Elf Renditen müsst ihr sein

Die Debatte nach den Pfiffen zur Halbzeit gegen Helene Fischer haben nur eines belegt: Dieser angebliche Widerstand gegen die Vermarktlichung des Fußballs ist durch und durch verlogen. Die Fans holen sich »ihren Sport« nicht zurück – sie schmieren vielmehr Tag für Tag genau die Kommerzmaschinerie, die sie in Momenten kurzer Hellsichtigkeit kritisieren.

Nach den Pfiffen gegen die Halbzeitshow, die Frau Fischer abspulte, war man schnell mit einer Einordnung der Ereignisse zur Hand: Das war ein Fanaufstand gegen die Kommerzialisierung ihres Sports. Dass jetzt auch noch nach amerikanischen Muster zur Pause Showeinlagen präsentiert werden, so wie schon eine Woche vorher bei den Münchner Bayern im letzten Ligaspiel gegen Freiburg, sei nun die Kommerzkrone. Neu an dieser Tendenz ist tatsächlich, dass man das ansonsten starre Zeitkorsett aufweicht und die Pausenlänge dem Intermezzo anpasst. Auf diese Weise nimmt man auch Einfluss auf das Leistungsniveau der Spieler. Weniger neu ist hingegen, dass man eben versucht, ein Fußballspiel zu einem Event zu machen. Und überhaupt ist es irreführend, wenn man nun behauptet, da würde die breite Masse der Fans sich gegen die Kommerzialisierung wehren.

Denn die Geschichte des Fußballs ist eine Geschichte fortwährender Monetarisierung. Immer gewesen. Das war zu Zeiten Fritz Walters so, auch wenn man das heute gerne verklärt und so tut, als haben damals berufstätige Amateure gekickt. (Was so nicht stimmt, die Arbeitsplätze waren oft nicht mehr als Scheinarbeitsverhältnisse, um doch verbotene Profilöhne über Umwege bezahlen zu können.) In der Ära der Bundesligagründung war das ebenfalls nicht viel anders. Die Monetarisierungsmöglichkeiten haben sich natürlich im Laufe der Jahre verändert bzw. sind gewachsen. Früher waren es die Eintrittsgelder und die vom DFB bezahlten Prämien und Zuschüsse, die das Geschäft ankurbelten. Der DFB verstand sich seinerzeit sogar noch als Sittenwächter des reinen Sports und glaubte, durch rigides Festhalten am Amateurstatut den Fußball vor der Vermarktlichung und damit dem Ausverkauf seiner Werte retten zu können.

Später gab es denn Gelder aus Merchandising, Übertragungs- und Fernsehgelder, Prämien aus den Töpfen internationaler Verbände, Werbegelder von Brust und Bande, Zuschüsse von Ausstattern, Pay-TV. Stark angewachsen sind diese Einnahmefelder freilich in den letzten Jahren, in denen neue Medien den Fußball zu einer Dauerschleife haben werden lassen. War Totaalvoetbal vormals ein niederländisches Fußballkonzept auf Basis strikten Pressings und damit die Grundlage der Ajax-Schule, die dann nach Katalonien zum FC Barcelona kam, so könnte man den Begriff heute auf den Totalitarismus des Fußballangebots zu jeder Minute verwenden. Dieser Umstand dauerhafter Verfügbarkeit, der kommerzialisierte den Fußball natürlich drastisch – oder war es anders herum? Es bedingt sich eben, keine Eier ohne Hühner ohne Eier ohne Hühner.

Diese Erkenntnis müssen sich genau jene Fans nun gefallen lassen, die gegen den Kommerz in ihrem Sport schimpfen. Sie haben bewusst oder unbewusst an der Ökonomisierung des ohnehin immer auf Ökonomisierung abzielenden Fußballs mitgewirkt. Die Forcierung des Totaalvoetbal der letzten Jahre zugelassen und durch Akzeptanz des entstehenden Angebots gewissermaßen legitimiert. Fans sind insofern nicht die natürlichen Bewahrer des reinen Sportgeistes, sie sind genau jener Markt, den man zur Expansion voraussetzte und der sich gerne mit immer neuen Angeboten bedienen ließ. Mit einem Sky-Abo im Rücken gegen Showisierung des Fußballs zu eifern: Das ist wenig stringent. Es ist genauer gesagt verlogen und wirkt ein wenig so, als sei dieser Sport bislang ja lediglich akzeptabel teilkommerzialisiert gewesen, nun taste er sich aber in sittenwidrige Gefilde vor.

