Mahlen nach Zahlen: Demoskopie zwischen Meinung und Manipulation

Nach außen hin gibt sich die Demoskopie nach wie vor selbstbewusst. Auch nach falschen Einschätzungen bei der Brexit-Abstimmung, nach Fehlern bei den Prognosen der US-Wahl und zuletzt nach der Bundestagswahl, deren Ergebnis nur teilweise den zuvor angenommenen Zahlen entsprach. Aber die Unzuverlässigkeit der Demoskopie ist nur ein unwesentlicher Teil des grundsätzlichen Problems: der Manipulation.

Die AfD: mehr als angenommen. Die CDU/CSU: weniger als vermutet. Die Grünen: besser als vorhergesagt. Die Meinungsforschung hat sich bei der Bundestagswahl nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wenngleich sie auch nicht mit wehenden Fahnen gescheitert ist. Aber das muss sie auch gar nicht, denn ihren Zweck erfüllt sie ja (noch). Sie trägt dazu bei, die Meinung der Menschen zu lenken, zu manipulieren. Es beginnt bereits bei der Fragestellung, die fast immer tendenziös ist (dazu weiter unten mehr). Und so sind die Ergebnisse immer auch die Folge der Art und Weise, wie die Fragen für die teilnehmenden Menschen formuliert werden. Allerdings birgt dies mindestens zwei Gefahren: Zum einen kommen Ergebnisse zustande, die die Motivation der Umfrageinstitute zwar bestätigen. Zum anderen aber entsprechen sie nicht der gelebten Wirklichkeit der Befragten. Das gilt allerdings nur für die Oberfläche. Darunter, in den Gefilden der psychologisch geschickt aufgebauten Manipulation, wirkt die Demoskopie dennoch. Und auch wieder nicht. Eine tückische Sache.

Die öffentliche Meinung als geschaffene Wirklichkeit

Der französische Soziologe Pierre Bourdieu glaubte nicht an die öffentliche Meinung. 1972 erklärte er, es gebe sie einfach nicht. Weil immer Interessen dahinter stünden, die, getarnt als Objektivität, die wahren Absichten der Mächtigen verschleierten. Der Soziologe Herbert Blumer ging sogar noch weiter. Er äußerte die Ansicht, dass so etwas wie die öffentliche Meinung erst durch ihre Messung entstehe, also eine Mischung aus Konstruktivismus und dem Doppelspalt-Effekt sei. Wäre dem so, würde das bedeuten, dass beispielsweise die Frage danach, wer die nächste Wahl gewinnt, maßgeblichen Einfluss darauf nimmt, wer am Ende die Nase vorn hat. Oder rettungslos abgeschlagen verliert. Womit auch die sich selbst erfüllende Prophezeiung eine Rolle bei der Demoskopie spielt. An Martin Schulz lässt sich das sehr gut erkennen.

Hätte die Bundestagswahl im ersten Quartal 2017 stattgefunden, wäre der Ausgang sicher ganz anders gewesen als im September. Sowohl die Umfragewerte als auch die mediale Berichterstattung waren Schulz wohlgesonnen. Mit sozialdemokratischen Inhalten hatte das nichts zu tun, Schulz hatte sich inhaltlich ja noch gar nicht geäußert. Und auch bei den Umfragewerten bleibt ein großes Maß an Unsicherheit, weil die Methoden der Institute nicht mehr zeitgemäß sind. Und weil viele Menschen einfach nicht die Wahrheit sagen oder ihre Meinung kurzfristig ändern. Auch dazu weiter unten mehr.

Der Hype um Martin Schulz kann als das bezeichnet werden, was Blumer meinte. Die vermeintlichen Messergebnisse über die Beliebtheit Schulz‘ haben erst zu dessen Beliebtheit geführt. Es dauerte nicht lange, bis der Wind sich drehte, und am Wahltag stand Schulz so schlecht da, dass – eine genaue Zahl wäre sehr interessant, dürfte aber kaum zu ermitteln sein – wohl selbst Wähler, die unentschlossen waren oder sogar eine Tendenz für die SPD zeigten, letztlich ihr Kreuz woanders machten. Schulz war zu diesem Zeitpunkt weder der Favorit noch der „Underdog“, doch zu beidem neigen die Menschen in vergleichbaren Situationen. Wohl auch deshalb – abgesehen vom Protest vieler Wähler – bekam die AfD so viele Stimmen. Demoskopie und Medien hatten also erheblichen Einfluss auf den Wahlausgang. Und auf Schulz‘ Absturz, und zwar unabhängig von den zunächst fehlenden und später nur dürftigen Inhalten, die ihr Übriges taten. Die Tatsache, dass CDU und SPD inhaltlich kaum zu unterscheiden waren, reichte zum Vorteil für die CDU, die ihren Merkel-Bonus ausspielen konnte (wenn auch deutlich weniger klar, als vorher vermutet wurde). Kurzum: die Inhalte waren zweitrangig, die sich selbst erfüllende Prophezeiung dagegen recht wirkmächtig.

