Jez he did! Jeremy Corbyn bringt uns den Optimismus zurück!

Noch vor wenigen Wochen hätten wohl nur eingefleischte Corbynistas einen Penny auf den Vorsitzenden der britischen Labour Partei gesetzt. In einer Nacht der langen Messer hatten Abgeordnete des rechten Parteiflügels in Zusammenarbeit mit einigen Medienvertretern einen Putsch gegen Corbyn gestartet. Zum Höhepunkt hatten 80% der Labour-Abgeordneten des Unterhauses und nahezu die komplette Parteispitze dem Vorsitzenden förmlich ihr Misstrauen ausgesprochen, während ihm gleichzeitig ein eiskalter Orkan von Seiten der Medien umtobte. Doch Jeremy Corbyn tat, was er zeitlebens tut. Mit einer Sturheit, die jedem Esel Respekt abringen würde, stellte er sich dem Orkan, blieb standhaft und überlebte. Aus der am Samstag abgeschlossenen Urwahl ging er mit 62% der Stimmen sogar gestärkt hervor. Corbyn beweist: echte linke Politik ist auch heute noch möglich – sogar gegen den erbitterten Widerstand angepasster Parteieliten und der kompletten Medienlandschaft. Auch für uns sollte dies ein Hoffnungsschimmer sein.

Was ist der große Unterschied zwischen Jeremy Corbyn und Sigmar Gabriel? Sicher, der eine begeistert die Massen, der andere verärgert selbst eingefleischte Parteimitglieder. Während die Labour Party in nur einem einzigen Jahr unter Corbyn ihre Mitgliederzahl auf 680.000 verdreifacht hat, hat die SPD in den sieben Jahren Gabriel mehr als 100.000 Mitglieder verloren. Im Sommer löste Labour die SPD als mitgliederstärkste Partei Europas ab. Jeremy Corbyn ist sprichwörtlich standhaft. In den Jahren unter Blair und Brown stimmte er sagenhafte 428 Mal gegen die eigene Partei, die sich von den Werten abgewandt hatte, die echte Sozialdemokraten wie Corbyn nun einmal vertreten. Sigmar Gabriel spring hingegen über jedes Stöckchen, das ihm vorgehalten wird. Wenn Corbyn ein überragendes Beispiel für Standhaftigkeit ist, ist Gabriel wohl ein überragendes Beispiel für Biegsamkeit. Im Lexikon könnte unter „Opportunismus“ sein Bild stehen. Über Inhalte braucht man hier wohl gar nichts mehr zu sagen: Während Corbyn ausschließlich klassische sozialdemokratische und linke Positionen einnimmt und offensiv vertritt, weiß Sigmar oft morgens nicht, welche Position Gabriel abends zu wichtigen Themen haben wird. Ist er für oder gegen TTIP? Wie sieht´s mit der Rente aus? Schaffen wir das oder hat das Pack am Ende doch Recht? Sigmar Gabriel ist kein echter Politiker, sondern eine Überraschungstüte.

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56 Kommentare auf "Jez he did! Jeremy Corbyn bringt uns den Optimismus zurück!"

