Die Brexit-Debatte und die europäische Sinnkrise

Vordergründig ging es am letzten Wochenende in Brüssel um Sonderrechte, die sich Großbritannien einmal mehr von der EU garantieren lässt. Ihr räumt uns diese Sonderrechte ein und wir empfehlen unserem Volk beim anstehenden Referendum für den Verbleib in der EU zu stimmen, so das Angebot, dass Kontinentaleuropa offenbar nicht ablehnen konnte oder wollte. Warum eigentlich? Wäre es nicht besser gewesen, „farewell“ zu sagen und die Briten ihren eigenen Weg gehen zu lassen? Nicht erst seit dem letzten Wochenende steht fest, dass Europa sich in einer schweren Sinnkrise befindet. Die alten Visionen sind weggeweht, Kleinkrämerei und nationale Egoismen diktieren die Agenda. Doch diese Entwicklung war vorhersehbar und Deutschland trägt daran eine gehörige Mitverantwortung.

1973 trat Großbritannien der EU bei, die damals noch ihren ehrlicheren Namen „Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)“ trug. Zwei Jahre später gab es bereits das erste Referendum über den Verbleib in der EWG, das die Pro-Europa-Seite mit einer satten Zwei-Drittel-Mehrheit gewinnen konnte. Seitdem Großbritannien Mitglied der EU bzw. ihrer Vorgänger ist, bezieht vor allem der konservative Flügel britischer Politik einen Teil seiner Daseinsberechtigung aus der Schelte auf Brüssel und großspurigen „Nachverhandlungen“ im Rahmen des EU-Haushalts. Wer erinnert sich mehr an das stur dahinkrakeelte „I want my money back!“ der Eisernen Lady Margaret Thatcher? Und um was geht es heute? Camerons großer Anti-EU-Hammer sind die Kindergeldzahlungen an EU-Bürger, die selbst in Großbritannien, aber deren Kinder im preiswerteren EU-Ausland leben; mithin betrifft dies laut Financial Times 30.000 Kinder, es geht um maximal 25 Millionen Euro pro Jahr. Auch hier: Kleinkrämerei!

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135 Kommentare auf "Die Brexit-Debatte und die europäische Sinnkrise"

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leslie
Gast

„Warum eigentlich?“

Die USA brauchen doch einen Brückenkopf nach Europa. 😉

„offenbar nicht ablehnen konnte oder wollte. “

Durfte…
Dafür sorgen die 50% VSA UBoote im europäischem Parlament.
Malmström eines der schlimmsten.

Mfg

Moin
Gast

Großbritannien hat sich bereits in der Vergangenheit vehement gegen die Finanztransaktionssteuer gestemmt um den „Finanzstandort Großbritannien“ nicht zu gefährden.

An Englands Marktunterwürfigkeit wird sich zukünftig nichts ändern. Man sollte ihnen nicht nachweinen wenn sie am 23. Juni gingen. Sie gehen aber nicht. Leider.

smukster
Gast

Und deutsche PolitikerInnen verstecken sich bei diesen Fragen gerne hinter den „Bremsern von der Insel“. Keine Sorge, der ‚Markt‘ demontiert sich schon selbst.

Bruder Johannes
Gast

Keine Sorge, der ‘Markt’ demontiert sich schon selbst.

Die Briten sind „der Markt“. Das soll sich mal niemand was vormachen.

R_Winter
Mitglied
Im ersten Augenblick ist die Kritik an der „Kleinstaatlichkeit innerhalb der EU“, dem „über brodelnden Bürokraten-Apparat der EU“ berechtigt und die „Sinnkrise der EU“ scheint offensichtlich. Es gibt aber von jeder Münze zwei Seiten: Die Bürger der EU ./. neoliberale, international Finanzmafia und hier zeigt sich, dass die EU die Ziele dieser Finanzmafia (Wolfgang Hetzer Ex-Korruptionsbeauftragter der EU ist der Urheber dieser Wortschöpfung) durchaus erreicht hat. Es gibt KEINE Sinnkrise für die Gruppe der Finanzmafia, aber ein tiefes Loch für zig Millionen von EU-Bürger und auch die Milliarden Rückzahlungen an GB sind nicht bei den 99% der GB-Bürger gelandet. Wir… Read more »
Jacques Roux
Gast

Der Europäischen Union mit dem kölsche Jrundjesetz kontern

Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.

Artikel 4: Wat fott es, es fott.

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rheinische_Grundgesetz

schwitzig
Gast

Guter Artikel, der auch thematisiert, warum die EU mit dem aus den Politikeröffnungen herausquellendem Wort „Europa“ nichts zu tun hat.

Sehr schön auch:

Nach Angaben der EU-Kommission betrug der Rabatt allein im Jahr 2014 mehr als sechs Milliarden Euro, der Gesamtrabatt seit 1985 beträgt somit (Tab. 1) nicht 111 Millionen, sondern 111 Milliarden Euro. Lektion: Man sollte sich also davor hüten, SPIEGEL Online als Quelle zu benutzen.

Qualitätsmedien at work :-).

OT: Das unästhetische Spritzgeschütz der Merkel (Spiegel) frönt mal wieder innig dem neoliberalen Fanatismus:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/armut-paritaetischer-wohlfahrtsverband-spielt-mit-dem-feuer-a-1078831.html

Yossarian
Mitglied

Was sollte UK auch sonst tun?
Die haben praktisch nur noch ihren Finanzplatz. Wenn man sich die Leistungsbilanz und ihre Teilbereiche anschaut, dann bleibt da wirklich nicht viel übrig. Ohne den Finanzplatz wären die wohl ratzfatz auf Griechenland Niveau.
Und ich sehe auch nicht, dass es aus der Nummer noch einen Ausweg ohne großen Knall gibt.

Moin
Gast

Von einer globalen Finanztransaktionssteuer wären alle betroffen. Marktvorteile hätte niemand; bis auf die armen Länder die derzeit noch hemmungslos übers Ohr gehauen werden.

Der Irrsinn nahm doch mit dem Schröder-Blair-Papier erst seinen Lauf um Hartz IV für ganz Europa durchzupeitschen. Die Briten sollen jetzt nicht auf großartige Europäer machen.

Yossarian
Mitglied

Was ist für die Investoren besser als eine globale Steuer? Ich sachs mal: keine… 😛

Und da der einzige erfolgreiche Wirtschaftszweig in UK die Finanzwirtschaft ist und so ziemlich das ganze Land davon abhängt, wird wohl sehr wahrscheinlich die Finanzwirtschaft auch die stärkste Lobby haben, womit die Politik ganz sicher keine globale Finanztransaktionssteuer in irgend einer Fiorm unterstützen würde, selbst wenn es alle betreffen würde.

Anders betrachtet könnte man auch sagen: Die Politik hat sich selbst und das ganze Land an die Finanzwirtschaft verkauft und sich somit fast jeglichen politischen Handlungsspielraum genommen.

Moin
Gast

Wenn es um „Investoren“ ginge….fast O.K……Es geht aber vielmehr darum, Zocker und Heuschrecken runterzubremsen die für ein Butterbrot ihre Mutter verkaufen würden.

Trotz alledem, oder gerade deshalb, bislang international nicht mehrheitsfähig.

Aber ein anders Thema…..Ist etwas offtopisch geraten……wegen den Briten, ihren unsolidarischen Alleingängen und Bremsereien…

Yossarian
Mitglied

@stimmt, ist etwas offtopic

„Investoren“ war von mir wohl etwas beschönigend formuliert, aber für UK ist das auch nicht relevant, hauptsache es zieht Kapital an.

smukster
Gast

Der „Finanzplatz“ wird eher früher als später den Bach runter gehen, weil in einem besser regulierten (und chinesisch dominierten) Finanzsystem die Gewinne stark schrumpfen werden. GB hat heute ein höheres prozentuales Defizit als die USA, und ich mache mir etwas Sorgen, dass wir demnächst einen ziemlich großen ‚failed state‘ vor der Haustür haben.

Bruder Johannes
Gast

Wenn man sich die Leistungsbilanz und ihre Teilbereiche anschaut, dann bleibt da wirklich nicht viel übrig.

