Festgefahren und zugequatscht – wir sollten ein bisschen wankelmütiger werden!

Mohr-Westphalsche-WaageWer hat eigentlich womit genau in welcher Situation recht? Und wer nicht? Wie bilden wir unsere Meinung überhaupt? Ist es ein Prozess, den wir still und heimlich durchlaufen? Eher nicht. Oder ist es nicht so, dass wir uns von den täglichen Meinungen beeinflussen lassen? Natürlich ist das so!

Meinungen entstehen durch Streit, durch Gespräche, durch Provokationen und durch die Medien. Aber filtern wir nicht trotzdem aus all dem, was wir täglich lesen und hören, unsere eigene Meinung heraus? Differenzieren wir dabei, wer etwas sagt, wie es gesagt wird und insbesondere, was zwischen den Zeilen lesbar ist?
Man muss wohl konstatieren, dass das immer seltener der Fall ist.

Alle haben recht! Alle?

Konstantin Wecker wusste schon 1989, dass alle recht haben. Auf seinem Album „Stilles Glück, trautes Heim“ sang der Komponist davon, dass Meier recht hat, Müller ebenso, außerdem seine Mutter, ein Pfund Butter, die Grünen, Körner- oder Leichenfresser. Und wenn sich dann noch ein Professor findet, der sein letztes Urteil fällt, dann wird die Welt zusammengehalten.
Schon damals war Rechthaberei also ein Thema. Schon damals wurde beim Versuch, im Recht zu sein, mit harten Bandagen gekämpft. Aber es geschah in kleineren Kreisen. Nur wenige Menschen waren in der Lage, ihre Meinung der restlichen Welt schmackhaft zu machen, geschweige denn sie ihr aufzuzwingen. Dafür brauchte man Beziehungen, eine Lobby und Medien, die bereit waren, diese Meinung zu verbreiten.
Und heute? Hat jeder sein eigenes Medium. Und entsprechende Reichweiten, wenn er Glück hat und es geschickt anstellt.

Wir kauen vor, wir kauen nach

Google funktioniert eigentlich recht einfach. Die Suchmaschine „merkt“ sich unsere Suchanfragen und präsentiert uns bei nächster Gelegenheit Anzeigen oder Suchergebnisse, die zu unserem Profil passen. Das ist der Grund, warum sich über Google Werbung so leicht verkaufen lässt. Die Werbekunden können sicher sein, dass ihre Zielgruppe über Google so präzise ausgewählt und angesprochen wird, dass sich die Streuverluste in überschaubaren Grenzen halten. Es ist aber auch einer der Gründe, warum wir bei unserer Meinungsbildung so schwerfällig und immer seltener in der Lage sind, in neue Richtungen zu denken.

Das Paradebeispiel für die Meinungsbildung von heute ist Facebook. Das Netzwerk achtet genau darauf, dass uns Postings, Anzeigen und News angezeigt werden, die zu unserem bisherigen Meinungsbild und unserem Profil passen. Wer beispielsweise einmal nach einer Armbanduhr aus Holz gesucht hat, wird sicher festgestellt haben, dass er von diesem Moment an förmlich mit Inhalten bombardiert wird, die irgend etwas mit Holzuhren zu tun haben. Es dauert eine Weile, bis wir von diesem Inhalt wieder verschont werden. Und sobald wir an unserem Rechner erneut etwas tun, das mit Uhren aus Holz zu tun hat, geht die Geschichte wieder von vorne los. Bei Armbanduhren hat das noch keine gravierende Auswirkungen, bei anderen Themen sieht die Sache schon anders aus.

Was Recht ist, muss Recht bleiben

Brisant wir es, wenn wir uns unsere täglichen Informationen zu einem Großteil aus Netzwerken wie Facebook holen und auf andere Medien weitgehend verzichten. Oder über die News von Google. Beide Internetriesen wissen, welche Meinung wir einmal vertreten haben. Und beide gehen bis auf weiteres zunächst davon aus, dass sich an dieser Meinung nichts geändert hat. Was wahrscheinlich sogar stimmt und bedingt ist durch genau diese „Überlegung“ bzw. diesen Algorithmus, der uns mit Inhalten füttert, die zu uns „passen“. Aus der Sicht der Internetriesen macht dieses Verhalten ja auch Sinn. Sie wollen uns nicht mit Inhalten langweilen oder gar provozieren, die nicht unserem Nutzerverhalten entsprechen. Denn das macht unbeliebt. Facebook fühlt sich nicht zuständig, wenn es um Meinungsbildung geht, nimmt aber gleichzeitig genau darauf Einfluss.

Guter Flüchtling, böser Flüchtling

Ein Beispiel:
User A fühlt sich durch die Flüchtlinge, die in unser Land kommen, gestört. Er hat Angst vor Überfremdung, vielleicht noch vor der Islamisierung, im schlimmsten Fall gleich vor dem Untergang des kompletten Abendlandes. Das tut er auf Facebook kund, und zwar mit aller Deutlichkeit. Viele seiner „Freunde“ teilen – im doppelten Sinne – seine Meinung.
User B hat Verständnis für die Flüchtlinge, die zu uns kommen. Er sieht die Ursachen in dem Leid, das wir woanders anrichten und ist der Meinung, dass wir als reiche Länder dafür auch die Verantwortung übernehmen müssen. Obergrenzen oder ähnliches widersprechen seiner Meinung nach dem Grundrecht auf Asyl. User B posaunt seine Meinung wie auch User A lauthals in die (soziale) Welt hinaus, seine „Freunde“ stimmen mit ein in den Chor.

Beide User leben gewissermaßen in ihrer eigenen Welt, die andere Meinungen nicht oder kaum zulässt. Vielmehr werden sie durch das, was sie täglich sehen und lesen, in ihrer Meinung bestärkt. Und sie sehen sich bestärkt durch ihre Freundeskreise, durch von Facebook dazu passend ausgewählte Postings und Meldungen, durch Kommentare anderer Nutzer, die ebenfalls so „ticken“ wie sie.
So etwas wie eine Debattenkultur kann so nicht entstehen. Shitstorms und Hasspostings dagegen sind inzwischen gang und gäbe. Für die beiden Beispiel-User gibt es nur gute oder böse Flüchtlinge. Während A alles verteufelt, was – überspitzt formuliert – nicht blond und blauäugig ist, sieht B in jedem Flüchtling einen potenziellen Freund, der zur Bereicherung der Gesellschaft beiträgt. Treffen nun User A und User B aufeinander, wird es hässlich.

Wankelmut ist Schwäche! Ist das so?

Wir leben in einer Zeit, in der eine gefestigte Meinung als Stärke und Souveränität gewertet wird, wechselnde Meinungen dagegen als Schwäche und Inkonsequenz betrachtet werden. Zudem sind Zwischentöne unerwünscht. Das werden unsere beiden Beispiel-User zu spüren bekommen, wenn sie von der Meinung ihrer „Gruppe“ abweichen. Wenn der Flüchtlingsgegner sich plötzlich Gedanken darüber macht, welche Bedeutung der Krieg und die Waffenlobby für die Flüchtlingsbewegungen haben, wird er es ebenso schwer haben wie User B, der öffentlich darüber sinniert, dass die Verteilung der Flüchtlinge zu einem Problem werden kann.