Die Lüge als Selbstschutz

In der Sonderausgabe des „Spiegel“ vom 26.9.2017 wurde das Thema Demoskopie behandelt. Doch der Artikel enthielt einen gravierenden Fehler. Zunächst beleuchtete er korrekt, dass die Methoden von Befragungen veraltet sind. Meist finden sie am Telefon statt, nur selten über das Handy, die sozialen Medien spielen eine sehr geringe Rolle. Das ist fatal, denn Meinungsforschung funktioniert ja prinzipiell nur, wenn man es schafft, die Menschen auszuwählen, die einen Querschnitt der Gesamtbevölkerung abbilden. Das kann kaum gelingen, wenn man zu einem Großteil Festnetznummern anruft. Viele jüngere Leute schaffen sich ein Festnetztelefon heute gar nicht mehr an, sondern beschränken sich aufs Handy. Das führt zu unklaren Umfrageergebnissen, denn die befragten Menschen stehen nicht mehr repräsentativ für den Rest der Bevölkerung. Und selbst wenn Handys angerufen werden, ist es schwer abzuschätzen, ob die Angerufenen zu den Menschen zählen, die den Querschnitt repräsentieren. Doch das ist nur eine Seite des Problems.

Die andere ist die Ehrlichkeit, oder besser: das Fehlen ebendieser. Man kann davon ausgehen, dass die US-Wahl, der Brexit oder der Stimmenzuwachs bei der AfD eines gemeinsam hatten: Viele der befragten Menschen äußerten sich nicht ehrlich. Was kein Wunder ist, denn wer vor der US-Wahl angab, Trump zu wählen, fühlte sich aufgrund der medialen Stimmung schnell in die Ecke gedrängt. Nicht anders beim Brexit oder der AfD. Kaum jemand will sich als „Schmuddelkind“ outen, das rechts wählt oder dem Austritt aus der EU zustimmt. Man muss mit reichlich Selbstvertrauen ausgestattet sein, um mit breiter Brust zu sagen: Ja, ich wähle Trump! Ja, ich will aus der EU! Oder: Ja, ich will die AfD im Bundestag sehen! Da ist es einfacher, „brav“ zu sagen, was erwartet wird und dann in der geheimen Wahl eben doch zu machen, was man machen wollte.

Hinzu kommt, dass Meinung heute sehr kurzlebig ist. Eine Umfrage vom Montag kann am Mittwoch schon wieder hinfällig sein, wenn zum Beispiel in den sozialen Medien gerade ein massiver Shitstorm gegen Politiker A oder eine reichweitenstarke Kampagne gegen Politiker B geführt wird. Dazu bedarf es nicht einmal Fake News, die Stimmungslage reicht völlig aus, um kollektive Meinungsänderungen zu erwirken. Das war früher wahrlich leichter, auch wenn es nicht mit den sozialen Medien zusammenhing, die es ja noch nicht gab. Wer 30 Jahre lang zufrieden in einem Betrieb arbeitete, der wählte aufgrund dieser Zufriedenheit auch oft 30 Jahre lang dieselbe Partei. War ja alles in Ordnung. Wer dagegen heute damit rechnen muss, in nur 30 Tagen seinen Job zu verlieren, wird auch bei Wahlen (und Meinungsumfragen) „flexibler“, sucht nach Alternativen, wo ihm gesagt wird, es gebe keine. Denn es ist natürlich Unsinn, dass es keine Alternative gebe, es gibt immer eine. Ob man die richtige Wahl bei dieser Entscheidung trifft, ist eine andere Frage, aber die Tendenz ist da, Demoskopie hin oder her.

Das „Es geht uns gut“-Phänomen

In der Printausgabe des „Spiegel“ kam die Unsicherheit vermeintlich ehrlicher Antworten zur Sprache. Das spricht für den Artikel. Dagegen spricht allerdings die vom „Spiegel“ nicht weiter beleuchtete Äußerung von Nico Siegel, dem Geschäftsführer des Berliner Meinungsforschungsinstituts „Infratest“. Und hier macht der „Spiegel“ den oben angedeuteten groben Fehler. Siegel vertritt die Ansicht, dass es schwierig sei, die Meinung der Menschen zu messen, weil „die überwiegende Mehrheit der Menschen die eigene wirtschaftliche Situation als zufriedenstellend“ einstufe. Daher „die Stille, daher die Verweigerung von Streit“, schreibt der „Spiegel“. Und damit stehen Siegel und der „Spiegel“ bekanntlich nicht alleine da. In den Monaten vor der Bundestagswahl wurde kaum ein/e Talkshow-Moderator/in müde, immer wieder zu betonen, dass der Wahlkampf der SPD nicht fruchten könne, weil die Menschen ja mit der sozialen Gerechtigkeit überhaupt kein Problem hätten.

