Denn eins ist sicher: die Rentenangst

pension-1338231_960_720Horst Seehofer hat sie entdeckt. Sigmar Gabriel hat sie entdeckt. Und zahlreiche andere Politiker ebenfalls: die Rente. Pünktlich zum inoffiziellen Einläuten des Wahlkampfs zur Bundestagswahl 2017 stehen besonders die auf der Matte, die sich ein paar Stimmen erhoffen, wenn sie nur ein bisschen besorgt und aktionistisch über die Rente, das Rentenniveau und Altersarmut schwadronieren.
Dahinter steckt: nichts.

Plötzlich wird in Deutschland über Altersarmut gesprochen. Einer der Ausgangspunkte ist eine Studie des WDR, die zum Schluss kommt, dass im Jahr 2030 nahezu jeder Zweite in Deutschland von Altersarmut betroffen sein wird. Während die hartgesottenen Konservativen das von vornherein als Panikmache abtun oder darauf beharren, dass man gegen diese Entwicklung leider nichts tun könne, springen andere enthusiastisch auf den Zug „Rente“ auf. Der Zeitpunkt ist günstig, denn von der Rente ist jeder betroffen, und da die Zahl derer, die sich ernsthafte Sorgen um den Lebensabend machen müssen, verzückend hoch ist, bietet sich der Run auf die Wählerstimmen heutiger und künftiger Rentner an. Die Realität wird jedes noch so hoffnungsvoll geäußerte Vorhaben jedoch stoppen. Gemeinsam mit bzw. unter der Führung der Versicherungswirtschaft.

Wo ist sie hin, die Rente?

Das kann man eigentlich in wenigen Sätzen abhandeln. Schon im März 2014 haben Max Uthoff und Claus von Wagner in „Die Anstalt“ grafisch ansprechend dargestellt, was mit der gesetzlichen Rente angestellt wurde. Unter der Federführung von SPD-Kanzler Gerhard Schröder wurde sie so gravierend beschnitten, dass es zu Kürzungen kam, die den Rentnern und künftigen Rentnern das nackte Entsetzen ins Gesicht treiben. Schon damals war klar, dass sich das Rentenniveau nicht halten lässt, nicht halten lassen soll! Denn Schröder hatte diverse Deals mit der Versicherungs- und Bankenlobby abgeschlossen. Deals, an denen er sich gesund- und die gesetzliche Rente von der Klippe stoßen konnte.

Die nahezu stagnierende Lohnentwicklung, der Aufbau von prekärer Arbeit und die Förderung privater Rentenprodukte trugen dazu bei, dass die gesetzliche Rente (GRV), ein System, das sich über lange Zeit bewährt hatte, von nun an rasant auf den Abgrund zuraste. Schröder war das herzlich egal, er konnte sich auf gutes Auskommen verlassen, zahlte selbst ja nicht einmal in die GRV ein. Schröder war es, der der GRV im Jahr 1998 den Todesstoß versetzte. Nur das Sterben sollte dauern, lang und qualvoll, aber mit dem unausweichlichen Ende.
So gesehen ist die Diskussion, die heute geführt wird, nicht mehr als eine Lachpille. Denn erstens wissen all jene in der SPD oder den Unionsparteien sehr genau, was wann schiefgelaufen ist. Und zweitens haben sie nicht einmal mehr die Chance, etwas dagegen zu unternehmen. Dazu weiter unten mehr.

Vorsorge mit Riester: Nachhaltig attraktiv für die Versicherer

Was folgte, waren zahlreiche Modelle privater Rentenvorsorge. Die Riester-Rente für Angestellte, die Rürup-Rente für Selbstständige, unzählige private Renten- und Lebensversicherungen, Fonds, Sparpläne und und und. Die versprochenen Renditen können heute als verpufft bezeichnet werden, doch selbst wenn sie haltbar gewesen wären, bliebe für den kleinen Anleger nicht viel übrig.

Als die Riester-Rente aufkam, war ich in der Versicherungsbranche tätig. Meine Schwerpunkte waren private Krankenversicherungen und Altersvorsorge. Mit beidem ließ sich gutes Geld verdienen, so lange man nicht dem irrigen Anspruch verfiel, beratend tätig sein zu wollen. Es ging ums Verkaufen, nicht ums Beraten.
Riester- oder Rürup-Rente spielten übrigens zunächst beim Verkaufen keine große Rolle. Die Provisionsregelungen waren für die Verkäufer unattraktiv, kleine, wiederkehrende Zahlungen nach erfolgreichem Verkauf rechneten sich für die meisten Verkäufer nicht. Ein paar findige Vertriebler schworen sich zwar auf das mehr oder weniger massenhafte Verkaufen von Rieser-Verträgen ein (Motto: Kleinvieh macht auch Mist), die meisten aber blieben lieber bei privaten Lebens- und Rentenversicherungen, die satte Einmalzahlungen als Provision zur Folge hatten.

Als die Konditionen für die Verkäufer attraktiver gestaltet wurden, konnte man regelrecht zusehen, wie die Zahl der staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte wuchs. In der Presse hieß es damals meist, dass die Deutschen nun endlich begriffen hätten, wie wichtig die private Altersvorsorge sei. Doch das stimmt nicht einmal ansatzweise. Begriffen hatten lediglich die Vertriebler der Banken und Versicherungen, dass staatliche Altersvorsorge eine lukrative Angelegenheit für sie ist. Also erklärten sie ihren Kunden von nun an, wie großartig die staatlich geförderte Rente doch sei. Sie verkauften also urplötzlich ein Produkt, das sie in der großen Zahl der Fälle vorher nicht einmal mit der Kneifzange angefasst hatten. Die Medien sprangen auch an und formulierten nette Texte, die nichts anderes als Anzeigen für die Versicherungswirtschaft waren.

Die neue Praxis wirkte sich nicht nur auf das Wohlbefinden der Vertreter aus, sondern auch auf die zu erwartenden Auszahlungen an die Kunden im Alter. Die schrumpften mit jedem Posten der Versicherungen und Banken, den die in ihre Bücher schrieben, ganz klein, ganz weit hinten. Die Tatsache, dass jetzt auch noch das niedrige Zinsniveau die Sache verkompliziert, ist für die Kunden staatlich geförderter Produkte ein weiterer Tiefschlag mit gravierenden Auswirkungen. Ein Tiefschlag freilich, der seit Einführung der neuen Produkte absehbar und bekannt war.

Altersarmut als Schicksal?

In der Printausgabe des „Spiegel“ vom 16.4.2016 erschien ein Artikel mit dem Titel „Operation Gießkanne“, der sich mit der aktuellen Rentendiskussion beschäftigt. Schon im Einführungstext heißt es dort: „CSU-Chef Seehofer startet die nächste Provokation: Mit seinem Plan, die Rentenreformen der letzten Jahre zurückzudrehen, belastet er die junge Generation ( …) Kann die Kanzlerin ihn stoppen?“

Mal abgesehen davon, dass Seehofer so glaubwürdig ist wie ein veganer Eisbär – schließlich hat er die Politik Schröders jahrelang aktiv unterstützt – fällt auf, dass der Tenor des Stücks im wesentlichen der ist, dass man am Rentenniveau nach oben hin nicht ändern könne, und dass Altersarmut irgendwie das Schicksal vieler Deutschen sei. Die Demografie sei schuld, und natürlich würden auch in Zukunft deswegen die Beitragszahler zur Kasse gebeten, heißt es. Auch das Einfrieren des heutigen Rentenniveaus bringe laut „Spiegel“ nichts, denn – Zitat – „würde das Rentenniveau auf dem gegenwärtigen Stand von 48 Prozent eingefroren, wären pro Jahr zweistellige Milliardenbeträge zusätzlich fällig.“ Und weiter: „Bezahlen müssten das die Jüngeren aus ihrem Einkommen über höhere Steuern oder höhere Beiträge.“

Eben nicht!
Weil längst nicht alle in die GRV einzahlen, die einzahlen könnte und müssten.