Auch wenn beide User Punkte ansprechen, die sich ergänzen könnten, wird es zu diesem Dialog wohl kaum kommen. Eine Debattenkultur wäre aber der Austausch konträrer Meinungen, der Diskurs mit offenen Ohren und Augen, die Bereitschaft, sich auf die Argumente der Gegenseite einzulassen. Dabei geht es nicht darum, ungewollt Schwäche zu zeigen, sondern durch eine breit aufgestellte Betrachtungsweise stärker zu werden. In der eigenen Argumentation, aber auch im Zulassen schlüssiger Argumente.
So gesehen stände uns etwas mehr Wankelmut gut zu Gesicht.

Niemand muss mit seinen Überzeugungen brechen

Es gibt Standpunkte, die einfach nicht passen. Es gibt Überzeugungen, die sich auf ganzer Linie ausschließen. Ein NPD-Kreisvorsitzender wird in lockerer Runde mit einem Kreisvorsitzenden der örtlichen Linken wahrscheinlich keine Diskussion führen können, die auf fruchtbaren Boden fällt. Gänzlich ausschließen sollte man zwar selbst bei dieser Konstellation eine konstruktive Debatte nicht, die Wahrscheinlichkeit geht aber – das ist nun mal so – gegen Null.
Doch die Grenze der eigenen Toleranz ist inzwischen viel schneller erreicht, und es zeichnet sich ab, dass dieser Trend sich fortsetzt. Es geht vielfach nicht mehr um Streit über Argumente, es wird nicht einmal mehr zugehört oder gelesen, was der andere zu sagen hat. Wir haben uns selbst unseren Algorithmus geschaffen und blenden bei bestimmten Schlüsselbegriffen unsere Bereitschaft zur Debatte aus.

Dabei ist die Furcht, man müsse mit seinen Überzeugungen brechen, gänzlich unbegründet. Im Netz allemal. Statt die Anonymität und die Distanz des Internets zu nutzen, um unseren Horizont zu erweitern, prügeln wir lieber verbal auf den politische Gegner ein, diffamieren ihn, beleidigen ihn, drohen ihm womöglich sogar offen. Das ist ein Problem.

Denn aus verbalen Drohungen werden irgendwann konkrete Taten. Jeder, der sich an Hasskampagnen und Hetzjagden im Netz beteiligt und jeder, der ernsthafte Drohungen ausspricht, muss damit rechnen, dass ein anderer genau diese Drohung gebraucht hat, um seine persönliche Hemmschwelle zu überwinden und zur Tat zu schreiten. Man kann davon ausgehen, dass die vermehrten Angriffe auf Flüchtlingsheime nicht nur dem Versagen der Politik zu tun haben, sondern auch mit den unzähligen Aufforderungen dazu, die im Netz zu finden sind.

Etwas mehr Wankelmut, bitte!

Im Duden steht unter dem Begriff Wankelmut:
„Entschlusslosigkeit, Flatterhaftigkeit, innere Schwankungen, schwankende Gesinnung/Haltung/Stimmung, Sprunghaftigkeit, Unausgeglichenheit, Unberechenbarkeit,Unbeständigkeit, Unentschiedenheit, Unentschlossenheit, Unstetigkeit, Unzuverlässigkeit,Wandelbarkeit, Wechselhaftigkeit; (gehoben abwertend) Wankelmütigkeit; (besonders Politikjargon) Schlingerkurs.

Wahrlich alles andere als lobende Attribute. Aber wenn man einmal genauer darüber nachdenkt, sind Unentschlossenheit und Unentschiedenheit – um einmal zwei Begriffe heraus zu nehmen – durchaus auch mit Chancen behaftet. Wer unentschlossen ist, wie man – um beim oben genannten Beispiel zu bleiben – angemessen mit der Frage der weltweiten Flüchtlingsbewegungen umgeht, der ist bereit, sich darüber Gedanken zu machen. Wer sich dagegen in Beständigkeit übt und ein Abweichen von dieser als Schwäche betrachtet, wird auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten eher wenig bis gar nichts beisteuern können. Weil er nicht bereit ist, sich von seinem festgefahrenen Modell zu verabschieden oder aber es zumindest in Frage zu stellen.

Beliebt ist die wankelmütige Herangehensweise nicht, und sie wird immer unbeliebter, weil sie unbequem ist, anstrengend, weil ein klares Bild der vermeintlichen Wirklichkeit ohne Risse komfortabler ist.
Aber manchmal ist der ungeliebte Weg trotzdem der, der erfolgreicher ist.
Günther Bloch, ausgewiesener Experte für Wölfe, schrieb in seinem Buch „Der Wolf im Hundepelz“ in einer Neuauflage, dass er ein paar Ansichten zum Wolf revidieren musste. Wohl ahnend, dass er für diesen Wankelmut etliche Kritiker auf den Plan rufen würde, fügte er hinzu: „Auch mich kann keiner daran hindern, mit der Zeit etwas klüger zu werden.“

——————————————————————————————————-
Bild: Oliver Kurmis

Hinterlasse einen Kommentar

119 Kommentare auf "Festgefahren und zugequatscht – wir sollten ein bisschen wankelmütiger werden!"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
seyinphyin
Gast

Bei sowas muss man sehr vorsichtig sein. Es ist eine der Hauptwaffen von Rechten, dass sie Fakten zur Meinung machen – und dann eben einfach nur anderer Meinung sind.

Heldentasse
Mitglied
@Jörg Ein nachdenkswerter Artikel, allerdings würde ich gerne einen großen Anteil der von Dir propagierten Wankelmütigkeit durch echte Bildung (nicht Ausbildung!!!) ersetzen, um so erst eine eigenständige Meinungsbildung des einzelnen Menschen zu ermöglichen. Das dies heutzutage kaum noch möglich ist, scheint systembedingt zu sein: Rainer Mausfeld: Ja, und das ist auch kein Wunder. Denn das Ausbildungssystem ist nur ein Aspekt der sehr viel weitreichenderen und tiefergehenden aktuellen Indoktrinationssysteme. Da diese im Wortsinne inhuman sind, also Zielen dienen, die der Natur unseres Geistes und somit der Natur des Menschen zuwiderlaufen, gehen sie fast zwangsläufig mit gewaltigen psychischen Folgekosten einher. Diese Indoktrinationssysteme… Read more »
Pir
Gast
Ich finde, die meisten können sehr wohl differenzieren und es gibt für sie eben nicht nur entweder „gute oder böse Flüchtlinge“. Aber sie sehen — beispielsweise — auch die Problematik der gesellschaftlich-kulturellen Ferne, der Wohnungsknappheit, der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und — sehr gravierend — die Gefahr des Downgrade unseres Sozialstaates. Auch beschäftigt sie die Frage der Gerechtigkeit sehr: Ist es fair, wenn eine Gruppe A beständig in einen Solidartopf einzahlt und dann eine Gruppe B kommt, um ebenso daraus zu schöpfen, obwohl sie sich nie daran beteiligt hat? Und was ist mit Gruppe C, denjenigen, denen es *wirklich* schlecht… Read more »
Moin
Gast
Yarsin
Mitglied

Reflexartig antwortest du mit einem extrem.

