Trump als neuer Hitler? Wir Trumpeltiere!

Mehrwutstropfen/Kommentar

Die westliche Welt hat das Böse lokalisiert. Es befindet sich – wer hätte das gedacht? – im Westen! Genauer: in Washington. Es hört – wenn es denn hört – auf den Namen Donald Trump. Und es nennt sich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, üblicherweise abgekürzt mit „USA“.
Diese Böse vereint derzeit so viele kritische Geister, dass man sich verwundert die Augen reibt. Der Hartz-IV-Empfänger ist ähnlich alarmiert wie der Rüstungsexporteur, in den sozialen Medien wird das Ende der Welt prognostiziert (übrig bleiben in den düsteren Szenarien lediglich die sozialen Medien selbst, alles andere wird ausgelöscht) und Hitler-Vergleiche pflastern den Weg Trump-Gegner, sie sind so en vogue, dass selbst Baschar al-Assad es womöglich kaum fassen und – gemeinsam mit Putin – kurz durchatmen kann.

Trump. Donald Trump. Gefährlich ist dieser Mann, darüber herrscht weitgehend Einigkeit. Er ist ein Präsident, der den Finger am roten Knopf der Atomraketen hat, er ist der Frauenfeind, der sich rausnimmt, jeder Tussi in den Schritt zu fassen, weil er reich ist und so. Er ist der, der einen Zaun bauen will, der die Chinesen mit ihrer lächerlichen historischen Mauer locker in den Schatten stellt, den Mexikanern dafür aber klar zeigt, wo der Hammer hängt.
Das alles geht ja nun gar nicht, wirklich nicht, überhaupt nicht! Der Mann ist irgendwie wie Hitler, da sind sich Politiker, Schauspieler, Sozialemedienspieler und die Presse einig.

Und dann die große Frage an dieser Stelle: Sagt mal, geht‘s noch? Hitler?

Das mächtigste Land der Welt hat keine Präsidentin, die Hillary Clinton heißt! Die Frau, die lechzend die US- und NATO-Kriege im wahrsten Sinne befeuert hat, diejenige, die ein Garant dafür gewesen wäre, dass die Zahl der Kriege und damit der Todesopfer und damit der Menschen auf der Flucht weiter in die Höhe geschnellt wäre – diese Frau ist nicht Präsidentin geworden. Das finde ich gut, wirklich gut, denn Clinton hätte den Ost-West-Konflikt weiter verschärft. Kaum jemand hat vor der US-Wahl über die kriegerischen Ambitionen von Clinton gesprochen, nach der Wahl sowieso nicht. Stattdessen redet alle Welt davon, wie gefährlich Trump ist. Oder: sein könnte, womöglich sein wird, wahrscheinlich unter Umständen eventuell … man weiß es nicht.

Klar, der Mann hat vor der Wahl eine dicke Lippe riskiert (was, wir erinnern uns, ihn zum Präsidenten machte), er riskiert auch jetzt, kurz nach seiner verwirrenden Antrittsrede, eine dicke Lippe. Und er sagt Dinge, die weder Rechts noch Links so richtig einordnen können. Alle fragen sich irgendwie: Was in aller Welt will dieser Kerl? Und eine verlässliche Antwort gibt es auch nicht, weil Trump im ersten Teil eines Satzes sagt, dass die NATO obsolet sei, um in der zweiten Hälfte zu betonen, dass der erste Teil seines Satzes obsolet ist. Das ist blöd, damit kann man nichts anfangen. Wie auch, der Mann verstrickt sich in Widersprüche, wie soll man denn da noch durchblicken? Gar nicht! Man schafft sich einfach seine eigene Trump-Welt, und man kommt zum Schluss, dass das die schlimmste aller Welten ist, die man sich schaffen könnte. In Anbetracht der Tatsache, dass die reale Welt genügend Anlässe gegeben hätte, schärfste Kritik zu üben, wirkt das ein wenig paranoid.

Ein bisschen mehr Ruhe, Gelassenheit, Pragmatismus, das wäre schön in der jetzigen Situation. Das kann aber nur bedingt funktionieren. Denn es ist kein Wunder, dass der eingangs erwähnte Rüstungsexporteur kalte Füße kriegt. Und die Automobilindustrie. Und weiß Gott wie viele andere Industrien auch. Und die neoliberalen Politiker, die sich an eben diesen Unternehmen laben, die finden das, was Trump da andeutet, auch nicht so toll. Bricht doch womöglich alles, was sie sich mit Lobbyisten und Konzernen aufgebaut haben, wie ein Kartenhaus in sich zusammen?
Keine Sorge, soweit wird es wohl nicht kommen. Trump ist ein Kapitalist, wie er im Buche steht. Und ob Trumps „America first“ wirklich funktionieren wird, darf bezweifelt werden. Aber ich schweife ab …

