Über das gestrige Versagen der Medien

Kaum dass dieser Lastwagen in den Weihnachtsmarkt rauschte, mutmaßte man, es handle sich vielleicht um einen terroristischen Anschlag. Man wusste jedoch nichts Genaues. Aber die journalistische Ermittlung lief schon auf Hochtouren.

Das Erste zum Beispiel präsentierte Ingo Zamperoni, der etwas gedankenverloren in die Kamera blickte und festhielt, dass es sich zwar vielleicht um einen terroristischen Akt handeln könnte, man aber nicht wisse, ob es denn wirklich so sei. Danach kündigte er einen Rückblick mit sämtlichen terroristischen Attacken an, die dieses Jahr in Deutschland stattfanden. Obgleich man also nicht wusste, mit was man es da zu tun hatte, hatte man das Ereignis in Berlin schon gleich unter dem Label des islamistischen Terrorismus verbucht und die Leitlinie festgesetzt.

Kann ja tatsächlich sein, dass es ein Anschlag war. Vorsatz dürfte auf alle Fälle dahinterstecken. Hat aber der Journalismus denn keinerlei Verantwortung mehr, das Ereignis so lange ergebnisoffen zu begleiten, bis man konkrete Angaben machen kann?

Den Übergang der Publikative in die Spekulative haben wir schon mehrfach erlebt in den letzten Jahren. Der Medienmainstream hat zuletzt auch über den Begriff des Postfaktischen berichtet und meinte damit bestimmte politische Bewegungen und Beweggründe. Doch das Problem liegt tiefer. Es ist tatsächlich ganz wesentlich zur journalistischen Praxis hierzulande geworden, erst gar nicht mehr auf Fakten zu warten, über sie hinweg zu gehen und zu berichten. Es ist allerdings nicht post-, es ist präfaktisch. Was qualitativ betrachtet aber nur wenig Unterschiede macht.

Während allerdings das Postfaktische als Fake justiziabel gemacht werden soll, bleibt das Präfaktische des Mainstream unangetastet und ohne rechtliche Konsequenzen. Und das ist eine Bürde.

Denn es ist mitnichten so, dass da einfach nur Journalisten übermotiviert über ihren Ethos hinweggehen oder Spekulation bewusst in Kauf nehmen, um so Quote zu machen. Der Mainstream prägt den Alltag im Lande. Und er prägt auch die Polizeiarbeit vor. Wenn nicht ergebnisoffen berichtet wird, wenn man als Journalist nicht immer wieder betont, dass man momentan noch nichts berichten könne, außer vielleicht den Hergang und über einige Fakten am Rande, dann beeinflusst er gezielt die Ergebnisoffenheit der Ermittler. Denn auch die lesen Zeitung oder gucken TV.

Ein solcher Journalismus behindert die Ermittlungsarbeit nachhaltig. Aber er bleibt trotzdem unbelangt, kann immer wieder so weitermachen und versteckt von ihm verbreitete Irrtümer ganz tief im Archiv, sodass man sie kaum mehr findet. Am Ende weiß man als Rezipient nicht mal mehr, ob die letztliche Deutung eines Ereignisses ein Produkt sachlichen Zusammentragens von Fakten und Ermittlungsansätzen ist oder einfach nur die sich verselbständigte Spekulation aus dem Äther.

Natürlich gibt es im ersten Nachgang dann immer Rubriken, in denen aufgelistet wird, was Fakt und was Gerücht ist. Aber zu diesem Zeitpunkt haben sich die ersten spekulativen Ansätze und die Querverbindungen wie jene, dass man eben mal andere Anschlagsszenarien per Einspieler in Erinnerung ruft, schon völlig in den Köpfen verfestigt. Journalistische Gründlichkeit muss von Anfang an einsetzen, nicht irgendwann mittendrin. Dann ist es für sie zu spät.

