Wer regiert das Geld? Wie die Ungerechtigkeit beseitigt werden könnte

GeldGeld ist der Stoff, aus dem das alltägliche Leben gemacht ist. Wir brauchen es für Lebensmittel, um unsere Miete zu zahlen und natürlich, um kräftig die Wirtschaft anzukurbeln. Doch die Verteilung des Geldes wird zunehmend zum Problem. Die Banken scheinen alles in den Rachen geworfen zu bekommen, während Schulen und Kindergärten vor sich hin schimmeln, Schwimmbäder verwaisen und Kultur ein abstraktes Luxusgut wird, das aus grauer Vorzeit zu stammen scheint.

Der Journalist und Buchautor Paul Schreyer hat in seinem Buch „Wer regiert das Geld? Banken, Demokratie und Täuschung“ Spurensuche betrieben und erklärt nicht nur, wie unser heutiges Geldsystem entstanden ist. Er zeigt auch Wege auf, um das gravierende Verteilungsproblem zu beheben.

In unserem Interview gehen wir Fragen wie diesen nach:

Wer schöpft Geld?
Wer hält die Fäden der Geldverteilung in der Hand?
Haben Staaten überhaupt noch etwas zu sagen?
Was genau ist die „Finanzagentur Deutschland GmbH“?
Wie könnte es besser funktionieren?

Ich habe mit Paul Schreyer über diese Fragen gesprochen, als fachkundiger Ökonom ist Jens Berger mit dabei.
Zum Anhören einfach aufs Bild klicken.

Schreyers Buch ist im Westendverlag erschienen

sfER

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Bild: torange.biz

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229 Kommentare auf "Wer regiert das Geld? Wie die Ungerechtigkeit beseitigt werden könnte"

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gebintit
Gast
Ich habe das Video mehrere Minuten im Vollbildmodus verfolgt und nun hat sich das Konterfei von Jens Berger und Jörg Wellbrock auf meiner Netzhaut eingebrannt. Was kann ich tun? Ernsthaft, auch wenn man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schauen soll, aber das Format ist technisch für mich, bei einem solch komplexen Thema, zu anstrengend. Wenn schon Video, dann mit bewegtem Bild, zumindest den Herrn Schreyer hätte ich gerne mal gesehen, ok, über den Link unter dem Video kann man es nachholen. Mir fällt es wesentlich leichter die Information aus Texten zu holen, das geschah ja zum Glück schon mal… Read more »
Moin
Gast

„Ich habe das Video mehrere Minuten im Vollbildmodus verfolgt und nun hat sich das Konterfei von Jens Berger und Jörg Wellbrock auf meiner Netzhaut eingebrannt.
Was kann ich tun?
Ernsthaft, auch wenn man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schauen soll, aber das Format ist technisch für mich, bei einem solch komplexen Thema, zu anstrengend.“

Die Sache ist aber wichtig.
Hier Prof. Franz Hörmann MIT BILD zur Geldschöpfung aus dem Nichts, zur doppelten Buchführung als Grund allen nichtmoralischen Übels, dazu das 103 %+ nicht 100% der Basis des Wachstum sind, das Griechen gar nicht „faul“ sein können, usw. über zwei Stunden lang.

Jens Berger
Webmaster

Iiiiiek!

Moin
Gast

Selbst „Iiiiiek!“

Steht doch „Volkshochschule“ hinten auf der Tafel.

Irgendwie muss man dieses furztrockende Zeug doch verkaufen. Da kann nicht alles zu hundert Prozent sitzen.

The Joker
Mitglied

Der Prof., der zum Holocaust „keine persönliche Meinung“ hat…
Aber wenigstens mit Geld kann der Wirtschaftsguru doch wohl umgehen?! Eher nicht…
In sofern ist „Das Ende des Geldes“ als Videotitel recht persönlich gewählt. 😉

Moin
Gast

Mit vergleichbarer Linkheit hat man versucht den Bernd Senf ( „struktureller Antisemitismus“ war der Vorwurf ) kaltzustellen.
Du glaubst diesen Scheiß auch noch. Echt peinlich ! Als hättest du über die Jahre hier nicht gelernt, mit welchen Methoden versucht wird Systemkritiker fertigzumachen.

The Joker
Mitglied

Hallo Moin,
sorry, aber wer sich als Person des öffentlichen Lebens so steindumm – oder wohlkalkuliert? – zum Thema Holocaust & Existenz von Gaskammern äußert, darf sich über medialen Gegenwind nicht wundern.

jowi
Mitglied

@Joker

Ich habe mir das von dir verlinkte Interview durchgelesen und für mich sieht es danach aus, dass er tatsächlich in eine Falle gelockt wurde. Hast du es selbst ganz gelesen?

Seine wissenschaftliche Qualität kann ich nicht beurteilen.
Und nur fürs Protokoll: nach vielen Dokus die ich gesehen habe, halte ich den Holocaust für eine schreckliche Realität. Aber ich finde es bedenklich, wenn Kritiker am gegenwärtigigen Kapitalismus mit der Antisemitismus-Keule mundtot gemacht werden.

Moin
Gast

@Joker

„Steindumm“ sind Leute die vorgeben alles zu wissen aber nix erklären können.
Gib doch einfach zu das du dem Jens nur in den Arsch kriechen wolltest. Wer glaubt denn sonst einer Unizeitung oder Spreezeitung ?

The Joker
Mitglied
Hallo Jowi, und wenn schon: Dann kann er antworten: Den Holocaust hat’s gegeben, die Gaskammern und die Opferzahlen sind nicht zu leugnen – punkt, fertig, aus. Dieser bestens vergütete Hochschullehrer eiert dagegen rum wie einst Jörg Haider: „Haider: Für mich hat es eine Ära gegeben, in der es zu kriegerischen Auseinandersetzungen gekommen ist, in die unsere Väter verwickelt waren. Und gleichzeitig hat es im Rahmen des NS-Regimes Vorgänge gegeben, die nicht zu akzeptieren sind.(…) profil: Höre ich richtig: „Vorgänge“. Was nennen sie Vorgänge? Haider: Na ja, es waren Aktivitäten und Maßnahmen gegen Bevölkerungsgruppen, die eklatante Verstöße gegen die Menschenrechte waren.… Read more »
The Joker
Mitglied

Hallo Moin,

Gib doch einfach zu das du dem Jens nur in den Arsch kriechen wolltest

Gib doch einfach zu, dass Du kein Problem mit Pleiteprofessoren auf Holocaust-Scheißegal-Trip hast.

jowi
Mitglied
@The Joker Ich finde nicht, dass du das vergleichen kannst. Du hast hier einen vielleicht etwas schrulligen Professor vor dir, keinen Politiker. Sein Fachgebiet ist irgend was mit Wirtschaft und in einem Interview zu „Geldsystem und Wirtschaftskrise“ fragt ihn ein Student plötzlich nach seiner Meinung zu den Gaskammern. Da wittert der Prof mit gutem Recht einen Versuch, ihn in eine bestimmte Ecke stellen zu wollen und reagiert akademisch, was in diesem aka dämlich ist, weil er meint an diesem unglücklichen Beispiel dem Studenten erläutern, was der Unterschied zwischen Meinung und Vorurteil ist. Ich unterrichte an der Universität Linz jedoch Wissensmanagement… Read more »
The Joker
Mitglied

Hallo Jowi,

Man kann Professoren nicht mit normalen Menschen vergleichen

In diesem Falle wohl wahr…
Der 68er-Kommunrde Fritz Teufel sprach nicht von ungefähr von den „superschlauen Unideppen“.

Vomitorium
Gast

Ach so,
nur weil jemand Insolvenz anmeldet, ist er automatisch deswegen inkompetent?
Logik wie deine müsste man mal haben…

Schauen wir doch mal in die Geschichte deiner Toitschen Unternehmer, auf die du sicherlich so stolz bist:
Da hat natürlich niemals, irgendjemand, NEVER EVER, mal Pleite gemacht.

Gut, dass du klar denken und argumentieren kannst.

(Lass mich raten: Hauptschule??)

wschira
Mitglied

@Vomitorium

Ach so,
nur weil jemand Insolvenz anmeldet, ist er automatisch deswegen inkompetent?

Nicht unbedingt. Oft ist er ein Verbrecher (siehe Schlecker).

Vomitorium
Gast

Na, neidisch dass jemand ne Professur hat und sich bequem vom Steuerzahler haushalten lassen kann, während du, Jens, hier einen (maximal, wenn überhaupt) drittklassigen Blog betreiben musst, obwohl ihr beide dasselbe studiert habt?

Bei ihm hats gereicht – bei dir nicht.

(dies mal völlig unabhängig davon von seinen Ansichten, und die Trafficzahlen von seinen Websites/etc. sollte mind. auf dem Niveau eurer Bloggerbuden sein)

Und wenn ich mich richtig erinnere, versteht er auch was von komplexer Anwendungsentwicklung in einer richtigen Programmiersprache, während du hier mit WordPress und PHP bei deinen Bloggerbuden rumfrickelst 😀

wschira
Mitglied

Wie dieser sachfremde Unsinn zu einer Diskussion beitragen sollte, ist mir schleierhaft.

Anton Chigurh
Mitglied

@ Kotzfrosch

bist du falsch abgebogen oder warum liegt dein Erbrochenes hier herum ….?

salvo
Gast
ja, wobei die Aussage, dass die privaten Geschäftsbanken Geld schöpfen, sei es Giralgeld, so allein stehend, irreführend sein kann: Die Geldschöpfung als solche bleibt bei den Zentralbanken, die privaten Banken können diesen Prozess aber initieren. Letzten Endes muss das Giralgeld, das die privaten Banken bei der Kreitvergabe ’schöpfen‘, da es eine Schuld der Bank gegenüber demjenigen darstellt, dem es gutgeschrieben wird, durch diesen einlösbar sein, dh die Bank muss über ein Guthaben verfügen, sei es in Form von Verbindlichkeiten der Zentralbank (also auf ihren Einlagen bei der ZB) oder in Form von von der ZB geschöpfen Banknoten. „What is true… Read more »
smukster
Gast

Jein. Da niemals alles gleichzeitig abgezogen wird, braucht die Bank tatsächlich nur einen Bruchteil – und einen unbegrenzten „Kreditrahmen“ bei der ZB, um keine Unsicherheit bzgl ihrer Zahlungsfähigkeit aufkommen zu lassen.
Was die ‚assets‘ angeht stimmt das theoretisch, wird aber in der Praxis ignoriert: mit CDS versicherte Schuldverbriefungen werden als ‚asset‘ gehandhabt. De fakto wird so ein Kredit mit einem anderen Kredit besichert, um die Geldmenge ausweiten zu können. Hier täte mehr Regulierung Not!

salvo
Gast
das ändert aber nichts daran, dass die die Aussage, dass eine Privatbank ‚Geld schöpft‘ nur eine Metapher ist, real tut sie das nicht, was sie schöpft sind Verbindlichkeiten aus dem oben verlinkten Text: „People who are fond of saying the banks create money “from thin air” often seem to suggest that banks are no different than the government in that regard, and can thus obtain valuable monetary assets simply by manufacturing them ex nihilo, in effect profiting from pure seigniorage in the way a currency-issuing government can. But this picture is wildly inadequate. If banks could simply summon their assets… Read more »
smukster
Gast
Doch, das tut sie. Auf der einen Seite eine Verbindlichkeit, auf der anderen Seite ein Guthaben, schon damit die Bilanz stimmt. Aber es ist eben nur „Geschäftsbankengeld“, nicht „Zentralbankgeld“: Dieses können Privatpersonen und Unternehmen zum Abwickeln ihrer Geschäfte untereinander nutzen, nicht jedoch Banken. Theoretisch ist das kein Problem, aber es gibt dabei ein großes Missbrauchs- und Korruptionspotential: Eine Hand wäscht die andere, ein ohne genauere Prüfung an ein Unternehmen vergebener Kredit gegen eine Gefälligkeit an anderer Stelle – solange die Kurse steigen, profitieren alle Seiten. Aber wo ist dann das Risiko? Das ist die große Frage: Solange Banken als „too… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@smukster

Diesen “moral hazard” (Trennung von Gewinn und Risiko) zu eliminieren ist derzeit das Entscheidende (und passiert auch, z.B. durch die bail-in-Gesetzgebung)

Bedeutet Bail-in nicht, dass die Gläubiger, also die Kunden für die Mißwirtschaft der Banken mit ihren Einlagen einspringen müssen, obwohl sie weder Kenntnis noch Mitbestimmungsrecht über die Geschäftstätigkeit der Bank ihres Vertrauens haben?
Und was ist dann mit der vielgepriesenen Einlagesicherung?

smukster
Gast

Es geht vor allem um die Anleihenbesitzer, und das sind meist Fonds und Versicherungen o.ä. Diese haben sehr wohl Kenntnis und Mitbestimmungsrecht und können Druck auf die Bankvorstände ausüben, größere Risiken zu vermeiden (s. Rücktritt der Deutsche-Bank-Vorstände letztes Jahr).
Das ist zumindest die (imo einleuchtende) Theorie: Es geht gar nicht um das tatsächliche bail-in, sondern nur um die Drohung damit und die Erwartung, dass aus diesem Damoklesschwert eine Änderung des Risikoverhaltens folgt. Ob und wie das in der Praxis funktioniert ist die große Frage…ich denke ja, aber das sehen nicht Alle so.

Moin
Gast

„ja, wobei die Aussage, dass die privaten Geschäftsbanken Geld schöpfen, sei es Giralgeld, so allein stehend, irreführend sein kann: Die Geldschöpfung als solche bleibt bei den Zentralbanken, die privaten Banken können diesen Prozess aber initieren.“

Warum kommt Draghi dann mit seiner Geldflut nicht durch ? Er kommt nicht durch weil die Banken ihr Giralgeld selbst erzeugen können und auf Draghis Knete nicht angewiesen sind.

Moin
Gast

Draghi plant bereits als letzten Zug, Helikoptergeld auszuschütten weil niemand seine Kohle will.

Helikoptergeld / Wiki
https://de.wikipedia.org/wiki/Helikoptergeld

Bonsta
Gast

Er kommt nicht durch weil die Banken ihr Giralgeld selbst erzeugen können und auf Draghis Knete nicht angewiesen sind.

Sowas bleibt hier mittlerweile unwidersprochen stehen?

„Salz in der Suppe“… Ich lach mich schlapp!

Mordred
Gast

Sowas bleibt hier mittlerweile unwidersprochen stehen?

jedes posting unterhalb 2.salvo beinhaltet meines erachtens fehler.
ich selbst maße mir aber nicht an, da momentan zu 100% den durchblick zu haben.

Bonsta
Gast

Es ist ja kein Fehler, nur eine andere Sichtweise. Es steht in krassestem ökonomischen Widerspruch zu dem, für was der Spiegelfechter, die Nachdenkseiten und auch Flassbeck (Flassbeck redet sich seit Jahren bereits den Mund exakt zu dieser Frage fusselig) stehen. Es müsste also zumindest eine Diskussion über diese Frage geradezu herausfordern. Das tat es auch mal, aber diese Zeiten sind offenbar lange vorbei.