Ich finde diese Lied viel passender:

Robbespiere
Mitglied
@Pir Auch beschäftigt sie die Frage der Gerechtigkeit sehr: Ist es fair, wenn eine Gruppe A beständig in einen Solidartopf einzahlt und dann eine Gruppe B kommt, um ebenso daraus zu schöpfen Leider vergessen sie dabei, dass eine Gruppe X gibt, die sich permanent weigert, in den Solidartopf einzuzahlen, obwohl sie immer stärker davon profitiert, dass Gruppe A ihre Gewinne erzeugt, aber immer schlechter und seltener dafür entlohnt wird. Und sie wollen auch nicht sehen, dass Gruppe B ihre Heimat nicht aus Geldgier, sondern schierer Not ( wofür Gruppe X verantwortlich ist ) velassen hat und gar keine Möglichkeit hatte,… Read more »
Yarsin
Mitglied

Dabei vergisst du Z. Z bekommt von A jeden Monat sehr viel Geld, das Z „Gewinnbringend“ für die Altersvorsorge von A anlegen soll.
Wodurch letztendlich Z für Fluchtursachen und der Verteuerung der Lebensgrundlage von A verantwortlich ist.
Auch wird der Binnenwirtschaft für ca. 30 Jahre eine riesige Summe entzogen, die nicht verkonsumiert wird.

Robbespiere
Mitglied

@Yarsin

X ist der Eigentümer von Z, daher quasi identisch.
Dass A dadurch Mittel entzogen werden, die damit das Verhältnis von Einkommen zu Preisen für ihn verschlechtern, ist klar.
Dieses Geld fehlt logischerweise als Einkommen in der Realwirtschaft und wandert als Spekulationsmasse an die unproduktiven Finanzmärkte, wieder zu Gunsten von X.

Mordred
Gast

super posting. nur folgendes sehe ich etwas anders:

Leider fehlt es weiten Teilen der Gruppe A scheinbar an Mut oder der geistigen Reife,
den Zusammenhang zwischen dem gigantischen, stetig wachsenden Vermögen der Gruppe X und dem sozialen Absturz der Gruppen A und B zu bekämpfen oder gar zu erkennen.

woran es fehlt dürfte auch schlicht wissen in kombo mit interesse sein. wenn du nur die nachrichten aus rundfunk und tv konsumierst, gerne auch „qualität“ aka öffentlich rechtliche, wirst du nicht einmal im ansatz verstehen können, wie es sich mit gruppe x verhält und wie diese entstanden ist bzw. sich weiterentwickelt hat.

Robbespiere
Mitglied

@Mordred

woran es fehlt dürfte auch schlicht wissen in kombo mit interesse sein. wenn du nur die nachrichten aus rundfunk und tv konsumierst, gerne auch “qualität” aka öffentlich rechtliche, wirst du nicht einmal im ansatz verstehen können, wie es sich mit gruppe x verhält und wie diese entstanden ist bzw. sich weiterentwickelt hat.

Sofern man sich in Puncto Information und Wissen rein auf die genannten Quellen verläßt und die Realität um sich herum völlig ausblendet bzw. sich immer nur im eigenen „Dunstkreis“ (Klasse) bewegt, hast du absolut recht.

Mordred
Gast

tja. und ich denke, dass wir damit von mind. 80% der bevölkerung reden.

Pir
Gast
Das ist immer die einfache Lösung: Das Geld reicht nicht? Dann müssen wir denen, die viel haben, eben mehr wegnehmen. Dabei vergisst man immer zwei Dinge: Erstens liegt deren Kapital nicht wie bei Dagobert Duck im Goldtresor, sondern ist häufig in Produktionsmitteln investiert. Die Diskussion um die Erbschaftssteuer zeigt doch, wie komplex die Sache ist und dass man, wenn man nicht genau abwägt, sehr viel Schaden anrichten kann. Da sägt man am Ende am Ast, auf dem man mit sitzt. Zweitens ist das Kapital ein scheues Reh. Mit welchen Gründen möchte man die „Reichen“ hier halten, wenn man es zu… Read more »
ChrisA
Mitglied
@Pir Das ist immer die einfache Lösung: Das Geld reicht nicht? Dann müssen wir denen, die viel haben, eben mehr wegnehmen. Dabei vergisst man immer zwei Dinge: Erstens liegt deren Kapital nicht wie bei Dagobert Duck im Goldtresor, sondern ist häufig in Produktionsmitteln investiert. Damit bestimmt am Ende der Kapitalgeber, welche Renditen die Unternehmungen, in denen er investiert ist, bitte abzuwerfen haben. Ein Unternehmen, das den Namen verdient, muss eine Strategie verfolgen, die ihm eine lange Existenz und somit den von ihm lebenden Menschen stabile Perspektiven bietet. Wären die Kapitalgeber alle derart langzeitorientiert, gäbe es manche Probleme nicht. In Wahrheit… Read more »
Moin
Gast

Alles was Gewinn einfährt ist gut, auch Hass, Wankelmut und Schublade. So jedenfalls hält es die Mutter aller Internetdebatten, Facebook. Meinungsbildung auf neoliberal strukturierten Plattformen kann an Bestehendem nichts ändern, sondern manifestiert kapitalakkumulierende Machtverhältnisse und globale Verelendung. Die Zeiten eines „Internetaktivismus“ gab es nie. Träumt, sucht Mitzeichner für Bittschriften an höhere Instanzen und heuchelt dem rechten Schmierlappen weiterhin Erkenntnisinteresse am kaputten Menschenbild. Die kleine Welt darf sauber und gewaltfrei bleiben, zum Glück knallts nur draußen in der „Kohlenstoffwelt“ ( Lobo ).

Bruder Johannes
Gast

Die Suchmaschine „merkt“ sich unsere Suchanfragen und präsentiert uns bei nächster Gelegenheit Anzeigen oder Suchergebnisse, die zu unserem Profil passen.

Das Paradebeispiel für die Meinungsbildung von heute ist Facebook.

Selbst schuld, wer das zulässt. Diese und andere Datenkraken sind zu meiden. Es gibt nicht nur pflanzliche und chemische Drogen.