Diese Debatte erinnert an jene, die man noch vor etwa einen Jahr über den RB Leipzig geführt hat. Auch da mokierte sich der »normale Fan«, weil sich ein Retortenklub ohne Tradition, eine reine Kommerznummer in die höchste Spielklasse gekauft hatte. Was diese Diskussion kaschierte: Auch die anderen Vereine handhaben Erfolg nicht anders. Auch sie sind keine familiären Traditionsvereine, sondern Kapitalunternehmen, die ohne kommerzialisierte Strukturen gar nicht mehr überlebensfähig wären in einer der oberen Spielklassen. Mit der Empörung zu RB Leipzig konnte man jedoch so tun, als habe der Kommerz im Fußball noch gar nicht die absoluten Höhen erreicht, als gäbe es noch Luft nach oben zur totalen Vermarktung. Als stehe Totaalvoetbal auf allen Kanälen, die Dauerberieselung durch Nachrichten aus dem Fußballsegment und so weiter und so fort, als habe das alles also noch kein Level erreicht, das man mit dem Kommerz-Label ausstatten könnte.

Im Grunde haben sich alle Nicht-Leipzig-Fans auch da schon in die eigene Tasche gelogen. Fan-Kultur bedeutet in Zeiten der absoluten Kommerzialisierung des Sports offensichtlich, dass man so tut, als lebe man selbst noch in der Reinheit, während die Funktionäre die Unreinheit ins Geschäft gebracht haben. Das hat etwas Salafistisches, sich als Umma der wahren Gläubigen in Szene zu setzen. Man pfeift einen Act aus – was nicht mal zu beanstanden ist, denn solche Musikeinlagen zur Pause sind Nervtöter, zumal wenn von Schlagerstars geträllert -, konsumiert weiter, kauft sich auf dem Rückweg einen Schal und betrachtet im Nachgang jedes Fitzelchen Sendung dazu, zappt ins Bezahlfernsehen und saugt jedes Fitzelchen an News auf, das mit dem eigenen Verein auch nur am Rande zu tun haben könnte und nistet sich im totalitären Spielbetrieb als Konsument ein.

Mit dieser Haltung entspricht man aber nicht dem, was man vorgibt sein zu wollen. Man ist nicht die Lösung des Problems, sondern ein Teil davon. »Gegen den modernen Fußball«, so schrieb Daniel Raecke nach dem Finale im Spiegel, seien fast alle irgendwie. Was aber fehle, das sei eine Alternative zum Kommerzfußball. Der Einwand stimmt so nicht ganz, denn er geht an einem wesentlichen Punkt vorbei: Wenn der Fan als Subjekt und Marktteilnehmer, als Konsument letztlich, tatsächlich ein kritisches Verhältnis zu diesem Sport entwickelte, dann könnte er das Angebot mit reduzierter Nachfrage beeinflussen. Der Fan könnte ja Fan sein ohne Vereinsemblem auf der Unterhose, Vereinsapp oder Pay-TV-Abo. Stadionbesuche, Sportschau und Kicker – mehr braucht man nicht um als Fan zu regieren. Wären solche Pfiffe gegen den Kommerz tatsächlich ein emanzipativer Akt, dann würde sich der kommerzialisierte Fußball zwangsläufig dorthin bewegen und sich unter Zwang gesundschrumpfen müssen.

Ist er aber nicht. Dass nun aber Vereinsfunktionäre die Berliner Pfiffe mit billiger Parteinahme begleiten, gedankenschwanger einwenden, dass Sport und Musik nun tatsächlich nichts miteinander zu tun haben sollte, lässt Taktik erkennen: Während man den unzufriedenen Fans den Erfolg gewährt, sich gegen die Superbowlisierung eines Pokalfinales gestellt zu haben, betreibt der Kommerzsport weiter sein Geschäft und nennt es Traditionspflege.

