Der Brexit und die Angst der Transatlantiker

Eine Woche vor dem entscheidenden Referendum vergrößern Umfragen zufolge die Brexit-Befürworter ihren knappen Vorsprung. Es ist also durchaus im Bereich des Möglichen, dass die EU und Großbritannien schon bald in Brüssel die Einzelheiten ihrer Scheidung verhandeln. Was dann passiert, ist vollkommen offen und liegt und einzig und allein im Verantwortungsbereich der Verhandlungspartner. Die Welt wird dadurch weder gerettet noch untergehen. Und die Katastrophenszenarien der Freunde der transatlantischen Sache werden auch nicht automatisch eintreten. Der Brexit allein wäre auch kein Grund, eine Träne zu vergießen. Doch was kommt danach? Und warum haben vor allem die Transatlantiker in den Redaktionsstuben derart Angst vor einem Brexit?

Wenn ein Wissenschaftler schon heute „weiß“, welche Folgen ein Brexit auf die Volkwirtschaften oder gar einzelne Wirtschaftszweige Großbritanniens oder Resteuropas haben wird, ist er ein Scharlatan. Das hält jedoch fast die gesamte Zunft nicht davon ab, wie ein altes Weib auf dem Jahrmarkt in die Kristallkugel zu blicken und nebulöse Prognosen zu verkünden. Schaden würde der Brexit uns allen – so der Konsens der klugen Herren. Nun ja. Großbritannien ist über rund 14.000 völkerrechtliche Verträge, angefangen bei der UNO-, WTO- und NATO-Mitgliedschaft, über Handels-, Verkehrs- und Patentabkommen, bis hin zu Zoll-, Fischerei- und Postabkommen mit der internationalen Gemeinschaft verbunden. Der Großteil dieser Verträge bleibt auch nach einem EU-Austritt ganz einfach erhalten, da er mit den EU-Verträgen gar nichts zu tun hat. Und der Rest wird dann zur Verhandlungssache. Nach gängiger rechtlicher Bewertung behalten sämtliche EU-Verträge mit Großbritannien erst einmal ihre Gültigkeit, bis sie durch neu verhandelte Verträge abgelöst werden – dasselbe gilt für Verträge Großbritanniens mit Dritten, die auf den EU-Verträgen aufbauen. Oder um es kurz zu machen: Erst einmal ändert sich gar nichts!

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67 Kommentare auf "Der Brexit und die Angst der Transatlantiker"

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R_Winter
Mitglied

Doch die Erfahrung zeigt, dass die Lobbyisten der Hochfinanz nicht nur in Westminister sitzen.

Dieses ist in der globalisierten Welt der springende Punkt, da die Ideologie der Hochfinanz der Neoliberalismus ist und die Gedankengänge bis in jede Spitze unserer Gesellschaft vorgedrungen sind. Die Hochfinanz bestimmt den Gang der Uhren und es ist ihr völlig egal, wer und wo, mit welchen Vorstellungen an der Regierung sitzt oder ob UK in der EU ist oder nicht.
Das europäisch Gehirn der „Gier“ wird nach Frankfurt, Mailand und Paris verlegt und die Steuervermeidungen in Holland, Belgien, Irland und natürlich Deutschland ausgebaut.

Rainer N.
Gast

Der Brexit wäre durchaus als Lösung zu betrachten. Ein Weckruf der auch andere Staaten, also die Bürger in den Staaten, aufmuntern könnte, mal die Richtung zu ändern.

Wohin … nun erst einmal zur Verschlechterung … und irgendwann, wenn es dann der Mehrheit schlecht geht … wie in Frankreich 1789 oder Russland 1917 …

ja, möget ihr in interessanten Zeiten leben … dumm ich dann leider wohl auch.

salvo
Gast

Wenn ein Wissenschaftler schon heute „weiß“, welche Folgen ein Brexit auf die Volkwirtschaften oder gar einzelne Wirtschaftszweige Großbritanniens oder Resteuropas haben wird, ist er ein Scharlatan.

ach Jens, Du willst es einfach nicht verstehen!

economy is not about the real world, you suckers!

http://www.debtdeflation.com/blogs/2016/05/17/cern-discovers-new-particle-called-the-ferir/

Carlo
Gast

@salvo, stimmt! Armut und Elend erfährt man ja nicht durch „Worte“ oder gar „Diskursverbote“.