Nur: Wenn die Menschen bei so vielen Themen nicht die Wahrheit sagen, warum sollten sie es denn ausgerechnet bei der Frage der sozialen Gerechtigkeit tun? Denn genau diese Zufriedenheit der „wirtschaftlichen Situation“ ist ein großes Problem. Seit Jahren wird uns eingeredet, es gehe uns gut, sogar sehr gut, und es werde immer besser. Da liegt es nahe, dass die befragten Menschen sich irgendwann gar nicht mehr trauen, die Wahrheit zu sagen, nämlich, dass es ihnen eben nicht gut geht. Denn jeder, der so denkt, fühlt sich isoliert, als Ausnahme, Außenseiter, der – womöglich! – selbst die Schuld daran trägt, dass es ihm nicht gut geht. Alle anderen sagen schließlich, es gehe ihnen gut. Wer will da schon aus der Reihe tanzen?

Wir haben es schon lange mit einer „Es-geht-uns-gut“-Doktrin zu tun, die nicht mehr hinterfragt wird, schon gar nicht von der Politik oder den Talkshows. Dass es sich um eine Doktrin handelt, darf nicht einmal mehr gedacht werden, ohne dass der Verkünder der Botschaft als Pessimist oder „radikaler Linker“, wahlweise auch als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt wird. Die Annahme, dass jeder seines Glückes Schmied sei, ist längst zu einem Teil der Doktrin geworden, und wenn auch alle denkbaren Antworten auf die Fragen der Demoskopie selbstkritisch als möglicherweise nicht wahrheitsgemäß tituliert werden, bei der „Es-geht-uns-gut“-Doktrin ist Schluss. Wenn sich nach mehr als einem Jahrzehnt kaum noch jemand in Umfragen zu sagen traut, dass es ihm nicht gut geht, dann kann das einfach nicht sein. Er mag bei allem Möglichen lügen, aber wenn er sagt, es gehe ihm gut, muss das stimmen.

Meinung wird gemacht, nicht erfragt

Bleibt die Frage nach dem Sinn der Demoskopie. Die ist leicht zu beantworten. Es geht um Manipulation und ein bisschen Unterhaltung. Ist doch immer nett, wenn die letzten Wochen vor der Wahl die Demoskopen voraussagen (nein, sie sagen nicht voraus, sondern messen nur, das betonen sie ja immer wieder), wie es gerade steht. Das hält die Menschen bei Laune und vermittelt ein Gefühl, irgendwie Einfluss nehmen zu können, durch ihre Stimme, und zwar schon vor der Wahl. Doch das ist nur die eine, sehr oberflächliche Wahrheit. Die dahinter ist deutlich ernster.

Die Demoskopie kommuniziert zwar, dass sie die öffentliche Meinung abbilden will, doch das ist nicht korrekt, kann es auch gar nicht sein. Denn zum einen bildet sich die öffentliche Meinung erst durch die Ergebnisse, die die Meinungsforschung produziert. Und zum anderen manipuliert die Demoskopie in erheblichen Maße. Das lässt sich schon daran ablesen, dass je nach Umfrageinstitut unterschiedliche Ergebnisse herauskommen (womit wir bei der Art der Fragestellungen sind, dazu gleich mehr). Und es ist nur schwer möglich – und auch gar nicht gewollt -, Fragen so zu stellen, dass sie neutral sind. Damit spielt die Demoskopie sehr bewusst.

Der Cicero hat sich im Februar 2017 mit dem Thema Demoskopie beschäftigt und ist zu durchaus interessanten (und uninteressanten) Schlüssen gekommen, die zwar nicht neu sind, aber doch gut zusammenfassen, wo das Problem der Meinungsforschung liegt. Während die „Sonntagsfrage“ noch relativ eindeutig ist (und trotzdem zu verschwommenen Antworten führt), sind andere Themen brisanter. Und oft mit tendenziösen Fragestellungen behaftet. Das funktioniert übrigens in beide Richtungen. Fremdenhass lässt sich durch entsprechende Formulierungen ebenso forcieren wir eine breit angelegte Willkommenskultur. Doch authentisch muss beides nicht sein, wenn die Fragen manipulativ gestellt oder die möglichen Antworten manipulativ formuliert werden:

„Die vielen Flüchtlinge machen mir Angst.“
„Bei der Prüfung von Asylanträgen sollte der Staat großzügig sein.“
„Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land.“

Diese Beispiele mögen extrem wirken, doch sie bilden ab, worum es geht: um die Bestätigung von Meinungen, die nur auf den ersten, sehr flüchtigen Blick neutral herausgekitzelt werden. Im Beispiel hier sind die erste und die dritte Frage eindeutig tendenziös, die zweite scheinbar zurückhaltender. Doch sie impliziert eben auch die Vermutung, dass eine tatsächliche Großzügigkeit des Staates letztlich nicht gewünscht ist, dass er schon jetzt viel zu großzügig ist und daher nicht noch „weicher“ werden sollte. Nur diejenigen, die sich wirklich links in der Gesellschaft befinden, würden vom Staat mehr Großzügigkeit erwarten. Aber die gehören ja im Zeitalter des Neoliberalismus sowieso nicht mehr zu den repräsentativen Gruppen von Befragten.

