Jeremy Corbyn schlägt zurück

Was sich seit 1.00 Uhr Sonntagnacht in der britischen Labour Party abspielt, ist eine moderne Version der Nacht der langen Messer – ein sorgfältig initiierter Putsch einer kleinen Schar von Abgeordneten des rechten Parteiflügels, offenbar mit tatkräftiger Unterstützung einer einschlägigen PR-Agenture. Gestern haben über 80% der Labour-Abgeordneten im Unterhaus ihrem Parteichef das Vertrauen entzogen … auf der anderen Seite marschierten jedoch spontan mehr als 10.000 Corbyn-Anhänger im Zentrum Londons auf und stärkten ihm den Rücken. Eine kleine, privilegierte Parteielite, die am liebsten Tony Blairs neoliberale und neokonservative New Labour wiederhaben will, hat den Kampf mit der Parteibasis aufgenommen – sofern Corbyn stark bleibt, können die Putschisten diesen Kampf eigentlich nur verlieren.

Vergessen Sie bitte schnell, was Sie aus den immer noch spärlichen Berichten der deutschen Medien über den „Machtkampf“ innerhalb der Labour Party zu wissen glauben. Es geht hier nicht um den Brexit und nicht darum, dass Jeremy Corbyn angeblich zu wenig Einsatz für das „Remain-Lager“ geleistet hätte. Diese Argumente sind vorgeschoben und sollen hier nicht näher debattiert werden.

Die Intrigen gegen den Parteivorsitzenden setzten vielmehr bereits kurz nach seinem überraschenden Wahlerfolg ein. Seitdem schießt ein kleiner Kreis von Parteieliten scharf, jedoch meist aus dem Verborgenen, gegen den bei ihnen verhassten Parteichef. Die „Rebellen“ gehören dem Lager derer an, die man in Großbritannien als die „Blairites“ – also die „Blairisten“ – bezeichnet; einer neoliberalen und neokonservativen Strömung innerhalb der Labour Party, deren führende Köpfe in der Fabian Society organisiert sind. Will man ein deutsches Pendant dazu finden, käme wohl am ehesten der Seeheimer Kreis der SPD in Frage.

Der offene Krieg innerhalb der Parteispitze begann bereits Anfang Dezember 2015 – also rund 50 Tage nach dem Wahlsieg Corbyns. In einer Unterhaus-Debatte über britische Militärschläge in Syrien ergriff Hilary Benn, der (nun ehemalige) Schattenaußenminister und Fraktionsvorsitzende von Labour im Unterhaus, das Wort und hielt eine emotionale Grundsatzrede, in der er Militärschläge gegen Syrien ausdrücklich begrüßte und sich damit frontal gegen seinen Parteichef stellte, der dies kategorisch ablehnt. Benn erhielt tosenden Applaus von den regierenden Tories und der Murdoch-Presse – Jeremy Corbyn wusste spätestens jetzt, dass seine schlimmsten Gegner im Kreis seiner Parteifreunde zu finden sind.

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164 Kommentare auf "Jeremy Corbyn schlägt zurück"

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salvo
Gast

https://twitter.com/hashtag/keepcorbyn

„Do Us A Favour, Red Tories, Of Course It’s A Coup, Of Course It’s Been Planned“

https://thegreatcritique.wordpress.com/2016/06/27/do-us-a-favour-red-tories/

jowi
Mitglied

@Jens Berger

Hervorragender Artikel, besten Dank dafür!!

Auch ich drücke Corbyn die Daumen. Immerhin ist nun klar, wer die Ratten sind, sollen sie das Schiff verlassen und untergehen.

In diesem Satz fehlt ein „die“ vor Rechnung:

„Doch der rechte Parteiflügel hat Rechnung ohne die Parteibasis, ohne die Sozialen Netzwerke und ohne den Parteivorsitzenden selbst gemacht, dessen Standhaftigkeit nur mit der eines Claus Weselskys zu vergleichen ist.“

wschira
Mitglied

Hervorragender Kommentar, Herr Berger.
Eine Sache verstehe ich dabei nicht. Sie sagen, dieser Putsch werde von einer kleinen Schar von Blairisten inszeniert. Wenn das nur eine kleine Schar ist, wie können 80% der Labour-Unterhausabgeordneten für eine Entmachtung stimmen? Gehören die alle den Blairisten an?

niki
Mitglied

Kleine Schar im Vergleich zur Basis…

Und diese 80% sind alles noch die alten Blairisten, die mit ihren neoliberalen Gedankengut nicht mehr von der Basis der Labour Party getragen werden… Wird Zeit das es Wahlen gibt… Die werden eine Menge der Partei-Rechten-Putschisten aus dem Unterhaus fegen.

wschira
Mitglied

Das kann man nur hoffen. Ich bin mir da nicht so sicher.

R_Winter
Mitglied

Hervorragender Artikel, der einfach gefehlt hatte.
So ist es auch bei Schröder gelaufen und ähnlich läuft es heute bei Gabriel und Kretschmann.

Heldentasse
Mitglied

THX Spiegelfechter!

Das sind Infos die einem die Augen öffnen sollten wie abgrundtief verlogen und hinterhältig Politik sein kann! Gleiches gilt natürlich auch für unsere Qualitätsmedien die nach erster Sichtung in Richtung „Putsch“ gar nicht erst berichten, wobei Unterlassungen da wohl noch die kleinsten Sünden darstellen.

Beste Grüße

schwitzig
Gast

@Jens Berger
Erstaunlich – ich hatte bisher nur am Rande davon mitbekommen, weil es in den „Qualitätsmedien“ in der Regel in irgendwelchen BREXIT-KREISCH-ZETER-Artikeln verwurstet war, die ich inzwischen wie die Pest meide, da es durch den „Qualitätsmedien“-Ramsch nicht nur keinen Informationsgewinn, sondern auch noch eine Sukramisierung – also Totalverblödung – gibt.
Erstaunlich wie gezielt, konsequent und engagiert sich unsere „Qualitätsmedien“ bei dem Thema selbst zur Lückenpresse degradieren.

Jan Moltke
Gast

Es könnte sein, dass linke Wahlkreiskandidaten das Herz der Labour-Aktivisten und der Gewerkschaften erfreuen, aber nicht die Mehrheit der Wähler überzeugen.

schwitzig
Gast

@Jan Moltke

Es könnte sein, dass linke Wahlkreiskandidaten

Es könnte sein, dass durch Zufall irgendeine Nervenzelle in einen Dreckstümpel fällt, überlebt und somit befähigt ist, intelligentere Kommentare als Du zu posten.

Mordred
Gast

ja. und was würde das bedeuten?

allgemein wärs schick, wenn du deine regelmäßig geposteten, recht trivialen feststellungen mal näher ausführen würdest. ich weiß nie, worauf du hinauswillst.

Heldentasse
Mitglied

Die Bedeutung ist doch wohl ganz klar, man kann es sogar weiter ausführen.

Auch die wirtschaftliche
Entwicklung hat sich in keiner Weise, das
kann auch von meinen Gegnern nicht bestritten
werden, ohne zu verkennen, dass in Brüssel,
in London die Ansicht herrscht, die Regierung
der Bundesrepublik habe da und, meine
Damen und Herren, warum auch nicht?

Quelle

Beste Grüße

jowi
Mitglied

@Mordred

Sei froh dass er sein Störfeuer kurz fasst.
Einen Hundehaufen willst du ja auch nicht breit treten.

seyinphyin
Gast

Per se ist die große Mehrheit der Wähle von linker Politik seit Jahrtausenden überzeugt, denn bietet man den Leuten frei von irgendwelchen Plaketten linke Lösungen an, so finden sie diese gut.

Geht es dann natürlich darum, tatsächlich linke Parteien und Politiker zu wählen, schaltet sich die geballet Macht allen Rechtsextremismus ein und schafft es dann immer wieder links mit Diktatur u.ä. gleichzusetzen.

Der Wähler wird also mit aller Gewalt von seiner letztlich nur logischen Überzeugung abgebracht.

