Guten dürfen alles. Auch in der Hasswoche zu Mord aufrufen.
Auch verstörend: Der Supergute Bochumer, der gar nicht aus Bochum kommt:

https://www.youtube.com/watch?v=t5jgozwQKB0

tomdose57
tomdose57
Reply to  Juergen Wehrse
1 Monat zuvor

Zum „Tatort“:
Der Zynismus ist nicht übertrieben:
Im einem NDR-Tatort gibt es die Rolle der Kommisarin Lindholm.
Schon vor Jahrzehnten war das eine alleinerziehende Mutter.
„Mutter“ durfte man damals noch sagen.
Das war zwar unwahrscheinlich aber in der Realität nicht auszuschliessen.
In neueren Folgen hat sie ein schwarze Co-Ermittlerin. Es ist nicht zu erkennen, ob diese lesbisch ist, behindert ist sie aber sichtbar nicht.
Zur sogenannten „Antifa“:
Die heutige Antifa ist eine regierungsnahe/faschistoide Truppe.
Auf den veröffentlichten Fotos sieht man den Satz mit einem Punkt an Ende.
Ich kann nicht erkennen, ob das Ergebnis von Retusche ist.
Ich kann mir schon vorstellen, dass es Berater gibt, die solche Transparente juristisch wasserfest machen.
Mit Punkt am Ende ist der Satz eine Umschreibung für die Tatsache, dass abgeschobenen Menschen in ihrem Herkunftsland möglicherweise die Todesstrafe droht.
Diese Demos – egal ob mit oder ohne Antifa – simulieren Zustimmung der Bevölkerung zur Regierung nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“.
Gerade, wer gegen „rechts“ ist, muss gegen diese Regierung sein!!!

ChrissieR
ChrissieR
1 Monat zuvor

Guude!
Ja…ich könnte auch nicht mehr TV gucken ohne das Bedürfnis, den Fernseher zu zertrümmern!
Bin ja meistens in Frankreich , da gibts noch brauchbare Sendungen, vor allem vielfältigere Gästeauswahl bei Polit-Talks.
Im deutschen TV wirds immer bekloppter.Da gucke ich selektiv nur Krimis und ab und an ne arte Doku.Aber selbst da wird viel zu oft über Klimaerwärmung geschwurbelt bzw. jedes zweite Pärchen ist schwul und mindestens ein Quotenneger muss auch dabei sein. Immer öfter kommen die Kommissare mit dem Fahrrad zum Tatort oder haben net mal nen Führerschein.
Das alles widert mich so total an, ich schau mir dann lieber französische Filme aus den 70ern an…Propaganda und Ideologie brauch ich net…

spartacus
spartacus
Reply to  ChrissieR
1 Monat zuvor

ich schau mir dann lieber französische Filme aus den 70ern an…Propaganda und Ideologie brauch ich net…

Da überkommt mich immer so ein nostalgisches Gefühl. Die sind heutzutage so herrlich politisch unkorrekt, weil dort ununterbrochen geraucht wird.

Juergen Wehrse
Juergen Wehrse
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

GENAU!

Mein Favorit und – bisher – vergeblicher Wunsch nach einem Accessoire, seit über 40 Jahren: der lederne Tabaks-Rollbeutel. Den hatten die Pfeifenraucher damals alle dabei.

ES GIBT IHN TATSÄCHLICH NOCH, DIESEN ROLLBEUTEL!

Bin jetzt glücklicher Besitzer und – die Pfeife schmeckt herrlich „nostalgisch“.

So leicht bin ich zufriedenzustellen . . .

Brian
Brian
Reply to  ChrissieR
1 Monat zuvor

 jedes zweite Pärchen ist schwul und mindestens ein Quotenneger muss auch dabei sein. 

