Kita-Streik – wie die Erzieherinnen von Politik, Medien und ihrer eigenen Gewerkschaft verraten wurden

-Der_Streik-_von_Robert_KoehlerDie streikenden Kita-Erzieherinnen verpassten ihrer eigenen Gewerkschaft diese Woche eine schallende Ohrfeige, als sie den von Bsirske und Co. mit ausgehandeltem Schlichterspruch mit großer Mehrheit ablehnten. Die Zeiten scheinen sich zum Glück geändert zu haben – kampfbereite Arbeiter und Angestellte akzeptieren heute nicht mehr jeden kargen Brocken, den ihnen Arbeitgeber und Gewerkschaften als üppiges Festmahl verkaufen wollen. Das ist schon mal ein Lichtblick. Große Hoffnungen auf einen Sieg im Arbeitskampf dürfen sich die Streikenden jedoch leider nicht machen. Denn nach wie vor müssen sie gegen die geschlossenen Reihen aus verlogenen Politikern, angepassten Journalisten und lammfrommen Gewerkschaftsfunktionären antreten – ein ungleicher (Arbeits)Kampf.

Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

———————————————————————————————————————————-
Bild: Wikipedia – „“Der Streik“ von Robert Koehler“ von Robert Koehler – http://www.dhm.de/lemo//objekte/pict/k1000045/index.html. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

Hinterlasse einen Kommentar

121 Kommentare auf "Kita-Streik – wie die Erzieherinnen von Politik, Medien und ihrer eigenen Gewerkschaft verraten wurden"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Rainer N,.
Gast

Es gibt da doch ein Vorbild. Lech Walesa. Solidarnosc.

Wenn sich die „Erzieherinnen“ mal einigen würden, auf eine „Vertreterin“ … und dann Artikel 9 Grundgesetz … eine neue „Gewerkschaft“ …

alle Räder stehen still … man muss es nur mal versuchen …

oooohhhh – stehe mal wieder unter Moderation …

schwitzig
Gast

Interessant – ich hatte das nur am Rande mitbekommen und war tatsächlich der irrigen Annahme aufgesessen, dass die verdi ihren Job macht.
Gut – vor mehr als 10 Jahren, als die gewerkschaftliche Analogie zur „s“PD die Kollegen von der Telekom so bösartig verraten hat, bin ich aus Solidarität aus dieser Organisation ausgetreten und musste nach Androhung von Mahnverfahren noch drei zusätzliche Monate für diese Organisation zahlen, die sich von mir dafür bezahlen lies, gegen meine Interessen zu arbeiten.
Heute wurde die Richtigkeit meines Entschlusses wieder bestätigt.
In einem Rechtsstaat wären diese Gewerkschaftsvertreter im Gefängnis.

Iannis70
Mitglied

verDI macht schon seit Bestehen ihre Arbeit nicht. Ich war selbst mal Mitglied in einer Tarifkommission, damals noch in der DAG und musste miterleben, wie der Verhandlungsführer mit der Gegenseite Vereinbarungen traf, die von der Kommission definitiv vorher als unannehmbar bezeichnet wurden.

Das Resultat war, das Entstehen einer kleinen Gewerkschaft, die dann endlich die Interessen ihrer Mitglieder vertreten hat und das höchst erfolgreich. Die großen Gewerkschaften können gar nicht immer die Wünsche kleinerer Berufsgruppen vertreten, weil sie immer glauben, die übergeordneten Interessen der anderen Mitglieder berücksichtigen zu müssen.

Martin
Gast
Volles Verständnis dafür, wenn Arbeitnehmer für ihre Rechte streiken. Aber wenn man diese Tabelle sieht: http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Erzieher-Erzieherin?gclid=CLvw776LqMcCFafLtAodyI0H1w dann fallen einem 2 Dinge auf: 1. Der Unterschied des Gehalts ist zwischen den Bundesländern allgemein und zwischen den alten und neune Bundesländern gravierend unterschiedlich. (Sind die „West-Kinder“ schwerer erziehbar?) Hier sind m.E. als erstes mal Arbeitskämpfe anzusetzen! 2. Der Durchschnittsverdienst eines Erziehers / in: nach Bundesländern unterschiedlich aber eben in Alt-Bundesgebiet alle über 2000 € Wie wollen diese Erzieher den Eltern, die sehr oft viel weniger als 2000 € im Monat bekommen, erklären, dass dann die KITA-Gebühren steigen? Die Ursachen liegen ja nicht… Read more »
schwitzig
Gast
@Martin Wie wollen diese Erzieher den Eltern, die sehr oft viel weniger als 2000 € im Monat bekommen, erklären, dass dann die KITA-Gebühren steigen? Oh – das Argument kenne ich. Meistens von „Studenten“, die mit „weniger Geld als Hartz-IV bestens über die Runden kamen“. Der Deutsche – immer schön nach unten treten. „Was? Der arbeitet weniger als ich und hat trotzdem fast soviel wie ich? Dabei kriege ich so wenig! Da muss der natürlich noch weniger kriegen!“ Gemeinhin beschreibe ich solche Michel als „I…“ – nur dieses Wort darf in diesem Blog nicht verwendet werden. Man darf hier viel: Naziparolen,… Read more »
Torsten
Gast
Nun sagen sie uns doch hier bitte einmal: Wessen Meinung oder Kommentar solche Leute wie sie überhaupt akzeptieren? Zählen sie uns hier doch mal ihre genehme Liste der von ihnen beleidigungsfrei annhembaren Gruppen auf.. Studenten.. sind nach ihrer Liste nun schon mal nicht.. Das Argument mit dem „Verdienst“ der finanziellen und gesellschaftlichen Wertigkeit, auf das sich die Erzieher berufen, dass ist es, was abgedroschen und gegen jedes Verständnis glorifiziert wird. Was sollen denn dann Krankenschwestern- Reininungskräfte oder Zugbegleiter zu ihrer „Wertigkeit“ in Geldeswert demnächst verlangen dürfen? Hier werden Berufe und Tätigkeiten nach ihrer finanziellen Entlohnung gegen einander aufgewogen. Übrigens: Was… Read more »
Unutulu
Gast

Bitte setz dich doch erst mal mit dem Inhalt des Artikels sauber auseinander und dann versuche es nochmal mit einem gehaltvollen Posting.

ChrisA
Gast

Hier werden Berufe und Tätigkeiten nach ihrer finanziellen Entlohnung gegen einander aufgewogen.

Von wem? Das ist der Mechanismus, nach dem Politik und Medien die Gewerkschaften entzahnt haben und die Mehrheit der Menschen glaubt, die Gesellschaft müsse so funktionieren.

„Die können nicht mehr kriegen, die anderen haben schon so wenig…“ ( wieso haben die eigentlich so wenig? Egal…)

Dümmer geht’s nicht. Aber dieses „Argument“ ( was überhaupt keins ist ) ist Mainstream. Toll.

salvo
Gast
im herrschenden Diskurs werden eher Kategorien wie ‚gerechte‘ Entlohnung tabouisiert, weil diese ebenso wie die Prekarisierung der Arbeitsbedingungen, Verschlechterung der Rechtsposition der Lohnabhängigen, die Entmachtung und strukturelle Entfremdung ihrer organisierten Interessenvertretungen, dh alles, was die Verschiebung der Kräfteverhältnisse zu Gunsten des Kapitals ausdrückt, sei es ideologisch legitimiert, sei es als alternativlos hingenommen. Was der herrschende Diskurs gegen die Kämpfe der Lohnabhängigen vorbringt ist eine Art der Moralisierung, mit der eben die grundlegende ‚ökonomische‘ (nach der herrschenden neo-liberalen bzw neoklassischen Lehre) Dimension ausgeblendet wird. Der Arbeitskampf wird aus der Perspektive der Verweigerung an dem Dienst an der Gemeinschaft betrachtet und somit… Read more »
schwitzig
Gast

@salvo
Du hast in Deinem Posting sehr schön die Wertungsverschiebung der Arbeit an sich dargestellt. Danke dafür. Konsequent zuende gedacht landet man mit der aktuellen Kategorisierung von Arbeit unweigerlich bei „Arbeit macht frei“ und in der Konsequenz beim Münteferingschen Konsenz, dass Nicht-Arbeit den Verlust des Überlebensrechtes bedeutet.