Meinungsumfragen bilden nur in zweite Linie so etwas wie eine öffentliche Meinung ab. Sie tragen vielmehr dazu bei, dass sie sich bildet bzw. gebildet wird. Dabei greifen sie auf zum Teil vorgefertigte Standpunkte zurück und formulieren ihre Fragen so, dass Vorurteile bestätigt werden. Sie gehen dabei Hand in Hand mit den Mainstreammedien, deren Themen und Tendenzen sie gern und oft aufgreifen. Letztlich manipulieren sie die Menschen, die sie befragen, statt deren Meinung zu erkunden. Und diese „Meinungen“ können sie dann in den Medien nachlesen.
So schließt sich der Kreis.  

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49 Kommentare auf "Mahlen nach Zahlen: Demoskopie zwischen Meinung und Manipulation"

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Klemperer
Gast
Ich glaube, Blumer irrt sich gewaltig, so richtig diese Diskussion ist, zum „Schulz-Effekt“. Es gibt nämlich eine überzeugendere Gegenthese, die wir politisch Interessierten nur so ungern hören. In Zeiten einer erstaunlich zerstrittenen und erschlafften Linken, die keinerlei Chance gegen die liberale „Mitte“ hat und Protestler nach rechts verschwinden sieht, sind es nicht nur die Demoskopen. Die Leute suchen dringend irgendeine Hoffnung, ohne aber – leider, jedenfalls stelle ich das in tausenden Gesprächen mit ärmeren Leuten immer wieder fest – Hintergründe studieren zu wollen. So galt Schulz kurzzeitig als „links“, obwohl er in der Europapolitik Merkel-Junckersche Politik gemacht hatte. Den „Schulz-hype“… Read more »
wschira
Mitglied

Also mal abgesehen vom Inhalt Ihres Beitrags: Wenn Sie mit tausenden ärmeren Leuten reden, in welcher Funktion machen Sie das denn?

Irmgard
Gast
Der Soziologe Herbert Blumer ging sogar noch weiter. Er äußerte die Ansicht, dass so etwas wie die öffentliche Meinung erst durch ihre Messung entstehe, also eine Mischung aus Konstruktivismus und dem Doppelspalt-Effekt sei. Auch deshalb ist es mit der Demokratie im Land wie mit Schrödingers Katze. Sobald man inne Kiste guckt, isse tot…. Apropos Schrödinger….. Der Schulz brach in den Umfragen ein, nachdem er von Schröder öffentlich abgeklatscht wurde. Er solle nicht wie die Linkspartei klingen und nicht auf Schmusekurs zu ihr gehen usw. Das war Anfang des Jahres als der Schulzzug noch richtig in Fahrt war. Das war schon… Read more »
Mordred
Mitglied

Schulz sackte nochmals durch, nachdem er Schröder als Redner zu einer
Wahlkampfveranstaltung eingeladen hatte.

Jups. Vorher im Schulz-Zug sagten mir alle SPD-Wähler, wie toll Schulz ist und SPD und überhaupt…Einladung von Schröder…Ende.

aquadraht
Mitglied
Mit Metaphern aus der Physik sollte man sich zurückhalten, wenn man die dahinter stehende Physik nicht kennt. Es ist falsch, dass beim Schrödinger-Gedankenexperiment die Katze immer tot ist, im Gegenteil ist das nur der Fall im Ausmasse der Wahrscheinlichkeit ihres Todes durch den auslösenden Isotopenzerfall des Gedankenexperiments. Der Clou ist, dass ohne Ermittlung die Gedankenkatze im Zustande tot oder nicht tot verharrt und erst durch den Eingriff des Nachschauens in einen diskreten Zustand gelangt. Ähnlich ist es beim Doppelspaltexperiment, das den Welle-Teilchendualismus auf der Ebene des Planckschen Wirkungsquantums belegt. Deckt man einen Spalt ab, so „wird“ das Wellenpaket zum Partikel,… Read more »
Rainer N.
Gast

Nun, ich bin der Ansicht, es gibt keine Wellen … das sind Illusionen … mein Vergleich … „La Ola“ im Stadion … eine Welle, aber alles einzelne Teilchen die sich nur auf und ab bewegen …

Es wird nur ein Impuls vom „Nebenteilchen“ erhalten, und dieser Impuls setzt dann das „Nebenteilchen“ in „auf-ab-Bewegung“.

dummi
Gast
Sobald ein Akteur die Frage nach fremder Meinung formuliert fließt seine eigene Meinung mit hinein und äußert sich über eben diese. Zu einem Teil liegt das vermutlich am soziologischen Aspekt, der Gesellschaftsnorm als auch im psychologischen Aspekt als Indivuum das sich erst dann als Subjekt empfindet wenn es sich einem Diskurs unterwirft, der ihn gesellschaftsfähig d.h. anerkannt macht. Dem Umfrageteilnehmer bleibt dann die „ehrenhafte“ Aufgabe das vorgefertigte Ergebnis zu falsifizieren. Womit fängt das Problem an? Selbst bei einem Kreis gibt es zwei gleich große Hälften die man mit einem Strich in der Mitte entstehen lassen kann. Die Frage ist dann… Read more »
Shepstone
Gast

Ist das „h“ in „mahlen“ Absicht und, wenn ja, wie ist das zu verstehen? Der Artikel selbst bestätigt meine Einschätzung dieser Meinungsumfrageritis.

