Ungleichheit: Deutsche, Ihr seid doof!

Königswusterhausen, Arbeiter auf SendeturmKommentar

Zugegeben, die Ungleichheit in Deutschland nimmt seit 20 Jahren zu. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Und ja, zugegeben, die Unternehmer in Deutschland beschmieren ihre Brote immer dicker, während die Arbeitnehmer schon mal auf einem trockenen Stück herumkauen. Das ist alles nicht schön, findet ZEIT-Redakteur Zacharias Zacharakis. Aber schuld daran sind die Arbeitnehmer selbst! Ja, richtig gelesen, Zacharakis behauptet in seinem Artikel vom 11. Mai 2016 tatsächlich, die Deutschen hätten „vergessen, wie das geht.“ Also, das Fordern. Nach mehr Geld. Selbst schuld, doofe Deutsche!

Zacharakis stellt zwar nüchtern fest, dass die Lohnentwicklung der letzten Jahre zuungunsten der Arbeitnehmer verlaufen ist. Betont dann aber auch gleich, dass daran die Arbeitnehmer selbst nichts geändert haben, obwohl sie es hätten können. Immerhin sei in Artikel 9 des Grundgesetzes garantiert, dass es ein Mitsprachrecht gebe, daran hätten auch die „marktliberalen Reformen der letzten Jahre nichts geändert.“ Sogar Streik hält Zacharakis für ein denkbares Mittel, um Interessen durchzusetzen. Um dann nachzulegen, dass davon ausgerechnet die raffgierigen Piloten Gebrauch gemacht hätten. Das wiederum passt ihm nicht, denn die verdienen ja nun wirklich genug.

Kurzum: Der Artikelschreiber beklagt sich darüber, dass die Arbeitnehmer sich nicht wehren. Und die, die es tun, sollten es doch besser lassen, sie hätten eh schon genug. Den anderen dagegen, die es tun müssten, attestiert er Passivität. Sollen die sich doch organisieren! Zacharakis rechnet vor, dass im Jahr 1996 noch 84 Prozent aller Löhne durch Tarifverträge geregelt waren. Im Jahr 2010 nur noch 62 Prozent. Und irgendwie schafft er es, dafür die Arbeitnehmer verantwortlich zu machen. Als hätten die Tarifverträge massenhaft gekündigt, sich lieber für ungeregelte Bezahlung, Minijobs und atypische Arbeitsverhältnisse entschieden.

Im Grunde ist das Denken des ZEIT-Redakteurs nur folgerichtig. Denn wenn – und das lernen wir ja nahezu täglich – jeder seines Glückes Schmied ist, dann muss eben auch jeder selbst schuld sein, bei dem das mit dem Schmieden nicht so gut klappt. So folgerichtig aber sein mag, was Zacharakis schreibt, so pervers ist es auch. Denn die letzten 20 Jahren haben Politik und Arbeitgeber damit zugebracht, die finanzielle Basis der Beschäftigen an den Rand (oder darüber hinaus) einer Katastrophe zu bewegen. Während früher eine relativ kleine Gruppe von Sozialhilfeempfängern von ihrer finanziellen Lage geschwächt war, ist es heute zusätzlich eine noch größere Gruppe von Arbeitnehmern, die ohne staatliche Unterstützung nicht mehr auskommen. Der Redakteur unterschätzt einen wichtigen Aspekt. Oder, was wahrscheinlicher ist: er kennt ihn nicht. Es ist der Aspekt der Lähmung. Er kann nicht nachempfinden, wie es ist, wenn man von der Hand in den Mund lebt. Wie handlungsunfähig man wird, wenn man sich immer wieder um das Nötigste sorgen muss, schlecht schläft, weil Sorgen und Nöten an einem nagen. Stattdessen erwartet er, die Bedürftigen mögen aufstehen, sich gerade machen, Brust raus, die Damen und Herren! Seht zu, dass Ihr Euch selbst aus dem Sumpf zieht. Das Grundgesetz hilft Euch, also los geht‘s, Ihr faulen Säcke, seht zu!

Zacharias Zacharakis blendet in seinem Artikel aus, dass es seit Jahren zum politischen Prinzip gehört, die Arbeitnehmer so klein wie möglich zu machen und zu halten. Er ignoriert, dass die Mittel des Kampfes nach und nach ausgehebelt wurden, ein organisierter Arbeitskampf heute deutlich schwerer ist als vor 20 Jahren. Er schenkt der Tatsache keine Beachtung, dass Bedürftigkeit und Armut keine lästigen Begleiterscheinungen der Wohlstandsgesellschaft sind, sondern existenzbedrohend.

Die Arbeitnehmer für die Lohnentwicklung der letzten Jahre verantwortlich zu machen, das kann eigentlich nur eine verwöhnte Göre bringen.

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Bild: Bundesarchiv, Bild 102-10678 / CC-BY-SA 3.0

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Moin
Gast

„Ich hätte gern mehr Lohn!“

„Gut, dann gehen Sie ins Personalbüro und holen sich Ihre Papiere!“

Die nächste Zuweisung vom Jobcenter kommt bestimmt !

Über diesen welt-, und lebensfremden Zeitartikel + Autor habe ich mich schon geärgert.
Manche „Journalisten“ haben die Waldorfschule wohl nicht vertragen.

R_Winter
Mitglied

Die ZEIT ist Dauergast bei dem neoliberalen Mafiatreffen, genannt „Bilderberger-Konferenz“ und hat noch nie eine einzige Silbe über den Inhalt dieses Kaffeekränzchen (so sieht es zu mindestens JB) veröffentlicht. Ist da die Haltung von ZEIT-Redakteur Zacharias Zacharakis eine Überraschung?
Das Bild im Artikel von Jörg mag zwar alt sein, doch es zeigt den heutigen Stand von Millionen von Bürgern: Ungesichert und kurz vor dem Absturz.
Wir sollten Merkel, Gabriel und Nahles auf den Träger bringen – sie würden sofort abstürzen.

Rainer N.
Gast
Hallo Tom, auch ich bin der Ansicht, die Arbeitnehmer sind zu feige. Funktionäre funktionieren nur wenn man sie regelmäßig auswechselt … sonst werden sie eben, wie die Gewerkschaften zeigen … zu „Mitläufern der Mächtigen“. So wie auch Abgeordnete — da bin ich schon ewig und drei Tage für eine „2-Perioden-Chanche“, meinetwegen auch jeweils 5 Jahre … für ALLE in der Politik. Also Gemeinde, Land und Bund. Und eben auch in „Interessenvertretungen“. Nicht so „freiwillig“, wie schon mein Vater, der war in der GdE (Gewerkschaft der Eisenbahner) aktiv, scheiterte. Das war ein Punkt, bei dem ich ihn vernünftig fand … als… Read more »
ninjaturkey
Gast

Na ja, Herr Zacharakis ist eben ein überangepasster deutscher Staatsbürger (noch ganz frisch seit 2013) mit Migrationshintergrund und journalistischer Sozialisierung beim deutschen Ableger der Financial Times in New York. Freuen wir uns mit ihm, das er seinen Platz für betreutes Schreiben bei der Zeit gefunden hat.

Jacques Roux
Gast

Naja, ich denke so ganz Unrecht hat dieser Zacharakis nicht, der Trend zum Duckmäusertum (Neosprech: Flexibilität, Anpassungsfähigkeit), hat jedenfalls meiner Wahrnehmung nach, die letzten Jahrzehnte dramatisch zugenommen. Natürlich ist es infam, der Arbeitnehmerschaft die Alleinschuld an ihrem Elend zu zuschieben, aber umgekehrt, ist es meiner Meinung nach, auch nicht richtig.

Heldentasse
Mitglied

Natürlich ist es infam, der Arbeitnehmerschaft die Alleinschuld an ihrem Elend zu zuschieben

ACK! Aber eine Mitschuld lässt sich durchaus feststellen, denn dieses Rollenspiel „Du da oben, ich da unten“ ist kein Naturgesetzt und nur möglich weil jeder seine Rolle fügt:

Die Macht und Leistungsfähigkeit dieses Systems, die gründliche Angleichung des Geistes an die Tatsache, des Denkens an das geforderte Verhalten, der Wünsche an die Realität wirken dem Entstehen eines neuen Subjekts entgegen.