White Lee
Gast
Na, man sollte nur wissen worauf man sich einlässt und ein wenig zwischen Facebooks Zeilen der Nutzungsbedingungen und ihren Angaben über den Umgang mit der Datensammlung lesen. Man nutzt sie schließlich freiwillig Genau wie jede andere Droge. Bei Facebook zählt „Selbstbestimmung“ – Niemand zwingt einen – Nagut die Gesellschaft, aber das ist was anders – die OnlineAngebote der Big Player zu nutzen, es gibt genügend alternativen. Facebook? Minds.com. Außerdem, jeder der Facebook zu nutzen gelernt hat, weiß, dass es ein Online Werkzeug sein kann. Ja eine Datenkrake. Aber vom User selbstbestimmt. Wenn man das Angebot von einem Big Player in… Read more »
Moin
Gast
„Na, man sollte nur wissen worauf man sich einlässt und ein wenig zwischen Facebooks Zeilen der Nutzungsbedingungen und ihren Angaben über den Umgang mit der Datensammlung lesen. Man nutzt sie schließlich freiwillig Genau wie jede andere Droge.“ Welchen Sinn hat die Datensammlung ? Wird uns in 20 Jahren ein Quantencomputer, der mehr als Ja und Nein kann, der Zwischenwerte und „Gefühle“ simulieren kann, aus den gesammlten Daten die perfekte Gesellschaftsform errechnen ? Was käme dabei raus ? Kapitalismus ? Welchen Sinn hat die Datensammlung außer sich mittelbar GEGEN den Menschen zu richten ? Mit jeder Bewegung im Internet wissen wir… Read more »
Yarsin
Mitglied

„Wird uns in 20 Jahren ein Quantencomputer, der mehr als Ja und Nein kann, der Zwischenwerte und “Gefühle” simulieren kann, aus den gesammlten Daten die perfekte Gesellschaftsform errechnen ?“

Wohl eher nicht. Denn es kommt darauf an, wer mit welchen Vorgaben das Programm zum errechnen der perfekten Gesellschaftsfotm erstellt.

Die Antwort hesst sowieso „21“

Moin
Gast

„Wohl eher nicht. Denn es kommt darauf an, wer mit welchen Vorgaben das Programm zum errechnen der perfekten Gesellschaftsfotm erstellt.“

Es käme darauf an.

Wer die Daten besitzt.
Welche Daten ausgewählt würden.
Wer sie auswählt.
Wie Datenbesitz gerechtfertigt und verteidigt wird.

Kommt dir was bekannt vor ?

Wir könnten schon jetzt unseren „gesellschaftsdynamischen Quantencomputer“ anwerfen um die „perfekte Gesellschaftsform“ zu errechnen. Die Menschheit ist seit Anbeginn dabei, derzeit aber ins Stocken geraten worden. Diesen Zustand können wir uns nicht leisten.

QuestionMark
Gast
@Wellbrock Dein oben beschriebener Eindruck ergibt sich aus den Beobachtungen die du im Internet machst. Dort wird (teils sehr heftig) ausgeteilt. Die Sache hat natürlich auch einen Bezug zu dieser Plattform. Hier bewegen sich (zumindest verbal) viele Linksextremisten. Diese Damen und Herren sind ideologisiert und können überhaupt nicht mehr aus ihrer Religiösität raus. Und, du kannst dich nicht mit einem Religiösen ernsthaft über die Existenz Gottes (beispielsweise) unterhalten. Er wird einfach kein Argument zulassen. Und so ist dann auch eine Debatte von vorneherein verunmöglicht. Wer fanatisch seine Religion verbreiten will, der wird keine „Andersgläubigen“ zulassen. Deshalb auch die immer wieder… Read more »
Moin
Gast

„Die Sache hat natürlich auch einen Bezug zu dieser Plattform. Hier bewegen sich (zumindest verbal) viele Linksextremisten. Diese Damen und Herren sind ideologisiert und können überhaupt nicht mehr aus ihrer Religiösität raus.“

Sei froh das die sich hier „bewegen“. Auf der Straße hättest du wegen deiner schmierigen Penetranz und menschenverachtenden Weisheiten längst Dresche bezogen.
Lauf mal durch den schwarzen Block und erzähl den Leuten brühwarm was du hier zum Besten gibst.

Mach, und nimm die anderen Bettnässer mit !

Suje
Gast

Persönliche Angriffe führen auch nicht weiter. Allein seine Benutzung des Wortes Linksextremist disqualifiziert ihn völlig, da er scheinbar keine Ahnung von dessen (anarcho)kommunistischer Bedeutung hat.

Je nachdem, wie weit rechts man im politischen Spektrum steht mögen einem (eine semantische Unkenntnis vorausgesetzt) auch ordo-/sozialliberale und humanistische Ansichten als linksextrem vorkommen.

QuestionMark
Gast

Ihr seid schon lustige Figuren. 🙂

GrooveX
Mitglied

und du eine miese.

niki
Mitglied

Wir sind wenigstens lustig…. Du bist nur kackbraun!

Mordred
Gast

Die Sache hat natürlich auch einen Bezug zu dieser Plattform. Hier bewegen sich (zumindest verbal) viele Linksextremisten. Diese Damen und Herren sind ideologisiert und können überhaupt nicht mehr aus ihrer Religiösität raus.

völliger quatsch. oder woran machst du das fest? dass du zurecht als braun beschimpft wirst? selbst wenn da leute in ihrer wortwahl über die stränge schlagen, macht sie das noch lange nicht linksextrem.

Bruder Johannes
Gast

selbst wenn da leute in ihrer wortwahl über die stränge schlagen, macht sie das noch lange nicht linksextrem.

Aber auf der rechten Seite gilt das natürlich ÜBERHAUPT NIE NICH!

Jo, is klar, Keule!

Mordred
Gast

moin atze.
das habe ich nicht gesagt.

Schweigsam
Gast

Wie ich finde ein guter Kommentar.

Von Wankelmütigkeit kann ich so einiges erzählen…Ich, der sich selbst für leicht links hält teilt auch mal in dieser Richtung aus…zweifeln an das eigene tun und handeln ist für mich auch ein Zeichen des Gewissens…

Der Mensch ist aber nicht gewissenhaft.

Yarsin
Mitglied

„Sein Gewissen ist rein sie/er benutzte es nie“

Fridel
Gast
Doch die Grenze der eigenen Toleranz ist inzwischen viel schneller erreicht, und es zeichnet sich ab, dass dieser Trend sich fortsetzt. Es geht vielfach nicht mehr um Streit über Argumente, es wird nicht einmal mehr zugehört oder gelesen, was der andere zu sagen hat. Wir haben uns selbst unseren Algorithmus geschaffen und blenden bei bestimmten Schlüsselbegriffen unsere Bereitschaft zur Debatte aus. Das erinnert mich an Chomskys „Manufacturing Consent“: Der US-amerikanische Linguist Noam Chomsky hatte einst in einer vielbeachteten Studie von einer Konsensmaschine gesprochen. Das, was die Medien betreiben, sei „Manufacturing Consent“. Es wird ein Rahmen an politischen und gesellschaftlichen Meinungen… Read more »
GrooveX
Mitglied

ihr armen opfer! ja, hoffentlich bleibt was kleben. mehr wünscht man sich ja kaum. also, ein bisschen mehr natürlich schon. wenn rechtsdreher sich auf chomsky glauben berufen zu können, wird es echt lustig. ‚wir sind genau die, über die er schreibt. wir sind die opfer!‘ möchtest du weinen? du darfst! aber niemand soll gezwungen sein, sich dieses scheinheilige getue zu geben. also hau ab.