R_Winter
Mitglied
Was Europa braucht ist eine echte Alternative. Ja, welche? Noch mehr Gier? Es wird durch Gesetze und Handelsabkommen jede möglich Veränderung abgewürgt – es ist doch so schön, wenn 99% für reale Werte arbeiten und 1% den wirklichen Nutzen davon haben. Europa braucht eine Vision, eine Rückbesinnung auf die gemeinsamen Werte und ein Fokussieren auf die gemeinsamen Ziele. Hatten wir jemals „gemeinsame Werte“? Nein wir hatten sie nie, sondern nur ein Regulativ durch die zwei Blöcke bis 1980. Die Frage sollte also nicht heißen „Brexit oder nicht“, sondern „Weiter so! oder nicht“. Wenn wir uns für ein Festhalten an der… Read more »
Wolf
Gast
Vor der „totalen Explosion“ stehen wir ja. Zumindest mittelfristig. Die Rechtspopulisten werden schon dafür sorgen. Allerdings wird ein schlecht funktionierendes System nicht besser in dem man es pulverisiert. Ein Europa der Nationalstaaten in dem es nur noch lose einzelne Wirtschaftsverträge zwischen souveränen Nationalstaaten gibt hat keinerlei Chance zwischen dem amerikanischen und dem chinesischen Wirtschaftsblöcken. Ich bin der festen Überzeugung gerade Deutschland wird ohne die EU (die von uns durchaus gerade ziemlich egoistisch ausgenommen wird ohne Frage) seinen „Wohlstand“ nicht halten können. Dann könnte sich durchaus in der Realität zeigen, dass unser jammern über HARTZ, Rente etc. doch ein Jammern auf… Read more »
Bruder Johannes
Gast

Ich bin der festen Überzeugung gerade Deutschland wird ohne die EU (die von uns durchaus gerade ziemlich egoistisch ausgenommen wird ohne Frage) seinen “Wohlstand” nicht halten können.

Ach, wieder das Märchen vom Profiteur „Deutschland“. Na ja, die historischen Fakten sind zwar andere, aber was seit Jahren in den Medien herumgequackt wird, kann ja so falsch nicht sein….

Bonsta
Gast

Deutschlands Exportindustrie hat vom Euro profitiert. Das ist nun nicht gerade Deutschland und auch nicht die Deutschen.

Bonsta
Gast

Die gemeinsamen Interessen, nicht Werte – das ist sowieso nur Stuss -, lagen von Anfang an nur darin, dem neu erwachsenen Hegemon USA etwas entgegen setzen zu können. Ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Das Europa des Friedens, der Menschenrechte und der Solidarität hat nie existiert.

Wolf
Gast
Man mag von Charles de Gaulle halten was man will. Aber bei einer Sache war er doch sehr weitsichtig. Er lehnte den Eintritt Großbritanniens in die EU nämlich stets ab, da er Angst hatte GB sei das Trojanische Pferd der USA innerhalb der EU. Wo er recht hatte hatte er recht. 😉 Ich würde den Austritt GB trotzdem bedauern. Denn die EU lebt von der Vielfalt. Andererseits wenn ein Club-Mitglied ständig einen kleineren Beitrag leisten will als Andere, sich ständig beklagt, dafür aber am Büffet sich um so kräftiger bedient sind die anderen Club-Mitglieder auch nicht übermäßig traurig wenn dieses… Read more »
salvo
Gast

Denn die EU lebt von der Vielfalt.

vielleicht war das mal so, heute wird aber in Europa deutsch gesprochen!

Wolf
Gast

Um so wichtiger wäre GB!

leslie
Gast

„heute wird aber in Europa deutsch gesprochen!“

Nicht mehr lange,sorgt Merkel ja für. :-O

Mfg

GrooveX
Mitglied

mir schwätzed schwäbisch, saed dr eddinger.

Bruder Johannes
Gast

Richtig ist, dass dann ein neoliberaler Störenfried weniger da wäre.