Herbert Marcuse

Beste Grüße

THX 1138
Gast
Ganz falsch liegt Herr Zacharakis historisch gesehen dann doch nicht. Ich kann mich gut erinnern dass nach dem Mauerfall und im Zuge des Aufkommens von New Labor von Seiten der Arbeitgeber über die Konservativen bis hin zu vielen SPDlern und Grünen argumentiert wurde die Menschen hätten doch genug von solchem „Sozialistischem Kram“. Gemeint waren Gewerkschaften, Betriebsräte, Manteltarifverträge etc. Viele Arbeitnehmer (vor allem im Osten) ließen sich einreden es wäre besser auf „Augenhöhe“ direkt mit dem Boss zu verhandeln als über Arbeitnehmerrechte „gegen den Chef zu kämpfen“. Abgesehen davon stimme ich dem Kommentar von Joerg zu. Was sind aber die Schlüsse?… Read more »
niki
Mitglied
Und somit kommen wir mal wieder zu dem Thema Streiken… Wenn die „Denke“ der Menschen nicht immer so wäre, dass die Streikenden am Streik schuld wären, sondern die beschissene (Sorry für das harte Wort! Der Begriff „Mangelhaft“ oder „Ungenügend“ ist meines Erachtens bei weitem nicht ausreichend) Bezahlung der Unternehmen, wird sich rein gar nichts ändern. Und damit hat der gute Herr zumindest teilweise recht: Deutsche, Ihr seid echt bescheuert… Ich fasse mir doch an den Kopf wenn über die Streiks geschimpft wird, anstatt sich mit den Streikenden zu solidarisieren. Eigentlich wäre ein Generalstreik notwendig um denen endlich mal zu Zeigen,… Read more »
Thomas Robert Rausch
Gast
Diese Leute sind alle Teil des Establishments. Die Meisten sind mit einem silbernen Löffel im Mund geboren, kommen aus gut bestallten Haushalten die eher die Zugehörigkeit denn die Fähigkeit befördern. Genau das aber fällt denen jetzt auf die Füße, wie dieser Artikel in der Zeit, wie auch die maßlose Raffgier und Willfährigkeit der Politiker zeigt. Das alles zeigt mehr und mehr eine Lähmung und Desorientierung der wirtschaftlichen und politischen Eliten. Ich mach mir da gar nichts mehr darauß, denn der Fortschritt der Technik wird sie letztlich alle dahin bringen, wo die Romanows oder der Burbonen oder Honeckers waren. Wenn sie… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Die Arbeitnehmer für die Lohnentwicklung der letzten Jahre verantwortlich zu machen, das kann eigentlich nur eine verwöhnte Göre bringen.

Ja genau, wie jeder weiß braucht man sich soziale Gerechtigkeit nur zu wünschen, und wenn man nur fest daran glaubt geschieht das was immer geschieht wenn man fest wünscht, man bekommt genau das was man will, natürlich ohne Anstrengung und Risiko, einfach nur so.

Beste Grüße

Sukram71
Gast

Man kann den Artikel auch als Aufforderung lesen, in eine Gewerkschaft einzutreten. Und das ist doch nichts Schlechtes.

Wenn 80 Prozent aller Arbeitnehmer in einer Gewerkschaft Mitglied wären, hätte das sicher einen Effekt.

Und die Streiks der Piloten werden doch mit keinem einzigen Wort negativ dargestellt. Im Gegenteil, werde diese als positive Beispiele genannt, wie man Lohnforderungen durchsetzen kann.

Da hat jemand den Artikel gründlich missverstanden.

Sukram71
Gast

Natürlich hat die Agenda 2010, haben Hartz IV, Zeitarbeit und befristete Arbeitsverträge die Arbeitnehmer in die Defensive gedrängt.

Das ist aber doch erst Recht ein Grund sich massenhaft in Gewerkschaften zusammen zu schließen. Und das hätte dann trotz allem mit Sicherheit einen Effekt.

Dass die allermeisten Arbeitnehmer sich nicht gewerkschaftlich organisieren ist auch dem Zeitgeist und den als spießig geltenden Gewerkschaften geschuldet und liegt nicht nur an der bösen neoliberalen Gesetzgebung.

So lese ich den Artikel.

Mordred
Gast
lol. genau die gleiche argumentation wie bei der spd-geschichte. Natürlich hat die Agenda 2010, haben Hartz IV, Zeitarbeit und befristete Arbeitsverträge die Arbeitnehmer in die Defensive gedrängt. Das ist aber doch erst Recht ein Grund sich massenhaft in Gewerkschaften zusammen zu schließen. Und das hätte dann trotz allem mit Sicherheit einen Effekt. ja und wie groß wird dieser effekt sein? oder hauptsache, es hat überhaupt einen effekt? dann wäre ja schon alles wieder gut oder? du bist echte nen hansel. arbeitnehmer wurden auf struktureller und propagandistischer ebene gezielt (!) geschwächt. und zwar nicht von den arbeitnehmern. und das geht ja… Read more »
Andrea
Gast
Ach so? Die Leute sollen in die Gewerkschaften eintreten, die Hartz-IV mitentwickelt haben, deren Kampf gegen Zeitarbeit und befristete Verträge höchstens lauwarm ist und die ihre Mitglieder seit einiger Zeit mit Meldungen von „kräftigen Lohnerhöhungen“ verarschen, weil der Prozentsatz einfach auf mehrere Jahre addiert wird und dann wird es besser? Besser für wen? Für die fetten Gewerkschaftsbonzen, die mit den Arbeitnehmern kungeln und gerne auch mal als Chef von Verdi und Aufsichtsratsmitglied von Lufthansa Freiflüge annehmen? Sorry – 1% vom Brutto pro Monat für Verarsche ausgeben, ist vielleicht für notorische SPD-Fans eine Option (die leiden ja ohnehin gerne), aber nicht… Read more »
GrooveX
Mitglied

finde ich auch! die sind selber schuld, wenn ich verhungere.
das haben sie dann davon!

Anton Chigurh
Mitglied

Ein Blick auf die Postgewerkschaft (z.B.) reicht aus, um das Gefühl zu bekommen, dass einige Gewerkschaften exakt nach der Pfeife der Arbeitgeber tanzen.
Die Postgewerkschaft z.B. ist eine Schattenorganisation, sie folgt hündisch-ergeben der AG, tut absolut nichts für die Mitglieder und AN und kassiert auch noch fette Beiträge. Ich habe selten so viele frustrierte Gewerkschaftsmitglieder kennen gelernt, die extrem sauer auf diesen Dreckverein sind.

hart backbord
Gast

Finde auch, dass Herr Zacharakis nicht so ganz unrecht hat.
Zum dauerhaften Abzocken gehoeren immer zwei: Einer, der abzockt und einer, der sich das gefallen laesst.
Den DDR-Jammerern konnte ich das „Manhatuns40jahrebelogenundbetrogen“ irgendwann auch nicht mehr abnehmen.

Robbespiere
Mitglied

@hart backbord

Zum dauerhaften Abzocken gehoeren immer zwei: Einer, der abzockt und einer, der sich das gefallen laesst.

Das kannste so sehen, aber Widerstand erfordert Organisation. Und die Organisationen, die dafür zuständig wären und welche die Arbeitnehmer auch als Mitglieder dafür finanzieren, haben klammheimlich zusammen mit der einstigen Arbeiterpartei die Seite gewechselt.
Vor dem Kampf gg. die Abzocker gehört dieser Stall gehörig ausgemistet.

wschira
Mitglied

Und wer soll das Ausmisten besorgen? Etwa bei der SPD die Mitglieder? Die haben doch alle Sauereien abgenickt! Bei den Gewerkschaften? Wenn eine Spartengewerkschaft aufgrund der gegebenen Situation erfolgreich für seine Mitglieder kämpft, schreit der DGB Zeter und Mordio.
CDU, Grüne, FDP und AfD wollen wir lieber gar nicht in diesen Kalkül einbeziehen.

Robbespiere
Mitglied

@wschira

Und wer soll das Ausmisten besorgen?

Das können nur die Mitglieder selbst tun, entweder in dem sie dem ganzen Führungspersonal die rote Karte zeigen oder austreten und neue Gewerkschaften nach dem Vorbild der GDL gründen, was vermutlich die bessere Variante darstellt.
Mit dem verfilzten DGB jedenfalls ist für die Arbeitnehmer nichts mehr zu holen.

wschira
Mitglied

Siehe oben meine Aussagen über die SPD-Mitglieder.