Fridel
Gast

„Hau ab“? Haben das die Nationalsozialisten nicht auch 1938 zu den Juden gesagt? 😉

Na, GrooveX, wer austeilt, muss auch einstecken können.

GrooveX
Mitglied

oh je, du hast voll einen an der waffel. lass dir helfen. hier wird das nichts. hau ab und tu was für dich!

Fridel
Gast

Schöne Blume haste im Avatarfoto!

wschira
Mitglied

“Hau ab”? Haben das die Nationalsozialisten nicht auch 1938 zu den Juden gesagt? 😉

Hätten sie das gesagt, hätte es wohl keine Judenvernichtung gegeben.
Aber wenn eine kackbraune Figur solche Vergleiche macht, ist das nur noch peinlich.

Fridel
Gast

@wschira:

Du vergisst, dass es in den 30ern Vertreibungsaktionen gegen Juden gab, sowie geplatzte Abschiebungsdeals mit anderen Staaten, die die Juden hätten retten können.

The Joker
Gast

Genau.
Der Führer hat den Juden ja auch eine Stadt geschenkt.
Nur weil das Ausland die Juden nicht wollte, musste schweren Herzens halt a bisserl endgelöst werden.
Völkermord aus Notwehr eben…

Fridel, ich wünsch‘ Dir eine lange und schwere Krankheit!

Fridel
Gast

Nur weil das Ausland die Juden nicht wollte, musste schweren Herzens halt a bisserl endgelöst werden.
Völkermord aus Notwehr eben…

Das hast du gesagt und gedacht, nicht ich.

Fridel, ich wünsch’ Dir eine lange und schwere Krankheit!

Und ich wünsche dir mehr Bildung und weniger Leugnung von historischen Fakten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ha%E2%80%99avara-Abkommen
https://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskarplan
https://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/gerettete-geschichten/177625/vertreibung-und-vernichtung-der-juden-aus-dem-deutschen-reich

wschira
Mitglied
Du vergisst, dass es in den 30ern Vertreibungsaktionen gegen Juden gab, sowie geplatzte Abschiebungsdeals mit anderen Staaten, die die Juden hätten retten können. Erstens möchte ich von einem Nazi nicht geduzt werden, und zweitens war die „Endlösung der Judenfrage“ schon beim Antritt der braunen Horden konzipiert. Sie wurde zwar erst 1941 formuliert, aber in Teilen schon 1919 dargelegt. Die Ursprünge liegen aber noch weiter zurück und verlieren sich im Dunkel der braunen Ideologie. Aus Wikipedia: Am 3. Juli 1920 schrieb Hitler in einem Brief an Konstantin Hierl:[19] „Sowenig ich einer Tuberkelbazille einen Vorwurf machen kann einer Tätigkeit wegen, die für… Read more »
Sukram71
Gast
Welche politische Meinung man hat, hängt oft von der persönlichen Lebenslage und dem Charakter ab. Auch ob man mit sich und seiner Lebebssituation zufrieden ist. Oder ob man so ne gegen-alles-Mentalität geradezu braucht, weil man im Leben kämpfen muss und/oder die Schuld für eigene Schwächen bei anderen sucht bzw für seine Stimmung suchen muss. Sachargumente spielen da eher weniger eine Rolle. Unbequeme werden eher verdrängt. Vom Bildungsstand und ein bisschen vom IQ (und was damit zutun hat) hängt es dann noch ab, wie fundiert man argumentieren kann. Die politische Ausrichtung hat aber rein gar nix mit dem Bildungsstand zu tun.… Read more »
Suje
Gast
Und dann gibt es eben Leute, die haben schlechte oder keine Jobs, weil sie einfach wenig talentiert sind und nicht besonders klug. Zunächst einmal: was definierst du überhaupt als guten Job? Einen hoch entlohnten? Warum sollte man eine Tätigkeit nach deren Geldwert und nich nach ihrer gesellschaftlichen Bedeutung beurteilen? Es ist doch vielmehr so, dass viele gesellschaftlich/sozial essentielle Berufe mit viel Verantwortung menschenunwürdig entlohnt werden. Und dann implizierst du auch noch, dass Arbeitslose/prekär Beschäftigte/niedrig Entlohnte wenig talentiert und nicht besonders klug sind? Wie kann so ein menschenverachtender Satz in Hinblick auf die enorme soziale Bildungsselektion, die schwache Durchlässigkeit zwischen den… Read more »
Bruder Johannes
Gast

Ist schon klar. Keiner kann für nix irgendwas, wenn er wirtschaftlich nicht klar kommt. Es sind immer andere schuldig.

z. B.

den Wirtschaftsmangel in strukturschwachen Regionen

Tja, dann muss man dem eben entfliehen. Machen uns gerade Millionen vor.

Aber da bleibt man natürlich lieber hocken und hört auf so Erklärbären wie Dich!

Bringt kein Stück Margarine auf’s Brot.

Andrea
Gast

„Tja, dann muss man dem eben entfliehen. Machen uns gerade Millionen vor.“

Das ist lupenreiner Sozialdarwinismus. Das liest man oft bei Euch Befürwortern offener Grenzen. Ihr seid im Grunde lupenreine Neoliberale und merkt es nicht einmal.

Bruder Johannes
Gast

Na ja, dann kriech halt in Deine Kuschelecke, beweine Dein Schicksal und fühl Dich schlecht behandelt. Wenn’s was hilft…

Mordred
Gast

lol. also wäre es für dich bspw. ne option, ostdeutschland dichtzumachen?

Bruder Johannes
Gast

Warum? Es hat da sehr schöne Ecken.

Suje
Gast
Ist schon klar. Keiner kann für nix irgendwas, wenn er wirtschaftlich nicht klar kommt. Es sind immer andere schuldig. Wenn du es ganz drastisch ausdrücken willst, im Grunde ja. Das Individuum ist lediglich das Produkt aus genetischen und gesellschaftlichen Faktoren. Bis zu dieser Ablehnung des Supranaturalen, in diesem Fall des Körper-Geist-Dualismus, bin ich im vorigen Beitrag jedoch gar nicht gegangen. Desweiteren stellt neben den oben von mir genannten Ursachen der gleichzeitige finanzielle Gewinn der gesamten Privathaushalte unter den derzeitigen sektoralen Salden (Unternehmensgewinne und schwarze Null) in einem kreditbasierten Geldsystem schon eine logische Unmöglichkeit dar. Denn wohin eine regelmäßige Auslandsverschuldung führt,… Read more »
Bruder Johannes
Gast

Das Individuum ist lediglich das Produkt aus genetischen und gesellschaftlichen Faktoren.

Das ist seit Anbeginn der Menschheit so. Na und?