Ja, aber das reicht, um die Welt zu beherrschen und gemeinsam mit den amerikanischen Finanzoligarchen die meisten Krisen zu orchestrieren.

jowi
Mitglied
Der Artikel ist aus meiner Sicht noch viel zu nett. Auch hier stehen, wie so oft wenn es um Macht geht, die Dinge auf dem Kopf. Die Arschlöcher sind zu oft oben. Die Böcke, wie Junckers, pflegen den Garten. Die Mafia sorgt sich um unseren Schutz. Die Egoisten-Union EU zeigt ihr Scheitern am deutlichsten, wo sie ihre stolze kulturelle Wiege sieht: in Griechenland. Ja, es ist ein Albtraum. Nicht weniger! Und dann die Cameron’schen Reformvorschläge. Eine schlichte Frechheit. Alleine dafür hätte man ihn im Ärmelkanal versenken sollen, das hätte der EU mehr gebracht, als auch nur eine Sekunde mit Diskussionen… Read more »
Jacques Roux
Gast

Die EU ist am Ende, wir brauchen eine Solidaritätsunion die auf den Füßen steht, also von ihren Bürgern gesteuert wird

Yep, das geht m. M. n. aber erst, nach der Komplettabwicklung der (E)liten(U)nion und nach einer Zeit der politischen Neubesinnung und v. A. Neuausrichtung.

smukster
Gast

„…und nach einem weiteren großen Krieg“ hast Du vergessen.
Oder glaubst Du, die Staaten EUropas würden sich friedlich trennen und dann im Geiste der gegenseitigen Achtung und Solidarität etwas Neues aufbauen?

Jacques Roux
Gast

Das denke ich nicht. Der Friedensnobelpreisträger EU hat Europa Frieden und Wohlstand gebracht, so lautet die offiziöse Elitenerzählung über die Union. Ja richtig, Krieg, den Hütten, Friede, den Palästen. Dieses, durch und durch, kaputte Konstrukt hat uns, insbesondere durch den Euro, m. M. n. im Gegenteil, Austerität und galoppierenden Nationalismus gebracht. Otto Normal Bürger spart sich auf Malle den Weg zur Wechselstube und das war’s auch schon.

Smurki, großer Krieg, ernsthaft, jeder Stoß ein Franzos, jeder Tritt ein Britt? Das glaubst Du doch nicht wirklich, oder;-)

smukster
Gast

Du hast teilweise Recht, ziehst aber die falschen Schlüsse daraus.
Mehr Antwort gibts nicht bei dämlichen Verballhornungen.

Jacques Roux
Gast

Mehr Antwort gibts nicht bei dämlichen Verballhornungen.

Hm ? Wollte dir in keiner Weise auf den Schlips treten, sorry 😉

Jedenfalls, wäre ich der allerletzte der auch nur irgendetwas, gegen eine solidarische, auf den Grundsätzen des Humanismus fußende Union
hätte. Das Ding ist aber, leider, dermaßen fehlkonstruiert da hilft nur noch der komplette Abriss, Besinnung und Neuaufbau, aber davor käme zuerst ein erfolgreiches Zurückdrängen, des sogenannten Neoliberalismus.

smukster
Gast
Na dann. Neoliberalismus gibt es nicht nur auf EU-Ebene. Wenn es die EU nicht mehr gäbe, würde er nicht verschwinden, sondern verstärkt in nationalistische Konkurrenz ausarten. Die Tendenz dazu sehen wir doch schon heute – bist Du Dir so sicher, dass das nicht bis zum Krieg gesteigert würde? Ich möchte es nicht ausprobieren. …hat uns, insbesondere durch den Euro, m. M. n. im Gegenteil, Austerität und galoppierenden Nationalismus gebracht. Es waren und sind immer die nationalen Eliten, die entscheiden – und dann die Schuld auf „Brüssel“ schieben. Dass der Euro Probleme verschärft hat ist richtig, aber seine Abschaffung würde keineswegs… Read more »
Jacques Roux
Gast
Es ist wirklich merkwürdig, deine Beiträge, so ist mir aufgefallen, strotzen, normalerweise, nur so von politischem Optimismus (z.B. Syrien – einen großen Krieg wird es nicht geben, dafür sind die heutigen Machteliten, viel zu vernünftig) und bei mir ist es exakt umgekehrt (hab zu viele politische „Hoffnungsträger“ kommen, verraten und wieder gehen sehen – Schröder, die Grünen, Obama, Hollande, die Liberalen in GB, Syriza, aktuell ist ja B.Sanders der neue Heiland), unterm Strich ist es (in politischer Hinsicht für Linke) immer schlimmer gekommen, aber einen innereuropäischen großen Krieg kann ich mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen, du schon, hm, echt… Read more »
smukster
Gast
@Jacques: An Personen mache ich spätestens seit dem Abgang von Lafontaine grundsätzlich nichts fest. Von Varoufakis halte ich ebenso wie von Corbyn (bei Sanders bin ich unsicher) zwar durchaus viel, aber ob sie etwas erreichen können liegt an den machtpolitischen Umständen und den Interessen der beteiligten Akteure. Wenn etwas zwingend notwendig ist, wird es jede Regierung machen (müssen), und wenn etwas nicht durchsetzbar ist, wird auch die beste wenig erreichen. Varoufakis hat in der EU eine Debatte angestoßen, und genau das war auch seine Aufgabe als Kurzzeit-Minister. Es ist Allen klar, dass er in der Sache 100% Recht hat, auch… Read more »
Am_Rande
Gast
Den Kernsatz der Debatte, hat auch Herr Bergers Artikel nicht berührt: die „ever closer union“, die „immer engere Union der Völker Europas“, wie sie in den Verträgen der EU festgelegt ist. Bis heute hat kein EU-Verfechter unwiederlegbar deutlich machen können, was an einem Hyperstaat „Europa“ besser, wohlstandsfördernder, demokratischer wäre, als an einem Europa der Vaterländer, das dem Freihandel verpflichtet ist. Es wäre so einfach: Jeder macht seins. Wenn man von einem anderen etwas haben will, bietet man ihm eine Gegenleistung. Am 23. Juni stimmen die Briten darüber ab, ob sie Herren im eigenen Haus bleiben wollen. Nicht mehr, nicht weniger.… Read more »
Bruder Johannes
Gast

Am 23. Juni stimmen die Briten darüber ab, ob sie Herren im eigenen Haus bleiben wollen.

Die Briten werden immer „Herren im eigenen Haus“ bleiben und nicht nur dort. Nach dem Brexit wird es mehrere Treffen zur „Ausgestaltung der Zusammenarbeit“ geben und Brüssel wird zu Kreuze kriechen. Andernfalls werden die Briten die EU in historisch bekannter Manier zersetzen. Ein Krieg in Europa ist dann nicht mehr ausgeschlossen.

Genosse S.
Gast
Den Kernsatz der Debatte, hat auch Herr Bergers Artikel nicht berührt: die “ever closer union”, die “immer engere Union der Völker Europas”, wie sie in den Verträgen der EU festgelegt ist. Habe ich mir auch gedacht. Ein sehr dürftiger Artikel von JB, die übliche pseodo Neoliberal bashing für die linken Stammleser, der dann mit „guter Artikel“ quitiert wird. Dabei geht es den Briten um viel wichtigeres: Sie wollen entscheiden können mit wem sie handeln können oder wieviele Ausländer pro Jahr in ihr Land kommen dürfen. Das Parlament in London und nicht das „Parlament“ in Brüssel soll entscheiden was in GB… Read more »
boomer650
Gast

Yeah, endlich jemand, der genau weiß, um was es „Den Briten“ geht und um was es in dem „Parlament“ in Brüssel auf gar keinen Fall geht. Demokratie. Du bist der Größte, Genosse, ehrlich. Dank deiner „Wir sind das Volk“- Aufklärung weiß jetzt auch der Rest der Welt. wie man am besten Ausländer verteilen sollte. Scheiß auf Menschenrechte oder christliche Grundsätze. Sowas zählt maximal nur dann, wenn man sich vom bösen Moslem differenzieren will. Weiter so, Genosse.

smukster
Gast

Hiermit wette ich, dass Cameron die Abstimmung gewinnen wird.
Sein großer Trumpf: Sein Kumpel Johnson setzt sich jetzt an die Spitze der „Nein“-Bewegung, von wo aus er deren Diskurs in ungefährliche weil nicht-mehrheitsfähige Bahnen lenken kann. Noch primitiver als ein Taschenspielertrick.

jowi
Mitglied

Noch primitiver als ein Taschenspielertrick.

Dafür gibt es einen Namen: Politik.

