Angriff auf UN-Hilfskonvoi: USA und Medien schreien zu laut

syria-1077174_960_720Kommentar

Der Angriff auf den Hilfskonvoi in Syrien markiert einen weiteren tragischen Tiefpunkt in einem Konflikt, der durch die USA forciert wurde und schon seit Jahren nicht so läuft, wie die Amerikaner sich das vorgestellt hatten. Unabhängig davon, wer ursprünglich für die Eskalation der kriegerischen Zustände in Syrien verantwortlich war und ist, die aktuelle Reaktion der USA auf den Konvoiangriff lässt tief blicken. Der Aggressor ist auf der Suche nach Feindbildern. Weil er immer auf der Suche nach Feindbildern ist, die dann als Begründung für weitere Grausamkeiten herhalten müssen.

Es können nur die Syrer oder die Russen gewesen sein, da legen sich die Amerikaner fest. Mit messerscharfen Analysen wie dieser hier: „Alle Beweise, die wir haben, deuten auf diese Schlussfolgerung hin.“ Wir sprechen hier also von (allen) Beweisen, die auf eine Schlussfolgerung hindeuten. Ziemlich dünn, oder? Zumal der, der die Worte aussprach, lieber nicht namentlich genannt werden will.  Der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater Ben Rhodes macht es sich noch einfacher. Er erklärt Russland gewissermaßen aus Prinzip verantwortlich, denn – so Rhodes – Russland sei während der Feuerpause für die Einhaltung ebendieser verantwortlich gewesen, zumindest was Syriens Regierungsaktivitäten angeht. Für Rhodes ist klar: „In jedem Fall machen wir die russische Regierung für Luftangriffe in dieser Region verantwortlich.

Die Amerikaner basteln sich einmal mehr die Welt, wie sie ihnen gefällt. Wirklich gesicherte Erkenntnisse gibt es offenbar noch nicht, aber was solls, im Konstruieren von Erklärungen macht den Amerikanern so schnell keiner was vor.

Fehlt noch die Rolle deutscher Medien. Die schreiben brav alles auf, was ihnen vorgekaut wird und kommen nicht auf die Idee, alternative Szenarien zu entwickeln. “Spiegel online” schrieb empört: „Die syrischen Staatsmedien schweigen den Angriff tot, der Kreml hatte nach stundenlangem Schweigen zugesagt, den Vorfall untersuchen zu wollen.
Dabei ist es eben genau das, was problematisch ist: das vorschnelle Verurteilen, das frühzeitig abschließend Bewertende. Die „Zeit“ zitiert John Kirby, den Sprecher des US-Außenministeriums mit den Worten: „Angesichts der ungeheuerlichen Verletzung der Waffenruhe werden wir die weiteren Aussichten einer Zusammenarbeit mit Russland neu bewerten.“ Zwei Sätze zuvor schreibt das Blatt, es sei noch unklar, „ob der Angriff von syrischen oder russischen Kampfflugzeugen ausging.“ Normalerweise müsste jeder Journalist hellhörig werden, wenn er einen Sprecher des US-Außenministeriums zitiert, die implizieren, dass es hier um eine nicht belegte Behauptung handelt, die gewissermaßen „aus dem Bauch heraus“ zu kommen scheint.

Es wäre angemessen und angeraten, abzuwarten, bis endgültige Beweise vorliegen. Gerade in einer Situation, die jeden Moment um eine weitere Stufe eskalieren kann, ist das mediale Säbelrasseln eine Ungeheuerlichkeit. Doch es ist offensichtlich, dass genau das der Plan ist: Die USA kreieren ihre ganz persönlichen Erklärungen für einen Angriff, der emotionaler gar nicht sein könnte. Die Medien schreiben fleißig mit, um die Botschaft in die weite Welt zu tragen. Die „Es-können-nur-die-Russen-gewesen-sein-Philosophie“ wird nicht hinterfragt, die dünne „Beweislage“ nicht kritisch beäugt.