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37 Kommentare auf "Elf Renditen müsst ihr sein"

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ThomasX
Gast
Und überhaupt ist es irreführend, wenn man nun behauptet, da würde die breite Masse der Fans sich gegen die Kommerzialisierung wehren. Denn die Geschichte des Fußballs ist eine Geschichte fortwährender Monetarisierung. Immer gewesen. Wie setzt du die beiden obigen Versatzstücke in Relation? Der zweite und dritte Satz mag, unabhängig vom ersten Satz durchaus stimmen, doch das macht den ersten Satz nicht wahrer. Das ist, wie zu behaupten, dass Fernsehzuschauer sich nicht gegen die Werbung wehren würden. Meine Behauptung: Doch, haben sie schon immer! – Sie reagieren nur nicht mit Komplettverweigerung. Wenn es das ist, worauf du bei deinem Beispiel hinaus… Read more »
rumsbums
Gast
in den kurven stehen viele fans, die genau so handeln, wie von dir vorgeschlagen: keine pay-tv-Abos, etc. und diese vielen menschen beklagen nicht erst seit gestern die Kommerzialisierung, sondern schon seit jahren (fast Jahrzehnten) nur hat davon kaum jemand Kenntnis genommen. die Proteste beispielsweise gegen absurde anstoßzeiten in der zweiten Liga laufen seit ende der 2000er jahre. die vereine werden intern kritisiert, wenn sie neue Kommerzialisierungen einführen (lichter-Shows die Stimmung vorgaukeln, bezahlkarten, nervige Moderatoren aus dem Radio als Stadionsprecher mit elendem Radio gedudelt,…) was man hier auch nicht vergessen darf, ist die geplante Auswechslung des Publikums, die mittlerweile weit fortgeschritten… Read more »
musil
Gast
An sich find ich deinen Kommentar ja gar nicht schlecht. Aber der Schlussabsatz ist erbärmlich. Das zeichnet euch Ultras (oder Hools) aus: Schuld sind immer die anderen. Die Polizei, die anderen Fans, die bösen Medien usw. Ich bin seit etwa 40 Jahren Fan und Stadiongeher seit etwa 38 Jahren. Aber was ich schon als Achtjähriger nicht verstanden habe ist, was das mit Fußball zu tun haben soll, wenn man mit dem Stadionbesuch das Risiko eingeht zumindest die körperliche Unversehrtheit zu verlieren? Das möchte ich gerne erklärt haben. Na klar muss die Polizei reagieren, wenn ein paar Wahnsinnige Raketen und Böller… Read more »
rumsbums
Gast

genau das meine ich ja 🙂 man darf es nicht ansprechen. ich bin übrigens weder Ultra noch hool. ich will auch keine gewalt und böller in den anderen blöcken. Ich geh nicht mal mehr ins Stadion seit einigen jahren. ich habe nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichtet (besonders die kleine gruppe beim einsteigen in den bus). ich sprech es an, das so etwas immer wieder vorkommt und bin sofort ein aussätziger in deinen augen

Rainer N.
Gast
Spiele und Brot … und bei vielen kommt das Brot von der Tafel … kein Kuchen … aber so wie damals reagieren die Menschen noch nicht … sie reagieren eher wie ganz viel früher … Daumen runter … über die verfolgten und unterdrückten Menschen … aber Roberto muss Tag für Tag ja (s)einen Text ablassen … auch nur ein Spiel zur Ablenkung für die Kommentarschreiber … und anstatt sich mit den Problemen auseinanderzusetzen … werden Spiegelfechtereien vorgetragen … die Probleme werden so nicht gelöst. Da bleibt wenigstens das Thema erhalten und man kann sich da sich noch einmal drüber auslassen… Read more »
Anton
Gast

Roberto: Die Helene Fishcer ist eine deutsche Sängerin, die bei einemdt. Pokalfinale in Berlin aufgetreten ist. Die Us-Band, welche beim CL-Finale Real-Juve gesungen hat, fand ich unpassender, laden die bei ihren Megaereignissen Europäer ein?Der Kapitalismus, gerade ins einer radikal-primitiven Form, bringt Probleme mit sich, ich muss ja kein Spiel sehen, wenn ich es nicht möchte. In anderen Bereichen des Lebens, Arbeitswelt vorneweg, kann man sich weniger entziehen!Bevor hier geheult wird, die US-gruppe kann geren bei anderen Veranstaltungen in Europa auftreten, aber doch vor dem Cl-Finale!!