Das „Salz in der Suppe“ bezieht sich auf den alljährlichen Spendenaufruf und ist im Grunde nur das Echo aus dieser Zeit und wirkt heute eher wie eine zynische Verhöhnung…

Robbespiere
Mitglied

@Mordred

Mit dem fehlenden Durchblick bei der Geldschöpfung bist du nicht der Einzige. Da gibts eine Unmenge an Informationen.
Vielleicht hilft dir das ja weiter.

http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Geldhaarklein.html

Mordred
Gast

@robbespierre: besten dank 🙂
wobei die betonung auf „momentan“ lag. die thematik ist halt so komplex, dass eine hinreichende durchdringung zumindest bei mir nicht permanent möglich ist bzw. anhält. ich müsste das immer wieder mal auffrischen. jetzt gerade sehe ich aber nicht den nährwert 😉

Robbespiere
Mitglied

@Mordred

die thematik ist halt so komplex, dass eine hinreichende durchdringung zumindest bei mir nicht permanent möglich ist bzw. anhält

Nicht nur bei dir. Ich habe mich auch schon mehrfach in das Thema eingelesen bzw. mir entsprechende Videos auf Youtube angesehen, aber mir schwirrt regelmäßig der Kopf und nach einiger Zeit verlieren sich die Details im Neuronen-Nirvana.

Mordred
Gast
Warum kommt Draghi dann mit seiner Geldflut nicht durch ? Er kommt nicht durch weil die Banken ihr Giralgeld selbst erzeugen können und auf Draghis Knete nicht angewiesen sind. nope. ungefähr so wichtig (also extrem) wie das sparparadoxon: https://de.wikipedia.org/wiki/Liquidit%C3%A4tsfalle dazu kommt dann noch (siehe zahllose artikel von flassbeck): es ist kohle zum investieren billigst verfügbar, aber da die nachfrage nach gütern zu schwach ist, lohnt sich die investition trotzdem nicht. die nachfrage bestimmt hier das angebot und nicht umgekehrt! also braucht es in dieser situation (expansive geldpolitik ist am anschlag -> liquditätsfalle) zwingend (!) lohnerhöhungen und höhere staatsausgaben. flassbeck u.a.… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Mordred es ist kohle zum investieren billigst verfügbar, aber da die nachfrage nach gütern zu schwach ist, lohnt sich die investition trotzdem nicht. die nachfrage bestimmt hier das angebot und nicht umgekehrt! Eben und es ist völlig wurscht, ob das Geld, das keiner haben will von der Zentralbank oder den Geschäftsbanken kommt. Solange die Löhne , als Basis der Massenkaufkraft, nicht duetlich und angemessen ( Produktivitätszuwachs + Inflationsziel ) steigen und sich die Arbeitgeber die Produktionsfortschritte nahezu allein in die Tasche stecken, Wird es keine höhere Nachfrage geben. Die Produktion bleibt unter-ausgelastet und Investitionen, zumal über Kredite, lohnen nicht, weeil… Read more »
smukster
Gast
Schreyer übersieht ein paar entscheidende Dinge. Es stimmt, dass die Geldschöpfung allein durch die Zentralbanken ein Mythos ist, das sagt seit zwei Jahren auch die Bank of England. Theoretisch kann die ZB die Schöpfung durch die Geschäftsbanken begrenzen, praktisch hat sie keinerlei Interesse das zu tun. Aber heute sind wir in einer Nullzinsumgebung – und da wird es irrelevant, welche Institution denn nun formal mit dem Vorgang der Geldschöpfung betraut ist. Ob eine GB sich Geld zu 0% Zinsen bei der ZB leiht und dann lediglich „weiterreicht“, oder ob sie das Geld im Moment des Verleihens selbst schöpft – wo… Read more »
jowi
Mitglied

Diese Komplexität an sich ist doch schon ein Punkt den man kritisieren muss, da er die Systemkontrolle massiv erschwert und zu Tricksereien geradezu einlädt.

Ich zitiere da immer gerne Norbert Blüm, der das Problem als einer der wenigen mir bekannten Politiker verbalisiert hat. Leider hat man ihn – vielleicht auch wegen seines Äußeren – nicht ernst genug genommen.

Also: Völker hört die Signale, vereinfacht das Finanzgeflecht!

Wenn sich nicht mal studierte, intelligente Wirtschaftler darüber einig sind, wie Geld geschöpft wird. Und halbwegs verständliche Darstellungen „unterkompliziert“ sind. Wie soll dann der Kapitalismus kontrolliert werden?

smukster
Gast
Nunja, der Kapitalismus ist erstaunlich flexibel, und die beteiligten Akteure überlegen sich ständig neue Mechanismen, mit denen sie der staatlichen Regulierung einen Schritt voraus sind – d.h. auch die Regulierung sorgt paradoxerweise mit dafür, dass sich die Komplexität ständig erhöht. Das ist in der Tat ein Problem, ebenso wie die starke Verflechtung: Eine Bank kann ja ruhig pleitegehen, aber wer kann einschätzen, welche Auswirkungen es auf den Rest des Systems hat? Die Politik wollte 2008/9 nicht den Komplettzusammenbruch riskieren, und ich finde es schwer ihr das zu verübeln. Insofern sind aber die Bemühungen, die Verteilung von Risiken nachvollziehbarer zu machen,… Read more »
ermalwieder
Gast

Ich habe viel bei Alan Grayson gelernt.
(die machen was sie wollen)

Alan Grayson: „Which Foreigners Got the Fed’s $500,000,000,000?“ Bernanke: „I Don’t Know.“

Und hier nimmt er die Veantwortliche für die Finanzaufsicht ins Kreuzverhör:

trackback

[…] Wellbrock vom Blog “Der Spiegelfechter” hat mich zum Buch interviewt, hier der Mitschnitt (links im Bild Wellbrock, rechts Jens Berger, der als Co-Herausgeber des […]

Wolf
Gast
Ich muss gestehen ich hab mir das nicht angetan. Zum einen weil ich lieber lese statt mir Geschichten anzuhören (Video ohne Bewegte Bilder???). Zum anderen weil es müssig ist Dinge immer wieder und wieder zu kauen an denen nichts zu ändern ist. Sämtliche deutsche Regierungen (CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne) haben genau DAS System geschaffen das wir heute haben. Im Zusammenschluss mit ALLEN anderen Regierungen dieser Welt (die international mitreden dürfen). Selbst wenn sich der Himmel auf täte und eine wirklich Linke Regierung vom Himmel fiele der ein Volkswirtschaftlicher Einstein als Finanzminister zur Seite stünde würde sich nichts ändern. Weil jene die wirklich weltweit… Read more »
smukster
Gast

Warum gehen dann die Zinsen rapide gegen Null, sogar in den negativen Bereich – wenn sie noch laaaange nicht ausgeschöpft sind?

Robbespiere
Mitglied

@smukster

Für die Realwirtschaft sind niedrige Zinsen in der Tat ein schlechtes Zeichen, namlich für mangelnde Investitionsbereitschaft und damit Kreditaufnahme, weil sich der Kapitaleinsatz nicht amortisiert.
Aber für Spekulanten sind sie ein Segen, da sie auf diese Weise ihr Eigenkapital preiswert hebeln können.
Und die Erträge liegen deutlich über dem Zinsniveau.

smukster
Gast
Ja? Wo liegen sie das bitte, bzw. mit welchen Risiken behaftet? Was glauben Sie, warum derzeit fast alle Hedgefonds Verluste machen und viele schon „dichtgemacht“ wurden – weil die Erträge so schön hoch sind? Und glauben Sie, dass die Banken dieses Hebeln beliebig lange mitmachen, wenn anschließend bail-ins und Abwicklungsfonds für die Verluste aufkommen müssen? Es gibt nur einen einzigen Kapitalmarkt. Dieser ist alles Andere als ‚vollkommen‘ und es sind auch ganz bestimmt nicht alle Akteure auf diesem ‚gleich‘, aber eine Konkurrenz um renditeträchtige Anlage gibt es durchaus. Wenn das Zinsniveau sinkt, dann tut es das überall (außer dort, wo… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@smukster

Vielleicht ist diese Artikel ja interessant zum Thema Finanztitelkauf auf Kredit:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/29/crash-signal-aktienkaeufe-auf-kredit-erreichen-allzeit-hoch/

http://www.finanzratgeber.at/nachrichten/aktienkaufe-auf-kredit-nehmen-zu

PS: Seit wann sind wir vornehm geworden und beim Sie gelandet?

Robbespiere
Mitglied

@smukster

Vielleicht verdeutlichen diese Artikel meine Aussage:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/29/crash-signal-aktienkaeufe-auf-kredit-erreichen-allzeit-hoch/

http://www.finanzratgeber.at/nachrichten/aktienkaufe-auf-kredit-nehmen-zu

PS: Seit wann sind wir vornehm geworden und beim „Sie“ gelandet?

smukster
Gast

@Robbespiere:
Bitte keine DWN hier, das muss nicht sein. Die starke Hebelung ist mir bekannt – und doch gerade ein Zeichen dafür, dass anders keine Rendite mehr möglich ist: Um bei 0,5%-Rendite aus Finanzgeschäften dennoch eine 5%-Rendite zu erreichen, muss ich mindestens 10-fach hebeln, also das neunfache meines Kapitals dazuleihen – eher mehr aufgrund eigener und Zinskosten. Insofern bestätigt das nur meine Aussage, dass fast keine Rendite mehr zu holen ist.

‚Sie‘ – Gute Frage…weil ich zuletzt mehr in anderen Foren unterwegs bin nehme ich an 😉

Wolf
Gast
Ich lese nun schon seit Jahrzehnten die Untergangsszenarien (Telepolis ist da eine reiche Quelle). 2008 waren sich alle sicher nun geht gar nix mehr. Der Kapitalismus ist am Ende. Sicher! Es gibt seit dem Weltwirtschaftskrise, Finanzkrise, Eurokrise, Schuldenkrise… nun Kriselt es schon fast Acht Jahre und der Untergang wird wöchentlich von neuem beschworen. Genau so wie vor dem WK I oder in den 20ern oder den 30ern oder den 70er oder den 80ern oder zur Dotcomkrise…. gäähhhhnnnn! Aber JETZT sind sie am Ende. Ganz sicher! Woohhaha!!!! (Vorher wird so als Beispiel vielleicht das Bargeld abgeschafft und der Minuszins aufs Girokonto… Read more »
Mordred
Gast

definiere zunächst mal „am Ende“. und dann ist noch die frage „wer“ am ende ist bzw. wie viele.

Moin
Gast
„Dieses System wird weder reformiert noch abgeschafft werden.“ 1. ) Wenn Draghi erwägt, die europäischen Bürger fürs Konsumieren bezahlen zu wollen ( -> Helikoptergeld ), ist dieses „System“ ( -> Kapitalismus ) im Eimer. Es schafft sich selbst ab ohne jemanden danach zu fragen. 2. ) Problem dabei. Das System steuert auf Krieg und Zerstörung zu um von vorn beginnen zu können. 3. ) Großflächiger Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau haben neben den bekannten Folgen eine CO2-Bilanz die mittelbar zum Untergang führen wird. 4.) Deshalb ist die Auseinandersetzung über Systemalternativen und Kriegsvermeidung mometan mehr als wichtig. Diese Schauplätze sollte man nicht… Read more »
Wolf
Gast
Eben! Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht. Und wenn der Kapitalismus am Ende ist, alle Spielregeln „kreativ“ geändert wurden und auf Deubel komm raus keine neues Wachstum mehr zu kreieren ist läuft es auf Krieg hinaus. Erst kleine wie in den letzten Jahrzehnten und letztlich dann ordentliche mit richtig wumms dahinter. Neues Spiel neues Glück. Das geht in die Hose. Da haste recht! Zu anderem scheint das menschliche Kollektiv aber nicht fähig. Ob Ressourcenverschwendung, Klimawandel, Umweltzerstörung oder Krieg. Der Mensch ist halt ein Schimpanse mit Feinmotorik und Mundwerk. Eine Sackgasse der Evolution. Was kannste machen? Drei… Read more »
smukster
Gast
Sehe ich ähnlich, auch wenn kurzfristig(!) Reformen durchaus wirksam sein könnten…aber da müssten sie schon sehr ‚entschieden‘ sein, und das scheint politisch nicht durchsetzbar. Krieg ist (leider) eine Möglichkeit – aber der wäre heute so furchtbar, dass ich daran nicht glaube. Eine andere wäre die „kreative Zerstörung“ von Geld- und Realkapital in *riesigem* Ausmaß, gefolgt von einem Wiederaufbau mit modernen, nachhaltigen Technologien (ökonomisch entspricht das der Wirkung eines Krieges, aber ohne die Toten). Allerdings scheint mir auch, dass das System sich selbst abschafft, weil seine Grundlagen einfach ihre Gültigkeit verlieren. Zinsen Null, Kapital im Überfluss, Kapitalmarkt stirbt, Wachstum fast null,… Read more »
Moin
Gast

„Krieg ist (leider) eine Möglichkeit – aber der wäre heute so furchtbar, dass ich daran nicht glaube.“

Krieg tritt man sich wie Hundekacke ins Profil. Wozu stellt man Angriffswaffen wie Panzer an Europas Grenze zu Russland auf ? Wegen dem Jetabschuss über Syrien liegen die Türkei und Russland im kalten Krieg. Was gurken die Amerikaner vor Taiwan herum ? …und..und..und..

So einen Steinzeitkram sollten wir überwunden haben. Haben wir aber nicht.Krieg ist jederzeit möglich.

smukster
Gast

Klar ist er ‚möglich‘, das ist ja der Sinn von Strategie. Aber extrem unwahrscheinlich, trotz der erwähnten (recht geringen) Spannungen.

Am_Rande
Gast
Ein guter Beitrag. Es gibt ja genug Leute, die glauben, sie könnten den Kapitalismus kritisieren, haben aber keinerlei weitergehenden Kenntnisse über das Kredit-/Geld- und Bankenwesen. Somit ist es gut, aufzuzeigen, dass auch das Geldwesen von Menschen – mit ganz bestimmten Eigen-Interessen – gemacht wurde. Und somit auch von Menschen geändert werden kann. Aber zwei Anmerkungen hätte ich doch: Erstens hat es sehr wohl Zentralbanken gegeben, die nicht nur formal von der Politik abhingen. Man denke nur an die totalitären Staaten der Vergangenheit. Aber das sind wohl Beispiele, an die man als Verfechter einer staatlich gelenkten Geld(schöpfungs)politik lieber nicht denkt… Und… Read more »
smukster
Gast

Bloß nicht. Das bedeutet doch genau, das heute im Überfluss vorhandene Geld wieder ‚knapp‘ zu machen, und so den Kapitalismus am Laufen zu erhalten! Denn der beruht gerade darauf, dass Geldkapital ein ‚knappes Gut‘ hat, um dessen Besitz und Vermehrung sich (salopp gesagt) „die Welt dreht“.

Nein, das Geld ist bestenfalls theoretisch gedeckt; das zeigt ja schon die Entkopplung des Geldmengenwachstums seit 1975. Entweder werden Phantasiewerte zur „Deckung“ geschaffen (Börsen-, Immobilien-, …-Blase), oder es wird einfach ein Kredit verbrieft, versichert und dann zum „Vermögenswert“ umdeklariert.