Die Beitragsbemessungsgrenze und andere Tücken

Beamte zahlen nicht in die GRV ein. Anwälte ebenfalls nicht. Selbstständige sind im System der GRV auch nicht als Einzahler vorgesehen, andere Berufsgruppen entfallen ebenfalls. Es gibt also durchaus potenzielle Einzahler, die die Einnahmesituation deutlich verbessern könnten, Allein der Wille, darüber einmal nachzudenken, fehlt. Schlimmer noch, er wird nicht einmal mehr in die Gedankengebäude integriert, die sich im Zuge der Rentenangst aufgebaut haben.
Und es gibt ein weiteres Problem, das die Rentenkassen belastet: die Beitragsbemessungsgrenze. Im Jahr 2015 betrug diese im Westen 6.050 Euro und im Osten 5.200 Euro. Anfang 2016 wurde sie im Osten auf 5.400 Euro angehoben, im Westen auf 6.200 Euro. Wer mehr als diese Summen verdient, muss sich um Abgaben für die GRV keine Sorgen machen, denn alles, was drüber liegt, wird nicht berücksichtigt. Dieses Prinzip kann man getrost als Geldverbrennen bezeichnen, denn dadurch entgehen der GRV enorme Summen. Summen, die – bei Licht betrachtet – nicht die jungen Generationen zahlten müsste, sondern die wohlhabenden und reichen. Wir haben also weniger ein demografisches Problem (auch wenn die Demografie ein Faktor ist, der gewisse Auswirkungen hat), sonder ein Verteilungs- und Einzahlungsproblem. Doch dieser Tatbestand findet weder in den Politikerköpfen Anklang noch wird er medial aufgenommen, wie (nicht nur) der „Spiegel“ zum wiederholten Male zeigt.

Die Lobby bleibt stark

Es kommt nicht von ungefähr, dass die Politik am Prinzip der privaten Altersvorsorge nichts ändern will oder nur sehr dünne Versuche unternimmt, das Gespräch darauf zu lenken. Sie hat die Lobby von Versicherungen und Finanzen durch die Schröder-Politik so stark gemacht, dass es kaum noch Schrauben gibt, an denen man drehen könnte, ohne die Lobbyisten zu verärgern. Und das ist das Letzte, was die Bundesregierung will, ganz gleich, mit welchem Parteibuch ihre Mitglieder ausgestattet sind.

Wie ernst politische Ankündigungen sind, die die Sozialversicherung betreffen, lässt sich hervorragend an der Reaktion der betroffenen Lobbygruppen ablesen. Nachdem Sigmar Gabriel und Horst Seehofer das Thema Rente für sich und ihre Wahlstrategie entdeckt haben, blieb es in der Ecke der Banken und Versicherungen erstaunlich ruhig. Kein Wunder, wirklich zu befürchten haben sie letztlich nichts. Wird heute noch eine Sau namens „Rente“ durchs Dorf getrieben, kann und wird sich das demnächst auch wieder ändern. Kein Grund für die Lobbyisten also, in panische Hektik zu verfallen. Was interessiert die die Dorfsau, wenn sie ihre Schäfchen im Trockenen haben?

Menschenunwürdige Politik

Die Rentendiskussion und das Thematisieren der Altersarmut zum jetzigen Zeitpunkt sind ein Schlag ins Gesicht aller heutigen und künftigen Rentner. Denn man muss sich schon Augen, Ohren und Mund gleichzeitig zuhalten, um nicht zu merken, dass wir uns im Wahlkampf befinden. Und der braucht starke, große Themen. Themen, die möglichst viele Menschen (Wähler) betreffen und dementsprechend am besten taugen, um von den eigenen vermeintlichen politischen Zielen zu überzeugen.

Doch da ist nur heiße Luft. Die Lohnentwicklung wird weiterhin desaströs bleiben, Minijobs, Arbeitslosigkeit und stagnierende Renten sowie ein sinkendes Rentenniveau werden uns auch in den nächsten Jahren begleiten.
Spätestens wenn im kommenden Jahr die Wählerstimmen ausgezählt sind und die Regierungsbildung abgeschlossen ist, sind die Rentner wieder genau so ein Thema wie sonst auch: keines.

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Bild: Geralt

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146 Kommentare auf "Denn eins ist sicher: die Rentenangst"

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Alfred Matejka
Gast

Hallo,ein guter Artikel,nur der letzte Abschnitt -Menschenunwürdige Politik,klingt nach Resignation.Es hat ja doch alles kein Zweck.Wenn jeder so denkt,wird sich nichts verändern.250 000 Menschen waren gegen TTIP auf der Straße.Lass mal 500 000 Rentner von der Leine.Wer nicht kämpft hat schon verloren.Alfred Matejka Betriebsratsvorsitzender a.D.

Robbespiere
Mitglied

@Alfred Matejka

Absolut einverstanden
und wenn wenn nicht nur 500.000 Rentner sondern auch noch die Millionen Arbeitnehmer, die zukünftig durch die Rentenreformen geschreddert werden, auf die Strasse gehen, wirds Dunkel in Berlin.

Dennis82
Mitglied

…aber genau dies wird niemals passieren! 😉 Warum sollten sie denn auch…? Der Mehrheit der Arbeitnehmer geht es durch tief verinnerlichtes Gürtel-enger-schnallen, Lohnverzicht, Streikfaulheit seit mehr als einem Jahrzehnt alle relevanten Kennzahlen betrachtet schlechter als früher…

Was ist die Reaktion, wenn du dem Michel grundlegende Alternativen aufzeigst? „Ach, im Großen und Ganzen geht es uns ja doch ganz gut“…

Die Leute müssten auch nicht „auf die Straße“, wenn sie schlicht und ergreifend damit aufhören würden, bei jeder sich bietenden Wahl in zig-Mio-facher Zahl neoliberale bis faschistische Parteien anzukreuzen…!

schwitzig
Gast
@Robbespiere und wenn wenn nicht nur 500.000 Rentner sondern auch noch die Millionen Arbeitnehmer, die zukünftig durch die Rentenreformen geschreddert werden, auf die Strasse gehen, wirds Dunkel in Berlin. Glaube ich nicht. Was ist denn passiert, als in Spanien Millionen protestiert haben? Richtig. Nichts. Oder in Griechenland. Tubulenzen. Und dann: Keine Änderung. Wenn die Demonstration friedlich verlaufen, werden sie ignoriert. Werden sie als Bedrohung wahrgenommen, wird es Agent Provocateurs geben, die dafür sorgen, dass sie aufgelöst werden können. Wenn sie unfriedlich sind, werden die Demonstranten zu Matsch gekloppt. An der Politik wird sich durch Demonstrationen rein gar nichts ändern. Der… Read more »
Moin
Gast
„Doch da ist nur heiße Luft. Die Lohnentwicklung wird weiterhin desaströs bleiben, Minijobs, Arbeitslosigkeit und stagnierende Renten sowie ein sinkendes Rentenniveau werden uns auch in den nächsten Jahren begleiten.“ Ein bisschen Rentenreform funktioniert wie ein bisschen schwanger. Das kann nichts geben. Dass Schizoide der Situation lässt sich aktuell gut an der Nahles ablesen. Einerseits stellt sie das aktuelle Rentenmodell infrage, andererseits entwirft sie zum Entzücken der Arbeitgeberverbände weitere Lohndumpingmodelle für Zeitarbeit und Werksverträge. Wenn die kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht funktioniert, weil den Leuten zu wenig in der Tasche bleibt, funktioniert eine umlagefinanzierte nicht unbedingt besser. Die Verwaltungskosten sind zwar geringer aber… Read more »
Kowalski
Gast

Dazu gab es am Sonntag ja eine „Diskussionsrunde“ bei Anne Will die auch auf den Nachdenkseiten nachbehandelt wurde. Daraus ein kurzes Zitat:

Die Putzfrau war die Beste in der Fernsehrunde. Sie hatte offensichtlich die meiste Alltagserfahrung und ist sicher nicht abhängig von großen Interessen.

Dazu ein kleiner Hinweis. Die Putzfrau, Frau Susanne Neumann, ist nach der Sendung auf betreiben Krafts hin, der SPD beigetreten.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=wM0OiDeqLJw

Ich lasse das ganze jetzt mal unkommentiert, möge sich jeder selbst seine Gedanken dazu machen. Aber es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Lämmer jetzt den Weg zu ihrem Metzger selber gehen.