Die USA haben nach dem Angriff auf den Hilfskonvoi viel zu schnell und viel zu laut geschrien, sie waren viel zu voreiligt mit ihre Be- und Verurteilung der russischen und/oder syrischen Regierung. Alleine das sollte zu denken geben. Tut es aber offensichtlich nicht. Schließlich steht längst fest, wie es gelaufen ist, die passenden Fakten müssen nachgeliefert werden. Und wenn das nicht geht, werden eben welche “gestrickt”.

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Bild: lyad

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Wolle
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Wolle

Sputnik schreibt jetzt von einer US-Drohne zur Angriffszeit:
https://de.sputniknews.com/politik/20160921/312652848/syrien-un-konvoi-drohne.html
Beim Schmiergel war ja ein russischer Drohnenfilm 12h vor dem Angriff ein Beweis, der Russe wars!

Sukram71
Gast
Sukram71

Weltmacht mit drei Buchstaben? – ICH

XD

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Also die Syrer können es nicht gewesen sein, die nehmen doch immer Fassbomben oder Giftgas für ihre Angriffe, und von beiden Waffen ist aber in keiner Quelle die Rede.

Auch bei den Russen bin ich mir gar nicht sicher ob sie gebombt haben, weil die Medien schreiben das Medikamente und Nahrungsmittel transportiert wurden, und explizit haben sie von Babynahrung und Brutkästen nicht berichtet, also den Hauptzielen der Erzbösewichtern.

Beste Grüße

P.S.: Mal was konstruktives KenFM am Telefon: Dr. Daniele Ganser über Öl-Pipelines und Krieg in Syrien

seyinphyin
Gast
seyinphyin

Das mit dem Konvoi -> Hubschrauber -> Faßbomben lässt irgendwie auf jemand schließen, der davor noch Loony Toons geschaut hat. Das is so “Cartoon Villainess”.

Unten der brave Hilfskonvoi, am besten noch von Nonne gefahren und darüber dann die Huschschrauber mit böse lachenden Soldaten oder gar Putin und Assad höchstselbst.

Wobei Putin sicherlich die Drohne steuerte, das wurde ja heute groß aufgezogen, dass Russland den Konvoi vorher noch mit seinen Drohen markiert habe.

Iannis70
Mitglied

Die UN rudern doch schon etwas zurück, sie schließen nicht aus, dass es möglicherweise, vielleicht gar kein Luftangriff war. Verdächtig auch, wie schnell das Thema aus den headlines der westlichen Onlinemedien verschwunden ist. Die syrische Luftwaffe fliegt angeblich nachts gar nicht und wirft wenn überhaupt ganz unpräzise Fassbomben, die fast immer alles mögliche treffen nur nicht das beabsichtigte Ziel. Weil aber der Konvoi sehr präzise getroffen wurde, so die Logik der USA, können es eigentlich nur die Russen gewesen sein. Aber alle in Syrien engagierten Kriegsteilnehmer überwachen den syrischen Luftraum penibel und flächendeckend, keine einzige Flugbewegung entgeht den Radaraufzeichnungen, wenn… Weiterlesen »

demokratischanonym
Gast
demokratischanonym

Aber alle in Syrien engagierten Kriegsteilnehmer überwachen den syrischen Luftraum penibel und flächendeckend, keine einzige Flugbewegung entgeht den Radaraufzeichnungen, wenn also Flugzeuge in der Nähe waren, gäbe es hieb- und stichfeste Beweise, woher diese kamen und wohin diese anschließend flogen.

Nicht zwingend, wenn es israelische oder amerikanische Flugzeuge oder Drohnen waren.