Am_Rande
Gast
@ smukster Fair enough. Wer daran glaubt, dass der Kapitalismus irgendwann zusammenbrechen wird und vor allem darauf hofft, dass etwas besseres nachkommen wird, darf sich entspannt zurücklehnen und zuschauen, wie der gegenwärtige Fiat-Geld-Korporatismus die Weltwirtschaft in immer größere Turbulenzen stürzen wird. Und gespannt hoffen… Wer aber daran glaubt, dass es eben doch keine Alternative zu einem (mehr oder minder) marktwirtschaftlichen System gibt, der kann nur Diagnosen anbieten, warum das gegenwärtige System, sich verhält, wie es sich verhält; und Rezepte vorschlagen, wie man zu einer gerechteren und ja, auch gleicheren Verteilung der Vermögen auf diesem Planeten kommen kann. Und ein wesentlicher… Read more »
smukster
Gast

Ich will aber gar nicht den Kapitalismus am Leben erhalten. Wir haben heute schon das richtige (beliebig vermehrbare, immateriell-fiktive) Geld für eine postkapitalistische Wirtschaft, in der nicht der Markt, sondern die Demokratie darüber entscheidet, wie Ressourcen eingesetzt werden. Wir müssen es nur endlich auch entsprechend nutzen.
Die ‚klassische Definition‘ in Ehren – aber wenn die wichtigsten Mittel nicht mehr knapp sind, ergibt sie keinen Sinn mehr.

Am_Rande
Gast
@ smukster Ich schrieb ja: Wer daran glaubt, dass der Kapitalismus irgendwann zusammenbrechen wird und vor allem darauf hofft, dass etwas besseres nachkommen wird, darf sich entspannt zurücklehnen und zuschauen, wie der gegenwärtige Fiat-Geld-Korporatismus die Weltwirtschaft in immer größere Turbulenzen stürzen wird…. Sie sind – scheint mir – einer der Linken, denen es um die „gerechte“ Verteilung der Dinge geht. Von der Produktion der Dinge wollen sie nichts wissen… Ja, die Menschheit – als Ganzes gesehen – hat heute einen Stand erreicht, in dem es möglich wäre, jeden mit dem Nötigsten auszustatten. Aber – leider, leider – ist das ein… Read more »
smukster
Gast

Aber – leider, leider – ist das ein Erfolg der Marktwirtschaft, des Gewinnstrebens, der marktwirtschaftlichen Wirtschaftsrechnung.

Ja, sicher – der Kapitalismus dient der Entfaltung der Produktivkräfte, aber wenn das geschafft ist bremst er die weitere Entwicklung hin zu einer gerechteren, demokratischeren Gesellschaft. Insofern ist die Produktion *heute* eine recht uninteressante Frage. Und was die Banken angeht ist es ja gerade der Abbau der staatlichen Regulierung, der für die Probleme verantwortlich ist, insofern passt Deine Argumentation nicht.

Mordred
Gast

Bloß nicht. Das bedeutet doch genau, das heute im Überfluss vorhandene Geld wieder ‘knapp’ zu machen, und so den Kapitalismus am Laufen zu erhalten! Denn der beruht gerade darauf, dass Geldkapital ein ‘knappes Gut’ hat, um dessen Besitz und Vermehrung sich (salopp gesagt) “die Welt dreht”.

eieieiei.^^
da biste aber den neoliberalen, den ösis und co. voll in die falle gelaufen.

smukster
Gast

Meinst Du Am_Rande oder mich?

Mordred
Gast

ich sehe das als korrekt eingerückt und zitiert. also dich.

Mordred
Gast

upsala. meine antwort passt nicht ganz, wohl etwas zu schnell gelesen, sorry.

Mordred
Gast

korrektur: du bist denen nicht komplett in die falle gelaufen, sondern verstehst kapitalismus als solchen nur in ihrem sinne.
den geldknappheit ist keinesfalls eine den kapitalismus als solchen definierende eigenschaft.

smukster
Gast

@Mordred:
Warum nicht? Das sehe ich eigentlich schon so…
Dem unten Gesagten über den Goldstandard stimme ich (natürlich) 100% zu. Aber nach dem Ende der Goldbindung hat der Monetarismus eine „künstliche Knappheit“ des Geldes geschaffen, um dessen Wert zu erhalten. Das ist seit 2008 passé…und Geld endgültig nicht mehr ‚knapp‘.

Mordred
Gast

ich denke, die essenz des kapitalismus ist, die produktivität zu steigern und (auch dadurch) wachstum zu erzielen. alle anderen eigenschaften, wie zb auch das eigentum an produktionsmitteln, sind diskutierbar bzw. noch von anderen faktoren abhängig.

Mordred
Gast

Vielleicht ist eine Edelmetall-Bindung des Geldes, der der Klassische Liberalismus immer noch anhängt, doch keine soo schlechte Idee?

das wäre, wie eigentlich jeder aus der empirie wissen müsste, völlig verhehrend.
https://de.wikipedia.org/wiki/Goldstandard#Wirtschaftshistorische_Einordnung
kapitalismus mit goldstandard führt zwangsläufig zu rezession. technischer fortschritt kann nur noch durch vermögende ermöglicht werden.
überhaupt: die vermögenden würden dadurch ihre stellung zementieren. aufstieg und abstieg würde nahezu unmöglich.
ich habe von befürwortern bisher nichts (!) stichhaltiges dazu gefunden. außer natürlich, dass inflation nahezu ausgeschlossen ist. dass ne daraus resultierende, zwangsläufige, ziemlich knackige deflation für den großteil der menschheit wesentlich schlimmer wäre, juckt den geldadel natürlich weniger – eher im gegenteil wahrscheinlich.

Am_Rande
Gast

@ Mordred

Wenn man Alternativen zum herrschenden Fiat-Geld-Korporatismus diskutiert, sollte man vermeiden, Quellen anzuführen, die so beginnen:

Sowohl Historiker als auch Volkswirte sind sich weitgehend einig, …

Erstens haben wenig Historiker Ahnung von Wirtschaft, und zweitens werden natürlich die meisten Volkswirte das „Fiat-Geld-Korporatismus-ist-alternativlos-Narrativ“ unterstützen.

Was Sie allerdings stutzig machen sollte, ist das Datum, an dem die Welt vom Goldstandard abgerückt ist:

1914.

War da nicht was?
Etwas, das die Staaten begonnen haben?

Es gibt – kurz gesagt – keine stichhaltigen ökonomischen Gründe gegen den Goldstandard.

Politische gibt es schon.

Das „Zeitalter der Extreme“ ist nicht zufälligerweise ein Zeitalter der Fiat-Währungen gewesen …

Mordred
Gast

Es gibt – kurz gesagt – keine stichhaltigen ökonomischen Gründe gegen den Goldstandard.

falsch. in meinem letzten posting nannte ich bereits welche.
oder legen sie mir neben o.g. beispielen doch bspw. ökonomisch dar, wie dann hierzulande arbeiter und co. ans eigene häusle gekommen wären oder noch kommen sollten. der dem goldstandard inhärente kapitalmangel führt logsicher weise dazu, dass geld teuer (=hohe zinsen fürs leihen) ist.

smukster
Gast

Und wenn Geld im Überfluss vorhanden ist (und es nicht mehr wie bisher ein Monopol gibt, s. China), sinken die Realzinsen bei risikolosen Krediten auf Null. Es gibt dann keinen funktionierenden Kapitalmarkt mehr, und auch keine Akkumulation. Ist das noch Kapitalismus?

Am_Rande
Gast
@ Mordred Sie haben überhaupt keine ökonomischen Gründe genannt. Sie haben nur falsche Behauptungen wiederholt. Es verhält sich so: Die Geldmenge an sich ist unerheblich. Jede Geldmenge reicht aus, um jede beliebige Menge von Tauschgeschäften zu ermöglichen. Das ergibt sich aus reiner Logik: Geld hat sozusagen nur eine Abbildungsfunktion. Die Teilmenge n, im Besitz einer Person X, aus der Gesamtmenge Y an Geld zeigt nur an, wieviel Waren und Dienstleistungen Person X sich leisten kann. Dabei ist die Größe der Gesamtmenge Y absolut nicht von Belang. Dem Goldstandard wohnt kein inhärenter Kapitalmangel inne. Das ist Quatsch. Sind die Zinsen hoch,… Read more »
smukster
Gast

@Am_Rande:
Durch die zunehmende Konzentration der Vermögen würde eine begrenzte Geldmenge nicht nur zu einer extremen Deflation führen, sondern auch zu einer völligen Machtkonzentration in Händen der VermögensbesitzerInnen.

Mordred
Gast

smukster:

Und wenn Geld im Überfluss vorhanden ist (und es nicht mehr wie bisher ein Monopol gibt, s. China), sinken die Realzinsen bei risikolosen Krediten auf Null. Es gibt dann keinen funktionierenden Kapitalmarkt mehr, und auch keine Akkumulation. Ist das noch Kapitalismus?

kommt drauf an, wie lange es dauert und was ursachen und folgen sind.
wobei grundsätzlich: ja. halt nur in einer nicht angenehmen form für die meisten menschen.

Mordred
Gast

am_rande:

Sie haben überhaupt keine ökonomischen Gründe genannt.
Sie haben nur falsche Behauptungen wiederholt.

mit dem erstn satz haben sie zur abwechslung tatsächlich mal recht. der nächste so wie ihre weiteren ausfürungen sind wieder nur der üblich humbug.

Es verhält sich so:…

belege? und jetzt bitte nicht nur wieder behauptungen (sic!) von vermeintlich namhaften denkern ihrer bevorzugten wirtschaftsideologie.

smukster
Gast

@Mordred:
Angenommen es dauert ewig. Ursachen habe ich benannt, Folge ist, dass die Durchschnittsrendite gegen Null geht und damit die Kapitalakkumulation von Ausnahmen abgesehen zum Erliegen kommt. Was macht den Kapitalismus aus? Ist es nicht das Bestreben, Kapital so renditebringend wie möglich anzulegen?
Für DurchschnittssparerInnen gilt schon heute „Sicherheit vor Rendite“. Damit verändert sich die Sicht aufs Geld, weil dieses sich nicht mehr von selbst vermehrt.

Am_Rande
Gast
@ Mordred Die Logik braucht keine Belege. Die Geldmenge an sich ist unerheblich. Jede Geldmenge reicht aus, um jede beliebige Menge von Tauschgeschäften zu ermöglichen. In der Geschichte ist ja vieles kontingent. Zum Beispiel, dass die Währung Deutschlands lange Zeit den Namen „Mark“ trug. Es hätte aber auch „Taler“ oder „Gulden“ sein können. Nehmen wir jetzt als Beispiel das berühmte, fiktive Land Ruritanien. Die Währung dort heißt „Dublonen“. Und die gesamte Geldmenge Ruritaniens beläuft sich auf 10 Billionen Dublonen. Wenn nun durch geschichtliche Kontingenz die Währung dort „Pengő“ hieße. Und die gesamte Geldmenge Ruritaniens beliefe sich auf 100 Billionen Pengő.… Read more »
smukster
Gast

Diesen Glaubenssatz zwanzig mal zu wiederholen macht ihn nicht richtiger.

ChrisA
Gast
@Am_Rande Nehmen wir jetzt als Beispiel das berühmte, fiktive Land Ruritanien. Die Währung dort heißt „Dublonen“. Und die gesamte Geldmenge Ruritaniens beläuft sich auf 10 Billionen Dublonen. Wenn nun durch geschichtliche Kontingenz die Währung dort „Pengő“ hieße. Und die gesamte Geldmenge Ruritaniens beliefe sich auf 100 Billionen Pengő. Was würde sich realwirtschaftlich geändert haben? Nichts. Sie verwechseln Geldmenge gerechnet in den jeweils kleinsten Untereinheiten schlicht mit Kaufkraft. Realwirtschaftlich gesehen ist ausschließlich wichtig, wieviel ich für eine bestimmte Menge einer Währung kriege, sonst nix. Kriegen alle angestellten Arbeiter über die Zeit vom Wachstum des Kuchens der Waren und Dienstleistungen nichts ab,… Read more »
ChrisA
Mitglied

Es gibt – kurz gesagt – keine stichhaltigen ökonomischen Gründe gegen den Goldstandard.

Politische gibt es schon.

Oha, da werde ich hellhörig. Sind Machtasymmetrien, die sich zwangsläufig aus den Positionen solcher Länder, die Gold schürfen können, ergeben, im Sinne einer liberalen Welt?

Ist natürlich „bloß“ ein politischer Grund, ökonomisch betrachtet ist der Markt „dann halt so“.

Mordred
Gast

Oha, da werde ich hellhörig. Sind Machtasymmetrien, die sich zwangsläufig aus den Positionen solcher Länder, die Gold schürfen können, ergeben, im Sinne einer liberalen Welt?

aber sicher. funktioniert doch bei öl und diamanten ausnahmslos auch so, dass diese länder den löwenanteil an der wertschöpfung behalten dürfen. und da gab und gibt es auch nie probleme mit irgendwelchen kriegrischen interventionen des westens, geheimdienstoperationen usw. usf.^^

Am_Rande
Gast
@ ChrisA Erstens: Es werden ca 3.000 Tonne Gold jährlich geschürft. Es wurden in der Menschheitsgeschichte bisher ca. 200.000 Tonnen geschürft. Also kommen pro Jahr ca. 1,5 Prozent dazu. Ist das genug, um die globalen Machtgewichte zu verschieben? Zum Vergleich einmal der real-existierende Fiat-Geld-Korporatismus in Action: „Staaten, Unternehmen, der Finanzsektor und Privatleute sind 2014 weltweit mit insgesamt 199.000 Milliarden Dollar verschuldet. Das waren 57.000 Milliarden Dollar mehr als beim Ausbruch der Finanzkrise 2007. Im Jahr 2000 lag die globale Schuldensumme noch bei 87.000 Milliarden Dollar.“ (Quelle: McKinsey) Was würde also ein stetigeres, langsameres, nachhaltigeres Wachstum bedeuten? (Nicht, dass das Wachstum… Read more »
Am_Rande
Gast

@ Mordred

„da gab und gibt es auch nie probleme mit irgendwelchen kriegrischen interventionen des westens, geheimdienstoperationen usw. usf.“

Wie, ich denke, der Staat ist immer der liebe Kuschelschnulli…?