Heldentasse
Mitglied

@salvo & schwitzig

ACK! Aber im Grunde gilt hier leider schon sehr lange „Im Westen nichts Neues“! Und auch noch so gute Erklärungsversuche werden nicht daran ändern, dass die Mehrheit das üble Spiel erst dann begreifen wird wenn sie selbst betroffen sind, wenn überhaupt?!

Beste Grüße

jowi
Mitglied

@salvo

Etwas akademisch formuliert, aber ein sehr guter Punkt.
Moral und Soziales wird vom neoliberalen Kapitalismus dann entdeckt und in den Diskurs eingebracht, wenn die Lohnabhängigen streiken wollen. So versucht man das einzige Machtmittel der Arbeiter zu neutralisieren.

Fast so perfide wie das indische Kastensystem, in dem die Ausbeuter (die als „letztes Argument“ immer über die Waffengewalt verfügen) den Erhalt des ungerechten Status quo über religiöse Tabus erreichen und alle Hoffnungen auf ein Jenseits umlenken.

rastar
Gast
Kennt jemand das Märchen vom Fischer und seiner Frau..? Also – ich wüßte jetzt keine soziale Gruppe, auf die dieser Hinweis besser passt, als die berühmten 0,1% der Reichen und Superreichen. Man krümmt selbt keinen Finger (der Reiche deligiert Arbeit). Dafür hat man ja Finanz- und Vermögensprofis, die Kapitalerträge und ähnliches in großem Stil erfolgreich an den Steuern vorbei schummeln. Anschließend wird dann immer noch über die fürchterlichen staatlichen Belastungen geschimpft. Doch – das hat was von Ilsebill. Dieses schöne Butt-Märchen dagegen auf ErzieherInnen oder Putzkräfte zu beziehen hat geradezu Westerwelleschen Charme. Ich sag nur: spätrömische Dekadenz… Bei manchen Leuten… Read more »
Thrombo
Gast
@Unutulu, ChrisA, rastar Ihr antwortet ihm immer noch auf sachlicher und auf argumentativ gut fundierter Ebene. Fällt euch denn gar nicht auf, dass dieser Typ gar kein Interesse daran hat, auf so etwas einzugehen? Dazu braucht man doch nur seine eigenen Statements bzgl. Meinungsfreiheit, und zwar völlig frei von Argumenten nachzuschlagen. Seine Antwort auf schwitzigs Posting hat doch nur den Grund, ihn zu provozieren, um ihn dann raus zu kicken, wie er das schon bei ein paar anderen geschafft hat. Dieser Trottel kennt den schwitzig überhaupt nicht, denn wenn er es täte, würde er sich lieber ein anderes Opfer suchen,… Read more »
comrade Kim II Sun
Gast
@Torsten Studenten.. sind nach ihrer Liste nun schon mal nicht.. Falsch! Im Faktenverdrehen bist du typischerweise mal wieder vorne dran. @schwitzig schreibt hier klar und deutlich: ~~~ “Studenten”, die mit “weniger Geld als Hartz-IV bestens über die Runden kamen” ~~~ und jeder weiß, daß damit mitnichten Studenten – wie du hier fälschlicherweise unterstellst – sondern Trolle gemeint sind, die die Foren mit an den Haaren herbeigezogenen Lügengeschichten fluten. Lügengeschichten verbreiten ist klassische Desinformation, auch wenn sie im Gewand angeblicher „persönlicher und freier Meinungsäußerung“ auftritt. Derartige Desinformation als Idiotie und deren Verbreiter als Idioten zu bezeichnen, ist 1.) absolut zutreffend und… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@comrade Kim II Sun

Besorg dir eine Apfelsinenkiste, marschier damit vor die Kita deiner Wahl. Stell dich auf die Kiste und erklär von derart erhöhtem Standpunkt das Ganze nocheinmal den streikenden Kita-Erzieherinnen höchstpersönlich.
Was danach von deinem heroischen Auftritt noch an “Abgedroschenem” zu sehen ist, bitte als Selfie anschließend hier im Thread posten.

Super: Comrade twelf points 🙂

Vogel
Gast

@schwitzig
Genau, ’s hat ‚was mit Wertigkeit zu tun: Was hat mehr Wertigkeit: Am Fließband schrauben, im Büro schuften – oder direkt am Menschen (Kind, Schüler, Kranker, Alter)?

Kollesche: Kriegen wir in diesem Leben nich in die Köppe der Annern rein. 🙁

ola
Gast

Wir können uns nicht mehr um jeden Minderleister kümmern, der „weit weniger als“ bekommt. Das Lohnniveau muss nach oben und da nützt der Blick in den Abgrund genau…. gar nichts. Die müssen halt auch kämpfen oder untergehen, so einfach ist das mittlerweile. Dass man hier überhaupt über Löhne um 2000€ herum diskutieren muss, ist doch ein schlechter Scherz. Nein, ich denke nicht mehr an „die Kinder“.

Erzählen Sie den bullshit mal im mittleren oder gehobenen Managment, dann wissen >Sie, warum Menschen wie Sie dort gerne als „nützliche Idioten“ abgefeiert werden.

Mordred
Gast
1. Der Unterschied des Gehalts ist zwischen den Bundesländern allgemein und zwischen den alten und neune Bundesländern gravierend unterschiedlich. (Sind die “West-Kinder” schwerer erziehbar?) ist ne andere, viel größere baustelle. das betrifft ja noch zahllose andere branchen. das müssten dann eher alle gewerkschaften zusammen durchsetzen. Wie wollen diese Erzieher den Eltern, die sehr oft viel weniger als 2000 € im Monat bekommen, erklären, dass dann die KITA-Gebühren steigen? wieso sollten sie? davon abgesehen gibt es zahllose andere stellen, woher die kommunen diese mehrausgaben wieder reinholen können. Die Ursachen liegen ja nicht bei den Erzieherinnen und Erziehern. Die liegen im Finanzsystem… Read more »
ChrisA
Gast
Wie wollen diese Erzieher den Eltern, die sehr oft viel weniger als 2000 € im Monat bekommen, erklären, dass dann die KITA-Gebühren steigen? Boar! Das ist nicht tot zu kriegen. Was stimmt mit den Leuten eigentlich nicht? Wer sich fragt, warum manche Dinge einfach nicht voran schreiten: Weil die Leute es schön selbst verhindern mit dem Blick auf „die anderen“, denen es bloß nicht besser gehen darf, so lange man selbst nicht weitergekommen ist. @Martin: Wenn man will, dass insgesamt wieder Arbeit relativ zum Kapital mehr Wert ist, muss man jeden Arbeitskampf erstmal unterstützen. Weshalb haben denn manche Eltern so… Read more »
Andrea
Gast
Ich hatte 1992 als Berufsanfängerin im kaufmännischen Bereich ein Bruttoeinkommen von DM 3.900,00 (also € 1.994,00). Zwischen damals und heute liegen 23 Jahre Inflation… Meine Ausbildungsdauer lag bei 1,5 Jahren (ich durfte aufgrund meines Abiturs verkürzen und dann nochmal aufgrund meiner sehr guten Leistungen) – regulär wären es 3 Jahre gewesen. Eine Erzieherinnenausbildung dauert z.B. in Bayern 5 (!) Jahre (zwei Jahre Ausbildung zur Kinderpflegerin, danach 2 Jahre Ausbildung zur Erzieherin und dann noch ein Anerkennungsjahr (das nur den einen Zweck hat, nämlich die fertigen Erzieherinnen noch ein Jahr länger ausbeuten zu können). Die Ausbildung zur Erzieherin muss teilweise selbst… Read more »
Mod
Gast
@Andrea, € 2.000,00 sollen viel Geld sein? Ja, – deswegen hat die EU auch Beschlossen das z.B. Krankenpfleger aus Drittstaaten in Deutschland als Krankenpfleger und die Schwestern sind auch gemeint, arbeiten dürfen, wenn diese in ihrem Herkunftsland eine heilerische Tätigkeit o.ä. nachweisen kann. Der Lohn dieser Schwester dürfte noch niedriger ausfallen und damit auch der von Erziehern sollte die EU auf die Idee kommen Erzieher aus Dritt Staaten in die EU zu holen, weil aufgrund der vielen Kinder um sich rum, hat man damit die nötige Qualifikation, wenn die Erzieher/Innen Pech haben meine ich. Es ist ein politische Problem und… Read more »
Mod
Gast

@all und dann so etwas, Zitat: Von Selbstzweifeln befreit rangieren Mobber im sozialen Gefüge der Schule ganz oben.
Eine neue Studie fordert Verständnis für die Rüpel ein:

Ihr rücksichtsloses Verhalten sei evolutionsbedingt, sagen die Forscher.
Das zuweilen bösartige Verhalten von Mobbern in der Schule sei keine Absicht – sondern diene unbewusst der Fortpflanzung.