Die Presse ist in der tiefsten Glaubwürdigkeitskrise aller Zeiten in Deutschland. Die Menschen zweifeln an ihrer Neutralität und an ihren Methoden. Die, die laut über die so genannte Lügenpresse wettern, werden jetzt kaum Kritik äußern, wenn man Ereignisse wie jene in Berlin einem Moslem in die Schuhe schiebt, auch ohne Belege dafür zu haben. Aber es ist genau diese unverantworliche Arbeitsauffassung des Mainstreamjournalismus, der seine eigene Krise vertieft.

Anschläge wie der in Berlin dokumentieren nicht nur den ganzen Wahnsinn des Zeitgeistes und der Weltordnung, sie belegen auch immer aufs Neue das Versagen unserer Medienanstalten.

Hinterlasse einen Kommentar

54 Kommentare auf "Über das gestrige Versagen der Medien"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
GrooveX
Mitglied

was heute morgen positiv über die medien in den nachrichten (also in den medien) vermerkt wird:

’sie haben versucht, sich an die tatsachen zu halten.‘

ist das nicht schön? wenige tage nach dem istanbuler weihnachtsdekret erdogans ist es eine erfreuliche tatsache, wenn die medien sich gegenseitig bestätigen, versucht zu haben – herrlich!

GrooveX
Mitglied

das mit dem editieren klappt nicht!!!

quelle für obiges: ndrinfo

Heldentasse
Mitglied

Wenn in Deinem Arbeitszeugnis des letzten Arbeitsgeben stünde; er hat stets versucht seine Arbeitsleistung zu erbringen, könntest Du ab einem gewissen Lebensalter direkt Hartz 4 beantragen.

Vielleicht gilt ja für die Journalisten und Redakteure das gleiche, wenn diese so „geadelt“ werden?

Beste Grüße

Mod
Gast
@Heldentasse, moin Gemeinde, wenn etwas über „das gestrige Versagen der Medien“ berichtet wird, dann möchte ich auch wissen weshalb Fakten, ein toter Beifahrer, den Fahrer hat die Polizei ebenso, der konnte aber wieder gehen und der LKW parkt als wenn er von der Fahrbahn abgekommen, oder ein Fahrer ohne das er geeignet ist zum Führen eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr saß am Steuer waren die ersten Nachrichten, den nächsten Tag finden die eine Brieftasche vom Ausländer usw. usf. ich meine wenn schon dann auch Roß und Reiter nennen sonst beteiligt sich am Versagen, es wird vom Autor negiert und das ist… Read more »
Mod
Gast
Nachtrag, das war ein Geistesgestörter als ich die Geschichte von meiner Frau hörte und die hatte es Frisch aus dem Radio. Zu 9/11 ist zu sagen das im Jahr 2003 Herr Teller die höchste zu vergebene und vom US-Präsidenten verliehene Medaille (Bush jun. sowie sen. wurden vom Time-Magazin „Men of the Year“) für seine Forschung in der Thermo- nuklearen Sprengkraft als „Technik“ und die Anwendung auf zivile Ziele. 1959 wollte Teller schon einen Tiefseehafen in die Arktis sprengen, auf P/R Tour erzählte er den Ureinwohnern, er würde die Form eines Bären erhalten. Kennedy legte das 1961 auf Eis und die… Read more »
Yarsin
Mitglied

Was das Verhalten, die Lügen und die Halbwahrheiten oder das Verschweigen in der Presse/Medien betrifft fühle ich mich schon lange bei „1984“. Da soll eine „Wahrheit“ erzeugt aber nicht wirklich berichtet werden.

Jetzt geht das populistische geschwurbel über Maßnahmen, Sicherheitsvorkehrung, Abschiebung krimineller Flüchtlinge wieder um. Gegen „Terrorismus“ wird das allerdings nicht helfen, denn das ist eine asymetrische Art der Kriegsführung, Guerilla Krieg.

Nu denn Oh du fröhliche

Heldentasse
Mitglied

Das System in „1984“ ist noch viel perverser, weil darin die Wahrheit® einem stetigen und beliebigen Wandel unterliegt, und demzufolge jederzeit aus „Fake-News“ zur Wahrheit /und auch andersherum) gemacht werden.