Mordred
Gast
Es werden ca 3.000 Tonne Gold jährlich geschürft. Es wurden in der Menschheitsgeschichte bisher ca. 200.000 Tonnen geschürft. Also kommen pro Jahr ca. 1,5 Prozent dazu. Ist das genug, um die globalen Machtgewichte zu verschieben? möglicher weise können sie jetzt noch a bisserl was über prozentrechnung bzw. exponentielles wachstum lernen. das nichtwissen wird auch ein wichtiger grund sein, warum sie solch abstrusen ideologien anhängen. wenn die geschürfte menge nicht auch jedes jahr wächst, fällt das wachstum der gesamtmenge jährlich. (ganz davon abgesehen, dass gold ein endlicher rohstoff ist, seine förderung auch immer teurer wird, demnach sein eigenwert alleine dadurch steigt…).… Read more »
ChrisA
Mitglied
@Am_Rande “Staaten, Unternehmen, der Finanzsektor und Privatleute sind 2014 weltweit mit insgesamt 199.000 Milliarden Dollar verschuldet. Das waren 57.000 Milliarden Dollar mehr als beim Ausbruch der Finanzkrise 2007. Im Jahr 2000 lag die globale Schuldensumme noch bei 87.000 Milliarden Dollar.” (Quelle: McKinsey) Was würde also ein stetigeres, langsameres, nachhaltigeres Wachstum bedeuten? Geschwindigkeit, Stetigkeit und Nachhaltigkeit von Wachstum sind jetzt nicht derart kausal verknüpft, wie es hier anklingt. Jede Unternehmung ( den Begriff jetzt mal ganz weit gefasst ) die einen ihr gewährten Kredit tilgen kann, ist die Schaffung des Geldes für diesen Kredit in den Augen des Marktes grundsätzlich wert… Read more »
Am_Rande
Gast

@ Mordred

Das Problem, das Sie wie viele Linke haben, ist, dass Sie immer nur „entweder“ – „oder“ denken können.
Es ist aber oft genug „sowohl“ – „als auch“.

Der „klassisch liberale Unternehmer“ Ihres Beispiels ist ja nicht nur Produzent, der zu nominell fallenden Preisen verkaufen würde.
Er ist ja auch Konsument, der zu nominell fallenden Preisen einkaufen würde.
Solange er real seinen Wohlstand mehren kann, können ihm die nominellen Preise Hekuba sein.

Und dazu, dass Ihnen der Staat nur dann als Kuschelschnulli lieb ist, wenn es Ihnen in den Kram passt: Über die geistige Inkonsistenz der Linken macht sich ein Klassischer Liberaler sicher keine Illusionen.

Am_Rande
Gast

@ ChrisA

Das von mir Geschriebene spricht natürlich für einen Goldstandard.

Denn, dass es zu einem Finanzcasino überhaupt erst kommen konnte, liegt an der Unbegrenzheit an Kredit im Fiat-Money-Korporatismus.
Eine “goldene Bremse” ist eine “goldene Bremse”.

Ohne Bremse läßt es sich natürlich leichter „am ganz großen Rad“ drehen…

Und ja, Deflation ist „nur“der Bogeyman der Fiat-Geld-Verfechter.

Denn eine langsame, stetige Deflation ist der Normalzustand in einer freien Marktwirtschaft mit einem Geldsystem nach marktwirtschaftlicher Massgabe.

ChrisA
Gast
@Am_Rande Und ja, Deflation ist “nur”der Bogeyman der Fiat-Geld-Verfechter. Denn eine langsame, stetige Deflation ist der Normalzustand in einer freien Marktwirtschaft mit einem Geldsystem nach marktwirtschaftlicher Massgabe. Sie unterschlagen die Reihenfolge von Ursache und Wirkung. Deflation aufgrund technischen Fortschritts und steigender Produktivität ist offensichtlich das, was sie meinen. Hier erfolgt zuerst die Preissenkung, aus der dann eine Kaufkraftsteigerung der Konsumenten resultiert. Die Wahrheit ist empirisch über die Zeitachse verfolgbar aber die: Steigt die Kaufkraft, zieht die steigende Nachfrage auch die Preise mit hoch. Es stellt sich nur eine Frage: Liegt die Kaufkraftsteigerung netto über der Veränderung der Preise? Deflation gibt… Read more »
Am_Rande
Gast

@ ChrisA

Nun, ich unterschlage gar nichts.

Sie haben geschrieben, dass Deflation immer eine schlechte Sache ist.
Ich habe aufgezeigt, dass dies mitnichten der Fall ist.

Wenn Sie nun von zwei Arten der Inflation ausgehen:
Woher kommt dann in einer freien Marktwirtschaft, die die zweite Art der Inflation auslösende, „sinkende Kaufkraft“?

In einer Marktwirtschaft, wohlgemerkt?

Und man braucht gar nicht über die Geschichte spekulieren:

Das Deutsche Reich hat zwei verheerende Weltkriege mit Fiat-Geld finanziert.
Was beide Male (auch) in einer gewaltigen Inflation geendet ist.

Mit einer goldgedeckten Währung wäre das schlicht nicht möglich gewesen.

Heldentasse
Mitglied

Für mich im Kontext „Geld regiert die Welt!“, oder evtl. hier an dieser Stelle mit Hindernissen:

Referendum in den Niederlanden: Doppelte Ohrfeige für die EU

Sie werden das Abkommen zwar auf ihre ihre Art trotzdem ratifizieren und durchbringen, aber Schadenfreude ob der lauten Knirschgeräusche im EU Getriebe erlaube ich mir dennoch.

Beste Grüße

jowi
Mitglied

Oh, ein Systemfehler. Da muss nachkorrigiert werden, solche Volksabstimmungen stören den Betrieb.

Aber wie du schon sagtest, Konsequenzen wird das kaum haben, außer dass man die mediale Volkserziehung weiter zu verbessern sucht. Vielleicht hat Herr Junckers im Schreck die Kravattennadel verloren. Das wars dann aber auch schon.

R_Winter
Mitglied

Es geht in der EU schon lange nicht mehr um Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen, sondern nur um die Erweiterung der Machtstrukturen der Finanzmafia.
Eine Re-Demokratisierung der EU ist dringend erforderlich.
Wenn man heute die Online-Medien und die Berichte im Radio zum Ausgang des Referendums in den Niederlande zur Kenntnis nimmt:
„Unerhört, diese dummen Wähler und nur 32% haben überhaupt abgestimmt“.
Die Wahlbeteiligung bei den EU-Wahlen war auch nicht viel höher und kein Bürger hat „seinen“ EU-Abgeordneten.
Die neoliberalen Schmeißfliegen hatten schon in Griechenland gezeigt, was sie vom Volkswillen halten – nichts.
So ist die EU nicht zu retten.

Robbespiere
Mitglied

@R_Winter

Vor Allem geht es die Privatisierung von Gemeinschaftseigentum in die Hände des oberen 1%.
Und das erreicht man durch den Entzug von Steuermitteln, die zur Instandhaltung des öffentlichen Eigentums unabdingbar sind.
Korrupte Politiker veäußern das marode Volkseigentum, das mit Steuermitteln aufgebaut wurde, dann an private Investoren.
Wenn man dann noch möglichst viele staatliche Hilfsempfänger „produziert“, die den Haushalt zusätzlich belasten, hat man mit dem Argument “ der Staat könne das nicht mehr leisten“ immer das entsprechende Argument zum Verramschen an die Oberschichtsklientel parat.
Das hat schon beim Ausverkauf des DDR-Staatseigentums funktioniert und läßt sich dank der Abgestumpftheit oder Massenmeningitis der Bürger locker übertragen.

Norbert80
Gast

@JoWi

Aber wie du schon sagtest, Konsequenzen wird das kaum haben,

Hmmm, die Euroskeptiker haben derzeit mächtig Aufwind. Mittelfristig ist ein Auseinanderbrechen der Union sowie starke Renationalisierungstendenzen durchaus ein realistisches Szenarios.

Nota Bene: Die Europagegner können auch wesentlich stärker mobilisieren als die lauwarmen Befürworter. Daher nochmals mein kostenloser Tipp für alle die Geld verdienen wollen. Setzt auf einen Brexit ;-).

schwitzig
Gast

@Lügen-Nobby

die Euroskeptiker

Bitte sondere hier nicht diese Propaganda-Buzzwords ab.

Menschen, die die Wirtschaftsfaschismus-Union – auch „EU“ genannt – ähnlich wie andere Faschismus-Arten ablehnen, sind keine „Euroskeptiker“ sondern überwiegend Demokraten – also das genaue Gegenteil von dem, was die „EU“ ist.
Die „EU“ ist auch nicht Europa. Und auch hat sie nicht „den Frieden erhalten“.
Derartige Dumm-Propaganda passt zum SPIEGEL oder ähnlichen Schmierblättchen, aber gehört nicht hierhin.

Norbert80
Gast
@schwitzig Es gibt vielfältige – oft auch berechtigte – Gründe gegen die EU zu sein und sich für eine Renationalisierung einzusetzen. Ob das für die EU-Skeptiker z.B. in GB die erhofften Vorteile bringt wird sich erweisen. Die “EU” ist auch nicht Europa. Naja, der überwiegende Teil Europas gehört (noch!) zur EU. Ich rechne mit dem Brexit, später auch mit weiteren Austritten, womöglich auch Frankreich und die Niederlande. Wirtschaftsfaschismus-Union – auch “EU” genannt – ähnlich wie andere Faschismus-Arten ablehnen, sind keine “Euroskeptiker” sondern überwiegend Demokraten Teils, Teils. Ich bezweifele dass die kommende Renationalisierung die in sie gehegten Hoffnungen erfüllen kann und… Read more »
smukster
Gast

@schwitzig:
Realistisch betrachtet hat ein bedeutender Teil der ‚Nein‘-SagerInnen tatsächlich gegen die EU stimmen wollen, auch wenn es eigentlich nur um das Ukraine-Abkommen ging. Das ist aus Sicht der Politik ein großes Problem, auch wenn sie so tun als interessiere es sie nicht – daher wird es Veränderungen geben.

Und ‚Wirtschaftsfaschismus‘ ist ein noch viel blöderes Propaganda-Buzzword als ‚Euroskeptiker‘. Was soll das sein? So schlecht und einseitig die Wirtschaftspolitik der EU auch sein mag, einen ‚Faschismus‘ erkenne ich da beim besten/ schlimmsten Willen nicht.

schwitzig
Gast

@smukster

Und ‘Wirtschaftsfaschismus’ ist ein noch viel blöderes Propaganda-Buzzword als ‘Euroskeptiker’. Was soll das sein? So schlecht und einseitig die Wirtschaftspolitik der EU auch sein mag, einen ‘Faschismus’ erkenne ich da beim besten/ schlimmsten Willen nicht.

Yep. Diese Scheuklappen sind ja genau Dein Problem.

schwitzig
Gast

@Lügen-Nobby

Es gibt vielfältige – oft auch berechtigte – Gründe gegen die EU zu sein und sich für eine Renationalisierung einzusetzen. Ob das für die EU-Skeptiker z.B. in GB die erhofften Vorteile bringt wird sich erweisen.

Du rabulisierst. Kein Mensch redet von „Renationalisierung“! Dementsprechend ist Dein ganzes Posting Blödsinn.

jowi
Mitglied
Verbale Abrüstung ware der Diskussion förderlich, von der Kultur wollen wir gar nicht reden. Bei der EU ist es wie mit anderen Dingen im Leben, Konstruktionsfehler machen sich im Stress-Test ganz fies und brutal bemerkbar. Leider gibt es bei der EU so viele Konstruktionsfehler, dass dies den Rahmen hier sprengen würde, die alle zu nennen. Der Hauptfehler ist, dass sie ein Baby der Großkopfeten ist und nicht der Bürger, deshalb die mangelnde Identifikation mit diesem Club. Die Idee einer supranationalen Vereinigung europäischer Länder ist aber viel zu gut, als dass man sie aufgeben sollte, nur weil die Falschen das Ruder… Read more »
Jacques Roux
Gast

Die Idee einer supranationalen Vereinigung europäischer Länder ist aber viel zu gut, als dass man sie aufgeben sollte, nur weil die Falschen das Ruder übernommen haben.

Jo sischer, darüber kann man sich, nach der Abwicklung der (E)liten(U)nion Gedanken machen und zwar frühestens, wenn der Trend Europaweit wieder nach links zeigen würde und mit links meine ich selbstverständlich nicht die neoliberal verseuchte europäische Sozialdemokratie.

smukster
Gast

Hatte jetzt eher auf eine inhaltliche Antwort gehofft…
Jowi hat Recht: Die Idee ist viel zu gut und zukunftsweisend, um sie aufzugeben. Also müssen wir die EU demokratisieren – denn sie per se zu verdammen führt unweigerlich zu Renationalisierung, und stärkt damit die Rechten.

Jacques Roux
Gast
Also müssen wir die EU demokratisieren – denn sie per se zu verdammen führt unweigerlich zu Renationalisierung, und stärkt damit die Rechten. Nein, genau umgekehrt wird ein Schuh daraus, gerade die (E)liten(U)nion hat zum Erstarken der Rechten geführt, es gibt natürlich auch noch andere Gründe, wie die Hetze gegen den Islam nach 9/11. Die europäische Linke hat, ohne Not, den strategischen Fehler gemacht, das Unbehagen/Gegnerschaft der europäischen Bürger zur Union ausschließlich den Rechten zu überlassen. „Also müssen wir die EU demokratisieren“ Wir (meint wohl linke Kräfte) haben weder die reale politische Macht die Union abzuwickeln, noch haben wir die reale… Read more »
Norbert80
Gast

@schwitzig

Kein Mensch redet von “Renationalisierung”!

Kein Mensch?!

UKIP-Führer redet davon

Geert Wilders, ein wichtiger holl. Politiker redet davon

„#minderEU #meerNederland“

Le Pen die zuletzt am zweitbesten abgeschnitten hat in Frankreich redet ständig davon.

Der ungarische MP Orban redet davon usw. usf.

@jowi

Die Idee einer supranationalen Vereinigung europäischer Länder ist aber viel zu gut, als dass man sie aufgeben sollte, nur weil die Falschen das Ruder übernommen haben.

Volle Zustimmung!

jowi
Mitglied

@Jacques Roux

Klasse Interview mit Lafontaine, er spricht mir so aus der Seele und das frei in glasklaren Worten. Danke!

Subsidiarität, dieses Fremdwort sollte man im Vokabular haben.

Oh Mann, wie werden Millionen hinter die Fichte geführt!

smukster
Gast

Stimmt, hat sie. Daraus den Schluss zu ziehen die Union abzuschaffen, würde aber diese Gefahr noch verstärken.
Renationalisierung kann nur nach rechts führen, und als Linke diese Entwicklung zu unterstützen erscheint mir nicht der beste Weg, vorsichtig gesagt. Eine linke Bewegung kann vielmehr heute nur noch gesamteuropäisch Sinn ergeben, was sich auch in Griechenland sehr deutlich gezeigt hat. Wenn wir „nicht stark genug“ dafür sind – wie sollen wir dann hoffen, im Falle eines Auseinanderbrechens gegenüber den dann enorm gestärkten Nationalisten die Oberhand zu behalten?
Wenn die Tendenz einmal in Richtung Renationalisierung geht, wird sie nicht mehr leicht aufzuhalten sein.

Norbert80
Gast

@Jacques Roux

Das “Ja zur EU” ist allerdings eine der größten Lebenslügen und strategischen Fehler der europäischen Linken überhaupt.

Ja zur EU, heißt ja nicht Ja zu dieser EU. Rechtspopulisten lehnen die EU prinzipiell ab, Linke lehnen die aktuelle Form der EU ab. letztere finde ich weitaus sympathischer und weitblickender.

Lafo hat bzgl. Subsidiaritäsprinzip schon recht. Nur ist es naiv zu glauben dass die Nationalstaaten einzeln mehr Macht gegen die supranationalen Großkonzerne hätten.