Der Punkt ist, dass die US-amerikanische Politik – und insbesondere die Außenpolitik und das Verhältnis zu Russland – seit Obama, Bush, Reagan und wie sie alle heißen einfach nur eine Katastrophe war. Eine Katastrophe, die Leid und Tod gebracht hat. Eine Katastrophe, die einen Friedensnobelpreisträger hervorgebracht hat, der durch „seinen“ Drohnen Krieg den Terror in der Welt befeuert hat. Ist aber irgendwie inzwischen kein Ding mehr, denn wir haben jetzt ja Trump, und der ist richtig übel für uns alle.

Und das könnte sogar stimmen. Ich will mir nicht ausmalen, was Trump so alles vorhat. Aber ich komme zum Schluss, dass er bislang noch (fast) nichts gemacht hat, sieht man einmal von seinen Sprüchen ab, die nicht so nett daherkommen wie die einer Hillary Clinton, die ihrerseits aber das Blut unzähliger Toter an den Händen hat. Trump poltert, und die Metapher des „Trumpeltiers“ ist gar nicht so schlecht. Aber er dient im Moment vorrangig dazu, den Kriegstreibern der Welt die Möglichkeit einzuräumen, sich zu erheben, sich in ein verklärtes Licht zu rücken, sich ganz und gar klar und extrem eindeutig als „die Guten“ zu outen.

Wir sind die Trumpeltiere, wenn wir ernsthaft glauben, ein neuer Hitler sei über uns gekommen, um das Böse zu personifizieren. Trump ist kein Guter, da leg ich mich fest. Aber das Böse, das derzeit auf der Welt sein Unwesen treibt, das ist das Produkt seiner Vorgänger.
Wie schön wäre es gewesen, wenn wir es so benannt hätten, als die noch im Amt waren.

Bild: Ninian Reid

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63 Kommentare auf "Trump als neuer Hitler? Wir Trumpeltiere!"

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Monarch1
Mitglied

Ein spitzen Beitrag, vielen Dank für die Arbeit! …..

FrageZeichen
Gast
Mal ein richtig erfrischender Text übers Thema. Endlich mal. Spricht die wichtigen Angelegenheiten in diesem Zshg an. Und das auf eine lockere Art. Und es gibt zu der ganzen Chose um die „Berichterstattung“ (eher: Propaganda) über Trump wirklich eine Menge zu sagen. Aber erst mal zu Trump und dessen Aussagen. Eines wurde schon weiter oben gesagt. Viele der Trumpschen Aussagen machen überhaupt keinen Sinn. Ein Beispiel dazu aus seiner letzten Rede. Da spricht er erst darüber, dass Amerika niemandem seinen Lebensweise aufnötigen will. Und gleich in einem der darauffolgenden Sätze proklamiert er die totale Vernichtung von ISIS. Das ist wirklich… Read more »
The Joker
Gast

Steckt der Saukerl Soros dahinter?

Ist der Ihnen zu jüdisch?

FrageZeichen
Gast

Na, na, na. Lassen sie bitte den strukturell antisemitischen Unterton. 😉

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Solche Fragen sind eine Schweinerei!

ThomasX
Gast

Es sind ja nicht einfach nur Phrasen, sondern zugleich Paraphrasen und deren Parodien, die uns Trump da um die Ohren haut. Man fragt sich schon, was will er eigentlich? Oder was will er nicht? Oder so? Aber das erinnert mich sogleich auch an einen (glaubt man der Journaille) bedeutenden russischen Präsidenten.
Nun endlich hat die freieste, demokratischste, edelste und gottgewollteste parlamentarische Bürokratur auf der Welt ihren eigenen Jelzin – nur dass dieser trunken von Egomanie und Eitelkeit ist, statt von Wodka.

FrageZeichen
Gast
Trotzdem hat er offensichtlich entschiedene Gegner. Für mich ist eines sicher: Hier läuft ein extremer Machtkampf innerhalb der amerikanischen Oberschicht ab. Welche Gruppierungen stehen sich da gegenüber? Und dann wäre auch immer wieder die Frage zu stellen: Wer gibt die ganzen Hetzartikel in Auftrag? Wer bezahlt das? Warum recherchiert hier niemand die Zusammenhänge? Gleichzeitig zur Anti-Trump-Propaganda wird ein Führerkult um Obama aufgebaut. Letzteres ist ja fast ebenso grotesk wie das produzierte Zerrbild von Trump. Wellbrock hat weiter oben im Artikel bereits darauf hingewiesen: Sowohl bei Clinton (Spitzname „Killary“) als auch bei Obama haben wir es mit Massenmördern zu tun. Das… Read more »
Marl Karx
Gast

Hitlery Clinton triffts eher!