Meinungsmacht
Gast
Ach, die Arbeitnehmer bzw. Profitgaranten sind selber schuld? Das Beispiel Servus TV ist den meisten Kommentatoren offenbar unbekannt. Denn was war die Konsequenz als die bösen AN einen Betriebsrat gründen wollten? Seine geldgeile Hoheit Didi Mateschitz kündigte umgehend die sofortige Schließung seines Senders an. Und über Nacht wollten auf einmal alle nie einen Betriebsrat gefordert haben – weil es eben besser ist wenig zu haben als gar nix. Die Konzerne und ihre HiWis aus Politik, Wissenschaft und Medien lassen sich nur mit Massendemonstrationen zumindest ärgern und reizen – ob die Allmacht dieser Oligarchie noch zu nehmen ist, kann ich mir… Read more »
hart backbord
Gast

Die Servus-Belegschaft hat sich ziemlich dumm verhalten:
Statt gross rauszuposaunen, dass sie doch bittebitte einen BR wollen, haetten sie Mateschitz besser vor vollendete Tatsachen gestellt und einfach einen BR gewaehlt.
Manche Dinge sollte man einfach tun – ohne Ankuendigungs-Tamtam.

trackback

[…] Quelle: Ungleichheit: Deutsche, Ihr seid doof! » Spiegelfechter […]

kreuzrotter
Mitglied
„Denn die letzten 20 Jahren haben Politik und Arbeitgeber damit zugebracht, die finanzielle Basis der Beschäftigen an den Rand (oder darüber hinaus) einer Katastrophe zu bewegen.“ Die Medien haben ja auch das eine oder andere Scherflein zu dieser Situation beigetragen. Gestern habe ich eine ganz interessante Diskussionsrunde aus Österreich entdeckt, die schon im Oktober 2013 stattfand: Geld ohne Arbeit – 1.500 Euro für jeden? Wurde damals übrigens bei Servus TV (zum ersten Mal?) ausgestrahlt. Es ging um das BGE (Bedingungslose Grundeinkommen), zwar wurde da die Finanzierbarkeit, die ich aufgrund des wichtigstens Films zum BGE, „Kulturimpuls – Bedingungsloses Grundeinkommen“, für gesichert… Read more »
kreuzrotter
Mitglied

Und noch eine Seite mit jeder Menge sehenswerter Interviews zum Thema BGE – u.a. mit einem Professor für Verwaltung in China:

http://grundeinkommen.tv/

Am 5. Juni findet in der Schweiz eine Volksabstimmung über das BGE statt.

Und hier gibt’s mehr Infos über die BGE-Initiative in der Schweiz:

http://www.grundeinkommen.ch/

Moin
Gast
kreuzrotter
Mitglied
Die Autoren, wovon Frau Spieker auch bei dieser Diskussionsrunde bei Servus.tv dabei war, haben sich anscheinend nicht intensiv genug mit dem BGE beschäftigt: Befürworter sehen es als bequemen und rettenden Ausweg, um – gestützt auf permanenten Konsum und exorbitante Besteuerung vor allem der Arbeitnehmer – die Menschenwürde des Einzelnen und die Grundlagen der Gesellschaft zu bewahren. Der Witz beim BGE ist, dass es die Arbeitnehmer eben nicht mehr belastet, sondern die Produkte. Es ist quasi eine Maschinensteuer, weil Arbeit, die von Menschen erledigt wird, immer weniger wird (Stichwort industrielle Landwirtschaft, Schweißroboter oder demnächst Selbst-Scanner-Kassen). Milton Friedman, einer der Vorkämpfer des… Read more »
Mordred
Gast

Der Trick ist die Mehrwertsteuer deutlich anzuheben und dafür u.a. die Einkommenssteuer zu streichen.

–> extreme umverteilung arm -> reich, denn die mehrwertsteuer ist nicht progressiv gem. höhe des einkommens.
gleichzeitig wissen die unternehmen nun genau, wieviel jeder (!) kunde mindestens an kohle hat. für die preiskalkulation ist das natürlich traumhaft. mieten, nahrungsmittel etc. des grundlegenden notwendigen bedarfs bzw. deren anbieter werden sich über das grundeinkommen innerhalb kürzester zeit aufeinander abgestimmt hermachen.

kreuzrotter
Mitglied
@Mordred Das BGE ist eine Revolution, nicht einfach eine Veränderung der Löhne. JEDER Mensch ist frei zu entscheiden WAS, WIEVIEL und WO er arbeiten WILL! Firmen müssen für Scheissjobs insgesamt höhere Löhne zahlen, weil sie sonst niemand mehr macht, auch wenn jetzt der Staat quasi jedes Unternehmen bezuschusst. D.h. Arbeiter, die die Scheissjobs machen, werden besser bezahlt als früher Die Lebensmittelqualität bzw. die Preise in Deutschland sind nicht nur deswegen so niedrig, weil MAN lieber ein gutes Auto als ein gutes Essen hat oder weil die Bevölkerung gerne schlechtes Essen ist, sondern auch weil einfach die Kaufkraft nicht da ist,… Read more »
Moin
Gast

„Das BGE ist eine Revolution, nicht einfach eine Veränderung der Löhne.
JEDER Mensch ist frei zu entscheiden WAS, WIEVIEL und WO er arbeiten WILL!“

Sie sollten hier dem Unterricht folgen ! Das BGE haben wir schon vor Wochen durchgenommen !

Im Fach „Landwirtschaft und Freihandelsabkommen“ haben Sie Ihren Leistungsnachweis schon versemmelt.

Ihre Versetzung in die 2. Spiegelfechterklasse ist gefährdet !

kreuzrotter
Mitglied

@Moin

Ich entschuldige mich vielmals dafür, dass ich tagsüber nicht nur den Spiegelfechter lese!

Lassen Sie mich doch kurz und knapp zusammengefasst an Ihrem großen Wissen teilhaben.

Andererseits habe ich trotz der vergangenen Diskussion bis jetzt noch kein schlagkräftiges Argument gegen meine Argumente in Sachen BGE gelesen. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Moin
Gast

„Andererseits habe ich trotz der vergangenen Diskussion bis jetzt noch kein schlagkräftiges Argument gegen meine Argumente in Sachen BGE gelesen. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.“

Das Thema BGE ist hier durch, kaputt………

Ich habe mal für SIE die SUCHFUNKTION benutzt…..

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?s=bedingungsloses+grundeinkommen

die Nachdenkseiten haben auch eine SUCHFUNKTION

http://www.nachdenkseiten.de

Ganz schlimm auch die Reaktionen hier auf meinen Vorschlag einer „Negativen Einkommenssteuer“ i.V.m. einem Mindestlohn als Basis-Bau-Elemente um Hartz IV-Sanktionen zu umgehen und Zuverdienste für Bezieher von Sozialtransfers zu vereinfachen und zu entbürokratisieren.

Fori „Robbespierre“ schreit immer am Lautesten :-))))

Mordred
Gast

@stephan: hast du gelesen und verstanden was ich geschrieben habe? die freiheit, von der du schreibst, hättest du auch, wenn hartz4 sanktionslos erhältlich wäre. da bin ich übrigens großer fan von.
weiteres argument sind die preisgefälle bspw. zwischen kommunen und auf dem land.

@moin: lol 🙂 aber stimmt eigentlich.

hart backbord
Gast

MWSt bei 50 Prozent, damit auch Superreiche ja ein BGE bekommen?
Dann lieber nicht.

kreuzrotter
Mitglied
@Moin Ganz schlimm auch die Reaktionen hier auf meinen Vorschlag einer “Negativen Einkommenssteuer” Damit kann man doch was anfangen mit so einem Argument. Das ist gut. Die negative Einkommenssteuer wird auch in dem Film „Grundeinkommen Kulturimpuls“ erwähnt. Sie geht mindestens auf Milton Friedmann zurück. Die negative Einkommenssteuer gibt es für Menschen, die unter dem BGE liegen würden, heute nennt man das Aufstockung. Das Problem dabei ist, dass die Erwerbsarbeit, also die Arbeit für die man Geld von irgendjemandem bekommt – vom Nachbarn, von einem Untenehmen, vom Staat – immer weniger wird (Stichwort Automatisierung). Man müsste also etwas, was immer weniger… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Moin

Ganz schlimm auch die Reaktionen hier auf meinen Vorschlag einer “Negativen Einkommenssteuer” i.V.m. einem Mindestlohn als Basis-Bau-Elemente um Hartz IV-Sanktionen zu umgehen und Zuverdienste für Bezieher von Sozialtransfers zu vereinfachen und zu entbürokratisieren.

Fori “Robbespierre” schreit immer am Lautesten :-))))

Alte Hetzbacke!:-)
Zur negativen Einkommenssteuer hab ich mich anno Dazumal gar nicht geäußert, weil ich da null Ahnung habe.

Robbespiere
Mitglied
@Stephan Becker 1000 Euro für Superreiche pro Monat ist für die nicht mal Peanuts, das ist vielleicht Taschengeld für einen halben Tag. Aber wenn für einen Porsche statt 19% Mehrwertsteuer in Zukunft 50% Mehrwertsteuer anfallen, dann sieht die Rechnung anders aus, oder? Wohl eher oder. Erstens kratzen die Superreichen 50% Mehrwetsteuer für den Porsche auch nicht wirklich, und zweiens läuft so eine Kiste eh meistens als Firmenwagen. Wen man mit der Mehrwertsteuer hauptsächlich trifft, das sind die Leute, die nahezu ihr gesamtes Einkommen verkonsumieren müssen, also eben nicht die Vermögenden. Um die zu treffen, muß man deren Erträge richtig besteuern… Read more »
Mordred
Gast

Genau das wäre das BGE, wenn HartzIV entsprechend hoch wäre, also etwa 1000 Euro. 405 Euro + Miete (ohne Telefon und ohne Strom) sind nicht ausreichend als soziokulturelles Grundeinkommen.

nein. h4 bekommen nur bedürftige, nicht alle. dass man das natürlich anheben sollte, steht außer frage.

seyinphyin
Gast
„MWSt bei 50 Prozent, damit auch Superreiche ja ein BGE bekommen?“ Das landet eh alles im Endpreis. Die eigentlichen Kosten eines Produkts, das man im Supermarkt kauft liegen so ca bei 10-20% des Preises. Der Rest sind Steuern, Zinsen(!), usw, die natürlich alle in den Endpreis gepackt werden. Geht ja gar nicht anders, sonst wäre der Produzent fix pleite. Auch Lohnsteuer, Sozialabgaben usw, alles was der Produzent innerhalb des Herstellungsprozesses zahlen muss, landet im Endpreis. Also kann man das im Endeffekt auch gleich in diesen hinein packen. Würde es nur einfacher machen, schlichtweg Wucher zu sehen (also wenn der Hersteller… Read more »
Am_Rande
Gast

Was man Anhängern der staatlichen Umverteilung vorwerfen kann, ist ein genereller Mangel an Phantasie.