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R_Winter
Mitglied
Ja, Corbyn ist ein Linker von Schrott und Korn – aber reicht es? Wunsch und Wirklichkeit sind sich auch mit der Wiederwahl von Corbyn nicht näher gekommen. In UK wird die Karte der Gastarbeiter gespielt, zusammengefasst in Polnisch sprechenden Europäer. Es ist das gleiche Spiel neoliberaler Kreise, das in Deutschland durchgezogen wird und sich in den Flüchtlingen aus außereuropäischen Ländern bündelt. Unzufriedenheit kann allein kein Konzept sein – es bedarf mehr und leider ist bei Corbyn ein Zukunftskonzept z.Z. nicht sichtbar. Darum werden die Torys, mit den Medien im Rücken und den fast unbegrenzten Mitteln der „Klasse der Reichen“, die… Read more »
jowi
Mitglied
Ach komm, ein bisschen mehr Optimismus! Alleine dass dieses Intrigenspiel nicht aufgegangen ist, das sollte einem doch die Laune aufhellen! Natürlich hat Corbyn und alle die auf ihn hoffen, noch einen langen Weg vor sich. ABER, bei der Labour-Partei kann man nun hoffen. Anders bei unserer SPD, bei der mir nur noch der alte Kommunisten-Spruch einfällt: Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten! Albrecht Müller sprach nach dem letzten Programm-Parteitag vom doppelten Selbstmord. Zur Recht! Die SPD erweist sich als fremdbestimmt. Das geht ins Mark des Vertrauens. Bei dieser SPD muss man alle Hoffnung fahren lassen. So einen fahren lassen, dass… Read more »
Mordred
Gast

Beim Thema Globalisierung und Ausspielen von Arbeitern verschiedener Länder zum Zweck der Lohndrückerei muss die Linke noch bessere Antworten finden. Aber diese Antworten müssen solidarisch sein, mit Arbeitern im Ausland.

befrage dazu flassbeck. 🙂

seyinphyin
Gast

Man braucht keine Wunder erwarten, aber immerhin ist es überhaupt mal ein Zeichen in die richtige Richtung.

Hätte sich die SPD gegen CETA ausgesprochen würde das auch noch lange keine Wunderheilung bedeuten, aber es wäre halt immer noch wesentlich besser gewesen als der erneute komplette Verrat.

Labour ist eine große Partei in England und sie gibt damit ein Zeichen, dass sie in der Mehrheit so nicht mehr weitermachen will. Man wird jetzt sehen, wie es weitergeht und ob das sich aufs Land überträgt.

Heldentasse
Mitglied

Wir haben fast die gleiche Situation in Deutschland und können uns nicht einmal auf eine linke Frontperson einigen, obwohl wir sie in Wagenknecht hätten.

Wenn eine Linke Partei mit Frau Wagenknecht an der Spitze (hypothetisch) die Mehrheit im Bund erreichte, würde bestimmt der Notstand ausgerufen und die Bundeswehr im Inneren eingesetzt.

Beste Grüße

hart backbord
Gast

@R_Winter

In UK wird die Karte der Gastarbeiter gespielt, zusammengefasst in Polnisch sprechenden Europäer.

Also seit dem Brexit wird vor allem von Ukip die Anti-Gastarbeiter-Karte gespielt.

ingo
Gast

Ist es hilfreich für die eigene Sache? Eine junge Journalistin der Zeit, aufgrund ihrer geringen Erfahrung an Lebensjahren zu „tadeln“ und einen eigenen Artikel als quasi Gegenmeinung auf Grundlage ihres Artikels auf NNE zu veröffentlichen und damit den Kritikern neues Futter zu liefern?
http://journalistenhatz.blogspot.de/p/blog-herausgeber.html

Ischi
Gast

Ich weiß nicht was gegen den Dinoartikel auf ZON einzuwenden sein soll.
Da spricht jemand voller Bewunderung über Corbyn, über einen Dinosaurier
der aus der Zeit gefallen zu sein scheint, aber Werte und Überzeugungen
in einer ziemlich kulturlosen Epoche verkörpert und damit punktet.
Die sind heute alle etwas schnodderig, die in den Online-Redaktionen.
Man muss solche Töne nicht zwingend als Abwertung interpretieren.
Viel Artikel sind altersdiskriminierend, der aber nicht, trotz Dino.