Jup. Früher durfte es nicht sein und wurde regelmäßig als entweder absolute Ausnahme oder Perversion dargestellt, heute muss es sein, weil wir ja alle ach so tolerant und weltoffen sind. Beides gleichermaßen aufgesetzt. Wenn man das so betont immer wieder in den Vorder- respektive Hintergrund stellen muss, läuft irgendwas schief.
Ich vermisse einen einfach nur normalen bzw. natürlichen Umgang. Das wirkt alles so gekünstelt. Aber m.E. beschränkt sich das nicht alleine auf’s deutsche Fernsehen. U.a. sind die Amis diesbezüglich auch ganz vorne mit dabei.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Quotenneger

Ich hatte mich schon mal als Quoten-Querdenker beworben, aber dafür ist die Zeit wohl noch nicht reif.

einfach nur normalen bzw. natürlichen Umgang

Zum Beispiel eine Serie über eine Scheidungsanwältin, die sich (notgedrungen) auf Homo-Paare im Trennungs-Fieber spezialisiert hat und sich in ihren Tagträumen nach einem guten, alten Sorgerechtsstreit zurück sehnt.

Pascal
Pascal
Reply to  ChrissieR
1 Monat zuvor

Alles ganz woke ehm… politisch korrekt.

Vermutlich wird man ‚Otto – der Film‘ heute schon wegen Günther Kaufmanns Auftritt als ‚Neger‘ mit ’schwarze Füss‘ nicht mehr zeigen dürfen können wollen.

‚Ekel‘ Alfred Tetzlaff geht sicher auch gar nicht mehr, da wäre eine Trigger-Warnung wie bei Harald Schmidt gewiss nicht ausreichend, um die sanften Gemüter der heutigen TV-Konsumenten vor einem Psychotrauma zu bewahren.

Was für ein Absurdistan!

Heribert
Heribert
Reply to  Pascal
1 Monat zuvor

Ekel Alfred wurde an Silvester mit Warnung gezeigt!

flurdab
flurdab
1 Monat zuvor

Dabei werden die Erfolgsmeldungen der Politik noch nicht einmal ausreichend gefeiert.

Vier von zehn Rentnern haben weniger als 1.250 Euro netto

Das wäre doch mal eine Sondersendung wert gewesen. Die Agenda 2010 wirkt!
Ein Projekt der Rot- Grünen Koalition zeigt nun endlich seine Wirksamkeit.

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/rente-weniger-als-1250-euro-100.html

Da hätte man doch Demonstrationen des Dankes erwarten können.

Cetzer
Cetzer
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

„Vier von zehn Rentnern haben weniger als 1.250 Euro netto“ und überweisen dennoch gern und aus Überzeugung ihre Demokratieabgabe (GEZ) auf unser armseliges Konto 12345654321 bei der SchwarzesLoch-Bank; Die besseren bessergestellten Sechs natürlich auch.
Arm sein, Rentner sein – GEZ muss dabei sein!

tafelrunde
tafelrunde
1 Monat zuvor

Wieder mal schön die sichtbaren Symptome beschrieben. Die ARD kann hier ja nur stellvertretend stehen. Denn sämtliche Medien, die über einer bestimmten Leser- oder Zuseher- und Hörer-Grenze sind, sind gleichgeschaltete Propagandaorgane.
 
Beispielhaft soll hier die, wie die bekannte Produktplatzierung benutzte, eingesetzte Verwendung der allseits beliebten Masken herausgehoben werden. Noch immer tauchen in Dokus, Reportagen und Berichten, meist im Hintergrund, Leutchen mit Masken auf, auch in ganz aktuellen Produktionen. Eine der wirksamsten Methoden, um das Unterbewusstsein zu beeinflussen. In der Werbung wird diese Manipulationstechnik schon jahrzehntelang erfolgreich eingesetzt.
 
Wir sind, laut offiziellen Papieren aus dem Pentagon, in einem Mindwar! Ziel ist die, ebenfalls nachgewiesene, möglichst weitgehende Verdummung der Menschen. Je dümmer das Volk, desto leichter kann man ihnen alles wegnehmen, denn dann merken sie’s nicht mal.
 