Aus_länder
Gast
@ Kowalski „Dazu ein kleiner Hinweis. Die Putzfrau, Frau Susanne Neumann, ist nach der Sendung auf betreiben Krafts hin, der SPD beigetreten.“ „Aber es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Lämmer jetzt den Weg zu ihrem Metzger selber gehen.“ Hast Du eine Liste mit „besseren“ Metzgern – also von solchen (Parteien), die sich nachweislich dafür einsetzen, daß der Putzfrau mehr verbleibt von ihren eingezahlten Rentenbeiträgen? Hinweise und Kritik sind wichtig – getoppt werden sie aber durch konkrete Verbesserungsvorschläge! Zum Trost: Ich habe auch keine Lösung außer dem Lottogewinn und der Einheirat in eine reiche Familie. Ersatzweise können Adoptionen auch… Read more »
Kowalski
Gast

In der letzten Sendung „Die Anstalt“ gab es eine bemerkenswerte Schlußszene in der bemerkt wurde, dass die betroffenen Menschen eben NICHT die Partei wählen die für ihre Interessen eintritt.

leslie
Gast

„dass die betroffenen Menschen eben NICHT die Partei wählen die für ihre Interessen eintritt.“
Schizo,nech….
Das hat Pispers schon vor langer Zeit gesagt,die Anstalt hats geklaut.
:-O

Mfg

hart backbord
Gast

Wer intelligent klaut, um die Leute zu erreichen, hat meinen Segen.
Led Zeppelin tun’s ja auch:
http://web.de/magazine/unterhaltung/musik/plagiatsvorwurf-led-zeppelin-31490032

seyinphyin
Gast

Einfache Leute lassen sich eben leicht verarschen, wäre es anders hätten wir diese Situation ja gar nicht erst.

Dennis82
Mitglied

Danke für die Dokumentation dieser für die Gesellschaft so typischen Beschränkt- und Bescheuertheit der „kleinen und einfachen Leute“ – auf die viele Linke ja ihre (naiven) Hoffnungen setzen…!

Wacht auf – mit dieser Sado-Maso-Bevölkerung ist schlicht kein sozialistischer Blumentopf zu gewinnen! 😉

Aus_länder
Gast

Blüm hat viel gesprochen und geredet – und macht auch heute noch weiter damit.

Einen Satz hat er allerdings nie zu Ende gesprochen:
„Die Renten sind sicher“ – es fehlt „zu niedrig“…

Man wird ihn nicht (mehr) belangen, aber Riester ist so langsam reif, weil die
Leute jetzt erkennen, wer davon wirklich profitiert!
–> es sind natürlich die „üblichen Verdächtigen“ mit den großen Kommissions-Pranken!

Seehofer wird’s schon richten – der hat die Riester-Sau schon gesattelt!
–> dumme Debile in darbenden Dörfern dürften’s delektieren…

trackback

[…] Quelle: Denn eins ist sicher: die Rentenangst » Spiegelfechter […]

R_Winter
Mitglied
Eine Ergänzung: Lafontaine: Kein Renten-Wahlkampf! Wie man die Wählerinnen und Wähler für dumm verkauft. Oskar Lafontaine spießt den Rentenwahlkampf der Agenda-2010-Parteien auf. Dass sich seine Vorstellungen mit den seit Jahren und in den letzten Tagen wiederholt veröffentlichten Vorstellungen der NachDenkSeiten decken, hat mit der Sache zu tun. Und mit der Käuflichkeit der Agenda-2010-Parteien. Anders kann man ihren Versuch, der Finanzwirtschaft – den Versicherungskonzernen und den Banken – ihr 2001 neu durchgesetztes Geschäftsfeld zu erhalten, nicht erklären. Es ist die nackte politische Korruption. Und viele Medien decken diese Korruption. Albrecht Müller. Oskar Lafontaine weiter: CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne haben… Read more »
wschira
Mitglied

Da werden einige Leute aber die Kavallerie in Marsch setzen.

bombjack
Gast

“2.500 Franken p.m. für jeden Schweizer, älter als 65 Jahre.
Finanzierbar nach Berechnung des Schweizer Bundesrat”

Öhm…müsste da nicht das “ älter als 65 Jahre.” gestrichen werden?

Denn laut dem Link soll jeder dort das BGE erhalten…

bombjack

seyinphyin
Gast
Als Rentner oder Arbeitsloser muss man einfach nur Massenmörder werden, da lebt es sich an sich recht lässig: „Breiviks Zelle ist insgesamt 31 Quadratmeter groß, die auf drei Bereiche zum Leben, Arbeiten und für Sport verteilt sind. Er hat einen Fernseher, einen Computer ohne Internetanschluss und eine Spielkonsole, für sein Essen und die Wäsche ist er selbst verantwortlich. Seine Kontakte zur Außenwelt sind stark eingeschränkt, seine Post wird kontrolliert.“ Wobei die Einschränkung der Kontakte nach außen nun als menschenunwürdig angesehen wird. Der Staat muss auch die Gerichtskosten übernehmen. Man sieht, im Notfall zur Knarre greifen, umbringen, wen man eh schon… Read more »
niki
Mitglied

Wobei Breiviks Anschlag war ja wahllos gegen Unschuldige.

Wenn man denn die Verantwortlichen umlegt, hätte das vielleicht noch einen Sinn.

Und ich habe auch schon zu meiner Freundin gesagt: Falls ich jemals in die Situation kommen sollte, wo mir man meine Existenzgrundlage (unrechtmäßig laut GG, aber die Verantwortlichen scheißen ja aufs GG, ergo könnte ich genauso gegen deren Grundrechten agieren) entzieht gehe ich lieber in den Knast bevor ich obdachlos werde…

Wie ich das genau gestalten würde, lasse ich mal offen.

Dennis82
Mitglied

…das gilt aber nur für den „skandinavischen Wohlfahrtsstaat“. Und selbst dort muss man dafür schon ordentlich was „leisten“… 😉 Auch bei der Auswahl der Opfer gibt es Solche und Solche…

Aber ja, im Grunde behandelt unsere neoliberale „Gesellschaft“ (eigentlich kann man das Gegenwärtige – im Sinne von Thatcher – ja nicht mehr so nennen…) Straffällige weniger unbarmherzig als Menschen, die das wesentliche größere Verbrechen begehen: Nicht genug Geld zu haben…!

Alfred Matejka
Gast

Hallo zusammen,wenn die Putzfrau jetzt in die SPD eingetreten ist,hat die SPD ja endlich eine Bundeskanzlerkandidatin für 2017.Alle mal besser wie Gabriel und Konsorten.

Norbert80
Gast

Alle mal besser wie Gabriel und Konsorten.

:-))) Authentitität zahlt siech aus, siehe Bernie. Die SPD kann sich von ihm einiges abschauen.

The Joker
Gast

Authentitität

Die lernt man anne Unität.
Oder auffe Akamie.
Weisse Bescheid!

Robbespiere
Mitglied

@The Joker

Sofern man die Fluktuatät nicht vorzeitig verlassen muss.

Dennis82
Mitglied

Er meinte sicher „Authentittytainmänt“…!?

R_Winter
Mitglied
„Handelsabschlüsse“ laut Deutsche Bundesbank 2014 TABELLE 15 Nur Deutsche Börsen (und es wird noch viel mehr gehandelt): über 93.900.000.000.000 € (93 Billion €) Handelsvolumen. Quelle: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Statistiken/Geld_Und_Kapitalmaerkte/Zahlungsverkehr/zvs_daten.pdf?__blob=publicationFile Bei 0,05% Transaktionssteuer allein wären es (ohne andere Effekte) : ca. 470 Mrd. € p.a. Die an den Börsen gehandelten Papiere übersteigen 2016 im Wert von 2014 erheblich – dank der Kreditpolitik der EZB. ———————— Bundesbank-Vermögensbericht: Jeder Haushalt besitzt 214.000 Euro – im Schnitt Das Vermögen der Deutschen steigt – doch es ist zunehmend ungleich verteilt: Den oberen zehn Prozent gehören laut einer Bundesbank-Studie 60 Prozent, der unteren Hälfte nur 2,5 Prozent. Die Ungleichheit… Read more »
Norbert80
Gast

In diesem Zusammenhang interessant ist ein Kommentar von einem meiner Lieblingsökonomen, Peter Bofinger:

Die Riester Rente muss weg

Wenn man einen Blick auf die Schweiz oder Österreich wirft besteht ja noch Hoffnung, denn es geht auch anders :-))

Suje
Gast

Das Konzept, die geringere staatliche Rente durch die Riester-Rente auszugleichen, ist gescheitert. Die Kosten haben einen großen Teil der Rendite aufgezehrt.

Nein! Doch! Oh!

Nadine
Gast

Bei der derzeitigen Rentendiskussion geht es in Wahrheit um die Renten- und Pensionskassen, nicht um die Rentner. Durch jahrelang ausgegebene Verträge mit Garantiezinsen und die Nullzinspolitik der EZB, sind viele der Kassen de facto konkurs, oder kurz davor.

Die Refinanzierung erfolgt in Deutschland zinsbasiert, während sie in dem Großteil der Industrieländer auf Aktien basiert. Das aktuelle Problem betrifft nicht die GRV, sondern die privaten Versicherer, die die ausgegebenen Verträge kaum noch/nicht mehr refinanzieren können.
Somit erklärt sich auch, warum diese Verträge plötzlich wieder in die GRV überführt werden sollen.