Nein, das ist falsch. Der Störenfried ist nur nicht mehr unter Kontrolle.

schwitzig
Gast
Ein guter Artikel. Einzig der Gebrauch des aktuellen Neusprech-Wortes „Europa“ ist etwas inflationär. Es gibt wohl in dem Kontinent Europa nirgendwo eine Mehrheit der Bürger, die „Antieuropäisch“ wäre. Es gibt allerdings immer mehr Bürger, die erkannt haben, dass die EU mit „Europa“ wirklich rein gar nichts zu tun hat – bis auf das Geldabsaugen von 99% für eine 1%-Parasitenklasse. Ich denke, dass die EU als Meilenstein der Korruption nicht reformierbar, sondern nur zerstörbar ist. Und da ist das Ausscheiden der Briten die erste Grundsteinlegung für ein neues, ethisches Europa. Die EU dürfte mit unwesentlich anderer Symbolik das „Tausendjährige Reich“ sein,… Read more »
Wolf
Gast

Na Du machst mir Spaß!

Am Ende sagst Du nichts anderes als dass Du lieber stirbst oder in den Ruinen der Stadt nach den Leichen Deiner Lieben wühlst als dass Du in diesem System weiter leben willst.

Da bin ich durchaus egoistischer. Ich lebe in diesem System auf jeden Fall besser als die Syrer oder die Iraker in ihrem. Die Möglichkeiten sich hier zu verwirklichen und seine „Niesche“ zu finden sind durchaus gegeben. (Meine eigene Erfahrung).

schwitzig
Gast
@Wolf Na Du machst mir Spaß! Am Ende sagst Du nichts anderes als dass Du lieber stirbst oder in den Ruinen der Stadt nach den Leichen Deiner Lieben wühlst als dass Du in diesem System weiter leben willst. Quatsch! Das sagst Du! Ich sage nur, dass dieses System derart verkommen ist, dass es sich nicht aus sich selbst heraus bessern kann. Das ist etwa so, als wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe, dass es regnet und feststelle, dass es regnet. Deswegen wünsche ich mir doch kein Gewitter, damit danach die Sonne scheinen kann. Das ist genau das Idiotengesülze, das… Read more »
Wolf
Gast
Im Prinzip liegen unsere Ansichten doch gar nicht sooo weit auseinander. Auch ich bin der Meinung dass dieses System in seiner neoliberalen Ausprägung falsch ist. (Vermutlich wird es an seinen eigenen Ansprüchen scheitern.) Auch ich bin der Ansicht es bräuchte ein Europa der „Werte“. (Was mittlerweile leider ein Schimpfwort ist). Allerdings hoffe ich doch sehr auf einen „weichen Übergang“. Auf „Reformen“. (schlimm wie viel positiven Worte heute negativ besetzt sind). Ein Zusammenbruch würde mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Krieg führen. (Auch da sind wir uns wieder einig). Daher will ich das im Gegensatz zu Dir (wenn ich Dich wörtlich nehme)… Read more »
schwitzig
Gast
@Wolf Versuchst Du hier einen auf Sukram71? Auch ich bin der Meinung dass dieses System in seiner neoliberalen Ausprägung falsch ist. (Vermutlich wird es an seinen eigenen Ansprüchen scheitern.) Schlüsselwort: Scheitern. Auch ich bin der Ansicht es bräuchte ein Europa der “Werte”. (Was mittlerweile leider ein Schimpfwort ist). Schlüsselwort: Schimpfwort. Warum ist das wohl so? Allerdings hoffe ich doch sehr auf einen “weichen Übergang”. Auf “Reformen”. (schlimm wie viel positiven Worte heute negativ besetzt sind). Schlüsselworte: Weicher Übergang und “Reformen”. (schlimm wie viel positiven Worte heute negativ besetzt sind). Wie meinem Posting sehr wohl unmißverständlich zu entnehmen ist, hoffe ich… Read more »
The Joker
Gast

Hallo Wolf,
weshalb eine Mehrheit für den Brexit unbedingt einen Krieg nach sich ziehen soll, ist mir schleierhaft.
Allerdings waren die sogenannten „Reformen“ der letzten 20 Jahre nichts anderes als soziale Kriegserklärungen an abhängig Beschäftigte und Erwerbslose.
Da ist es verständlich, wenn die dann nur mit ihren Schultern zucken:
Krieg? Naja, den haben wir eh schon.

Mordred
Gast

Da bin ich durchaus egoistischer. Ich lebe in diesem System auf jeden Fall besser als die Syrer oder die Iraker in ihrem.

gna^^
solange es noch vielen schlechter geht, ist alles gut oder wie?