Vielleicht ist ja nicht nur die EguistenUnion am Ende sondern grundsätzlich unsere gekauften Parteien-Demokratien?
Ein ziemlich fundamentales Problem, das wir da haben.

smukster
Gast

Gut möglich – und was ist dann die Antwort darauf? Die Zerschlagung des Bestehenden, was in der gegenwärtigen Stimmung imo zu einem autoritären bis faschistischen System (Trump lässt grüßen) führen würde, oder die Demokratisierung der Institutionen?
Es ist ziemlich unlogisch, einerseits ein grundsätzliches Demokratieproblem zu diagnostizieren, andererseits die eigene Wut umzulenken auf den Staatenbund EU.

jowi
Mitglied
@Smukster „Zerschlagen“ klingt mir zu brutal, zu sehr nach Krieg. Aber dass dies automatisch zu einem autoritären, oder gar faschistischen System führen würde, das sehe ich auch nicht. Um eine Krankheit zu heilen ist es immer sehr nützlich, diese exakt zu diagnostzieren und dann sachlich nach einer Heilung zu suchen. Die Behandlung wird dann große Anstrengungen und viel Disziplin erfordern. Zuerst also Aufklärung, deshalb sind solche Blogs wie dieser hier sehr wichtig, oder die Nachdenkseiten, die ich auch finanziell unterstützte. Dann muss man mehr direkte Demokratie einfordern, da unterstützte ich auch einen Verein.Schließlich brauchen wir mehr Transparenz. Da wollte ich… Read more »
jowi
Mitglied

Ich meinte natürlich ATTAC:

https://www.attac.org/

smukster
Gast
Wie auch immer die genaue Bezeichnung – es geht mir darum, dass die „Therapie“ etwas mit der „Diagnose“ zu tun haben muss. Wenn es ein Demokratieproblem gibt, dann muss dort angesetzt werden – und nicht an einer völlig anderen Stelle. Es erinnert mich an die Debatten über Gesundheitspolitik: Wenn (ältere) Menschen aus Einsamkeit zweimal pro Woche zum Arzt rennen, ist das ein soziales Problem und kann nicht durch Reformen des Gesundheitssystems behoben werden. Ebenso ist Alkoholismus und anderer Drogenmissbrauch ein sozialpsychologisches Problem und kann daher nicht mit Strafrecht und wirtschaftlichen Sanktionen bekämpft werden. Direkte Demokratie, die Debatte hatten wir ja… Read more »
jowi
Mitglied

@smukster

Companies should enhance levels of corporate transparency, since this allows citizens to hold companies accountable for the impact they have on their communities. Multinationals operate through networks of related entities incorporated under diverse legislation that are inter-related through myriad legal and business connections. Without transparency, many transactions are almost impossible to trace.

Von der Homepage von Transparency Internat.
So neoliberal klingt das auch wieder nicht. Aber ich muss mir das noch genauer anschauen.

Zur direkten Demokratie hätte ich noch was zu sagen, muss aber nun weg. Später.

Moin
Gast
Die Diagnose ist die, das die Bürger Europas dort Sabotage geübt, passiven und aktiven Widerstand geleistet haben, wo es ihnen möglich war und deshalb das griechische Vorbild mehr Schule gemacht hat als das deutsche. Die Bürger Europas haben kein Interesse an Zuchtmeisterei und die Absichten ihrer verkommenen Eliten. Europa hat „Ja, ja !“ zum deutschen Leistungseuropa gesagt und „Leck mich am @rsch.“ gemeint. Das ist positiv und sichert die Zukunft Europas. Der Gemeinsinn des Widerstandes gegen den Ausverkauf von Identität und Heimat hat Europa zusammengeschweißt. Wir booten den Laden neu und fahren das System im abgesichterten Modus wieder hoch. Diesmal… Read more »
smukster
Gast

@Moin:
Benutzt Du hier bewusst eine rechte Floskel: Ausverkauf von Identität und Heimat ?
Deine Sicht erinnert mich an libertäre/ anarcho-kapitalistische Ökonomen:
Der Staat darf nicht eingreifen, die Krise muss sein und danach sind wir stärker. Dass es dazwischen vielleicht Armutsaufstände, Diktatur oder Bürgerkrieg gibt kümmert die nicht.
Wenn Du bestehende Strukturen abschaffst, werden die Beteiligten sich nicht einfach friedlich auf neue, bessere einigen – jedenfalls nicht ohne eine chaotische und u.U. *sehr* konfliktreiche Phase. Oder siehst Du dafür eine Stimmung in Europa?

Jacques Roux
Gast

Hiermit wette ich, dass Cameron die Abstimmung gewinnen wird.

Und wenn nicht, wird die Abstimmung eben wiederholt, denn so geht „Demokratie“ in der Elitenunion, ich sage nur Frankreich, Niederlande, Irland, scheiß auf Volksabstimmungen.

R_Winter
Mitglied
Argumente der Brexit-Befürworter: Der Traum vom Singapur auf Steroiden Finanzsektor: Freiheit vom Regulierungswahn Mehr Freiheit wünschen sich Brexit-Befürworter für den traditionell starken Finanzsektor in der City of London. Der könnte ohne lästige EU-Regularien noch viel offensiver um die globalen Geldströme werben. Als „Singapur auf Steroiden“ hat der „Economist“ dieses Modell einmal umschrieben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/brexit-befuerworter-traeumen-vom-singapur-auf-steroiden-a-1078927.html Die wahren Ziele des EU-Austritt liegen in der City of London und darum sollte GB die EU verlassen, auch wenn die wenigen, übrig gebliebenen Wirtschaftsführer in GB es anders sehen. 1. GB sollte die EU verlassen 2. Schottland sollte die Abstimmung über eine Unabhängigkeit neu aufrollen. 3.… Read more »
smukster
Gast

The higher they fly…
Auch die City weiß, dass der Ausstieg ihr Tod wäre. Die Hälfte der Banken würde abwandern.

Bruder Johannes
Gast

Auch die City weiß, dass der Ausstieg ihr Tod wäre. Die Hälfte der Banken würde abwandern.

Das glaube ich kaum. Die City ist autark. Sie ist nicht einmal ein Teil von Großbritannien. Sie ist mächtiger als jeder Nationalstaat. Nur die Russen und/oder die Chinesen könnten ihr gefährlich werden. Und da bin ich mir nicht einmal sicher.

smukster
Gast

Du meinst nicht ‚autark‘, sondern ‚autonom‘. Das stimmt zwar, aber dennoch benötigt sie ein gewisses Geschäftsumfeld – und das hat sie nur in der EU. Viele Großbanken haben doch schon angekündigt, im Falle eines Austritts nach Frankfurt oder so zu gehen.
Bau hier mal keinen Popanz auf…man kann es mit dem Glauben an die Macht des Geldes auch übertreiben. Das lähmt dann entweder völlig, oder führt zu populistischen Vereinfachungen, die leicht in Nationalismus oder Schlimmerem münden.

Bruder Johannes
Gast

Du meinst nicht ‘autark’, sondern ‘autonom’.

Danke!

…aber dennoch benötigt sie ein gewisses Geschäftsumfeld – und das hat sie nur in der EU.

Tatsächlich? Schon mal was vom „Commonwealth of Nations“ gehört? Das sind 23 % der Landmasse der Erde und nicht gerade die elendesten Gegenden.

Viele Großbanken haben doch schon angekündigt, im Falle eines Austritts nach Frankfurt oder so zu gehen.

Wir werden sehen… :-))

smukster
Gast

Ach stimmt ja, die umfangreichen Geschäfte mit den Bahamas und Neuseeland werden die Handelshäuser davon abhalten, ihre Operationen nach Paris zu verlagern…;-)

hart backbord
Gast

Egal, was nach der EU kommt: Es kann nur besser sein.

Bruder Johannes
Gast

Da hat sich schon manch einer gewundert!

Sukram71
Gast

Wenn du festgestellst, dass das nicht so ist, wäre es leider schon zu spät. Deshalb dürfen sich die EU-feindlichen Dummköpfe nicht durchsetzen.

Obereinser
Gast

Unerträglich das Ganze. Kann mal endlich jemand die Revolution ausrufen!?

R_Winter
Mitglied

@Obereisner

Die Revolution wurde bereits ausgerufen:
„Der Pudding wird jetzt nicht mehr aufgekocht, sondern nur noch kalt gerührt“

und seit dem es keine Bahnsteigkarten mehr gibt, sitzen die Menschen lieber vor dem TV.

Bruder Johannes
Gast

Kann mal endlich jemand die Revolution ausrufen!?

Dieser Jemand ist nicht in Sicht und die notwendigen Ziele der Revolution sind unaussprechbar.

Schweigsam
Gast

Dieses „Europa“ ist nicht mein Europa. Ich hoffe es verschwindet bald. Besser ist das! Für die meisten Menschen…

Norbert80
Gast

Man kann viel an den Engländern kritisieren, gleichwohl haben sie die Grenzen für die neuen osteuropäischen Arbeitnehmer viel früher (7 Jahre!!) geöffnet als Deutschland. Millionen haben davon profitiert.

Eine „Extrawurst“ wollen nicht nur die Briten, die Verhandlungen über das EU-Budget sind ein endloses Austarieren von nationalen egoistischen Interessen.

Meiner Meinung nach ist nicht Großbritannien, sondern Deutschland zentral für das Gelingen des Projektes EU. Ohne Verzicht auf riesige Außenhandelsüberschüsse wird es definitiv nicht gehen.

Zudem sehe ich viele semi-autokratisch regierte Länder Ost-Mittel-Europas wesentlich skeptischer als Großbritannien. Im Vergleich zu Orban oder der neuen polnischen Regierung ist Cameron ein „netter und sympathischer Mann“.