Max
Gast

Per se ist die große Mehrheit der Wähle von linker Politik seit Jahrtausenden überzeugt, denn bietet man den Leuten frei von irgendwelchen Plaketten linke Lösungen an, so finden sie diese gut.

So lange radikale Subjekte wie dieser Anton der Schlächer oder ich schwitz wie ein Schwein,die jede Rolle in einer Neuverfilmung über die R.A.F spielen könnten, wird das nichts mit den Linken. Das ist Euer Problem.

Ich habe so ein dämlichen User wie den Schwitzer noch nie gelesen. Paranoia lässt sich aber heilen.

seyinphyin
Gast

Na, bei der Antwort scheint das eher ganz andere Gründe zu haben…

Anton Chigurh
Mitglied

@ sey

so, jetzt hat sich also auch die letzte rechte Drecksratte zu Wort gemeldet.
Das Thema ist begehrt, wie es scheint: alle rechten Dreckkübel sehen sich genötigt, ihren Seich abzulassen.

Ich würde übrigens liebend gerne eine Rolle in der Neuverfilmung zur RAF spielen….und zwar als Spitfire-Pilot, während „Max“ vor mir in einer flügellahmen Heinkel sitzt…

Bonsta
Gast

Ach Du meinst die Linken sind das Problem der Linken? Das finde ich irgendwie schon lustig.

schwitzig
Gast

@Max
Du scheinst zu glauben, dass ich Dich irgendwie ernst nehme? Du irrst.

Mordred
Gast

So lange radikale Subjekte wie dieser Anton der Schlächer oder ich schwitz wie ein Schwein,die jede Rolle in einer Neuverfilmung über die R.A.F spielen könnten, wird das nichts mit den Linken. Das ist Euer Problem.

aha. weil wir foristen bzw. unsere diskussionspostings hier offizielle bekanntmachung aller sog. linken sind oder was?

Bonsta
Gast
Geht es dann natürlich darum, tatsächlich linke Parteien und Politiker zu wählen,… Die werden ja durchaus gewählt. In Frankreich regiert aktuell einer, der sich sogar „Sozialist“ nennt. Formal linke Mehrheiten gibt es immer wieder. Man kann es auch so sagen: Es gab und es gibt auch derzeit keine Demokratie. Was dann allerdings zwingend zu der Frage führt, wieso man überhaupt Wählen geht. Nimmt man die Schlussfolgerung tatsächlich ernst, dann geht man auch nicht mehr wählen. Man geht auch nicht Nichtwählen aus Protest, wie viele den Akt der Nichtwahl für sich selbst interpretieren wollen, weil sie dann nämlich dennoch glauben, sie… Read more »
Mordred
Gast

och bitte. spätestens seit der finanzkrise werden linke egal welchen landes allerspätestens ab regierungsantritt auf linie gezwungen. spanien, portugal, griechenland, frankreich, deutschland…

es gibt auch derzeit keine Demokratie

völlig richtig. das momentane fallbeispiel dieses artikels ist ja nur eins von vielen.

lemmy caution
Gast

Statt frische Begeisterung für die neueste glänzende Glasperle der tänzerischen Synchronität von linker Ideologie und Emotionen der Massen, würden mich kritische Auseinandersetzung mit der Performance der gestrig glänzenden und inzwischen nicht mehr so frischen Glasperlen viel mehr überzeugen.
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/10069/abenomics-vs-merkeltilismus-japans-drei-pfeile-gegen-die-krise

Anton Chigurh
Mitglied

Es ist nicht verwunderlich, dass bei diesem Thema die rechten Schmeißfliegen @ Moltke und @ L.Caution ihren Dreck absondern müssen. Als nächstes wird sich der Geisteseinzeller aus Köln dazu ebenfalls entleeren.

Heldentasse
Mitglied

Als nächstes wird sich der Geisteseinzeller aus Köln dazu ebenfalls entleeren.

Keine Sorge das kann dauern, der rechnet gerade noch mal die Prozentzahlen durch, die möglichen Lösungen liegen z.Z. im Bereich von 2 bis ca. 9%, mit denen die Brexit Leute gesiegt haben.

Beste Grüße

Norbert80
Gast

@all

Ergebnisse nach Parteipräferenz

Es haben fast doppelt so viele Labour-Anhänger für Remain gestimmt wie für den Brexit. Insofern hat Corbyn keinen schlechten Job gemacht im Wahlkampf, er konnte sehr viele Labour-Anhänger vom Remain überzeugen. Ihm die Niederlage anzulasten ist unfair.

Insgesamt haben 7,9% mehr Menschen für Brexit gestimmt als für Remain.

Heldentasse
Mitglied

Die Mio. Frage wäre nun, 7,9% von welcher Bezugsgröße?

Norbert80
Gast

Die Mio. Frage wäre nun, 7,9% von welcher Bezugsgröße?

Bezugsgröße: Remain-Stimmen: 16141241 d.h. Grundwert

Brexitstimmen: 17410742 d.h. Prozentwert

d.h. 17410742/16141241=1,079

sprich es haben 7,9% mehr Menschen für Brexit als für Remain gestimmt.

Sukram71
Gast

Leute… 😀

Es geht um Prozent, also um „von Hundert“.
Wenn 2 Prozent aller Wähler für Remain gestimmt hätten, dann hätten beide Seiten 50%. Es wäre also unentschieden ausgegangen.

52% für Brexit sind 7, 9% mehr als 48% für Remain.
In Wirklichkeit geht es aber nur um etwas über 2% der Leute, die hätten anders abstimmen müssen.
Mathematik und Statistik ist kompliziert und damit kann man natürlich herrlich in die Irre führen. XD

Ich schlage vor, wir einigen uns einfach auf „knappe Mehrheit“. 🙂

Anton Chigurh
Mitglied

@ Heldentasse

…siehste ? Hat keine Stunde gedauert…

Sukram71
Gast

@Norbert

Das ist zwar richtig, verfälscht aber das Bild, weil man bei Prozent „von Hundert“, also von allen rechnet.

Es geht um etwas über 2% der Leute von allen, die für Remain hätten Stimmen müssen.

Bei Prozentangaben was anderes als Basis zu nehmen, als von 100, also von allen, ist ein bisschen getrickst, um die Zahl künstlich größer erscheinen zu lassen.

Die 52% und 48% beziehen sich ja auch auf alle. Und die Mehrheit sind die 2% über 50%. ;D

Dass man darüber überhaupt diskutieren muss. Bloß weil ich fahrlässig mal was von 2% Mehrheit geschrieben habe, statt knappe Mehrheit. 🙂

hart backbord
Gast

Einigen wir uns darauf:
Mehrheit ist Mehrheit.

aquadraht
Mitglied

Sukram, Du bist so dumm, dass Du brummst. Soweit ich informiert bin, gab es beim Brexit kein Quorum. Wenn sich 20% enthalten oder ungültig gestimmt hätten, 42% pro Leave und 38% pro Remain, wäre das immer noch eine Mehrheit von 4% gegenüber Leave gewesen und keine von -8%.

Extra für Dich: Man unterscheidet relative und absolute Mehrheit.

a^2

Sukram71
Gast

Habe ich was von Quorum geschrieben? Es ist halt eine recht knappe Mehrheit. Das Referendum ist nicht bindend und das Parlament muss nach dem Gesetz die endgültige Entscheidung treffen.

Ansonsten ist es etwas suboptimal, je nach dem was einem Besser in den Kram passt, die Basis von Prozentangaben zu ändern. Üblich ist als Basis die Anzahl der abgegeben Stimmen. Dabei sollte man zum Zwecke der besseren Vergleichbarkeit und im Sinne einer seriösen Berichterstattung und Diskussion bleiben. Das ist alles. 😀

smukster
Gast

Leute, Ihr könntet im Kabarett auftreten. Großartig!

Sukram71
Gast

Jepp. Das ist aber nebenher bei der Arbeit entspannend. 🙂

smukster
Gast

+1
Richtig fies wird es ja dann, wenn die Bezugsgröße wechselt…Beispiele: Wenn ein Preis zunächst um 25% steigt – wieviel muss er dann fallen, um wieder so hoch zu sein wie zu Anfang?