Beste Grüße

Yarsin
Mitglied

postfaktisch sind wir schon da. 😜

flurdab
Gast
Der wesentliche Trend, den ich zu beobachten glaube, ist nicht dass befürchten, sondern dass erhoffen. Sendezeit muss gefüllt werden, Terrorexperten müssen ihr Expertentum beweisen, heiße Luft muss erzeugt werden. Man könnte auch zynisch sagen: „Berlin hat endlich zu den Hauptstädten der Welt aufgeschlossen, nicht mehr nur arm und sexy, nein nun auch ordentliche Location für hippe Terroristen sämtlicher Richtungen“. Endlich am Puls der Zeit, Stadtmarketing at his best. Und viel „billiger“ als von der Werbeagentur. Wobei, wer will heute noch beurteilen wie tief Werber sinken können? So ein „Event“ kann man nicht ungenutzt verstreichen lassen, zumal die, die nun in… Read more »
der mit ohne auto
Gast

jep, das sehe ich sehr ähnlich!

trackback
[…] Berlin – Über das gestrige Versagen der Medien Kaum dass dieser Lastwagen in den Weihnachtsmarkt rauschte, mutmaßte man, es handle sich vielleicht um einen terroristischen Anschlag. Man wusste jedoch nichts Genaues. Aber die journalistische Ermittlung lief schon auf Hochtouren. Das Erste zum Beispiel präsentierte Ingo Zamperoni, der etwas gedankenverloren in die Kamera blickte und festhielt, dass es sich zwar vielleicht um einen terroristischen Akt handeln könnte, man aber nicht wisse, ob es denn wirklich so sei. Danach kündigte er einen Rückblick mit sämtlichen terroristischen Attacken an, die dieses Jahr in Deutschland stattfanden. Obgleich man also nicht wusste, mit was… Read more »
Iannis70
Mitglied

Also im ZDF hat das die Slomka gestern abend ganz gut hingekriegt. Jedenfalls hat sie gefühlt mindestens 100 mal betont, dass man eigentlich nichts wisse, außer dass ein Lastwagen in den Weinachtsmarkt gefahren ist.

Dass man diese faktenarme Begleitung des Vorfalls dann über Stunden hin streckte, kann man richtig oder falsch finden. Jedenfalls glaube ich nicht, dass man das sehr viel besser hätte machen können.

Stefan
Gast
Kleiner Einspruch. Als ich gestern die Nachrichten (rbb, ARD, ZDF) verfolgte wurde gesagt, dass vieles (Absicht oder nicht, Motiv) noch unklar ist. Störend empfand ich auch, dass diese Aufzählung bisheriger Terroranschläge in Deutschland in jüngster Zeit vorgenommen wurde. Aber dann wurde einige Zeit auch erwogen, es könne sich um einen Unfall handeln und mehrmals die Unfallthese erwogen. Bitte, wie wahrscheinlich ist das denn? Ich kenne die Örtlichkeiten. Das ist keine abschüssige Durchfahrtsstraße mit Kurve, wo man leicht von der Fahrbahn abkommen kann. Bei einem plötzlichen, epileptischen Anfall vielleicht – dann steigt der Fahrer aber nicht aus und flüchtet, einen toten… Read more »
aquadraht
Mitglied
Offenbar kennst Du die Örtlichkeiten nicht. Auch wenn es jetzt so aussieht, dass es ein Anschlag war, könnte jemand, der bei unangepasster Geschwindigkeit die Herrschaft über das Fahrzeug in der ziemlich scharfen Linkskurve am Ende der Kantstrasse verliert, genau so auf den Bürgersteig rasen, wie es der Todesfahrer getan hat. Du hast offensichtlich noch nie auf dem Bock eines schweren Lastzugs gesessen, in der Kurve wären 40km/h zu viel, vor allem bei einem vollbeladenen Sattelzug. Die Unfallthese, oder die Annahme, es habe sich um einen inkompetenten Autodieb gehandelt, lag nahe. Was störte, war der Verbleib der polnischen Fahrer. Aber auch… Read more »
Kakapo3
Gast