Julian
Gast
„Wäre es nicht besser gewesen, „farewell“ zu sagen und die Briten ihren eigenen Weg gehen zu lassen?“ Ich tendiere eher zu „good riddance“. Allerdings nicht so sehr, daß man sie nicht wieder aufnehmen sollte, wenn sie bereit sind, in Zukunft auf alle Sonderrechte zu verzichten. „Nicht erst seit dem letzten Wochenende steht fest, dass Europa sich in einer schweren Sinnkrise befindet.“ In dieser Sinnkriese befindet sich die EWG schon lange. Inzwischen kann man es aber nicht mehr leugnen. Die EU wurde als Wirtschaftsunion gegründet. Hätte man diesen Zustand beibehalten, wäre eine grundlegende Systemänderung nicht notwendig gewesen. Da man jedoch auch… Read more »
Sukram71
Gast
Eigentlich sollte man die Briten zum Teufel jagen, das stimmt. Aber man befürchtet, dass das den Euro-Gegnern in der restlichen EU Auftrieb gibt und andere Länder das den Briten dann nachmachen. Und die EU ist für Europa einfach zu wichtig. Alleine schon dieser ganze Kleinkram den die europaweit regeln, hat in der Summe einen sehr positiven Effekt. Anders als über die EU wäre das auch gar nicht durchsetzbar. Ich richte gerade meine neuen Wohnung ein und kaufe Kühlschrank, Waschmaschine und Lampen. Auf jedem Gerät prangt ein großer Aufkleber, mit den Angaben der Lautstärke, was die Geräte vergleichbar macht. Ich habe… Read more »
smukster
Gast

Ganz zu schweigen von Grundsätzlicherem: Wir haben doch bei GR gesehen, dass Demokratie auf einzelstaatlicher Ebene kaum noch etwas ausrichten kann. Sie kann heute überhaupt nur noch europäisch gedacht werden.
Was GB angeht…meine Hauptsorge ist, dass wir in einigen Jahren einen großen und gut bewaffneten ‚failed state‘ vor unserer Küste haben, wenn sie doch austreten sollten.

Jacques Roux
Gast

Wir haben doch bei GR gesehen, dass Demokratie auf einzelstaatlicher Ebene kaum noch etwas ausrichten kann. Sie kann heute überhaupt nur noch europäisch gedacht werden.

Wir haben doch bei GR gesehen, dass genau andersherum ein Schuh daraus wird.

Sukram71
Gast

Nee. Was eine solidarische Lösung verhindert, ist der Einfluss und das Sagen der nationalen Regierungen und Finanzminister.

Die Institutionen der EU von EZB bis EU-Kommission hätten die Finanzkrise und die folgende Staatsschuldenkrise schon lange nachhaltig gelöst.

Robbespiere
Mitglied
@Jacques Roux Wir haben doch bei GR gesehen, dass genau andersherum ein Schuh daraus wird. Eben, GR leidet nicht an zu wenig, sondern zuviel EU. Durch den Euro haben sie gerade die Möglichkeit verloren, auf staatlicher Ebene zu agieren. Jetzt hängen sie am Tropf der Trojka, die das Land aussaugt bis auf die Knochen, um Gläubiger zu retten, die ohne Euro gar nicht zu retten sein müssten. Von Gemeinschaftssinn ist da keine Spur mehr zu erkennen. Das liegt natürlich hauptsächlich an der Fehlkonstruktion der EU, wo Entscheidungen in demokratisch nicht legitimierten Gremien getroffen werden, die nationalen Interessen unterliegen. Nur dadurch… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@all

Auf querschuesse.de ist heute dieser sehr lesenswerte Artikel zum Thema EU erschienen.

http://www.querschuesse.de/fuer-ein-neues-kapitel-in-der-krisenbewaeltigung-schafft-den-europaeischen-rat-ab-nicht-die-eu/

smukster
Gast

Sowohl als auch.
Natürlich war der Eurobeitritt Griechenlands ein Fehler, aber das wollte Berlin nunmal unbedingt so. Jetzt haben wir den Euro und müssen die Konsequenzen ziehen: Gemeinsame Fiskal- und Wirtschaftspolitik und entsprechende Ausgleichsmechanismen gegen Ungleichgewichte.

Insofern:
In der heutigen Situation ist das Problem eher zuwenig Europäisierung, weil die selbstgeschaffenen Widersprüche nur europäisch zu lösen sind.

Robbespiere
Mitglied
@smukster Natürlich war der Eurobeitritt Griechenlands ein Fehler, aber das wollte Berlin nunmal unbedingt so. Der Euro als solcher war ein gigantischer Fehler, weil es gar keine einheitliche Steuer- Wirtschafts-und Lohnpolitik gab. Nur durch die Knebelung des Euro war es v.A. Deutschland möglich, die Partnerländer mittels Steuer -und Lohndumping, die der Wirtschaft konkurrenzlose Niedrigpreise ermöglichten, in die Schuldenfalle durch Defizite zu treiben und selbst horrende Überschüsse zu produzieren, ohne das dies zu Konsequenzen seitens der EU geführt hätte. Die schwachen Regularien wurden von Anfang an wachsweich festgelegt, um sie bei Bedarf locker umschiffen zu können. Und dafür waren alle Entscheider… Read more »
smukster
Gast
Auch Dir die Frage: Glaubst Du im Ernst, dass das geht? Zum einen wäre die Abwicklung des Euro mit enormen Konflikten verbunden (wer übernimmt welche Schulden und Guthaben, wie wird verhindert dass einige Staaten danach ohne Kapitalbasis dastehen usw.), zum anderen würde die Desintegration da keineswegs stehenbleiben, wie ich oben schon @Jacques geschrieben habe, sondern es ergäbe sich eine kaum noch zu bremsende Dynamik. Wir können gerne darüber diskutieren, ob die Einführung des Euro mehr Vor- oder Nachteile hatte, da bin ich durchaus gespalten. Aber er ist jetzt Realität, und für die heutige Politik kann es daher nur darum gehen,… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@smukster Auch Dir die Frage: Glaubst Du im Ernst, dass das geht? Jedenfalls mache ich mir keine Illusionen, dass die selben Apologeten, die diese Kuh Euro aufs Eis geführt haben, zugeben Würden, dass sie Bockmist zum Schaden der Gemeinschaft gebaut haben. Daraus ergibt sich für mich, dass sie das Projekt Euro nicht reformieren werden, um gar nicht erst in Erklärungsnotstand zu kommen. Was die Abwicklung des Euro betrifft, dazu haben sich schon Leute mit mehr Sachverstand als ich geäußert. Dass die Rückkehr zu nationalen Währungen kein Zuckerschlecken wird ( vor Allem nicht für den Hauptprofiteur Deutschland ), ist keine Frage,… Read more »
smukster
Gast
Dein Optimismus in Ehren, aber bei der Menge bösen Bluts wäre der finanzielle Verlust (es würde mit einem Schuldenschnitt einhergehen) das geringste Problem. Die Rückabwicklung würde garantiert nicht beim Euro haltmachen. Natürlich können die Damen und Herren nicht direkt zugeben, dass sie Bockmist gebaut haben (was sie damals schon wussten). Na und? Es ist doch völlig normal, dass eine 180-Grad-Wende hingelegt wird, das aber öffentlich als „Kontinuität“ dargestellt wird, siehe Syrien. Griechenland kann ja auch offiziell keinen „Schuldenschnitt“ bekommen – nötig ist dieser dennoch. Insofern werden auch die „Reformen“ am Euro-System als kontinuierliche Fortführung des Bestehenden dargestellt werden, und nicht… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@smukster Zu einem Schuldenschnitt ist es auf Grund des seit 2008 gigantisch angewachsenen Volumens viel zu spät. Da unsere Regierungen in ihrer Vasallentreue bzw. Komplizenschaft ggü. dem Kapital die Steuerzahler zu den Hauptgläubigern gemacht haben, gäbe es in der Tat böses Blut. Aber gerade die Befreiung vom Euro bietet den Schuldenstaaten die Chance, durch Abwertung in eigener Währung wieder konkurrenzfähig zu werden und langfristig ihre Negativpositionen auszugleichen. Deutschland müsste natürlich enorm aufwerten und würde dadurch an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, aber das wäre nur der gerechte Ausgleich für die jahrelangen Überschüsse, die die Krise erst richtig zum Ausbruch gebracht haben ( die… Read more »
smukster
Gast
@Robbespiere: Zu einem Schuldenschnitt ist es auf Grund des seit 2008 gigantisch angewachsenen Volumens viel zu spät. Der würde aber automatisch kommen, wenn auf nationale Währungen umgestellt würde und diese z.B. 30% abwerten. Und damit gäbe es nicht nur „böses Blut“ gegenüber der Politik, sondern auch zwischen den Staaten – also Nationalismus. egal, ob wir ihnen Staatsschulden zu niedrigen Zinsen oder die Kosten für Instandsetzung bzw. Instandhaltung übergeben. Nein, weil aufgeschobene Reparaturen idR teurer werden. Noch besser wäre es natürlich, einfach mal konsequent Steuern einzutreiben… Der „Zusammenbruch des Euro“ steht seit 2009 immer „ganz kurz bevor“. Irgendwann müsste es doch… Read more »
schwitzig
Gast

@Sukram71

Und die EU ist für Europa einfach zu wichtig. Alleine schon dieser ganze Kleinkram den die europaweit regeln, hat in der Summe einen sehr positiven Effekt.