Sukram71
Gast
Und zweitens haben sie nicht einmal mehr die Chance, etwas dagegen zu unternehmen. Dazu weiter unten mehr. Davon lese ich im Artikel aber nichts. Auch nicht unten. 😉 Im Gegenteil: Würde die Politik ua Beamte, Selbständige und Rechtsanwälte in die Rentenversicherung einzahlen lassen und zusätzlich die Beitragsbemessungsgrenze anheben, dann wären die Probleme gelöst. Dafür müsste sich die Politik aber mit sehr mächtigen Interessengruppen anlegen. Beamte (!), Rechtsanwälte und Selbständige eben. Und die Leitartikler würden sich ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie in ihrer Artikeln eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze forderten. Die verdienen idR so viel, dass sie ganz massiv davon profitieren.… Read more »
Sprotte
Gast

Ja, und die Alten werden immer mehr, sie vermehren sich geradezu explosionsartig aus sich selbst heraus. Und sie haben nichts anderes zutun, als ihren Kindern und Enkeln die Haar vom Kopf zu fressen . . . na wenn sowas aus jungen Menschen wird, wenn die alt werden, da gruselt es einen aber, wenn die heutigen jungen Leute einmal alt werden sollten.
Und aus weniger Kindern werden es noch mehr Alte??

Aus_länder
Gast
@Sukram71 „Ich denke die Renten werden auch wieder steigen. Aber immer nur für die aktuelle Generation von Rentnern vor den Wahlen, weil das eine wichtige immer größer werdende Wählergruppe ist.“ Kann sein, aber dann werden die Renten steuerpflichtig – und alles ist wieder zum Teufel! „Die Jungen interessieren sich sowie nicht für die Rente, deshalb sieht die Politik hier keinen Handlungsbedarf. Außerdem bringen die zu wenig Wählerstimmen. Und die Alten bekommen vor der Wahl ihre Erhöhung. Aus Sicht der Politik ist das nur folgerichtig und vor jeder Wahl regelmäßig zu beobachten.“ Na und? Wenn man 20 ist, liegen 2…3 Generationen… Read more »
Dennis82
Mitglied
Würde die Politik ua Beamte, Selbständige und Rechtsanwälte in die Rentenversicherung einzahlen lassen und zusätzlich die Beitragsbemessungsgrenze anheben, dann wären die Probleme gelöst. Bullshit. Wer (viel) einzahlt, erwirbt auch Ansprüche auf (hohe) Auszahlungen. Im gegenwärtigen (von unten nach oben umverteilenden) System (Wohlhabendere leben u. a. signifikant länger) würde es bedeuten, dass viele kleine Leute die sehr hohen Renten der Rechtsanwälte mitfinanzieren würden. Du änderst lediglich den Kreis jener, der dort einzahlt (und rausnimmt). In der Summe sind das eher „Peanuts“, Symbolik – und kein grundlegendes Problem wäre gelöst! Wobei ja schon das gegenwärtige GRV-System rein gar nichts mehr mit einem… Read more »
Sigmund
Gast

Mal abgesehen von allem anderen:

Einläuten des Wahlkampfs

Echt! Anderthalb Jahre davor? Wirklich?

Aus_länder
Gast

@Moin

„Peter Gauweiler hatte übrigens zu seinen 9000 € + im Monat noch 1 Mio. Nebeneinnahmen pro Jahr……auch über der Kappungsgrenze……“

Der hat ja auch keine Zeit damit verschwendet/verbracht, auf SF oder woanders
Forist zu spielen…

Er ist zwar Bayer, aber immerhin Jurist und gut vernetzt. Er hat nicht alle Prozesse gewonnen, jedoch so viele, daß seine Mandanten ihm gutes Geld zu zahlen bereit waren und ihm Arbeit gaben.

–> wenn er sein Geld mit ordentlicher Arbeit verdient hat, ist er mir viel lieber
als ein „parlamentarischer“ Waffenschieber…

NB: Promi-Friseure liegen auch „leicht“ über Hartz 4!

Moin
Gast

„Der hat ja auch keine Zeit damit verschwendet/verbracht, auf SF oder woanders
Forist zu spielen…“

Schön das du gehst und hier nicht mehr postest, um deine erste Million zu machen.

Aus_länder
Gast

„Schön das du gehst und hier nicht mehr postest, um deine erste Million zu machen.“

Nichts davon habe ich verkündet.

das / dass – deutsche Sprache, schwere Sprache…

Sprotte
Gast
Wenn alle einzahlen dann haben ja auch alle Ansprüche – ja klar haben alle die einzahlen auch Ansprüche, aber wo ist das Problem? Dann würden sich auch endlich alle an gesamtgesellschaftlichen Aufgaben beteiligen, was jetzt zu einem Großteil nur die gesetzl. Rentenversicherten müssen! Solange unser Zweiklassensystem nicht schnellst möglich in eine gesetzl. Rentenversicherung umgewandelt wird, die alle Einkommen zur Finanzierung heranzieht, ist weiterer Unfrieden programmiert. Denn demografische und sonstige Entwicklungen gehen offensichtlich an Beamten, anders berufständisch Versicherten, Selbständige und Politiker vorbei. Der Gesetzgeber ist zugleich der Empfänger von Pensionen. Über Rentenfragen sprechen bei uns öffentlich in der Regel ausschließlich solche… Read more »
t.h.wolff
Gast

Der Millionär braucht die Rentenversicherung nicht, aber die Rentenversicherung braucht den Millionär.

Schweizerisch-eidgenössische Volksweisheit

Rainer N.
Gast
Da müsste man ein gewisses Lied ein wenig „umtexten“, Rentner höret die Signale … auf zum Gefecht … (auch die zukünftigen Rentner sollten die Signale beachten) Aber bei einigen Schreibern habe ich den Eindruck, die wissen, sie selber werden nie Rentner, weil sie schon eine andere Alterssicherung haben … nicht privat, sondern aus ihrem „Status“ … da gibt es ja so einige „Berufsgruppen“ Tja, mein Rentenantrag läuft schon … und dann werde ich Grundsicherungsempfänger … das ist mir schon klar … als Langzeitarbeitsloser und ALG-2-Bezieher von Begin an … und dann geht es auf dem Klageweg gegen die Höhe der… Read more »
Suje
Gast
Die hohe Abgabenbelastung beschränkt sich auf die unteren und mittleren Einkommen. Die Sozialleistungen werden überwiegend von ihnen selbst finanziert, das Solidaritätsprinzip gilt nicht für Besserverdienende. Das 849,2 Mrd. Euro (2014) umfassende Sozialbudget wird zu zwei Dritteln von den Sozialversicherungen und zu einem Drittel von staatlichen Zuschüssen getragen. Letztere finanzieren sich aus dem allgemeinen Steueraufkommen, das sich wiederum nur zu einem Drittel aus Einkommens- und Vermögenssteuern speist. Den Löwenanteil der Staatseinnahmen stellen die Umsatz- und Verbrauchssteuern, die alle Bürger treffen und weder das Solidaritätsprinzip noch einen Sozialausgleich kennen. In die Sozialversicherungen zahlen fast nur angestellte Erwerbstätige bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) von… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Suje Guter Text, dem ich noch etwas hinzufügen möchte. Jenseits allem Geschwafel aus Politik, Finanzbranche und Medien muss einmal klargestellt werden, dass die kapitalgedeckte Altersvorsorge auch nichts Anderes ist als ein Umlageverfahren, allerdings stark belastet durch die enormen Risiken am Kapitalmarkt und die hohen Kosten und Gewinne der Finanzbranche. Geld, das aus laufenden Einnahmen in die priv. Altersvorsorge a la Riester eingezahlt wird, muss am Kapitalmarkt in entsprechende Titel (Aktien, Anleihen usw.) umgewandelt werden. Soll später die Rente ausbezahlt werden, müssen diese Papiere gg. Geld anteilig wieder veräußert werden. Bei den Käufern kann es sich aber nur um eine nachfolgende… Read more »
Michael
Gast

Es würde schon helfen, die berufsständischen Versorgungswerke aufzulösen. Die da wären:

Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Patentanwälte, Rechtsanwälte, Steuerberater beziehungsweise Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte sowie jeweils partiell Psychologische Psychotherapeuten und Ingenieure.