Schreibt die SZ: http://www.xing-news.com/reader/news/articles/92412?newsletter_id=7152&xng_share_origin=email

wschira
Mitglied

Tja, wenn das die SZ schreibt…

jowi
Mitglied
Wenn das in der Vergangenheit eine erfolgreiche Fortpflanzungsstrategie war, dann muss man heute dafür sorgen, dass sie es nicht mehr ist und da ist Verständnis sicher der völlig falsche Weg. Es ist schon interessant, wie die Evolutionstheorie immer einzig auf die Ebene der Individuen beschränkt wird und der aggressive Wettkampf zum heiligen Gral erkoren wird. Ich werde nicht müde zu wiederholen, dass es auch einen Wettbewerb auf höherer Ebene gibt, der sozialen Ebene. Und hier sei an das klassische Hühnerexperiment von Wilson erinnert, welches zeigt, wie der Schuss nach hinten los geht, wenn man den Rüpeln das Feld überlässt: Wilson… Read more »
Mod
Gast

@jowi, Es ist schon interessant, wie die Evolutionstheorie immer einzig auf die Ebene der Individuen beschränkt wird und der aggressive Wettkampf zum heiligen Gral erkoren wird.

Der Kampf ums goldene Kalb?

jowi
Mitglied

@Mod

Der Kampf ums goldene Kalb?

Es geht auf jeden Fall um Reichtum und Macht und eine Legitimierung ihrer ungleichen Verteilung.
Zur Rechtfertigung der ungleichen Verteilung von Reichtum und Macht diente vor der Aufklärung der Klerus, das wurde dann nach Darwin Schritt für Schritt durch eine im Sinne der Privilegierten ausgelegten (pseudo-) naturwissenschaftlichen Rechtfertigung abgelöst.

Die Verkürzung der modernen Evolutionstheorie auf die Selektion von besonders gut angepassten Individuen, unter Ausblendung des Wettbewerbs zwischen sozialen Organisationsformen, ermöglicht es, diese ungleiche Macht und Vermögensverteilung als natürlich darzustellen und das Soziale aus dem Diskurs (ich lerne von Salvo), auszublenden.

Mordred
Gast

die thematik ist wirklich reinster lobbyismus ohne jeglichen sachverstand, wissenschaft, objektivität etc.
denn andersrum wurde vor bachelor und master ausländischen akademikern hierzulande der zugang zum arbeitsmarkt oft verwährt bzw. ihre ausbildung nicht anerkannt. wenn überhaupt konnten die ein aufbaustudium machen. spanier, türken, brasilianer…

Mod
Gast

@Mordred, das ist die so genannte Liberalisierung, mehr nicht und was die da alles noch für feine Sachen auf dem Programm stehen haben, ist schon Beachtlich! Turbo-Abi, Bachelor, wahlweise Master of the Universe, die sind sehr gefragt wenn man eine Elite-Unis besucht hat, muss aber etwas mit Economics im Namen tragen und aus London kommen im Idealfall!

Die Mittelschicht wurde zersägt im Land und die Bewohner und/oder Eingeborenen haben es noch gar nicht mit bekommen!

Mordred
Gast

jaja, diese inzucht der eliten kenne ich aus erster hand.
immer nur das beste bzw. teuerste: schule, auslandsaufenthalt, uni. und natürlich connections. ob man wirklich was kann oder nicht, egal. der hochdotierte job von anfang an ist zwangsläufig am start. ist schlicht ne tatsache. vermeintlicher neid oder sonstige nicht nachweisbaren geschichten sind da irrelevant.

Thrombo
Gast
… und dann kam aber die Anerkennung von Medizinern aus Indien, Pakistan, Iran, usw., weil es die privatisierten Kliniken es so wollten und sie arbeiteten, ohne zu mucken, für Kost und Logis und, man staune, für etwa 350 Euro „Taschengeld“ im Monat. Wieviel verdient eigentlich der deutsche Kollege nebenan oder gar der Chefarzt? Das ein Patient seinem Arzt gerne mitteilt, was, wo, wie und evtl. warum ihm was weh tut und dieser das auch versteht, ist ein anderes Thema, dass allerdings den gleichen Ursprung findet. Die von dir gemeinten Verantwortlichen müssen dumm wie ein Brot sein. Denn was sind eigentlich… Read more »
R_Winter
Mitglied
Und selbst für hartgesottene Auftragsschreiber ist es nicht eben einfach, wirklich schlecht bezahlte Kita-Erzieherinnen als habgierige Widerlinge darzustellen. Dieses stimmt nur bedingt, denn die Medien hatten und haben bis in die Gegenwart fast immer behauptet, dass die „Erhöhung“ 4% sei (was nicht stimmt, denn die überwiegende Mehrzahl erhält 2,1% bei sehr langer Laufzeit). Zusätzlich haben die Medien von so genannten Experten, die Forderungen von 10% Erhöhung als „unrealistisch“ hingestellt und damit den Eindruck von „Gier“ erzeugt. (die oberen 10% der Einkommen hatten ihr Vermögen 2014 um 14% gesteigert – trotz „Krise“.) Eins ist klar: Die unfähigen, angepassten und teilweise korrupt… Read more »
Heldentasse
Mitglied

@R_Winter

Eins ist klar: Die unfähigen, angepassten und teilweise korrupt erscheinenden Gewerkschaftsfunktionäre haben wieder auf ganzer Linie versagt

Um von einem „Versagen“ zu sprechen bedarf einer Betrachtung der Motivation dahingehend, dass die Funktionäre „versagten“ höhere Tarife auszuhandeln. Was wäre aber, wenn genau das herausgekommen ist was die Gewerkschaft wollte, nämlich ein Schlichterspruch geben ihre Mitglieder? Dann wird nämlich aus dem „Versagen“ schnell ein „mission completed“!

Beste Grüße

Vogel
Gast

@R_Winter
Frei nach Erich Mühsam: „Der erste Feind des Volkes, die Regierung und die eigenen Eliten!“

Jan Moltke
Gast

Wenn die Kindergärtnerinnen meinen, sie bekämen zu wenig Geld, können sie doch in Büros, in Fabriken, auf Baustellen oder im Handel arbeiten.

schwitzig
Gast

@Jan Moltke
Wenn Jan Moltke nicht überfallen und ausgeraubt werden will, kann er ja nach Nordkorea auswandern.

jowi
Mitglied
Viele, die sehr gerne als Erzieherinnen gearbeitet hätten, machen genau das: sie suchen sich aus ökonomischen Gründen einen anderen Job. Vor wenigen Wochen sagte mir genau das eine junge Frau. Wenn ich Kinder hätte, dann hätte ich sehr gerne Erzieherinnen, die ihren Job sehr gut machen und die ihren Job lieben. Trotz der schlechten Löhne findest du die auch, aber nur weil es Idealisten gibt, die nicht so materialistisch drauf sind wie (vermutlich) du! Manchmal wünschte ich mir, all diese Idealisten, denen ihre Aufgabe wichtiger als das Materielle ist, würden so rücksichtslos, wie es die Jünger des freien Marktes erwarten,… Read more »
wschira
Mitglied