Beide Länder verfügen über die Fähigkeit, zumindest teilweise Flüge ihrer Flugzeuge und Drohnen vor sich technologisch eher auf niedrigen Niveau befindlichen Flugfeldüberwachungssystemen zu verstecken. Das israelische und amerikanische Flugzeuge oder Drohnen immer wieder in letzter Zeit in den syrischen Luftraum eingedrungen sind, ist ja kein Geheimnis.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Die Russen haben in Hmeimim S 400 stationiert, ich glaube(!) dieses System kann bis an die türkische Grenze aufklären. Wenn dies wirklich der Fall sein sollte kann man von “auf niedrigen Niveau befindlichen Flugfeldüberwachungssystemen” nicht mehr reden.

Beste Grüße

Iannis70
Mitglied

Nicht zwingend, wenn es israelische oder amerikanische Flugzeuge oder Drohnen waren.

So weit, dass der Angriff von US Flugzeugen oder IDF Flugzeugen geflogen wurde, gehen ja nicht mal die russenfreundlichen Medien, da ist es schon weitaus plausibler, dass es gar keinen Luftangriff gab.

ed
Mitglied
ed

Die Radarreichweite hängt stark von der Flughöhe des Flugzeuges ab, das erfasst werden soll. Die tieffliegende Ziele werden je nach Flughöhe und Landschaftsbeschaffenheit erst in ein paar Kilometer Entfernung erfasst (Radiohorizont).

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

The S-400’s radar has a range of 600 kilometers and is capable of discriminating even objects moving on the ground, such as cars and military vehicles. S-400 radar covers Syria, western regions of Iraq and Saudi Arabia, nearly all of Israel and Jordan, Egypt’s northern Sinai, a large part of the eastern Mediterranean and Turkish airspace as far as the capital Ankara. Quelle Wenn das stimmen sollte, ich gehe in erster Näherung mal davon aus, waren es sehr wahrscheinlich nicht USAF oder IDF, weil die Russen wohl kein Interesse haben an grausamen Vorfällen, die geeignet sind, dass man sie ihnen… Weiterlesen »

ed
Mitglied
ed

@Heldentasse
Der Teufel steckt in Details 🙂
Diese Angaben betreffen maximale Reichweite. Das heist, die gelten für die Ziele, die hoch genug fliegen. Hinter Radiohorizont kann auch S400 nicht blicken. Extra für die Aufdeckunk der Ziele, die für die Bodenradars von Radiohorizont verdeckt wären, hat man AWACS-Flugzeuge erfunden. Hiermit wird Radiohorizont durch die Höhe des Radars in die Ferne verschoben.

Mit anderen Worten, wenn die Luftabwehr allmächtig wäre, würde man die Luftstreitkräfte nicht mehr brauchen.

ed
Mitglied
ed

Ein bisschen offtop: Die bösen Russen haben hinterlistig vorgeschlagen für die Vorbeugung der gefährlichen Luftvorkommnissen mit den Militärflugzeugen im Baltikumraum auf allen Militärflugzeugen (sowol auf den russischen, als auch auf den NATO-Flugzeugen) die Transponder einzuschlaten, damit die Flugzeugen für die Bodenkontrolle identifizierbar werden. NATO konnte den Vorschlag selbstverständlich nicht annehmen. Man könnte dann die Russen ja nicht dafür beschuldigen, dass sie unbemerkt an die NATO-Länder anschleichen!

http://www.wsj.com/articles/nato-rejects-russian-air-safety-proposal-for-planes-in-baltic-region-1474391644

demokratischanonym
Gast
demokratischanonym

Auf Voltaire.net findet sich ein m.E. lesenswerter Artikel über dieses Thema: Die offensichtlich sehr besorgte US-Botschafterin am UN-Sicherheitsrat, Samantha Power, verließ den Konferenzraum mitten in der Sitzung, um sich an die Journalisten zu wenden. Sie hoffte so, dass die ersten Agenturdepeschen nur die amerikanische Darstellung verbreiten würden. Sie hat sich daher über die russische „Inszenierung“ lustig gemacht, über etwas, was nur ein einfacher “Fehlschuss“ (62 Tote und 100 Verletzte!) gewesen wäre. Dann gab sie sich einer Schmährede hin, über die weitaus schwerwiegenderen Verbrechen des Regimes von Damaskus. Über die Manipulation alarmiert, verließ der russische Botschafter, Vitali Churkin, dann den Konferenzsaal,… Weiterlesen »