Sprotte
Gast
ja, nur die werden sich zu wehren wissen, denn warum haben die ihre Interessen, entgegen dem Schreiber-Plan, der eher eine gRV für alle wollte, durchsetzen können, sowie Adenauer das Beamtentum weiter nach hergebrachten Grundsätzen (GG-Artikel 33, Absatz 5, Ständestaat des 19. Jahrhunderts) übernommen hat? Elemente der Generationengerechtigkeit. Von Generationengerechtigkeit und Generationenvertrag in der gRV sind wir weit weg: In der Schweiz sind alle Personen pflichtversichert, die dort ihren Wohnsitz haben oder eine Erwerbstätigkeit ausüben – also Erwerbstätige und Nicht-Erwerbstätige. Hier kommt tatsächlich eine Generation für die andere auf. In Deutschland dagegen sind Beamte und Selbständige von den Verpflichtungen des Generationenvertrages… Read more »
Bruder Johannes
Gast
Ja, helfen würde das schon. Aber nur ein wenig. Bei der ganzen Diskussion wird immer gerne unterschlagen, dass Beamte, Selbständige und andere berufsständig Versorgte ja nicht nur einzahlen, um die DRV-Rentnern zu besseren Renten zu verhelfen. Auch diese Klientel will natürlich versorgt werden. Ja, wer hätte das gedacht! U. U. werden auch aus diesem größere Kuchen dann auch noch mehr versicherungsfremde Leistungen finanziert. Bislang habe ich noch keine seriöse und glaubwürdige Rechnung zu diesem Thema gesehen. Ich nehme mal an, dass das seine Gründe hat. Eigentlich geht ja genug akademisches Volk mit diesem Thema hausieren. Das Thema Maschinensteuer für die… Read more »
Sprotte
Gast

Die gibt es durchaus und kann jeder nachrechnen,
Das lässt sich alles recherchieren, wenn man die Rentenversicherung
in Zahlen, in Zeitreihen, die jährlichen Presseseminare in Würzburg
und so weiter, genau verfolgt. Dies ist in diesem Vortrag genau
erklärt:

Das Thema bei plusminus:

Man braucht nur viel Zeit. s. auch Ulrich Reinecke/DRV,
Prof. Winfried Schmähl, Klaus J. Klumpers-Die Enteignng der Altersrentner,
etc.
Hier alles mit Tabelle und Quellenangaben:
http://adg-ev.de/index.php/publikationen/publikationen-altersvorsorge/1387-versicherungsfremde-leistungen-2015

Sprotte
Gast
Dazu kommt das Alterseinkünftegesetz, das mit gefläschten Daten durchgesetzt wurde: http://altersarmut-per-gesetz.de/ Seit 1957 finanziert der Bund aus den Renten-Beiträgen allgemeinstaatliche Aufgaben, die nach §213 SGB VI durch den sogenannten Bundeszuschuss zurück bezahlt werden müssen. Das aber ist seit 1957 noch nie vollständig erfolgt, so dass den Rentenversicherten bis heute rund 700 Mrd. Euro fehlen! Eigentum der Rentenversicherten, die das aus ihren Löhnen einbezahlt haben. Damit hat man allein die gesetzl. Rentenversicherten einen Großteil allgemeinstaatlicher Aufgaben bezahlen lassen, Politiker, Beamte und anders berufständisch Versicherte haben sich um den nicht an die GRV zurück bezahlten Teil nicht mit an diesen wichtigen Aufgaben… Read more »
Lazarus09
Gast

Die Altersversorgung des Pöbel ist und bleibt ein bis auf Widerruf gewährtes Almosen beliebiger Höhe aus den Händen der jeweiligen Funktionselite ..

Sprotte
Gast
Selbstverständlich wäre es gerechter, denn damit würden sich endlich alle an allgemeinstaatlichen Aufgaben beteiligen und gleich betroffen sein, glaubt jemand ernsthaft, dann wäre der ganz Riesterbetrug und die bisherigen BVerfG-Urteile durchgesetzt worden? Die etwa 80 Mrd. – der sogenannte [viel zu geringe] Bundeszuschuss – sind Ersatzleistungen, die der Bund zahlen muss [§213 SGB VI], weil der Finanzminister aus den Rentenbeiträgen allgemeinstaatliche, gesamtgesellschaftliche Aufgaben finanziert! Und weil seit 1957 jedes Jahr zuwenig an die gRV zurück erstattet wurde, schuldet der Bund der gRV, also den Rentenversicherten, bis heute rund 700 Mrd. Euro!!! Der Staat bedient sich, nicht umgekehrt. Ein Beispieljahr: Anhand… Read more »
Bruder Johannes
Gast
@ Sprotte Die gibt es durchaus und kann jeder nachrechnen, Tatsächlich? Also, ich rechne mal. 9 Rentner bekommen 1000 Euro Altersversorgung/Monat. 1 Renter bekommt 2000 Euro Altersversorgung/Monat. Das ist natürlich nicht geräächt. Nun gebe jedem Rentner aus dem gleichen Topf 1.100 Euro AV/Monat. Das ist unendlich gerecht. Keinem geht es besser als dem anderen. Nur einem geht es schlechter. Die 9 anderen haben aber nicht wirklich das große Los gezogen. Ich will ja nur darauf hinweisen, das solche Diskussionen nicht den Effekt haben, dass es allen besser geht. Stattdessen kann dabei herauskommen, dass es allen gleich schlecht geht. Gerecht wäre… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Bruder Johannes

Natürlich wäre es gerechter, wenn alle in die staatliche RV einzahlen. Es besteht aber überhaupt kein Anlass zu glauben, dass dadurch die Altersarmut abgeschafft wird.

Aber selbstverständlich kann damit die Altersarmut verhindert werden.

Wenn alle in den gleichen Topf einzahlen,die Löhne an die Produktivität angepasst werden, es keine Beitragsbemessungsgrenze mehr gibt, alle Einkünfte gleich behandelt werden und die Auszahlleistung gedeckelt wird wie in der Schweiz, dann funktioniert das ganz vorzüglich.
Und versicherungsfremde Leistungen werden aus dem Staatshaushalt finanziert, die Sozialkassen sind tabu.
Und wem das Alles nicht reicht, der kann ja immer noch Privatvorsorge betreiben.

Moin
Gast

„Wenn alle in den gleichen Topf einzahlen,die Löhne an die Produktivität angepasst werden“

Das kannst du so nicht machen. Der Mindestlohn läge gefühlt bei 30 € weil Maschinen für eine erhöhte Produktivität verantwortlich sind, und künftig immer verantwortlicher werden. Du kannst menschliche Arbeitskraft nicht wahlweise be-, oder entlasten wenn sie kaum für wachsende Produktivität verantwortlich ist. Du musst Kapital und Produktionsmittel belasten und den Bonus, an die zunehmend von Lohnarbeit freizustellende Bevölkerung ausschütten.

Robbespiere
Mitglied

@Moin

Beim Kapital belasten bin ich voll bei dir, aber bei den Produktionsmitteln nicht.
Wie Chris A. schon erklärt hat, werden Belastungen auf die Produktionsmittel wie Maschinen von den Unternehmen in die Preise eingerechnet, also letztendlich wieder von den Endkunden bezahlt.
Das ist nur das alte Spiel „rechte Tasche, linke Tasche“.
Wenn du dagegen bei den Gewinnen ansetzt, ist es völlig egal, ob die Unternehmen nun die Arbeitskraft von Menschen oder Maschinen nutzen.
zahlen sie Löhne, verringert sich ihr zu versteuernder Gewinn.
Das tun Abschreibungen auf Maschinen allerdings auch und hier muss man steuerlich neu justieren, um deren Einsatz teurer bzw. unattraktiver zu machen.

Moin
Gast
„Beim Kapital belasten bin ich voll bei dir, aber bei den Produktionsmitteln nicht. Wie Chris A. schon erklärt hat, werden Belastungen auf die Produktionsmittel wie Maschinen von den Unternehmen in die Preise eingerechnet, also letztendlich wieder von den Endkunden bezahlt.“ Und ich habe schon erklärt, dass es sinnvoll ist wenn der Endkunde im Ausland mit in unsere Sozialversicherungssysteme einzahlt, wenn wir denn vorerst beim Export bleiben möchten. Jetzt komm mir bloß nicht mit „Absatzmärkten“, „internationaler Wettbewerbsfähigkeit“ und blah, blah, blah „Wenn du dagegen bei den Gewinnen ansetzt, ist es völlig egal, ob die Unternehmen nun die Arbeitskraft von Menschen oder… Read more »
Bruder Johannes
Gast

@Moin

Die Maschinensteuer soll eingezogen werden, vergleichbar der Lohnsteuer des Arbeitnehmers. Direkt an der Quelle. Die Finanzämter schieben das Geld in die Sozialversicherungssysteme, in eine solidarische Bürgerversicherung. Fertig.