Jacques Roux
Gast

Wenn wir “nicht stark genug” dafür sind – wie sollen wir dann hoffen, im Falle eines Auseinanderbrechens gegenüber den dann enorm gestärkten Nationalisten die Oberhand zu behalten?

In kleineren politischen Einheiten, lässt sich m. M. nach, wesentlich mehr fortschrittliches erreichen, was dann wiederum Strahlkraft auf die anderen europäischen Nachbarn entfaltet.

Das beste Beispiel ist doch Syriza, die wurden von der ElitenUnion geradezu absorbiert, wäre GR dagegen nicht in der EU, würde man dort jetzt wohl linke Politik machen.

Eine ähnliche Debatte gab es schon einmal in der SU: Sozialismus in einem Land vs. Weltrevolution

The Joker
Mitglied

Sehe ich ähnlich.
Die europäischen Linksparteien könnten David Cameron irgendwann nochmal dankbar sein, dass der jüngst mehr Kompetenzen zurück zu den Nationalstaaten herausgehandelt hat.

Jacques Roux
Gast

Ja zur EU, heißt ja nicht Ja zu dieser EU. Rechtspopulisten lehnen die EU prinzipiell ab, Linke lehnen die aktuelle Form der EU ab. letztere finde ich weitaus sympathischer und weitblickender.

Du und andere machen den Fehler zu glauben, die EU wäre womöglich zum europäischen Gemeinwohl gegründet worden und hätte sich nur in eine falsche Richtung entwickelt.

Nein, sie ist schon als kapitalistische (E)liten(U)nion zum Wohle der oberen Zehntausend gegründet worden und hat nur sich konsequenter Weise in diese Richtung weiterentwickelt.

smukster
Gast
Und genau daran ist ja die SU gescheitert: Sozialismus in einem Land konnte nicht funktionieren, weil der Kapitalismus ihn zum Hauptfeind auserkoren und systematisch bekämpft hat, und ‚Produktivitätsentwicklung‘ kann der Kapitalismus verdammt gut. Griechenland würde ohne die Wirtschaftsbeziehungen zur EU auf das Niveau eines Drittweltlandes herabsinken. Es wäre komplett auf seine Exporterlöse angewiesen, könnte sich quasi nicht verschulden, und seine BürgerInnen würden die eigene Währung nur zum Kaugummikaufen benutzen. Das ist keine Lösung, und erst recht keine progressive – denn es würde unweigerlich zum Anstieg von Nationalismus usw führen. Frankreich in den 80ern lässt grüßen… Europa ist wirtschaftlich viel zu… Read more »
Jacques Roux
Gast
Und genau daran ist ja die SU gescheitert: Sozialismus in einem Land konnte nicht funktionieren, weil der Kapitalismus ihn zum Hauptfeind auserkoren und systematisch bekämpft hat, und ‘Produktivitätsentwicklung’ kann der Kapitalismus verdammt gut. Ja, der real existierende Sozialismus war vlt. not the yellow from the egg, aber die Alternative: warten auf die Weltevolution, entspräche dem Warten auf Godot 😉 Und nein, der Kapitalismus bekämpfte und bekämpft nicht den „Sozialismus in einem Land“, sondern den Sozialismus in welcher Form auch immer, selbst den Kapitalismus bejahenden Keynesianismus. Gemeinsam demokratisieren, oder nationalistisch abschotten? Gemeinsam (die europäische Linke, die von vlt. Portugal/Spanien abgesehen tendenziell… Read more »
smukster
Gast
Nö. Seit fünf Jahren wird das unmittelbar bevorstehende Ende des Euros prognostiziert, aber es kommt einfach nicht. Warum also weiter diesem Irrglauben anhängen? Die Eliten haben dabei viel zu viel zu verlieren, in diverser Hinsicht. Warum sollte ich nicht von ‚Nationalismus‘ sprechen? Um nichts Anderes geht es doch: Entweder die Demokraten/ Linken der EU vereinen sich gegen die europäische Oligarchie, oder es werden Staaten/ Nationen gegeneinander ausgespielt – zum Nutzen der Oligarchie. Klar bekämpft der K. den Sozialismus in welcher Form auch immer. Aber wenn dieser auf ein Land beschränkt bleibt, hat der K. leichtes Spiel…heute durch die intl. Finanzverflechtung… Read more »
Jacques Roux
Gast

Warum sollte ich nicht von ‘Nationalismus’ sprechen?

Warum denn nicht gleich von Querfront, so wie die „Demokraten“ (BTW sind das die „Demokraten“ mit denen sich die Linke zur Demokratisierung der Union verbünden könnte/sollte? ) seit ein paar Jahren (Occupy – Mahnwachen – EU/€ Kritik – Flüchtende) erfolgreich denunzieren?

BTW die Oligarchie ist, global aufgestellt, also doch am Besten gleich die Weltrevolution, das dauert dann aber auch noch etwas 😉

Seit fünf Jahren wird das unmittelbar bevorstehende Ende des Euros prognostiziert, aber es kommt einfach nicht.

Sei mal nicht so pessimistisch, bist du doch sonst auch nicht 😉

smukster
Gast

Du weichst der Frage aus.
Eben, die Oligarchie ist global aufgestellt – deswegen haben ihre Gegner keine Chance, wenn sie sich auf Aktivitäten in einem Land beschränken. Meine Rede.

seyinphyin
Gast
Die SU war nicht sozialistisch. Sie wurde staatskapitalistisch und hat den Schritt zum Sozialismus dann nie begangen. Es ist so unglaublich traurig, dass diese Lüge so lange erzählt worden ist, dass selbt die vermeintlichen Verteidiger der Wahrheit sie schon akzeptieren. Damit ist die Wahrheit dann wirklich tot… Und Sozialismus geht selbstverständlich auch nur in einem, im eigenen Land. Es müsste es halt ein starkes, unabhängiges Land sein. Das ist schließlich ohnehin die Vorraussetzung. Bei Sozialismus geht es um eine starke Industrie, die eben für Alle statt für Wenige arbeitet. Ist diese Industrie natürlich weltweit verankert und man könnte nur einen… Read more »
R_Winter
Mitglied

@Jacques Roux

Zumindest Lafontaine/Wagenknecht haben das anscheinend erkannt

Nicht „anscheinend“, sondern sie haben es erkannt.
Sahra Wagenknecht hat es in ihrem Buch „Reichtum ohne Gier“ detailliert beschrieben.

Norbert80
Gast

Super Beitrag! Ich finde es faszinierend dass in Japan seit über 20 Jahren die Zinsen extrem niedrig sind, aber das Land trotzdem weiter existiert. Ein GAU ist ausgeblieben, auch wenn es nicht mehr zu hohen Wachstumsraten gekommen ist. Aber ist das ab einem gewissen Niveau überhaupt notwendig? Mal schauen wie sich das bei uns entwickeln wird, im Zeitalter niedriger Zinsen. Negative Begleitaspekte könnten natürlich sein dass die Spekulation angeheizt wird.

P.S. Bei extrem niedrigen Zinsen verdienen Banken auch bei der Geldschöpfung nicht mehr so viel.

P.P.S. Eine Zinswende würde unser Bankensystem nicht überleben, es käme zwangsläufig zum Kollaps.

Robbespiere
Mitglied

@Norbert80

Eine Zinswende würde unser Bankensystem nicht überleben, es käme zwangsläufig zum Kollaps.

Wieso denn das?
Höhere Zinsen bedeuten doch, dass die Konjunktur anzieht und mehr Kredite nachgefragt werden. Genau das ist ja das Ziel der EZB-Politik.

smukster
Gast
Dazu muss sie aber erstmal anziehen, und dergleichen ist bislang nicht in Sicht – kein Wunder bei der Agenda-Totsparpolitik, ausgedehnt auf ganz Europa. Wachstum anzukurbeln durch Erhöhung der Nachfrage wäre leicht, aber wollen wir das denn? Schafft dieses nicht längst mehr Probleme als es löst? Insofern stimmt was Norbert über Zinserhöhungen sagt, und die aktuelle Talfahrt der Banken ist auch kein Zufall: Es gibt keinen Zinsunterschied mehr, also auch nichts für Banken zu verdienen. *Wer* unter diesen Bedingungen „Geld schöpft“ ist damit unerheblich. Spannende Zeiten – und wir sollten uns langsam fragen, in welche Richtung sich dieses System entwickeln sollte…!… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@smukster Dazu muss sie aber erstmal anziehen, und dergleichen ist bislang nicht in Sicht – kein Wunder bei der Agenda-Totsparpolitik Das sehe ich genau so. Bevor wir die „Schwäbische Hausfrau“ nicht zu Grabe tragen, wird sich da nichts ändern. Ansonsten wäre vermutlich schon die Auflösung des Investitionsstaus in den Bereichen Infrastruktur und Bildung konjunkturfördernd. Wachstum anzukurbeln durch Erhöhung der Nachfrage wäre leicht, aber wollen wir das denn? Schafft dieses nicht längst mehr Probleme als es löst? Das kommt vermutlich drauf an, in welchen Bereichen Wachstum entsteht. Im Bereich Energiewende z.B. ist Wachstum sicher nicht schlecht, wenn dafür die trditionelle Energieerzeugung… Read more »
smukster
Gast

Ich meine hier schon ‚Wachstum‘ im ganz normal orthodoxen Sinne, also BIP. Dass bestimmte Sachen wachsen müssen ist klar, gerade in den Bereichen Ökologie und Soziales. Aber insgesamt scheint ein Wachstum nicht länger möglich zu sein (siehe Nullzinsen), und damit bekommt der Kapitalismus wie wir ihn bisher kennen ein Problem…ein großes.

Grenzenloses Wachstum jedenfalls ist nicht möglich, bei begrenzten Resourcen
Schwer zu sagen…es sieht wahrlich nicht danach aus, aber theoretisch(!!) wäre es durchaus denkbar.

Heldentasse
Mitglied

Es scheint noch ein paar andere unüberwindbare Mauern im Kontext „Wachstum“ zu geben, dazu IMO super und informativ:

POSTWACHSTUM – Glück ohne Kerosin Vortrag von Niko Paech

Beste Grüße

smukster
Gast

Es gibt viele gute Ansätze, ich empfehle Paul Masons neues Buch „Postkapitalismus“.

Heldentasse
Mitglied

Niko Peach nimmt in dem verlinkten Vortrag auch u.a. auf Paul Masons Bezug. Sehr interessant ist, wie er dabei die historische Entwicklung dieser Wissenschaft an die Hörer bringt.

Beste Grüße

Mordred
Gast

wrong. eher das genaue gegenteil. je höher die zinsen, desto eher ist mensch/unternehmer geneigt, das geld zu sparen, um eben die zinsen zu kassieren anstatt zu komsumieren/investieren.

hart backbord
Gast

OT:
Weiterer Tiefpunkt der deutschen Automobilindustrie. Wurstgate bei Daimler:
http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-1085886.html

seyinphyin
Gast

Alle Theorie bringt halt wenig, wenn die Masse davon eh nichts mitbekommt.

Die Anstalt wird nebenbei von sämtlichen MSM komplett ignoriert. Keinerlei Erwähnung. Durch Erwähnung der Linkspartei sitzt sie nun mit ihr in einem Boot….

Moin
Gast

OT

Hartes Kopf-an-Kopf-Rennen

FDP -> 7%
Die Linke -> 7%

http://www.wahlrecht.de/umfragen/

Zu lange zu untätig und selbstvergessen. Zu farblos und langweilig.
Gezähmte Flügel interessieren keinen Wähler. Für Standards macht niemand
ein Kreuz.

seyinphyin
Gast
Ist halt Unsinn. Die Leute wählen das, was in der Zeitung steht. Was steht am meisten in der Zeitung zur Zeit? AfD. Also wird AfD gewählt. Maximal sind sie nach Jahrzehnten der Verarsche mal angepisst und wählen dann erstmal nicht mehr zum Beispiel eine FDP oder auch eine SPD. Da sie aber dafür AfD wählen heißt schlichtweg, dass sie einfach ausgeblutet werden wollen – gut, würde es, wenn sie irgend eine Ahnung hätten. Aber man schaut eben lieber GNTM, Nonnen und Doktor Soaps, Fußball und halt sonst alles mögliche. Politik interessiert die Leute nicht, völlig egal, ob sie dadurch auch… Read more »
Moin
Gast

„Aber man schaut eben lieber GNTM, Nonnen und Doktor Soaps, Fußball und halt sonst alles mögliche. Politik interessiert die Leute nicht, völlig egal, ob sie dadurch auch ihr eigenes Leben ruinieren.“

Die Leute haben aber auch Jahrzehnte, öffentlich-rechtlich nichts geboten bekommen. Man hat ihnen Neugier und Sachinteresse aberzogen. Spartenthemen wurden ins Radio verschoben, und halbwegs brauchbare Sendungen auf heidnischen Sendeplätzen versteckt.

Der Deutsche glotzt das was auf den Tisch kommt. Das es einen Zusammenhang zwischen der Ausbildung von autoritären Charaktermustern und dem Heile-Welt-Programm, nach Tagesschau gibt, hatten wir hier schon vor einiger Zeit besprochen.

Die Matrix lauert überall .-)

seyinphyin
Gast

Mag sein, ist aber keine Ausrede.

Man hatte all die Jahre genug Gegelenheit zu sehen, dass man belogen wird, wer da immer noch brav alles frisst…

Und niemand zwingt die Leute dazu, sich da wirklich nur so Zeugs reinzuziehen. Verbietet ja niemand, dass man so Soap Zeugs und anderes Gedöns anschaut ist nicht das Problem, wohl aber, dass es das einzige ist…

The Joker
Mitglied

Ist eigentlich ganz beruhigend, dass R2G in den nächsten Jahren nicht kommt. Und in Ostdeutschland, wo der rechte Parteiflügel dominiert, kann der Laden ruhig schrumpfen. Anders wird man Kreaturen wie Lederer und Holter nie los. Gallert ist ja erfreulicherweise schon weg.

seyinphyin
Gast

In etwa so beruhigend wie Weimar…

Zum Glück sind wir militärisch die letzte Null und sitzen wirtschaftliche in einen Glaspalast.

Aber klar, ich freu mich jetzt, dass da irgend eine Einzelperson in der Linkspartei warum auch immer abgestraft wird und stattessen tausende, die wesentlich schlimmer sind weitere Jahrzehnte an der Macht bleiben, falls das Land hier nicht vorher daran krepiert.