Die Möglichkeiten sich hier zu verwirklichen und seine “Niesche” zu finden sind durchaus gegeben.

nette formulierung für „jeder kann im lotto gewinnen, aber nicht alle.“
–> das ist eine neoliberale denkgrundlage.
diese möglichkeiten wird es zumindest in der theorie immer geben. nur legitimiert diese denke eben gerade die herrschaft der 1% über die restlichen 99%.

Carlo
Gast

Wäre es für die deutschen Gewerkschaften nicht langsam an der Zeit, Sondierungen für ein einheitliches Vorgehen mit der CGT und Force Ouvrière zu beginnen?
Es freute mich Klaus Ernst und die Aktiven der ehemaligen WASG mal im Gespräch mit Philippe Martinez in Frankreich wahrnehmen zu können. Irgendwie und irgendwann muß doch mal der erste Schritt getan werden…

Robbespiere
Mitglied
@schwitzig Wer jedoch die Geschichte des letzten “Tausendjährigen Reiches” kennt weiß, dass das leider sehr unwahrscheinlich ist :-(. Nun mal mir den Teufel nicht an die Wand. Soweit ist das gemeinsame Europa doch schon gediehen, dass die Mehrheit der Bürger, wie du selbst schreibst, nicht antieuropäisch eingestelt ist. Ein Zerfall der EU wird sie deshalb nicht gleich zur kriegslüsternen Meute mutieren lassen. Ich denke auch nicht, dass es zu einem Zerfall der EU kommen wird, aber der Euro muss unbedingt weg, denn er ist der Nasenring, an dem Deutschland seine Partner durch die Manege zieht. Ohne ihn und die EZB… Read more »
Carlo
Gast

@Robbespierre
Es dürfte doch ein leichtes sein, wenn sich engagierte deutsche Gewerkschaftler mal mit Martinez kurzschließen.
Frankreich steht kurz vor dem Generalstreik, warum wird das hier nicht unterstützt? Klaus Ernst ist gefordert!

Bruder Johannes
Gast

….aber der Euro muss unbedingt weg, denn er ist der Nasenring, an dem Deutschland seine Partner durch die Manege zieht.

Aber mal bitte nicht vergessen, dass die deutsche Regierung den Euro eigentlich nicht wollte. Er war ja seitens der Alliierten Bedingung für die Annektion der DDR. M. E. ist der Nasenring eher aus Ton als aus Stahl. Er wird schon bald brechen.

Robbespiere
Mitglied

@Bruder Johannes

Aber mal bitte nicht vergessen, dass die deutsche Regierung den Euro eigentlich nicht wollte. Er war ja seitens der Alliierten Bedingung für die Annektion der DDR.

Stimmt, man wollte sicherstellen, das ein wiedervereinigtes Deutschland nicht wieder dem Größenwahn anheimfällt.
Leider hat man nicht mit der Durchtriebenheit eines Herrn Schröder gerechnet, der durch Lohn- und Steuerdumping konkurrenzlose Preise für die Exportwirtschaft ermöglichte.

Winne2
Mitglied

@schwitzig Bedauerlicherweise gibt es dem nichts hinzuzufügen ausser einem „exakt so isses, und vermutlich wird es nicht friedlich kommen“.

Bruder Johannes
Gast

Und da ist das Ausscheiden der Briten die erste Grundsteinlegung für ein neues, ethisches Europa.

Aber bestimmt nicht mit den durch und durch neoliberalen britischen Raubtierkapitalisten. Never ever! Da befürchte ich schon eher die alte Polen-England-Allianz. Ich will es nicht hoffen. Aber sollte sich das wieder andeuten, sollte sich der Bund möglichst schnell auflösen. Die Evolution lehrt ja, dass eher die kleinen Tiere bei einer Katastrophe überleben. Also, zurück zur Kleinstaaterei! Die „Freistaaten“ können ja den Anfang machen.

Christoph Jehle
Gast

Kontinent Europa

Europa ist ein Erdteil, jedoch kein Kontinent. Der Kontinent, zu dem der Erdteil europa gehört, nennt sich Eurasien.

Und wer jetzt mal ganz gelassen eine eurasische Landkarte betrachtet, wird feststellen, dass Europa mitnichten der Nabel der Welt, sondern eher eine periphere Region Eurasiens darstellt.