Ich lese die einzigartige Idiotie und denke so, der Müll könnte auch von Sukram71 stammen und siehe da … er ist wieder da.

The Joker
Mitglied

Hallo schwitzig,
pünktlich mischt auch Norbert(19)80 wieder mit – so ein Zufall aber auch… 😉
Aber angesichts der Echtnazis BruJo, ribi, Leynad, QM oder Fridel erscheinen selbst die oben Genannten fast noch restsympathisch…

schwitzig
Gast

@The Joker

pünktlich mischt auch Norbert(19)80 wieder mit – so ein Zufall aber auch… 😉

Ja, die Norberts haben das Problem, dass sie ihre Verbrechen bzw. ihre Billigung von Verbrechen nicht mehr so gut vertuschen und wegrabulisieren können:

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47518/1.html

Da muss dann wieder die volle Propagandakotze ins Forum erbrochen werden.

Sukram71
Gast
Das heißt, wegen der EU und deren Aufklebern auf Elektrogeräten habe ich einen leisen Staubsauger, einen leisen Wäschetrockner und eine leise Waschmaschine. Und ich muss demnächst keine oder nur noch wenig Roaming-Gebühren zahlen wenn ich im EU-Ausland ins Internet gehe. Dank der EU sind LED Lampen mittlerweile ausgereift und bezahlbar. Das spart Geld und schont die Nerven. Als im Oktober mein Rückflug von der SAP-Schulung in Leipzig nach Köln ausgefallen ist, habe ich Dank der entsprechenden EU-Regelungen kurz vor Weihnachten 250 Euro (!) Entschädigung bekommen, obwohl die Fluggesellschaft mich ein paar Stunden später zurückgeflogen hat. 🙂 Meine und unsere ganzen… Read more »
The Joker
Mitglied

Brüssels Lampenladen hat uns ja auch die epochale Energiesparlampe beschert. Mit garantiert so viel Quecksilber drin, dass die offizielle Empfehlung beim Lampenbruch lautet: Fenster auf und sofort Wohnung verlassen…

Sukram71
Gast

Brüssels Lampenladen hat uns ja auch die epochale Energiesparlampe beschert.

Nein. Die bezahlbare LED!
Die Energiesparlampe war nur ne unperfekte Zwischenlösung.

Moin
Gast

Osram steht am Rande der Pleite weil dieses deutsche Traditionsunternehmen den LED-Markt verpennt hat.

Warum glauben deutsche Auto-, und Lampenfirmen offensichtliche
Zukunftstrends verschlafen zu dürfen ? Weil die gekaufte
Politik es schon zu ihren Gunsten richten wird ?

Habe mir neulich auch eine LED-„Glühbirne“ gekauft.
Sehr zu empfehlen. Braucht 4 Watt, leuchtet aber wie 80 Watt und strahlt keine Wärmeenergie ab. Kostenpunkt 8,65 €/Stk.

Aus Antiatom-Ökosicht nicht die schechteste Brüssel-Idee, die Sache mit den Birnen.

Sukram71
Gast

Gibt’s aber auch für 4 Euro. 8,65 Euro ist teuer bzw besonders gute Qualität. Und mit der Masse werden die mit der Zeit sicher billiger.
Ohne den Mumm, gegen den Willen der Bevölkerung, die billigen Glühbirnen mal zu verbieten, damit sich was bewegt, wäre es nicht dazu gekommen.

Moin
Gast
„Gibt’s aber auch für 4 Euro. 8,65 Euro ist teuer bzw besonders gute Qualität.“ Wo gibt es die für 4 € ? Die Qualittät ist die für knapp 9 €, dass die Birne sofort angeht wenn man auf den Lichtschalter drückt. Man muss also nicht erst die Kellertreppe runterfallen bis so eine gasgefüllte Energiesparbirne vorgeglüht hat und leuchtet. Für 4 € wechsele ich alle alten Energiesparbirnen gegen LED-Birnen aus. Wo gibts die ? „Ohne den Mumm, gegen den Willen der Bevölkerung, die billigen Glühbirnen mal zu verbieten, damit sich was bewegt, wäre es nicht dazu gekommen.“ Für Entscheidungen im Sinne… Read more »
leslie
Gast

„Braucht 4 Watt, leuchtet aber wie 80 Watt“

Das glaub ich aber nicht.
Effizienz liegt bei warmweissen Leds so bei 120 Lumen per Watt.

Schau mal auf die Verpackung wo die Lampe drin war.
Und dann schau dir mal diese Lampe hier an.
http://fastvoice.net/2016/02/21/led-tagebuch-kw-07-sebson-3color-5-strahler-test-zoff-bei-osram/

Deine strahlt höchstens wie ne 40 Watt Glühbirne,
was aber immernoch superhell ist und 80 bis 90% Strom spart.

Mfg

Moin
Gast

Es handelt sich um gefühlte 80 Watt. Die „Lichttemperatur“ entspricht auch gefühlt der einer alten Heizglühbirne, also kein kaltes LED-Licht.

Seit etwa 20 Jahren gibt es LED-Birnen für Fahrräder und Taschenlampen.
Da stimmt doch etwas nicht wenn man erst heute darauf kommt, sowas vergrößert in Lampenfassungen zu schrauben.

Sukram71
Gast

Seit etwa 20 Jahren gibt es LED-Birnen für Fahrräder und Taschenlampen.
Da stimmt doch etwas nicht wenn man erst heute darauf kommt, sowas vergrößert in Lampenfassungen zu schrauben.

Genau das ist der springende Punkt.
Früher gab es billige Glühbirnen, da waren LED im Vergleich viel zu teuer und deshalb hat die keiner gekauft. Außerdem gab es nur sehr kleine LED.

Erst durch das Glühbirnenverbot der EU sind LED preislich konkurrenzfähig. Und durch die dann größere Masse werden die auch billiger.

Sukram71
Gast

Für 4 € wechsele ich alle alten Energiesparbirnen gegen LED-Birnen aus. Wo gibts die ?

Z B bei Obi. Gibt es auch als Strahler.
Für 5 Euro gibt es vernünftige LED überall. http://www.obi.de/decom/search/led%20leuchtmittel/?sortprice=asc&productsPerPage=24&followSearch=9683

Jacques Roux
Gast

Omg, die EU hat uns die bezahlbare LED geschenkt. Halleluja, Brüder und Schwestern, preiset die EU, mich dünkt, soo verkehrt iss die womöglich gar nicht.

Sukram71
Gast

Das war nur ein Beispiel von vielen. Die Liste von guten Einflüssen und Regelungen der EU lässt sich beliebig lange fortsetzen. 😉

Jacques Roux
Gast

Gibt’s auch bezahlbare Laserpointer, da steh ich nämlich drauf, da könnte ich meine EU Abneigung, doch glatt noch überwinden, vielleicht.

7schläfer
Gast

Ja, ganz großes Kino: wir produzieren statt Restmüll jetzt Sondermüll!

Sukram71
Gast

LEDs sind kein Sondermüll.
Außerdem kann man ja nicht 95 % der aufwendig erzeugten und in die Stadt transportieren Energie in Glühbirnen verschwenden, bloß weil man die 100 mal sparsameren neuen LED-Leuchtmittel gesondert entsorgen soll, wie jedes andere elektronische Bauteil auch. Das wäre ja wohl ziemlicher Schwachsinn. 😉

Die Leute stemmen sich mit aller Gewalt gegen ein sinnvolles Verbot, das nachweislich ne neue bessere Technik gefördert hat. Und kein Argument ist zu blöd, als dass es nicht herhalten müsste, um total verschwenderische Glühbirnen zu verteidigen. XD

Mordred
Gast

wo genau ist der bezug zum artikel?

Moin
Gast

Worin bestehen die Bezüge deiner Kommentare, außer Kommentare kommentieren zu wollen !? Arroganz ?

Wo OT dransteht, ist erwartungsgemäß OT drin ! Dazu müsste man gelegentlich die eigene Faulheit überwinden und drei Kommentare vor dem eigentlichen mitlesen.

Überleg mal bevor du demnächst wieder die Hand in die Luft wirfst und mit den Fingern schnippst.