Komisch, mit genau solcher Argumentation hat die Kirche Jahrhunderte die Gläubigen ruhiggestellt: „Du must nur glauben, und wenn es dir schlecht geht, macht das nichts, es wird dir im Jenseits vergolten.“

jowi
Mitglied
@wschira Ich habe den Eindruck, du hast meine Intention falsch verstanden. Es ist nicht meine Absicht zu fordern, dass Idealismus über berechtigte materielle Teilhabe gestellt wird. Es war nur eine Feststellung, dass im Bereich der Kitas, oder im Gesundheitswesen, oder in der Altenpflege (beliebig fortsetzbar) trotz der ungerechten Entlohnung oft sehr gute Arbeit geleistet wird, weil es dort diese Idealisten gibt. Zweifellos nützt dies der Neoliberalismus aus, er wird nicht zu Unrecht mit dem „Gesetz des Dschungels“ in Verbindung gebracht. Fies ist allerdings im Gesundheitswesen, Alterspflege, etc., dass ein Streik dort leicht die schwächsten Elemente der Gesellschaft treffen kann. Wie… Read more »
Vogel
Gast

@jowi
D’accord! Eine Freundin hat’s dran gegeben, nach 26 Berufsjahren hat sie den Job annen Nagel gehängt und macht jetzt ‚was anderes. Ein Motiv von ihr kommt hier etwas kurz, die heutigen Eltern: 2-jährige werden mit voller Windel abgeliefert (vorher wechseln geht nich, muss zur Arbeit), kranke Kinder werden abgeliefert (soll sich doch die Kita kümmern) und das alles bei mäßiger Bezahlung und (zu ) kurzer Personaldecke.

Mordred
Gast

schreibst du eigentlich immer ganz bewusst so dumme provozierende suggestivgeschichten?

frage auf dem niveau: wer macht denn dann ihren job?

Rainer N.
Gast
Sie könnten auch die Arbeit einstellen … wie war das mit Markt? Angebot und Nachfrage! Also wenn Erzieherinnen gesucht werden, dann doch bitte ein entsprechendes Gehalt anbieten, damit auch so Menschen wie Merkel oder v.d.L. (oder Sie als Schreiber) sich auf so einen Posten bewerben würden … dann wäre der Verdienst angemessen. Und wie steht es auch im Grundgesetz: Artikel 12 Wenn also kein Arbeitsplatz zur Wahl steht, von dem man unabhängig von Sozialleistungen leben kann … dann stimmt was nicht. Leider lassen sich Menschen mit den Brotkrumen vom Tisch der Ausbeuter abfinden. Dumme Menschen eben, die sich nicht für… Read more »
Andrea
Gast

Und wo sollen dann Sie und Ihre Frau Ihre Plagen abladen, wenn die Erzieherinnen plötzlich alle Investmentbanking machen? In der Kinderverwahranstalt (einfach absperren und Schlüssel wegschmeißen) oder im Bällebad von Ikea?

Das nenne ich Chuzpe.

Kinder in die Welt setzen und dann auf Dumme hoffen, die sich für einen Apfel und ein Ei und warme Worte um diese Ihre Kinder kümmern.

Mimimi – es wird gestreikt und ich muss mich tatsächlich selbst um Lara-Maria und Maximilian-Horst kümmern.

Sie haben mein Mitleid….

Wolle
Gast

@Andrea: Besser ist es, dass sich solche Typen wie Jan Moltke nicht vermehren. Bin mir fast sicher, dieser soziale Gartenzwerg hat keine Kinder.

Vogel
Gast

@Andrea
*lol* Plagen! Sehr schon doppeldeutig! *g*

matze1971
Gast

Wenn das wirklich ernst gemeint sein sollte:

Wie blöde kann man sein? Sollen doch die erfahrenen rumänischen Kräfte aus den dortigen Kinderheimen für 3 Taler fuffzig hier die Kinder betreuen…

Oder doch nicht?

Du kannst keine Kinder haben. Und Du stehst offenbar evolutionär auf der Stufe ei…, nee das lass ich lieber…

Oder Du bist ein billiger Provokateur.

Ohne Gruß

Bruder Johannes
Gast

Denn mittel- bis langfristig werden auch echte Kämpfernaturen ihren Weg in die Vorstände der Gewerkschaften finden.

Bei solch einem Satz bleibt jedem alten Gewerkschafter das Lachen im Halse stecken.

Rainer N.
Gast
Ein echter Berger eben. So wie in den Parteien auch die echten … ach das sind ja die echten Wackelpuppen … komisch … das dort noch nicht die „echten Kämpfernaturen“, also nicht die nur für sich und den eigenen Vorteil kämpfen, in den Spitzenpositionen angekommen sind. Wie war das mit der „Ochsentour“ – wer die hinter sich hat, ist eben auch ein Ochse geworden. Sonst wird er nicht an den Trog gelassen. Da passen die „alten Ochsen“ auf. Das war schon immer so … auch eine eigene Erfahrung. Man muss den Weg zum Ochsen besser zeitig verlassen. Mein Verdacht, JB… Read more »
Mordred
Gast

stimme ich voll zu, auch ohne jemals inner gewerkschaft gewesen zu sein.
denn offensichtlich läuft da doch das gleiche schmutzige spiel wie in den parteien. nach ganz oben kommst du nur, wenn du auf linie bist, connections hast und eiskalt zu DEINEM vorteil handelst.

alles nur satire
Gast
Es gäbe ja eine Lösung, die einzig wirkungsvolle Lösung, die einem Anhänger der Demokratie und einer human und sozial ausgeglichenen Gesellschaft übrig bleibt, in diesen würdelosen Zeiten: Die „Linke“ wählen, 2017 im Bund wäre ein guter Anfang und dann weiter in Landtagen und Kommunen. Nur den demokratischen Sozialisten traue ich es noch zu, diesen Kapitalismus, seine Büttel aus Politik, Beamten, Gewerkschaften, Universitäten und bezahlten Medien in den Griff zu bekommen. Die Stellschrauben des derzeitigen Kapitalismus, also Sozialrecht, Arbeitsrecht, Bankenderegulierung, Terrorismusgesetze werden durch die Mehrheit einer „Linken“ im Bundestag und Bundesrat einfach wieder auf ein erträglich ausgewogenes Maß justiert. Und es… Read more »
Jan Moltke
Gast

Die Linke wählen? Ihre Vorgänger haben doch schon mal regiert, wenn auch nur im Osten Deutschlands. Da verdienten fast alle weniger als die Kollegen im Westen.
Deshalb wollten auch so viele flüchten, so dass man einen Schutzwall bauen musste.

Mordred
Gast

Lol. Lustiger Unfug

alles nur satire
Gast

@ Jan Moltke, ich bin nicht besonders geschichtsbewußt und auch sonst wohl dann eher doch ein naiver, realitätsferner Weltverbesserer. Sie haben recht, lassen wir alles so wie es ist. Besser ist das. Und den Schutzwall baut heute Frontex in Warschau, größer und schöner und für die gesamte EU. Zunächst mal für die, die rein wollen. Später für die, die dann raus wollen. Die Grenztruppen müssen dann nur rechtzeitig umgeschult werden.

Anton Chigurh
Mitglied

@ Moltke

Wenn DUMMHEIT weh täte, würdest du schreien wie auf einem lodernden Scheiterhaufen.

Robbespiere
Mitglied

@Jan Moltke

Da verdienten fast alle weniger als die Kollegen im Westen.

Hat sich durch die Politik von CDU,CSU, SPD,FDP oder Grünen an diesem Zustand irgend etwas geändert, außer dass das gesamte Lohnniveau gesunken ist?

Sukram71
Gast

Bekannterweise wollen die Linken ja nicht mal an einer Buhdesregierung beteiligt sein. Sonst würden sie nicht so viele wissentlich unerfüllbare Vorbedingungen stellen. Das sagt ja sogar der scheidende Fraktionsvorsitzende.

Das Einzige was man also mit dem Wählen der Linken erreicht, ist also eine Kanzleramt-Garantie für Merkel und die Regierung für CDU und CSU. Und wie sich so was ändern soll, ist wohl das Geheimnis der Leute, die den Linken auf den Leim gehen. Das als „dumm“ zu bezeichnen ist wirklich noch geschmeichelt.

