G20-Gipfel in Hamburg: Die Ausschreitungen wird Berlin zu verantworten haben

Den G20-Gipfel in das Hamburger Schanzenviertel zu legen, ist nicht weniger als der Gang ins Chaos – sehenden Auges, wohlgemerkt. Denn dass bei diesem Austragungsort heftige Auseinandersetzungen vorprogrammiert sind, ist klar. Und wäre vermeidbar.

Es gibt Dinge, die sieht man einfach nicht kommen. Entsprechend schwer ist in solchen Momenten die angemessene Reaktion, ist man doch völlig unvorbereitet. Und es gibt Dinge, die sieht man kommen. Aber eine adäquate Reaktion zeichnet sich dennoch nicht ab. Weil es zu viele Eventualitäten gibt, zu viele unbekannte Größen, zu viele Aspekte, die man unmöglich zu einem Gesamtbild zusammenfügen kann. Den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg – genauer: auf dem Messegelände – stattfinden zu lassen, gehört definitiv zu den Vorhaben, deren Folgen nicht absehbar sind. Oder eben sehr einfach abzusehen sind. Es wird Ärger geben, jede Menge Ärger. Ist das fahrlässig, grob fahrlässig oder gar Vorsatz?

Merkel freut sich! Im Ernst? Sie freut sich?

Am 28. Februar 2017 war beim NDR nachzulesen, Angela Merkel freue sich auf den G20-Gipfel in Hamburg. Ein „Treffen der Superlative“ käme auf die Hanseaten zu, und Regierungssprecher Steffen Seibert befand, dass Hamburg eines „der besten Aushängeschilder“ sei, um so ein Treffen angemessen durchzuführen. Völlig unabhängig davon, wie man zum G20-Gipfel steht, muss man sich das doch mal auf der Zunge zergehen lassen. Um besser zu verstehen, wie zynisch Merkel und Seibert argumentieren, lohnt ein Blick auf das Messegelände bzw. auf den Stadtteil, in dem es sich befindet.

Für den G20-Gipfel wird die Sternschanze wird zur Sternstunde des Grauens

Wenn wir schon von Superlativen sprechen, dann sei auch diese erlaubt: Die Sternschanze, das Schanzenviertel gehört wohl zu den „linksten“ Stadtteilen, die Deutschland zu bieten hat. Sicher, es gibt in hierzulande zahlreiche Stadtviertel, die als links oder alternativ bezeichnet werden. Und ein „Kräftemessen“, wo es denn nun am „aller linksten“ zugeht, verbietet sich und macht auch keinen Sinn.
Aber so viel ist sicher: die Schanze steht auf der Top 10 ziemlich weit oben, und wenn schon nicht an der Spitze, so schnuppert sie zumindest dort.

In Anbetracht dessen ist das Hamburger Schanzenviertel als Ort für den G20-Gipfel denkbar ungeeignet. Anders ausgedrückt: der totale Schwachsinn! Denn es wird zu Auseinandersetzungen kommen. Um das zu behaupten, muss man weder Prophet noch Magier sein. Und auch wenn die Schanze sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Viertel entwickelt hat, das irgendwie „hip“ und „trendy“ ist, und selbst wenn aus dem Schulterblatt inzwischen eine kleine Shopping-Meile geworden ist und die Mieten in den nach und nach sanierten und Altbauwohnungen stetig nach oben klettern – das Schanzenviertel ist nach wie vor eine Hochburg der alternativen Szene. Und sicher nicht nur der alternativen Szene, die gern Pusteblumen im Wind verstreut.
Wenn man das weiß – und der Bund als Ausrichter des Gipfels weiß das selbstredend -, dann ist der Ort für den G20-Gipfel nicht etwa „ein bisschen unglücklich“ gewählt, wie man diplomatisch sagen könnte. Er ist eine Eskalation mit Ansage.