hart backbord
Gast

Dino klingt so nach HSV…

Bonnie
Gast
“ Corbyns Weltbild vom bösen Kapitalismus und guten Arbeiter mag für eine Demonstration das Richtige sein. Für das Land, das seinen Platz nach dem Brexit-Schock neu finden muss, stellen sich ganz andere Fragen. Vielleicht ist der Traum der neuen Linken vor allem eines: der Wunsch, nicht aufzuwachen in der Realität. “ Na wenn da nicht jemand versucht Corbyns Weltbild zu zereissen und sein eigens als alternativlos darzustellen ……Die Autorin lebt in einer Blase …. Und schnodderig finde ich den Artikel auch nicht , schlicht Neolieral . Diese Arnarcho -kapitalisten versteher , wie die Autorin , sind zu sehr in Ihrer… Read more »
COPOKA
Gast

Corbyn beweist: echte linke Politik ist auch heute noch möglich …

Das klingt so, als ob er schon britischer Premier sei und institutionalisierten und in die Gesetzgebung und Abermenge Verträge eingetüteten Neoliberalismus mit all seinen Nutznießer und Lobbyisten überwunden hätte. So einfach ist es wohl nicht.
Mal sich an die aufschimmernden Hoffnungen zu Obama oder Hollande erinnern …

Hoffentlich gelingt es ihm zumindest die Labour bis hin zu der „Spitze“ auf ihre traditionellen Werte zu besinnen, das wäre schon was.

Heldentasse
Mitglied

Herr Corby zeigt das es auch anders geht, als das was hierzulande die Sozen vertreten und machen. Auf der einen Seite ist es sehr schön mal wieder einen authentischen Sozialdemokraten als Parteichef zu sehen, nur was nützt das hier bei „unseren“ Sozen? Nur um im Vergleich zu erfahren wie erbärmlich Herr Gabriel&Co. sind? Und sozialdemokratische NachfolgerInnen sind hier eh nicht in Sicht, die wären nämlich nicht unter den 200 Personen zu finden, die letztens auf dem sPD Konvent pro CETA gestimmt haben. Die ganze hiesige Lage ist leider im Grunde zu tiefst deprimierend!

Beste Grüße

schwitzig
Gast

OT:
Geht’s euch auch so, dass die Kriegspresse (ard/ZDF, spon/sz/bild etc.) im Moment unerträglich ist und voll aufdreht? Oder bin ich nur sensibilisiert?

seyinphyin
Gast

Nö, tun die schon ne Weile, derzeit besonders.

Clinton is coming…

Heldentasse
Mitglied
seyinphyin
Gast
Sehen so nicht immer auch die Gebäude aus die z.B. von Israel getroffen werden? *rhetorische frage* Ansonsten mag ich es immer gar nicht, wenn man da nur ein Bild bekommt, das für sich für alles mögliche stehen kann und aus den tausenden Möglichkeiten wird dann eine herausgegriffen und als Wahrheit verkauft. Das stinkt so dermaßen. Sie geben sich eh keine Mühe. Was soll der Schachsinn mit dem TOS-1 oder den Bunkerbrechern? Warum sollte Russland sowas einsetzen? Bunkerbrecher auf normale Gebäude zu werfen ist einfach Schwachsinn. Wenn überhaupt würde ich da als erste die Frage sehen wollen, was man da unter… Read more »
jowi
Mitglied

@seyinphyin

Bei der Operation „Protective Edge“ wurden 19 000 Häuser in Gaza von Israelis zerstört, 100 000 Menschen wurden obdachlos.

Das sah meist aus wie nach einem Erdbeben, oder schlimmer.
Aber das durfte damals ein Bild-Reporter nicht schreiben, laut Vertrag.

