Die Internationale der Übertölpelten

Die »Progressive Allianz« gefällt sich in der Opferrolle – dabei hat sie den Neoliberalismus einst selbst befeuert.

Weil sich die Sozialistische Internationale im März 2011 nicht schnell genug von zwei autoritären Mitgliedsparteien aus Ägypten und Tunesien distanzierte, fühlte sich der damalige Parteivorsitzende der deutschen Sozialdemokratie – Sigmar Gabriel – berufen, sein eigenes Netzwerk zu gründen. Heraus kam die »Progressive Allianz«, eine Art Protestinternationale gegen jenes traditionelle Netzwerk, dem einst Willy Brandt als Vorsitzender diente. Aber nicht nur Protest steckte in Sigmar Gabriels Baby: Hier formierte sich die europäische Sozialdemokratie in ihrem Bewusstsein als Neue Mitte, um sich gegen Parteien des eher sozialistischen Spektrums abzuschotten.
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11 Kommentare auf "Die Internationale der Übertölpelten"

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Sabine
Gast

Komische Geschichte ¿

ThomasX
Gast

Ich verstehe an der Sache eher nicht, was die SPD 2011 noch in der Sozialistischen Internationale zu suchen hatte… Gibt´s da kein neoliberales Pendant? Ich meine ja nur, die doch das letzte Mal in der Weimarer Republik „irgendwas in Richtung sozialistisch“ …
Und dann haben sie wiederum nix besseres zu tun, als die sozialistische Internationale zu spalten? Da bekommt der Spruch:

„Wer hat uns verraten? …“

gleich noch mal volle Gültigkeit.

ThomasX
Gast

da fehlt in „waren“ zwischen die und doch im 2. Satz.
Warum gibt´s denn hier keine Edit- (oder wenigstens ne Vorschau-) Funktion verdammich. 🙁

auchdabei
Mitglied

Nicht komisch, sondern Charakterisierung der sozialdemokratischen Einseifstrategie. PKB9c

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