Ja, fertig wäre der Verstoß gegen das GG. Aber seit Merkel interessiert sich ja niemand mehr dafür.

Aber ungeheuer solidarisch ist Dein Vorschlag. Prima!

Moin
Gast

Lass uns an deinen Rechtskenntnissen teilhaben. Wo liegt der Verstoß gegen das GG ?

Robbespiere
Mitglied
@Moin Und ich habe schon erklärt, dass es sinnvoll ist wenn der Endkunde im Ausland mit in unsere Sozialversicherungssysteme einzahlt, wenn wir denn vorerst beim Export bleiben möchten. Mag schon sein, aber vor Allem triffst du damit die Nachfrager auf dem Binnenmarkt. Das haben wir jetzt Jahrzehnte durch. Wenn es an die Gewinne geht, werden sie vom Unternehmer künstlich geschmälert, größere Batzen werden notfalls in ein Tochterunternehmen ausgelagert das dann, ach wer hätte das gedacht, Minus in der Bilanz ausweist. Das ist das Ergebnis von Steuergesetzen, die solche Tricksereien begünstigen und die kann man ändern. Ja, vielleicht erklärt es mir… Read more »
Moin
Gast
„Mag schon sein, aber vor Allem triffst du damit die Nachfrager auf dem Binnenmarkt.“ Die Nachfrager auf dem Binnenmarkt interessieren zu verkraftende Aufschläge wenig, weil eine zusätzliche negative Einkommensteuer das Existenzminimum sichert und lediglich für Konsumwünsche gearbeitet werden muss. Die Falltür nach unten wird per Mindestlohn abgeriegelt. „Das haben wir jetzt Jahrzehnte durch. Wenn es an die Gewinne geht, werden sie vom Unternehmer künstlich geschmälert, größere Batzen werden notfalls in ein Tochterunternehmen ausgelagert das dann, ach wer hätte das gedacht, Minus in der Bilanz ausweist.“ „Das ist das Ergebnis von Steuergesetzen, die solche Tricksereien begünstigen und die kann man ändern.“… Read more »
Suje
Gast

Ich kann eure teilweise aggressive Diskussion nicht ganz nachvollziehen, scheint ihr euch doch darin einig zu sein, dass man zunächst einmal viel grundlegendere gesellschaftliche Fragen stellen muss – Verteilung/wirtschaftliche Teilhabe, Absinken des Arbeitsvolumens und damit Wert der Arbeit an sich, Wachstumsparadoxon etc. – und es dort krasse Veränderungen geben muss.

Sind wir an diesem Punkt der gesellschaftlichen Aufklärung angekommen, ist es fragwürdig, ob Modelle wie eine Maschinensteuer angesichts der Möglichkeit einer grundsätzlichen gesetzlichen Umstrukturierung nicht selbst schon einer Feinjustage gleichen.

Moin
Gast

„Sind wir an diesem Punkt der gesellschaftlichen Aufklärung angekommen, ist es fragwürdig, ob Modelle wie eine Maschinensteuer angesichts der Möglichkeit einer grundsätzlichen gesetzlichen Umstrukturierung nicht selbst schon einer Feinjustage gleichen.“

Dann mach mal Vorschläge und erzähle uns warum die Etablierung einer Negativen Einkommenssteuer samt solidarischer Bürgerversicherung
( inkl. Maschinensteuer ) nichts mit einer „grundsätzlichen Umstrukturierung“ gemein hat.

Erzähl auch bitte, wo dein Agressionsempfinden ( Schwelle ) liegt um unseren Diskurs hier als „agro“ einzustufen.

In der Zwischenzeit baue ich weiter meine alte Schrottküche ab.

Bis später

Grüße

mOIn

Bruder Johannes
Gast

@Moin

Lass uns an deinen Rechtskenntnissen teilhaben. Wo liegt der Verstoß gegen das GG ?

Steuern dürfen nicht zweckgebunden sein. Sie kommen in den großen Steuertopf. Der wird dann nach dem politischen Willen der Entscheider verteilt.

Ein Politiker, der Steuern mit einer Zweckbindung begründet, lügt schlicht und ergreifend. So wurde uns von Rot-Grün ja seinerzeit die Ökosteuer schmackhaft gemacht. Neben der tollen Riesterrente die zweite große Volksverdummung.

Man könnte höchstens eine Abgabe auf Maschinen einführen. Da wird es aber sehr darauf ankommen, wie man das macht.

Bruder Johannes
Gast
Aber selbstverständlich kann damit die Altersarmut verhindert werden. Nur, wenn der politische Wille da ist und bei den Unternehmen die entsprechende Einsicht. Mit beidem ist nicht zu rechnen. Wenn alle in den gleichen Topf einzahlen,die Löhne an die Produktivität angepasst werden, es keine Beitragsbemessungsgrenze mehr gibt, alle Einkünfte gleich behandelt werden und die Auszahlleistung gedeckelt wird wie in der Schweiz, dann funktioniert das ganz vorzüglich. Wenn, wenn und wenn…! Dann informiere Dich bitte mal über das System in der Schweiz. Eigenartigerweise diskutieren die genau die gleichen Probleme wie wir. Mir geht es im Übrigen hauptsächlich darum, dass die Gerechtigkeitsdiskussion eben… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Bruder Johannes

Wir müssen ganz klar sagen, dass die Altersversorgung für breite Teile der Bevölkerung zu schlecht ist. Vorschläge müssen wir nicht machen, schon gar nicht mit Fingern auf andere zeigen, denen es angeblich “zu gut” geht.

Also mit einem Wort: Da gibts nix zu ändern, der Zustand ist halt ALTERNATIVLOS und diejenigen, die von dem Zustand profitieren bzw. ihn ihn arrangiert haben, dürfen nicht angetastet werden.
Na dann Prost.

Robbespiere
Mitglied

@Bruder Johannes

Interessante Artikel zum Thema schweizer Rentensystem:

https://www.justlanded.com/deutsch/Schweiz/Artikel/Jobs/Rentenversicherung

http://www.fr-online.de/arbeit—soziales/rente-deutschland-blickt-mit-neid-auf-die-schweiz,1473632,17045838.html

Grundsätzlich muss in D. die staatliche Rente so gestärkt werden, dass kein Rentner in die Grundsicherung durch Staatsmittel rutscht.

Lazarus09
Gast

Eum … Ob hier irgendwann nochmal einer schnallt das dass GEWOLLT ist ?
kein –>
*Versehen
*Kontrollverlust
*Zufall
*Irrtum
*Falschberechnung
*..nach Gusto erweitern —>

es ist G E W O L L T ..!! und jetzt noch die Mutter aller Fragen

CUI BONO

na .. war doch gar nicht so schwer

Dass macht die Sache so öde und müßig, es wird nicht begriffen das hier gar keiner politisch handeln will,es gibt keine Veranlassung denn alles läuft wie gewünscht ,und wenn dann nur soweit bis sich die zu bewirtschaftende Herde wieder beruhigt denn Aufregung schmälert den Ertrag der Nutzmenschhalter..wie beim Vieh.

just my p20

Robbespiere
Mitglied

@Lazarus09

Dass keiner politisch handeln will, weil dadurch für den erlauchten Kreis der Nutznießer Felle wegschwimmen würden, ist schon klar.
Bei der Antwort auf die Frage, wie man sie trotzdem dazu motivieren kann, wirds aber ziemlich schnell justiziabel, weil legale Mittel vom Wasserkopf erfolgreich in die Tonne getreten oder wie im Falle von Richtern mit Wunschkandidaten besetzt wurden.
Und wenn du hier im Blog die Erkenntnis auch nur andenkst, auf einen groben Klotz passe eben nur ein grober Keil, hast du reichlich Gegenwind.

PS: was bedeutet eigentlich: just my p20?

