Monolithe der Blutleere

Eine scharfe Rüge nannte die Presse das, was die Bundeskanzlerin zum Glyphosat-Alleingang ihres Agrarministers ins Protokoll diktierte: Das darf nicht nochmal vorkommen – »Du du du!«, tadelte sie ihn und machte dabei große Augen. Lassen wir mal beiseite, ob der Minister den Schmidtchen Schleicher gab oder die Union sehr wohl eingeweiht war. Dass etwas an dieser Kontrollkanzlerin vorbeigeschmuggelt wird: wirklich schwer vorstellbar. Aber wenn die Presse einem diese saftlose »Schelte« als einen impulsiven Akt, als Abkanzelei von Format verkaufen möchte, dann fragt man sich tatsächlich: Wie viel Leben steckt da noch in diesem demokratischen Schauspiel? Was da Rüge sein soll, gilt bei anderen als klassisches Laissez-faire. Was dort als Schärfe feilgeboten wurde, ist für andere Zeitgenossen fast schon Zeichen von Liebkosung.

Weiterlesen im Neuen Deutschland

Hinterlasse einen Kommentar

6 Kommentare auf "Monolithe der Blutleere"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
R_Winter
Mitglied
Merkel vertritt nicht die Interessen der Bürger, sondern nur die der Finanz-Mafia. Die FAZ stellt fest: Mehr Krebsfälle, aber auch bessere Überlebenschancen Die Zahl der Krebsneuerkrankungen ist in Deutschland im Laufe von zehn Jahren weiter gestiegen. Dieses ist zweifellos auch einem exzessiven Einsatz von Glyphosat zu verdanken. Die Schmetterlinge (und nicht nur die) sind in den letzten 10 Jahren um 75% zurück gegangen und gleichzeitig nimmt die Krebsrate zu. Jeder zweite stirbt an Krebs!!! Aber die FAZ stellt pervers fest: ……aber auch bessere Überlebenschancen Man weiß ja so wenig oder soll die Bevölkerung nicht mehr wissen? Unruhe in der Bevölkerung… Read more »
wpDiscuz