Nur hat nicht jeder die Möglichkeit, einfach umzuziehen.

Aber gewiss hat er die. Kein Mensch sollte davon ausgehen, dass Arbeit und auskömmliches Einkommen zu ihm kommen. Wir können halt nicht mehr alle von Ackerbau und Viehzucht leben. Dafür sind wir zu viele. Also müssen wir prinzipiell reisen und wandern, oder wir müssen Verzicht üben.

Zumal der Wohnungsmarkt in den Ballungsgebieten sowieso heillos unterversorgt ist.

Dann muss man eben mal etwas „kleinere Brötchen backen“ oder die Kohle mitbringen.

Robbespiere
Mitglied
@Bruder Johannes Dann muss man eben mal etwas “kleinere Brötchen backen” oder die Kohle mitbringen. Solch grandiose Lösungsansätze kommen meist von Leuten, die es nicht betrifft. Vergessen wird leider zu gerne, dass die Zahl der Betroffenen rapide wächst und die sich irgenwann fragen, warum sie mit kleineren Brötchen zufrieden sein sollen, die sie nicht sättigen, während Andere sich den Wanst vollschlagen. Und möglicherweise kommen sie zu dem Schluss, auf Gesetz und Eigentumsrechte zu pfeifen und sich das mit Nachdruck zu holen, was die Übersatten ihnen vorenthalten. Dann wirds für die „SOLLEN SIE DOCH KUCHEN ESSEN; WENN SIE KEIN BROT HABEN“-… Read more »
Bruder Johannes
Gast
@Robbespiere Das kommt drauf an, über welches Niveau wir reden. Nicht jeder, der jammert, hat auch wirklich Grund dazu. Solch grandiose Lösungsansätze kommen meist von Leuten, die es nicht betrifft. Ich kenn das mit den „kleineren Brötchen“ durchaus. Vergessen wird leider zu gerne, dass die Zahl der Betroffenen rapide wächst… Das „Abkoppeln“ großer Teile der Bevölkerung finde ich auch kritikwürdig, zumal wir ja ein „so reiches Land“ sind. warum sie mit kleineren Brötchen zufrieden sein sollen, die sie nicht sättigen, Dafür kann es viele Gründe geben. Viel hat mir unzureichender oder falscher Qualifikation und Immobilität zu tun. Und möglicherweise kommen… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Bruder Johannes „Der Wert und dauerhafte Bestand einer Gesellschaft misst sich an ihrer Fähigkeit, auch schwächere Mitglieder ausreichend am Wohlstand teilhaben zu lassen“ Wohl wahr. Zunächst sollte es mal um “Mitglieder der Gesellschaft” gehen. Das sind die, die ihren Beitrag geleistet haben und noch leisten. Was ist aber mit jenen, die gar keine Möglichkeit (mehr) haben, ihren Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, weil Wirtschaft, Investoren und Politik gar kein Interesse an Vollbeschäftigung haben? Warum sollen die Abgehängten dafür büßen, die mit diesem Status eh schon mehr als bestraft sind? Und warum müssen diejenigen, die noch einen Beitrag leisten können, dies… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Bruder Johannes

Hier noch ein lesenswerter Artikel mit Buchtip der verdeutlicht, warum so viele von uns kleinere Brötchen backen müssen und der Staat immer mehr erodiert:

https://diefreiheitsliebe.de/kultur/steuerhinterziehung-loechrig-wie-ein-sieb/

Dagegen sind sogenannte Sozialschmarotzer a la Hatz IV- Empfänger oder Flüchtlinge echte Peanuts.
Diese Begünstigten und ihre politischen Wegbereiter sind die wahre Furunkel am deutschen Hintern und genau da muss man endlich mit ordentlich „Zugsalbe“ ran.

Sukram71
Gast
Zunächst einmal: was definierst du überhaupt als guten Job? Einen hoch entlohnten? Einen Job der gut entlohnt und interessant ist und in dem man seine Talente einbringen kann. Halt so, dass man zufrieden ist. Im Idealfall der Job einen zufrieden macht. Und dann implizierst du auch noch, dass Arbeitslose/prekär Beschäftigte/niedrig Entlohnte wenig talentiert und nicht besonders klug sind? Das habe ich gemerkt. So ist das nicht gemeint. Da habe ich unglücklich formuliert. Natürlich kann jeder alt und krank werden, ein Handicap mit sich herumschleppen oder einfach nur Pech im Leben haben. Oder jemand ist halt nicht ehrgeizig und zufrieden wie… Read more »
niki
Mitglied
Wenn ich den Text richtig deute, geht es eigentlich darum, dass u.a. auch Sahra Wagenknecht und ihr Ehemann Oskar Lafontaine sich um echte Problemlösungen bzgl. der „Flüchtlingskrise“ bemühen, aber dieses laut der Meinung von anderen in der Partei beim besten Willen nicht dürften. Ich beobachte dieses selten dämliche Problem sehr genau. Und eigentlich grenzen sich S.W. & O.L. von den Forderungen der AfD deutlichst ab, aber es wird ihnen schräg genommen überhaupt darüber zu diskutieren, wie man die einheimische Bevölkerung die Angst nehmen kann, die garantiert in der Summe noch rechtsextremer wählen würden, wenn es denn so weiter geht, in… Read more »
bombjack
Gast
Das Problem ist dass sich ein Teil der Bevölkerung natürlich sich total “verarscht” vorkommt, weil diese in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich an sozialer Sicherheit verloren hat und jetzt kommt (scheinbar) eine nicht kleine Menge Konkurrenten dazu.[…] Nicht nur das…sondern zusätzlich (meine Meinung) kommt noch hinzu, dass bei dem Teil der Bevölkerung inklusive den „sozialen Maßnahmen finanzieller Art“* der Rotstift angesetzt worden ist, mit dem Argument es wäre nicht genügend Geld vorhanden. *= z.B. wurden zu meiner aktiven Zeit in der Kinder/Jugendarbeit die Zuschüsse um 30% gekürzt bzw. die Bedingungen wann diese zu bekommen wurden verschärft usw. Nun auf einmal… Read more »
R_Winter
Mitglied
So, Google und facebook haben Anzeigen, die meinen Interessen entsprechen? Wusste ich nicht oder habe ich es nur überlesen und nicht zur Kenntnis genommen? Der Algorithmus in den sozialen Netzwerken funktioniert nur bei fast unbeschriebenen Blättern, die weder über ausreichende menschliche und berufliche Erfahrungen verfügen, sowie ihr Wissen über andere Kulturkreise aus Büchern und Strandurlauben erworben haben. Wankelmütig sind jene, denen in der Sache das Hintergrundwissen fehlt oder Zweifel werden vorsätzlich erzeugt, um eine bewerte Sache ins Schwanken zu bringen. Beispiele sind hier die GRV/GKV zu PRV/PKV oder das Abschaffen der Schreibschrift in der Grundschule und so schreiben, wie Kinder… Read more »
ChrisA
Mitglied
@R_Winter Wankelmütig sind jene, denen in der Sache das Hintergrundwissen fehlt oder Zweifel werden vorsätzlich erzeugt, um eine bewerte Sache ins Schwanken zu bringen. Oha! Der Umkehrschluss wäre, dass jene ohne Wankelmut ( im Wellbrock’schen Sinn die Fähigkeit zum Hinterfragen und eventuellen Ändern der eigenen Meinung ) das absolut umfassende Hintergrundwissen haben. Also, zu haben glauben, niemand weiß alles. Derlei Anmaßung darf man nicht mit Haltung oder Rückgrat verwechseln ( was vielleicht eher das ist, was du meintest: Wankelmut = Rückgratlosigkeit? ) Etwas Bewährtes durch etwas noch besseres zu ersetzen, ist auch kein Frevel. Viel besser als Zweifel am Alten… Read more »
ermalwieder
Gast