(Anm. der Betreiber: Hitlerbilder werden hier nicht geduldet.)

FrageZeichen
Gast

Noch ein Beispiel für die medienübergreifende Hetzkampagne gegen Trump:
Wie sehr hasst Melania wohl Donald Trump?
https://www.welt.de/icon/partnerschaft/article161389876/Wie-sehr-hasst-Melania-wohl-Donald-Trump.html?wtmc=google.editorspick&google_editors_picks=true

Wer finanziert diesen ganzen Schrott?

The Joker
Gast

Melanias Tag ist grau.
Denn Donald Trump schlägt seine Frau.

Winne2
Mitglied
Also ich hoffe sehr, dass der Autor richtig liegt mit seiner Einschätzung. Nur – das Aufzählen von seit langem bekannten und vergangenen Schweinereien von HRC / Obama und der dazugehörigen ‚Elite‘ hilft ja für die Zukunft erstmal nicht weiter. Das wäre ungefähr so sinnvoll wie man 1930 – 33 zu Recht darauf hingewiesen hätte, dass die Sozialdemokratie auch besoffen in den ersten Weltkrieg gezogen ist, warum also diesen komischen Spinner einer Randpartei ernst nehmen. Ich glaube schon, dass er ein Faschist ist – ob er ein Hitler wird (Deutsche neigen immer gleich zu solchen Blaupausen) ist offen, aber nicht total… Read more »
FrageZeichen
Gast

Ökonomisch blödsinnig ist vor allem die neoliberale Politik der bisherigen US-Präsidenten und die der EU. Der ganze Freihandelsschwachsinn bringt jetzt anscheinend (wieder mal) die Welt an den Rand einer Menschheitskatastrophe.
Die ganzen Destabilisierungen sind das Ergebnis einer Wirtschaftspolitik die vor allem auf einen radikalen marktwirtschaftlichen Fundamentalismus gesetzt hat.
Die Ergebnisse davon sind: Massive Ungleichgewichte innerhalb der Nationen und gleichzeitig massive Ungleichgewichte zwischen den Nationen (Thema: Außenhandelsbilanzen).
Und jetzt warten alle auf den Big Bang.

Truvor
Mitglied

Schöner Beitrag Tom, Danke !
PS. Truvor ist zufrieden 🙂

COPOKA
Mitglied

> … Aber ich komme zum Schluss, dass er bislang noch (fast) nichts gemacht hat, …
Naja, wenn man ihn für Gott hält, dann sollte er mindestens 7 Tage abwarten um ihn nach seiner Taten zu beurteilen.
Seine Ankündigungen klingen gar nicht so dumm, wie es allseits im Mainstreem dargestellt wird, ich warte dennoch 100 Tage ab bevor ich mir mein Urteil über den Mann und seine Fähigkeiten bilde. Möglicherweise, falls er in seinen Reden aufrichtig ist, überschätzt er gewaltig seinen realen Spielraum.

Truvor
Mitglied

@ COPOKA

Zu viele Feinde hat er.
Habe Zweifel, daß er es schafft.
PS. Was mich in letzten Tagen sehr interessiert, wer hat ihn überredet zu kandidieren ?
Weiß er denn nicht was mit Kennedy passiert ist ?

Heldentasse
Mitglied
@Truvor Was mich in letzten Tagen sehr interessiert, wer hat ihn überredet zu kandidieren ? Die Wahrheit werden dazu werden wir vermutlich nie wissen, was ich aber als durchaus wahrscheinlich erachte ist, dass Mr. Trump zunächst nicht primär angetreten ist um Präsident zu werden, sondern um den US Wahlkampf als relativ preiswerte Werbeplattform zu nutzen, m.E. sprechen die Zahlen dafür: 1,3 Milliarden Dollar für Kampagne 1,3 Milliarden Dollar hat Clinton für ihre Kampagne aufgetrieben. Die 795 Millionen Donald Trumps sehen daneben geradezu bescheiden aus. Trump hat sich lange damit gebrüstet, seinen Wahlkampf aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Doch: «nur» 50… Read more »
Serienfan
Gast
Seine Ankündigungen klingen gar nicht so dumm, wie es allseits im Mainstreem dargestellt wird, Oh doch!!! Trump verfolgt die Agenda, dass der Staat den Leuten nur etwas wegnimmt (Steuern, Abgaben, Auflagen), während die Milliardäre den Leuten ja nur etwas geben (Jobs, Spenden usw.). Also soll dem Staat Macht entzogen und den Milliardären noch mehr Macht gegeben werden. Das entspricht letzlich exakt dem neoliberal geprägten Privatisierungswahn, der unter der Kohl-Regierung begonnen hat und der dann mit Schröder sogar auf den sozialen Sektor ausgeweitet wurde … mit anhaltenden, verheerenden Folgen zum Nachteil der Bevölkerung. Da hier aber die Medien fleißig mitgemischt und… Read more »
COPOKA
Mitglied