GrooveX
Mitglied
GrooveX
GrooveX
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GrooveX

die österreicher behaupten ja, dass die uno nur noch von einem angriff, das heißt, nicht mehr von einem luftangriff, redet. nun, ohne luft können es aber syrische und russische bombenflieger nicht gewesen sein. was ist da los? heißt das jetzt, dass auch die uno so langsam von der verlogenen und menschenverachtenden usa-propaganda die nase voll hat oder nur, dass die vorwürfe der amis nicht stimmen? man weiss so wenig, kann aber hier mal nachlesen.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Wenn die Österreicher von einem Angriff vom Meer aus berichten würden, wüsste man das es eine Falschmeldung ist, denn davon haben sie keine Ahnung.

Beste Grüße

Pittie
Gast
Pittie

Was mich immer wieder irritiert, ist dieses In-Schutz-Nehmen der Russen auf der ganz linken und auf der ganz rechten Seite des politischen Spektrums.
Ich finde, die Amis haben ganz schön viel Dreck am Stecken, was die Situation in Syrien anbelangt. Ich finde aber auch, dass die Russen viel Dreck am Stecken haben. Ich finde beide Parteien in diesem so grausamen wie überflüssigen Krieg Scheiße.

ed
Mitglied
ed

Was mich immer wieder irritiert, ist dieses In-Schutz-Nehmen der Russen auf der ganz linken und auf der ganz rechten Seite des politischen Spektrums.

Und wo genau in dem Artikel haben Sie “In Schutz nehmen” gefunden?

Ich finde, die Amis haben ganz schön viel Dreck am Stecken, was die Situation in Syrien anbelangt. Ich finde aber auch, dass die Russen viel Dreck am Stecken haben. Ich finde beide Parteien in diesem so grausamen wie überflüssigen Krieg Scheiße.

Aha. Und deshalb darf man USA nicht kritieseiren? Oder finden Sie die Kritik, die im Artikel present ist, nicht berechtigt?

Anton Chigurh
Mitglied
Anton Chigurh

Frag doch mal ganz einfach nach, welche Macht sich an das Völkerrecht hält. Die Antwort fällt sehr kurz aus: Russland.

Jacques Roux
Gast
Jacques Roux

Ich finde aber auch, dass die Russen viel Dreck am Stecken haben.

Möglich, aber die Russen spielen in einer ganz anderen (unteren) Dreck Steck Liga, ein direkter Vergleich, zwischen Drecksteck USA und Drecksteck Russland , ist wie ein Vergleich zwischen Bayern München und FC Freimershoven, obwohl beide Vereine Fußball spielen.

seyinphyin
Gast
seyinphyin

Russland wollt schlichtweg keinen Krieg dort und hat sich lange, lange, lange rausgehalten, mal davon abgesehen, dass sie keinen gewaltsamen Umsturz haben wollten, Russland ist zwar dafür bekannt, dass es seine Interessen hat und dann Hilfen zukommen lässt, aber eher weniger dafür, dass es einfach so in andere Länder einmarschiert oder mit dem Geheimdienst Umstürzte erzeugt. Allgemein, bei Russland wie bei China, werden diese beiden Riesen vor allem dann aktiv, wenn Europa oder die USA mal wieder in ihrem Umfeld genau diese übliche Scheiße abziehen. Wahrscheinlich hätte China z.B. kein so wahnsinnige großes Problem mit einem eigenständigen Tibet gehabt, wäre… Weiterlesen »

ed
Mitglied
ed

Die USA haben nach dem Angriff auf den Hilfskonvoi viel zu schnell und viel zu laut geschrien, sie waren viel zu voreiligt mit ihre Be- und Verurteilung der russischen und/oder syrischen Regierung.