Hallo Jörg,
mal ganz nebenbei ich finde ihr seid da seit einiger Zeit schon ganz gut darin
den Diskursraum freizuhalten und verschiedene Meinungen nebeneinander stehen zu lassen, ohne gleich in Panik zu verfallen. Ein Ort der Begegnung abseits des Geschreis der Papgeien- Gehege …

Ich möchte da insbesondere den jüngst veröffentlichten Beitrag von Jens besonders
hervorheben.

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/132866/wer-angela-merkels-fluechtlingspolitik-kritisiert-gehoert-nicht-automatisch-in-die-braune-schublade#comment-421833

Das mag auch für Euch anfangs nicht einfach gewesen sein, und hat wohl auch zu Überreaktionen geführt(Sperrungen, Löschen von Beiträgen), aber mittlerweile
kann man der Moderation und den Autoren eine gewisse souveräne Gelassenheit nicht absprechen.

Fridel
Gast

Das mag auch für Euch anfangs nicht einfach gewesen sein, und hat wohl auch zu Überreaktionen geführt(Sperrungen, Löschen von Beiträgen), aber mittlerweile
kann man der Moderation und den Autoren eine gewisse souveräne Gelassenheit nicht absprechen.

Finde ich auch erstaunlich. Großes Lob!

Moin
Gast

Treffender als mit deinem Lob, lässt sich der Untergang des Spiegelfechter nicht beschreiben.

Heldentasse
Mitglied

Lob von dieser Seite hat schon etwas vom „Der Todeskuss der Cosa Nostra“.
😉

Beste Grüße

QuestionMark
Gast
@Fridel Finde ich auch erstaunlich. Großes Lob! Das hat dann leider den Nachteil, das einige der Antifanten-Assis diese liberale Einstellung nach Herzenslust ausnutzen. Die Beiträge einiger Kommentatoren (Moin, Anton, hart backbord, Joker usw) sind einfach nur sinnlos aneinandergereihter Müll. Das Motto bei diesen Leutchen ist anscheinend: Wenn dem Antifanten eine Meinung nicht gefällt, dann muß dieser in Halbstarkenmanier mit Kraftausdrücken und Drohungen seinen Frust kundtun. Gut, jetzt kann solch ein Verhalten für pubertierende Jugendliche noch in Ordnung gehen. Meine Befürchtung ist aber, dass einige dieser Pseudolinken das 14te Lebensjahr bereits überschritten haben. Egal. Zu deinem Dank an den Forenbetreiber: Ich… Read more »
Fridel
Gast
@QuestionMark: Ich stimme dir zu. Ich erlebe es seit einiger Zeit so, dass viele Foren-Betreiber „hinter den Kulissen“ massiv unter Druck gesetzt werden (durch Droh-Mails etc.), sobald sie fundierte „ehrliche“ Kommentare – und die können noch so vernünftig ohne Beleidigungen geschrieben sein – wie die unsrigen (also als Bsp. du, QuestionMark und ich, Fridel), insbesondere zur Flüchtlingskrise oder zur AfD, regelmäßig stehenlassen bzw. durchwinken. Und in ca. 90% der Fälle war es bisher so, dass die Drohkulisse dann nach ein paar Wochen wirkt. Da wird dann von den Pöblern (vielleicht sogar eine Person, die unter verschiedenen Mail-Adressen die Redaktion bombardiert… Read more »
QuestionMark
Gast

Zu dem Thema (Blogbetreiber unter Druck setzen) gab es auch einen schönen Artikel von Don Alphonso.
Der hat diese Methode der Antifanten darin mal schön beschrieben.
Kurz: Don Alphonso schreibt für die FAZ. Man hat versucht ihm das „Maul zu stopfen“ indem man ihn bei der FAZ „schlecht“ machen wollte.

QuestionMark
Gast
@Fridel Der Artikel vom Don Alphonso: Heiko Maas und das Lob für die Denunzianten http://blogs.faz.net/deus/2016/03/07/heiko-maas-und-das-lob-fuer-die-denunzianten-3196/ Ich habe das letzthin gemacht – was soll da schon passieren, es sind ja nur Polizeiberichte, wir leben in einer Demokratie, warum sollte man sie nicht lesen – und wurde Zeuge eines Lehrstücks in Sachen Denunziation. Das fing mit Kommentaren an, die mich wüst wegen der Verlinkung beschimpften. Das sei eine Nazikarte, das dürfte nicht sein, das sei unseriös, ich sei selbst ein Nazi… man kennt das, man löscht das. Dann trudelte bei mit eine Mail ein. Eine wirklich lange Mail, die mir zu erklären… Read more »
Yarsin
Mitglied

@Jörg

Ich möchte dir mein Bedauern ausdrücken, dass du diese Schlammschlacht auch noch lesen musst.

wschira
Mitglied

…indem sie versuchen den Austausch von Argumenten mit Drohungen und Kraftausdrücken zu verhindern.

Meinten Sie mit Argumenten Ihre AfD- und Naziparolen?

Heldentasse
Mitglied

Ein ganz klein bisschen nicht OT, es geht ja auch im Artikel um individuelle Denkraster:

Hier steht, dass das US Militär „our families and civilians“ nach aus der Türkei nach Hause bringt, ich mache mir schon ein wenig Sorgen, weil diese Menschen leben und arbeiten ja normalerweise auf sehr stark abgesicherten Militärbasen.

Beste Grüße

Bruder Johannes
Gast

Hab ich auch gelesen. Da scheint sich was zusammenzubrauen. Ob die Quelle zuverlässig ist, kann ich nicht beurteilen.

Heldentasse
Mitglied

Die Quelle gehört zur .mil Top-Level Domain und die führt nur das US Militär selber, und wenn die schreiben das sie ihr nicht militärisches Personal und ihre Familien nach Hause holen dürfte was dran sein.