Die Lage des Lkws war eindeutig nicht durch Fliehkräfte oder Bremsung bestimmt.
vgl. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-anschlag-vermutet-mutmasslicher-taeter-naved-b-war-offenbar-polizeibekannt-a-1126641.html
Nachdem das Bild mit dem Lkw von oben veröffentlicht war, wurde die Unfallhypothese sehr sehr unwahrscheinlich.

aquadraht
Mitglied

Das ist Blödsinn wie er von einem xenophoben Kackarsch zu erwarten war. Wenn ein Fahrer die Beherrschung über sein Fahrzeug verloren hätte, wäre eine solche Fahrtrichtung äusserst plausibel. Die Zugmaschine stand mit dem linken Vorderreifen auf der Budapester Strasse, wenn ein Fahrer in der Kurve die Gewalt über das Fahrzeug verloren hätte, wäre er genauso gelandet. Dass er überhaupt in den Buden zum Stehen kam, wäre auch mit einem Unfall in Einklang gewesen.

Kakapo3
Gast

Oh ja welch ein überzeugendes Argument. Wie konnte ich nur was anders sagen. Intelligenz setzt sich halt durch. Tschuldigung.

schwitzig
Gast
@aquadraht Na, ich denke schon, dass das Absicht war. So wie es aussieht, wurde der polnische Fahrer – wohl ein Cousin des Firmeninhabers – erschossen, um den LKW zu klauen. Es ist halt einer der Irren gewesen, die der Wertewesten weltweit über Jahrzehnte herangezogen und erzeugt hat. Da die Wertewesten-Kopfabschneider recht mobil sind, kommen sie jetzt auch mal direkt zum Wertewesten und hinterlassen einen Eindruck, was der Wertewesten aus ihren Ländern gemacht hat. AfD-dislaimer: Die Wertewesten-Kopfabschneider würden uns auch beglücken, wenn wir keinerlei Flüchtlinge auf Wertewesten-Gebiet einreisen ließen. Sie würden dann eben als Freunde des Wertewestens mit dem Zug oder… Read more »
aquadraht
Mitglied
Das sind sowieso alles Spekulationen. Und der Speigel, den Kackarsch zitiert hat, schreibt auch einen Haufen Müll. Angeblich habe der Lkw „den Platz umrundet, um Schwung zu holen. Das schreibt ein Speigel-Schreiberling, der noch nie in Berlin Auto gefahren ist (Lappen weg oder noch nie da gewesen?). Um den Breitscheidplatz zu umrunden, muss man die Budapester durchfahren, dann 2mal rechts auf den Tauentzien. Der Lkw kam aber von der Kantstrasse. Es ist immer noch nicht geklärt, wer der Erschossene ist, der Fahrer, der Beifahrer oder eine dritte Person. Und wo ist der Fahrer/Beifahrer? Das ganze passt doch vorn und hinten… Read more »
schwitzig
Gast
@aquadraht Ich weiss über den Berlon-Vorfall ehrlich gesagt nicht viel, da ich das ganze Geheuchel in den Qualitätsmedien bewusst vermeide. Ich weiss nur, dass da ein LKW über einen Weihnachtsmarkt gefahren ist, dass es einen toten Polen und durch die Fahrt viele tote und verletzte Weihnachtsmarktbesucher und einen falsch verdächtigten Pakistaner gibt. Ergo kann ich mir gut vorstellen, dass Du richtig liegst oder auch nicht :-). Im Moment ist mein Interesse sehr gebremst, da das Thema durch die Heuchlerpathos-Luftpumpen komplett besetzt ist. Dieses „wir-stehen-zusammen“-Geblähe Gauckscher Prägung kann ich mir ohne Ekelattacken ähnlich wie bei dem Charlie-Hebdo-Großevent nicht mehr ohne psychosomatische… Read more »
Stefan
Gast

So http://www.bz-berlin.de/media/bildschirmfoto-2016-12-20-um-07-51-46 könnte die Spur eines LKWs aussehen, wenn der Fahrer die Kontrolle verloren hat?

Ich habe schon viele Stunden auf einem LKW-Bock gesessen aber das sieht man auch so, dass das Humbug ist.

Iannis70
Mitglied

steigt der Fahrer aber nicht aus und flüchtet, einen toten Beifahrer zurücklassend.