Irgendwie muss man ja die Aufmerksamkeit der Menschen von dem kurz davor passierten Luftangriff der westlichen Koalition auf die syrische Streitkräfte ablenken. Die Schuld fürs Scheitern der Waffenruhe darf ja auf keinen Fall der von den USA protegierten “Gemässigen Opposition” oder der von den USA angeführten Koalition zugeschrieben werden. Und der USA selbst schon gar nicht.

Jacques Roux
Gast
Jacques Roux

Blame Game, nennt es Thomas Pany, auf Telepolis, wie ich finde zurecht:

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49471/1.html

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49479/1.html

JS
Gast
JS

Wir wissen, dass die USA versehentlich ein Krankenhaus plattmacht und natürlich auch versehentlich syrische Soldaten während der Waffenruhe bombardiert. Kann es nicht im Bereich des Möglichen liegen, dass die USA versehentlich den Hilfskonvoi getroffen hat? Und das ist denen so peinlich, dass sie zur Ablenkung alles den Russen in die Schuhe schieben.

jowi
Mitglied

Wer Feindsender hört, kennt ja die russischen Gegenargumente: – Keine Bombentrichter – Fahrzeugkabinen weitgehend intakt – Erscheinungsbild eher wie nach einem Brand der Fracht. Zudem wäre es ja mal wieder selten dämlich, wenn alle Scheinwerfer des Westens auf die Hilfsaktion gerichtet sind, einen Rot-Kreuz-Roter-Halbmond-Konvoi zu bombardieren. So dämlich, wie nach der Drohung, ein Giftgaseinsatz wären für die Superduper-Macht USA die rote Linie, dieses in einem Szenario einzusetzen, bei dem die Fronten von Häuserblock zu Häuserblock wechseln. Oder, MH17, der Russe ist so dämlich und schießt ein Passagierflugzeug ab, denn er möchte unbedingt einen Krieg mit dieser Superduper-Macht. Wie schon oben… Weiterlesen »

demokratischanonym
Gast
demokratischanonym

Wie schon oben von johnsmith21 erwähnt, wird dann der Pendler bei seiner morgendlichen Fahrt zur Arbeit, von unserer zwangsgebühren-finanzierten Rundfunkpropaganda berieselt. Zustimmung. Am Anfang wird noch von Vorwürfen der USA gegenüber Russland gesprochen. Dann wird gesprochen, dass die USA Beweise hätten, dass Russland hinter diesen Angriff auf den vermeintlichen Hilfskonvoi steckt. Und dann nach spätestens 2 Tagen kommt so was: Wieder Fassbomben auf Aleppo, wieder ein Luftangriff auf Mitarbeiter einer medizinischen Hilfsorganisation. Seitdem die syrische Armee den ohnehin brüchigen Waffenstillstand am Montag für beendet erklärt hatte, eskalierte in dem Krieg erneut die Gewalt. “Innerhalb von wenigen Stunden ist alles zusammengebrochen”,… Weiterlesen »

jowi
Mitglied

Ich erinnere mich noch relativ gut daran, was Albrecht Müller und in abgeschwächter Form Jens Berger, über Gaddafi und seine angeblichen Gräueltaten schrieben. Man muss den Menschen eine Entwicklung zugestehen. Auch ich glaubte damals, man müsse in Jugoslawien eingreifen. Ich glaubte auch ca. 5 Jahre lang die offizielle Verschwörungstheorie zu 9/11. Heute vertrete ich bei der Analyse von Auslandspolitik den Mafia-Ansatz: es geht um Macht und um Ressourcen und um sonst gar nichts. Egon Bahr hat es etwas vornehmer formuliert: “In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Im Greisenalter oder auch nur kurz vorm Exitus sagen einige Menschen, darunter befinden sich sogar Politiker, auch mal die Wahrheit. Man wünschte sich aber, sie hätten es auf dem Höhepunkt ihrer Macht auch mal so gesagt.