Wir sind Kriegspartei, aber gestorben wird woanders.

seyinphyin
Gast
In der Tat. Nebenbei noch ein paar Infos zu Bunkerbrechern: Die typischen russischen davon gehen durch 10m Erdreich und danach noch durch 1,5m Stahlbeton (also durch eine 1,5m dicke Stahlbetonbunkerdecke, nicht durch 10 mal 15 cm oder so, das würde so ein ding nicht mal merken). Danch explodiert dann der ~500kg Sprengkopf und zerstört den Bunker von innen heraus. Sowas auf ein Gebäude zu werfen um es „zum Einsturz zu bringen“ wäre zum einen ziemlich hirnrissig, zum anderen würde jede andere Bombe das genauso tun, weil das nun Mal nur ein normales Gebäude ist, dass garantiert nicht dafür gebaut worden… Read more »
wschira
Mitglied

Es ist sowieso merkwürdig, dass sich gerade die USA darüber erregt. Hab ich nicht kürzlich irgendwo gelesen, dass sie neue bunkerbrechende Waffen mit nie dagewesener Durchschlagskraft entwickeln? Wozu sollen die denn benutzt werden? Zur Bekämpfung von Maulwürfen etwa?

Ischi
Gast
Despot Putin, Diktatur und nun der Russe als Kriegsverbrecher schlechthin. Putin war überall im Westen über 15 Jahre zu Besuch, er hat zu gefallen versucht, hat im Bundestag geredet, ein russisches TTIP angeboten, sogar die Visapflicht für Russland stand kurz vor der Aufhebung. Das ist alles nur wenige Jahre her. Seither lebt er gemäß Merkel „in seiner eigenen Welt“……man trieb ihn samt Russland mit Methode in Isolation und Sanktion. Die Reihe von Maßnahmen ist jedoch geplant länger. Am Ende sollen Gewalt und Demütigung stehen. Die Schmierlappen von BILD und anderswo sind sich nicht zu schade um weitere, grundlose Maßnahmen gegen… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Das sie Kriege vorbereiten ist ein dauernder Zustand, aber sie bereiten sich m.E. auf einen großen Krieg vor, bzw. sehen diesen als machbare Option an.

Beste Grüße

Heldentasse
Mitglied
Ich habe auch das ungute Gefühl, dass sich da auf globaler Ebene, allerdings zunächst fokussiert auf Aleppo/ Syrien, was ganz Großes zusammenbraut, und auch die Teutschen mental darauf konditioniert werden. IMO wird u.a. Russland nicht nochmal zusehen wenn aus „versehen“ verbündete syrische Soldaten durch die USAF getötet werden um dem IS* aus der Klemme zu helfen, oder gar die NATO meint eine Flugverbotszone in Syrien einrichten zu müssen. Mein Ergo: Wenn die Kriegs- Propaganda kleine Kinder zeigt wird es sehr ernst. Beste Grüße P.S.: *Kölner Stadt-Anzeiger Politik Nusra-Front: Jürgen Todenhöfer interviewt Rebellen-Kommandant der Terrororganisation Al Nusra in Syrien Interview mit… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Heldentasse IMO wird u.a. Russland nicht nochmal zusehen wenn aus „versehen“ verbündete syrische Soldaten durch die USAF getötet werden um dem IS* aus der Klemme zu helfen, oder gar die NATO meint eine Flugverbotszone in Syrien einrichten zu müssen. Da wären die Russen auch mit Ruten geschlagen, wenn sie sich nach ihren erfolgreichen Luftschlägen gg. die Terroristen jetzt die Wurst vom Teller ziehen lassen würden. Durch ihren teilweisen Rückzug der Luftwaffe haben sie m.M.n. den Terroristen und ihren „Sponsoren“ bereits zu viel Luft zum Durchatmen gelassen. Jeder Tag, an dem unschuldige Zivilisten bedroht sind und Flüchtlinge nicht in ihre Heimat… Read more »
jowi
Mitglied

Das Interview von Todenhöfer mit dem Rebellen-Kommandanten bestätigt all das, was man schon lange vermutete.

Video auf https://de-de.facebook.com/JuergenTodenhoefer/

wschira
Mitglied

Nein, das ist Realität. Habe gestern Abend in Frontal21 einen Beitrag über russisch gesteuerte Propaganda der „ukrainischen Terroristen“ gesehen – gruselig, sage ich Ihnen.