Berliner Blindheit

Die „Hamburger Morgenpost (MOPO)“ zählt sicher nicht zu den philosophischen Blättern der Hansestadt. Sie schreibt dies, sie schreibt das, alles insgesamt nicht gerade für die Geschichtsbücher bestimmt. Aber sie hat am 1. Dezember 2016 sehr klar darauf hingewiesen, dass mit dem G20-Gipfel auf Hamburg und das Schanzenviertel eine Menge zukommt. In Zahlen: 100.000 Gegendemonstranten. Das mag übertrieben sein. Oder womöglich untertrieben? Man weiß es nicht, und genau das ist das Problem. Schon als es um den Erhalt der „Roten Flora“ ging, waren rund 4.000 gewaltbereite Demonstranten angetreten, um deutlich zu machen, dass man die geliebte Flora nicht einfach aufgeben würde. Damals wurden laut „MOPO“ ca. 170 Polizisten verletzt, außerdem rund 500 Demonstranten.
Wie stellt man das jetzt an? Wie rechnet man 4.000 Demonstranten in ein realistisches Verhältnis zu 100.000 Demonstranten um? Oder auch „nur“ 25.000? Oder 125.000?
Man kann es nicht. Man kann aber wissen, dass Ärger vorprogrammiert ist. Nein, man muss es wissen! Wieso also Hamburg? Wieso das Schanzenviertel?

Für die AfD ist das nichts – für Berlin schon

Die AfD provoziert gern, das wissen wir. Aber sie würde wohl kaum auf die Idee kommen, in der Susannenstraße – die unweit vom Messegelände und mitten in der Schanze liegt – eine kuschelige, offiziell angekündigte Veranstaltung anzuhalten, um Grenzschließungen oder Moschee-Verbote zu besprechen. So durchgeknallt ist (vermutlich) nicht mal die AfD. Aber Frau Merkel, die Bundesregierung, die machen das. Sie legen den G20-Gipfel mitteln in die Sternschanze, mitten in ein Pulverfass, das mit dem größten Vergnügen allerlei Maßnahmen ergreifen wird, um das eigene Viertel gegen die „G20-Bonzen“ in Stellung zu bringen.
Es wäre einen eigenen Artikel wert, darüber zu schreiben, inwiefern die Bewohner des Viertels im Recht sind. Oder im Unrecht. Doch das führt zu nichts, denn die Schanze (in der ich selbst einige Jahre gelebt habe, übrigens: in der Susannenstraße) wird den G20-Gipfel ganz sicher nicht mit offenen Armen empfangen. Im Gegenteil, es wird unangenehm, übel und gefährlich, es wird zu Ausschreitungen kommen, die in ihrer Gänze erst absehbar sind, wenn es soweit ist.
Da stellt sich nur die Frage: warum?

Machtkampf im Schanzenviertel?

Angela Merkel kann unmöglich so naiv sein anzunehmen, dass im Juli alles „easy“ wird. Natürlich weiß sie, dass da eine Menge Ärger lauert. Dass sie zusammen mit ihren Mitentscheidern dennoch Hamburgs Sternschanze für den G20-Gipfel gewählt hat, ist an sich eine Provokation. Nun könnte man die üblichen „Wir-lassen-uns-doch-nicht-von-gewaltbereiten-Gegendemonstranten-beeinflussen“-Sprüche bringen. Aber Augenmaß sähe anders aus. Wenn ich mir die Augen verbinde, mich in mein Auto setze und mit Vollgas auf die Autobahn fahre, dann muss ich damit rechnen, dass es einen Crash gibt. Genau so verfährt die Bundesregierung.

Natürlich kann ich nicht sagen, was im Rahmen des G20-Gipfels letztlich passieren wird. Ich kann nicht einschätzen, wie die „Sicherheitsvorkehrungen“ aussehen werden, ich kann nicht beurteilen, wie viele Gegendemonstranten sich aufstellen und was sie tun werden. Aber schon jetzt vermute ich, lege ich mich fest, dass dieser Gipfel eine ziemlich hässliche und womöglich blutige Angelegenheit werden dürfte.