Im übrigen gilt die alte Weisheit, im Krieg stirbt die Wahrheit zu erst, und wer wollte bestreiten das wir uns um Krieg befinden?

Beste Grüße

P.S.: Franz Josef Degenhardt – Eigentlich Unglaublich, Daß Ihnen Das Immer Wieder Gelingt

R_Winter
Mitglied
R_Winter

Jeder Krieg ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte, aber innerhalb dieser Kriege gibt es noch eine Steigerung, indem Hilfsorganisationen vorsätzlich angegriffen werden. In Kundus hat die US-Armee ein Hospital vorsätzlich zerstört und in Syrien haben Verbrecher nicht nur den Hilfstransport vernichtet, sondern auch noch 20 unbewaffnete Helfer ermordet. In Syrien wird seitens skrupelloser Kreise, die gleiche Strategie angewandt, die Hitler in Leningrad einsetzte: Einkesseln und die Bevölkerung verhungern lassen. Keine Seite ist frei von Verbrechen, auch wenn unsere “Stink-Medien” es anders darstellen. Amnesty International: Saudi-Arabien bombardiert mit US-Bomben Krankenhäuser im Jemen Angriffe auf Krankenhäuser, weißer Phosphor auf zivile Ziele: Amnesty… Weiterlesen »

hallino
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schwitzig
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schwitzig

Am wahrscheinlichsten ist es wohl, dass es die Freunde der USA, die lustigen Kopfabschneider und mit-Panzer-Überfahrer waren, die zuvor aus den USA Tipps bekommen haben, wo und wann sie zuschlagen sollten. Lustig auch, dass die radikalen Fundamentalisten (Obama & Co.) aus Übersee ihren vorhergegangenen Bruch des Waffenstillstands, wo sie mal fix einfach > 90 Menschen der syrischen Armee getötet haben, nicht als Bruch sondern wie üblich als “bedauerlichen Unfall” – ähnlich wie ihr Kriegsverbrechen der Pulverisierung des MFS-Krankenhauses in Kunduz – klassifizieren. Der derzeit aggressivste Verbrecherstaat mit den meisten Morden, Kriegen und Putschen auf dem Gewissen ist nun einmal uneinholbar… Weiterlesen »

der Doctor
Gast
der Doctor

Und ausgerechnet DEN Witzfiguren soll man noch etwas glauben???

Richtig, zumal es die selben sind, die seinerzeit angeblich Beweise für Massenvernichtungswaffen im Irak hatten.Von der Brutkastenlüge will ich nicht wieder anfangen.Übrigens rudert nun auch die UN zurück,und spricht nicht mehr von einem Luftangriff:
http://www.n-tv.de/politik/UN-sprechen-nicht-mehr-von-Luftangriff-article18687351.html

johnsmith21
Gast
johnsmith21

http://www.hintergrund.de/201609204116/politik/welt/syrien-waffenruhe-gescheitert.html

Ich muss im Moment aufpassen, dass ich mir nicht selbst ins Auto kotze, wenn ich mal morgens “Nachrichten” höre; heute Morgen so geschehen mit NDR Info. Kaum Information, aber triefendes Geheuchel und permanente Wiederholung eigentlich längst widerlegter Fakten.
Wir befinden uns im Jahr 100 nach Sykes-Picot. Es wird keinen Frieden in Syrien geben, weil es keinen Frieden geben soll…

Yarsin
Mitglied
Yarsin

Solche Töne von dem der Krankenhäuser bombadiert zu hören ist zynismus pur.

Die Beweisse sind wohl ebenso stichhaltig wie “der Irak hat Massenvernichtungswaffen”.

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