Charlie
Gast
Wer das allen Ernstes für „linke“ Politik hält, darf sich getrost den Eselshut aufsetzen und sich zu „Berufsverbot“-Lapuente und Berger in die Schamecke gesellen. Es ist nicht zu ertragen, mit welcher Penetranz hier die Positionen der elitären, superreichen Bande (Macht-, Besitz- und Klassenerhalt um jeden Preis) vertreten und dennoch schamlos als „links“ ausgegeben werden. Wer hier Optimismus verkündet, sitzt in drei Monaten auch debil unterm Weihnachtsbaum und wundert sich augenreibend, dass das „Christkind“ merkwürdiger Weise gar nicht kommt. Karl Kraus ist seinerzeit noch deutlicher geworden, als er 1909 lapidar schrieb: „Sozialpolitik ist der verzweifelte Entschluss, an einem Krebskranken eine Hühneraugenoperation… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Herr Corbyn ist Vorsitzender der Labour Party und nicht der der Communist Party of Britain. Wenn es anders herum wäre, müsste man ihn hier auch nicht erwähnen, denn die haben politisch gar nichts zu melden, weder da noch hier oder sonst wo in Europa.

Charlie
Gast
@ Heldentasse: Du hast das hirnschmelzende Wort „Realpolitik“ vergessen. Schließlich wusste schon der „linke“ Helmut Schmidt, dass, wer Visionen hat, zum Arzt gehen solle. Merkt denn tatsächlich niemand hier, dass das Herumdoktern am kapitalistischen System genauso sinnvoll ist wie das „Organisieren“ eines Stückchen Brotes im Gefangenenlager? Das hilft einer kleinen Gruppe womöglich, die nächsten Tage weiter durchzuhalten – geht aber auf Kosten aller anderen Gefangenen, während die hochwohlgeborene Herrschaft – wie immer – völlig unberührt bleibt. Es ist im Übrigen ein wirkliches Hammerargument, dass man keine kommunistischen Veränderungen anstreben sollte, da solche vaterlandslose Gesellen „politisch gar nichts zu melden“ haben.… Read more »
Heldentasse
Mitglied
Merkt denn tatsächlich niemand hier, dass das Herumdoktern am kapitalistischen System genauso sinnvoll ist wie das „Organisieren“ eines Stückchen Brotes im Gefangenenlager? Unabhängig davon, dass diese Thema offensichtlich leider nur die wenigsten tangiert, habe ich mittlerweile dazu eine etwas andere Meinung, denn die Mehrheiten hierzulande (und in anderen Industrieländern) fühlen sich nicht ausgebeutet, sondern sind tragende Säule des Systems bzw. fühlen sich so. Wir leben und sterben rational und produktiv. Wir wissen, dass Zerstörung der Preis des Fortschritts ist wie der Tod der Preis des Lebens, dass Versagung und Mühe die Vorbedingungen für Genuss und Freude sind, dass die Geschäfte… Read more »
Jacques Roux
Gast

Merkt denn tatsächlich niemand hier, dass das Herumdoktern am kapitalistischen System genauso sinnvoll ist wie das „Organisieren“ eines Stückchen Brotes im Gefangenenlager?

Doch, aber was tun, wenn die verarmten und verarmenden Massen
I Pads, statt Sozialismus wollen?

Schönes Beispiel am WE in der Schweiz, drei Anträge standen zur Volksabstimmung: a) Rentenerhöhung b) ökologischeres Wirtschaften
und c) mehr Befugnisse für den Geheimdienst, c wurde angenommen.
Doof ne?