Schweigsam
Gast

Beim Thema Demoskopen fällt mir leider nicht viel ein. Nur mir drängt sich der Gedanke auf, das die Demoskopen nicht ein unbedingtes interesse daran haben, die tatsächliche politische Stimmungslage aufzuzeichnen. Sondern vielmehr daran interessiert sind eine gewünschte oder bzw. gewollte Stimmungslage zu erzeugen.

Pentimento
Gast

@Schweigsam – Das sehe ich auch so. Wenn die Demoskopen nur daran interessiert wären, die aktuelle Stimmungslage aufzuzeichen, würden sie die Umfrageergebnisse gar nicht veröffentlichen. Die Veröffentlichung dient m.E. allein der Stimmungsmache. Die Leute beantworten Fragen, die sie sich vielleicht gar nicht gestellt hätten, und meistens schließen sie sich dann der Meinung der Stimmungsmehrheit an.

Schweigsam
Gast

M.E. nach eine gute Schlußfogerung. Nur noch mit der Ergänzung: Das vermutlich viele fragen die gestellt werden, suggestivfragen sind. Bei dem eine gewisse Antwortvariante voraussetzt wird. Naja, das könnte auch erklären warum die Demoskopie, die natürlich auch von Machtintressen beeinflusst wird, sehr oft daneben liegt von den tatsächlichen Ergebnissen.

Die Leute beantworten Fragen, die sie sich vielleicht gar nicht gestellt hätten, und meistens schließen sie sich dann der Meinung der Stimmungsmehrheit an.

Imago
Gast

Frage: Bringt uns die Demoskopie in Sachen Demokratie überhaupt irgendwie weiter? Wenn ja, dann bitte auch sagen wie!

Imago
Gast

Wollt Ihr beiden „Downsizer“ mir vielleicht auch sagen, warum Ihr meinen Kommentar oben nicht gut (bzw. vielleicht sogar schlecht) findet? (Meine gesamten Fragen – oben wie nun auch hier – sind durchaus freundlich und – auch ganz ehrlich gemeint!)

Robbespiere
Mitglied

@Hallo Imago

Leider läßt die Kommentarstruktur hier bisweilen zu wünschen übrig, weil sie durch Antwortkommentare schnell unkenntlich wird.
Wenn dann auch noch die Textpassagen , auf die sich eine Antwort bezieht bzw. die Adressaten nicht genannt werden, geht der Überblick schnell verloren und damit ( zumindest bei mir ) leider auch die Motivation, sich an der Diskussion aktiv zu beteiligen.
Das finde ich ausgesprochen schade.
Die Kenntlichmachung der Kommentarbezüge können wir als Kommentatoren nicht ändern, die konkrete Ansprache von Personen oder Textpassagen aber schon, ohne großen Mehraufwand.
Ich bitte darum Alle, die sich hier an der Diskusion beteiligen, dies zu beherzigen.

Danke

Imago
Gast
@ Robbespiere: Ich kenne das Problem mit der Zuordnung und versuche es in der Regel durch Namensnennung des von mir angesprochenen Kommentators bzw. auch noch durch das Zitieren seines Textes zu umgehen. Das konnte ich oben aber nicht machen, weil es dort für mich ja anonyme Leser sind, die meinen Text offenbar als schlecht oder unangebracht oder ich-weiß-nicht-was-sonst empfinden, aber durch ihr bloßes Anklicken eben nicht erkennen lassen, wer meinen Kommentar da abrated und eigentlich viel wichtiger noch – auch nicht, warum er das tut. Vielleicht besinnt sich ja der nächste „Downrater“ darauf, mir auch zu sagen, was er am… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Imago

Nun, auf deine Frage sehe ich keine Antworten außer 3 Dislikes und die kann man getrost ignorieren, weil sie ohne sachliche Begründung lediglich eine Gefühlslage zum Ausdruck bringen, zumindest ist eine weitere Vertiefung der Diskussion nicht erwünscht. Also ich kann damit gut leben.:-)

GrooveX
Mitglied

ich habe es jetzt auch mal probiert. sonst kommt man ja nie dazu, irgendwen down zu sizen. macht spaß, sollte ich öfter tun, oder so.

Imago
Gast

@ GrooveX: Aber dann bitte möglichst auch dazu schreiben warum! (Könnte schließlich hilfreich sein, damit „das Opfer“ dann auch eine Anregungen hat, sich über dies oder das noch etwas mehr Gedanken zu machen. – Ich würde mir so etwas – ganz ehrlich gesagt – dann durchaus wünschen!)