Beste Grüße

Heldentasse
Mitglied
Moin
Gast

Steht nix anderes drin als im Originaltext. Evakuierung der Zivilisten ohne konkreten Anlass.

ermalwieder
Gast

Michael Rivero (what really happened )hat das gestern in seiner täglichen radioshow auch schon angesprochen , er ist sehr besorgt, dass sich da etwas sehr gefährliches abzeichnet,

videolink unten XXX gegen www tauschen und in eigenem fenster aufrufen, spielte nicht an dieser Stelle .

https://xxx.youtube.com/watch?v=NCgfxurGYLQ#t=81m30s

Heldentasse
Mitglied

Ich habe mich gerade ein wenig eingenässt!

Bruder Johannes
Gast

Uiuiuiuiui! Mein lieber Scholli! Da könnte was dran sein!

ermalwieder
Gast

http://investmentwatchblog.com/usa-and-turkey-setting-the-stage-for-a-major-isis-false-flag-attack/

Und an der Ostfront wird auch schwer aufgefahren,
http://www.geolitico.de/2016/03/31/us-aufmarsch-in-osteuropa/

to maintain the the peace heisst das ja jetzt…

Alles embedded in einen neuen griffigen slogan: alliance at risk(gewöhnt Euch schon mal dran)

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=22664

Und auf dem nächsten evangelischen Kirchentag, gibt’s dann ne Podiumsdiskussion Domröse, Göring Eckhard, special guest: Daniel Con Bandit.

Heldentasse
Mitglied

@ermalwieder

Ich weiß nun nicht was ich, bzg. dieses sehr speziellen Herrn der Grünen aus Frankreich, als widerlicher empfinden soll obiges Interview oder diese Aussagen.

Man möchte nur noch kotzen ob dieser Bigotterie und dem Widerspruch zwischen Schein und Sein.

Beste Grüße

Schweigsam
Gast

Hier steht, dass das US Militär “our families and civilians” nach aus der Türkei nach Hause bringt, ich mache mir schon ein wenig Sorgen…

Wieso machst du dir Sorgen, hat Putin ein fahren gelassen…;-)

Heldentasse
Mitglied

Putin ist zwar das unsäglich Pöse in Person, aber hier denke ich, dass der Erdolf seine Felle Innen und Außenpolitisch schwimmen sieht, und nun womöglich alles auf die Kriegs-Karte setzt. Und was das da unter bedeuten könnte kann sich jeder selber ausmalen.

Beste Grüße

Fridel
Gast

@Heldentasse:

Nach den Anschlägen ist es doch normal, dass die internationalen Behörden ihre Mitarbeiter abziehen. Und dann erst diese ganzen Flüchtlingsmassen in der Türkei…huihuihui…

Heldentasse
Mitglied

Ach was! Danke für die Info, ich war bisher im Glauben das Incirlik eine streng gesicherte militärische Airbase ist, dass sie Behörde sind wäre mir nie in den Sinn gekommen. Es halt nur so etwas wie die Evakuierung das hiesigen Straßenverkehrsamt bei Feueralarm.

Fridel
Gast

Danke für die Info, ich war bisher im Glauben das Incirlik eine streng gesicherte militärische Airbase ist, dass sie Behörde sind wäre mir nie in den Sinn gekommen.

So war es nicht gemeint, das kam falsch rüber, sorry. 😉

rons
Gast
Nabend allseits, ein wirklich guter Artikel. Ich würde gerne aber „Nutzer“ A und B gerne mit den „Journalisten“ ersetzen. Das sehe ich doch als Hauptproblem, diese tägliche Überdosis NATO-Propaganda mit US-Hurra, da wird man doch gezwungen, um nicht zu platzen sich in Gruppen wiederzufinden. Es ist aber auch schwer für den „Westen“ die Terror Drohnenpolitik , die ständige Destabilisierung von ganzen Kontinenten und die die das tun, noch als Freunde darzustellen. Die „gute“ Diktatur von Saudi Arabien, richtige Faschisten in der Ukraine. Terroristen werden als „gemäßigte Rebellen“ dargestellt u.s.w. Jedenfalls bin ich maßlos enttäuscht vom Westen, als gelernten DDR Bürger,… Read more »
Moin
Gast

OT

„Sozialist, Linksnationalist,Nationalkommunist und Protektionist“
Seine eigenen Etiketten klingen nach europäischer und globaler Problembehandlung .-)

„Milchgesicht“ wird Gegenkandidat zu Katja Kipping und Bernd Riexinger

http://www.berliner-kurier.de/news/politik—wirtschaft/die-linke-dieses-berliner-milchgesicht-will-bundesvorsitzender-werden–23796038

seyinphyin
Gast

Wer immer das ist, soll er sich halt zur Wahl stellen. Ist jedenfalls ein echter Segen für seine Partei allein mit so einem Twitteraccount. *shrug*

Jacques Roux
Gast

Neiiin, der will, die großen Charismatiker Kipping/Riexinger absägen, das ist ja unerhört. Nicht ganz ernst zu nehmen, aber ich drück ihm die Daumen 😉

europäischer und globaler Problembehandlung

EU/€ abwickeln, und no to NATO, das wäre, für mich, schon ein großer Schritt zur europäischen und globalen Problembehandlung.

The Joker
Gast

Huch, ich dachte, Tokio Hotel sind gerade auf Tour. 😉
Hat etwas schräge Positionen (u.a. Burkaverbot) und erinnert inhaltlich etwas an Jürgen Elsässer so um 2006, bevor der aus der Kurve flog.
Könnte aber als schrilles Contra zu den Antideutschen nützlich sein.

salvo
Gast

btw… siehe dazu Heiner Flassbeck, ein wirklich großartiger Denker und integrer Mensch, was man von gewissen ‚Linken‘ hierzulande leider nicht sagen kann. Ja, ich schreibe es, explizit als Nicht-Deutscher, einmal ganz deutlich auf: Für mich sind die, die sich in diesem Lande als ‚links‘ gebären, zum Teil (ganz explizit die ‚antideutschen‘ Psychopathen: ‚antideutsch‘ bin ich selbst, diese gewalttätigen deutschen Idioten sind die reinste Inkarnation des furor teutonicus und hätten vermutlich in jenem dunkelsten tausendjährigen Reich zu seinen blutrünstigsten Apologeten gehört) nur das ‚linke‘ Gegenbild der rechten Wahngesellen, die sie symbolisch bekämpfen.

http://www.flassbeck-economics.de/sozialnationalismus-querfront-afd-light-zur-verlotterung-des-politischen-diskurses/

Heldentasse
Mitglied

@salvo

THX für den m.E. wertvollen Querverweis, dessen Inhalte sich auch die hiesigen Barbaren mal zu Gemüte führen sollten, wenn sie denn kognitiv dazu in der Lage sind.

Ansonsten wäre zur dunklen gesamtgesellschaftlichen Großwetterlage noch anzumerken, dass diese fatale Fragmentierung inkl. Entsolidarisierung/ Polarisierung auch Merkmale der Endphase der Weimarer Republik aufweist.

Beste Grüße

Yarsin
Mitglied

Blos blöd, wenn die Endphase der weimarer Republick mit dem Weltuntergang und dem Sieg der IS zusammenfält.

wpDiscuz