Wusste man doch anfangs gar nicht, ob der Flüchtende der Fahrer oder der Beifahrer war, hat sich doch erst später rausgestellt. Außerdem wäre selbst nach einem solchen Unfall die Flucht eine denkbare Schockreaktion.

Stefan
Gast

Aber nicht wenn die Unfallursache ein Herzinfarkt oder etwas ähnliches war, das erklärt, wieso der LKW ungebremst in den Markt fährt.

Heldentasse
Mitglied
Während allerdings das Postfaktische als Fake justiziabel gemacht werden soll, bleibt das Präfaktische des Mainstream unangetastet und ohne rechtliche Konsequenzen. Und das ist eine Bürde. Bürde steht laut Duden in diesem Zusammenhang für „schwere Last“, und dem zufolge soll es nur eine schwere Belastung sein, wenn demnächst Menschen aufgrund von Fake-News strafrechtlich verfolgt werden? Warum schreibt man hier nicht einfach den guten alten, weil in der Geschichte oft angewandt, teutschen Begriff der Zensur stattdessen, und fordert für die Menschen eine gute Bildung sowie Medienkompetenz ein, damit sie sich selbst und eigenverantwortlich ein Bild, auch über den Vorfall in Berlin, machen… Read more »
Serienfan
Gast
„Jetzt ist nicht die Zeit für Spekulationen“, hieß es fortwährend. Da muss ich dann doch schüchtern fragen: Ach, und wann ist dann die Zeit für Spekulationen? Wenn der Fall abgeschlossen und alle Tatsachen geklärt sind vielleicht? Ich finde es pietätlos, wenn sich nach so einem Ereignis die Medien gegenseitig mit „News-Blogs“ und „Live-Streams“ überschlagen. Das hat etwas Widerliches. Aber ich will auch nicht dauernd belehrt werden, nicht spekulieren zu dürfen. Natürlich wird angesichts eines solchen Vorfalls spekuliert. Das liegt doch in der Natur der Sache, und es ist auch eine Art „natürlicher“ Prozess, eine solche Meldung zu verarbeiten. Und es… Read more »
Illoinen
Gast
Der sog. Westen hat und führt seine Bürger in einen Wald, ohne die Bäume sehen zu wollen? Terrorismus ist die Antwort auf die illegalen westlichen Kriege, auf den täglichen westlichen Bomben, Drohnen und Wirtschaftsterror des Westens im Rest der Welt. Aber damit, und hier kann man genau erkennen, wie die Indoktrination im Westen „wir sind die Guten“ das ja alles nichts zu tun? Ich würde sogar von Freunden aus Süd Afrika angerufen, was hier wohl los sei? Soweit ist im Westen schon die Indoktrination fortgeschritten, dass aber der Westen mit seinen gerade einmal 10% der Weltbevölkerung, den Rest der Welt… Read more »
Heldentasse
Mitglied
Terroristen sind Schwerstkriminelle und keine Kombattanten! Verfolgt werden diese in einem Rechtsstaat, aus sehr guten Gründen, durch die Polizei, und ihre Strafe erhalten sie durch ein ordentliches Strafgericht. Wenn man nun den Terrorismus in Europa, unmittelbar mit den durch den Westen ausgelösten Kriege verknüpft, besteht immer die Gefahr das man diesen Verbrechern einen Kombattantenstatus zugesteht, was u.a. wiederum den Ruf nach einem Einsatz des Militärs im Inneren zur folge hat. Das dies den üblichen politischen Verdächtigen in die Karten spielt heißt noch lange nicht, dass dies unschädlich für einem demokratisch verfassten Rechtsstaat ist. Ergo: Bitte den Ball flach halten, und… Read more »
teilen_und_herrschen
Gast

Du glaubst noch an objektive Ermittlungen? Das ich nicht lache. Wenn jemand die Wahrheit herausfindet, liegt dieser am nächsten Tag irgendwo tot rum, und jeder fragt sich dann „hoppla, was ist denn da passiert“ aber weiter wird nicht gedacht.