„Die Kommunisten dürfen nicht an die Macht, die haben da diesen einen Typen, der ist irgendwie komisch, lass lieber diese tolle neue Arbeiterpartei wählen!“

The Joker
Mitglied

Hallo seyinphyin,
im Land Berlin ist selbst die CDU nicht „wesentlich schlimmer“ als die hiesige Linke. Man hat 2011 nach dem Regierungswechsel kaum eine Verschlechterung gespürt. Rotrot hat zuletzt tatenlos die Mieten in der Innenstadt explodieren lassen.
Mit Politkommissar Klaus Lederer ist der Laden für mich nicht wählbar. Dass es auf Bundesebene mit Sahra und Oskar anders aussieht, ist klar.

seyinphyin
Gast
Auf Landesebene kann man so gut wie nichts ändern und wenn es war Schwarz/Gelb, das Berlin in die Scheiße geritten hat, während Rot/Rot es dann so nach und nach geschafft hat, es wieder etwas auf die Beine zu bringen. Aber die wirklich wichtigen Themen sind Bundesthemen. Ohne dort in der Regierung zu sein, kann man auf Landesebene kaum was machen, weil man eingezäunt ist. Man kann weit unterhalb dieser Grenzen bleiben, aber eben nicht darüber gehen, weil Finanzen begrenzt oder Gesetze schlichtweg nicht änderbar. Für die Mietpolitik kann man sich bei der SPD bedanken, die das schlichtweg nicht wollte. Pistole… Read more »
The Joker
Mitglied

Hallo seyinphyin,

Die LINKE hat das letztes Mal zur Bedingung gemacht, dass eine neue Koalition nur noch mit Änderungen in der Mietpolitik und Verpflichtungen zur klaren Verbesserung einher geht

Nö.
Der Liebich-Lederer-Klatschverein hat 2011 ein paar Plakate kleben lassen, um von ihrem Mietendesaster abzulenken. Weiter nix.
Wenn 2016 die Nenn-Linke in MV unter 15 Prozent rutscht, ist es schön. Wenn sie in Berlin zwei Wochen später einstellig wird, ist es noch besser.
Wenn die Ostversager 2017 noch stärkeren Einfluss haben, wäre ein Scheitern an der Fünfprozent-Hürde vielleicht das Beste.

seyinphyin
Gast
Wenn man natürlich darauf wartet, dass man einem da von den Medien zugeflüstert wird, dann erfährt man auch wirklich nur z.B. sowas hier: http://www.spiegel.de/politik/ausland/bodo-ramelow-greift-sahra-wagenknecht-und-eigene-partei-die-linke-an-a-1086289.html Spiegel könnte in dem Artkel direkt dorhtin verlinken: http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Bodo-Ramelow-ueber-seine-Partei-die-Fluechtlinge-und-die-AfD-135824359 Macht er aber nicht. Warum? Weil man dann sehr fix merken würde, wie massiv er das verzerrt. Das Interview ist eh schon sehr „diplomatisch“, zu „diplomatisch“, meines erachtens, was das Profil der LINKEN, das er sich wünscht eher verwässert und ich weiß nicht mal, ob auch das schon verfälscht worden ist oder Ramelow wirklich so dumm/naiv ist, dass er glaubt, sowas würde seiner Partei helfen. Aber letztlich:… Read more »
Jacques Roux
Gast

Hm, bin ja nicht aus Thüringen, aber hat der erste linke Ministerpräsident da eigentlich schon etwas, aus linker Sicht, erreicht? (von seinem Posten mal abgesehen?)

seyinphyin
Gast
Was man auf Landesebene halt überhaupt erreichtn kann. CDU, FDP und AfD kotzen sich kräftig aus, wie scheiße RRG dort ist. RRG findet, es läuft gut und der Rest… schweigt. Schwer zu sagen. Es wurden wohl bestimmte Bereiche angegangen, wofür dann – der Opposition nach – zu viel Geld ausgegeben wird, aber ob das jetzt eine sonderliche Änderung darstellt… Was will Thüringen schon ändern? Alle wichtigen Themen werden auf Bundesebene entschieden. Man findet letztlich keine ernstzunehmende Kritik oder auch nur Empörung. Eine Menge Rechtsradikale, Rassisten und andere Extremisten kotzen sich aus über diese „SED“, diese „Kommunisten“ mit den „100 Millionen… Read more »
Anton Chigurh
Mitglied
@ Jacq Ich weiß ja nicht, wie Du Dir das vorstellst mit der radikalen Umsetzung linker Projekte – aber in so kurzer Zeit, wie Ramelow in seinem Amt ist, ist es schlichtweg unmöglich tiefgreifende Veränderungen durchzuführen. Da muss man doch mal realistisch bleiben – so etwas braucht Zeit, viel Zeit. Revolution von heute auf morgen gibts nur in Comics. @ Joker Ich empfinde die übertriebene Hetze gegen einzelne Personen in der Partei als schädlich. Es mag diese tauben Nüsse in der Partei geben, auch solche, die sich besser ins Privatleben zurückziehen sollten. Dennoch sind die tausendmal besser als irgendwelche A-Sozen… Read more »
Jacques Roux
Gast

@Anton

Hm, ich hab mir überhaupt nichts radikales oder revolutionäres vorgestellt, sondern nur die, vlt. unanständige, Frage gestellt, ob Ramelow schon etwas erreicht hat. Kleine soziale Verbesserungen, mehr erwartet man doch auch gar nicht, auf Landesebene 😉

Jacques Roux
Gast

Au weia Leute,
wenn ich das beredete Schweigen auf die einfache Frage was hat Ramelow erreicht, richtig deute, dann hat er an kleinen sozialen Verbesserungen, anscheinend nur etwas für sich selbst und seine vier linken Kabinettskollegen erreicht, viel ist das ja nun wirklich nicht.

Soll man sich da noch wundern, wenn die LINKE auf dem absteigenden Ast ist?

Anton Chigurh
Mitglied

@ Jacq

aber die Linke ununterbrochen totzureden ist auch nicht gerade die Patentlösung, oder ? Man muss sich an das real existierende Bestmögliche halten – oder selbst was auf die Beine stellen.

Jacques Roux
Gast
@Anton, das ist doch kein totreden, sondern eine notwendige Bestandsaufnahme. Mit der Oppositionsarbeit der LINKE im BT bin ich ja zufrieden und auf kommunaler Ebene, wird sie bestimmt auch etwas leisten. Mir geht es speziell um „Regierungslinke“ und deren abschreckende politische Leuchtturmwirkung. Die Bilanz linker Regierungsbeteiligungen sieht von Meck-Pom über Berlin, Brandenburg Thüringen mehr als mau aus (ich lass mich liebend gerne eines Besseren belehren). Und Hand auf’s Herz, ich wähle die LINKE um linke Politik zu sehen (bin ja bescheiden, muss nichts radikales sein) und nicht um ein paar linken Karrieristen zu einem Amt zu verhelfen. Und das sind… Read more »
Moin
Gast
„Bei der LINKE wird es bei 7% langsam mal Zeit für eine Strategiedebatte, man kann es natürlich auch der SPD nachmachen – weiter so -, dummerweise wäre die LINKE dann allerdings früher unter der 5% Hürde. Wählerbeschimpfung ist ein bisschen billig und Medienschelte, klar die ist ja auch berechtigt, aber ein wenig Selbstkritik gerade im Hinblick auf die “Regierungslinken” täte vielleicht auch mal Not ;-)“ Klar, die sollen sich nicht unter Wert verkaufen, schon gar nicht wie ein Provinzverein als Hüter einer diffusen Hypermoral. Die Linke könnte ja was wen man sie ließe. Der Mindestlohn entsprang der zähen Forderung der… Read more »
The Joker
Mitglied

Man sollte generell nicht so sehr auf irgendwelche Parteien schielen.
Von der Revisionismus-SPD vor dem ersten Weltkrieg über die Domestizierung der Grünen bis hin zum Regierungsflügel der Linken – der Parlamentsbetrieb hat immer eine anpasserische Rechtsentwicklung begünstigt und beschleunigt.
Außer- und antiparlamentarische Bewegungen waren in der Vergangenheit oftmals sehr viel durchsetzungskräftiger als die parlamentarischen Debattierzirkel. Jüngstes Beispiel ist „Nuit debout“ in Frankreich.
Ein sehr deutsches Problem ist die privilegierte Stellung der Parteien, denen im Grundgesetz sogar ein eigener Artikel die Pfründe sichert – übrigens weltweit einmalig.

Robbespiere
Mitglied

@The Joker

Außer- und antiparlamentarische Bewegungen waren in der Vergangenheit oftmals sehr viel durchsetzungskräftiger als die parlamentarischen Debattierzirkel.

Nicht nur in der Vergangenheit.
Hier ein gutes Beispiel der Wikinger auf Island:

http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-reykjavik-island-die-laute-demokratie-1.2938559

Da können sich manche Kuscher bei uns im Lande eine dicke Scheibe abschneiden.

Moin
Gast

Mach mal einen Vorschlag zur Organisation. Wie bekommt man genug Leute nach Berlin ?

seyinphyin
Gast
„Au weia Leute, wenn ich das beredete Schweigen auf die einfache Frage was hat Ramelow erreicht, richtig deute, dann hat er an kleinen sozialen Verbesserungen, anscheinend nur etwas für sich selbst und seine vier linken Kabinettskollegen erreicht, viel ist das ja nun wirklich nicht“ Wie gesagt, wenn man nicht im Ansatz verstehen will, dass auf Landesbene praktisch nichts von Belang änderbar ist, dann sollte man einfach machen was man will, zufrieden wird man eh nie sein. Irgendwann wird der Heiland bestimmt kommen und das Paradies bringen. Die LINKE hat in der Tat keine Chance. Sie muss Gott sein und ist… Read more »
Jacques Roux
Gast

Du wirkst leicht verwirrt, Sexisten-Sey.
Wenn die LINKE, auf welcher Ebene auch immer, praktisch nichts erreichen kann (außer Posten für Parteifunktionäre), muss man sie auch nicht wählen, ist, für mich, eigentlich logisch.

Irgendwann wird der Heiland bestimmt kommen und das Paradies bringen.

Mein Tipp, einfach in die LINKE eintreten, das kann heilsam seyn 😉

seyinphyin
Gast
Erwartest Du auf den Verballdurchfall irgend eine Antwort? Du hat keinerlei Argumente und bist völlig fanatisch in Deinem Weltbild. Aber von mir aus: Warte auf Deinen Heiland, wie immer der auch aussehen soll und bleib auch weiter bei deinem abartig sexistischen Weltbild, dass Frauen per Geschlecht die besseren Menschen sind (eine beleidigung für jedes weibliche Indivduum, dem man damit jegliche persönliche Qualität aberkennt). Dein lächerlicher Versuch mich zu beleidigen (das schafft niemand, der mir einfach nur sinnlos Wörter an den Kopf wirft) kann schließlich nur darauf beruhen, dass ich hier auf den simlpen Fakten hingewiesen habe, dass die Mehrheit der… Read more »
Jacques Roux
Gast

Erwartest Du auf den Verballdurchfall irgend eine Antwort?

Aber nein, um Himmels Willen, ich wäre schon hochzufrieden, wenn du mich einfach ignorieren würdest. 😉

Genosse S.
Gast

Esoterik Talk

Anton Chigurh
Mitglied

sink yourself, dumbo.

jowi
Mitglied

Die US-Navy bekam einen neuen Flugzeugträger für 12,9 Milliarden Dollar. Für WhatsApp zahlte Facebook damals 19 Milliarden. Also ein Schnäppchen, für die Navy.

Einen Tag bevor zwei Passagierflugzeuge drei massive Wolkenkratzer in Schutt und Asche verwandelten gab der damalige Verteidigungsminister Rumsfeld bekannt, dass man nicht wüsste, wo 2,3 Billionen US-$ geblieben sind. Dann kamen die Jungs mit den Teppichmessern.

Ach ja: Putin war’s und Assad wirft Fassbomben. Und die Panama Papers beweisen, dass unsere Presse frei und neutral ist. Panama Pampers. Gebt mir meinen Schnuller!

Heldentasse
Mitglied

Soviel ist das in den USA auch nicht, weil es entspricht in unserem Zahlensystem nur 2,3 Milliarde US-$, also einer Geldmenge die die für ihre Kriegsmaschine in 1,3 Tagen verballern.

Beste Grüße

jowi
Mitglied
@Heldentasse Das Originalzitat * von Donald Rumsfeld (10.9.2001) lautet: „According to some estimates, we cannot track $2.3 trillion in transactions.“ Die Übersetzung vom englischen System ins Deutsche war also schon vorgenommen. Das sind somit auch für die Verhältnisse der Super-Militärmacht keine Peanuts mehr. 2016, z.B., wurden nach offiziellen Angaben 0,8 Billionen US-$ für „Defense“ ausgegeben. ———- * Der Link führt zu einer „Debunk“-Seite, also zu einer Seite die gegen Verschwörungstheorien arbeitet. So wird der Fokus dieser Seite auf die Tatsache gelegt, dass diese gewaltige Summe nicht (unbedingt) verschwunden ist, ihre Wege aber nicht ausreichend verfolgt werden können. Dass dies Tür… Read more »
Heldentasse
Mitglied
@Jowi Zitat aus Deinem Link: The basic explanation of this „missing money“ is just as described by Mick West, above, and the amount was never really 2.3 trillion anyhow. As someone else mentioned, amounts often get counted several times, since DoD gets money for a Joint Fighter (for example), which goes to both the Air Force, Navy & Marines, each of which then pays their share to the contractor(s). Since most of the computers back then couldn’t track among themselves (over 600 different systems), you knew that the right amount of Defense Department money got paid out compared to what… Read more »
R_Winter
Mitglied
OT Grüne, neoliberal, doppelzüngig ausgerichtete Politik Was wir hier erleben, werden wir auch mit den Handelsabkommen TTIP und CETA bekommen: „Provisorisch“ seitens der EU-Kommission in Kraft gesetzt, angewendet und den Parlamenten als „unvermeidbar“ präsentiert. Das Abkommen mit der Ukraine ist auf 1500 Seiten gedruckt und die Handelsabkommen werden noch umfangreicher. Hier werden die EU-Bürger wieder einmal betrogen und die neoliberalen Grünen sind die Sargnägel einer bürgernahen, demokratischen EU – und Die Linke“ versagt wieder einmal – Umfragewerte: Grüne 13%, Die Linke 7%. Der Einfluss der „reichen-1%“ wird so abgesichert. Nach Nein der Niederländer: Grünen-Abgeordnete lehnt EU-Volksabstimmungen ab Das deutliche Nein… Read more »
jowi
Mitglied

@R_Winter

Wirklich unerträglich, was ist aus den GRÜNEN geworden!
Vielleicht hatte Schwitzig da mit seinem Faschismusvergleich bez. EU doch weniger übertrieben, als ich zunächst dachte.
Wären Harms und Schulz wirkliche Demokraten, dann könnten sie Volksabstimmungen auf EU-Ebene fordern.
Aber bitte nur über Themen, die auch supranational entschieden werden sollen.

Das ist doch nur ein weiteres Beispiel dafür, dass die EU in ihrer jetzigen Form die Demokratie weiter von den Völkern entfernt hat. Smuksters Argumentation ist einmal mehr nur Beruhigungsmittel und Systemstütze, siehe oben. Abgehoben arrogant ist dieser Verein. Es ist eben KEINE Interessenvertretung der europäischen Völker, sondern der Wirtschaftslobbyisten und eine käufliche Hure obendrein.

Mordred
Gast

Wären Harms und Schulz wirkliche Demokraten, dann könnten sie Volksabstimmungen auf EU-Ebene fordern.

früher war ich noch neutral. heute lehne ich volksabstimmungen zu einzelnen themen strikt ab. bestes bsp. flüchtlingspolitik:
merkel vs. afd: da würde wohl momentan der afd-weg gewinnen. mal davon abgesehen, dass ich auch den merkel-weg für äußerst übel halte und mich somit in den abstimmungsmöglichkeiten garnicht wiederfinden würde. es sei denn, es gäbe noch mehrere möglichkeiten.