Anton Chigurh
Mitglied

@ suckram

da sieht man mal wieder, was für ein beschränkter kleiner /(Anmerkung der Moderation, das wurde entnommen.)/ du bist.
KEIN WORT von dem verstanden, was Gysi gesagt hat, KEINES !
Es ist als hätte man dir im Kindergarten eine deiner drei Gehirnzellen gemopst.

Sukram71
Gast

Lies doch selber, was Gregor Gysi durch die Blume seinen Linken Spinnern ins Stammbuch schreibt:

Es gibt bei uns viele, die eine Regierungsverantwortung anstreben und es gibt solche, die sie nicht wollen. Letztere können das aber nicht zugeben und werden nur für sehr viele rote Haltelinien streiten, die man auf gar keinen Fall unterschreiten dürfe, in der Hoffnung, dass SPD und Grüne schon an der zweiten Haltelinie scheitern.

Das sagt wohl alles. Ich schreibe nur etwas deutlicher, was Gysi sagt und aus Erfahrung weiß. Es ist ja auch bekannt, dass der aus diesen Gründen nichts von der Wagenknecht hält.

Anton Chigurh
Mitglied
Genau, du Depp. Es gibt „solche“. Solche gäbe es in JEDER Partei, und das ist auch gut so, dass sich unterschiedliche Meinungen in einer Partei finden, wo man letztlich Kompromisse finden muss. Du Hanswurst machst aus diesen „solchen“ einfach mal für dich so „alle anderen“. Das ist typisch für die üblichen Verallgemeinerungen, die du sonst so in deinen Schweinemedien aufnimmst – und die machst du dir zueigen, weil´s ja so schön einfach ist. Von Differenzierung keine Spur. Pfostenmichel eben. In CDU und CSU finden sich auch genügend „solche“, die gelegentlich mal dunkelbraune und fremdenfeindliche Sprüche ablassen. Bei denen kämst du… Read more »
The Joker
Gast

Gysi ist ein Mann von gestern, der Helmut Kohl der Linken.
Hatte seine Verdienste, aber nun ist auch mal gut.
Von Wagenknecht kann man sich eventuell neue Töne in Sachen Euro-Überwindung oder ein Ende der Israel-Bücklinge erhoffen.
Eine ähnlich angedeutete Linie unter Lafontaine hob die Linke 2008/09 ja bis auf 15 Prozent.
Auch eine fällige Distanzierung von Mehrwertsteuer-Tsipras erscheint nun nicht mehr ausgeschlossen.

Heldentasse
Mitglied
Ich möchte auch an dieser Stelle noch mal auf den Fakt hinweisen, dass Mitte des letzten Jahrzehnts ver.di beim Umstieg vom Tarifwerk BAT auf TVöD bzw. TV-L es fertig gebracht hat, dass in Summe und über Jahre gerechnet die meisten Tarifbeschäftigten sehr große Einbußen in Kauf nehmen mussten, dazu: TVÖD nachgerechnet: Absenkung des Lohnniveaus im Öffentlichen Dienst Wir reden hier von Verlusten die je nach Fall in die Zehntausende € gehen, rechnet man das auf die Lebensarbeitszeit hoch. Mein Fazit: Bei ver.di wundert es mich keinesfalls wenn die weiterhin Lohnpolitik gegen die KollegInnen machen, im Grunde Bedarf es so einer… Read more »
Andrea
Gast
Ich habe den TV-L nicht vergessen, eine der größten Mitgliederverarschungen, die jemals eine Gewerkschaft auf die Beine gestellt hat (wenn nicht die größte). Profitiert, wenn man das überhaupt so nennen kann, haben junge Singles, alle anderen haben zum Teil massivst verloren. Man bleibt ja in der Regel nicht ewig jung und auch nicht ewig Single. Eine Erzieherin mit zwei Kindern verlor nach einer Berechnung des Netzwerkes Kritische Verdi beim Übergang von BAT auf TV-L auf ihre Lebensarbeitszeit gerechnet einen Betrag von € 215.924,00 (in Worten: Zweihunderfünfzehntausendneunhundertvierundzwanzig). http://alteseite.netzwerk-verdi.de/tarif_04-05/Vergleich_TVOED_BAT.pdf Das ist schon eine schöne Eigentumswohnung in der Stadt, wenn nicht ein Haus… Read more »
The Joker
Gast

Die Basisgewerkschaft FAU zeigt, wie man ohne Funktionärsapparat effektiv sein kann – zuletzt bei den erfolgreichen Klagen der lohngeprellten Bauarbeiter der „Mall of Berlin“.

Ich liebe euch doch alle
Gast

Ohh wie schön. Jens Berger kämpft wieder für den „kleinen“ Mann. Aber nicht nur für die Kita Arbeiter machts sich unser Nachwuchs Lenin stark, er hat ja auch vor kurzem ein Buch rausgebracht, welches sich mit den gemeingefährlichen Zuständen im Fussball auseinandersetzt. Übrigens auch über Amazon zu erwerben. Amazon? Da war doch was….

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/9130/nds-videopodcast-1308-amazon-und-das-geschaftsmodell-niedriglohn

Mordred
Gast

Sinn ihres Beitrages?

Winne2
Mitglied

@Ileda Sehr gut erkannt! Amazon-Kritiker Jens Berger sollte sein Buch, keinesfalls via Amazon vertreiben lassen. Genauso sollte der Niedriglohn-für-Erzieher-Krankenschwestern-Kritiker Jens Berger etc. keinesfalls seine (evlt. vorhandenen oder kommenden Kinder) in eine Kita bringen oder gar im Fall eines Unfalls ein Krankenhaus aufsuchen! Sowas wäre wirklich der toooootale Verrrat an seinen Ideen.

der Doctor
Gast
Vielleicht zur Ergänzung:Es geht hier nicht um eine prozentuale Erhöhung, sondern um Eingruppierung und Tätigkeitsmerkmale.die nächste Tarifrunde TVÖD findet 2016 statt.Und natürlich, der Arbeitgeberseite geht es darum, das ,auch im Hinblick auf kommende Tarifrunden, die Gewerkschaft sich nicht durchsetzt. Wenn ich nun sehe, wie die Basis von Ver.di, GEW und DBB dem unzureichenden Schlichterspruch mit großer Mehrheit eine Abfuhr erteilt hat, sehe ich wieder mal, das das Problem der Gewerkschaftsbewegung mit Sicherheit nicht bei mangelnder Kampfbereitschaft der Basis zu suchen ist. Wer Bsirskes eher gequälten Gesichtsausdruck auf der Presse-Konferenz gesehen hat, der ahnt, das der Ver.di- Chef sicher gern etwas… Read more »
Anton Chigurh
Mitglied

Bisrske ist wie seinerzeit Sommer ein Wolf im Schafspelz. Kumpel der Bosse.
Sommer – mit eingravierten Sorgenfalten auf der Stirn (gosh – habe ich diesen Scheißkerl gehasst !!!!) auf empört machen, aber dann mit Politik und AG- Bossen einen saufen und Feiern gehen.
Nach der „s“PD sind das für mich die allerschlimmsten Volksverräter .
Wer mit der ASOZIALEN Drecks-„Elite“ an einem Tisch speist, ist genauso schlimm wie Hundt und Konsorten.
Gimme a gun, man….

Robbespiere
Mitglied

@Anton Chigurh

Tja, Sommer und Bsirske haben beide nach dem Studium Karriere bei Gewerkschaften gemacht, ohne den lästigen Umweg über die Arbeit.
Und solche durchalimentierten Luschen verhandeln über die Belange von Arbeitnehmern und schieben ihnen als Dank für den beitragsfinanzierten Wohlstand, den sie genießen, die Klinge in den Rücken.
Dass manches ihrer Opfer sie dafür am liebsten ans Kreuz nageln würde, ist absolut verständlich.
Die ErzieherInnen haben Bsirske zurecht vor den Karren gesch…..

der Doctor
Gast

@Anton und Robbespierre

Eins muss man Bsirske zu Gute halten, nämlich, das es eine seiner wenigen vernünftigen Entscheidungen war, dem Tarifeinheitsgesetz nicht zu zustimmen, ansonsten habt ihr Recht.Und wenn ich sage, das ich in solchen Momenten stolz bin,langjähriges Ver.di-Mitglied(bin auch Vertrauensmann) zu sein, dann bin ich vor allem stolz auf die Kollegen vor Ort, die ihrer Gewerkschaftsführung in die Eier getreten haben.Es ist lange her,das die Basis den Funktionären die Gefolgschaft dabei verweigert,sich mit Brosamen zufrieden zu geben, um sich von der Mainstream-Presse für ihren „Pragmatismus“ feiern zu lassen.Daher ist dieses Abstimmungsergebnis ein gutes Signal.