Wenn der Kurs einer Währung von 6 auf 8 pro Dollar fällt, wie stark ist sie dann prozentual gefallen?

Norbert80
Gast
@a^2/sukram a hoch 2, bitte keine Beschimpfungen, das führt doch zu nichts. Die Ergebnisse beziehen sich immer auf die gültigen Stimmen, das hat auch niemand in Abrede gestellt. @sukram Das Ergebnis war eben nicht so knapp wie von manchen dargestellt. Das war zwar keine überwältigende aber eben auch keine knappe Mehrheit für den Brexit. In absoluten Zahlen: Brexitlager hat über 1,26Mio STimmen mehr geholt. Deine Herangehensweise wird oft praktiziert, halte es aber für irreführend. Beispiel: Angenommen Partei A gewinnt 60% der Stimmen, Partei B 40%. Dann hat Partei A zwar „nur“ 20 Prozentpunkte Vorsprung, aber eben 50% mehr Stimmen (sowohl… Read more »
Sukram71
Gast
@Norbert Hier geht es aber nicht um 20% Vorsprung, sondern um knapp 4% Vorsprung und 2% Mehrheit. 😉 Und die Zahlen werden auch nicht dadurch größer, wenn man trickreich mit absoluten Zahlen arbeitet. Sie sehen dadurch nur größer aus. 1,3 Millionen sind natürlich viele Menschen. Aber gemessen an 33,5 Millionen insgesamt, sind das nunmal nur 3,8 Prozent, also nicht besonders viele. 😉 Und hätten nur 0,7 Millionen anders gestimmt, dann wäre das Referendum anders ausgegangen. Weil was beim einen Lager weggeht, kommt beim anderen automatisch oben drauf. Und hätten die Brexit-Kampagne die Leute nicht so grob falsch informiert und mit… Read more »
wschira
Mitglied

Wenn 2 Prozent aller Wähler für Remain gestimmt hätten, dann hätten beide Seiten 50%.

Die Einschätzung von Anton zu Ihrer Person scheint mir immer stichhaltiger.
2 Prozent von Irgendwas sind 2 Prozent von Irgendwas. Wie kommen Sie auf 50 Prozent? Kleiner Tip: Die Grundzüge des Prozentrechnens werden in jeder einigermassen gut organisierten Volkshochschule angeboten.

Sukram71
Gast

@wschira

Basis ist immer die Summe
aller abgegeben Stimmen.
48%+2%=50%
52%-2%=50%

Noch Fragen? – Vielleicht haste noch ein altes Schulbuch aus der 4. Klasse Grundschule. 😀

wschira
Mitglied

Basis ist immer die Summe
aller abgegeben Stimmen.

Richtig. Aber die Summe aller abgegebenen Stimmen ist Remain:48%, Leave: 52% = 100%. Die Summe aller tatsächlich abgegebenen Stimmen ist immer 100%, denn danach wird berechnet, wiviel auf die einzelnen Blöcke entfallen.

Nun ja, Statistik als Teil der Mathematik ist nichts für Ignoranten.
Anton und Schwitzig liegen mit der Einschätzung Ihrer Person absolut richtig.

smukster
Gast

Corbyn mit Abenomics zu vergleichen ist abenteuerlich.
Ersterer fordert eine linke Alternative, Letzteres ist genau daran gescheitert, dass es keine linken Elemente enthielt, also keine Steigerung der Einkommen und keine internationale Koordination der Wirtschaftspolitiken.

Dennoch war der Hinweis darauf sinnvoll, weil damit die angebliche ‚Alternativlosigkeit‘ der Austeritätspolitik widerlegt wurde.

Lemmy Caution
Gast

Dennoch war der Hinweis darauf sinnvoll, weil damit die angebliche ‘Alternativlosigkeit’ der Austeritätspolitik widerlegt wurde.

Funktioniert wirklich super diese Alternative.

Corbyn hat noch 2015 gesagt

“When we celebrate, and it is a cause for celebration, the achievements of Venezuela, in jobs, in housing , in health, in education, but above all its role in the whole world as a completely different place, then we do that because we recognise what they have achieved.”

Da brauchen wir heute nicht mehr drüber diskutieren. Der Typ gehört weit weg von jeder Position, die ein Mindestmaß an Verantwortung erfordert.

smukster
Gast

Nope.
Warum Abenomics nicht funktioniert habe ich oben geschrieben, und es darf angenommen werden, dass es ohne noch schlechter aussähe (genau wie bei der „ultralockeren“ EZB-Politik).

Deine Venezuela-Obsession überrascht mich immer wieder. Die von Corbyn aufgezählten Errungenschaften des Chavismus sind real, genauso aber auch die dortige Korruption, die seit Jahren weiteren Fortschritt verhindert. Das ist ein lagerübergreifendes Problem in vielen Ländern Südamerikas, weil es keine funktionierenden Institutionen i.S.v. checks and balances gibt, und wäre unter einer rechten Regierung garantiert nicht besser.

Interessant in dem Zusammenhang ist der Putsch in Brasilien, der offenbar vor allem darauf abzielt, die jahrelangen anti-Korruptions-Ermittlungen endlich einzustellen…

The Joker
Mitglied

Lemmy hat im Männerwohnheim böse Erfahrungen mit Venezolanern gemacht, die seine bekritzelten Postkarten nicht zu würdigen wussten.
Und bei der Aufnahmepfüfung an der Kunstakademie sahen die Prüfer so verdächtig latinomäßig aus.
Endgültige Gewissheit brachten ihm die Protokolle der Weisen von Caracas…

Lemmy Caution
Gast

Die Verbesserungen, die es ja in anderen Ländern im Zuge der hohen Rohstoffpreise auch gab, wurden im Falle Venezuelas längst durch die Dauerkrise vollständig konterkariert.
Die Zustände werde immer schlimmer.
Jubelperser sind immer gut darin, Sündenböcke zu finden.
Nur sollte man da schon ein wenig mehr erwarten.

smukster
Gast

@Lemmy:
Chavez‘ Reformen waren lange vor dem Rohstoffboom. Dass es in den letzten Jahren schlimmer wird ist völlig richtig, aber die faschistoide Oberschichts-‚Opposition‘ ist schwerlich eine Alternative. Eine solche sehe ich derzeit leider nicht.

Norbert80
Gast
Denn die Basis wird dann auch darüber zu entscheiden haben, wer bei den nächsten Wahlen – die schon sehr bald stattfinden könnten – für Labour auf Wahlkreisebene antreten darf. Teile deinen Optimismus bzgl. baldige Neuwahlen überhaupt nicht. Die Konservativen haben eine bequeme Mehrheit im Parlament, die letzten Wahlen sind erst 1 Jahr her. Zudem unterstützt eine deutliche Mehrheit der Konservativen den Brexit. Bemerkenswert finde ich den Erfolg so viele neue Labour-Mitglieder zu gewinnen. Wenn Labour die Fehler unter Blair eingesteht und offen kritisiert, gewinnt sie an Glaubwürdigkeit. Die nächsten Wahlen finden erst in 4 Jahren statt, bis dahin fließt noch… Read more »
smukster
Gast

Wüsste auch gern, was zu der Hoffnung bzw. Annahme verleiten soll. Die Frage ist eher, wie es bis 2019 weitergehen soll, wenn der Nationalismus weiter zunimmt und die wirtschaftliche Lage sich verdüstert. Unter solchen Umständen haben die Tories kaum ein Interesse an vorgezogenen Neuwahlen.

LaGioconda
Gast

Wir würden alle dumm sterben, wenns die NDS und Leute wie Jens Berger nicht gäbe. Hut ab und tausend Dank für Eure klasse Arbeit.

Leselotte
Gast

Stimmt. Auch tausend Dank.

salvo
Gast
Andreas Säger
Gast

Wegen der Hintergrundgeräusche muss man schon sehr gut Englisch verstehen, um aus dem Video irgendwelche Erkenntnisse zu ziehen.