Mordred
Mitglied
die veranstalter haben u.a. nicht bedacht, dass helene fischer und der schlager ansich extrem polarisieren: man mag es oder man hatet es. die fantastischen 4 oder herbert grönemeyer haben dagegen kaum richtige hater. der fußball ist ein wunderbares beispiel für probleme des kapitalismus oder auch der (freien/sozialen) marktwirtschaft. die lösung bei den fans/konsumenten zu suchen, greift da meines erachtens kaum. denn wir haben hier ein monopol/oligopol. wenn ich 1. bundesliga und sonstige wettbewerbe mit den top-vereinen konsumieren möchte, kann ich das nur so, wie es angeboten wird. und dann muss ich eben dafür zahlen, werbung inkauf nehmen etc. der markt… Read more »
GrooveX
Mitglied

die fantastischen 4 oder herbert grönemeyer haben dagegen kaum richtige hater.

wirklich? dann will ich wenigstens einer von denen sein. aber sie sind gute beispiele, weil sie explizit zum gleichen kohlezirkus gehören wie die fischer, mit exakt den gleichen konzernen, managern und produzenten im hintergrund.

grölemacker? niemals!

aber burdon im olympiastadion von uns deutschland? altersheim auf dope!

Mordred
Mitglied

das waren jetzt nur 2 beispiele von zig möglichen.
um den kohlezirkus ging es mir nicht, sondern um künstler mit massen(in)kompatibler musikrichtung.

GrooveX
Mitglied

issjaguht

aber das mit den künstlern nehmen wir da wieder raus, oder?
kunst & massenkompatibilitätsschranken, dinge wie ein smoothie, von stumpfer farbe und undefinierbarer konsistenz (noch matsch oder schon brei?), schmeckt doof und ist ganz arg toll. …ach so, die singen. das ist was anderes.

Mordred
Mitglied

ich wollte jetzt auch nicht über deinen oder meinen musikgeschmack streiten 😉

Tom Wellbrock
Webmaster
Abgesehen davon: Helene Fischer IST eine Künstlerin! Mordred hat es mit dem Bergriff „Musikgeschmack“ sehr schön auf den Punkt gebracht. Auch Xavier Naidoo ist ein Künstler. Oder Herbert Grönemeyer. Oder die Ärzte oder die Toten Hosen. Oder dieser Silbereisen oder wie er heißt. Es ist irgendwie eine Selbstverständlichkeit geworden, Künstler, die einem musikalisch nicht zusagen, als Nicht-Künstler zu bezeichnen. Meinen Geschmack trifft Fischer nicht, echt nicht. Aber dass die handwerkliche Fähigkeiten im Bereich der Musik, der Singens hat, steht für mich außer Frage. Warum können wir denn nicht dazu übergehen, Kreativität zu schätzen, selbst wenn wir sie nicht mögen? Eine… Read more »
GrooveX
Mitglied

ja, wenn menschen (das mem des jahrzehnts) singen, dann werden wir ganz wuschig. deswegen hab ich doch oben geschrieben, dass es was anderes ist. aber bei geigen darf ich fordern, dass die aus der kunst verschwinden, oder? ich hatte mal ne ex, also bevor sie ex war, die übte kunst mit geige. wenn sie sich nicht vorher von mir getrennt hätte, dann wär mir nichts andere übrig geblieben, als den harten cut zu vollziehen.

W.I.R. K.E.N.N.E.N. K.U.N.S.T.