Ich weiß schon, was ich mit meinem BGE machen würde.

Ich würde Mitstreiter für eine Genossenschaft suchen, die Butterfahrten ins europäische Ausland anbieten würde, z. B. Berlin – Posen u. ä.

Brot und Milch etc. kann man ja gerne mitsamt 50prozentiger Mehrwertsteuer beim Händler um die Ecke kaufen.

Spirituosen, teurere Lebensmittel und alles übrige gibt es dann im Ausland viel billiger.

Und gut, dass die Leute weniger arbeiten, so haben sie mehr Zeit zum shoppen…

seyinphyin
Gast

Nur zu. *shrug* Wäre ohne Bedeutung. Wenn jemand unbedingt dermaßen viel Zeit für praktish nichst opfern will.

Kann man nebenbei schon heute zu genüge tun, so „Geld sparen“.

Moin
Gast

@Am_Rande

Oder selbst ist der Mann oder die Frau…. .-)

Der Selbstversorgerkanal bei YT

kreuzrotter
Mitglied
@Robbespiere Erstens kratzen die Superreichen 50% Mehrwetsteuer für den Porsche auch nicht wirklich, und zweiens läuft so eine Kiste eh meistens als Firmenwagen. Das kann der Staat ja auch deckeln. Welche Firma darf denn in Zukunft dann noch Firmenwagen abschreiben, die eine halbe Million Euro oder mehr kosten? Von der gepanzerten Edellimousine für den Vorstandssprecher der Deutschen Bank oder dem CEO von Daimler mal abgesehen. Zur negativen Einkommenssteuer hab ich mich anno Dazumal gar nicht geäußert, weil ich da null Ahnung habe. Wird hier ganz gut erklärt (ein Ausschnitt aus der Gesamtdokumentation „Kulturimpuls Bedingungsloses Grundeinkommen“) in 14min24s: Finanzierung des Bedingungslosen… Read more »
Bonnie
Gast
…….wenn man von der Hand in den Mund lebt. Wie handlungsunfähig man wird, wenn man sich immer wieder um das Nötigste sorgen muss, schlecht schläft, weil Sorgen und Nöten an einem nagen. Stattdessen erwartet er, die Bedürftigen mögen aufstehen,……… Aufstehen möge jene , denen es gut geht . Wenn sie denn , ausser meckern ,auch gelernt hätten ,was Solidarität bedeutet . Doch solidarisches Verhalten ist an den Universitäten nicht gelehrt worden …..wie mir scheint . Niemand ist Schuld . Das ändert aber nichts an den Verantwortlichkeiten . Zum Beispiel die Verantwortung die Hochschulabsolventen durch ihrem , meist geburtsbedigten , Vorteil… Read more »
MacPaul
Gast
Erstens mal sind die „Arbeitnehmer“ eigentlich die Arbeitgeber, weil sie den Unternehmen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, immer der gleiche Fehler auch wenn sich dieser noch so sehr verbreitet hat, muss an ihn nicht permanent wiederholen. In dieser Sichtweise steckt auch schon zweitens und der Autor hat mit seiner Meinung durchaus recht: die Arbeiter machen sich selbst zum „Arbeitnehmer“ und damit klein, ebenso wie sie permanent von „denen da oben“ schwadronieren, die doch „eh machen, was sie wollen“, wenn es um Politik geht. Wer in dieser Geisteshaltung der meisten Menschen gerade in Deutschland – dem Land der Untertanen und Mitläufer… Read more »
Schweigsam
Gast

Der Leser braucht einfach Sündenböcke. Im diesen Fall findet der „Linke“ es garnicht so abwegig die gedanken eines neoliberalen Schreibers zuzustimmen. Denn es geht ja gegen den einfachen Michel (Arbeitnehmer), der einfach nicht machen will was „wir“ so wollen bzw. Wählen will was er soll…

Outback
Gast

Lieber Jörg,

wir haben es doch bei dem GdL-Streik eindeutig vernommen:
Ein Großteil unserer Bevölkerung war angepisst, sry, angesudelt, dass sie nicht rechtzeitig zur Arbeit kommen … Immer diese Streiks … !
Wer soll denen noch helfen?
Arschvoll?

Seinerzeit hatten sich `mal Werftarbeiter monatelang für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall eingesetzt. Und denen ging es richtig sch…, im Streik!
Jenes ist heute Gesetz, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall!
Das hat Solidarität durchgesetzt! Sie haben dafür gekämpft!

Wen interessiert das heutzutage noch! Der Strom kommt aus der Steckdose …
Wer soll denen noch helfen?

niki
Mitglied

wir haben es doch bei dem GdL-Streik eindeutig vernommen:
Ein Großteil unserer Bevölkerung war angepisst, sry, angesudelt, dass sie nicht rechtzeitig zur Arbeit kommen … Immer diese Streiks … !
Wer soll denen noch helfen?
Arschvoll?

Leider haben die Menschen die Dreckkampagne der Medien gekauft.
Das war aber auch ein Medien-Flächenbombardement gegen die GdL… Da wurde alles aufgefahren was man sich nur vorstellen kann!
Hätte nur noch gefehlt, dass die berichtet hätten, dass Claus Weselsky sein kleines Geschäft nicht im Sitzen tätigt…

Sogar mein Vater ist darauf reingefallen… Und dafür schäme ich mich!
Denn normalerweise folgt er meiner Argumentation. Diese war anscheinend nicht ausreichend!

Heldentasse
Mitglied
Leider haben die Menschen die Dreckkampagne der Medien gekauft. Hier und nicht nur an dieser Stelle, muss man auch eine Mitverantwortung der kleinen Leute feststellen. Der Mensch ist von Natur aus kein blödes Schaf, wenn er sich dazu machen lässt sind daran nicht nur die anderen Schuld! Im übrigen, wenn man die Problematik aus einer erweiterten Perspektive betrachtet, spielen auch die Gewerkschaften und ihre Mitglieder nur die Rolle das Bestehende zu stützen, und das heißt (pöse ausgedrückt) wir sind alle kleine Kapitalisten denen es überwiegend um mehr Einkommen der eigenen Person geht, und leider nicht um eine gerechte Gesellschaft. Denn… Read more »
trackback

[…] Ungleichheit: Deutsche, Ihr seid doof! (spiegelfechter) […]

R_Winter
Mitglied
Bedarf es noch eines weiteren Beweises, dass die Deutschen überwiegend dumm sind? Oder sind die Gewerkschaftsbosse korrupt ? Lohnabschluss in der Metallindustrie: Knapp zwei Prozent pro Jahr! 13. Mai 2016 l Heiner Flassbeck Gerade wird der Abschluss in der Metallindustrie von NRW bekanntgegeben, der sicher für alle anderen Bereiche Pilotcharakter hat. Das Ergebnis – es war angesichts der geringen Forderung (siehe unseren Kommentar über den Wahnsinn, der zur Normalität wird, hier) allerdings nichts anderes zu erwarten – kann nur als massive Enttäuschung angesehen werden. Hier ist die Pressemitteilung der IG Metall. Was da herausgekommen ist, bedeutet selbst unter Berücksichtigung der… Read more »
Bruder Johannes
Gast

Bedarf es noch eines weiteren Beweises, dass die Deutschen überwiegend dumm sind?

Ach ja, wenn es um Beschimpfungen geht, dann sind es „die Deutschen“. Guck Dir doch mal die Belegschaftsstrukturen an – auch und gerade in den IGM-Betrieben. Nix Deutsche…

Oder sind die Gewerkschaftsbosse korrupt ?