R_Winter
Mitglied

„In Gottes Namen, Mann, gehen Sie!“

ruft David Cameron dem Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn im britischen Parlament zu. Es sei zwar für die Konservativen nützlich, wenn Corbyn weiter die Opposition führe, aber nicht im nationalen Interesse. Die Labour-Fraktion revoltiert seit Tagen gegen den Parteilinken Corbyn und hatte ihm am Dienstag mit großer Mehrheit das Misstrauen ausgesprochen.

Der neoliberale Cameron schäumt und lenkt ab – aus der FAZ.

Es erinnert mich an Vorgängen aus der Weimarer Republik.

Robbespiere
Mitglied

@Endlich mal eine umfassende Information zu den Hintergründen des Streits innerhalb der Labourparty.
Corbyn hat ganz offensichtlich die Unterstützung der Jungen Leute und ist damit nicht einfach auszubooten. Ich hoffe, die Blair-Anhänger fallen so richtig auf die Schnauze und die Partei wird endlich zu einer Alternative gegen die neoliberalen Tories.

salvo
Gast
„The unwillingness, on behalf of the Labour right, to unite with the rest of the party and attack the Conservatives at a time when they are politically divided and publicly humiliated neatly demonstrates the unacknowledged truth of British democracy – in fact, most Western democracies: We do not have an “opposition”, we do not live in a “two-party system”. The centre-right Tories and centre-left Blairites are really just two halves of a depraved whole. One large party, that holds a monopoly on power, and kindly lets us choose which colour of tie they wear while they’re in office. George Orwell… Read more »
Rainer N.
Gast

http://antjegoesengland.hol.es/wp-content/uploads/2015/05/asterix.jpg

och nö, nur die Politiker in dem Land. Aber nicht nur in dem Land.

salvo
Gast
Norbert80
Gast

@salvo
Fast doppelt so viele Labour-Wähler, d.h. 65:35, haben für Remain gestimmt

Corbyn die Niederlage anzulasten ist schäbig.

salvo
Gast

noch nie was von ironie gehört?

salvo
Gast

endlich haben die Eliten es verstanden

„Brexit reminds us some things are too important to be decided by the people“

http://www.independent.co.uk/news/uk/politics/brexit-eu-referendum-result-latest-news-democracy-vote-consequences-a7105481.html

hart backbord
Gast

Interessant ist, dass die prominenteste Brexit-Verfechterin bei Labour die bekannte Deutsch-Britin Gisela Stuart war, eine ausgesprochene Blairianerin.

jowi
Mitglied

Oh my God, ich las mir gerade den Wikipedia -Artikel über sie durch.

Sie ist die Unterzeichnerin der Grundsätze der Henry-Jackson-Gesellschaft, die die weltweite Ausbreitung der liberalen Demokratie und die Bereithaltung massiver Streitkräfte für den weltweiten Einsatz befürwortet.

Auf der im März von der Times publizierten Liste der Freunde und Feinde von Corbyn wird sie als „neutral“ kategorisiert. Auch diese „geleakte‘ Liste ist wohl Teil der Spielchen des Establishments. Siehe http://www.newstatesman.com/2016/03/not-neutral-very-hostile-miscategorised-mps-jeremy-corbyn-s-list-friends-and-foes

smukster
Gast
Sehr guter Artikel, vielen Dank! Großbritannien steht heute am Scheideweg: Wird es zukünftig eine prominente linke Alternative zum neoliberalen status quo geben, oder nur eine rechte ‚Alternative‘? Der Austritt wird den schon heute unübersehbaren wirtschaftlichen Niedergang des Landes beschleunigen, und spätestens dann wird das bisherige ‚weiter so‘ an sein Ende kommen. Dann wird sich, genau wie in Deutschland Anfang der 30er Jahre, die Frage stellen, welcher neue Weg beschritten wird: Ein progressiver – oder ein reaktionär-nationalistischer? Was die (meisten!) Kapitaleliten bevorzugen, sollte klar sein. In der Rest-EU gibt es m.E. zumindest die Chance(!) zu sinnvollen Reformen des bestehenden, aber in… Read more »
Norbert80
Gast

@smukster

Dann wird sich, genau wie in Deutschland Anfang der 30er Jahre, die Frage stellen, welcher neue Weg beschritten wird: Ein progressiver – oder ein reaktionär-nationalistischer? Was die (meisten!) Kapitaleliten bevorzugen, sollte klar sein.

Ja, es bleibt spannend. Ich hoffe dass Schottland sich nicht abspaltet. Denn ohne Schottland haben es die progressiven Kräfte deutlich schwerer die Mehrheit bei den Wahlen zu gewinnen. Dort sehen die Konservativen nämlich seit Jahren kein Land mehr, d.h. 10% der Sitze in GB gehen quasi „automatisch“ an progressive Kräfte.

smukster
Gast

Einerseits richtig. Andererseits könnte ein ‚Scexit‘ manche Engländer zum Nachdenken über den Kurs des Landes bringen. Ohne Wandel in England kann Schottland so progressiv wählen wie es will, viel gebracht hat das in den letzten Jahren nicht. Solange es noch eine Chance gibt, die Londoner Politik zu beeinflussen, gebe ich Dir Recht…aber ist es dazu vielleicht schon zu spät?

(Aus demselben Grund bin ich auch gegen eine Unabhängigkeit Kataloniens, neben der damit verbundenen Stärkung Deutschlands in der EU.)

The Joker
Mitglied

Hallo smukster,

Wird es zukünftig eine prominente linke Alternative zum neoliberalen status quo geben, oder nur eine rechte ‘Alternative’?

Auf der Linken tut sich was.

smukster
Gast

Super Idee, sich einfach mit der Rechten zusammenzuschließen gegen das bestehende System, hat schon 1933 prima geklappt oder 1979 im Iran…

name
Gast

Wie bitte? Du meinst also, die Kommunisten haben sich 1933 bei ihrer eigenen Folterung im KZ Columbia Haus und wilden KZs quer durch Deutschland mit den Faschisten zusammengeschlossen?

Pass mal auf, was du für einen bösartigen Schwachsinn rausknallst!

Norbert80
Gast

@name

ich glaube smukster meint das hier: Sozialfaschismus-Theorie

Diesbezüglich hat er Recht. Die Kommunisten haben zu spät erkannt wer die größten und gefährlichsten Feinde sind.

Die Priorität der Kommunisten für den Kampf gegen die als „sozialfaschistisch“ geschmähte SPD führte 1931 dazu, dass der vom republikfeindlichen Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten initiierte Volksentscheid zur Auflösung des preußischen Landtages gegen die von Otto Braun geführte sozialdemokratische Regierung Preußens neben den Rechtsparteien und der NSDAP auch von der KPD unterstützt wurde.

seyinphyin
Gast

An sich hat sich die SPD verweigert, gemeinsa gegen Hitler zu stehen. Anfangs war – logischerweise – die SPD ein historischer Feind nach dem massiven Verrat (rund um den)/des 1. Weltkrieg/es und auch danach, aber letztlich war den tatsächlich Linken dann schon klar, was da auf sie und alle anderen zukam.

Hilft natürlich alles nichts, zumal ja auch abseits der SPD alle lieber Hitler wollten…

Zeiten ändern sich halt am Ende dann doch nicht so richtig.