Heldentasse
Mitglied

Ich glaube an die Prinzipien des Rechtsstaat, der allerdings keiner mehr ist wenn Tatverdächtige, Zeugen oder auch nur Menschen die zufiel wissen, „am nächsten Tag irgendwo tot“ rumliegen.

Beste Grüße

teilen_und_herrschen
Gast

Der beste Beitrag. So und nicht anders ist es. Der Westen spielt hier eine so ekelhaft verlogene Rolle. Wieso verstehen wir das einfach nicht. Wir hier im Westen sind Schuld am Leid der Welt. Wir hier im Westen haben anderen Völkern den Glauben aufgezwungen, anstatt von ihnen und mit ihnen zu lernen. Nein, WIR wissen alles besser.

Kakapo3
Gast
Ich war gestern in Berlin unterwegs und empfand die Berichterstattung (SPON, ZEIT, BBC über Smartphone) erstaunlich sachlich und ruhig. Kein Vergleich zu dem Weltuntergangsszenario beim Amoklauf in München. In Kenntnis der Örtlichkeit war schon gegen 21 Uhr recht eindeutig, dass es sich um einen Anschlag handelte (mit welchem Ziel auch immer). Die Anschlagshypothese war die wahrscheinlichste und es daher nicht verwerflich dies auch zu kommunizieren. Im Laufe des Abends war ich eher durch die ständige Wiederholung, man wisse noch nichts und es könnte auch ein Unfall sein, genervt. Gerade in kritischen Medien sollte man versuchen nicht reflexartig zu reagieren im… Read more »
Fotzibaer
Gast

Jetzt lasse doch ! Deutschland hat seinen ersten, kleinen Nein-Ilewwen und möchte dabei sein.
Deutschland glaubt ja, dass man im Orient Unheil anrichten darf ohne mit Gewalteskalation hinter der
asymetrischen Heimatfront rechnen zu müssen. Hurra….Bodengewinn gegen den IS in Rakka, dafür Einschläge in Berliner Bretterbuden.
Das bleibt jetzt so und wird über die nächsten Jahre an Neuigkeitswert verlieren. Irgendwann wird denen die Zeit zur Live-Tätersuche fehlen.

Iannis70
Mitglied

Eben habe ich mir das Statement der Bundeskanzlerin live angeschaut. Ehrlich gesagt, bin ich erschüttert, wie empathielos, ähnlich einer Sprechpuppe, diese Frau den für sie formulierten Text runtergeleiert hat. Kein Funken Mitgefühl in Stimme und Gesichtsausdruck, schrecklich.

schwitzig
Gast

@Iannis70

ähnlich einer Sprechpuppe, diese Frau den für sie formulierten Text runtergeleiert hat.

Wenn es aussieht wie eine Sprechpuppe, sich benimmt wie eine Sprechpuppe und redet wie eine Sprechpuppe, ist es wahrscheinlich eine Sprechpuppe.
Im Rahmen der ihr gesetzten Möglichkeiten war sie bemüht, ihr Bestes zu geben.

Iannis70
Mitglied

Möglich, aber von einer Bundeskanzlerin darf man doch wohl mehr verlangen, als „sich zu bemühen“?

Yarsin
Mitglied

Was bedeudet es nochmal, wenn in einem Zeugnis steht „er bemühte sich stets“?

schwitzig
Gast

@Yarsin

„er bemühte sich stets“

Ich habe ganz bewusst das „stets“ weggelassen :-).

FrageZeichen
Gast
Schon klar. Der Herr Lapuente möchte natürlich das erst dann berichtet wird, wenn absolute Sicherheit über die „Ereignisse“ gegeben ist. Das heißt dann wohl: Nie. Wann soll denn bitte absolute Gewißheit über irgendeine Info da sein? Wann ist der mathematische Beweis für irgendetwas denn erbracht? Immerhin muß gezielt unter den Teppich gekehrt werden, was gerade in Deutschland passiert. Und was ist das? Die Merkel hat eine Menge Gesindel ungehindert ins Land gelassen. Wie wäre es dann mal, wenn man das benennt und gleichzeitig den Weg dafür bahnt diese dämliche Blondine zur Rechenschaft zu ziehen? Aber der Herr Lapuente möchte natürlich… Read more »
The Joker
Gast