Dennis82
Mitglied
Panem et circenses. Ja, der „Fan“ und der Kommerz… Er stellt irgendwie ein gutes Beispiel dafür, wie auch der gemeine Michel sich sein heiles Weltbild („uns gehts doch ganz gut“) bewahren will – während um ihn rum der mehr und mehr pure Kapitalismus tobt. Man wähnt sich ja oft fast schon unter „Marxisten“, wenn man die Argumente der „Traditionsfans“ gegen RB Leipzig oder Hoffenheim vernimmt. 😉 In all den Jahren haben diese „Fans“ (meist schon wegen der Gnade der späten Geburt) also angeblich nicht mitbekommen, wie der Fußball mehr und mehr durchkommerzialisiert wurde (man denke da nur an den Widerstand… Read more »
anton
Gast

Dennis: Niemand zwingt Dich, ein Spiel zu schauen und/oder die hohen Eintrittspreis zu bezahlen. Die Leute als dumm zu bezeichen aber selber die bravste Gruppe Europas, deutsche Berufsbeamte zu feiern, ist peinlich! Kapitalismuskritik gerade im Sport zu beginnen ist prolematisch, die Fussballer sind wohl kaum Dein Boss, der immer mehr fordert und sie sind auch keine Mitarbeiter im JC, die auch gerne mal Behinderte gängeln!! Fussball ist für mich ein Teil Europas, die hohen Gehälter, andere Baustelle, da stören mich aber andere Personen!

Dennis82
Mitglied

aber selber die bravste Gruppe Europas, deutsche Berufsbeamte zu feiern

Sorry, aber du hast wirklich gewaltig einen an der Klatsche…!

anton
Gast

Sorry, aber Dir liegt nur eine Gruppe innerhalb der Gesellschaft am Herzen, dies sind nicht die Armen, welche von Dir ja gerne , sollten sie nicht ( noch nicht) die Linken wählen, verleumdet und beschimpft werden! Seit vielen Jahren sind die BAT-Angestellten abgeschafft, wirkte wie ein Verrat von Verdi, wo kritisiert ihr dies? Es geht Dir um eine Gruppe, welche wohl kaum Deine Unterstützung braucht, die Armen aber schon!Werde doch Mitglied im Wahlverein der Frau Merkel die bekennen sich zur Rundumverbeamtung und versuche nicht, deine Forderungen als hilfreich für die prekarisierten Massen darzustellen, danke!

Dennis82
Mitglied

aber Dir liegt nur eine Gruppe innerhalb der Gesellschaft am Herzen

Wie ich schrieb – du solltest deinen abnormalen Beamtenhass endlich mal psychotherapieren lassen…!

anton
Gast

Dennis: Ich muss Menschen mit unglaublichen Privilegien nicht hassen, es reicht, anderen Menschen endlich auch zu helfen! Du hasstUnternehmer, sicher auch die kleine Buchhändlerin, mehr als ich Deine Leute! Zu den BAt-Angestellten willst Du nichts sagen, danke, habe verstanden!!

Dennis82
Mitglied
unglaublichen Privilegien Das einzig unglaubliche ist, dass heute noch jemand die vermeintlichen „Privilegien“ von Durchschnittsbeamten als „unglaublich“ bezeichnet. Aber so ist das halt, wenn Blinde über Farbe referieren. Du hasst Unternehmer, sicher auch die kleine Buchhändlerin. Genau, anton…! [Ironie=an] Ich gestehe hiermit: ICH HASSE KLEINE BUCHHÄNDLERINNEN! Die sind der allergrößte Abschaum – noch vor SPD-Wählern! TOD DEN KLEINWÜCHSIGEN BUCHHÄNDLERINNEN! Ich lade euch alle ein, mit Fackeln und Mistgabeln alle Buchhandlungen des Landes zu stürmen…! [Ironie=aus] mehr als ich Deine Leute Echt? Die gehören alle mir? Das sind meine Leute? Ja, Mensch – wenn ich das gewusst hätte, könnte ich mir… Read more »
Anton
Gast

dennis: Ich könnte Dir unzählige Bücher zum Thema aufführen, würde hier aber wohl nichts bringen! Ich habe überhaupt keinen Ärger mit Ämtern!Ich gebe das mit den Blinden mal zurück, da sich der Ex-Anwärter ja gerne über Politik, nicht sein Geschäft, äußert!Natürlich ist der Polizist böse, logisch, was ist der auch gegenüber der Lady vom JC? Auf die Sache mit den BAT-Angestellten wird nicht eingegangen!