GrooveX
Mitglied
ich bin hier, und davor auf dem vorgänger ’spiegelfechter‘ schon eine ganze weile zugange und habe das instrument des likens nie gebraucht, verstanden oder mich damit befasst. es gab und gibt immer mal wieder sachen, die mich zum widerspruch reizen, manchmal, seltener auch zeug, das ich ergänzen will oder mit einem neuen aspekt versehen, manchmal reizt mich auch die art und weise, wie leute hier auftreten. bisweilen gebe ich da auskunft drüber – wenn und vor allem wie ich will. das kann durchaus verschieden sein und hat öfter einen ausgeprägt sarkastischen einschlag. wenn ich wen gar nicht ab kann, dann… Read more »
Imago
Gast
@ Groove X: … den Schluß von Deinem Kommentar kapier ich nich‘! – („….ein typisches narzissensyndrom & die tulipan die ziehen sich viel schöner an … jm2“) – Was‘ n das??? (tulipan = Tulpen?) – (jm2 = ja mei, zwei?) – – – Hilfeeee! – Ein Einbrecher! – Hilllfeee, ich wurde gehackt! – Naja , kann auch sein , daß es bei mir hackt (hakt)? Ist das die Hill Fee! (+ ein smile dazu, und genau – – – jetzt – darf auch dazu gelacht werden! – + – – – Achtung! Genau – – – JETZT – nein, etwas… Read more »
aquadraht
Mitglied

1. „Narzissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an ..“ das ist aus Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Irgendwie geht heutzutage die Allgemeinbildung am Arsch .. und meine Manieren, Scheisse.
2. just my 2 cents .. mit Grooves zusammen schon 4

Imago
Gast

@ Aquadraht: Mit „Tulpen“ lag ich also vorher wohl richtig, aber – Du stellt mich ja schon wieder vor ein Rätsel! (und bringst mich dabei zum Lachen!) – Aber sag‘: Was bedeutet nun „just my 2 cents .. mit Grooves zusammen schon 4“?

Imago
Gast

@ Aquadrat: ES scheint die Zeit der Rätsel angebrochen zu sein, denn: Erst gestern habe ich ein – fast schon (rechts)-philosphisches Rätsel zu lösen versucht, das ich mir durch einen plötzlichen Einfall selbst gestellt habe, und zwar Folgendes: Angenommen man steht zusammen mit jemand Anderem vor einer Tafel, schnappt sich die Kreide und schreibt zuerst ein „U“ hin und streicht dies dann mit einem „X“ durch; – darf man das denn überhaupt? – Eines ist für dabei schon ganz sicher; es darf dann – abermals gelacht werden!

Imago
Gast
@ Aquadrat (Korrektur und Ergänzung meines vorangegangenen Kommentars): Es scheint nun offenbar die Zeit der Rätsel angebrochen zu sein, denn: Erst gestern habe ich ein – fast schon (rechts)-philosphisches Rätsel zu lösen versucht, das ich mir durch einen plötzlichen Einfall selbst gestellt habe, und zwar Folgendes: Angenommen man steht zusammen mit jemand Anderem vor einer Tafel, schnappt sich die Kreide und schreibt zuerst ein „U“ hin und streicht dies dann mit einem „X“ durch; – darf man das denn überhaupt? – Eines ist für mich dabei schon ganz sicher; es darf dann – zumindest zuerst einmal – abermals gelacht werden!… Read more »
aquadraht
Mitglied
Ich halte die Fragestellung so für neben der Sache. Dass Demoskopie manipulativ wirken kann und eingesetzt wird (das ist das Thema von Jörgs Beitrag) ist natürlich unbestritten. Aber angenommen, man käme zu dem Urteil, Demoskopie sei generell schädlich für die Demokratie, was dann, verbieten? Als Sozialwissenschaftler in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts (vor allem in den USA) mit systematischen Befragungen begannen, waren sie und ihre Kollegen erstaunt über das Ausmass der Selbstähnlichkeit von Auffassungen und Urteilen in der Bevölkerung, das es möglich macht, aus recht kleinen Stichproben auf grosse Grundgesamtheiten zu schliessen. Besonders schmeichelhaft für die Menschheit ist das… Read more »
Imago
Gast
@ Aquadraht: Ich selbst bin – ganz und gar kein Freund der Demoskopie, weil ich ihr genau betrachtet – eigentlich überhaupt nicht Gutes abgewinnen kann; aber ich hätte das – wahrscheinlich besser von Anfang an – auch ganz deutlich so sagen sollen, statt dies einfach in meine eigentlich nur ironisch gestellte Frage oben zu kleiden („Bringt uns die Demoskopie in Sachen Demokratie überhaupt irgendwie weiter? Wenn ja, dann bitte auch sagen wie!“). – Naja, das Mißverständnis ist also schon passiert, nun aber mit meinem Text hier hoffentlich wieder zufriedenstellend richtig gestellt! (Daß Ihr hier offenbar alle zusammen keine Freunde der… Read more »
ThomasX
Gast

Nach Jahrzehnten, nein nunmehr ist es bereits über ein Jahrhundert der Indoktrination, dass das böseste Böse, der linkslinke, wahlweise heutzutage linksgrünversiffte, Anarchokommunismus und mittlerweile sogar schon Sozialismus Schuld an allem Übel der Welt trifft, sollte so ein bisschen demiskopische Randpropaganda nur zur Randglosse taugen.
Ist ein super Text, keine Frage, aber beleuchtet nur einen Bruchteil der gewaltigen fortwährend laufenden Propagandamaschinerie.