Robbespiere
Mitglied
@der Doctor Es ist doch ziemlich unglaubwürdig einerseits von klammen Kassen zu lamentieren und andererseits durch Unterbesetzung von Finanzämtern auf hohe Einnahmen zu verzichten.Allerdings,um das zu begreifen,müsste wohl erstmal die BWL-Logik sowie die kranke Ideologie, öffentliche Haushalte wie unternehmen zu führen, aus den Köpfen der politisch Verantwortlichen verschwinden. Wer das Jahresgehalt eines Facharbeiters für eine Stunde reden vor Bänkern erhält oder auf eine lukrative Anschlusbeschäftigung zuarbeitet hat eben kein Interesse, es sich mit seinen Sponsoren zu verscherzen. Das leistungslose Grundeinkommen in Form von Diäten und späteren Pensionen hat man doch dank Linientreue eh sicher im Sack. Ausschließlich für das Bonusprogramm… Read more »
Dennis82
Mitglied
Danke für die Anmerkungen in Sachen Steuerverwaltung! Solche Fakten werden ja schizophrenerweise vollkommen ausgeblendet, wenn der Michel oder auch Schäuble vom gemeinen, korrupten, keine Steuern zahlenden Griechen fordert, eine „funktionierende Steuerverwaltung“ aufzubauen. In dem irrigen Glauben, es sähe hier anders – oder gar besser aus – im Gegenteil: Deutschland ist in dieser Hinsicht die reinste Bananenrepublik. Mollath oder auch die hessischen Steuerfahnder lassen grüßen! Es gibt Bundesländer im Süden – die werben regelrecht damit als „Standort“, dass die Gefahr, jemals eine Bekanntschaft mit einem Steuerprüfer machen zu müssen, geringer ist als ein Lottogewinn. Man sehe sich alleine an, wie viel… Read more »
Schweigsam
Gast

Ja, Jens, wir brauchen wieder mehr Kämpfernaturen und nicht die ewigen Maulhelden bzw. Duckmäusertum…und Gewerkschaften die das Wort Gewerkschaft noch verdient haben…

Vogel
Gast

Immer das Selbe: Wenn die Arbeit „den Jungs den Rücken freihalten“ – also Kinder, Küche und Gedöns – korrekt bezahlt werden würde (imho mind. 2,5-3 k Mindestlohn), dann würden auch nicht soviele Schwanzverlängerungen die Straßen bevölkern, Burnout wäre ein Fremdwort …

Ich bin für die massive Erhöhung aller „sozialen“-Löhne: Erziehen, Hüten, Lehren, Pflegen & Heilen, alles was mit Menschen direkt zu tun hat.

Heldentasse
Mitglied

Ich bin für die massive Erhöhung aller “sozialen”-Löhne: Erziehen, Hüten, Lehren, Pflegen & Heilen, alles was mit Menschen direkt zu tun hat.

ACK! Aber dafür müssten diejenigen gerechte Steuern zahlen die am meisten von der Gesellschaft profitieren, dass sie es freiwillig machen ist gänzlich auszuschließen, dass die Mehrheit sie über eine entsprechende Gesetzgebung zwingt m.E. leider auch.

Ergo: Wir köcheln schön in unseren selbst gemachten Problemen, mit steigender Tendenz Sündenböcke zu schlachten, ohne dass sich was ändert, im Gegenteil!

Beste Grüße

Rainer N.
Gast
An die Kritiker der Erzieherinnen. „Gutes Geld für gute Arbeit.“ Dies ist nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit. Es ist das immerwährende Recht des Menschen. Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Essayist und Historiker Nicht nur die Erzieherinnen, alle lohnabhängigen Menschen haben dieses Recht. Somit auch alle denen kein Job zur Verfügung steht, denn es ist nicht die Schuld der Erwerbslosen, keinen Job zu haben, wenn nicht genügend Jobs angeboten werden. Denn es steht sogar im Grundgesetz – Artikel 12 – und ohne freie Wahl … kommt eben das Recht auf ein soziokulturelles Existenzminimum zum tragen. Das ist eben nicht gegeben, so lange… Read more »
Genosse S.
Gast

“Gutes Geld für gute Arbeit.” Dies ist nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit. Es ist das immerwährende Recht des Menschen. Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Essayist und Historiker

Es gibt kein Recht auf Geld. Sozialromantischer Unsinn der nur in die Diktatur führt.

Robbespiere
Mitglied

@Genosse S.

Es gibt kein Recht auf Geld. Sozialromantischer Unsinn der nur in die Diktatur führt.

Diese steile These bedarf einer ausführlichen Begründung.
Ich höre.

Genosse S.
Gast

Diese steile These bedarf einer ausführlichen Begründung.
Ich höre.

Was Du „Recht“ nennst, ist in Wirklichkeit ein Wunsch. Der Klassiker bei Sozis & Kommunisten

Wenn Du jemand das „Recht“ auf Wohnung, Arbeit , Essen oder Geld geben möchtest (der übliche Links Unsinn), dann muss Du jemanden zwingen dieses „Recht“ in Kraft setzen zu könne. Die Wohnung die Du jemandem geben willst muss jemand bauen. Das Geld muss Du von jemand anders nehmen usw usw