The Joker
Mitglied

Die SPD hat ihrerseits genug getan, sich die KPD zum Feind zu machen – auch durch Gleichsetzung mit den Nazis.
Weiterhin paktierte die SPD ebenfalls mit den Rechten gegen die KPD:
Bei der Durchsetzung eines Panzerkreuzer-Baus auf Kosten sozialer Projekte 1928/29 sowie bei der Wiederwahl von Hindenburg 1932.

smukster
Gast
Fakt ist, dass die tendenziell linken Kräfte zu spät erkannt haben, dass sie gegen die Nazis zusammenarbeiten müssen, wenn nötig auch mit bürgerlichen (z.B. kirchlichen) Kreisen, die dazu bereit sind. Detaildiskussionen darüber, welchen Anteil KPD, SPD und Andere daran hatten, würde ich HistorikerInnen überlassen. Denselben Fehler hat die iranische Linke 1979 gemacht, als es „egal mit wem, Hauptsache gegen den Schah“ ging. Die Rechte ist im entscheidenden Moment eben oft machtbewusster und skrupelloser. Die Situation heute ist m.E. vergleichbar. Die neoliberale Politik von EU und Einzelstaaten mag furchtbar sein, sie hält sich jedoch an gewisse rechtsstaatliche Normen und ist damit… Read more »
Jacques Roux
Gast
Die Situation heute ist m.E. vergleichbar. Die neoliberale Politik von EU und Einzelstaaten mag furchtbar sein, sie hält sich jedoch an gewisse rechtsstaatliche Normen und ist damit reformierbar. Wenn jedoch die Linke in blinder Wut für eine Zerschlagung des Bestehenden kämpft, wird das mit großer Wahrscheinlichkeit in Nationalismus münden und die Rechten an die Macht spülen. Nix gelernt? „Rechtsstaatliche Normen, reformierbar“, lachhaft, oder auch zum weinen. Hätte die europäische Linke, die, völlig zu Recht, bestehende EU/€ – Skepsis schon früher zu ihrem Thema gemacht, stünde sie, höchstwahrscheinlich, heute wesentlich stärker da und die Rechten wesentlich schwächer, so wird ein Schuh… Read more »
Jacques Roux
Gast

Und während links noch von „reformierbarkeit“ (wer bitte, hätte überhaupt die faktische Macht hierzu?) geträumt wird, geht es in Brüssel, wie gehabt, immer weiter:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-06/freihandelsabkommen-eu-kanada-ceta-kommission-ratifizierung

schwitzig
Gast

@smukster

Die neoliberale Politik von EU und Einzelstaaten mag furchtbar sein, sie hält sich jedoch an gewisse rechtsstaatliche Normen und ist damit reformierbar.

Ja ja, so wie unsere „s“PD, die früher mal das „kleinere (reformierbare) Übel“ war und jetzt die Umsetzerorganisation für „c“xU- und NPD-Ideen geworden ist.
Die heutige „Rechtsstaatlichkeit“ ist eine Klassenjustiz. Damit ist eine Reformierbarkeit der „EU“ – das ist diese Mafiaorganisation, die sich Europa unter den Nagel gerissen hat – nicht möglich.

Jacques Roux
Gast

@schwitzig

Och, die europäischen Konservativen werden, gemeinsam mit der europäischen Rechtssozialdemokratie, die (E)liten(U)nion, schon „reformieren“, nur eben nicht so, wie man sich das, als Linker, wünschen kann 😉

smukster
Gast
Es gab in den letzten Jahren große Fortschritte im Bereich der Banken- und Finanzmarktregulierung in der EU, aktuell steht die Steuerpolitik im Fokus. Das nenne ich ‚Reformierbarkeit‘, auch wenn es von mir aus deutlich zügiger und entschlossener passieren könnte. Es gibt in einer ökonomisch globalisierten Welt keine Alternative zu internationaler politischer Kooperation. Nationalismus bietet einfacher ‚Lösungen‘ und führt unweigerlich nach rechts, wenn dann festgestellt wird, dass ein Land alleine gegen das globale Kapital wenig ausrichten kann. edit: Die von Euch genannten Misstände sind selbstverständlich real, aber gibt es etwa in Einzelstaaten keine ‚Klassenjustiz‘ und unsoziale ‚Reformen‘? Der Unterschied ist, dass… Read more »
schwitzig
Gast

@smukster

Es gab in den letzten Jahren große Fortschritte im Bereich der Banken- und Finanzmarktregulierung in der EU, aktuell steht die Steuerpolitik im Fokus. Das nenne ich ‘Reformierbarkeit’, auch wenn es von mir aus deutlich zügiger und entschlossener passieren könnte.

YMMD :-). Danke für den Schenkelklopfer!

hart backbord
Gast

@smukster
Grosse Fortschritte macht die Selbstmordstatistik u.a. in Griechenland…
Bei dieser EU kommen mir eher die bremer Stadtmusikanten in den Sinn: Etwas besseres als die EU finden wie allemal.

smukster
Gast

Sowas von kurzsichtig und ahistorisch ist mir selten begegnet.
„Etwas Besseres als Gaddafi finden wir überall“, sagten sich auch 2011 viele LibyerInnen. Schaut Euch doch mal die politische Lage in Frankreich, Polen, Ungarn, Dänemark, Holland, Deutschland…an: Was glaubt Ihr, wer da ans Ruder kommt, wenn das gegenwärtige System zusammenkracht?

Und wer vom Thema Finanzmärkte offensichtlich keine Ahnung hat, sollte vielleicht einfach…

schwitzig
Gast
@smukster Sowas von kurzsichtig und ahistorisch ist mir selten begegnet. “Etwas Besseres als Gaddafi finden wir überall”, sagten sich auch 2011 viele LibyerInnen. Ein außergewöhnlich dummer, ja, fast schon Sukram71-artiger Vergleich. Nebenbei hat die EU einen nicht unmaßgeblichen Anteil daran gehabt, dass die GENDER-Libyer eben nicht die Chance bekamen, etwas besseres als Gaddafi zu finden. Im übrigen ist der Ursprung der „Proteste“ durchaus zweifelhaft. Und noch etwas: Die „EU“ wird sich jetzt sehr schnell zu etwas entwickeln, wo es immer möglich ist, etwas Besseres zu finden. Und bitte: Nicht so herumSukramen von wegen „Reformfähigkeit“, „Rechtsstaat“ und ähnlichem Propagandamumpitz. Adorno hat… Read more »
The Joker
Mitglied

Hallo smukster,

“Etwas Besseres als Gaddafi finden wir überall”, sagten sich auch 2011 viele LibyerInnen

Heißt das, die EU ist so schlimm wie Gaddafi? Oder Gaddafi ist so schlimm wie die EU?
Und hat Juncker für seine letzte Rede schon Regenschirm und Auto farblich aufeinander abgestimmt?

smukster
Gast

Stellt Euch nicht künstlich schwer von Begriff.
Es geht um die unglaublich naive Annahme, dass es ja ’sowieso nicht schlimmer kommen könne‘. Ihr seht nur den (schlechten) Ist-Zustand und verschließt die Augen davor, dass bei einem Zerbrechen der EU die Rechten ans Ruder kämen, was hundertmal schlimmer wäre. Dafür gibt es unzählige historische Beispiele.

The Joker
Mitglied

Hallo smukster,
Lesen hilft.

smukster
Gast

Liebe Leute, erst denken – dann schreiben. Grüße.

aquadraht
Mitglied

Fang mal lieber selbst an zu denken, bevor Du mit Geschichtsfälschungen um Dich wirfst.

a^2

smukster
Gast

Husthust, siehe oben.
Hast Du die Antwort im anderen Artikelforum gesehen?

GrooveX
Mitglied

o.t.

wird jetzt die türkische flagge an den eifelturm gebeamt?

smukster
Gast

Nein, denn die waren fies zu uns, deshalb zählen deren Tote nicht so richtig. Nach dem Kursschwenk gegenüber Moskau war (leider) so ein Anschlag zu erwarten…Liebesgrüße aus Riad.

(nb: Wozu soll E gut sein?)

GrooveX
Mitglied

um zu bestimmen, wo die spitzen sind. deren tote zählten schon nicht, als sie noch nicht ‚zu fies‘ waren.

işte hayat

smukster
Gast

Da hast völlig Recht, sorry für das fehlende /sarc.
Noch schlimmer ist es bei Terroranschlägen in Syrien oder dem Irak, denn „da ist ja eh Krieg“

Die Saudis bzw. der IS versuchen weiterhin, die Türkei mit Anschlägen vor sich herzutreiben und in den syrischen Krieg hineinzuziehen. Die aktuelle Annäherung an Moskau bedeutet, dass das Zeitfenster dazu sich schließt…

(Die Spitzen ergeben sich doch automatisch aus den Durchmessern und dem Abstand der beiden Mittelpunkte, oder nicht?)