Dirk
Gast
@ Charlie: Das Berliner Wasser wurde bereits 1999 von der damaligen CDU/SPD Koalition unter Diepgen teilprivatisiert, sollte die Jungle World eigentlich wissen. Dass sich während Rosa/Rot maßgeblich Lederer und Wolf beim Kampf um die Rekommunalisierung nicht mit Ruhm bekleckerten, ist jedoch unbestritten. Zumindest aber die Berliner Parteibasis hatte keinen geringen Anteil daran, dass der spätere Volksentscheid erfolgreich war. Das darf man dann auch ruhig mal erwähnen. Traurig ist, dass auch die neue Fraktion der LINKEN zu einem Drittel immer noch aus den machtgeilen Bürokraten von damals besteht. Nach der verlorenen Wahl 2011 haben diese „Genossen“ mal kurz ein bisschen Kreide… Read more »
schwitzig
Gast

OT: SPIEGEL in der HC-Hysterieschleife:

http://www.spiegel.de/

Ich habe das Gesülze nicht gesehen, aber wenn Deutschland größter Transatlantikmülleimer derart pro HC aufhysteriert, muss es für Trump ja ziemlich gut gelaufen sein.

Die HC-Rektalbewohner scheinen wohl vom Militärisch-Industriellen-Komplex in den USA einen ordentlichen Einlauf bekommen zu haben, dass sie so aufdrehen. Schließlich könnte es mit Trump weniger Kriege geben – eine finanzielle Horrorvorstellung.

Vielleicht hat die Welt ja Glück und es bleibt ihr die korrupte Irre aus Übersee erspart.

Heldentasse
Mitglied

Moin schwitzig,

woran erkennt man wie unsäglich tief die Welt gesunken ist? Wenn man einen verrückten kapitalistischen Clown, mit einen Haarersatz der aussieht wie ein Meerschweinchen, als das kleinere Übel im Amt des Imperators ansieht!

Beste Grüße

schwitzig
Gast

Moin Heldentasse
Ja, es ist echt deprimierend. Stanislaw Lem hat über den Weg, den wir gehen, ein Buch geschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Fiasko_(Stanis%C5%82aw_Lem)

Ischi
Gast

Trump wird drüben als die personifizierte Stimme der einfachen Leute empfunden. Clintons Arroganz und zur Schau gestellte Überheblichkeit gegenüber Trump, könnte deshalb ziemlich in die Hose gehen. Die Leute könnten das persönlich nehmen. Was für die Schmierlappen von SPON nach Siegestour ausschaut, wird im Ergebnis womöglich das vollkommene Gegenteil zeigen.

schwitzig
Gast

Corbyn = der britische Ströbele?

Ob er genauso „effektiv“ wie Ströbele ist?

seyinphyin
Gast

Naja, Ströbele ist nicht sonderlich bedeutend in einer nicht sonderlichen bedeutenden Partei. Das ist schon was anderes als jetzt der Chef einer der beiden großten Parteien im Land zu sein, dazu noch getragen von der Masse der Partei (da stehen ja noch mehr als diese 62% hinter ihm, viele der neuen Mitglieder durften ja gar nicht abstimmen).

Ischi
Gast

Um Effektivität gehts weniger. Vorbildfunktion genügt um zu zeigen das
es noch andere Wege gibt, das es ein Früher gab. Früher was alles anders.
Das ist mir besonders aufgefallen als Bernie Sanders seine Kampagne zu
mehr Sozialstaatlichkeit gefahren hat. Was Sanders fordert, hatten wir schon
und geben es leichtfertig aus der Hand. Wenn solche Einsichten nicht
„effektiv“ sind, dann weiß ich auch nicht .-)

Man darf keinen Meter zurückweichen ! Für manche Errungenschaft ist
so manch einer unserer Wegbereiter tot auf der Straße liegengeblieben.