Ganz nach dem Spruch: „Sagt der Kaiser zum Papst: Halt du sie dumm! Ich mach sie arm.“

Cetzer
Cetzer
1 Monat zuvor

½OT: Letzter Zug aus Ampel-City
Eilmeldung!
Kurz vor der Abfahrt hat sich auch Wolfgang Kubicki mit einem alten Güterwagen¹ an den alternativlosen ParteigründungsZug angehängt. Wie immer kann er stolz einen großen Harem von unverschleierten Erfolgsmeldungen vorweisen:
Mehr Mitglieder als das BSW („Unsere Partei soll exklusiver werden“²).
Ein tolles Parteiprogramm, dank eines genialen, technischen Kniffs:

Wir haben einfach das FDP-Programm mit Google Translate in Türkische übersetzt und dann mit Bing Microsoft Translator zurück in unser geliebtes Knüttel-Deutsch.

Und natürlich einen Spitzenkandidaten³ allerersten Ranges. Der Alte Fuchs Kubicki hatte schon länger insgeheim einen Klon von Christian Lindner gesäugt, diesen aber viel besser erzogen und darum macht er auch das Richtige: Fährt Mercedes, wäscht Bürgergeldempfängern die Füße und hat ein mega-spannendes Sexualleben, so wie es seine verdammte Pflicht ist. Zu letzterem gibt es morgen eine große, ausführliche Pressekonferenz mit Bildern, doch nur Boulevardjournalisten ernsthaft Interessierte dürfen teilnehmen.
Übrigens hat sich Hans-Georg Maaßen von der Werteunion in vorbildlicher Weise um das Gesamtbild des ParteigründungsZuges gekümmert: An die Front der Lokomotive wurde eine Talkshow-Hyäne-Göttin genagelt, an den letzen Waggon eine Kuh gebunden, die Maaßen höchstselbst vor dem sicheren Langeweile-Tod im Gnadenhof retten konnte.
Ebenfalls dank ihm haben alle Neu-Parteien ihr Scherflein beigetragen, damit über dem Zug ein großer Werbezeppelin schwebt:

Besser alter Wein in neuen Joints

als neuer Wein in alten Säcken

¹KUAG ~ Kubicki und alle Glücksritter, die nicht bei drei auf den Bäumen waren
²Vergleiche Unser Dorf soll schöner werden, inzwischen https://de.wikipedia.org/wiki/Unser_Dorf_hat_Zukunft
³Die Macht in der Partei hat sich Kubicki mit dem sogenannten Wagenknecht-Manöver für länger gesichert, entweder bis zu seinem Ableben oder bis ein Konkurrent mehr Spenden eintreibt

Last edited 1 Monat zuvor by Cetzer
Brian
Brian
Reply to  Cetzer
1 Monat zuvor

Bist Du sicher, daß Du nicht das aktuelle Dschungel-Camp beschreibst ?

Cetzer
Cetzer
Reply to  Brian
1 Monat zuvor

Geht alles ineinander über, Tränen zerfließend.
Demnächst: Die 120 Tage von Soest (als krönender Abschluss der Versoesterung)

nadennmallos
nadennmallos
1 Monat zuvor

Wir, die Leserenden der Neulandrebellen sind die Besten!
Schon Kleinkinder kraulen den Bart von Roberto, bis ins hohe Alter und 100% aller Leser kennen ihn.
Wann ist die nächste Sympathiegroßdemo?!

Noch `ne Transparenzfrage: Wieviel hat der Bart eigentlich im letzten Monat gekostet? Besteht da nicht eine Rechenschaftspflicht den Leserenden gegenüber? Ist schließlich unser Geld!
Nur weil keine Unterstützungspflicht besteht, heißt das ja nicht, es bestehe keine Rechenschaftspflicht. Hier herrscht ein anderer Wind als bei der ARD.
Die Abfragebogen der Parteizugehörigkeit befindet sich in Vorbereitung.

THReinhardt
THReinhardt
1 Monat zuvor

Ich habe vergammelte Stargemeinde gelesen.