Anton
Gast

Nachtrag: Unkündbarkeit, Vorzüge beim Arzt, immer nur bergauf- nie bergab, klar, wenn nur ein Land dieses System kennt, andere, auch die Niederländer, Schweden usw anders laufen, dann ist natürlich die BRD wunderbar, auch wenn sie sonst ein mieses Stüch Sch. ist!!Einigen wir uns, Arbeitslose und Behinderte haben Vorteile, Beamte sind die Opfer!!

Mordred
Mitglied

@anton:
warum unterstellst du hier eigentlich permanent leuten irgendeine form von pauschalem extremismus? warum sollte dennis82 unternehmer hassen? muss man das, wenn man linke ansichten hat?

ThomasX
Gast

@ modred:
Wenn man simpel gestrickt ist und die Welt nur in schwarz und weiß sieht, muss die Welt logischerweise auch so sein, wie man sie wahrnimmt. Bei anton gibt es nur für oder gegen, wir oder die, draußen oder drinnen, Europa oder der Rest. Alles andere ist weit außerhalb der Wahrnehmung und deshalb eben nicht existent. Und damit schließt sich auch wieder Kreis zu diesem Artikel.

ThomasX
Gast

Sorry für die Namensverstümmelung. Editieren ist ja leider immer noch nicht…

Anton
Gast

Thomas: Bist Du jetz Therapeut geworden, dann bete ich mal für die Opfer, hier wohl Patienten genannt!

Anton
Gast

Mordred: Ich gestehe ein, dass ich auch mal über das Ziel gehe, keineFrage. Wer mich kennen würde hätte andere Ideen, als mich mit der NS-Zeit in Verbindung zu bringen, da wehrt man sich halt! Dich habe ich doch noch nie angegriffen, da Du mir gegenüber auch nicht ausfallend geworden bist! Der Dennis, den ich mehrfach konkret auf eine Sache ansprach, unterstellte mir Beamtenhass,er behauptet, dass Beamtenprivilegien in der BRD per se notwendig sind, ich bestreite dies, werde mich aber ihm gegenüber aber mäßigen!!

Mordred
Mitglied

Kapitalismuskritik gerade im Sport zu beginnen ist prolematisch, die Fussballer sind wohl kaum Dein Boss, der immer mehr fordert

was ist das für ne hohle begründung? wo steht geschrieben, dass man etwas nur kritisieren darf/kann, wenn man selbst direkt betroffen ist?

Anton
Gast
Morderd: Hätte dies fast übersehen! Naja, die Gehälter der Stars oder der Auftritt einer Sängerin, ob gut oder unpassend empfunden, sind ja nun nicht so wichtig, bei allemRespekt, wie die eigenen Probleme beim JC, auf der Arbeit, im Studium usw. wer meint, es müssse Ged für die Vereine ausgeben , soll dies tun, ich sehe mir Fussball nur von daheim aus an!! Du kannst gerne gegen den modernen Fussball protestieren, steht Dir doch frei, habe ich nicht in Abrede gestellt!Den reinen Fussball der Fusballpuristen wird es so eh nie mehr geben, obwohl gerade hier im Forum ja auch gemeint wird,… Read more »
ThomasX
Gast
Ich war früher auch „Fan“ (auch wenn manch ein „echter Fan“ mir das Recht auf diese Bezeichnung absprechen würde), hab als Kind und Jugendlicher selbst gern gespielt. Aber grade die Durchkommerzialisierung hat mir mehr und mehr die Freude und Begeisterung daran genommen. Da schau her. Und genau damit bist du eben nicht allein, sondern auch ein Bestandteil der Fangemeinde. Mit den vielen anderen die ebenso denken, übrigens ein nicht gerade kleiner Anteil, welcher aber in der öffentlichen Wahrnehmung vernachlässigt bis ignoriert und medial als nicht existent betrachtet wird. Worüber man nicht schreibt, das gibt es eben auch für viele nicht.… Read more »
Dennis82
Mitglied
Tach ThomasX, schwierig, da die Grenze zu ziehen – weil es grade im Kern auch (selbsternannte) „echte“ Fans sind, die den anderen absprechen, solche zu sein, weil nur deren Weg der einzig respektierbare sei. Parallelen über die Frage, was „links“ ist und was nicht, sind jedenfalls nicht zu übersehen. 😉 Da zählt dann oft z. B. nur der Stadionbesuch (auf der „richtigen“ Tribüne, wenn möglich noch Auswärts…), um als „echt“ durchzugehen. Wobei das mit der gleichlautenden Kritik an den „Eventfans“ um einen rum / dem „Stehplatzsterben“ ja eben auch immer mehr verwässert. Es kommt da ja dann auch der Vorwurf,… Read more »
ThomasX
Gast