Robbespiere
Mitglied

@Mordred

Naja, das Risiko, dass das Volk rechtslastig abstimmt, besteht ohne Zweifel.
Aber irgendwann muss man ja mit der Mitbestimmung in Detailfragen anfangen, will man das bestehende system ändern.
Und wenn die Frustierten alle AFD wählen, bekämen wir das gleiche Ergebniss, ohne Mitbestimmung.
Es gibt ja nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, dass im Volk solche Themen ernsthaft diskutiert werden und sich langsam aber stetig ein politisches Bewußtsein herausbildet.
Vermutlich sind dann auch linke Argumente nicht mehr so einfach totzuschweigen.

Mordred
Gast

Mitbestimmung in Detailfragen

tja. bei sowas wie „rauchverbot in kneipen – ja oder nein“ mag das noch hinhauen.
aber bei komplexeren geschichten wie der flüchtlingskrise wirds schwierig.

jowi
Mitglied

Wählen erlauben, aber nur wenn das Ergebnis passt.

Habe ich das richtig verstanden?
Mich schüttelt es und stelle fest, die Demokratiereife ist noch mangelhaft.

Abendgebet:

Dank für diesen Tag an die Elite.
Dass ihr mich geleitet habt, denn ich bin eine Niete.

Gerne gebe ich ab, meine Stimme, meine Macht.
Und wünsche euch nur noch still: eine gute Nacht!

Euer Untertan

Mordred
Gast

ach bitte^^

Wählen erlauben, aber nur wenn das Ergebnis passt.

Habe ich das richtig verstanden?

schwitzig hat mein eines problem damit schon richtig erfasst.

weiter problematiken gibt es ohne ende. wer wählt denn bspw. fragen und antwortmöglichkeiten aus? unsere lustige regierung?

in die besagte komplexität der fragestellung steckt ja auch noch was anderes drin. nehmen wir an, das volk wählt den merkel-kurs bei den flüchtlingen. inwiefern darf sie zwischendurch was daran abändern ohne neu zu fragen? und was passiert eigentlich, wenn der (natürlich nicht so wie questionmarks u.a. hobbybraunen denken) in die hose geht?

jowi
Mitglied

@Mordred

Es gibt doch genügend Beispiele, wie mehr direkte Demokratie in der Praxis umgesetzt werden kann. Diese Abstimmung in Holland war auch ein Beispiel. Die Schweiz wird am häufigsten genannt.

Warum eine solche Angst vor den Bürgern?

Und ich stimme dem Kommentar von Schwitzig ebenfalls voll und ganz zu.

Es mag vieles langsamer gehen, mit direkter Demokratie. Aber wenn die Dinge entschieden sind, mit und nicht gegen das Volk, dann laufen sie auch besser. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man gegen mehr Demokratie sein kann. Das riecht nach Stockholm-Syndrom.

Robbespiere
Mitglied

@jowi

Heute auf Telepolis zum Thema direkte Demokratie.

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47760/1.html

jowi
Mitglied
@Robbespierre Danke für den Hinweis. Dass es Nachteile gibt, bestreite ich ja gar nicht. Vor allem gilt der Warnhinweis von Schwitzig, siehe Stuttgart 21. Wenn nicht richtig informiert wird, kann man auch nicht richtig abstimmen. Ohne eine unabhängige, wirklich freie Presse, die ihren Job auch ohne dubiose „Foundations“ machen, bringt uns die direkte Demokratie auch nicht viel weiter. Ein bisschen aber schon, denn die Sache der Volkserziehung, wird dann für die Eliten noch anstrengender und teurer. Wie jetzt wieder mit dem Entscheid der Holländer in unserer Presse umgegangen wird, das spricht doch Bände. Gerade war ich auf Tagesschau.de (ZDF ertrage… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Mordred Unseren Politdarstellern darf man die Auswahl der Themen, Lösungsvorschläge und des Prozederes auf gar keinen Fall in die Hand geben. Wie man das im Einzelnen regeln könnte, vermag ich auch mangels Erfahrung auch nicht zu sagen, aber wo ein Wille ist….. Schließlich kann man ja auf die Erfahrungen z.B. der Schweiz zurückgreifen und evtl. Schwachunkte verändern. Auf jeden Fall müssen Entscheidungen der Bürger für die Politik bindend sein und dürfen allenfalls auf die gleiche Weise neu justiert werden, wenn es die Lage erfordert. Aus meiner Sicht traue dem Urteil des Volkes, wenn es denn in Entscheidungsprozesse eingebunden wird, auf… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@jowi “Ich gehe alle vier Jahre zur Wahl und stimme für eine Partei, der ich in vielen Dingen, mit denen ich mich auskenne, vertraue. Und ich gehe davon aus, dass diese Partei auch in Dingen, von denen ich keine Ahnung habe, meine Interessen vertritt.” Da hätte er genau so gut sagen können: Ich vertraue vertraue meinem Arzt, dass er für die Pillen, die er mir verschreibt, keine „Förderung“ der Pharmaindustrie bekommt oder der Metzger meines Vertrauens verwurstelt garantiert kein Billig- oder gammelfleisch.:-) Das ist Bauernfängerei der dümmlichsten Art so nach der Devise: Gib uns nur deine Stimme, wir wissen schon… Read more »
schwitzig
Gast

@Mordred

früher war ich noch neutral. heute lehne ich volksabstimmungen zu einzelnen themen strikt ab. bestes bsp. flüchtlingspolitik:

Das Problem sind eben nicht Volksabstimmungen, ohne die Demokratie bestenfalls eine Simulation sein kann, sondern die faktische Meinungsbildung in Einheit mit unserem Zahnrad-Bildungssystem, die die Masse ideologisch auf die Ökonomismus-Religion indoktriniert.

Mordred
Gast

völlig richtig.

The Joker
Mitglied

Hallo Mordred,
es gibt eine gut begründete Stellungnahme des Vereins „Mehr Demokratie“ zum Thema:
Flüchtlingspolitik und direkte Demokratie? – Ja klar!

Lykurg
Mitglied
Die Linke muss ernsthaft um den Einzug in den Bundestag bangen und das als einzige tatsächliche Oppositionspartei. Es mag zwar nicht erfreuen aber die Mehrheit der Bevölkerung vielleicht aus purer Dummheit oder Bösartigkeit steht politisch weit rechts. Was das Referendum anbelangt so hat die Grüne teilweise recht. Es wäre in der Tat besser, würden solche Referenden europaweit abgehalten werden und zwar nach dem Prinzip ein Wähler eine Stimme. Ich denke aber das ihre Ablehnung gegenüber solchen Referenden wie dem in den Niederlanden mehr dem Ergebnis geschuldet ist, als prinzipiellen Erwägungen. TTIP und CETA haben mit der EU nur mittelbar etwas… Read more »
Rainer N.
Gast
Immer wieder diese „Nebenschauplätze“. Ein Ablenkungsmanöver. „Stürme im Wasserglas“. Treffend nach Pink Floyd: How I wish, how I wish you were here. We’re just two lost souls Swimming in a fish bowl Year after year Running over the same old ground. What have we found The same old fears. Wish you were here. oder: die ersten Zeilen So, so you think you can tell Heaven from Hell dieses Einbildung trifft (nicht nur) auf manche Kommentatoren zu. Also eher Mayfield: And if there’s a hell below We’re all gonna go auch zutreffend; Everybody’s praying And everybody’s saying But when come time… Read more »
Robbespiere
Mitglied

Diese Frechheit ist fast nicht mehr zu überbieten.
Da wird diese Schnepfe dafür bezahlt, dass sie sich für die Belange der Bürger einsetzt und kaum hat sie ihre Schäfchen im Trockenen fällt sie einem in den Rücken.
Das ist kennzeichnend für diesen neoliberalen Dosenpfandverein.
Jetzt muss erst recht für Volksabstimmungen getrommelt werden, dass sich die Balken biegen.
Gibt es keine Initiative, die das zum Ziel hat?

The Joker
Mitglied

Hallo Robbespiere,

Gibt es keine Initiative, die das zum Ziel hat?

Was guckst Du? Guckst Du hier.

Robbespiere
Mitglied

@The Joker

Danke für den Link, ich bin mittlerweile durch die Suche nach „Volksentscheid“ auch auf diese Seite gestoßen.

Robbespiere
Mitglied

@The Joker

Sorry, hatte deinen ersten Link glatt übersehen.

@all

Hier ein total bescheuerter Artikel aus dem Cicero einer Frau Sorge zur Volksabstimmung in NL und haufenweise gepfefferte Kommentare der Leser.

http://www.cicero.de/weltbuehne/referendum-den-niederlanden-die-perversion-der-demokratie/60745#comments

R_Winter
Mitglied
Etwas „Heiteres“ zum Wochenende aus der FAZ am 8.4.2016 1. Träume weiter, SPD Die Koalition streitet über ein Integrationsgesetz. Der Innenminister will ein Mindestmaß an Integrationswillen voraussetzen. Andrea Nahles wehrt sich dagegen. Damit schadet sie sich selbst. 08.04.2016, von Jasper von Altenbockum 2. Sozialpolitik ohne Mut und Richtung Die SPD hat in Umfragen ein historisches Tief erreicht. Woran das liegen könnte? Sie feiert sich für höhere Sozialausgaben – ein Fehler, mit dem sie sich und anderen schadet. 08.04.2016, von Dietrich Creutzburg 3. Wählerschwund In einer neuen Umfrage liegt die SPD bei nur noch 21 Prozent. Die Sozialdemokraten verlieren langsam den… Read more »
R_Winter
Mitglied
Nachtrag 9.4.2016 Die Linke zerlegt sich in Ost – West des Vorstandes selber: Ramelow: Linke muss Ängste der AfD-Wähler ernst nehmen 09.04.2016 – 11:01 Uhr Angriff auf Wagenknecht Der Thüringer Regierungschef beklagte sich über Vertreter seiner Partei, die versuchten, „die Tonlage der AfD zu imitieren“. Dabei griff er auch Bundestagsfraktionschefin Sahra Wagenknecht an. „Rassismus den Nährboden zu entziehen, heißt Fremdenfeindlichkeit ernst zu nehmen und für Zuwanderungskonzepte zu werben“, erklärte er an ihre Adresse „Nicht durch das noch schrillere Beschreiben lösen wir die Probleme, sondern durch gelingende Integration.“ Wagenknecht hatte zuletzt in ihrer Partei für heftige Irritationen gesorgt. So erklärte sie,… Read more »
Moin
Gast

Der Ramelow hätte auch seine Fresse halten können. Man muss nicht jeden Disput nach außen tragen. Es gibt Telefone.

seyinphyin
Gast
Witz ist wohl, hätte das Interview diese deutbaren Stellen nicht enthalten, hätte man es schlichtweg ignoriert. Habe mir gestern mal die facebook Seite der Linkspartei angesehen, die sehr aktiv ist. Tonnenweise Material, worüber man schreiben könnte, aber nicht schreiben will. Man muss sich da fast schon fragen, ob die das schon mit Absicht machen, um überhaupt noch erwähnt zu werden. Denn alles andere, die Anfragen z.B. im Bundestag mit katastrophalen Antworten, die ständigen Anstöße und Aufrufe, in welche Richtung es gehen soll, samt Erklärung, ja, selbst all das, was eben abseits solcher Sätze im selben Gespräche gesagt wird: existiert medial… Read more »
R_Winter
Mitglied
@seyinphyin Warum stellt Die Linke keine Strafanzeige gegen Schäuble, denn es gibt sicher viele Gründe. Dieses könnten die Medien nicht verschweigen und der Öffentlichkeit würde damit die Doppelmoral einen Dr.Schäuble überdeutlich dargestellt. So könnte es gehen…..aber der Ramelow schießt lieber gegen Wagenknecht zusammen mit Gysi und Kipping. Panama Papers: Schäuble ließ Informanten abblitzen ……Kontakt mit einem Whistleblower verweigert. Der Mann hatte über dubiose Geschäfte einer Briefkastenfirma in Panama auspacken wollen. Die dem Finanzministerium unterstellte Bundesdruckerei hatte diese Firma benutzt, um Geschäfte in Venezuela zu machen. Bei zahlreichen internen wie externen Untersuchungen seien zudem bisher keine Gesetzesverstöße (!!) festgestellt worden. Allerdings… Read more »
seyinphyin
Gast
Weil die Medien darüber ja auch berichten würde. Warum macht es sonst keiner? Weil man damit nicht durchkommt. Merkel (das mit der Asse allein) und Schäuble (Geschäfte mit Waffenschiebern und man würde da noch viel, viel mehr finden), beider Kriminelle, das bedeutet in diesem Land aber rein gar nichts, denn hierzulanden werden Urteile politische gefällt, vor allem wenn es gegen die „richtige“ Partei geht. Gysi war schon Anwalt in einer Diktatur, der weiß genau, was möglich ist und was nicht und ist damit sicherlich nicht der einzige. Selbst wenn man Schäuble absägen würde oder Merkel ersetzt – was würde das… Read more »
Moin
Gast
„Habe mir gestern mal die facebook Seite der Linkspartei angesehen, die sehr aktiv ist. Tonnenweise Material, worüber man schreiben könnte, aber nicht schreiben will.“ Zum Beispiel ? Du kannst dir sämtliche Internetauftritte der linken anschauen um zu sehen das diese Partei derzeit nur reagiert und weniger agiert. Es handelt sich um Pressemeldungen die selektiv von irgendeinem Parteifutzi bewertet werden. Was ist an Pressemeldungen neu die gestern schon durch waren ? Themen die gestern gesetzt wurden, sind übermorgen nicht neuer. Fragt irgend jemand die Merkel nach der Bewertung tagesaktueller Geschehnisse, oder den dicken Siggi ? Nee, die setzen Themen, wenn auch… Read more »
R_Winter
Mitglied

@seyinphyin

Weil man damit nicht durchkommt. Merkel (das mit der Asse allein) und Schäuble (Geschäfte mit Waffenschiebern und man würde da noch viel, viel mehr finden),….

Du bist bei aller Intelligenz ein wenig naiv, denn der Erfolg einer Klage ist im politischen Raum fast unwichtig. Gysi hatte Jahre lang mit einer Untersuchung und deren Folgen leben müssen…
Ist „Die Linke“ nicht „lernfähig“ oder will sie mit „Merkel ins Bett“ (sprich: An die Futtertröge)?

seyinphyin
Gast
Was soll man unter „agieren“ genau verstehen? Sagt es mal ehrlich: wollt ihr sie zum Terrorismus/Straßenkampf aufrufen? Soll sie mit Gewalt Politik durchsetzen? Weil so kommt das langsam immer mehr rüber. Denn anders geht es in der Lage schlichtweg nicht. Wenn ihr anderswo so schreibt, seid ihr jedenfalls ein gewaltiger Grund dafür, dass die nicht steigt. Die machen ja eh nix. Die sind ja auch nur Verräter. Die reden ja nur. Kann man ja denken, dann tut aber nicht so, als würdet Ihr euch für linke Politik interessieren. Oder sagt halt gleich: Wir brauchen die perfekte Partei, anders geht es… Read more »
Moin
Gast

„Was soll man unter “agieren” genau verstehen?“ ( Den Rest lese ich später noch und antworte .ggf )

1.) Konventionelles in unkonventionellem Zusammenhang „neu“
erschaffen, Neuigkeitswert generieren.