„Herr Lehrer, ich weiß was !“ .-)

Mordred
Gast
Worin bestehen die Bezüge deiner Kommentare, außer Kommentare kommentieren zu wollen !? Arroganz ? bei ersterem hilft, meine kommentare zu lesen. zu letzterem: nein. Wo OT dransteht, ist erwartungsgemäß OT drin ! Dazu müsste man gelegentlich die eigene Faulheit überwinden und drei Kommentare vor dem eigentlichen mitlesen. welchen kommentar meinst du genau? bei sukrams weiter oben steht jedenfalls nix von ot, wobei der imho auch noch so gerade ontopic ist. mir war nicht klar, dass dieser hier sich darauf bezog. Überleg mal bevor du demnächst wieder die Hand in die Luft wirfst und mit den Fingern schnippst. “Herr Lehrer, ich… Read more »
Sukram71
Gast

Der Kommentar war eine Ergänzung zu meinem vorigen Kommentar etwas weiter oben in dem ich ja beschrieben habe, dass man das Risiko eines Brexits in der jetzigen EU-kritischen Lage nicht eingehen will und sollte.

Unter anderem auch wegen diesem ganzen Kleinkram, den die EU zum Vorteil der Verbraucher regelt. Von Energie-Aufklebern auf Elektrogeräten, Abschaffung der Roaming-Gebühren bis zur Fluggast-Entschädigung bei Flugverspätungen oder Ausfällen. Und vieles, vieles mehr.

Wer hätte denn die Macht sowas in Europa durchzusetzen und einzuführen, wenn nicht die EU? Und das sind Dinge die unsere direkte Lebensqualität beeinflussen.

Moin
Gast

Ach, der arme Markus, Baujahr 71 ( rückwärts: sukram71 ) war gemeint.
Seine oft gescholtene „Rabulistik“ ist auch die Denke und Rabulistik des Volkes. Abseits linker Separees denken und handeln die Leute so rabaukig und daneben. Mag ja schön sein sich für solche Bürger einzusetzen….ja wenn….“ja wenn man sie bloß nicht ertragen müsste“….gelle ?! .-)

Mir persönlich bringen die Verzweigungen abseits des roten Fadens
manchmal viel.

Aber ich war ja ned gemeint. Danke für deine Rückmeldung.

Sukram71
Gast

Die Energie- und Lärmangaben auf Elektrogeräten und 250 Euro Entschädigung von der Fluggesellschaft gut zu finden ist nicht „rabaukig“ und auch nicht „daneben“. 😉

leslie
Gast

Voll OT…

Schlechte Nachrichten für alle Biertrinker: Nach einer Untersuchung des Umweltinstituts München sind die 14 beliebtesten Biermarken Deutschlands mit dem Pestizid Glyphosat belastet.
http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Downloads/02_Mitmach-Aktionen/11_Rettet_das_Reinheitsgebot/Glyphosat_Untersuchung_Umweltinstitut_2016.pdf

Mein Gras ist garantiert Glyphosatfrei. :-p

Mfg

Moin
Gast

Du kannst dein Gras auch direkt mit Glyphosat ernten.
Das trocknet auf dem Feld. Kannst du vom Feld weg direkt rochen.
Es fallen dir halt nur die Haare und Zähne davon aus.

Wer hätte gedacht, dass man Glyphosat in Pflanzenbestandteilen
und in Produkten daraus nachweisen könnte !? Ist ja unglaublich.
Glyphosat MUSS von den Pflanzen aufgenommen und eingelagert
werden damit die Pflanze verdorrt, damit Glyphosat überhaupt erst
wirken kann. Die veröffentlichten Studien zur angeblichen Unschädlichkeit von
Glyphosat ist Kampagnenjournalismus. Wenn Glyphosat gut und wichtig wäre,
hätte es die Natur selbst erfunden.

Sukram71
Gast

Nach unabhängigen Untersuchungen sind alle der beliebtesten Biersorten mit mindestens 4,7% des Nervengifts Ethanol belastet.

Schon der Konsum von geringen Mengen kann zu Schwindel, Kopfschmerzen bis hin zu Erbrechen und Krankenhausaufenthalten führen. Größte Vorsicht ist geboten! ^^

Anton Chigurh
Mitglied

…….aaaaahhh: da spricht die eigene Erfahrung !

Norbert80
Gast

@sukram

Nach unabhängigen Untersuchungen sind alle der beliebtesten Biersorten mit mindestens 4,7% des Nervengifts Ethanol belastet.

Jupp! Alkohol ist die wohl am meisten unterschätze Droge der Welt.

Eine europaweite Mindestbesteuerung wäre ein Segen Leider sperren sich viele Länder dagegen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Die skandinavischen Länder sehe ich als Vorbild an.

Robbespiere
Mitglied

@Norbert80

Die skandinavischen Länder sehe ich als Vorbild an.

Und was für Eines!
Man beobachte nur einmal Skandinavier im Urlaub.
Den Vogel schießen die Finnen ab, wie auf der Verlinkten Seite zu sehen.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/26241

Eine hohe Alkoholsteuer ist ähnlich sinnentleert wie die Prohibition. Die reizt geradezu, sie zu umgehen.

Norbert80
Gast

@Robbespiere

Eigene Quelle erst lesen ist von Vorteil!

Eine hohe Alkoholsteuer ist ähnlich sinnentleert wie die Prohibition. Die reizt geradezu, sie zu umgehen.

Dein Link gibt Auskunft weshalb in Finnland so viele unter Alkoholmissbrauch leiden:

1)

Als Ursache gilt der Wegfall von Einfuhrbegrenzungen beim Import, vor allem aber die Aufnahme von Estland in die EU.

2)

Die Steuer wurde um 40 Prozent gesenkt

Folgerung: Eine europaweite (Mindest)Steuer und Importverbote analog zu Zigaretten würde helfen. Apropos Verbot: Weniger Werbung für alkoholische Getränke wäre auch sinnvoll, analog zu Zigaretten.

Robbespiere
Mitglied
@Norbert80 Eigene Quelle erst lesen ist von Vorteil! Die Quelle habe ich sehr wohl gelesen, aber auf die Schnelle keine Seite gefunden, die den Zustand vor den Steuersenkungen und Importbeschränkungen darstellt. Die Steuer wurde um 40 Prozent gesenkt Norbert, die Steuersenkung war die Antwort auf das Wochendvergnügen der Finnen, mit der Fähre über die Ostsee ins Baltikum zu schippern und sich bereits außerhalb der Zollgrenze voll die Kanne zu geben. Bis zum Einlaufen im Zielhafen gabs auf den Fähren jede Menge Alkoholleichen und zwar gleichsam männliche und weibliche. In Estland und auf der Heimreise hat sich dieser Exzess dann fortgesetzt.… Read more »
Norbert80
Gast
@Robbespiere Hallo, grundsätzlich teile ich deine fundierte Analyse. Norbert, die Steuersenkung war die Antwort auf das Wochendvergnügen der Finnen, mit der Fähre über die Ostsee ins Baltikum zu schippern Exakt. Eine europaweite (Mindest)steuer würde weiterhelfen. Dann werden Ausweichreaktionen schwerer.Talinn ist von Helsinki mit der Fähre ein Katzensprung. auf die Schnelle keine Seite gefunden, die den Zustand vor den Steuersenkungen und Importbeschränkungen darstellt. Der Zustand hat sich mit der leichteren Verfügbarkeit + günstigeren Preisen von Alkohol erheblich verschlimmert, darum geht es in dem Artikel. By the way, finde es seltsam dass beim Weggehen die Nichtalkoholischen Getränke oft gleich teuer oder nur… Read more »
smukster
Gast

Das ist ziemlich naiv. Alkoholmissbrauch ist ein großes Problem, aber durch Verteuerung lässt sich dieses nicht lösen, diese trifft letztlich nur die Armen und vergrößert deren Probleme noch zusätzlich. Skandinavien ist in der Tat ein Beispiel – aber ein negatives.

Achja:
Und natürlich gibt es ein „Recht auf Rausch“!

Sukram71
Gast

Stimmt völlig.
Als ersten Schritt müsste man die Werbung für Alkohol wenigstens etwas einschränken.

smukster
Gast

Das wird noch sehr spannend.
Glyphosat krebserregend, Fleisch krebserregend, Glyphosat in Bier, Verdacht des Zusammenspiels der Zika-Viren mit Pestiziden – wenn sich diese Dinge bestätigen sollten, ist das das Ende der industriellen Landwirtschaft. WENN.

Moin
Gast
Die industrielle Landwirtschaft ist ohnehin am Ende. Die Schläge werden immer größer und auch die Schlepper. Ein Fendt Vario 1050 verbraucht z.B. für zehn Stunden Arbeit seinen gesamten Tankinhalt von 800 Litern Diesel. Jetzt möchte man Sprit sparen und deshalb die mechanische Arbeit auf dem Feld reduzieren. Glyphosat kommt ja nicht von ungefähr. Glyphosat soll den Maschineneinsatz reduzieren und Sprit sparen. Daran lässt sich schon erkennen wie krank das System der industriellen Landwirtschaft ist. Trotz alledem bekommen die deutschen Bauern 40% ihrer Einnahmen aus Brüssel, in Form von Subventionen. Alles gut hinter Öko-Kosmetik wie Greening etc. versteckt. Nach Glyphosat kommt… Read more »
smukster
Gast

Natürlich – die Frage ist, was ihr das Genick bricht. Es wird die Gesundheitsgefährdung sein, da kommt in nächster Zeit noch Einiges „ans Licht“.
Gegen Subventionen ist nichts einzuwenden, solange damit eine sinnvolle Lenkung verbunden ist.