Bruder Johannes
Gast
@Robbespiere Also mit einem Wort: Da gibts nix zu ändern, der Zustand ist halt ALTERNATIVLOS und diejenigen, die von dem Zustand profitieren bzw. ihn ihn arrangiert haben, dürfen nicht angetastet werden. Nö! Du gibst ja auch selbst die Antwort. Grundsätzlich muss in D. die staatliche Rente so gestärkt werden, dass kein Rentner in die Grundsicherung durch Staatsmittel rutscht. Das ist das Ziel. Und ich setz mal noch einen drauf. Mit nur wenigen Überlegungen kann man sich erschließen, dass das ohne die Mühe des Kinderkriegens und -ausbildends in einem umlagefinanzierten Rentensystem nicht geht. Weil sehr viele Bundesbürger sich dieser Mühe nicht… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Bruder Johannes Mit nur wenigen Überlegungen kann man sich erschließen, dass das ohne die Mühe des Kinderkriegens und -ausbildends in einem umlagefinanzierten Rentensystem nicht geht. Das ist die eine Seite der Medaille, aber dazu müssen die lieben Kinderlein auch einen stabilen Arbeitsplatz geboten bekommen und die Löhne der Produktivität entsprechen. Genau da liegt ja der Hase im Pfeffer. Arbeitslosigkeit ist ja schon längst kein alleiniges Thema von bildungsfernen Schichten mehr. Das Rentenproblem auf die Geburtenrate zu reduzieren ist natürlich bequem, weil denn die Bürger wg. chronischen „Untervögelns“ selbst an ihrem Schicksal schuld sind. Die tollen Arbeitsmarktreformen unserer Regierungen haben damit… Read more »
Moin
Gast

Warten wir mal ab womit Die Linke kontert wenn die SPD eine neuerliche Rentenreform zum Wahlkampfthema macht, wie sie gedenkt es zu tun.

Es bleibt spannend, gewiss auch ernüchternd.

Bruder Johannes
Gast
@Robbespiere Das ist die eine Seite der Medaille, aber dazu müssen die lieben Kinderlein auch einen stabilen Arbeitsplatz geboten bekommen und die Löhne der Produktivität entsprechen. Genau da liegt ja der Hase im Pfeffer. Einspruch, Euer Ehren! Um mal politisch völlig unkorrekt in’s Wespennetz zu stechen: Was sollen denn da unsere allseits geliebten Migranten sagen? Stabile Arbeitsplätze? Fehlanzeige! Angemessene Löhne? Die meisten von denen, wissen gar nicht, was das ist. Trotzdem ist der beliebteste männliche Vorname in manchen Städten Mohammed. Nach dem WW2 gab es einen rasanten Geburtenanstieg in Deutschland. Welche Zukunftsperspektiven hatte die Kriegsgeneration für ihre Kinder denn in… Read more »
Lazarus09
Gast
Genau so Robbespiere .. und natürlich gibts Gegenwind weil keiner begreifen geschweige denn zugeben will das „unsere“ legalen Möglichkeiten exact bei Null liegen,denn da hat sich seit Jahrtausenden nichts geändert.Die Besitzenden unterdrücken mit Gewalt und beuten die Habenichtse aus,bestenfalls lassen sie dem Pöbel die Illusion einer gewissen „Macht“ um ihn ruhig zu halten ..et voila Man lebt lieber in der bequemen demokratischen Illusion und verteidigt diese nach vorne als für die unbequeme Wahrheit aufzuwachen..seis drum. ..das mit den „nur meine 20 pence “ kann man aus dem englischen mit “ mein bescheidener Beitrag “ übersetzen, is so ne Redewendung 😉… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Bruder Johannes Nee, die gehen und gingen nach dem uralten Naturgesetz vor, dass immer gegolten hat und auch weiterhin gelten wird. Die Altersversorgung erfolgt durch die Kinder. Eigendlich müsstest du Migranten aus Afrika lieben, denn du denkst genau so wie sie. Da kommen wohl deine Wurzeln durch.:-) Bei denen ist es auch Usus, viele Kinder zu haben, damit wenns gut läuft, eins davon Arbeit bekommt und die Alten damit durchzieht. Der Rest der Sippe soll halt sehen, wie er klarkommt. Die DRV ist nämlich keine Spardose und keine Versicherung. Schreib das Kürzel DRV mal aus, dann weißt du, dass eben… Read more »
Bruder Johannes
Gast
Eigendlich müsstest du Migranten aus Afrika lieben, denn du denkst genau so wie sie. Da kommen wohl deine Wurzeln durch.:-) Ja, natürlich, sind alle Neger, haben krause Haare und laufen halbnackt rum. Schreib das Kürzel DRV mal aus, dann weißt du, dass eben doch eine Versicherung ist. Nicht im versicherungsrechtlichen Sinne. Die DRV legt kein Geld an und bildet kein Vermögen. Sie hält nur eine Reserve für wenige Wochen vor. Die Beitragszahler finanzieren die vorhergehende Generation und erwerben sich damit einen Anspruch auf die nächste. Dem Grunde nach, aber nicht der Höhe nach. Was die kinderlosen Leute betrifft ( und… Read more »
André B.
Gast
Mal ehrlich: Wer von Euch (sagen wir mal bis 50 Jahre jung) macht sich heute schon ernsthafte Gedanken um die Rente? Das ist viel zuweit weg. Klar könnte man die Sache so gestalten, daß jeder in etwa genug zum Leben hat. Aber damit wäre ja den privaten Versicherern nicht geholfen, und um die geht es. Wie sieht es aus bei Euch? Betreibt Ihr private Vorsorge? Ich mache gar nichts, habe nach fast 20 Jahren Einzahlung von relativ hohen Beträgen noch keine 1000 Euro Rentenanspruch erworben und kann mir somit schon ausrechnen, daß es selbst für mich (Ingenieur) am Ende eng… Read more »
seyinphyin
Gast

Wer glaubt überhaupt daran, dass dieses Land in der Form noch 20-30 oder mehr Jahre durchhält?

Bruder Johannes
Gast

Nach und nach fallen die Alten als Konsumenten weg, und das ist dann nicht mehr lustig.

Ach, Jussuf, Hassan und Mohammad werden das schon richten. Als Konsumenten taugen die alle mal. Nur bei der Finanzierung des Rentensystems wird es dann möglicherweise recht eng.

The Joker
Gast

Ohne sie wird’s aber noch enger.

Bruder Johannes
Gast

Das wissen wir vielleicht in 20 Jahren. Vielleicht ist zwischenzeitlich schon Fessenheim explodiert.

Robbespiere
Mitglied
@André B. Aber damit wäre ja den privaten Versicherern nicht geholfen, und um die geht es. Jaja, die armen Versicherer, die darben in diesem Land fürchterlich. Ohne unsere Unterstützung muss der Herr Kaiser von der Humbug-Mülleimer im Alter täglich Sauerkraut mampfen. Aber im Ernst: die richtige Strategie, fürs Alter vorzusorgen, hängt halt vom persönlichen Einkommen ab und wie risikofreudig man ist. Eine eigene Immobilie, wenn man im Alter keine Miete zahlen will und sie nicht zu teuer einkauft, ist sicher nicht ganz dumm, wenn man sich die Entwicklung der Mieten so ansieht. Man darf sich halt nicht selber finanziell strangulieren,… Read more »
Heldentasse
Mitglied
@Robbespiere Aber im Ernst: die richtige Strategie, fürs Alter vorzusorgen, hängt halt vom persönlichen Einkommen ab und wie risikofreudig man ist…. Es gibt sicher gute Bücher, die einem bei der richtigen Wahl zur Altersvorsorge weiterhelfen, da würde ich zuerst ansetzen. Einspruch Euer Ehren! So langfristig planen wie man es müsste, kann man es in diesem kaputten kapitalgedeckten labilen System nicht, denn die Grundlagen brechen allerorten weg. Und wer meint seine Immobilie sei absolut „sicher“, der sei mal an diese Nettigkeit verwiesen. Mein Ergo: Die beste Altersvorsorge ist ein funktionierender Sozialstaat in dem alle nach ihren Möglichkeiten ihren Beitrag zu leisten… Read more »
Bruder Johannes
Gast
Einspruch Euer Ehren! Noch so einer! :-)) So langfristig planen wie man es müsste, kann man es in diesem kaputten kapitalgedeckten labilen System nicht, denn die Grundlagen brechen allerorten weg. Ach, komm. Man kann nun mal keine 30 bis 50 Jahre im Voraus planen. Man kann es versuchen, und man kann Glück haben. Aber es kann eben auch daneben gehen. Deshalb ist ja der Aussagewert von (vergangenheitsbezogenen) Statistiken für die Zukunft so sehr begrenzt und wirklich seriöse Prognosen brechen nach 3 Jahren die Berechnung ab. Deshalb sind (eigene) Kinder ja für die Altersvorsorge so wichtig. Und selbst das kann aus… Read more »
The Joker
Gast

Deshalb ist die Zuwanderung so wichtig und notwendig.
Die Neubürger haben durchschnittlich eine höhere Kinderzahl pro Familie.

Bruder Johannes
Gast

@ The Joker

Deshalb ist die Zuwanderung so wichtig und notwendig.
Die Neubürger haben durchschnittlich eine höhere Kinderzahl pro Familie.