Mordred
Gast
erstmal hast du sehr schön herausgestellt, warum der austritt nüchtern betrachtet erstmal garnix bedeutet. hätten die den € sähs schon anders aus. aber: 1. die herden der finanzmärkte sehen das möglicher weise anders. wenn die bspw. alle auf einmal (!) aus london wegrennen, könnte das übel werden. 2. abwenden von neoliberalismus, leider hin zu nationalisten? omg! als würde auch nur ein afd-wähler wissen, was neoliberalismus ist und was der bisher für auswirkungen hatte! in fankreich etc. mag das anders sein. aber hier wird die afd wegen flüchtlingen und zu geringem teil noch wegen eurokrise gewählt. beides hat gem. den msm… Read more »
Norbert80
Gast

@Mordred Keine Panik!

1. die herden der finanzmärkte sehen das möglicher weise anders. wenn die bspw. alle auf einmal (!) aus london wegrennen, könnte das übel werden.

Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht wird. Alle auf einmal werden gewiss nicht wegrennen.

Sukram71
Gast

Wenn 20% wegrennen, wird das aber trotzdem übel…

Carlo
Gast

Ach, mach Dir nicht ins in Höschen…

Mordred
Gast

lol?
https://www.tagesschau.de/ausland/brexit-serie-107.html

In Londons Finanzbezirk geht die Angst vor dem Brexit um. In den letzten Wochen haben Investoren bereits 65 Milliarden Pfund abgezogen. Die Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens würden aber die ganze Hauptstadt treffen….

Alle auf einmal werden gewiss nicht wegrennen.

du hast aber schon verstanden, wie das mit dem herdentrieb (zb bei der finanzkrise) funktioniert?

Vomitorium
Gast
Schnarch, erwartest du jetzt ernsthaft einen Kommentar zu diesem Beitrag der Tagesschau? Oben gibst du dich „vermeintlich wissenschaftlich und intellektuell“, aber sobald auf Tagesschau ein Beitrag rausgepupst wird, wird das ganze natürlich unhinterfragt übernommen bzw. weiterposaunt, denn die Tagesschau, finanziert von deinen und meinen Gebühren, ist ja total unabhängig – sagte ja auch schon diese Journalistin hier: http://meedia.de/2016/01/18/wdr-journalistin-zu-fluechtlingsberichten-wir-sind-natuerlich-angewiesen-pro-regierung-zu-berichten/ Wie auch immer, eigentlich wollte ich was anderes sagen, und zwar: A) du schreibst „in den letzten Wochen“ -> WIEVIELE Wochen genau? Nach allgemeiner Lesart sind darin wohl mind.2 – x Wochen gemeint, wobei X üblicherweise nicht > 8 – 10 Wochen.… Read more »
hart backbord
Gast

Hoffentlich kommt der Brexit.
Dieses EU-Monster verdient solch einen Wirkungstreffer. Und der hat dann am besten einen Dominoeffekt zur Folge.

Sikke Loling
Gast

Ein Domino-Effekt in der Folge wäre eine interessante Entwicklung. Aus welchem Grund soll eigentlich die deutsche Bundesrepublik einem solchen Domino-Effekt standhalten? Bei der Gelegenheit könnten die Hessen auch ihre in der Landesverfassung verankerte Todesstrafe wiederbeleben. Und Südbaden könnte dem Wunsch seiner Bevölkerung von 1953 folgen und aus dem Südweststaat austreten und wieder zu Vorderösterreich zurückfinden.

Schweigsam
Gast

Danke Jens. Guter Artikel!
Die meisten Kommentare kann man sich sparen, die haben nix verstanden…

Norbert80
Gast

Trotz Umfragehoch für Brexit-Anhänger sind die Quoten bei Wettanbietern noch sehr verlockend, d.h. man bekommt deutlich mehr raus wenn man auf Brexit setzt

Wer vor ein paar Monaten auf mich gehört hat, kann sich jetzt ins Fäustchen lachen. Noch werden Wetten angenommen ;-))

seyinphyin
Gast

Es ist einfach widerlich, auf sowas auch noch zu wetten.

alexios
Gast

Avaaz ist mir als Transatlantiker verdächtig, mit ihrer Aktion „Donald Trump kommt nach Europa“

Sie machen viel Lärm — aber wenn 18 Millionen europäische Avaazer zusammenkommen, kann unser Chor sie übertönen. Sagen wir es laut und klar: Der europäische Traum ist nicht am Ende und wir werden uns dafür einsetzen, ihn am Leben zu halten. Nicht mit Hass und Lügen, sondern mit Liebe, Besonnenheit und Zusammenhalt. Let’s do it!