Die wandelnden Toten
Mitglied
Ist ein super Text, keine Frage, aber beleuchtet nur einen Bruchteil der gewaltigen fortwährend laufenden Propagandamaschinerie. Völlige Zustimmung! Je mehr ich mich mit der gesellschaftlichen Indoktrination, Meinungs- und Persönlichkeitsbildung beschäftige – nicht nur in Bezug auf die Medien sondern auch anderen Bereichen wie Schule, Familie, gesellschaftliches Umfeld – desto machtloser fühle ich mich ob der riesigen Dimension, in der die antiaufklärerische Beeinflussung, Formung der Gesellschaft und der einzelnen Individuen in ihr funktioniert. Besonders heraushebenswert finde ich dabei Anmerkungen von z.B. Chomsky oder Mausfeld, die mehrfach darauf hingewiesen gemacht haben, dass diejenigen Interessenkreise, die die Macht haben, Einfluss darauf zu nehmen,… Read more »
GrooveX
Mitglied
diese vage ‚interessenkreise, die die macht haben‘ genannten sind einem ebenso vage ‚gegenbewegung‘ genannten engagement nur so lange mehrere schritte – wohin??? – voraus, wie an aufklärung interessierte und bestrebte menschen angst haben. sobald du erstens aufhörst, angst zu haben, weil die interessenkreise dir nichts tun können, solange sie nur vage begriffe in einer konkreten welt sind, und zwoten anstatt interessiert und bestrebt zu sein dich mit anderen zusammentust und konkrete dinge vor ort anstellst, kannst du für dich, dein leben und andere menschen um dich rum ganz arg viel echte liebe erfahren… ähm, nein, aber ein bisschen was verändern… Read more »
Die wandelnden Toten
Mitglied
diese vage ‚interessenkreise, die die macht haben‘ genannten sind einem ebenso vage ‚gegenbewegung‘ genannten engagement Diese Begriffe sind bewusst vage gehalten da: a) die Interessenkreise, die mithilfe mehrerer Mechanismen an der neoliberalen (ich bin selbst kein Freund dieses Begriffes aufgrund dessen Etymologie, aber er scheint sich mittlerweile so eingebürgert zu haben) Entwicklung der Gesellschaft(en) interessiert sind und mitwirken ihren Einfluss auf die Meinungsbildung gezielt versuchen soweit wie möglich aus der Aufmerksamkeit der Bevölkerung heraus zu halten und b) die Gegenbewegung aus vielen einzelnen Organisationen und Gruppierungen besteht, die aus sehr unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen kommt und in ebenso vielen unterschiedlichen Bereichen wirkt.… Read more »
GrooveX
Mitglied

du stellst hier sachen zusammen, die ich so nicht sehe. ich glaube, das nennt man konstruieren. ich hab dir auch nicht unterstellt, irgendwas nicht längst zu tun. mir ging es eher darum, dem ‚ungeheuer, dem wir uns gegenüber sehen‘, egal wie groß, farbe, form und namen zu geben, nur um sicher zu gehen, dass wir das gleiche sehen.

Die wandelnden Toten
Mitglied
ich hab dir auch nicht unterstellt, irgendwas nicht längst zu tun. So? sobald du erstens aufhörst, angst zu haben, weil die interessenkreise dir nichts tun können […] und zwoten anstatt interessiert und bestrebt zu sein dich mit anderen zusammentust und konkrete dinge vor ort anstellst, Vielleicht solltest du in Zukunft wenigstens ein bisschen auf Semantik achten. du stellst hier sachen zusammen, die ich so nicht sehe. ich glaube, das nennt man konstruieren. Welch ausführliche und faktenreiche Erwiderung auf eine derart ausführliche Antwort. Zumal mich solch große Scheuklappen eher an andere (ehemalige?) Kommentatoren hier erinnern. Das macht es mir immerhin leicht,… Read more »
GrooveX
Mitglied

an der schürze klebt die würze…
name it or forget it.

Imago
Gast
@ Die wandelnden Toten; Nachtrag zu meinem vorangegangenen Schreiben: Du hast leider Recht, auch in den alternativen Kreisen gibt es (noch viel zu viele) Menschen die versuchen, sich gegenseitig „die Augen auszupicken“ (ich habe diese schmerzhafte Erfahrung selbst auch erlebt, im Erziehungsbereich z. B. wo ich früher gearbeitet habe und später auch beim Roten Kreuz, und ich war beide Male zunächst für einige Zeit völlig schockiert davon), heute aber weiß ich damit umzugehen und hoffe, daß diese Menschen doch noch ihre Irrtümer begreifen lernen, denn sie handeln oft eigentlich gar nicht anders, als die angeblich so bösen „Normalos“, nur daß… Read more »
Pentimento
Gast
@ Die wandelnden Toten Versteh ich,, das kann einem auch Angst machen. Besonders , wenn – nach Mausfeld – die interessierten Kreise die Kenntnis der Psychologie in erster Linie dahingehend einsetzen, uns Menschen an Teilen unserer Psyche zu manipulieren, von denen wir nicht einmal wissen, daß wir diese Teile überhaupt haben. Die Pawlowschen Hunde „wußten“ nicht, daß ihnen angesichts eines leckeren Bissens das Wasser im Munde zusammenläuft. Als ihnen das nach der Konditionierung (Futter- Klingelton- Speichelbildung) auch ohne Futter, nur durch das Klingeln passierte, konnten sie also nicht wissen, warum. Wären sie sich der Tatsache (der Anblick von Futter führt… Read more »
Wolfgang
Gast
Hallo aus Österreich! Dem Artikel von Autor stimme ich voll und ganz zu. Meiner Meinung nach gehört aber zusätzlich die Bildung des Menschenkindes von klein auf (Kindergarten,Schulen usw.) genauso zur Manipulation am heranwachsenden Bürger. Ich bin nicht mehr der Jüngste und habe etwas in meine Vergangenheit zurückgeschaut …warum heiẞt es eigentlich Immer „Bildungssystem“,“Höhere Bildungsanstalten“,oder einfach nur „Schule“ ? Es geht dabei doch nicht NUR um das Erlernen von Rechnen,Schreiben&Co damit man als Erwachsener (Ausgewachsener) in unserer Zivilisation zurecht kommt,sondern in erster Linie wird man eben zum funktionierenden Bürger gemacht. Und diesr gebildete und genormte Bürger ist dann berechenbar weil er… Read more »
aquadraht
Mitglied