Die Schuld daran trägt die Bundesregierung. Denn wer einen Gipfel dieser Art in das Hamburger Schanzenviertel legt, der legt es offenbar darauf an, dass es übel wird. Sehr übel.
Und die Entscheidung, den G20-Gipfel ins Schanzenviertel zu legen, ist nicht naiv. Nicht unüberlegt. Es ist nicht einmal mehr fahrlässig oder grob fahrlässig. Es ist Vorsatz. Zu einem anderen Schluss kann ich beim besten Willen einfach nicht kommen.
Aber ich hab‘s versucht. Wirklich!

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74 Kommentare auf "G20-Gipfel in Hamburg: Die Ausschreitungen wird Berlin zu verantworten haben"

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R_Winter
Mitglied

Und die Entscheidung, den G20-Gipfel ins Schanzenviertel zu legen, ist nicht naiv. Nicht unüberlegt. Es ist nicht einmal mehr fahrlässig oder grob fahrlässig. Es ist Vorsatz.

So gewinnt man Wahlen. Die „hässlichen“ Linken werden „VORGEFÜHRT“ , die Medien werden es mit einer Angst-Champange begleiten und sehr viele Deutschen werden dann das Altbewährte wählen – Merkel.

Nadja
Gast

Und die Entscheidung, den G20-Gipfel ins Schanzenviertel zu legen, ist nicht naiv. Nicht unüberlegt. Es ist nicht einmal mehr fahrlässig oder grob fahrlässig. Es ist Vorsatz.

Und weil Störungen in terroristischem Ausmaß abzusehen sind, kann man auch gleich noch Flintenuschis Hilfssherrifs zum Einsatz bringen.

Schloti
Gast

So wird es sein. Ein Wahlkampfauftritt der inneren Sicherheit soll das werden.

Exaybachay
Mitglied

Netter Nebeneffekt: ein Zensus derer, die noch bereit sind, sich zu waehren und Einknastung von „Alphademonstranten“.

Fritz Baur
Gast
…ich weiß nicht, was an den Gelegenheitsgewalttätern der „Roten Flora“ eigentlich links ist – jedenfalls gehört denen die „Schanze“ nicht. Im übrigen: Großschlägereien sog. linker Globalisierungsgegner gäbe es an jedem beliebigen anderen Punkt in Hamburg, Deutschland und ganz Europa. Hier staatlicherseits nachzugeben hieße, die Straße üblen Gestalten zu überlassen, zu Lasten des Normalbürgers. Der prognostizierte und als Absicht interpretierte positive Merkeleffekt wird nicht eintreten, und zwar schon deshalb nicht, weil Presse, Funk und Fernsehen die vorhergesagten Gealttätigkeiten in den schönsten Tönen rechtfertigen und die dagegen gerichteten Polizeimaßnahmen als übelste Polizeigewalt diffamieren werden. Der Michel glaubts und wählt trotzdem wie immer.
Robbespiere
Mitglied

@Fritz Baur

Der prognostizierte und als Absicht interpretierte positive Merkeleffekt wird nicht eintreten, und zwar schon deshalb nicht, weil Presse, Funk und Fernsehen die vorhergesagten Gealttätigkeiten in den schönsten Tönen rechtfertigen und die dagegen gerichteten Polizeimaßnahmen als übelste Polizeigewalt diffamieren werden.

Du meinst ernsthaft, die gleiche Regierungs-Propagandamaschinerie, die Anti-TTIP/CETA-Demonstrationen ignoriert hat, würde pro Demonstranten und gg. die Polizeieinsätze schreiben? Wie kommst du auf sowas?
Ist dir das Verhältnis zwischen Merkel und den Erbinnen der Springer- und Bertelsmann-Konzerne entgangen?