Genau, ihr lieben Griechen.

Rainer N.
Gast

http://blog.fefe.de/

Beitrag: Das Gericht so, zu dem Typen, der in England die Labour-Abgeordnete Jo Cox ermordet hat:

… dieses Attentat sei sozusagen der einzige Weg gewesen, wie man die aktuelle Führung der Brexit-Befürworter noch umkehren kann …

hab ich mir gleich gedacht, als ich hörte, das sei ein psychisch gestörter … solche Typen eignen sich ja großartig, um sie anzustacheln etwas zu unternehmen, was dann nach hinten los geht.

So wie die Sauerlandgruppe, oder wie in den USA bekannt geworden ist, das vom FBI da Fälle gefördert werden …

The Joker
Gast

Es wird wohl ein Brexit.
Die Taz trauert.
Das Sturmgeschütz leidet mit dem Pfund.
Ich genehmige mir derweil ein Pint.

schwitzig
Gast

YES!!!

Der Brexit ist ein Silberstreif am Horizont, der markiert, dass die Propagandawirkung der EU-Regierungen bei den Menschen nicht mehr so wirkt, wie noch vor 30 Jahren.
Ein beispielloses Feuerwerk übelster EU-Propaganda hat in den letzten Wochen England und Deutschland geradezu überflutet und dennoch hat es nichts genützt – vielleicht kommen wir um das neue Tausendjährige Reich (nennt sich „EU“) doch noch mal herum, denn überall in der EU entgleitet den Regierungen die Kontrolle über das Volk.

seyinphyin
Gast

Man wird sehen, was das genau bringen wird. Wenn man sieht, wie die Presse der UK, vor allem dern BILD den Brexit ja durchaus befeuer hat, ist die Frage, ob da die Schafe nicht einfach halt wieder dem Bellen gefolgt sind.

schwitzig
Gast

@seyinphyin

Es rummst derzeit an allen wichtigen Fronten der EU-Regierungen gegen ihre Völker:
Frankreich
Griechenland
Spanien
Italien

Schon Hitler hat feststellen müssen, dass ein Mehrfrontenkrieg nicht zu gewinnen ist. Es keimt die Hoffnung, dass die EU-Regierungen noch ein Einsehen haben, dass sie ihren eigenen Mehrfrontenkrieg gegen ihre eigenen Völker auf lange Sicht nicht gewinnen werden.

seyinphyin
Gast

Die Frage ist doch, wozu das führen wird. So toll ist das mit der EU für Oligarchen auch nicht.

Das Problem ist ja nicht das Konzept der EU an sich, sondern die Korruption und die verschwindet mit der EU nicht, die wird eher noch stärker.

schwitzig
Gast
@seyinphyin Die Frage ist doch, wozu das führen wird. So toll ist das mit der EU für Oligarchen auch nicht. Eigentlich nicht. Die EU führt mit Riesenschritten in einen totalitären Wirtschaftsfaschismus. Ernst Wolff – sonst ist er teilweise etwas zweifelhaft – hat es diesmal schön auf den Punkt gebracht: Die EU ist nicht Europa Das von EU-Befürwortern am häufigsten vorgebrachte Argument gegen die Brexit-Anhänger bezichtigt diese der Europa-Feindlichkeit. Dahinter steht die fälschliche Gleichsetzung von EU und Europa. Beide haben nichts miteinander zu tun. Werbung ausblenden X Der Europagedanke verkörpert für die arbeitenden Menschen auf dem Kontinent die Überwindung historischer Konflikte,… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Das Problem ist ja nicht das Konzept der EU an sich

Heftiger Einspruch! Keine direkt von den Völkern gewählten hohe VertreterInnen und EntscheiderInnen über die EU Politik, sind aus demokratischer Sicht die Mutter aller Konzeptfehler überhaupt.

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied

@schwitzig

Das Elitenprojekt EU hat einen deutlichen Knacks bekommen.
Grundsätzlich freue ich mich nicht über den Brexit, aber diese abgehobenen Politpappnasen in Brüssel sowie unsere Spezen brauchen einen Dämpfer.
Mal sehen, was draus wird.