OAlexander
Gast
Noch vor wenigen Wochen hätten wohl nur eingefleischte Corbynistas einen Penny auf den Vorsitzenden der britischen Labour Partei gesetzt. Mit Verlaub: die Wiederwahl Corbyns stand nie Frage. Nie. Trotz aller gegenläufigen Propaganda. Islington ist ein kleiner Teil Londons, aber beileibe nicht das Herzland Labours. Wie berichtet, hat sich die Mitgliedschaft seit seiner Übernahme der Parteiführung vergrößert. Vergrößert hat sich auch der Prozentsatz derer die für Corbyn gestimmt haben – von 59% auf 62%. Sein Sieg wäre noch weit überwältigender ausgefallen hätte Labour diesmal nicht auf eine immense Abstimmungsgebühr von £ 75 bestanden. Die Mehrheit der Mitglieder hat eingesehen, dass ein… Read more »
aquadraht
Mitglied

Vor Neuwahlen müsste eine konsequente Säuberung der Kandidatenlisten von Bliariten erfolgen. Ansonsten kann auf Neuwahlen verzichtet werden. Und Streicheln und Händchenhalten mit den Putschisten ist auch verkehrt, auch der Parteiapparat, der die Sauereien vor dieser Abstimmung verbrochen hat, gehört aufgeräumt.

a^2

OAlexander
Gast

@ a²: Säuberung? Das verlangte nach einem Blutbad stalinesquen Ausmaßes. Cheers, OA.

R_Winter
Mitglied

@a²

Säuberung einer Fraktion des Parlaments?

Wie soll es denn aussehen „bei einer Fraktion gesteuerten Abstimmung“?
Es wird doch nur eine Pfeife gegen eine andere Pfeife ausgewechselt.
– Das Abstimmungsverhalten wird außerhalb der Parlamente bestimmt,
– der Regierungschef bekommt den „Wunsch“ mitgeteilt,
– gibt diesen an den Fraktionschef weiter und
– dieser sorgt manchmal bei 20 anwesenden Abgeordneten für das richtige Ergebnis.

Das System unserer Schein-Demokratie stimmt nicht, denn die wahren Herrscher sind andere.

seyinphyin
Gast

@ Jens Berge auf NDS:

„Aber woher nehmen Trump-Fans die Sicherheit, dass dies ausgerechnet bei der Sicherheits- und Außenpolitik anders sein sollte? “

Welche Fans? Trump ist ein Arschloch und eine beschissene Wahl, aber die andere Wahl ist eben Clinton, eine Kriegstreiberin ohne jede Moral.

Hat Trump zwar auch nicht, aber Trump will Business haben, dessen Patriotismus ist PR dafür. Clintons Patriotismus ist tatsächlich tiefe Überzeugung.

Per se kann Trump eh nur besser sein, als er dargestellt wird. Derzeit wird ja letztlich gesagt, dass er ohnehin einfach sofort Atomwaffen gegen die gesamte Welt einsetzen wird.

schwitzig
Gast

Jens‘ Kommentar:

. Aber woher nehmen Trump-Fans die Sicherheit, dass dies ausgerechnet bei der Sicherheits- und Außenpolitik anders sein sollte?

Ich kann nur für mich sprechen – „Trump-Fans“ kenne ich keine:

Ich weiß nicht, ob seine Außenpolitik anders sein wird. Ich weiß aber, dass Hitlary Clintwood den Dritten Weltkrieg vom Zaun brechen wird, auch wenn er nicht so genannt werden wird.

Also hoffe ich für den Kandidaten, bei dem die Möglichkeit einer weniger kriegerischen Zukunft immerhin besteht. Bei HCL (ja, dieses Akronym passt besser) besteht diese Möglichkeit nicht, weil sie liefern muss.

Bruder Johannes
Gast

Auf Jeremy Corbyns Weg werden noch zahlreiche große Felsbrocken platziert und es ist ungewiss, ob er sie am Ende meistern wird

Da bin ich mehr als skeptisch.

Aber das ist nicht schlimm.

Doch, ist es. Weil dann heißt es wieder, dass soziale Politik nicht funktioniert.