GrooveX
Mitglied

es sind drei (in worten: 3) spitzen. ich würde mich nicht auf saudi arabien kaprizieren. da wäre ich mit zuweisungen erst mal vorsichtig. das ist eine komplexe hochgiftige sache da unten. das kann durchaus auch innertürkisch sein.

smukster
Gast

Klar, es gibt innerhalb der Türkei pro-saudische Fraktionen – und sei es nur ihres Geldes wegen. Riad kämpft fast nie selber, sondern lässt lieber kämpfen und zahlt dafür. Aktuell wird behauptet, die Attentäter seien aus ‚Usbekistan, Kirgistan und Russland‘ – damit sollte doch spätestens klar sein, welche strategische Absicht dahintersteckt.

Stimmt, der Stern hat auch eine Spitze – aber dann ist der Abstand immer noch redundant, wenn nur gesagt werden soll, dass die 3 auf einer Linie liegen.

Andreas Säger
Gast
GrooveX
Mitglied

immerhin.
die webcam scheint zu viel traffic abzubekommen.

GrooveX
Mitglied

nix

No White Guilt!
Gast
Der 3. Weltkrieg begann mit dem Ende der Sovietunion in 1991. Die Westlichen Globalisten wähnten sich im Endsieg. Right Side of History. Globale Dominanz. Bundeskanzler Angela Merkel startete im August 2015 die 2te Phase durch den Import von rund 1 Mio. Männer im wehrfähigen Alter in das wichtigste Land Europa. In den USA gelang den Globalisten den senilen Reagan die Amnesty unterzuschieben: 30 Millionen legale & illegale Latinos + 15 Millionen Asiaten zumteils über H1B-Visen/Green-Card um die native Mittelschicht mit Hilfe von Gehalts-Depression zu schwächen. Derzeit im Juni 2016 kristallieren sich langsam die Fronten: Globalisten: Westliche Establishment (Wirtschaft, Finanz-Oligarchie ->… Read more »
Truvor
Mitglied

@ No White Guilt!

Bundeskanzler Angela Merkel startete im August 2015 die 2te Phase durch den Import von rund 1 Mio. Männer im wehrfähigen Alter in das wichtigste Land Europa.

Hmm, und gegen wen sollen diese importierte, wehrfähige Männer kämpfen ?

GrooveX
Mitglied

gegen wen? ist doch klar, gegen die besitzer sächsischer hausfrauen.

aquadraht
Mitglied

Hmm wo gibts die zu kaufen? Und wer kauft sowas?

a^2

GrooveX
Mitglied

1) in sachsen
2) sachsen

aquadraht
Mitglied

Hmm. Kann es sein, dass Du ein Antisaxit bist?

a^2

Schweigsam
Gast

Bei den „Protesten“ Rechter gegen die Asylbewerber in Sachsen kam ich zum Schluß, dass bei dem Mob die innere Hässlichkeit mit der äußeren sich schlußendlich nix nimmt…;-)

Truvor
Mitglied

Ein interessanter Fall ist dieser No White Guilt!.
Er macht hier sein Häufchen und verschwindet wieder.
Sehr komischer Typ.

GrooveX
Mitglied

wer sachsen verachtet
gehört notgeschlachtet.

sachsen sind dufte
verhaun alle schufte

ich hab nix gegen sachsen. wegen mir kann sich jede einen halten.

wschira
Mitglied

Bei den “Protesten” Rechter gegen die Asylbewerber in Sachsen kam ich zum Schluß, dass bei dem Mob die innere Hässlichkeit mit der äußeren sich schlußendlich nix nimmt…;-)

Das ist aber fies, Zitat ohne Quellenangabe (Briol):-)

Schweigsam
Gast

Ja, so ähnlich!

hart backbord
Gast

Sachsen vertragen sich durchaus mit anderen Rassen. Aber nur mit Leinenzwang und erfolgreichem Wesenstest.

smukster
Gast

@Mod:
Kann dieser rechte Müll bitte gelöscht werden?

Heldentasse
Mitglied

Ach nö! Man sollte sich evtl. sogar Bauchgepinselt fühlen, denn:

Umkämpfte Sozialgruppen: … Talentierte Menschen, sowie viele Kommentatoren hier, die sich in Asperger-Stil in irrelevante Detaildiskussionen und Theorie-Kartenhäusern stürzen und abgelenkt sind

Immerhin sind wir damit hier beim Spiegelfechter global gesehen, eine umkämpfte Sozialgruppe. Irgendwie ahnte ich es ja schon immer, dass das globale Armageddon hier im Blog stattfindet.

Beste Grüße

Leselotte
Gast

„Immerhin sind wir damit hier beim Spiegelfechter global gesehen, eine umkämpfte Sozialgruppe. Irgendwie ahnte ich es ja schon immer, dass das globale Armageddon hier im Blog stattfindet.“
😀

smukster
Gast

Solange es ein einzelner Post ist lässt es sich mit Humor nehmen, da magst Du Recht haben. Wenn es, wie bei manchen Artikeln geschehen, Überhand nimmt sieht das m.E. schon etwas anders aus.

Heldentasse
Mitglied

@No White Guilt!

Ich bewundere Dich ob Deiner Fähigkeit die Wirklichkeit in Schubladen zu packen. Heraus kommt dann eine Realität, in der man wie bei der Fußball EM die Siege oder Niederlagen der einen oder anderen Seite auch in Listen eintragen könnte. Sehr gut verständlich, schade das Herr Popper dieses geniale System noch nicht kannte!

Beste Grüße

hart backbord
Gast

@No White Guilt!

Import von rund 1 Mio. Männer im wehrfähigen Alter

Gut, dass die Euch Asoziale in Schach halten.

Mordred
Gast

zu deinen gunsten unterstelle ich reines getrolle.

Klemperer
Gast
Hervorragender Artikel. Wer – grade zu Tony Blair und dem damaligen „New Labour“, eine gute Dokumentation sehen möchte – 2002 gab es bei der BBC eine vierteilige Reihe „century of the self“. Es ging um allerlei Manipulationen und Methoden, in der Wirtschaft, aber auch in der Außenpolitik Menschen mit psychologischen Tricks zu beeinflussen. Teile 1-2 handeln von Edward Bernays, dem Neffen Freuds, Teil 4 beschäftigt sich direkt mit Tony Blair und seinem konservativen team in der Labour party, sowie mit Bill Clinton. Da ich nicht sicher bin, ob links hier erwünscht sind – man findet die BBC-Dokumentation leicht bei freedocumentairies,… Read more »
Tom Wellbrock
Webmaster

Da ich nicht sicher bin, ob links hier erwünscht sind

Wenn hier Links verboten wären, könnten wir den Laden dicht machen 😉

Also immer her damit!

Klemperer
Gast

Das leuchtet ein :). Manche blogs mögen es aus Panik nicht^^, wenn man links einfügt.

https://freedocumentaries.org/documentary/bbc-the-century-of-the-self-happiness-machines-season-1-episode-1

Ich finde diese Seite ganz schön, drunter dann die links zu allen Episoden, auch 4/Blair. Man lasse sich beim Anschauen durch einen kurzen Wackler nicht stören – freedocumentairies bietet die Möglichkeit, die Videos mit eigenen Recherchen/Anmerkungen zu ergänzen, und weist bei jedem Video anfangs darauf hin.

Sukram71
Gast

Die sind hier nicht links, sondern die SPD hat …

[Anmerkung Tom:
Ich mach das sonst ja nicht, aber diesen Kommentar habe ich feierlich wegen Inhaltsleere und unnötiger Provokation gelöscht.]

Sukram71
Gast

Ok ok. Ist aber die Wahrheit. 😉

schwitzig
Gast

@Tom

Ich mach das sonst ja nicht, aber diesen Kommentar habe ich feierlich wegen Inhaltsleere und unnötiger Provokation gelöscht.

Spontan habe ich applaudieren wollen. Etwas weiter gedacht, bin ich zu dem Schluß gekommen, dass es sinnvoller wäre Sukram71’s Ergüsse ungekürzt stehen zu lassen, da auch neue Leser sehr schnell erkennen werden, wo sie die einzuordnen haben.
Es gibt wahrscheinlich nur ein einziges Gebiet, in dem Sukram71 ungeschlagen und in alle Ewigkeit unschlagbar ist: Die blamable Selbstdemontage.