Moin
Gast
„Natürlich – die Frage ist, was ihr das Genick bricht. Es wird die Gesundheitsgefährdung sein, da kommt in nächster Zeit noch Einiges “ans Licht”.“ Meinste die Höhepunkte des deutschen Journalismus wenn der „Schadstoff der Woche“ präsentiert wird ? Willze mich ärgern ? .-) Glyphosat ist wirklich gefährlich. Die Abgabe an HobbyUnkrautvertilger in Baumärkten ist nicht ohne Grund verboten. Der Hausmeister soll gefälligst den Fugenkratzer nehmen um das Unkraut zwischen den Pflastersteinen zu entfernen. Der Bauer darfs tonnenweise auf Land klatschen. Von Glyphosat ist der selbe Werdegang in der Öffentlichkeit zu erwarten wie der von DDT und Lindan etc. Über die… Read more »
Moin
Gast

OT

„Wie Handelspolitiker die Parlamente aushebeln
Während alle über TTIP streiten, boxt Brüssel ein anderes Handelsabkommen durch – und die umstrittenen Schiedsgerichte.“

http://www.zeit.de/2016/10/ttip-eu-handelsabkommen-schiedsgerichte

smukster
Gast

Irgendwann können selbst die Zeitungen es nicht mehr ignorieren…und derzeit kommt es von ziemlich vielen Seiten, daher habe ich eine gewisse Hoffnung.
Steuern eintreiben und woanders verteilen nennt sich „Politik“. Die Subventionen dienen dazu, in Europa überhaupt eine Landwirtschaft zu erhalten – anderenfalls würden wir einen Großteil aus Brasilien usw. importieren. Die Frage, wohin wir die Gelder lenken, ist eine eminent politische und muss daher gemeinsam entschieden werden.

Moin
Gast

„Steuern eintreiben und woanders verteilen nennt sich “Politik”.“

Wobei auch hier, gute von schlechter zu unterscheiden wäre.

„Die Subventionen dienen dazu, in Europa überhaupt eine Landwirtschaft zu erhalten – anderenfalls würden wir einen Großteil aus Brasilien usw. importieren.“

Das glaubst du wohl selbst nicht ?! Die Landwirtschaft als überteuerte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für europäische Bauern.
Wem glaubst du solche Märchen ? Dem Bauernverband ?

smukster
Gast

Ohne Subventionen wäre es der Landwirtschaft so ergangen wie der britischen Kohleförderung in den 80ern. Wir wären dann heute von Importen bei einem so lebenswichtigen Gut wie Nahrung abhängig – und damit erpressbar. Eine hochbrisante Frage der Strategie.
Klar gibts schlechte Politik – aber es ist unsinnig, Umverteilung durch Steuern grundsätzlich abzulehnen, weil dann gar keine politische Gestaltungsmöglichkeiten mehr da wären, und auf dem „freien Markt“ eben nicht Alle gleich sind.

Moin
Gast
Ihrem Wesen nach orientierte sich die Agrarwirtschaft nie am Weltmarkt, sondern am Markt vor der Haustür. Die Finanzjongleure haben erst aus Lebensmitteln, Spekulationsobjekte gemacht. Das sind Gründe die die industrielle Landwirtschaft erst zu dem gemacht hat was sie ist. Jede Region der Welt kann sich im Wesentlichen selbst ernähren und .ggf zu anständigen Preisen Agrarprodukte zukaufen. Die aktuelle Entwicklung, nicht ausschließlich als Marketingmasche, geht zurück zu regionalen Kreisläufen um Erzeugung, Vermarktung und Verbrauch wieder räumlich zu vereinen. So viel oder wenig zu deinem Kohlebeispiel aus Zeiten der industriellen Revolution. Ist einfach nicht zu vergleichen. Zur Steuerung regionaler Wochenmärkte bedarf es… Read more »
smukster
Gast
@Moin: Sorry, aber das ist kompletter Quatsch. Unterhalte Dich mal mit Bauern, wie wichtig die Subventionen sind, um überhaupt überleben zu können! Jede Region der Welt kann sich im Wesentlichen selbst ernähren und .ggf zu anständigen Preisen Agrarprodukte zukaufen. Wie gesagt: Ich will nicht bei etwas so Fundamentalem wie Nahrung auf Gedeih und Verderb dem „Weltmarkt“ ausgeliefert sein. Stell Dir allein eine Unterbrechung des Welthandels aufgrund eines Krieges vor. Und dann? Deshalb werden von der Politik „strategische Wirtschaftssektoren“ festgelegt, bei denen eine gewisse Autarkie gewährleistet sein soll. Das und nichts Anderes ist der Sinn der Agrarsubventionen. Richtig, daraus wurden mit… Read more »
Moin
Gast

Entweder willst du mich verarschen oder hast eklatante Probleme Texte inhaltlich zu erfassen :-))))

Ich tippe mal auf Ersteres………Schade………….

smukster
Gast

Weder noch, wobei ich sicher schon einmal etwas missverstanden habe, bin ja auch nur ein Mensch. Worum geht es Dir? Willst Du die gesamte EU mit Nebenerwerbsbauern versorgen, die davon nicht leben müssen? Oder glaubst Du, die Leute kaufen auch dann noch heimische Produkte, wenn diese 3x so teuer sind? Viel Erfolg…

Moin
Gast

Es funktioniert nicht, wenn die Konsumansprüche so hoch gesteckt bleiben wie sie heute sind. Insbesondere beim Fleischkonsum. Der Flächenverbrauch für Futtermittel ist nunmal sehr hoch.
Es wird aber niemand sterben wenn er statt sieben mal pro Woche, nur drei oder viermal die Woche Fleisch isst. Durch Reduzierung des Verzehrs bleiben die Fleischkkosten bei steigender Qualität im bezahlbaren Bereich, auch für Leute die auf Sozialtransfers angewiesen sind.
Es muss jedem auffallen, dass Fleisch nicht billiger als Gemüse sein KANN.
Der ethische Aspekt und Blick auf Qualhaltungen sollte dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Rechnen lässt sich alles hoch und runter.

jowi
Mitglied

@Moin

Danke für diesen Link:

http://www.zeit.de/2016/10/ttip-eu-handelsabkommen-schiedsgerichte

Hatte endlich Gelegenheit ihn zu lesen. Die unauffällige Entmachtung der Völker durch das Großkapital. Diese korrupten Polithuren in den EU-Komissionen soll die Pest holen.

Das macht aber immerhin ein bisschen Hoffnung, dass in der ZEIT noch solche Empörungen Platz finden. So wie manche Dokus, die um 23:50 Uhr ausgestrahlt werden. Der Prozentsatz der Empörten könnte bald die gefährliche 3-Promill-Grenze überschreiten.

Moin
Gast
„@Moin Danke für diesen Link: http://www.zeit.de/2016/10/ttip-eu-handelsabkommen-schiedsgerichte Hatte endlich Gelegenheit ihn zu lesen. Die unauffällige Entmachtung der Völker durch das Großkapital. Diese korrupten Polithuren in den EU-Komissionen soll die Pest holen.“ Im Hintergrund ist eine Armada von Wirtschaftsjuristen damit beschäftigt, Schlupflöcher im Regelwerk zu schaffen um diese anschließend gewinnbringend ausschlachten zu können. Unseren Polit-Clowns erzählen sie, dass alles dafür gut sei um die Weltwirtschaft anzukurbeln. Sigmar Gabriel zieht daraufhin artig los um Werbung für TIPP zu machen während sich der US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders ausdrücklich gegen neue Freihandelsabkommen ausspricht, weil er „die Interessen der amerikanischen Arbeiterschaft“ gefährdet sieht, und die Zukunft von… Read more »
smukster
Gast

@Moin:
Völlig richtig – ich hatte doch geschrieben, dass das ein Teil des Wandels ist, schon aus Gesundheitsgründen. Ändert aber bis auf Weiteres nichts an der Notwendigkeit von Subventionen.

Moin
Gast

Du schon wieder ? .-)

Bist hier auf der falschen Baustelle gelandet. Um die Subventionen ging es im Agrarteil.
Außerdem habe ich mich nie gegen Subventionen an sich gestellt, sondern ausschließlich gegen sinnfreie, und einen Staat der glaubt als Überpädagoge seiner Bürger auftreten zu dürfen; gegen einen Staat der durch Steuern, steuern will. Wer Pädagoge sein will, muss Vorbildfunktionen erfüllen. Unsere Parteiendemokratie ist dazu nicht mehr in der Lage.