Korrumpierbar in jedem Fall. Viele genehmigen sich selbst Manager-Gehälter bzw. kriegen die in die Taschen geschoben und der Dienstwagen unterm Hintern muss auch sein. Wegen der „Augenhöhe“ und so… LoL

Peter Romaker
Gast

Bei Schuld ist es dann sowieso immer zu spät.
Hauptsache Arbet, war auch schuld. Gewerkschaften? Ein Witz.
STreik vorsicht, die Staasi 300 punkt 24 schreibt mit und denkt mit…

Schuld – zehntausend Tote der neuen ddeutschen Sozialirgendwas –

Die Sklaven sind alle krank wir holen sie aus überseh –

Streik? Stecker raus, alle sofort

Flix
Gast

Da schreibt einer, dass Schäuble jährlich 1000 Milliarden für Soziales ausgibt. Soviel gibt der gesamte Bundeshaushalt nicht Henry!

kreuzrotter
Mitglied

Vorsicht mit dem Zitieren!
Ich schrub:

Unser Bundesfinanzminister Schäuble erklärte vor nicht allzu langer Zeit, dass unser Staat pro Jahr 1000 Milliarden an Sozialausgaben ausgibt.

Also Herr Schäuble SAGTE, dass der STAAT 1000 Milliarden an Sozialabgaben ausgibt, nicht Schäuble selber. Da sind Rentenzahlungen, ALGI+II und andere Sachen drin enthalten. Kann man im Netz nachlesen.

Moin
Gast

Der Bundestag hat einen Bundeshaushalt für 2016 in Höhe von 316,9 Milliarden Euro beschlossen. Davon sind 1000 Milliarden also Sozialausgaben !?

„Faszinierend !“, würde Spock jetzt sagen .-)

kreuzrotter
Mitglied
Hier ist die Summe von 761 Mrd. Sozialausgaben für das Jahr 2010 genannt: Sozialbudget Leistungen nach Institutionen und Funktionen https://web.archive.org/web/20131114010443/https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Soziales/Sozialbudget/Tabellen/SozialbudgetLeistung2009_2010.html Der Anstieg von 2009 zu 2010 betrug 2,1%. Wenn man das jetzt bis heute interpoliert (2,1% Steigerung pro Jahr), sind wir bei einem Jahresbudget für 2016 von 861,6 Mrd. Euro. Darin sind z.B. enthalten: Rentenversicherung, Unfallversicherung, Kindergeld, ALGI+II, Wohngeld etc. Allerdings sind darin auch Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen enthalten, die ja alles mögliche umfassen. Hier eine genauere Aufschlüsselung der Ausgaben und Einnahmen der GKVs bzw. des Gesundheitsfonds bis heute: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/73331/umfrage/einschaetzung-der-einnahmen-und-ausgaben-der-gkv/ Operationskosten, Medikamente etc. gehören nicht in das Budget des BGE,… Read more »
Moin
Gast

https://web.archive.org/web/20131114010443/https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Soziales/Sozialbudget/Tabellen/SozialbudgetLeistung2009_2010.html

„Der Anstieg von 2009 zu 2010 betrug 2,1%. Wenn man das jetzt bis heute interpoliert (2,1% Steigerung pro Jahr), sind wir bei einem Jahresbudget für 2016 von 861,6 Mrd. Euro.“

1 Milliarde sind 1000 Millionen. Man sollte die Einheiten vorm Interpolieren nicht verwechseln, sonst interpoliert man nur Scheiße.

kreuzrotter
Mitglied

Sozialleistungen insgesamt (2010) Millionen Euro 760 596

760.596 Millionen = 760,596 Milliarden

Moin
Gast

Ich zitiere mich nur ungern selbst:

„Der Bundestag hat einen Bundeshaushalt für 2016 in Höhe von 316,9 Milliarden Euro beschlossen.“

Irgendein Trollo will mich doch hier mit Zweitnick ärgern :-)))

Bist du es, Robbespierre ? :-))))

Das kriegst du alles wieder ! :-)))

Robbespiere
Mitglied

@Moin

Irgendein Trollo will mich doch hier mit Zweitnick ärgern :-)))

Bist du es, Robbespierre ? :-))))

Ja klar, was tut man nicht alles, um im Gespräch zu bleiben.:-))).

Hier habe ich übrigens den Haushaltsplan für 2015 auf Statista verlinkt, der die Kostenplanung für das Sozialressort zeigt, die mit ca. 126 Mrd. Euro veranschlagt wurden.
Wie die 1000 Mrd. des Herrn Schäuble zustande gekommen sein sollen ist mir schleierhaft.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/449433/umfrage/bundeshaushalt-ausgaben-nach-ressorts/

Moin
Gast

:-))))

Danke, Robbes !

Den Etat, den uns Herr Beckers Rechenschwäche beschert, sollten wir mal haben. Vom Gesamthaushalt eine 1 Billion für Soziales ! Dann könnten wir die Schwarte mal richtig krachen lassen :-)))

Traurig bei den tatsächlichen Ausgaben :
Nur 6,5 Mrd für „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“.
Wenn wir Zwänge zur Flucht künftig in den Herkunftländern
bekämpfen wollen, reicht das hinten und vorn nicht, auch wenn wir den Wehretat auf Null kürzen würden.

ChrisA
Gast

@Robbes @Moin

Bei Destatis nach dem öffentlichen Gesamthaushalt gucken und bedenken:

Dieser ist ungleich dem Bundeshaushalt.

Heute sind wir bei den Sozialleistungen grob bei 800 Mrd. € und somit etwa einem Drittel des BIP.

Dabei umfassen diese Leistungen aber auch alle gesetzlichen Renten und alle Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Moin
Gast

6,5 Mrd. nehmen wir etwa im Schnitt jährlich durch Waffenexporte ein.
Wenn nicht traurig wär, wärs albern.

Robbespiere
Mitglied

@Moin

Na, für 1Bill. Jahresetat reichts zwar nicht, aber ohne Steuerflucht betuchter Kreise und Unternehmen und entsprechende Erbschaftssteuern käme trotzdem ganz schön was zusammen.
Und wenn man zusätzlich alle Arten von Einkommen sozialversicherungspflichtig macht ohne Beitragsbemessungsgrenze, dürfte sich der Bundeszuschuss für Soziales gänzlich erledigt haben.

Aber dazu bräuchte es eine Regierung ohne kriminelle Antriebe.

Robbespiere
Mitglied

@ChrisA

Dabei umfassen diese Leistungen aber auch alle gesetzlichen Renten und alle Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Schon, aber die sind hauptsächlich beitrags- und nicht steuerfinanziert.
Da muss man schon klar trennen. Ausserdem stehen diesen Ausgaben ja auch Einnahmen ggü., die allerdings dem Staat überwiegend nicht mehr zu Gute kommen.

Moin
Gast

Der Becker und der Chris haben aber recht.

Der Finanzierungsüberschuss des Bundes von 21 Mrd. Euro bezieht sich auf den öffentlichen Gesamthaushalt. Da lagen die Einnahmen im Jahr 2015
bei 1.304,0 Mrd. Euro.
Der Bundeshaushalt von 316,9 Milliarden liegt darin.
So oder so sind und waren die Sozialausgaben immer die größten Posten. Das ist nichts Neues.

Moin
Gast

„Schon, aber die sind hauptsächlich beitrags- und nicht steuerfinanziert.
Da muss man schon klar trennen.“

So isset.

Robbespiere
Mitglied

@Moin

Ergo: Ein ziemlich fruchtloses Debattieren um Definitionen.
Was am Ende zählt ist die Tatsache, dass die sozialen Kosten weiter steigen werden und hautsächlich von einer schrumpfenden Mittelschicht getragen werden müssen, weil sich die stärksten Mitglieder unserer Gesellschaft aus ihrer Verantwortung und Solidarität ausklinken dürfen.
Pech für die Mehrheit, dass sie ihre Eigenverantwortung nicht begriffen hat, sonst wären wir alle oben.

Ist der Zirkus noch so klein, einer muss der August sein.

Moin
Gast

@ Robbes

„Ergo: Ein ziemlich fruchtloses Debattieren um Definitionen.“

Ja und Nein. Die Sparikone Schäuble wurde entzaubert. Seine angeblichen Verdienste verschwinden im öffentlichen Gesamthaushalt 🙂

Zum Mittelstand:

Der Mittelstand stellt 70% der Arbeitsplätze in Deutschland. Nicht die Großkonzerne die alles in @rsch geblasen bekommen. Der Zocker der von Kapitalerträgen lebt, stellt gar nichts.
Die Linke kann auch FDP. Man darf als Mittelständler ruhig links wählen. Der Mittelständler muss nicht zur AfD rennen.

ChrisA
Mitglied

@Robbespiere

Schon, aber die sind hauptsächlich beitrags- und nicht steuerfinanziert.
Da muss man schon klar trennen.

Wieso?

Ob ich Abgaben an den Staat unter verschiedenen Namen in verschiedene Töpfe einzahle ist aus der Sicht der Abgabenlast egal.

Der Unterschied ist, dass eine Zweckgebundenheit hergestellt werden soll durch die diversen Töpfe. Das funktioniert, wenn man sich die Steuerzuschüsse anguckt, so lala.