Wichtig ist, dass es die Hoffnung gibt, dass er es vielleicht schaffen kann.

Ja, genau. Träumen, ist nicht die schlechteste Art zu leben – wenn man am Leben gelassen wird…

So, und nun wissen wir auch wozu das Phänomen Corbyn gut ist: Valium für unangepasste Selbstdenker.

Mit dem SPD-Pack in D hat das alles nichts zu tun.

R_Winter
Mitglied

Dieses ist der richtige Weg:

Team Sahra: Gemeinsam für Frieden und soziale Gerechtigkeit
Alternativen zur Großen Koalition des Staatsversagens sind möglich. Gemeinsam können wir den Sozialabbau-Parteien und ihrer Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung Einhalt gebieten. Lass uns gesellschaftlichen Druck aufbauen für eine Wiederherstellung des Sozialstaates und eine friedliche Außenpolitik. Wenn auch Du mich dabei unterstützen willst, dann registriere Dich im Team Sahra:
http://www.team-sahra.de.
Aufklären, Widerstand mobilisieren, verändern!
Quelle: Sahra Wagenknecht bei Facebook

P.S.: Auch als Nachricht auf den NDS

OAlexander
Gast

Das scheint eine erst dieses Monat registrierte Domain zu sein. Neue Partei im Kommen?

Ischi
Gast

Team Sahara ? Watt is datt denn ?

Kann man da ein Kamel gewinnen ?

.-)

R_Winter
Mitglied

@Ischi

Kann man da ein Kamel gewinnen ?

Nee, aber—- stehst Du zur Verlosung an?

Ischi
Gast

War klar. Hätt ich wissen können.

Wollte eigentlich nur die Aktion nach oben bringen .-)

hart backbord
Gast

Dann lieber der Gegenwert in Bar.

hart backbord
Gast

Wird hoffentlich erfolgreicher als das Team Gina Lisa.

GrooveX
Mitglied
oh nein. wer hat ihr denn diesen mist aufs auge gedrückt? irgendwas mit medien im saarland oder was? berlin – echt? so ein mist? das ist ja gräßlich. ich hasse sogenanntes responsive design, das richtige monitore vergisst und fürchterbare skalierungen von porträts ausspuckt. und worum geht es sonst? tolle bodyguards in vollglatze gekleidet, sozial und frieden und so, twitter & facebook. der reine wahnsinn. sahra, ich will ein kind von dir. oder doch nicht, nee, nee, nee, keine blagen! bloß nicht. bleib da, wo du herkommst, dann wird alles gut. ein schritt in die richtige richtung und ein kräftiger schluck… Read more »
hart backbord
Gast

Man muss eben mit der Zeit gehen.
Handzettel mit Kartoffeldruck waren gestern.

jowi
Mitglied
Netzwerke gegen Netzwerke. Prinzipiell keine dumme Idee. Aber ja, da hat GrooveX schon Recht, besonders gut ist diese Webseite nicht geworden, bei meinem Browser erstarrte dann auch noch die Fresse von einem der bulligen Typen mit Bodyguard-Statur (nicht der mit der Sonnenbrille), mit einer sehr abstoßenden Grimasse. Die Neoliberalen haben halt Heerscharen an Werbefuzzis. Ob Werbung für ein Waschmittel oder für einen Krieg, die haben Routine. Zweiter Vorteil: die neoliberalen transatlantischen Netzwerke helfen bei der Karriere, die linken Netzwerke eher (hüstel) nicht. Die Neoliberalen brauchen keine Überzeugten, denen reichen käufliche Opportunisten. Und dann sind die linken Kollegen auch noch immer… Read more »
Schweigsam
Gast

Danke, ein guter und hoffnungsvoller Artikel!

Bei den sogenannten „Wohlfühllinken“ der jungen Generationen ist Hopfen und Malz verloren…die Verblödung hat halt funktioniert…die brauchen noch ihre Jahre…

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