Mehr hatte ich nicht geschrieben.

salvo
Gast

sorry für das OT, aber vielleicht bewegt das einige der virtuellen Kämpfer hier diese Petition zu unterschreiben, immerhin wurde diese Frau (und ja es gibt doch noch Helden) zur praktischen Umsetzung ‚unserer Werte‘ lebendig begraben

http://petitions.moveon.org/sign/buried-alive

https://www.change.org/p/barack-obama-libertad-inmediata-para-ana-belen-montes

der Artikel dazu

http://www.jungewelt.de/2016/02-25/051.php

schwitzig
Gast
@salvo Ja, ich finde die Petition richtig und die Kartenaktion ist eine schöne Idee, aber: Vielleicht werden auch diese Geburtstagskarten wie andere Postsendungen zuvor nicht bis in die Zelle der Empfängerin gelangen, aber dann werden die verantwortlichen US-Behörden sehen: Ana Belén Montes ist genausowenig allein wie Oscar López Rivera, Leonard Peltier, Mumia Abu-Jamal oder viele andere politische Gefangene. Das impliziert, dass es die Leute, die Entscheidungen treffen, in irgendeiner Art und Weise interessiert. Das tut es aber nicht. Erst wenn das Mündungsloch einer Panzerfaust in Sichtweite einer Elitenfresse ist, wird die Elitenfresse sich beeindruckt zeigen. Disclaimer für die Rabulistiker Marke… Read more »
Max
Gast

Für Entscheidungsträger im Wertewesten zählt nur Gewalt. Gewalt, die sie selbst zur eigenen Macht- und Reichtumsvermehrung (auf Kosten anderer) einsetzen können und Gegengewalt, die sie richtig einschätzen müssen, um sie gewaltsam – möglichst im Vorfeld – zu verhindern.
Die “Eliten” des Wertewestens haben keine Moral, Ethik oder Skrupel. Einer der Gründe, weshalb die höchsten Posten von den schlechtesten Menschen besetzt sind – gemäß dem Motto: Dreck schwimmt oben.

Richtig, Herr Baader! ;-))

Disclaimer: Iss nur Späßcken..

Rainer N.
Gast

OT!

Jeder von uns hält 60 Sklaven – Nachdenkseiten!

Ich nicht, bei mir kommt es zu 33 Sklaven, irre.

Norbert80
Gast

„Geldanlagetipp“:
Man kann auch auf den Brexit wetten

Persönlich halte ich den Brexit für wahrscheinlich als derzeit allgemein vermutet. Die Befürworter Boris Johnson, Farage und Co. werden mutmaßlich wesentlich leidenschaftlicher dafür kämpfen wie die wischi-waschi Gegner des Austritts.

smukster
Gast

Glaubst Du ernsthaft, dass Johnson, der Studien-Sauffreund und langjährige Weggefährte Camerons, gegen diesen agiert?

Norbert80
Gast

@smukster

Glaubst Du ernsthaft, dass Johnson, der Studien-Sauffreund und langjährige Weggefährte Camerons, gegen diesen agiert?

Ja, das glaube ich – das hat er zumindest öffentlich angekündigt. „Parteifreund“ ist oft die Steigerung von Erzfeind. Merkel hat sich auch von ihrem Mentor Kohl losgesagt als es opportun war. So funktioniert Politik.

smukster
Gast

Wahlkampftaktik und politische Ziele sollte man schon auseinanderhalten…aber Du darfst glauben was Dir Spaß macht.

Norbert80
Gast
@smukster Johnson agitiert bei BBC für Brexit „Der EU zu entkommen wäre, wie aus dem Knast auszubrechen“ ist nur ein Zitat unter vielen. Johnson nutzt das als Chance Cameron als Ministerpräsident abzulösen. Cameron hat jetzt 2 Optionen: a) Er argumentiert wischi-waschi, sagt er werde beide Wahlausgänge umsetzen und könne mit beiden leben ==> könnte dann hoffen im Amt zu bleiben b) Er knüpft sein Schicksal implizit an den Wahlausgang, seine Gegner werden ihn zu einer Positionierung zwingen Was er auch tut, er kann nur verlieren. Johnson kann nur gewinnen. Selbst wenn Brexit knapp scheitert, wird Johnson dank seiner radikalen Kampagne… Read more »
smukster
Gast

Was Cameron angeht hast Du Recht, aber die Alternative (kein Ref) wäre für ihn ev. noch schwieriger geworden. Bei Johnson hingegen glaube ich nach wie vor nicht, dass er inhaltlich dahintersteht, und solche letztlich inhaltsleeren „soundbites“ ändern daran ganz sicher nichts.
Nicht nur die SPD beherrscht die Kunst, wohlklingende Dinge zu sagen, die bei genauerem Hinsehen eigentlich gar nichts bedeuten und auf die sie niemand festnageln kann…

Und Johnson und Trump gehen immer noch zum selben Frisör.

Norbert80
Gast

@smukster
Cameron hat eine Mehrheit in der eigenen Partei gegen sich. Und das über viele Wochen bis zur Wahl. Johnson weiß das und nutzt das eiskalt aus. Ob Boris immer schon für Brexit war oder jetzt erst aus taktischen Gründen auf den Zug aufspringt ist letztlich sekundär.

auf die sie niemand festnageln kann

Bis zum 23. Juni wird es noch viele emotionale öffentliche Auftritte geben. Das war erst das Vorgeplänkel.

Und Johnson und Trump gehen immer noch zum selben Frisör.

:-))))

Norbert80
Gast

Brexit: I told you so :-))

Austritt sehr wahrscheinlich

Moin
Gast

OT

Monitor / Sendung von gestern 25.02.16

„Aktiendeals auf Steuerzahlerkosten: Die unsauberen Geschäfte der Superreichen“

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/aktiendeals-auf-steuerzahlerkosten-100.html

Robbespiere
Mitglied
@Moin “Aktiendeals auf Steuerzahlerkosten: Die unsauberen Geschäfte der Superreichen” Diese sog. Cum-Ex-Geschäfte sind aller spätestens seit dem Fall Mollath bekannt. Bezeichnend ist, dass die Politik durch Nichthandeln quasi das Treiben gefördert hat , obwohl siedavon schon längst Kenntnis hatte. Was aber erwartet man von von einem hochkriminellen Finanzminister, der schon bei Kohl in eine Schwarzgeldaffäre verstrickt war und mit der Schweiz einen faulen Deal aushandelte, um reiche deutsche Steuerbetrüger vor allzu harten Zahlungen zu bewahren? Es wird Zeit, dass diese Staatsverräter persönlich zur Rechenschaft gezogen werden, indem sie bei nachgewiesener Schädigung des Staates mit ihrem Privatvermögen sowie ihren Pensionsansprüchen haften… Read more »
Moin
Gast
„Was aber erwartet man von von einem hochkriminellen Finanzminister, der schon bei Kohl in eine Schwarzgeldaffäre verstrickt war und mit der Schweiz einen faulen Deal aushandelte, um reiche deutsche Steuerbetrüger vor allzu harten Zahlungen zu bewahren?“ Finanzminister, Kanzlerkandidat, Bankenretter und Heulsuse Steinbrück wusste auch davon. Schon der Vorgänger vom Kofferträger wusste was da gespielt wird und hat zugeschaut. Die lassen sich vom Typus Maschmeyer verarschen, schauen zu dabei, machen vielleicht sogar mit und schicken zeitgleich 8 Mio. von rund 30 Mio. Erwerbstätigen in „aufzustockende“ Beschäftigungsverhältnisse. Von denen holen sie sich das Geld zurück das sie den Finanz@rschen nachgeschmissen haben. Ein… Read more »
R_Winter
Mitglied
Die Steigerung von „erbarmungswürdig“ ist „Gabriel“ – „Schäuble“ Schäuble nennt Forderung Gabriels „erbarmungswürdig“ http://www.sueddeutsche.de/politik/grosse-koalition-schaeuble-nennt-forderung-gabriels-erbarmungswuerdig-1.2883171 SPD-Reaktionen auf Schäuble-Kritik: Wer ist der Erbarmungswürdigste im ganzen Land? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/reaktionen-auf-gabriel-kritik-spd-empoert-ueber-wolfgang-schaeuble-a-1079668.html Jetzt wäre der Ansatz vorhanden, um die sPD aus dem 15%-Getto der Wähler herauszuholen, aber es geht nicht. Die Grünen stehen bereit, den Staffelstab zu übernehmen und an Schäuble/Merkel weiter zu reichen. Damit würden viele „Spitzen-Funktionäre“ der sPD ihre gut bezahlten Lobbypositionen in den Ministerien verlieren. Wundert da noch die Feststellung in der SZ? Die wirklichen Steighalter der braunen Flut in der EU ist der Alterstarrsinn eines Schäuble, der über Jahre von Gabriels sPD getragen… Read more »
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