Fritz Baur
Gast

…wüsste nicht, dass wir schon mal zusammen in eine Rinne gepinkelt hätten. –

Zur Frage, wie ich auf so etwas komme: durch Erfahrung, insbesondere durch Lektüre von Artikeln der taz, Zeit, Spiegel, Süddeutschen, Fankfurter Rundschau, aber auch Blättern der Funke- und der Dumontgruppe bezüglich Mai-Krawallen, unablässig angezündeter Autos, Überfällen „Links“radikaler auf Polizeistationen oder auch schon mal auf Häuser von politisch Andersdenkenden etc pp. Das schließt nicht aus, dass es zwischendurch zur Auflockerung auch schon mal einen leicht kritischen Ton in diese Richtung gibt: „Du Du, das gehört sich nicht, aber wenns einer guten Sache dient…“

Robbespiere
Mitglied
@Fritz Baur …wüsste nicht, dass wir schon mal zusammen in eine Rinne gepinkelt hätten. – Wenn Ihr Sebstbewußtsein im Netz so an Formalien hängt, will ich das gerne berücksichtigen. Was Ihre Erfahrung bzw.die Lektüre der genannten Medien betrifft, läßt mich deren ansonsten regierungsnahe Schreibe doch sehr an dem gesagten zweifeln. Üblicherweise wird da von schwarzem Block, Autonomen, Linksradikalen. etc. geschrieben und das eben nicht in positivem Sinne, was bei radikalen Ausschreitungen auch richtig so ist. Wenn wie bei den friedlichen Demos zu S21 die Polizei aber recht robust vorgeht, wird das eher selten entsprechend kommentiert. Hätten Sie denn ein paar… Read more »
Fritz Baur
Gast

Wenn Ihr Sebstbewußtsein im Netz so an Formalien hängt, will ich das gerne berücksichtigen.[spoiler title=“ „]

…herzlichen Dank für 1. die Ferndiagnose (vielleicht haben Sie auch noch einen Therapievorschlag?) und 2. die Rücksichtnahme . – Ansonsten: das Lesen kann ich Ihnen nicht abnehmen.

Robbespiere
Mitglied

@Fritz Baur

…herzlichen Dank für 1. die Ferndiagnose (vielleicht haben Sie auch noch einen Therapievorschlag?)

Klar habe ich einen Therapievorschlag: Einfach locker bleiben im Netz und nix auf die Goldwaage legen!:-)

Ansonsten: das Lesen kann ich Ihnen nicht abnehmen.

Das müssen Sie auch gar nicht, das erledige ich schon selber, nur das zeitaufwändige Google’n kann ich mir ja ersparen, nachdem Sie die entsprechenden Zeitungsartikel so präsent haben.

Diskussionsteilnehmer77
Gast

Den Freitag nehme ich frei oder mache Home Office. Ich fahre da bestimmt nicht lang um ins Büro zu kommen.

Ansonsten echt eine komische Idee das ganze Vorhaben. Aber was solls. Das Recht auf Krawall gibt es nicht, zu Widerstand außerhalb von Recht und Freiheit gibts derzeit auch überhaupt keinen Anlass. Die freiheitliche demokratische Grundordnung wird zwar ein wenig träge und seilschaftsmäßig verwaltet aber wir sind ja politisch auch alle recht träge so insgesamt.

Heldentasse
Mitglied

Und wenn dereinst im Juli beim G20 Gipfel die Gewalt eskaliert, bekomme wir furchtbare Angst und wählen im September natürlich Mutti wieder. Denn wie jeder weiß, gibt nur Mutti das Gefühl von Sicherheit zurück, nachdem sich die Wahlmichel dann so furchtbar gefühlsecht sehnen wird. Im Übrigen sind auch rechte und linke Gewalttaten dazu geeignet dem Michel einen Polizeistaat, natürlich nach alter Sitte, wärmstens an Herz zu legen, damit es wieder so kuschelig wird in Teutschland.

Ach so, und die Herren Putin und Trump werden auch dran Schuld sein am Desaster mit ansage, wetten?

Beste Grüße

flurdab
Gast

Und das von einer Person die Angst hat vor „schlechten“ Bildern.
Vielleicht kürzt Küstenbarbie ja vorher noch die Gelder für den Kampf gegen Rechts.
Nicht das die Antifa noch Mollys auf ihre Geldgeber werfen.
Zum Schluss heißt es alle in einen Sack und Knüppel drauf.
Ob Merkel sich rasieren muss? Ich meine im Antlitz.
So ein Schnäuzer gehört eigentlich dazu.