Robbespiere
Mitglied
@Genosse S. Was Du “Recht” nennst, ist in Wirklichkeit ein Wunsch Aha, angemessener Lohn für geleistete Arbeit ist also nur ein „Wunsch“, kein Recht. Erzähl das mal deinem Arbeitgeber, den wirds freuen. Wenn Du jemand das “Recht” auf Wohnung, Arbeit , Essen oder Geld geben möchtest (der übliche Links Unsinn),….. Also wenn es in deiner Vorstellung kein Recht auf Wohnung, Arbeit, Essen oder Geld gibt, dann heißt das doch, dass es aus deiner Sicht kein Recht auf LEBEN gibt, da ohne diese Grundbedürfnisse kein Mensch existieren kann. Na dann bete mal, dass du gesund bleibst und auch zukünftig über Wohnung,… Read more »
Rainer N.
Gast
War eine Antwort auf Genosse S. Falsch gelandet! Das Geld ist für den Tausch entstanden, der Zins aber weist ihm die Bestimmung an, sich durch sich selbst zu vermehren. Daher widerstreitet auch diese Erwerbsweise unter allen am weitesten dem Naturrecht. Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph Geld wurde erfunden, um Tauschhandlungen zu tätigen. Und deshalb ist es an sich unerlaubt, für den Gebrauch des geliehenen Geldes eine Belohnung zu nehmen, die man Zins nennt. Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph Die besondere Dynamik des kapitalistischen Wirtschaftssystems besteht darin, dass Geld und Zins miteinander verbunden werden … Rein mathematisch reißt… Read more »
ChrisA
Gast
@Rainer N. […] der Zins aber weist ihm die Bestimmung an, sich durch sich selbst zu vermehren. Steile These. Gibt es dafür Belege, außer, dass immer wieder Personen der Geschichte dieses auch gesagt haben? Ich werfe eine Gegenthese in den Raum: Zins vermehrt nicht Geld aus sich selbst ( weil solches schicht nicht geht, Geld vermehrt sich nicht „einfach so“ ). Der Zins beteiligt den Kreditgeber an den Früchten der Arbeit, die der Kreditnehmer im optimalen Fall dank des Kredites erntet. In diesem optimalen Fall steht einer Geldvermehrung halt auch ein Wertzuwachs gegenüber. Dass das real life unoptimal ist, die… Read more »
Rainer N.
Gast
OK, dann verlangen wir eine totale Umstellung. Tagelöhner. Die Arbeit eines Tages wird am Ende der Tätigkeit in BAR ausgezahlt, plus Zinsen, da die Leistung ja erbracht wurde, ohne direkt bezahlt zu werden. Die Zinsen sind dann für die Wertsteigerung des „Produktes“ anzusetzen. Denn durch die geleistete Arbeit wurde ja ein „Mehrwert“ geschaffen. Mit dem Geld, das ich dann an Tag 1 erhalten habe, kann ich dann den nächsten Tag, oder vielleicht zwei Tage, leben. Wie der „Arbeitgeber“ diese Tage überbrückt, nun, das regelt dann Angebot und Nachfrage. Vielleicht muss der dann ja mehr als „Entlohnung“ bieten, um eine Arbeitskraft… Read more »
Mordred
Gast
du wirfst da vieles durcheinander. Zinsen sind eine Erfindung von Schmarotzern. Geld dient nur der Vereinfachung von Handel. Wenn aber das Geld keinen echten Wert mehr hat … also nur noch buntes bedrucktes Papier ist, wie der Dollar … ist diese Methode am Ende der Fahnenstange angekommen. geld ist in dem kontext kein tauschmittel, sondern dient der wertaufbewahrung aka kapital. ob dir zb jemand eine maschine oder geld LEIHT – egal – er will daran verdienen. dir entstehen also kosten. diese werden beim leihen von geld für gewöhnlich (vereinfacht) zinsen genannt. wie hoch diese zinsen/kosten sind, woher dieses kapital (zb… Read more »
ChrisA
Gast
@Rainer N. Danke für die Antwort. Ich fange mal hinten an deinem Kommentar an: Was nützt es, jede Menge dieser Papierfetzen zu besitzen, wenn keiner das mehr akzeptieren würde? Nichts. Wenn kein universelles Zahlungsmittel mehr akzeptiert wird, hilft ausschließlich nutzbares Gut ( im weitesten Sinn ), über das man verfügen kann. Hat aber nichts mit „bedrucktem Papier“ zu tun. Auch Gold, Zigaretten und was sonst noch in Notzeiten Geld als Tauschmittel ersetzt hat, können einen nicht aus sich heraus am Leben halten. Diese ganzen Tauschmittel haben den Zweck, eine arbeitsteilige Gesellschaft zu ermöglichen, weil die sie die standardisierte Umrechnung von… Read more »
Rainer N.
Gast
Wir kommen nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Denn für mich ist Geld, als es eingeführt wurde, nur eine Vereinfachung gewesen, um den Tausch von Dingen zu vereinfachen. Mehr nicht. Diese „Erfindung“ wurde dann missbraucht. Daraus haben dann „Bänkster“ ein Mittel entwickelt, sich auf Kosten des Systems zu bereichern. Also mit den „Bänkstern“ verbinde ich schon die „Geldwechsler im Tempel“, die damals von Jesus vertrieben worden sein sollen. Und sicher gab es solche Typen schon vorher. Die Erfindung von „Buchgeld“ war eine weitere Methode den „Wert“ des „Tauschmittels“ derart zu verringern, dass am Ende nun nur noch wertloses Papier daraus geworden… Read more »
Matrin1
Gast

Wenigstens ist der Fakt kein Fakt mehr.

ChrisA
Gast
@Rainer N. Wir kommen nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Werden wir höchstwahrscheinlich nicht. Trotzdem finde ich den Austausch interessant und möchte deshalb noch antworten. Denn für mich ist Geld, als es eingeführt wurde, nur eine Vereinfachung gewesen, um den Tausch von Dingen zu vereinfachen. Mehr nicht. Wie gesagt, diese deine Meinung halte ich für recht unbelastbar. Eine weitere Funktion von Geld ist absolut offensichtlich und geht – ob vorher gewollt oder nicht – zwangsläufig mit seiner Nutzung einher: Zuvor verderbliche Ergebnisse von Arbeit ( z. B. Feldfrüchte ) werden durch Geld nicht nur konvertierbar, sondern auch konservierbar. Nicht als solches,… Read more »
GrooveX
Mitglied
ich will da mal ganz kurz nen einwand bringen. ‚zins‘ ist keineswegs von ‚geld‘ abhängig. früher, habe ich mal gehört, wurden die müller reich. sie waren in der produktionskette diejenigen, die am ehesten mit dem mehrwertsystem arbeiten konnten. die bauern brachten das getreide, ließen es mahlen und bekamen einen teil zurück. der mehrwert blieb beim müller und wurde umso mehr, je mehr bauern auf ihn angewiesen waren. die bauern hatten ‚ihr‘ mehl, weniger als geerntetes getreide, der müller hatte viel mehl, wegen der vielen bauern, die zu ihm kamen. in schlechten jahren, wenig ernte, lange winter, mussten die bauern ihr… Read more »
GrooveX
Mitglied

Schuldfrage? Hm — da setze ich mich mal in die Nesseln – FRAUEN – denn die haben ja wohl von Anfang an die Erziehung des Nachwuchses in den Händen gehabt … die “MÄNNER” waren auf der Jagd …

ich hoffe doch schwer, dass es richtig brennt und juckt!

Thrombo
Gast

@GrooveX

Vielen Dank für die Bauer-Müller-Geschichte. Jetzt hab´ ich´s endlich kapiert!

Matrin1
Gast
„Fakt ist, der ursprüngliche Tauschhandel wurde mit der Erfindung eines “Zahlungsmittel” vereinfacht. Wenn ich 4 Eier gegen 2 Äpfel tauschen würde, weil das zum Bespiel den gleichen Wert hätte, gäbe es ja auch keine Zinsen, wenn das Huhn erst 2 Eier gelegt hat.“ Fakt ist: Diese Theorie ist extrem angegriffen in meinen Augen widerlegt. Vor der Währung wurde nicht getauscht. Der Tausch ist recht modern und dient dazu Umsatzsteuern zu umgehen. Die wahrscheinlichere Theorie, (für mich schon gültiger Fakt), ist dass wie die in den letzten 80 Jahren noch entdeckten, (recht ursprünglichen), Völker in Afrika, Südamerika oder Australien keinen Tauschhandel… Read more »
Rainer N.
Gast
Bah, ist es so schwer, zu begreifen, vor der Einführung einer Währung wurden Waren getauscht. Handel geht einfach nicht ohne Tausch, wenn keine gültige Währung existiert. Wobei die „Händler“ dann einen Wert bestimmten. Also Verkäufer A hielt seine Waren für Wertvoll, Verkäufer B dagegen seine. Also wurden die Mengen „verhandelt“, wie viel Kupfererz bekomme ich für soundso viel von meiner Ware … und dann wurde GETAUSCHT. OK, also innerhalb einer Dorfgemeinschaft wohl schon eine Gemeinschaft, wenn es KEIN Privateigentum gibt. Aber, Kupfer, Bronze und andere „Dinge“, die eben nicht in der Nähe des eigenen Dorfes vorkommen, wurden schon gehandelt. Die… Read more »
Rainer N.
Gast

Wo ist meine Antwort geblieben, mit der ich die Aussage widerlege – die dann unter Moderation geraten ist?

Mod
Gast

@Rainer N. da wo die Antwort auch sein soll!

Nachgetragen, evtl. meint das System das ein langer Kommentar erstmal in die Moderatorenschleife muss, so als Erklärungsversuch meinerseits.