Nein, der ist nicht neoliberal, sonst würde Soros ihm in die Arme fallen. Für mich sieht er eher als libertärer Traditionalist aus. Ich will aber nicht auf seine ideologischen Prämissen hinaus, sondern auf angekündigte politische Orientierungspunkte:
http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2017/donald-trumps-antrittsrede-gibt-hoffnung-auf-den-weltfrieden/

Im Übrigen sehe ich in seiner politischen Agenda viele Überscheidungspunkte mit Putin und hoffe auch, dass die beiden sich in der Tat gut verstehen würden. Beide Länder, also Russland und USA, haben mehr als genug eigene Probleme und es wäre gar nicht so verkehrt, wenn sie sich mehr darauf besinnen würden.

Heldentasse
Mitglied
Dieser Artikel ist sehr gut! Was ich allerdings etwas vermisse, ist die Behandlung der Auswirkungen wenn Mr. Trump, aus welchen Gründen auch immer, nicht das liefert bzw. liefern kann, für das er von seinen Anhängern gewählt wurde. Mr. Trump stellt m.E. für einen Großteil diese Leute wohl so etwas wie einen Strohhalm dar, nach dem man verzweifelt greift bevor man ganz unter geht. Wenn die nochmals von der US Oligarchie enttäuscht werden, und das werden sie, denn Mr. Trump ist auch ein lupenreiner Oligarch, wird es noch brutaler zugehen in der Gesellschaft, und dann könnten sich auch politische und gesellschaftliche… Read more »
schwitzig
Gast

@Jörg Wellbrock

Aber das Böse, das derzeit auf der Welt sein Unwesen treibt, das ist das Produkt seiner Vorgänger.

Exakt! Ein Armutszeugnis, dass die meisten Menschen nicht mehr in der Lage sind, diesen einfachen Gedankengang zu denken.

Sukram71
Mitglied

Schon klar. Alles Böse auf der Welt kommt aus den USA.
Die Welt ist halt leichter zu verstehen, wenn man sie sich schön einfach macht. Früher haben die Leute Erklärungen in der Religion gesucht und alles Böse kam vom Teufel. Heute führen eher schlichte Leute alles was sie nicht verstehen auf die USA zurück. Das ist in etwa das gleiche. 🙂

schwitzig
Gast

@Sukram71
Was an diesem Satz hast Du nicht verstanden:

Aber das Böse, das derzeit auf der Welt sein Unwesen treibt, das ist das Produkt seiner Vorgänger.

Ich weiß ja, dass Dein Textverständnis i.d.R. nicht vorhanden ist, aber so doof, dass Trump für Vietnam, Korea, Chile, Irak, Iran, Libyien, Syrien usw. usf. verantwortlich ist, kannst ja eigentlich noch nicht einmal Du sein? Oder etwa doch?

Farbenseher
Gast
Doch, doch, bei Trump ist das möglich. Der kann tatsächlich rückwirkend für alles verantwortlich gemacht werden, was seine Vorgänger verbrochen haben. In der FR online bspw. wo man eigentlich niemals wirklich ernstzunehmend kritische Kommentare zur sozialen Spaltung, der erodierenden Mittelschicht, dem neoliberalen Dogma lesen kann, da entdeckt man das jetzt plötzlich alles, mitten in den US of A! Und schuld ist… Natürlich! Trump! Als ich das kürzlich gelesen habe, wusste ich ehrlich nicht, ob es sich dabei um eine Glosse handelt. Das wirklich erstaunliche dabei ist aber: Die Leute springen voll darauf an. Selbst diese pseudo-linken ex-SPD Wähler, die bisher… Read more »
schwitzig
Gast

@Farbenseher
Du hast gerade die Maßeinheit für extraordinäre Blödheit beschrieben: Das Sukram-Meter :-).