Am Ende des Tages muss einfach alles aus dem BIP bezahlt werden, wie man da jetzt das Geld zwischendrin umtopft ist für dieses Prinzip herzlich egal. Deshalb meine Frage nach der Sinnhaftigkeit einer klaren Trennlinie zwischen Steuern und Beiträgen.

Moin
Gast
ABGABEN: Sammelbegriff für alle kraft öffentlicher Finanzhoheit zur Erzielung von Einnahmen erhobenen Zahlungen. Abgabe ist der Oberbegriff für Steuern, Gebühren und Beiträge. STEUERN: sind „… Geldleistungen, die keine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein. Zölle und Abschöpfungen sind Steuern im Sinne dieses Gesetztes.“ (§ 3 Abs. 1 AO) GEBÜHREN sind Zahlungen für besondere Leistungen einer öffentlichen Körperschaft oder für die (freiwillige oder erzwungene) Inanspruchnahme von öffentlichen Einrichtungen. Verwaltungsgebühren: z.B.… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@ChrisA Ob ich Abgaben an den Staat unter verschiedenen Namen in verschiedene Töpfe einzahle ist aus der Sicht der Abgabenlast egal. Das ist aus Sicht der Einzahler richtig. Man kann prinzipiell das Ganze in einen Topf werfen und daraus die Leistungen erbringen. Nur befürchte ich, dass ohne klare Trennung zwischen Steuern und Abgaben der Zugriff de Staatsvertreter auf die Verfügungsmasse, noch dreister als bisher schon, zur Zweckentfremdung der Mittel genutzt würde. Das signifikante Problem liegt m.E.n. nicht bei den Töpfen, sondern bei der ungleichen Verteilung der Beitragslasten, die einzelne Gesellschaftsgruppen und Einkunftsarten generell ausnimmt, obwohl alle vom Faktor Arbeit profitieren,… Read more »
kreuzrotter
Mitglied
@Robbespiere, @Moin Ich hoffe das ist inzwischen klar geworden, dass es um die SOZIALAUSGABEN und nicht um den Bundeshaushalt, also die Ausgaben des STAATES, d.h. von uns allen für alle, für SOZIALES (Renten,Wohngeld, GKV-Zahlungen, ALGI+II etc.) geht. Nur etwa 40% der Bevölkerung (in der Schweiz? In Deutschland?) arbeitet gegen Bezahlung – das wird im Film „Kulturimpuls – Bedingungsloses Grundeinkommen“ aus dem Jahr 2008 gesagt. Tendenz weiter sinkend. D.h. 60% der Bevölkerung bekommen ihr Geld auf direkte (Kinder von den Eltern) oder indirekte Weise (Rentenversicherung bzw. Umlageverfahren) von diesen 40%. Beim BGE geht es um ein Mindesteinkommen für alle, bezahlt durch… Read more »
Moin
Gast

„Beim BGE geht es um ein Mindesteinkommen für alle, bezahlt durch eine erhöhte Mehrwertsteuer, dafür aber Wegfall aller möglichen Abgaben, Steuern und Beiträge, z.B. auch der Haushaltsabgabe. Das ist eine enorme Vereinfachung und daher eine Möglichkeit der Einsparung vieler unproduktiver Verwaltungsarbeiten!“

Warum soll man überhaupt erst abgeben was man erarbeitet hat ?
Man macht brutto gleich netto und nennt die Sache BGE.
Wer wenig arbeitet hat ein geringeres BGE als einer der viel arbeitet.
Das ist eine enorme Vereinfachung und daher eine Möglichkeit der Einsparung vieler unproduktiver Verwaltungsarbeiten.

ChrisA
Mitglied
D.h. all die Maschinen und Roboter arbeiten schwarz! Maschinen und Roboter können nicht schwarz Geld verdienen, weil sie überhaupt kein Geld verdienen! (!!!) Ein Mensch kann durch Maschinen Geld verdienen, welches er versteuern muss – sonst arbeitet der Mensch schwarz. Nicht die Maschine. Außerdem können die Maschinen und Roboter abgeschrieben werden, d.h. Steuerersparnis geltend gemacht werden. Diese Steuerersparnis bringt die Allgemeinheit auf. Arbeiter können meines Wissens nach nicht abgeschrieben werden und somit auch nicht die Allgemeinheit belasten. Arbeiter bekommen einen Lohn, der in die Kosten mit eingeht, den die Allgemeinheit für die Produkte jenes Arbeiters aufbringen muss. Die Allgemeinheit könnte… Read more »
Moin
Gast

„Maschinen und Roboter können nicht schwarz Geld verdienen, weil sie überhaupt kein Geld verdienen! (!!!)“

Doch, die arbeiten schwarz. Da hat er recht.

Robbespiere
Mitglied
@Stephan Becker Beim BGE geht es um ein Mindesteinkommen für alle, bezahlt durch eine erhöhte Mehrwertsteuer Genau hier liegt schon der sprichwörtliche Hund begraben. Während bei den unteren Haushalten das gesamte Einkommen verkonsumiert werden muss und damit auch Mehrwertsteuer fällig wird, ist das bei hohen Einkommen nicht der Fall. Deren Lebenshaltungskosten sind nicht anteilig vergleichbar hoch, auch wenn jeden Tag Hummer und Kaviar auf den Tisch kommen sollte und nur teure Markenklamotten im Schrank hängen. Man trifft also wieder die Falschen über Konsumsteuern. Die einzig gerechte Umverteilung von Oben nach Unten ist eine Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit bei allen Arten… Read more »
kreuzrotter
Mitglied
Maschinen und Roboter können nicht schwarz Geld verdienen, weil sie überhaupt kein Geld verdienen! (!!!) Ach die stehen in den Fabrikhallen nur rum weil sie schön aussehen! Dann sollten die Fabrikbesitzer die doch schleunigst durch Arbeiter ersetzen, die Geld verdienen KÖNNEN! Und was mit all den Arbeitern, die in den nächsten zehn Jahren entlassen werden (Kassiererinen, Facharbeiter in Fabriken), werden die auch nur deswegen ersetzt, weil Roboter viel schöner anzusehen sind? Ich habe gedacht dieser Blog hier sei ein Blog von Linken für Linke? Ein Mensch kann durch Maschinen Geld verdienen, welches er versteuern muss – sonst arbeitet der Mensch… Read more »
ChrisA
Mitglied
@Moin Es gilt zu verstehen, dass der Begriff Schwarzarbeit irreführend ist, denn er suggeriert, man müsse jede an einer Wertschöpfung beteiligte Tätigkeit mit einer Abgabe belegen, damit die Gesellschaft an der Wertschöpfung zugunsten der öffentlichen Kassen teilhaben kann. Man muss immer von der Wertschöpfung als solcher leben, auf welchem Weg, sei dahingestellt. Wenn man weiß, dass alles ausschließlich aus der Wertschöpfung bezahlt werden muss und setzt man die Wertschöpfung gegen Bezahlung von Geld gleich Arbeit kommt logisch folgerichtig heraus: Schwarzarbeit meint eigentlich schwarz ( also unter Umgehung verpflichtender Abgaben ) Geld zu verdienen. Sie definiert sich vom Ergebnis ( Geld… Read more »
kreuzrotter
Mitglied
@Robbespiere Während bei den unteren Haushalten das gesamte Einkommen verkonsumiert werden muss und damit auch Mehrwertsteuer fällig wird, ist das bei hohen Einkommen nicht der Fall. Deren Lebenshaltungskosten sind nicht anteilig vergleichbar hoch, auch wenn jeden Tag Hummer und Kaviar auf den Tisch kommen sollte und nur teure Markenklamotten im Schrank hängen. Man trifft also wieder die Falschen über Konsumsteuern. Die Mehrwertsteuer wird erhöht dafür fallen alle möglichen anderen Steuern, Gebühren etc. weg. Zudem wird es ein Einkommen FÜR ALLE geben, das wesentlich höher ist als viele Menschen derzeit haben (arme Rentner, Alleinerziehende, prekär Beschäftigte bzw. Minijobber, Illegale etc.). D.h.… Read more »
Moin
Gast

@ S. Becker

Wieviel soll denn so ein Roboter einzahlen ? Soll er im gleichen Maß Sozialabgaben zahlen wie er Arbeiter ersetzt ?
In welche Kasse zahlt er ein ?