Das alleine macht’s leider gar nicht. Die Kinder müssen auch so gut ausgebildet werden, dass sie in dieser Gesellschaft zur wirtschaftlichen Wertschöpfung beitragen können. Das gilt übrigens für alle Kinder, nicht nur für die von Migranten.

Robbespiere
Mitglied

@Heldentasse

Einspruch Euer Ehren! So langfristig planen wie man es müsste, kann man es in diesem kaputten kapitalgedeckten labilen System nicht, denn die Grundlagen brechen allerorten weg.

Da stimme ich dir absolut zu und das mit der Zwangshypothek habe ich neulich auch schon mal wo gelesen.
Aber drauf hoffen, dass sich das Rentensystem reformiert, bringt halt auch nicht viel.
Ohne Hosenflattern bei den Entscheidern wird das nix.
Der Bismarck hat die Sozialversicherung ja auch nicht aus reiner Nächstenliebe eingeführt, sondern weil er der SPD den Wind aus den Segeln nehmen wollte, bevor die ihm zu mächtig wurden.

Kathie
Gast

Nicht zu vergessen die Gebühr für Zwangspropaganda, auch GEZ genannt.
Jetzt beginnt wieder die Zeit der Kreidefresser und ich glaube, alle Fast-Rentner haben inzwischen begriffen, daß uns die ReGIERenden nur belügen und betrügen. Wir sind nichts weiter als Verfügungsmasse, so wie Hühner in der Legebatterie. Hin und wieder gibt es mal ein Maiskorn extra. Aber wenn wie keine Eier mehr legen, ab in die stinkende Brühe…

Moin
Gast

„Nicht zu vergessen die Gebühr für Zwangspropaganda, auch GEZ genannt.“

Gestern wurde auf allen öre Kanälen mit der Heraufsetzung der Lebensarbeitszeit gedrohnt.

„Wenn du der Versicherungsbranche nicht dein sauer verdientes Geld hinterher, und deshalb zugleich ins Klo werfen willst, musst du du arbeiten bis 73, lieber Zuschauer!“

Diese Kampagne war gestern offensichtlich und ging mir dermaßen auf den Sack, dass ich die Glotze abgestellt habe. Es gab ausschließlich Interviewte denen grundsätzlich nichts anderes einfiel, als zur Reform des Rentennotstandes die Lebensarbeitszeit heraufzusetzen.

Kathie
Gast

Kenne eine Österreicherin, die – als sie selbstständig war – nichts einbezahlt hat. Sie erhält hier in Deutschland Grundsicherung und von ihrem in Österreich lebenden Bruder zusätzlich Geld (schwarz natürlich), um sich davon ein Auto leasen, eine schöne Wohnung und einen Hund leisten zu können. Sie äußert des öfteren, daß die Deutschen so richtig schön doof sind, und ich ärgere mich dann sehr, da ich mir von meiner Rente weder ein Auto noch einen Hund leisten kann.

Illoinen
Gast

Ja so kann man natürlich auch die Menschen aufhetzen. Im Übrigen sind das Straftaten, welcher der Staatsanwalt verfolgt.

Illoinen
Gast
Ohne Not treiben die Herrschende Politik, wieder viele in die Arme, rechter Gesinnung. Schon einmal unter Brüning erfolgreich durchgeführt, heute also Brüning 2,0? wer danach kam, wissen wohl doch noch nie meisten oder? Was besonders Auffällig ist, dass die Produktivitätssteigerungen die es ja jedes Jahr gegeben hat und auch weiterhin geben wird, hier so gut wie gar nicht zum Thema, bei der Demographie gemacht werden, sondern man tut so, als wenn es hier keinen Zusammenhänge gibt. Auch das wir heute trotz oder gerade wegen der jährlichen Produktivitätssteigerungen, ohne Probleme vernünftige Renten zahlen könnten, wenn nicht unter Rot Grün, nicht nur… Read more »
Illoinen
Gast
Die Internetseite rentenpolitikwatch.de wurde gestartet. Mehr als 50% (10 Millionen) Rentner bald in Altersarmut? Senkung des realen Rentenniveaus um 30%? Wir sagen: NEIN! Und fordern die Politiker auf: Kehrt endlich um! 89% der Wahlbürgerinnen und Wahlbürger würden eine Partei, die die Renten kürzen will, nicht wählen! Das hat das Emnid-Institut in einer Umfrage im Februar 2015 ermittelt. Aber offensichtlich verhalten sich die Wählerinnen und Wähler bisher anders als sie eigentlich wollen oder gehen aus Enttäuschung nicht mehr wählen (28% Nichtwähler). Die CDU/CSU, SPD, Die GRÜNEN und die FDP haben das Rentenniveau seit 2000 real um 10% gesenkt, es soll bis… Read more »
Illoinen
Gast
Mail von Professor Gerd Bosbach auf den Nachdenkseiten Schäubles Denkfehler in der Rentendebatte Schäuble zelebriert eine Simpellogik: Werden wir älter müssen wir länger arbeiten. Eingängig aber falsch. 1.Ein Blick in das letzte Jahrhundert Die Lebenserwartung stieg von 46 auf 78 Jahre, die Lebensarbeitszeit sank von 70 auf 65 Jahre. Gleichzeitig sanken Jahres- und Wochenarbeitszeiten massiv. Und die Arbeitskräfte gingen dabei nicht aus, eher die Arbeitsplätze. Im Jahre 1999 betrug die offizielle Arbeitslosigkeit 4,1 Millionen. Der Anteil der über 64 Jährigen stieg in dem Jahrhundert von 4,9 auf 16,7%, der Anteil der Rentner noch stärker. Und trotzdem ging es Allen materiell… Read more »
Lazarus09
Gast
Gier fressen Hirn Aufklärung, Warnungen, belastbare Zahlen, Rechenbeispiele sowie Lösungsansätze gibt es seit Jahren und im Überfluss. Resultat Null..0..Nix…Nada Weiter mit Vollgas auf den Abgrund zu ,sehr zum Wohle derer, die nicht mehr wissen wohin mit dem, was sie völlig „legal“/isiert aus der Arbeitsleistung der Lohnabhängigen rauben dürfen und unter der Ignoranz der Steuerbehörden vor deren Zugriff in Steueroasen rund um den Globus bunkern. Jetzt werdet ihr fragen : WARUM..? Antwort : „Weil sie es können,denn in der Politik geschieht nicht zufällig, wenn etwas auf die eine oder andere Weise passiert kann man getrost davon ausgehen dass es so gewollt… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Lazarus09

Treffend auf den Punkt gebracht.

seyinphyin
Gast

Ist auch nichts neues. Die meisten Zivilisationen gingen nicht umsonst gewaltsam zugrunde.

Ist halt auch kein Wunder, wenn die Masse den Psychopathen folgt.

Moin
Gast
Robbespiere
Mitglied

@Moin

Geht nicht, die hat sie bei ihm schon wo anders platziert.

Bruder Johannes
Gast

Geht schon! Ist aber eklig. Obwohl… Man weiß ja so wenig…:-)

Bruder Johannes
Gast

Angela! Mensch! Angela!

Moin
Gast

Der Witz ist, dass er nach 7 Jahren der Präsidentschaft nicht weiß, dass sie nicht Angelika heißt.

Hasse nich verstanden, wah ? :-))))

Bruder Johannes
Gast

Ach, soooo! Dabei läge ihm Ändschäla viel näher. Ja, so kann man sich irren…:-)

Moin
Gast

Übersetzer fragt Draghi:

„Was denken Kannibalen, wenn sie einen Rollstuhlfahrer sehen?
„Oh geil, Essen auf Rädern!“

http://img.zeit.de/politik/2016-04/draghi-schaeuble/bitblt-820×461-a3e51d71c8dda868e84c15b7e77b675bec3f935b/wide

Nehmt euch ned immer so ernst hier !

MacPaul
Gast

Leider haben es die Deutschen in ihrer Unterwürfigkeit und Dummheit nicht anders verdient; mit diesem Volk kann man einfach keinen Staat machen!

Ende der 30er Jahre ist hier Schicht im Schacht, könnt ihr euch im Kalender vormerken, dann wird dieses Land zusammenbrechen inkl. seiner Kompensationen („starker“ Mann gegenüber Rest-EU bei gleichzeitiger Unterwerfung unter die USA).

Dann kommt alles zusammen, was nur zusammen kommen kann, inkl. des schlechter werdenden Verhältnisses Arbeiter zu Rentner aufgrund der Geburtenstarken Jahrgänge.

Die Frage ist nur, was dann passiert; ich vermute eine faschistische Ent-/Abwicklung, ausgeführt durch die AfD.

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