Lazarus09
Gast

@Heldentasse

Der G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 war das 33. Gipfeltreffen der Staats- und ….. mindestens ein Agent Provocateur die Demonstranten angestachelt haben.

Eskalierende Gewalt sollte bei Bedarf kein Problem sein .. Bullezei und Flintenuschi’s Garde haben den „Ernstfall“ geübt .. wehred den Anfängen haben die Michels stets verpasst, Widerstand hat traditionsgemäß Zeit bis es zu spät ist …

—-> Hier einfach die Kommentare von 2007 einfügen

Reinard Schmitz
Gast

Kann auch nach längerem Nachdenken nur so verstanden werden, dass man in Berlin diese Auseinandersetzung sucht um für die Herbstwahl zu punkten.

Schloti
Gast

Hamburg

Die bringen vorsätzlich Menschen in Gefahr um der AfD das Thema innere Sicherheit und damit Stimmen abzugraben.
Anders ist dieser Schwachsinn nicht erklärbar.
Auch die Grünen schrauben an einer Verschärfung des Waffebrechtes für Legalwaffenbesitzer herum.
Vollkommen sinnfrei ohne Anlass. Äxte und LKW fallen nicht unters Waffenrecht.

Die wollen alle auf Kosten anderer auf harten Hund machen.

The Joker
Gast

Die Linke sollte sich nicht voreilig moralinsauer von Militanz distanzieren. Wir leben in gewalthaltigen Zeiten. Wenn das die Herrschenden mal ganz handfest am eigenen Leibe zu spüren bekommen, wäre das nur Ausdruck von Ehrlichkeit.
Am 7./8. Juli sind Gestalten wie Erdolf, Trump, Macri, Putsch-Temer, Merkel, May (und vielleicht leider auch Le Pen und Wilders) an einem Ort versammelt. Darin könnte man auch eine schulbuchgebäudige Chance sehen…
😉

Robbespiere
Mitglied

@The Joker

Am 7./8. Juli sind Gestalten wie Erdolf, Trump, Macri, Putsch-Temer, Merkel, May (und vielleicht leider auch Le Pen und Wilders) an einem Ort versammelt. Darin könnte man auch eine schulbuchgebäudige Chance sehen…

Eben!
Es können gar nicht genug Bürger zur Demo kommen, Damit jeder sieht, daß die Deutschen ein Volk von Terroristen sind.
Wenn Merkel dann einen Fehler macht, gehört sie der Katz.

Robbespiere
Mitglied

Ok., ich sehe, ich muss ergänzen.

Es können gar nicht genug Bürger zur Demo kommen, Damit jeder sieht, daß die Deutschen ein Volk von Terroristen sind.

Das ist nicht meine Sicht, sonder die Art, in der unsere Regierung Demonstranten gerne darstellen möchte, weil ihre Politik ja alternativlos und damit fehlerlos ist.
Wer sich dagegen wehrt, steht außerhalb von Recht und Ordnung.

Wenn unsere Kanzleuse aber meint, mit der großen Keule draufhauen zu können, wird der Schuss nach hinten losgehen.

Die Büchse der Pandora ;)
Gast

Wie war das doch gleich? Gemeinsame Übungen der Bundeswehr und Polizei? Getex?
Ich erwarte bei dieser vorsätzlichen Blauäugigkeit der Bundesregierung, dass dort dann der Fall des „Katastrophischen Ausmaßes“ ausgerufen wird, und schon fügt sich, was dieser Blauäugigkeitsregierung wirklich im Auge liegt!

Robbespiere
Mitglied

Zufälle gibts, man glaubt es kaum.

Schweigsam
Gast

Man könnte denken, dass Merkel eben nicht in eine Demokratie hineingeboren wurde, so wie die meissten Deutschen. Vielmehr versucht sie die Demokratie für sich zu instrumentalisieren.
Erst: Unsere Politik ist alternativlos
Dann: Marktkonforme Demokratie
Und weiter: Postfaktische Zeiten.
(Habe ich etwas vergessen?)