Wie umgehen wir steigende Produktpreise innerhalb der eigenen Volxwirtschaft, wenn uns der Roboter das Geld wieder abnehmen will was er vorher in die Kasse X bezahlt hat ? Dieses Nullsummenspiel müssen wir ja irgendwie umgehen.

kreuzrotter
Mitglied
Es gilt zu verstehen, dass der Begriff Schwarzarbeit irreführend ist, denn er suggeriert, man müsse jede an einer Wertschöpfung beteiligte Tätigkeit mit einer Abgabe belegen, damit die Gesellschaft an der Wertschöpfung zugunsten der öffentlichen Kassen teilhaben kann. Niemand will von einer Mutter, die ihren Kindern die Schulbrote schmiert, oder einem Mann, der seinem älteren Nachbarn beim Schneeschnippen hilft, Steuern und Sozialabgaben haben. Das sind für mich Tätigkeiten für die Allgemeinheit. Es wird übrigens enorm viel solcher unentgeltlicher Arbeiten jeden Tag geleistet. Aber wenn Menschen Arbeiten ausführen, die eigentlich sozialversicherungspflichtig sind, z.B. der Bau eines Hauses oder das Anlegen eines Gartens… Read more »
kreuzrotter
Mitglied
@Moin Wieviel soll denn so ein Roboter einzahlen ? Soll er im gleichen Maß Sozialabgaben zahlen wie er Arbeiter ersetzt ? In welche Kasse zahlt er ein ? Da gibt es zum einen Dank BGE die Voraussetzung ,dass Menschen noch in einer solchen Roboterfabrik arbeiten wollen. Und zum anderen wird das beim BGE alles über die Mehrwertsteuer, man könnte auch sagen die Produktsteuer, geregelt. Wenn es sich für den Arbeitgeber dann immer noch lohnt Roboter einzusetzen, wird es sicherlich auch tun. Die Kritiker des BGE sollen bitte mal erklären wie wir ALLE in Zukunft vernünftig leben wollen, wenn bald sehr… Read more »
Moin
Gast

„Mehr werde ich nicht mehr dazu schreiben. Wenn ich ein BGE hätte schon.“

Sollen wir Ihre Schreibe als Bereicherung empfinden die eigentlich Geld wert wäre ?

„Wieviel soll denn so ein Roboter einzahlen ? Soll er im gleichen Maß Sozialabgaben zahlen wie er Arbeiter ersetzt ?
In welche Kasse zahlt er ein ?

Wie umgehen wir steigende Produktpreise innerhalb der eigenen Volxwirtschaft, wenn uns der Roboter das Geld wieder abnehmen will was er vorher in die Kasse X bezahlt hat ? Dieses Nullsummenspiel müssen wir ja irgendwie umgehen.“

Zum BGE hier nochmals Jens Berger:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=15187

Moin
Gast

Entschuldigung. Da haben sich Antworten überkreuzt.

Der Jens kommt im Artikel auf einen Mehrwertsteuersatz von 66,5%
um ein BGE darüber finanzieren zu können.

Ist das nicht etwas viel ?

ChrisA
Mitglied
@Stephan Becker Ach die stehen in den Fabrikhallen nur rum weil sie schön aussehen! […] Eine Maschine arbeitet also nicht. Habe ich das so richtig verstanden? Nein, das hast du falsch verstanden. Ich sagte eine Maschine verdient kein Geld, oder, noch genauer, hat kein Einkommen. Den Unterschied zwischen Einkommen haben und bloßer Tätigkeit habe ich zwei Kommentare hier drüber an den User Moin dargelegt. Falsch. Nicht die Allgemeinheit kauft das Produkt das die Fabrik, d.h. die Menschen und Maschinen herstellen, sondern die Kunden. Auch Kunden sind am Ende Mitglieder der Allgemeinheit. Und jedes Mitglied der Allgemeinheit ist immer auch Kunde… Read more »
Moin
Gast

„Den Unterschied zwischen Einkommen haben und bloßer Tätigkeit habe ich zwei Kommentare hier drüber an den User Moin dargelegt.“

Für nen Leistungsnachweis muss da aber etwas mehr kommen. Da kann ich dir so keinen Stempel druntermachen .-)

ChrisA
Mitglied
Für nen Leistungsnachweis muss da aber etwas mehr kommen. Da kann ich dir so keinen Stempel druntermachen .-) Dann in Kürzester Kürze: Abgaben sollen da anfallen, wo von Wertschöpfung profitiert wird. Maschinen schöpfen zwar Wert, profitieren von diesem aber nicht. Dies tut nur der Besitzer der Maschine. Greife ich vor dem Profit ein, kommt es bestenfalls zu einem überflüssigen Nullsummenspiel. Was soll das? Deinen Lachsmilie für die Leistung bitte hier unten ( Ohne Smilie krieg ich Ärger zu Hause! ): ________ 😛
Moin
Gast

„Maschinen schöpfen zwar Wert, profitieren von diesem aber nicht. Dies tut nur der Besitzer der Maschine.“

Hmmm, geht der Roboter nicht einkaufen ? : “ Ich hätte gern….klick…5….. Brröttchen…..Klick-Klick….“

Ja wenn das sooo ist…….und der Besitzer der Maschine…….hmmmm…. .-)

Moin
Gast

Dann würde der Besitzer der Maschine ja Maschinensteuer bezahlen !?

Das ist doch ungerecht. Erst schmeißt er die Leute raus, spart pro Arbeitnehmer seinen Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben………und dann sowas……

Es geht nicht um das Geld der Maschinensteuer an sich ( selbstverständlich auch ) sondern um die Art der Besteuerung, darum möglichst an der Quelle, vergleichbar der Lohnsteuer an das Geld zu kommen, bevor in die Trickkiste der Steuervermeidung bei der Unternehmensbesteuerung gegriffen wird. Die Einnahmen sollen/müssen direkt in die Sozialkassen fließen, quasi nur um die Basis der Beitragszahler zu verbreitern.

Das ist der Gedanke dahinter.

ChrisA
Gast

@Moin

[…] nur um die Basis der Beitragszahler zu verbreitern.

Komisch, wenn Neolibs versuchen, den demografischen Wandel gegen die Rente auszuspielen, verstehen Linke sofort, warum die Basis der Beitragszahler kein schlagendes Argument sein kann, da man schlicht auf die Produktivität gucken muss.

Das selbe, schlechte Argument ist also gut und gerecht, wenn es um Maschinen geht?

Ich habe manchmal das Gefühl, dass es nur gegen die Richtigen gehen muss, damit aus Sch**** Gold wird, überspitzt gesagt…

salvo
Gast
naja, schuld ist man vor allem, wenn man noch die zeit oder Ähnliches liest, um sich dann wieder über ihre herablassende Hypokrisie aufzuregen. Es sind gerade liberale sozialdemokratische Medien wie die Zeit, der guardian, le monde, repubblica, NYT und wie die alle heißen, welche die Lohnabhängigen mit einer falschen Anteilnahme ganz besonders veräppeln. Sie sind diejenigen, die propagandistisch dafür sorgen, dass eben kein wirkungsmächtiger politischer Widerstand von unten gegen die herrschende Politik entstehen kann, man denke nur, wie sich diese Blätter jedesmal positioniert haben, wenn so sich eine Bedrohung für die herrschende Ordnung angedeutet hat: Über Personalisierung, die leider in… Read more »
Schweigsam
Gast

Bei solchen Hardcore „Sozial“-Liberalen Stimme ich vollkommen zu.

Moin
Gast

Welches Arschloch markiert und löscht hier Kommentare als Spam, wie den von mir gerade ?

Moin
Gast

Du, Wellbrock ?

Moin
Gast

Du verfluchte Missgeburt !

Wochenlang wurden hier die Nazis geduldet und jetzt werden harmlose Beiträge gelöscht !?

Moin
Gast

Dann noch zu feige um es zuzugeben !!!

Elender Dreckarsch !

The Joker
Mitglied

Das ganze jetzt nochmal auf Englisch, mit zackigem Breakbeat unterlegen und von Felix Jaehn remixen lassen.
Dann klappt’s vielleicht mit dem ESC 2017.
😉
Oder sind Sie es, Herr Böhmermann?
😉 😉

Moin
Gast

„Fick dich, Joker !“

lautet dann der Reffrängg…..

Moin
Gast

Ja sicher war es unser Einfältigkeit, Lord Dreizeiler……Prinz blaue Karte….der Sprecher aus der Mülltonne….

Das längere Texte auch Arbeit bedeuten, weiß er ja nicht……sonst würde er sie nicht als spam bezeichnen und löschen.

Nazitexte lässt er hingegen stehen. Die gefallen ihm.

GrooveX
Mitglied

tja, mein lieber, es lohnt sich halt, längere texte erst mal in einem editor zu schreiben und dann per copy ’n paste ins kommentarfeld zu packen.

also erstens verschwinden hier manchmal kommentare ohne erkennbaren grund beim versuch, sie zu veröffentlichen (scheiß wordpress), zweitens wird auch mal ohne weitere begründung gelöscht. musste mit leben. es ist selten genug (mir im laufe von einigen jahren 3, 4 mal passiert).

kreuzrotter
Mitglied

Ein letztes noch zum Thema Finanzierbarkeit des BGE, ein Link von der schweizerischen Initiative Grundeinkommen mit einer ausführlichen Berechnung für die Schweiz (Texte + Videos) und vielen Kommentaren:

Ist ein Grundeinkommen finanzierbar?
http://www.grundeinkommen.ch/ist-ein-grundeinkommen-finanzierbar/

Moin
Gast

Im Prinzip hast du recht, weil du überhaupt versuchst eine Diskussion über „alternative Wirtschafts und Gesellschaftsformen“ anzustoßen.
Es stört deine Borniertheit und dein blinder Missionseifer samt Scheuklappen.