Heldentasse
Mitglied

@Robbespiere

Obwohl ich weiß, dass was danach kommt noch schlimmer sein wird, freue ich mich als gemeiner Mensch wenn diese EU (ungleich Europa!!!) vor die Wand fährt! Sie haben es nicht anders verdient, und meiner einer muss nur noch lange genug leben und am Fluss der Zeit warten bis die kläglichen Überreste vorbei treiben.

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied
@Heldentasse Obwohl ich weiß, dass was danach kommt noch schlimmer sein wird, freue ich mich als gemeiner Mensch wenn diese EU (ungleich Europa!!!) vor die Wand fährt! Das sehe ich genau so wie du. Damit ein Europa wachsen kann, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und nicht an den Kapitalinteressen, müssen wir durch ein Tal der Tränen. Im Niedergang werden wir gleicher und entdecken unsere gemeinsamen Interessen, was uns an einem Strang ziehen läßt. Nur so bekommen wir Mehrheiten zusammen, die diesen EU-Wahnsinn, wie er derzeit herrscht und Millionen Bürger ihrem Schicksal überläßt, endlich beenden. Liberte´, Egalite´, Fraternite´………so… Read more »
Possimist
Gast

Auch an diesem Beispiel sieht man wieder das Armutszeugnis, dass sich die Presse selber ausstellt. Die Auswirkungen die diskutiert werden: Finanzmärkte, Wechselkurse, für die Firmen (Megakonzerne). Die Bevölkerung kommt irgendwie nicht vor. Stop. Die Welt hat errechnet was das jeden Bundesbürger kostet. Auf den Cent genau. Von einer makroökonomischen Nullnummer. Aber die Presse bekommt, zumindest da wo kommentieren noch möglich ist, eine Watschn nach der anderen.

Sukram71
Gast

Möglicherweise hat es ja Auswirkungen auf die Menschen, wenn die Megakonzerne aus GB abziehen, die Wechselkurse (also der AußenWert des Pfund) einbrechen und der Staat durch weniger Steuereinnahmen und höhere Zinszahlungen weniger Geld hat, um soziale Leistungen zu finanzieren.

UK hat sich gerade selber massiv ins Knie geschossen. Und zwar die kleinen Leute. Die Konzerne und die Reichen können leicht woanders hin. Die EU Bürokraten haben auch ausgesorgt.

Die Vorstellung durch den Brexit würde in GB irgendwas besser, ist echt naiv.

salvo
Gast
ich kann diese Freude nicht nachvollziehen, sorry. Ja. diese EU, so wie sie real existiert, handelt, und wirkt, ist ein Ungeheuer, aber wie ich kann ich mich als Linker über einen Sieg freuen, der eine der übelsten Rechte in Europa errungen hat? Wenn es wirklich zum Brexit kommt, dh die unterschiedlichen Institutionen sich tatsächlich an das Votum halten, wird sehr wahrscheinlich eine noch regressivere Politik in GB folgen. Die Linke, soweit es in GB eine gibt, war in großer Mehrheit für den Verbleib in der EU, weil diese, auch wenn es bizarr klingen mag, regulatorische Schranken für den tendenziell noch… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@salvo

Wenn es wirklich zum Brexit kommt, dh die unterschiedlichen Institutionen sich tatsächlich an das Votum halten, wird sehr wahrscheinlich eine noch regressivere Politik in GB folgen.

Da bin ich mir gar nicht so sicher, denn ab jetzt kann sich keine britische Regierung mehr auf ein Diktat aus Brüssel berufen und muss für ihre Entscheidungen selbst die Verantwortung übernehmen.
Und die Briten haben jetzt begriffen, welche Gestaltungsmacht sie haben, wenn sie nur wollen.