2.) Innerhalb von traditionellen Kommunikationsritualen, Kommunikationsregeln verletzen und Unordnung stifteten.

3.)
Schwellenrituale gegen das Beschweigen und die Tabuisierung bestimmter Themen innerhalb der Gruppe einführen.
z.B. gemeinsam Joint rauchen, sich besaufen und zur parteiinternen Befriedung um die Häuser ziehen.

Du stellst manchmal Fragen !

Moin
Gast

-Vielleicht mal die Vertreter der Piratenpartei in der Rückschau ihrer ersten
medialen Auftritte betrachten.
– Wie agiert Petry in Talkshows, die im Grunde nichts als rechtsbürgerliches Zeug im Kopf hat ?

Ist klar, irgendwann nutzt sich jeder Taschenspielertrick ab.

der Doctor
Gast

Was soll man unter “agieren” genau verstehen?

Offensiv eigene Themen setzen, und vor allem nicht über jedes Stöckchen springen, das ihnen hin gehalten wird. Moin hat ja noch einiges darüber geschrieben. Im Linke-Vorstand gibt es jedoch viele Karrieristen, die die Partei als Koalitionspartner schön machen, und ihr zu diesem Zweck alle Ecken und Kanten abschleifen wollen.Diese Ecken und Kanten jedoch sind die Stärke der Linken.Ohne sie wird sie eine neoliberale Einheitspartei und verzichtbar.

The Joker
Mitglied

Ich betrachte eine Partei – insbesondere eine linke Partei – immer auch unter einem nüchternen Dienstleistungsaspekt:
Was bringt mir diese Partei für einen Mehrwert, wenn sie regiert?
Was tun ihre Repräsentanten effektiv für Mieter, sozial Schwache etc.?
Wenn das angebotene Politik-Produkt mir als Politik-Konsumenten zusagt, werde ich die Partei weiter wählen. Wenn nicht, dann nicht.
Daher habe ich auch Verständnis für Nichtwähler und mache die moralische Verurteilung, die dieser Gruppe leider auch von linker Seite entgegenschlägt, nicht mit.

Robbespiere
Mitglied
@all Über das Wirken der Parteien , egal welcher Couleur, in entwickelten Demokratien finde ich diesen Artikel auf den NDS recht erhellend. http://www.nachdenkseiten.de/?p=32897 Man solle sich von keiner Partei zu viel erwarten, die in einem verkrusteten, etablierten System an die Macht kommt. Letzten Endes ist die Verlockung, in die den eigenen Wohlstand fördernden Fußstapfen der Vorgänger zu treten und sich für den Rest des Lebens auf der Gewinnerseite mit reich gedecktem Tisch zu befinden, einfach zu groß. Der Wandel kann nur von unten kommen, und er wird Opfer kosten, daran besteht für mich kein Zweifel, wenn ich das Resumee´ aus… Read more »
Jacques Roux
Gast

@Robb

Koschniks Ansicht zur „Demokratur“ kann ich partiell unterschreiben, aber Vorsicht, dass ist ein lupenreiner Wirtschaftsliberaler.

Robbespiere
Mitglied
@Jacques Roux Danke für die Info über den Hintergrund des Autors. Was mir in seinen Aussagen definitiv gefehlt hat, obwohl er direkt darauf angesprochen wurde, waren Lösungsansätze. Entweder hat er keine, oder er traut sich nicht auszusprechen, was ich für mich als Resultat des Geschriebenen für einzig plausibel erachte. Passend zu dem Text ist auch der Artikel heute auf den NDS zu Steueroasen mit dem verlinkten Video von Jung & naiv auf Facebook. https://www.facebook.com/jungundnaiv/videos/1240233362655276/?pnref=story Für diese dreiste Aussage des Ministeriumssprechers, er habe keine Lust auf die Frage des Journalisten zu Erkenntnissen über europäische Steuroasen antworten, also dem Souverän Information zu… Read more »
Moin
Gast
@Robb „Man solle sich von keiner Partei zu viel erwarten, die in einem verkrusteten, etablierten System an die Macht kommt.“ Leidensdruck lässt sich mindern. Wenn ein Kind in den Brunnen gefallen ist, genügt es seinen Kopf vorerst über Wasser zu halten wenn man es nicht gesamt aus dem Schacht ziehen kann. Für die Getretenen dieser Gesellschaft ist noch was zu holen. „Der Wandel kann nur von unten kommen, und er wird Opfer kosten, daran besteht für mich kein Zweifel, wenn ich das Resumee´ aus dem Text ziehe.“ Wir stehen zwei Züge vorm Schachmatt. Entweder treiben uns die Irren in den… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Moin

Wir stehen zwei Züge vorm Schachmatt. Entweder treiben uns die Irren in den nächsten Weltkrieg oder wir jagen die Irren davon.

Letzteres scheint mir schon rein mathematisch, an den Opferzahlen gemessen, die vernünftigere Wahl.
Hast du dir den Link, den ich Jaques Roux geschickt habe, einmal angesehen? Da vergrößert sich die Galle glatt um das zehnfache.
Und so eine Flachzange läßt sich großzügig von uns alimentieren.

Moin
Gast

Hab ich gesehen. Er schneidet sogar Fratzen dabei. Wo gegen Ende, Datenmüll als Fakten verkauft wird, ist auch nicht schlecht. „Steht ja im Internet..“ ….ist also bereits transparenter als transparent …. Warum also kein kryptisches Zeug reden obwohl einige Tage Zeit bestand um sich vorzubereiten ? .-)

Das zeigt alles sehr schön womit die heute bei Journalisten durchkommen.
Die fressen alles und haken grundsätzlich nicht nach.

Robbespiere
Mitglied

@Moin

Das zeigt alles sehr schön womit die heute bei Journalisten durchkommen.
Die fressen alles und haken grundsätzlich nicht nach.

Nicht so bei Thilo Jung. Der bohrt, bis sich diese Rübennasen bei der Pressekonferenz auf die Knochen blmieren und am Liebsten flüchten Würden.
Auf Youtube gibts noch so ein paar Schmankerln.
Besonders der Seibert sieht da des öfteren aus wie eine schon länger treibende Wasserleiche.

smukster
Gast
Wir stehen zwei Züge vorm Schachmatt. Entweder treiben uns die Irren in den nächsten Weltkrieg oder wir jagen die Irren davon. Hübsch gesagt. Allerdings ignoriert es die dritte, derzeit wahrscheinlichste Alternative: Die „Irren“ wurschteln sich weiter durch, und aus vielen Notnagel-Behelfslösungen wird mittelfristig eine neue Realität mit neuen Regeln. Nur drei Punkte: a. Die NATO wird auf der globalen politischen Bühne immer weniger ernstgenommen. b. Staaten des Südens sind nicht mehr durch die Währungspolitik von USA/ EU/ Japan erpressbar, wenn sie Kredite aus China bekommen können. c. Die Nullzinsen und der Überfluss an Geldkapital werden zum Normalzustand. Das mit dem… Read more »
Moin
Gast

„Hübsch gesagt. Allerdings ignoriert es die dritte, derzeit wahrscheinlichste Alternative: Die “Irren” wurschteln sich weiter durch, und aus vielen Notnagel-Behelfslösungen wird mittelfristig eine neue Realität mit neuen Regeln.“

Das funktioniert nicht, weil der Geldstaubsauger vom großen Kürbis unablässig weiterläuft und Vermögen von unten nach oben saugt.
Das ist ein Automatismus auf der Metaebene der internationalen Finanzwirtschaft die sich um Regierungsbelange wenig schert. Ob wer, wie wurschtelt ist belanglos.

smukster
Gast

@Moin:
Wie das, bei Nullzinsen und beliebig hohem Nachschub an Zentralbankgeld?

Moin
Gast

Das beschleunigt die Umverteilung von unten nach oben, jagd die Immobilienpreise, und damit die Mieten nach oben. Das billige Geld kommt den Reichen zugute die es in Aktien und Immobilien schieben.
Blasenbildung mal wieder nicht ausgeschlossen. Am unteren Ende der Nahrungskette kommt Draghis Geld jedenfalls nicht an. Keine vermehrte Kreditvergabe von Banken an Unternehmen, keine Investitionen, kein „Jobmotor“ in Europa. Ich bin aber kein Wirtschaftsexperte der die Lage halbwegs treffend beurteilen könnte. Der Jens kann das besser.

schwitzig
Gast

@smukster

Trump? AfD? Le Pen? Da sind mir Merkel und Obama ehrlich gesagt lieber, Euch nicht?

Auf lange Sicht absolut unterschiedslos.

smukster
Gast
@Moin: Die Möglichkeit günstiger Kredite bedeutet noch keinen Gewinn aus diesen. Die Aktienkurse steigen nicht, und ohne Zinsen ist die Umverteilung zumindest gebremst. Immobilien und Mieten sind derzeit das einzige lohnende bzw. Problemfeld – aber hier wird deswegen auch fleißig investiert, was 1. eben doch zu Realinvestitionen und Arbeitsplätzen führt und 2. auf längere Sicht das Steigen der Mieten bremsen wird, wenn schneller gebaut wird als die Bevölkerung in den Städten wächst. Es gibt einfach viel zu viel Kapital, und die Rendite geht gegen Null – überall. Das bedeutet (von mir aus mittelfristig) weniger und nicht mehr Umverteilung. @schwitzig: Das… Read more »
schwitzig
Gast

@smukster

Wie hätten die von mir genannten in Regierungsverantwortung auf die Ankunft der Flüchtlinge reagiert?

FRONTEX

Moin
Gast
OT Hallervordens Erdogan-Song :-)))) https://soundcloud.com/sunrockstudios Erdoğan, Erdoğan, zeig mich bitte auch mal an. Erdoğan, Erdoğan, mein lieber Schwan! Bist ein großer Werbemann. Erdoğan, Erdoğan, mach auch meinen Song bekannt! Erdoğan, Erdoğan, Sei nur einfach wutentbrannt! Ich sing einfach was du bist: ein Terrorist! Der auf freien Geist nur scheißt. Erdo, Erdoğan, weil Zensur nicht alles kann! Jeder Witz den du verbietst macht dich selbst zum Witz! Erdo, Erdoğan, das Weltnetz schwillt vor Lachen an, viele User sind doch frei – selbst in der Türkei! Erdoğan, Erdoğan, schmeiß die Werbetrommel an! Erdoğan, Erdoğan, lass ihn raus, den Größenwahn! Erdoğan, Erdoğan, als… Read more »
jowi
Mitglied

Köstlich! Mehr davon!

jowi
Mitglied

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-173655.html

Das entwickelt sich ja immer köstlicher !
Herr Seibert muss sich den Kravattenknoten lockern. Die Schlinge zieht sich zu.

hart backbord
Gast

Hallervorden war als FDP-Kabarettist sehr schweigsam, als seine Aussenminister mit Erdogan gekuschelt haben. Vielleicht hat er heute etwas weniger Honig im Kopf.

Moin
Gast

Ein Lied über Möllemanns letzten Fallschirmsprung hat er auch nicht verfasst. Und sonst ?

GrooveX
Mitglied

nein, er treibt nur mit dem strom bauchoben flußabwärts. wenn er wenigstens honig im schädel hätte, doch da ist nur jauche.

man kann die verse ja mal lesen, bevor man hurra schreit. so was sinnlos zusammengestammeltes, echt jetzt! ein loser, halbdackel!

Moin
Gast

„man kann die verse ja mal lesen, bevor man hurra schreit. so was sinnlos zusammengestammeltes, echt jetzt!“

Welche künstlerische Schöpfungshöhe ist Erdogans Provinzialität angemessen ?

Irgendwas mit Schiller, wah ?

GrooveX
Mitglied

ähm, wieso erdoğans provinzialität? ist der text von ihm? alles trittbrettfahrer, außer mutti natürlich. die lässt fahren. ja, das hätt er mal versuchen sollen, was über möllemann mit dieser schöpfungshöhe. da wär was los! ich nenne solche leute feige kläffer.

wenn der döpfner in der welt das gleiche rohr bläst, weisst du, da läuft was schräg, mindestens. aber das ist ja wieder ein anderes thema, das der rechtswicklung hier & uberall.

GrooveX
Mitglied

ach du scheiße, ich nehm alles zurück und behaupte das gegenteil, bitte! ich hab nix gesagt. wer hätte denn ahnen können…

zu spät

The Joker
Mitglied

Hallo GrooveX,
der Didi hat sich mit seinem jüngsten Song „Ihr macht mir Mut“ immerhin den Zorn der real existierenden Nennjournaille sowie der Berufsisraelis zugezogen.

jowi
Mitglied

Getroffene Hunde …

Ich mag den Didi, auch wenn ihm ein Witz manchmal wichtiger ist, als gute Manieren. Erinnere mich noch an seinen Ulk über Geisterfahrer, der kam auch nicht gut an.

Über Leute die sich zu wichtig nehmen muss man einfach Witze machen. Eine gute Tradition.

GrooveX
Mitglied

na ja hallervorden mit chaplin zu rechtfertigen, das passt zu dir!

smukster
Gast

Oh, ein Trittbrettfahrer…wie geistreich. Gähn.

Moin
Gast

Wie wäre es mit „Unterstützer“ ?

smukster
Gast

??? Wovon?

schwitzig
Gast

Völlig irrelevant, wer oder was uns regiert. Der Putin des Grauens infiltriert unseren Wertewesten! Der Putler geht ganz besonders perfide vor, indem er die Mitglieder unserer Kampfsportschulen indoktriniert und zu Schläfern macht:

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47925/1.html

Putin! Dieser TEUFEL!

Jacques Roux
Gast

Har, har, har schwitzig, danke für den Link,

wie geil ist das denn? Der Typ gehört in die Klapse, aber in der allgemeinen Putlermanie des Wertewestens findet er höchst wahrscheinlich noch tausende Jünger die ihm das glauben. Mal sehen, ob sein Buch ein Bestseller wird.

BTW: Beim seltsamen Blog „die Zeugen Genovas“, wurde dieser Reitschuster schon mal, ernsthaft, als seriöser „Russlandexperte“ gepriesen, muahaha.

SYSTEMA, muss man sich merken 😉

The Joker
Mitglied

Wenn Reitschuster sein Fünfte-Kolonne-Gefieber auf „die Muslime“ bezöge, bliebe ihm (im wesentlichen) der AfD- und NPD-Dunstkreis.
Wenn er das Gleiche auf „die Juden“ bezöge, bliebe ihm der NPD-Dunstkreis.
Mit dem Russen-Objekt reicht es dagegen durchaus für höhere Kreise wie die Ullstein-Tochter Econ.

Vomitorium
Gast

Das ist mal eine Überraschung!

Die Erklärung kann jeder halbwegs alphabetisierte Mensch hier nachlesen:
„Why Nations Fail“
https://de.wikipedia.org/wiki/Warum_Nationen_scheitern

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