Gehen, geht immer was. Was nicht geht, ist dieses alternativlose Weiter-So bis zum bitteren Ende.

Sukram71
Gast

Falls man das finanzieren kann, ist immer noch die Frage, welche Auswirkungen ein BGE hätte.

Wenn alle Bürger monatlich pauschal z B 1000 Euro bekämen, also auch die mit Arbeit auf ihr Gehalt oben drauf, dann wäre der Unterschied zwischen Arm und Reich genau wie vorher. Der gewünschte positive Effekt wäre gleich null.

Das würde man ändern, wenn man Reiche deutlich höher besteuert. Oder wenn man das BGE nur an Arbeitslose auszahlt. Dafür braucht man aber kein Bedingungsloses Grundeinkommen.

R_Winter
Mitglied
Das „Bedingungslose Grundeinkommen“ allein auf seine Finanzeierbarkit zu reduzieren, trifft mMn nicht den Kern. Die Systemfrage muss zuvor beantwortet werden. Wir haben heute bereits an Jungen, Alten und Einkommensschwachen von über 40 Mill. Menschen in Deutschland und diese Anzahl wird steigen. Diese Menschen haben ein Grundrecht auf ein Leben der aktiven Teilnahme an der Gesellschaft. Die Finanzierung des BDG sollte sich mMn zusammensetzen aus: 1. Erbschaftssteuer bei Erben über 5 Mill. € = 100% 2. Finanz-Transaktionssteuer für Börsenhandel und ähnlichem = 0,05% (über 90 Mrd. € p.a.) 3. Automatensteuer 4. Wenn erforderlich: Erhöhung der MWST um 5 Punkte. Aber dieses… Read more »
Sukram71
Gast
Die Systemfrage muss zuvor beantwortet werden. „Das System“ erwirtschaftet so viel Geld, dass man sich überhaupt erst darüber Gedanken machen kann, wie man es gerechter verteilt. Andere Länder wären froh, wenn Sie solche Probleme hätten. 😉 Wir haben heute bereits an Jungen, Alten und Einkommensschwachen von über 40 Mill. Menschen in Deutschland und diese Anzahl wird steigen. Diese Menschen haben ein Grundrecht auf ein Leben der aktiven Teilnahme an der Gesellschaft. Deshalb wäre es viel sinnvoller einfach das ALG 2 auf 1000 Euro zu erhöhen. Das könnte man sofort machen, ohne die ganzen Probleme und ungelösten Frage des Grundeinkommen und… Read more »
R_Winter
Mitglied

Deshalb wäre es viel sinnvoller einfach das ALG 2 auf 1000 Euro zu erhöhen. Das könnte man sofort machen, ohne die ganzen Probleme und ungelösten Frage des Grundeinkommen und das hätte auf der Stelle den gewünschten Erfolg.

Nein, es wäre nur „neoliberales Stückwerk“ ohne wirklichen Sinn.

Im übrigen leben wir in Deutschland und nicht auf dem Nordpool.

Sukram71
Gast

Du meinst, Langzeitarbeitslose bekommen zur Miete und sehr stark gelockerten Sanktionen 1.000 Euro im Monat und das ist dann immer noch nicht genug, sondern „neoliberales Stückwerk“? 😀

Träum weiter…

R_Winter
Mitglied

Du überblickst – wie meistens – nichts.

Es geht beim BDG um Grundsätze.

Sukram71
Gast

Im übrigen leben wir in Deutschland und nicht auf dem Nordpool.

Genau deshalb wird man das BGE wohl auch nie einführen können. Schon alleine wegen der EU und der Arbeitnehmer-Freizügigkeit usw usw usw 😉

R_Winter
Mitglied

Seit wann hält sich der starrsinnige Schläuble und die abgesessene Merkel an Probleme anderer Staaten?
Einer muss anfangen oder willst Du eine Revolution der 99%?

Moin
Gast

OT

Neues, nicht letztes Umfragetief der SPD –
Von 19,5 % auf glatte 19% ( Forsa ) abgeschmiert.

Die Linke ist noch irgendwie da, weil der Osten auch
noch irgendwie da ist -> 9%

http://www.wahlrecht.de/umfragen/

The Joker
Mitglied

Die Linke muss westdeutscher werden (Relation West-Ost 83:17).
Die Ostfunktionäre Gallert, Lederer, Holter woll(t)en unbedingt mitregieren und reißen die Partei damit nur runter.
Im Westen wächst die Linke in den Großstädten (Stuttgart 7 Prozent, Frankfurt 8 Prozent) und ist in den Stadtstaaten HB und HH momentan zweistellig.

Schweigsam
Gast

Vllt. sollte die Linke auch nicht so zerstritten auftreten. Und etwas selbstbewusster auftreten aber eben nicht arrogant. Nur mal so….

GrooveX
Mitglied

du meinst, sie sollte nicht immer so zerstritten dargestellt werden? kennst du ortsverbände der linke? ich schon! und da ist niemand arrogant.

politik geht immer von der basis aus. nur wenn diese sich ausschließlich auf ihre mögliche karriere fixiert, läuft es eben scheiße. aber das sehe ich bei den leuten, die ich kenne, nicht.

hart backbord
Gast

Der Kummerklaus ist mit all seinen Wahlschlappen erneut allen Ernstes Spitzenkandidat der Hauptstadtlinken:
http://www.jungewelt.de/m/2016/05-18/085.php
Mit diesem Donald Trump der Linkspartei ist kein Staat zu machen.

GrooveX
Mitglied

wen interessiert schon berliner provinzposse?

hart backbord
Gast

@GrooveX
Vielleicht interessiert es Leute, die ihr Kreuz mal sehr lange bei den Linken gemacht haben, nun aber nicht mehr.

GrooveX
Mitglied

ach – und du meinst, dies hier sei das blog der sehr lange zeit linke gewählt, jetzt aber nicht mehr, habenden? das kann ich mir jetzt nicht vorstellen.

aber du scheinst ja den genossen klaus zu kennen. insofern ist es schon wichtig, sachen aus erster hand zu kriegen. einfach weitermachen!

Moin
Gast

An einem schlüssigen Konzept um im Westen punkten zu können, mangelt es der Linken nicht. Hans Thie ist Wirtschaftsreferent der Fraktion DIE LINKE im Bundestag.

kreuzrotter
Mitglied
Ein Hinweis auf die Zukunft der Supermarktkassiererinnen: Da staunt selbst der Aldi-Kassierer 9. Juni 2015 – … Circa 3.500 Produkte müssen pro Stunde von einem Kassierer erfasst werden. So jedenfalls lauten Gerüchte in der Industrie. Nun also präsentiert Wincor Nixdorf eine automatische Highspeedkasse die erstmals völlig autonom eine vergleichbare Schlagzahl erreichen kann. Mit 60 Produkten pro Minute ist man auf Augenhöhe mit bemannten Kassen. Ob automatische Scannerkassen und getrennte Scan und Bezahlvorgänge die Zukunft sind, werden wir sehen. Eines steht aber fest: alles ist schneller als SB-Kassen. http://www.invidis.de/2015/06/automatic-scanning-da-staunt-selbst-die-aldi-kassiererin/ Die Firma Wincor Nixdorf ist übrigens diesen März endgültig vom US Konzern… Read more »
kreuzrotter
Mitglied

Die Firma Diebold besaß von 2001 bis 2009 eine Firma, die Wahlcomputer herstellte.
Wahlcomputer in den USA führten bei den Präsidentschaftswahlen 2000 und 2004 zu einigen Unregelmäßigkeiten, vor allem im Bundesstaat Florida:

Electronic voting
en.wikipedia.org/wiki/Electronic_voting

Info daraus: Bei der Wahl 2004 benutzten 28,9% der registrierten Wähler zur Stimmabgabe elektronische Wahlhilfen.

Der Film „Hacking Democracy“ aus 2006 dokumentiert die „Probleme“ mit Wahlmaschinen in 2000 und 2002 in den USA.

kreuzrotter
Mitglied

Und noch ein paar zusammengefasste Fakten zur US-Wahl 2004:

20 Erstaunliche Tatsachen über die US-Wahlen 2004
Nach dem Original von Bob Rowe (Dezember 2004)

https://www.zeitenschrift.com/news/20-erstaunliche-tatsachen-ueber-die-us-wahlen-2004

jowi
Mitglied

Es ist verdammt schwierig eine Demokratie zu bekommen und noch viel schwieriger, sie gegen Gauner zu verteidigen.

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