Ich sehe gar nicht ein, dass andere Leute Definitionen und/oder Begriffe nach ihrem Gusto besetzen. Ein Fan ist ein Fan. Das „richtig“ und das „falsch“ sind meist Zuschreibungen der jeweiligen Peergroup.
Gerade weil auch ein sporadische Konsum die jeweilige Entscheidung des Fans selbst ist und nicht der von außen auferlegte Gruppenzwang. Wem es beim Fan-sein um Konsum geht, ist ein Konsument. 😉

Mordred
Mitglied

Lustig ist ja, dass wenn es um Vereine am Übergang vom Amateur- zu Profibereich geht, viele Fans sich unheimlich viele Gedanken machen, wie der Verein zu mehr Geld kommen könnte;

weil es systemimmanent geworden ist.
ohne genug kohle gibt es keine lizenz. das kann man scheiße finden und dagegen sein, protestieren etc. das bringt den verein in dem moment (!) aber trotzdem nicht weiter.

Dennis82
Mitglied
Klar; nur werden dann in dem Falle eben auch von „Traditionsfans“ Maßnahmen (Halbzeitpausenspektakel, Sponsoring, Gewinnspiele) vorgeschlagen, die auf anderer Ebene eben als Sinnbild für den Untergang des 11-Freunde-Fußball-Abendlandes stehen. Wenn der DFB dagegen dann beim Pokalfinale eine H. Fischer (sicher musikgeschmacklich äußerst „mutig“ / grenzwertig…) auftreten lässt, um eine „SuperBowl-Halftimeshow für Arme“ aufzuführen, buhen dann alle über den „Kommerz“, der da veranstaltet wird. RB Leipzig ist da in der Tat DAS Sinnbild für den totalen Kommerz. Es hält den Fans der anderen Vereine aber im Grunde einfach nur den Spiegel vor, zeigt ihnen, dass „ihr“ Fußball und somit auch ihr… Read more »
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[…] Tag für Tag genau die Kommerzmaschinerie, die sie in Momenten kurzer Hellsichtigkeit kritisieren.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Schön ist es auf der Welt zu sein Den US-Präsidenten und falsche Nachrichten, […]

StillerKonsument
Gast

Der Blog ist nett zu lesen. Gute Gedanken die man weiter spinnen kann. Manchmal kleine Denkanstösse wenn man sich gedanklich verrannt hat. Allerdings denke Ich das diese und jehne Kommentatoren zu viel mutmaßen, über Aussagen der anderen. Nehmt euch mal zurück. Hinterfragt ob Anderer Ansichten/ Meinungen Feindseligkeiten gleichzusetzen sind. Und mehr Selbstkritik wäre angenracht.
Mit kommt es so vor als wären Weltbilder zu gefestigt. Objektivität wäre in einem grösseren Maße erwünschenswert. Einfach mal über den eigenen Schatten springen und andere Sichtweisen durchdenken als von vornherein abzulehnen. Könnte viele Diskusionen vorantreiben.

Rudi
Gast
Dem Vernehmen nach soll Helene Fischer umsonst aufgetreten sein. Ihr Management sei an den DFB herangetreten, die Halbzeitpause mit einem Medley aus ihrem Œuvre zu bereichern. Diese vermeintliche Win-Win-Situation – große PR für Fischer, keine Kosten für die Ausrichter – hat die Fußballfunktionäre überzeugt. Legte aber auch ihr Denken, Fußball als reinen Kommerz zu betrachten, offen. Dass die Fußball-Anhänger den Kommerz gerne bei anderen „Vereinen“ kritisieren, um den des eigenen herunterzuspielen, liegt im Wesen des Fans, der üblicherweise fundierte Kritik lieber ausblendet. Es soll ja Vereinsergebene geben, die alle Spiele „ihrer“ Mannschaft in echt verfolgen und während der Saison durch… Read more »
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