Hallo FrageZeichen,

bitte belästige mit Deiner Bulimie einen Spezialisten, nicht uns.

wschira
Mitglied

„Wann soll denn bitte absolute Gewißheit über irgendeine Info da sein? Wann ist der mathematische Beweis für irgendetwas denn erbracht?“

Nun, absolute Gewissheit über eine Info besteht im allgemeinen dann, wenn es keine begründeten Zweifel mehr gibt.
Der mathematische Beweis für irgendwas ist erbracht, wenn er durch logische Folgerungen erbracht ist. Deshalb heisst er auch mathematischer Beweis.

schwitzig
Gast

@FrageZeichen
Ich nehme an, dass Du weißt, dass Dein Posting schwachsinnig ist. Es ist völlig egal, ob diese Merkel Flüchtlinge Aufenthaltsrecht gewährt oder nicht. Wenn jemand einen Anschlag an Ort X ausüben möchte, geht er dahin. Und dagegen kann man nichts machen. Es sei denn, Du möchtest jeglichen Reiseverkehr unterbinden. Dann hast Du nur noch die „bio“-Attentäter. Also unsere eigenen Nazis oder wie in Frankreich die durch Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit radikalisierten. Ja, da staunst Du, was?
Die „Flüchtlingswelle“ hat die Anschlagswahrscheinlichkeit und -anzahl um exakt 0,0 % erhöht.

Fotzibaer
Gast

Die Merkel hat eine Menge Gesindel ungehindert ins Land gelassen.

Na, na, na ! Vielleicht viele Menschen mit unlauteren Absichten, Sprengstoff und Waffen ins Land gelassen …..“Gesindel“ sagt man nicht ………..ist nicht pc…….

OAlexander
Gast
Soll das jetzt heißen, dass alle islamischen Massenmörder quasi einen Freibrief von Jens Berger haben? Das würde dann soviel wie bedeuten, dass es gerechtfertigt war dass die USA und Australien Feindpopulationen in den WKII Jahren interniert haben? Die Menschen haben effektiv keinerlei Einfluss auf irgendetwas, bezahlen diese Art von Masseneinwanderung aber. Effektiv radikalisieren sich Moslems global seit rund dreißig Jahren – und das hat absolut nichts mit dem Verhalten der Bundesrepublik zu tun. Selbst auf den Cocos (Keeling) Islands im Indischen Ozean findet das seinen Ausdruck. Jenseits dessen wissen wir, dass rund ein Drittel Islamischer Migranten grundsätzlich Quasi-Faschisten sind. Zudem… Read more »
aquadraht
Mitglied
Also OAlexander, ich habe Dich bislang für einen denkenden Menschen gehalten. Das, was das Fragezeichen erbricht oder dünnscheisst, kann man eh getrost ignorieren. Aber wie kommst Du auf diesen Erguss? Zunächst einmal, lebst Du nicht ganz woanders? Wir sind es, die mit eventuellen Konsequenzen der Migration konfrontiert sind, ich erinnere mich, dass Ihr Migranten auf wasserlose Inseln sperrt und wartet, bis sie sich geselbstmordet haben. Ich wohne in Berlin, nebenbei gesagt. An Fakten weiss ich: Ein polnischer Scania-40Tonner-Sattelzug fährt in der Linkskurve der Kantstrasse von Einmündung in die Budapester halbrechts über den Bürgersteig und rasiert die Nordwestecke des Breitscheidplatzes mitsamt… Read more »
The Joker
Gast

Hallo OAlexander,
das ausgerechnet vom Wahl-Aussie…
Quasi-Faschisten sind eher die australischen Deportations-Politiker (sehr weiße und sehr christliche Einwandererbrut).
Ein kompletter Kontinent mit der Einwohnerzahl von NRW spielt „Das-Boot-ist-voll“.
Gegen die andere, nicht deportierbare Feindgruppe – die Aborigines – wird die heiße Kindersexkeule angewendet, um a bisserl Apartheid zu machen.