Mal ganz OT: Man sollte sich mal über Heiner Flassbecks Aufruf ( http://www.nachdenkseiten.de/?p=40775 und – um die Kritik an Konicz zensiert – https://www.heise.de/tp/features/Gibt-es-nur-eine-Alternative-im-Nirgendwo-3875344.html ) unterhalten, die Linke solle auf Systemalternativen zum Kapitalismus verzichten und „benötige ein Godesberg“, um an die Macht zu kommen.

Imago
Gast
@ Aquadraht: Dein Kommentar oben führt eigentlich auch schon wieder vom Thema Demoskopie oben weg, doch Dein Hinweis auf den interessanten Aufsatz von Flassbeck („Parteien: Gibt es nur eine Alternative im Nirgendwo?“ scheint mir so interessant , daß ich mir daher die folgende Passage herausgepickt habe, weil ich sie (gerade auch hier im Forum) für sehr wichtig halte: Flassbeck schreibt dort u. A. „… Mit dieser Strategie wird man die Linke noch hundert Jahre bei zehn Prozent halten können, wenn die Partei nicht begreift, dass die Träume von einem anderen System, das niemand kennt und niemand der großen Mehrheit der… Read more »
GrooveX
Mitglied

hach, andere haben dazu schon so viel geschrieben. das erschreckt natürlich den unbedarften leser erst mal, einerseits wegen seiner altertümlich genauen sprache, dann wegen seiner einfachen formel:

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

und zuguterletzt auch noch wegen dem ganzen rattenschwanz an literatur, der uns möglicherweise nicht mehr loslässt, wenn wir damit einmal anfangen.

(das war mein dritter, macht zusammen 5, man muss auch geizen können)

Imago
Gast

@ GrooveX: Schön, daß Du auf meinen Kommentar hin geantwortet hast! Aber – hast Du das, was ich unter meinem Zitat Flassbecks Textauszug geschrieben habe, womöglich – gar nicht gelesen, weil eben Flassbecks kurzer Text darüber stand? – Das wäre schade, denn ich habe in dem was ich schrieb, womöglich eine – auch für Dich neue Perspektive – zur Sprache gebracht!

GrooveX
Mitglied

du hast ——————- was?

schon gut, der abend ist spät. es gibt wichtigeres.

aquadraht
Mitglied
Ich habe den Eindruck, dass Du die Problematik an Flassbecks Aufsatz nicht siehst. Ich finde Deine Vorstellungen und Vorschläge so wenig „schockierend“ wie das, was Flassbeck selbst, oder auch die NDS und Jens Berger schreiben. In Deinem Fall sehe ich nur nicht, dass Deine Vorschläge sich so grundsätzlich vom Programm der Linkspartei unterscheidet, das ja auch kein Aufruf zur bewaffneten Revolution und zum Sturz des Kapitals ist. DIe Fragestellungen von sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit und Verteilung der Lasten entsprechend der Leistungsfähigkeit sind da sehr wohl angesprochen und auch beantwortet. Flassbeck sind einfach die Gäule durchgegangen, als er sich über das… Read more »
Imago
Gast
@ Aquadraht: Erst einmal Danke für Deine Antwort! Aber bitte lies nun einmal auch noch Folgendes: Es ging/geht mir – in meinem vorangegangenen Kommentar eigentlich – überhaupt nicht um Flassbecks Aufsatz, sondern um das, was ich – daran anschließend – an eigenen Ideen geäußert habe und genau hierüber würde ich gerne zum Beispiel von Dir eine Antwort – eine Zustimmung oder meinetwegen auch eine Ablehnung oder irgend etwas dazwischen – bekommen. Und – ich finde es übrigens irgendwie recht traurig, daß oft nur der Name irgendeiner Koryphäe fallen muß, oder ein kurzer Text von einer solchen Person veröffentlicht, und schon… Read more »
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