Sukram71
Mitglied

Vietnam, Korea, Chile, Irak, Iran, Libyien, Syrien usw. usf. verantwortlich ist

Abgesehen von Vietnam und Irak 2003 waren für die dortigen Kriege und Grausamkeiten in erster Linie die Verantwortlichen in den genannten Ländern verantwortlich und nicht so sehr die USA.
Aber es macht die Welt (für schlichte Gemüter) natürlich einfacher und übersichtlicher, wenn man für alles und jedes grundsätzlich die USA verantwortlich macht. 🙂

Für Korea und Libyen gab es ein UN-Mandat, was zeigt, dass das alleine nun Mal auch nicht immer alles rechtfertigt und das Völkerrecht auch nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist.

wschira
Mitglied
Abgesehen von Vietnam und Irak 2003 waren für die dortigen Kriege und Grausamkeiten in erster Linie die Verantwortlichen in den genannten Ländern verantwortlich und nicht so sehr die USA. Iran: Entfernen eines gewählten Präsidenten mit massiver Mitwirkung der USA, Installieren eines mittelalterlichen Despoten samt einem Geheimdinst von Gestapozuschnitt, Morde und Folterungen unter Anleitung von CIA-Spezialisten Irak: Einen Krieg vom Zaun gebrochen Begründungen, die sich im Nachhinein als absolute Lügen herausgestellt haben, einen Despoten beseitigt, den die USA selbst herangezogen und gross gemacht hat. Dieser Krieg hat bis jetzt über zwei Millionen Tote gefordert, überwiegend von den USA verschuldet. Chile: Einen… Read more »
wschira
Mitglied

Der ehemalige General Wesley Clark.
OT: Weiss jemand, ob und wie man einen Beitrag editieren kann?

schwitzig
Gast

@Sukram71
Junge, wir wissen doch alle, dass Du ein bißchen doof bist. Oder die totale Debilität perfekt simulierst.
Du musst es nicht ständig auf’s Neue belegen. Du bist der eine Stern hier im Forum, der immer die Tiefstmarke setzt. Das musst Du jetzt nicht mehr beweisen – jeder, der auch nur einen „Beitrag“ von Dir gelesen hat, weiß es.

Marl Karx
Gast

Die Gift&Galle (gelöscht)
Gruppen scheinbar eigenständig politisch (gelöscht)

Einige der Ausführungen mussten leider wegen „geht überhaupt nicht“ gelöscht werden.

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Wenn ich solche Sätze lese, wie den Einleitungssatz hier, dann wundert es mich nicht, dass Leute nicht fertiglesen wollen. Herr Wolf, Ihr Patient!

Sushi
Mitglied

Der beste Artikel, den ich dazu (zur Trumpophobie) gelesen habe. Danke! Ich habe etliche andere darauf aufmerksam gemacht. Denn der Wahlkampf hörte für mich auf, als Sanders raus war. Mit ‚Miss Make War – Not Love‘ wäre mir speiübel gewesen, im Wissen, was da auf uns zurollt… . Jetzt ersteinmal abwarten und Tee trinken. Oder ’ne Coke oder so.

Thrombo
Gast
Auch ich finde deinen Beitrag gut deduziert und auf den Punkt gebracht, aber … Was in aller Welt will dieser Kerl? Und eine verlässliche Antwort gibt es auch nicht, weil Trump im ersten Teil eines Satzes sagt, dass die NATO obsolet sei, um in der zweiten Hälfte zu betonen, dass der erste Teil seines Satzes obsolet ist. … ich nehme an, dass sich dies auf folgenden Satz (sind eigentlich zwei) bezieht: Die NATO hat Probleme. Sie ist obsolet, weil sie erstens vor vielen, vielen Jahren entworfen wurde. Zweitens zahlen die Länder nicht das, was sie zahlen müssten.“ Oder vielleicht ist… Read more »
Wolf
Gast
Nein Trump ist nicht der „neue Hitler“ im Sinne einer Kopie des Originals. Aber die beiden zu vergleichen ist doch sehr interessant. Es gibt da erhebliche Übereinstimmungen in ihrem Charakter, ihren Strategien der Beeinflussung, in ihren politischen Ansichten und so weiter. Natürlich sind die USA nicht die Weimarer Republik und auch wenn zum Beispiel Trump tobt und den Medien gerade was weis ich androht da sie nicht in seinem Sinne Lügen verbreiten wollen hat er doch wenig Möglichkeiten eine „Gleichschaltung“ durch zu setzen. In anderen konkreten Zielen kann er einfach nicht so wie er gerne möchte. Er hält die NATO… Read more »
schwitzig
Gast

@Wolf
Klingt ja alles ganz richtig – aber wo genau ist jetzt der Unterschied zu den Hitlers vor Trump? Ich meine – abgesehen von der Sprache und dass jetzt gerade mal andere Räuber auf das Land losgelassen werden?