Klaus Kastner
Gast

Ich habe volles Verständnis dafür, dass Corbyn eine Art neue Labour Party repräsentiert und bei weitem die Mehrheit der Parteimitglieder hinter sich hat. Deswegen sollte er auch Parteichef bleiben.

Die Frage ist, wie viele Stimmen diese neue Labour Party bei der nächsten Wahl bekommen wird. Ich glaube, dass eine Partei, deren stärkste Führungspersönlichkeit ein Jeremy Corbyn ist, kaum Chancen haben wird.

smukster
Gast

Mag kurzfristig sogar sein. Aber eine ‚linke‘ Oppositionspartei, die dasselbe erzählt wie die rechte Regierung, ist gesellschaftlich einfach nur überflüssig und verhindert die Ausbildung einer echten linken Alternative. Dann bleibt den Unzufriedenen nur noch der Gang nach rechts…

hart backbord
Gast

Vor einigen Jahren lief auf Arte mal das Fernsehspiel „Projekt Machtwechsel“. Eine schonungslose Abrechnung mit dem Blairismus.
http://m.tagesspiegel.de/medien/hinter-den-kulissen/449420.html?utm_referrer=

salvo
Gast

die red tories schießen jetzt, u.a.mit Hilfe des guardian, aus allen Röhren

Corbyn ist jetzt ein Antisemit, sowie seine Anhänger Antisemiten Rassisten und sonst noch was sind….

http://www.theguardian.com/politics/live/2016/jun/30/brexit-live-theresa-may-and-boris-johnson-set-to-announce-leadership-bids

salvo
Gast

ach ja, und selbstredened ist Corbyn auch ein Verschwörungstheoretiker

…….. irgendwie habe ich das alles kommen sehen

The Joker
Mitglied

Hach, das Antisemi-Keulchen – immer wieder süß.
Schon Tucho hatte damit zu tun.
Mittlerweile also ein Ehrentitel.

kreuzrotter
Mitglied

Ein britischer Taxifahrer (chunkymark) redet, nein, schreit Klartext über Boris Johnsohn und über die Zustände in England/Großbritannien/Vereinigtem Königreich (hochgeladen am 18. November 2013, also eigentlich schon ziemlich veraltet, aber trotzdem ziemlich aufschlussreich):

OMFG!!! ÜberTroll Boris Johnson we should adore the Super-r

Gefunden habe ich das Video Dank eines Beitrags des Blogs von feynsinn:

Boris Johnson ist volksnah, sagt tagesschau.de
http://feynsinn.org/?p=6089

Dass Boris Johnson verzichtet hat, hängt wohl weniger mit so einem oder anderen Videos zusammen, sondern vermutlich damit, dass man ihm seine Akte gezeigt hat, in der seine nicht öffentlich bekannten Verfehlungen (Verbrechen?) aufgelistet sind.

salvo
Gast

OT

nach aktuellsten Umfragen liegt der M5S national um 10 Punkte vor dem P(D)

http://www.ilfattoquotidiano.it/2016/07/01/sondaggi-cinque-stelle-superano-il-pd-e-vincerebbero-al-ballottaggio-di-maio-piu-popolare-di-renzi/2874639/

nicht dass mir der m5s besonders sympathisch wäre, mir würde eine genuine Linke lieber sein, und nicht dieses Sammelsurium angeblich jenseits von links und rechts, aber das deutsche europa muss zerschlagen werden, und zwar mit allen Mitteln, notfalls in Zusammenarbeit mit satan höchstpersönlich, dieses neoliberale soft-nazi-europa unter französischer juniorkomplizenschaft darf nicht entstehen

hart backbord
Gast

@salvo

P(D)

Legt die Renzi-Partei jetzt auch noch das D ab?
Danach nennt sie sich nur noch Partei. Sonneborn is not amused…

smukster
Gast

jenseits von links und rechts = rechts

salvo
Gast

nja, so rechts sie auch sein mögen, stehen sie immer noch links der deutschen VolksParteien samt grünem Ableger

smukster
Gast

Da wäre ich mir nicht so sicher. Wer mit Farage eine Fraktion bildet, steht rechts.

The Joker
Mitglied

Das Europaparlament wird jetzt eh kleiner. 😀

salvo
Gast
du hast absolut keine Ahnung in deiner unendlichen deutschen Arroganz und Ignoranz. Das ist keine programmatische Allianz, sondern eine taktische, um im EU Parlament die Fraktionsstärke zu erlangen, die einer politischen Gruppierung wichtige formale Wirkungsmöglichkeiten gibt. Die von den deutschen grünofaschisten dominierte grüne Fraktion wollte die nicht. In die linke wollte der m5s nicht, weil sie sich idelogisch nicht als links sehen. Unter Absehung aller programmatischen Realitäten einfach zu unterstellen, die sind rechts, weil sie sich auf den Bösen einlassen, ist so dämlich und arrogant, wie es für deustche ‚Linke‘ so typisch ist, denen sogar entgangen sein dürfte, dass zur… Read more »
smukster
Gast

DAS nenne ich mal einen unpassenden Vergleich! lol

salvo
Gast

was ich übrigen an der deutschen ‚Linke‘ so liebe, ist der Umstand, dass sie selbst dort, wo sie keine Ahnung hat, am besten bescheid weiß

salvo
Gast
name
Gast

So ist es. Wer immer noch diese deutsche EU verteidigt – und bar jeder Kenntnis sich einbildet, diese wäre reformierbar, wo absolut nichts reformierbar ist, ist nicht ganz tacko in der Birne…

Die Linke könnte jede Wahl gewinnen, wenn endlich wieder Leute von der Straße, und keine Parteifunktionäre mit ihren Alimenten aus Brüssel, deren Politik bestimmen würden.

smukster
Gast

Hmmja. Alles kaputthauen und sich dann wundern, wenn die Nationalisten die Oberhand gewinnen. Prima Strategie /sarc

name
Gast

Was erzählst du eigentlich für einen Schwachsinn? Schon deine geschichtsverfälschenden Beispiele haben deinen Mangel an Erkenntnis bewiesen und nun fährst du hier die Angstschiene des angeblich kleineren Übels: Du hast ja nicht einmal begriffen, dass sämtliche rechtsnationalen Parteien ultraneoliberale kapitalistische Parteien sind, die genau im Schatten eben jener EU gleichen Inhalts gedeihen konnten, weil niemand mehr Tacheles über das kapitalistische Hier und Jetzt gesprochen hat.

Begreifst du das eigentlich?

smukster
Gast

Vermutlich besser als Du.
Meine ‚Geschichtsverfälschung‘ wurde von reihenweise ForistInnen für richtig befunden und nicht mehr angezweifelt, aber das ist Dir wohl entgangen. Und falls Du mir größere Sympathie für die Linkspartei unterstellen willst, liegst Du völlig daneben.

Solches Kindergartengekeife ist furchbar langweilig. Wenn Du kein Interesse an sachlicher Diskussion hast, dann sag es direkt.

name
Gast
Du bist mir zu dumm, und in dem Augenblick, wo du – weil du es nicht besser weisst – (du haust 1933 (wie dumm muss man sein, um sowas zu erwähnen? – raus – Norby, es genauso nicht besser weiß, knallt 1931 ohne den Altonaer Blutsonntag zu erwähnen oder die alte rechte sozialdemokratische Legende von der Querfront beim BVG Streik 1932 (eine Scheiss Lüge der SPD bis heute) – und dich nie damit beschäftigt hast – richtig rechte Scheisse hinknallst, einfach gefährlich mit deinem kenntnislosen Gequatsche. Gleiches gilt für den Beispiel mit dem Iran 1979 – unglaublich, wie und warum… Read more »
smukster
Gast

Ok, Du willst Kindergarten.

name
Gast

Der Einzige, der sich hier wie ein Baby aufspielt, weil er zu feige, seine offensichtlichen Fehler einzuräumen, bist du. Norby hat versucht dich zu verteidigen und dabei gemerkt, was für Kunststückchen schon allein dafür nötig ist. Nur Er – und niemand anders. ..Egal, es ist verschwendete Zeit, sich mit deinen Pharsen zu beschäftigen.

smukster
Gast

Norbert, seyinphyin und Joker. Lesen hilft.