Das sind alles Aussagen, die nicht auf eine demokratische Gesinnung schließen lassen.
Vielmehr auf eine Politik, die die Macht sichern will, egal mit welchen sich anbietenden Mitteln.
Tja, das können auch Putin oder Assad!

johannes
Gast

Was vergessen:
vor „Erst“ noch
1. Staatsterrorismus ist schlimmer (von Helmut Schmidt)
2. Niemand hat ein Anrecht auf Demokratie in alle Ewigkeit (von Angela Merkel)

Josch
Gast

Randale mit Ansage

Der zu erwartende Widerstand gibt der Polizei die Möglichkeit, weiträumige Kontrollen durchzuführen, Wohnungen zu durchsuchen und bei ‚Gefahr im Verzug‘ auch mal vorsorglich Menschen wegzusperren.

Der G20- Gipfel wird, wie zu erwarten, mit der Brechstange durchgezogen werden. Aber die Schanze wird danach nicht mehr dieselbe sein, wie vorher. Denn Hamburg ist ein Bundesland und kann im Gefolge der zu erwartetenden Ausschreitungen die Gesetzeslage erheblich verschärfen.

flurdab
Gast

Ich kenne mich in Hamburg nicht aus und weiß also auch nicht wo die Schanze liegt.
Aber ist es denkbar das dort noch einiges Potential für die Gentrifizierung gibt?
Also die Zerschlagung von gesellschaftlichen Strukturen um den Immobilienmarkt neuen Platz zu schaffen.
Des weiteren könnte es ja auch bei entsprechend ausufernden und gewalttätigen Protesten zum Notstand kommen.
Vielleicht schwenkt Merkel dann ja auf den Kurs von Erdogan ein und die Wahl wird ausgesetzt.

Wie sehen es werden dort viele Möglichkeiten geschaffen, die uns schwer treffen können.
So sieht alternativloses Handeln aus.

maguscarolus
Gast
Ich tendiere auch zu der Meinung, dass dies Gipfel-Planung gesellschaftlich-strategisch zu sehen ist. Im Gegensatz zu häufig geäußerter Geringschätzung der Dame halte ich Merkel für Alles, bloß nicht für dumm. Die Wahl dieses Gipfel-Tagungsortes lässt vermuten, dass ein Law-and-Order-Gipfel in Planung ist. Ich glaube nicht, dass das Stadtviertel davor noch eben schnell „gesäubert“ werden kann, so eine Eskalation im Vorfeld wäre taktisch unschlau. Eher wird man betont blauäugig in die Sache hineingehen, im Hintergrund eine ausreichende Zahl von Hundertschaften bereithalten und dann kommt der Moment, um vor laufender Kamera die Raute zu schlagen und, die blauen Augen unschuldig aufgerissen, „Entsetzen“… Read more »
flurdab
Gast

Mir ist zu Ohren gekommen das es während des G20- Gipfels in Hamburg Drogen „for free“ geben soll!
Kokain, Marihuana, Heroin, Valium und Astra- Pils, alles auf Staatskosten.
Es soll bereits Gespräche zwischen den Vertretern der OK und dem Senat geben, um die Modalitäten zu klären.
Das Ziel ist die Bevölkerung der Schanze derart zu „stonen“, dass Widerspruch völlig ausgeschaltet wird.
Die Dealer sollen mit Apparaten zur Fingerprintaufnahme ausgestattet werden.
So kann man dann im nach hinein eine Strafverfolgung organisiert werden.
Die OL und die Bürgerschaft Hamburg zeigen sich begeistert ob dieses Konzept.

The Joker
Gast

Ein guter Rat,
scheiß andere Foren voll mit deinem Verschwörungsblabla.

flurdab
Gast

Schwuchtel!

flurdab
Gast

Ich meinte natürlich Schwuchtel- Joker!
Wie könnte ich nur ohne eure „guten Räte“ leben. 🙂
Ich glaub Spast ist auch eine angemessene Anrede.