Wolf
Gast
Beispiel: Obama hat unter großen Widerständen eine staatliche Krankenversicherung eingeführt. Trump stampft sie ein. Da ist schon ein Unterschied erkennbar. Oder? Ich kenne eine Betroffene, die seit Freitag 12.000 USD pro Jahr für ihre Dialyse zahlen muss. Bei einem einkommen von knapp 15.000 USD/Jahr. Da stirbt sich’s wieder leichter, oder? Anderes Beispiel, das hier oft genannt wird: Obama hat die illegale Tötung von Terrorverdächtigen ausgeweitet (Stichwort Drohnen). Das ist falsch und widerspricht in Geist und Tat allem wofür die „Westlichen Werte“ stehen. Richtig! Wo steht hier Trump? Er hat geäussert das Vorgehen Obamas gegen den islamischen Terror sei zu lasch… Read more »
schwitzig
Gast
@Wolf Obama hat unter großen Widerständen eine staatliche Krankenversicherung eingeführt. Ja, das stimmt. Allerdings nicht so, wie die Qualitätsmedien darstellen. Diese „Krankenversicherung“ ist tatsächlich keine Verbesserung, sondern hat die Leute tatsächlich noch ärmer gemacht. Trump stampft sie ein. Zum Glück. Obamacare war die schlechtest-mögliche Lösung. Da ist schon ein Unterschied erkennbar. Oder? Für die Krankenversicherten wird sich nicht viel ändern. Das Trumpeltier hat es in der Hand, eine tatsächliche Krankenversicherung ins Leben zu rufen (nein, ich glaube auch nicht dran, aber deswegen ist Obomber-Care nicht akzeptabel). Der Unterschied: Die Hitler vor Trumpitler lügen Dir kackfrech ins Gesicht und machen das,… Read more »
Wolf
Gast
Diese „Krankenversicherung“ ist tatsächlich keine Verbesserung, sondern hat die Leute tatsächlich noch ärmer gemacht. Trump stampft sie ein. Zum Glück. Na da bin ich wohl von meiner Freundin in den USA glatt belogen worden, die meinte bisher wäre sie durch ObamaCare versichert gewesen, seit Freitag seien alle Vorerkrankten heraus gefallen. So was aber auch. Aber die Person ist auch eine freie Journalistin. „Lügenpresse!“ (Zynismus aus). Weiter muss ich nicht mehr lesen. Mir scheint die Verbindung zwischen Rechten Politikern wie Trump der standing ovations von Alt Right und Ku Klux Klan bekommt und sich vom Breitbartler beraten lässt und Pseudolinken nennt… Read more »
schwitzig
Gast

@Wolf
Bevor Du hier Wissensfrei herumprollst, empfehle ich Dir, Dich mal ein wenig in Okiller-Care einzulesen. Insbesondere im Hinblick auf die Versicherungen und die Staffelung des Mindestbetrages.

Robbespiere
Mitglied

@Wolf

Ich habe keine Ahnung, wem „Obamacare“ was gebracht hat, aber der Inhalt deines Kommentars kommt mir bekannt vor:

https://lindwurm.wordpress.com/2017/01/21/praesident-trump-ethels-angst-und-das-ende-der-liberalen-demokratie/

salvo
Gast
„Obamacare“ ist keine staattliche Krankenversicherung, sondern im Wesentlichen ein Subventionsprogramm für die private Versicherungswirtschaft: Dh, Menschen, die sich zuvor eine private Krankenversicherung nicht leisten konnten oder vom ‚Markt‘ abgelehnt wurden, weil sie das Profitmaximierungmodell gefährdeten, wird der Marktzugang subventioniert. „Every year during an annual open enrollment period people can obtain coverage through the health insurance marketplace…… Many Americans making under 400% of the federal poverty level (FPL) will qualify for cost assistance subsidies through the marketplace.“ http://obamacarefacts.com/whatis-obamacare/ ‚Obamacare‘ wurde ja nicht nur von den Republikanern, die jeden staatlichen Eingriff in den Markt ablehnen, auch wernn er wesentlich zum Wohle der… Read more »
salvo
Gast

vielleicht findet sich doch den einen oder anderen, der sich das anschaut

http://www.nakedcapitalism.com/2016/08/the-history-of-obamacare-2013-2016.html

der wesentliche Kritikpunkt von links (Punkt 5):

„ObamaCare’s Neoliberal Foundations“

Obamacare ist keine staatliche Krankenversicherung, sondern durch und durch marktbasiert, an der Profitorientierung des Gesundheitssystem ändert es kein Jota, ganz im Gegenteil. Trumps Lösung wird gewiss ebenso marktbasiert sein, die Republikaner werden lediglich versuchen, möglichst viel von den Regulierungen zurückzunehmen, die den Menschen einen gewissen Schutz beim (Markt)Zugang gaben

Lappenente
Gast

Neben Obamacare gibt es noch Medicare und Medicaid.
Ganz ohne „Krankenversicherung“ sind Bedürftige in den USA nicht.