schwitzig
Gast
@salvo Wenn es wirklich zum Brexit kommt, dh die unterschiedlichen Institutionen sich tatsächlich an das Votum halten, wird sehr wahrscheinlich eine noch regressivere Politik in GB folgen. Möglich. Aber ich freue mich nicht für die Briten, sondern für uns, dass die mit ihrem Bankenstaat nicht mehr soviel Einfluss in der EU haben und vor allem freue ich mich, dass die EU-„Eliten“ verunsichert sind und Angst haben. Das kann dazu führen, dass der Krieg der EU gegen Europa für die 1%-„Elite“ nicht mehr ganz so bestialisch geführt wird. Die Briten können dann ja gerne zurückkommen und die Änderungen genießen, die ihr… Read more »
GrooveX
Mitglied
ich kann diese morbide lust am untergang, verbunden mit einer lebenspraktischen apathie, die ihresgleichen sucht, auch nicht nachvollziehen. hier wird keiner ungeschoren davon kommen, insbesondere keiner, der auf eine funktionierende infrastruktur angewiesen ist, die ihm das materielle überleben sichert. es ist wirklich völlig absurd, was da passiert. man glaubt immer, dass aus der asche ein phoenix aufstiege und übersieht dabei ständig und ewig wiederholt die zerstörungen, ratten, trümmer und unendliche arbeit, die dinge wieder in gang zu kriegen. wir reden ja hier nicht von revolutionärem aktivismus sondern von um sich greifender manie, katatonie, sprich affektiver psychose. niemand geht irgendwohin mit… Read more »
schwitzig
Gast

@GrooveX

ich kann diese morbide lust am untergang,

Mit „Untergang“ meinst Du sicherlich die „EU“, wie sie jetzt ist und wohin sie sich entwickelt, wenn es so weitergeht?
Ich kann z.B. bei den Griechen, die gerade verrecken, weil sie sich keine Medikamente kaufen können, irgendwie keine morbide Lust an ihrem Untergang erkennen.
Auch bei den Franzosen, die ohne Streikgeld streiken und sich die Fresse polieren lassen, suche ich vergebens die „morbide Lust am Untergang“.
Und wo genau haben die Spanier gerade eine „morbide Lust am Untergang“?

Willst Du einen auf Sukram71 machen? Du bist auf jeden Fall auf einem starken Weg, dieses Ziel zu erreichen.

GrooveX
Mitglied

warum in die ferne schweifen, wo das ‚gute‘ liegt so nah?
einfach lesen, was hier ist, anstatt durch google earth zu klicken!

mich kannst du mit dem letzten absatz nicht beeindrucken.

schwitzig
Gast

@GrooveX
Dein Posting ergibt weder Sinn, noch erschließt sich irgendeine Bedeutung. Neuer Versuch?

Heldentasse
Mitglied

Mal am Rande erwähnt müssen da einige Leute, an den Börsen, sich am Brexit eine goldene Nase verdient haben bzw. noch verdienen , ein Chelm wer pöses dabei denkt!

In den letzten fünf Tagen ging der DAX stark nach oben, wenn gleich die Börsen aufmachen wird der vermutlich runter stürzen wie ein Sturzkampfbomber, das wird noch richtig lustig werden.

Beste Grüße

salvo
Gast

btw … meine Güte, meine ‚Linke‘ hierzulande sind zum Haareraufen, dumme Sprücheklofper

„Die Linken-Abgeordnete Halina Wawzyniak sagte, »gerade heute« gelte, »kein Europa ist auch keine Lösung«. Das »Konzept Nationalstaat« sei überholt, so die Politikerin.“

http://www.neues-deutschland.de/artikel/1016400.brexit-erschuettert-deutsche-politik.html

schwitzig
Gast

@salvo
Gut – gerade diese Halina Wawzyniak ist schon seit langem für ihre „Seltsamkeit“ bekannt. Vielleicht sollte ihr einer mal das Subsidaritätsprinzip erläutern?

salvo
Gast
btw…. auch wenn es eine französische Quelle ist, ich empfehle jedem, der es kann, sich mit den Schriften des großen linken französischen Ökonomen Jacques Sapir auseinanderzusetzen, mit seinen Konzepten der Souveränität und davon abgeleitet der Nation. Gerade Linke sollten über diese Begriffe reflektieren und sich nicht mit einem servilen herrschaftsgemäßen Sprüchklopfen zufriedengeben. „Man muss also wissen, was eine Gesellschaft und ein ‚Volk‘ ausmacht. Man muss auch begreifen, dass, wenn wir von einem Volk sprechen, es sich nicht um eine ethnische oder religiöse Gemeinschaft handelt, sondern um eine politische Gemeinschaft von gleichen Individuen, die ihre Zukunft in die Hand zu nehmen.… Read more »
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