The Joker
Gast

Ich habe tiefes Mitleid mit meinem Vorredner.
Psychologen nennen dies Projektion.

seyinphyin
Gast

Nichts spielt den „Eliten“ mehr in die Hände, als die Gewalt ihres Gegners. Daher kann das durchaus blanke Absicht sein.

Frag ich mich auch bei dem Irrsinn, der gerade mit der Türkei abläuft. Letztlich spielt das doch Erdogan und Co enorm in die Hände, diese Verbote von Auftritten im Ausland.

Schloti
Gast

Letztlich spielt das doch Erdogan und Co enorm in die Hände, diese Verbote von Auftritten im Ausland.

Aber nur weil er die türkischen Medien unter seine Kontrolle gebracht hat. Unabhängige Sender würden das zwanghafte Kasperltheater im Ausland als solches beschreiben.

seyinphyin
Gast

Was würde das ändern? Gar nichts.

Unsere großen Medien arbeiten auch nur ausschließlich einer Seite zu, dazu muss man sie nicht einmal zwingen. Wenige Alibiartikel hier und da als reine Fassade von Meinungsvielfalt ändern an dem Gesamtbild gar nichts.

Das ganze ist eine Farce. Wenn die Türkei so böse ist, dann darf man auch keine ohnehin fragwürdigen Abkommen mit ihr schließen und sowas wie NATO geht da auch mal gar nicht. Das ist alles nur Show.

Schloti
Gast

Eben, die „Abkommen“….Das „Flüchtlingsabkommen“….Dieses Faustpfand Erdolfs ließ ihn ja erst übermütig werden. Man hatte die Türkei wegen der ewig schwebenden EU-Beitrittsverhandlungen, ja eigentlich in der Tasche und auf kleine Stufe gestellt, so dachte man in Brüssel und Berlin.

Phrygian
Mitglied

Also ich gehe mal avon aus, dass man genau dafür den Einsatz der Bundeswehr im Inland geübt und angedacht hat. Wenn es dann knallt, zeigt man von „höherer Stelle“ (einschl. aller Mainstream-Medien) auf alles was links oder vermeintlich links ist und schreit…. „wir haben es gewusst…. gut, dass wir da vorgesorgt haben, jawoll!“

schwitzig
Gast
Ich finde die Entscheidung konsequent: – Man hat einen guten Grund, die Überwachungstechnik zu testen. – Die Austauschprogramme der EU für Polizeikräfte können in der Praxis getestet werden. – Man kann Gelder und Ressourcen für die präventive Ausforschung, Erfassung und Sicherstellung ungeliebter Personen anfordern. – Die Hamburger Polizei hat einen ähnlich gewalttätigen Ruf wie die berühmt, berüchtigte Berliner. – Man kann das Schanzenviertel „befreien“. – Ein geradezu prädestinierter test case für einen Militäreinsatz im Innern. – Die neuen Schmerzwaffen können einem Praxistest unterzogen werden. – Die aktuellen Revisionen der EU-Aufstandspräventions und -bekämpfungsprogramme und die dazugehörige Infrastruktur können einem Praxistest unterzogen… Read more »
The Joker
Gast

Hallo schwitzig,
warum zählst Du die AfD zu den „Radikalen“ und „Chaoten“?
Systemstabilisierender als deren Umlenkung von Protest gegen noch Schwächere kann keine Regierungspolitik sein.

schwitzig
Gast

@The Joker

Hallo schwitzig,
warum zählst Du die AfD zu den „Radikalen“ und „Chaoten“?

Weil sie dazu gehören. Die AfD ist eine radikale Version der „F“DP. Selbstverstämdlich hast Du Recht damit, dass sich das Syndikat „c“XU/“s“PD/Olivgrüne-Bündnis88/Irgendeine-Marktradikale-Schwachmatenorganisation nur graduell von der AfD unterscheidet und dasselbe Ziel verfolgt – nur ist die AfD noch ein wenig unverschleierter radikal als die Einheitspartei.

GrooveX
Mitglied

was hat sich hier bloß für ein desorientiertes durcheinander aufgetan?!

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