„Wenn Du ein Wein wärst, dann mit Sicherheit ein Trollinger.“

name
Gast

Zählen kannste wa ? Nur Norby hat versucht Dich zu verteidigen und alle anderen haben deiner erlogenen Geschichtsfälschung massiv widersprochen!

Langsam fallen bei dir irgendwie die Schrauben aus der Birne – unglaublich.

name
Gast

Es waren im Übrigen die rechten Parteifunktionäre Gysi und Liebich in der Partei „DIE LINKE“, die sich schon 2014 vom klaren Wahlprogrammentwurf des eigenen Vorstandes zur Europawahl „Die EU ist militaristisch, neoliberal, undemokratisch“ (was damals schon eine richtige Erkenntnis war), distanzierten, und eine Abänderung forderten.

Die Anbiederei an die bürgerliche Rechte war damals schon mehr als gewöhnliche „linke“ Politik, und ist und war auch die Hauptursache für eigene politische Schwäche, und du haust hier immer noch in die gleiche Kerbe, die sich als totales Disaster bürgerlicher Einfältigkeit und Interessensehnsucht (für diese Partei) erwiesen hat.

Heldentasse
Mitglied

Für mich im Kontext gar nicht OT:

Österreich: Präsidentenwahl ungültig erklärt

Es muss neu gewählt werden, und ich vermute mal die braunen EU kritischen Kräfte können nun auf einen Dammbruchsieg hoffen, d.h. ein Einstieg ist den Austrix ist nicht mehr undenkbar.

Es darf einen nicht erfreuen, weil das was danach kommt gräulich sein wird, allerdings erfreut es mich als gemeinen Menschen doch ungemein, dass diese(!!!) EU von allen Seiten heftig erodiert.

Beste Grüße

schwitzig
Gast
@Heldentasse Österreich: Präsidentenwahl ungültig erklärt Genau diese „Unfälle“ sind der Grund dafür, weshalb unser Regime hier in Deutschland seit langem versucht, sogenannte „Wahlautomaten“ einzuführen. Da „stimmen“ dann auch wieder die „Ergebnisse“. Und genau so etwas ist der Grund, weshalb die Rechten Europaweit so im Aufwind sind: Wie auch bei anderen Themen, sind die Rechten derzeit die einzigen, die sich – rattenfängerisch und vorgetäuscht, aber im Gegensatz zur Linken immerhin – der Themen wie EU, Korruption, Demokratiesimulation, „Qualitätsmedien“ etc. annehmen. Wenn die Linken in EU nicht endlich begreifen, dass sie niemals integriert werden und endlich auf die Sukram71er „Regierungsfähigkeit“ (übersetzt: Korruptheit)… Read more »
Rainer N.
Gast

Also da bleibt doch die Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt, dass mit der Kenntnis des letzten Ergebnisses noch mehr Antifaschisten zur Wahl gehen und das verhindern …

wenn nicht, also wenn dann tatsächlich Faschisten an die Macht kommen …

ist es wieder einmal so weit. Sokrates hat mal wieder die Entwicklung, oh Platon, im Dialog beschrieben …

Demokratie, die Wiege der Tyrannis. Dank Egoismus.

Dennis82
Mitglied
Diese (von kleinauf im Schulunterricht gebetsmühlenartig prophezeite…) apokalyptische „Machtübernahme“ ist ja so eine der elementaren gedanklichen Leitplanken unserer vermeintlichen Bundesdeutschen Demokratie… Wer so eindimensional „programmiert“ wird, der entwickelt für verborgene, stetige, schleichende Prozesse und Transformationen natürlich dann auch: keinerlei Gespür. Es muss da den großen Knall geben. Alles andere ist für viele Deutsche unvorstellbar; dass inhaltlich(!) stetig nach „rechts“ driftende Politik irgendwann auch in einer Form von Faschismus enden könnte. Selbst eine komplett ins neoliberale Lager gewechselte SPD hält ja viele Linke nicht davon ab, diese Partei weiter an originären sozialdemokratischen Werten zu messen. „Machtübernahme“ sieht für viele eben genau… Read more »
smukster
Gast

Es ist gut, wenn sie unter Druck gerät und merkt, dass das neoliberale ‚weiter so‘ keine Option mehr ist. Allerdings kann uns nicht an ihrem tatsächlichen Zerbrechen gelegen sein, denn die Alternative dürfte klar sein…
Reformen sind möglich, aber leider ist der Ruf dermaßen ruiniert, dass jede Maßnahme nur noch durch die Brille ‚alles bürgerfeindlich‘ gesehen wird, selbst wenn sie das nicht ist.

Dennis82
Mitglied
Die EU ist aber nun einmal DIE institutionelle Verkörperung des neoliberalen „weiter so“! Natürlich gibt es auch Alternativen für ein Ende der EU! Unterhalten die einzelnen Staaten der EU zu anderen Staaten außerhalb der EU etwa keine diplomatischen Kontakte? Existieren da keine zwischenstaatlichen Verträge und Formen von Zusammenarbeit…!? Erklären beim Zusammenbruch der EU automatisch alle Länder Europas sich mal eben so gegenseitig den Krieg…!? Sind Zölle und nationale Regelungen automatisch „schlecht“ – nur weil eine diktatorische „Kommission“ diese nicht „abgesegnet“ haben…?! Die EU ist in dieser Hinsicht eine totalitäre Lüge – die EU dient im Kern einzig und allein nur… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Dennis82 Die EU ist in dieser Hinsicht eine totalitäre Lüge – die EU dient im Kern einzig und allein nur der Schaffung eines “gemeinsamen europäischen Binnenmarktes” – damit Großkonzerne mit wenig Aufwand und größtmöglicher, einheitlicher “Rechtssicherheit” einen möglichst großen Teil dieses Kontinents samt seiner Einwohner “bewirtschaften” (ob nun als Arbeitssklaven oder debile Konsumenten) dürfen…! Genau so kommt das bei der Mehrheit der EU-Bewohner an. Junker, Schäuble, Schultz, Öttinger und Co. bestätigen dies gerade in ihrem Vorstoß, die EU nach dem Brexit durch volle Zentralisierung vor weiteren Referenden und damit dem Zerfall retten zu wollen. Allerdings zum Nutzen ihrer Klientel und… Read more »
Lykurg
Mitglied
Bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl gab es von Anfang an nur sehr wenig Auswahl. So waren es zwar 6 Kandidaten, in ihrer wirtschaftlichen Ausrichtung aber alle mit der EU-Linie konform. Einzig der sozialdemokratische Kandidat Hundstorfer galt und gilt als jemand, der bei den „notwendigen“ Reformen auf der Bremse steht. Einen linken Kandidaten gab es somit ursprünglich nicht und auch erst recht nicht in der Stichwahl zwischen Van der Bellen und Hofer, die jetzt wiederholt werden muss. Hier hat man die Wahl zwischen 2 Kandidaten, die politisch und wirtschaftlich rechts stehen, wobei der grüne Kandidat gesellschaftsliberaler ist, aber keineswegs demokratischer verbittet er… Read more »
The Joker
Mitglied

Kommentar von Taz-Korrespondent Ralf Sotschek.
Das Ehrlichste wäre eine Umstrukturierung der politischen Landschaft:
– Vereinigung der rechten Euroskeptiker von UKIP mit Johnson-Flügel der Tories
– Bürgerliche Mittelpartei aus dem New-Labour-Flügel und den Cameron-Tories
– Linke Volkspartei um Corbyn (und bis zu Schottlands Unabhängigkeit Bündnis mit SNP)

smukster
Gast

Der Ehrliche wäre der Dumme…
Es wäre machtpolitisch halt ziemlich dämlich.

The Joker
Mitglied

Positives Statement der von Konstantin Wecker herausgegebenen Seite „Hinter den Schlagzeilen“ zum Brexit.

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