Medicare
Für Bürger ab 65 und Behinderte
https://de.wikipedia.org/wiki/Medicare

Medicaid
Sozialhilfeartige medizinische Versorgung
für Bürger mit geringem Einkommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Medicaid

salvo
Gast

ja, es gibt medicare und medicaid, aber das beide sind im engeren Sinne ‚Krankenversicherung‘, es sei denn man bezeichnet jede Form von Gesundheitsversorgung als Krankenversicherung. Aber ja, es ist eine staatliche organisierte Gesundheitsversorgung auf niedriger Ebene, um die, die sich keinen Marktzugang leisten können, nicht in Massen krepieren zu lassen. Beide waren aber vor Obamacare da.

Lappenente
Gast

Beide waren aber vor Obamacare da.

Eben. Und sind es noch. In der Lückenpresse schauts wieder so aus, als wolle Trump den Amis den einzigen Schutz für den Krankheitsfall zusammenstreichen, Obamacare. Ob und was da tatsächlich an Obamacare geändert werden soll, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen.

Wir sollten uns lieber um unsere Kranken- ( Soloselbständige usw. ), und solidarische Bürgerversicherung kümmern, aber dazu kommt von den Schmierfinken der Leitmedien auch nichts Konstruktives.

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[…] kommen wir nun zu einem zweiten text: Trump als neuer Hitler? Wir Trumpeltiere! (den blog kenne ich nicht, der text eignet sich aber gut als […]

Heldentasse
Mitglied
Germans to the Front! Herr Fleischhauer trommelt schon für einen Handelskrieg mit dem Imperium: Wen Trump als Feind sieht, den versucht er zu erledigen. „Zaudern Sie nicht, zielen Sie auf die Halsschlagader“, lautet seine Empfehlung in „Think Big and Kick Ass“. In der Rede zur Amtseinführung klang das ein wenig freundlicher, aber eben auch nur ein wenig. Quelle Das ist ganz großes Kino mit immensen Unterhaltungswert, alleine deshalb hat es sich schon gelohnt das die Amis Mr. Trump ins höchste Amt gewählt haben. 😉 Außerdem besteht nun eine gewisse Chance, dass unsere Eliten von den neuen in den US von… Read more »
Paul
Gast
Witziger Weise bestätigen mir sehr viele Kommentare hier meine Befürchtungen zum Vergleich Trump – Hitler. In der Weimarer Republik herrschte großer Unmut über die Eliten und eine hohe Ablehnung des Systems. Hitler hetzte gegen diese Eliten und verhöhnte das System. Viele damals sagten sich das ist zwar ein skurriler Kauz der übel herumpoltert aber er haut den Reichen und Mächtigen auf den Sack und so schlimm wird es ja nicht kommen. Genau so kommen mir hier (zum überwiegenden Teil) die Kommentatoren vor. Genau so war seine Rede am Freitag aufgebaut. Genau so lässt er seinen Pressesprecher „alternative“ Fakten selbst zur… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Paul In der Weimarer Republik herrschte großer Unmut über die Eliten und eine hohe Ablehnung des Systems. Hitler hetzte gegen diese Eliten und verhöhnte das System. Viele damals sagten sich das ist zwar ein skurriler Kauz der übel herumpoltert aber er haut den Reichen und Mächtigen auf den Sack und so schlimm wird es ja nicht kommen. War es nicht eher so, daß die Eliten Hitler finanziell massiv unterstützt haben, wofür sie in den 12 Jahren seiner Herrschaft reichlich Kasse machen durften? Für wen haben denn Millionen KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene geschuftet, wenn nicht für die Eliten und ihre Unternehmen?… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Aber: In dem amerikanischen Zwei-Parteien-System gibt es alle 4 Jahre die Chance, anders zu wählen.

Unterscheiden sich die beiden Patienten wirklich so, das man hierbei wirklich von einer Wahl sprechen kann? Oder ist es vielmehr so, dass die Habenichtse de facto wählen dürfen von welchem politischen Clan sie nach der Wahl über den Tisch gezogen werden?