Meinungsmacht
Gast

Vor etwas mehr als 15 Jahren hätte man zuerst mal über einen Unfall und nach weiteren Erkenntnissen über eine Amokfahrt geredet/geschrieben. Mittlerweile ist jedes heruntergefallene Weinglas gleich ein TERRORANSCHLAG und wir werden alle störben.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Terroranschlag und einem Amoklauf? Hinter jedem Amoklauf steht doch auch ein Motiv, jeder Amoklauf (zer)stört die öffentliche Ordnung und verbreitet Angst und Schrecken. Heute denken sich die Amokläufer einen sinnstiftenden politischen Hintergrund aus und schwupp – TERRORANSCHLAG!

Folkher Braun
Mitglied
So. da steht ein Sattelzug bei Thyssen Schulte in Berlin mit 25 Tonnen Stahl aus Italien. Was macht dann der Fahrer?- Er wird versuchen, irgendwo Lebensmittel zu kaufen. Vielleicht war er auch an der Pommesbude. Vielleicht ist er zum Essen wieder in die Kabine gestiegen, und zwar auf der Beifahrerseite, weil er da einen Klapptisch hat. Da der IS derzeit das Morden mittels Lkw propagiert, könnte das Szenario so aussehen. Interessierte Leute klappern solche Parkplätze in Industriegebieten nach möglichen Opfern ab. Die Gegenden sind abends meist schön einsam. Dann reißt einer die Beifahrertür auf und knallt den Fahrer ab. Oder… Read more »
Stelzer Hanss
Gast

leider ist es so, wie Ihr schreibt,
ich kann nicht mehr nachvollziehen, was unsere Journalisten antreibt.
Ich habe das heute journal über 1 Stunde gesehen, weil ich auf den nachfolgenden Film wartete. Es war eine Katastrophe

Sukram71
Mitglied
So wie die Dinge lagen, konnte man im Berlin von Anfang an einen islamistischen Terroranschlag vermuten. Das war kein Versagen der Presse und auch nicht verwerflich, solange man dazu gesagt hat, dass noch nichts sicher feststeht und man etwas spekuliert. Hätte die Presse nicht wenigstens einen islamistischen Anschlag als wahrscheinliche Möglichkeit in Betracht gezogen, dann hätte sie sich erst Recht lächerlich gemacht und als vermeintliche „Lügenpresse“ bestätigt, die angeblich auf einem Auge blind sei. Schließlich war es auch die Aussage der Polizei, dass man von einem terroristischen Anschlag ausgeht. Andernfalls dürfte die Presse erst dann von einem islamistischen Anschlag sprechen,… Read more »
GrooveX
Mitglied

ach so, du schreibst einfach, ohne die geringste ahnung, worum es geht, einfach mal drauflos, nach dem motte, alles ist gut.

nein, alles war großer mist. weder hat die presse irgendwas in betracht gezogen, noch war sie auf nur einem auge blind. es ging darum, sie hatten einen täter, keinen verdächtigen, nur einen täter, und der war paki!

es ist unglaublich toll, angesichts von vielen toten in der gegend rumzuspekulieren. war ja nun nach dem debakel mit dem weihnachtsfeierverbot in istanbul unbedingt angebracht – einfach weiter machen. ist der ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert. irres motto, könnte deines sein.

Sukram71
Mitglied

Die Medien haben von einem pakistanischen Asylbewerber gesprochen, der von einem Zeugen verfolgt und von der Polizei unter dringendem Tatverdacht festgenommen wurde. Die Medien haben immer von einem mutmaßlichen Täter geschrieben.

Und natürlich sind solche Erkenntnisse ein mehr als ausreichender Grund fundiert über einen islamistischen Terroranschlag zu spekulieren.

Als sich der Tatverdacht gegen den Pakistaner verflüchtigt hat, haben die Medien sofort berichtet und haben auch geschrieben, warum er unschuldig ist.

Was in der Bild steht, weiß ich nicht. Die ist aber auch kein Maßstab.

GrooveX
Mitglied
GrooveX
Mitglied
wpDiscuz