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied

@Heldentasse

Zur Zeit ist das so, wie du schreibst.
Aber wie du gesehen hast, gibt es alternativen wie Sanders, wenn auch dünn gesäät.
Für die nächste Wahl ist der wohl zu alt, aber möglicherweise ist er nicht der Einzige, der nicht mit dem Establishment kungelt und die Demokraten haben aus ihrem Fehler, Sanders kaltzustellen, etwas gelernt.
Schließlich hat er die jungen Wähler besonders angesprochen und wenn die Demokraten an die Regierung wollen, können sie die nicht einfach ignorieren.

Heldentasse
Mitglied
Die Zeche wird die Bevölkerung zahlen müssen. Und die wird höher als unter Obama oder einer Hillary Clinton. Wetten? Dann informiere doch mal schnell nach in dem parallel Universum, wo Frau Clinton die Wahl gewonnen hat, nach wie es um die Befindlichkeit der Habenichtse steht. Ansonsten ist diese Wette genauso sinnlos wie eine, in der ich behaupte der Mond sei immer dann weg wenn gerade keiner hinschaut. Des weiteren könnte man sich ja auch mal Gedanken machen über Kausalzusammenhänge, Menschen wie Herr Trump hätten nämlich nie eine politische Chance gehabt, wenn Menschen wie Frau Clinton ihren Job vernünftig machen würden,… Read more »
schwitzig
Gast
@Paul Die Analogie zur Unzufriedenheitswahl ist durchaus angebracht – der Vergleich „komischer Kauz“ und Ur-Hitler mit der Republikanischen Trumppartei in Ausrichtung Tea-Party allerdings nun überhaupt nicht, zumal es für Ur-Hitler und seine Leute von Anfang an beabsichtigt war, einen Krieg zu führen. Das steht der kolportierten Strategie von Trump diametral entgegen. Dein Vergleich hinkt an vielen Stellen. Passender wäre ein „c“DU/“s“PD-Vergleich zu 1998: Damals blubberte eine andere „Elite“ mit ordentlich Vorschußlorbeeren in Regierungsverantwortung, nur um das „c“DU-(FDP-Steuerhinterzieher)Lambsdorff-Programm härter durchzuziehen. Oder wenn schon Weimar, ist Trump der neue Brüning. Die richtigen Hitlers folgen immer nach solchen Leuten und sind das Symptom.… Read more »
Phrygian
Mitglied
Toller Artikel! Er deckt sich übrigens mit dem, was viele Mitbürger denken. Die mainstreammediale Stimmungsmache kommt nicht bei allen an. Ich habe mir gestern beim Autofahren mal eine längere Diskussion im DLF „angetan“, wollte mal hören, was die drei Experten + Moderator so labern. Und siehe da, viele zugeschaltete Hörer äußerten sich in dem Sinne: „…. nun lasst den Mann doch erst mal machen, er hat ja noch nicht mal richtig angefangen zu regieren….“ Ich bin auch dafür, Vorverurteilungen zu unterlassen und die dicke Lippe wird er sich an so mancher Wand, gegen die er garantiert laufen wird, schon noch… Read more »
Andreas Schlüter
Gast
Es galt mal im Westen als Verharmlosung der deutschen Geschichte, wenn man einen Politiker mit Hitler verglich, nun, abgesehen von Stalin. Dann kamen natürlich irgendwann die Vergleiche angeschlichen: Saddam Hussein, Ahmadinejad, ja, und auch Putin. Nun sind wir beim US-Präsidenten angelangt! Bei allen „Vorgängern“ des Vergleichs war das im Westen das Zeichen für: zum Abschuss vorgesehen (egal, ob schon durchgeführt oder nicht). Der Joffe hat´s dann beim Presseclub ausgesprochen: „Mord im Weißen Haus“! Sind hier „Sensible“ schon „eingestimmt“? Wichtig zu begreifen, der US-Präsident ist nicht der „mächtigste Mann der Welt“, allenfalls der prächtigste (nun, da hat man bei Trump auch… Read more »
Lappenente
Gast

OT

Jetzt wirds ernst !

„Donald Trump will eine Flugverbotszone in Syrien einrichten.
Er hat ein Dekret an das Pentagon und das Außenministerium vorbereitet.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-plant-flugverbotszone-in-syrien-und-fordert-wladimir-putin-heraus-a-1131819.html

wschira
Mitglied

Das entspricht nicht den Tatsachen. Trump sprach davon, „Sicherheitszonen“ einrichten zu wollen. Wenn es SPON passt, verlieren sie ihre Englischkenntnisse.

trackback

[…] Charakter eigentlich erlaubt. Das sehe ich völlig anders als zum Beispiel mein ansonsten doch sehr geschätzter Kollege. Der Maßstab, den man bei der gefühlten (und tatsächlichen) Einseitigkeit in den Berichten zu […]

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