Mordred
Gast
Fakt ist: Diese Theorie ist extrem angegriffen in meinen Augen widerlegt. Vor der Währung wurde nicht getauscht. Der Tausch ist recht modern und dient dazu Umsatzsteuern zu umgehen. Die wahrscheinlichere Theorie, (für mich schon gültiger Fakt), ist dass wie die in den letzten 80 Jahren noch entdeckten, (recht ursprünglichen), Völker in Afrika, Südamerika oder Australien keinen Tauschhandel betrieben vor einer Währung. Vielmehr haben sich die sozialen Gruppen oder Dorfgemeinschaften gegenseitig quasi “kostenlos” versorgt. offensichtlich nur ne frage der begriffsdefinitionen. man kann auch dienstleistungen tauschen oder schenken (transfer). das paradigma „handel“ gibt es solange wie die menschheit existiert. tausch, transfer, währung… Read more »
Mordred
Gast
@rainer: falsch. liest du eigentlich, was wir schreiben oder willst du einfach nur deine faktenfreie meinung widerkäuen? Wenn dann irgendwann ein “Münzgewicht” eingeführt wurde, um dem Wert der Ware einen entsprechenden materiellen Gegenwert als GELD zuzuordnen, hatte das GELD noch einen Gegenwert. Inzwischen ist es nur noch bedrucktes wertloses Papier. Vorher wurde bei den “Münzen” betrogen … als das nicht mehr ertragreich genug war … Aber wer das nicht erkennen will (warum wohl nicht?) oder kann (das ist eher zu verstehen – Mangel an Verstand) wird sich gegen diese Sichtweise wehren. Sonst schreibe ich gerne einen Zettel mit einer Zahl… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Matrin1

Vielleicht liegts jadaran, dass diese Theorie unlogisch ist.
Spätestens mit der Spezialisierung/Arbeitsteilung muss es zwingend Tauschhandel gegeben haben.
Da haben sich die Einen aufgrund ihrer Fertigkeiten beispielsweise auf die Herstellung von Waffen oder Werkzeugen spezialisiert, die Anderen z.B. aufs Jagen, weil sie darin einfach gut waren.

Nun die Gretchenfrage:
Wie kommt der Jäger an seine Waffen und der Handwerker an sein Fleisch?
Du kennst die Antwort.
Geld war dabei jedenfalls nicht im Spiel, egal in welcher Form.

ChrisA
Gast
@Rainer N. Sorry, aber das ist Unfug. Schon deshalb, weil es nicht mal in sich selbst logisch stimmig ist, von der Richtigkeit der von dir aufgestellten Prämissen braucht man da dann gar nicht anfangen. Jeder Handel ist ein Tauschhandel. Gegen das Vertrauen, für das bedruckte Papier einen anderen Wert zu erhalten. Und da liegt das Problem. Was nützt es dir, wenn du alle “Geldscheine der Welt” besitzen würdest, und niemand ist bereit, dir dafür etwas zu verkaufen. Wenn aber wie früher ein Materialwert in der “Münze” stecken würde, die du als “Bezahlung” anbietest, sähe das anders aus. Zunächst: Richtig, jeder… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@ChrisA Der Zins beteiligt den Kreditgeber an den Früchten der Arbeit, die der Kreditnehmer im optimalen Fall dank des Kredites erntet. In diesem optimalen Fall steht einer Geldvermehrung halt auch ein Wertzuwachs gegenüber. Hallo Chris! Bezüglich der Realwirtschaft klingt deine Ausführung konsistent. Aber wie verhält es sich bei Krediten in der Finanzwirtschaft? Hier wird doch gar kein Mehrwert durch Produktivität geschaffen, außer vielleicht durch die Dienstleistung der Bänker. Bei der Erstausgabe von Aktien und Unternehmensanleihen ist mir das Ganze ja noch klar, weil das eingesammelte Kapital eine Produktion erst ermöglicht. Aber wie sieht es z.B. mit den Derivaten aus, denen… Read more »
Markus
Gast

„Eins ist klar – das Land braucht mehr Weselskys, wenn wir endlich etwas an der katastrophalen Spreizung zwischen Arm und Reich ändern und in Deutschland Löhne und Gehälter durchdrücken wollen, die volkswirtschaftlich unabdingbar sind, um die andauernde Eurokrise zu entschärfen.“

Kann man Kapital verbieten, sich zu vermehren?
Die grenzenlose Kap. Akkumulation (mit dem Effekt der konsequent wachsender Armut, weil steigenden Vermögen nunmal Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen) ist halt Sinn des Ganzen.

Wir wollen und brauchen Wachstum (steigende Gewinne) bei gleichzeitiger Reduzierung oder gar Aufhebung der „katastrophalen Spreizung zwischen Arm und Reich“?

Logisch nicht lösbar…..geht wohl nur mit VWL…..

jowi
Mitglied
@Markus Wir wollen und brauchen Wachstum (steigende Gewinne) bei gleichzeitiger Reduzierung oder gar Aufhebung der “katastrophalen Spreizung zwischen Arm und Reich”? Die Logik von VWL-Theorien ist auch für mich meist schwer zu verstehen. Momentan arbeite ich mich mühsam durch das hochgelobte Buch von Thoma Piketty „Das Kapital“. Stellenweise ganz schön trocken! Gerade bin ich beim zweiten Gesetz des Kapitalismus: β=s/g. β ist das Kapital-Einkommens-Verhältnis, s die Sparquote und g (wie growth) die Wachstumsrate des Nationaleinkommens. Im Gegensatz zum ersten Gesetz des Kapitalismus, α=r·β (α ist der Anteil der Kapitaleinkommen am Nationaleinkommen und r ist die Kapitalrendite) , ist das zweite… Read more »
Markus
Gast

Lt. all den formelschwingenden Ökonomen dürfte es sowas wie Krisen gar nicht geben.
Trickle-Down Effekte und Say`sche Gesetze haben irgendwie auch nicht funktioniert.

„Anhebung von Einkommen, wie z.B. der Kindergärtnerinnen, die Binnenwirtschaft stärken und damit ein Wachstum durch Binnenkonsum fördern und wenn dies nicht durch ein Wachstum der Kapitalrendite kompensiert wird, dann verringert sich durchaus der Einfluss der Kapitaleinkommen. “

Ist mit herrschenen und gesellschaftlich legitimierten (gewinnmaximierenden) Kapitalinteressen nicht vereinbar und daher utopisch.

Matrin1
Gast
„Die Hoffnung der Arbeitgeber und Gewerkschaftsfunktionäre war, dass die gewerkschaftlich organisierten Streikenden, die heute meist der älteren Generation angehören, sich von diesem Lockangebot kaufen lassen. “ Welches Lockangebot? 4,5 % bei denen die am meisten bekommen für 5 Jahre. Das ist nicht mal 1 % pro Jahr, und Niemand kann sagen ob wir in 2 Jahren nicht tatsächlich ne normale Inflation um die 2% bekommen. Auch den älteren Erziehern muss klar sein das es ein Lohnsenkungsangebot war. Darum wurden ja auch, so meine ich mich zu erinnern, 5,4 % für 2 Jahre im ÖD der Kommunen für alle anderen vereinbart.… Read more »
Kai
Gast
Hallo Leute, ein paar Dinge gilt es zu dem Thema doch anzumerken, denke ich. Insbesondere bin ich über deine undifferenzierte Darstellung Frank Bsirskes als Verhandlungsführer in diesem Zusammenhang enttäuscht, Jens. Ich bin selbst noch nicht besonders lange in dieser Organisation, „die ihren Job nicht macht“, Mitglied, und auch erst seit kurzem ehrenamtlicher Funktionsträger. Insofern kann ich nicht behaupten, Verhandlungsgebahren und -haltung der Verhandlungskommission genau zu kennen. Vielleicht machen die tatsächlich nur Mist, kann ja sein. Eines scheint mir aber wichtig und bisher nicht erwähnt: Was ist die Verhandlungsmacht, die wir in die Waagschale werfen? Die Anzahl der Leute, die wir… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Kai Summa summarum: Kann sein, dass Frank Bsirske ein schlechter Vorstand ist. IST aber so, dass wir zu wenige sind, um selbst einem guten Vorstand eine Verhandlungsposition zu verschaffen. Hast du dich einmal gefragt, warum die Mitgliederzahlen in den DGB-Gewerkschaften sinken? Könnte das vielleicht etwas mit der Kuschelei zwischen deren Führungspersonen und der Politik, vornehmlich der Schröder-SPD mit ihrer Lohndrückerei und Flexibilisierung der Arbeit zu tun haben? Möglicherweise führt sowas ja zu einem massiven Vertrauensverlust bei den Mitgliedern. Zu Zeiten Schröders hatten die Gewerkschaften weit mehr Mitglieder und damit eine stärkere Position im Arbeitskampf. Hat man sie denn gg. die… Read more »
Kai
Gast
Hast du dich einmal gefragt, warum die Mitgliederzahlen in den DGB-Gewerkschaften sinken? Ja, habe ich mich gefragt. Und die von dir angegebenen Gründe können die Ursachen sein und sind es wohl auch. Aber hilft uns das weiter? Ich habe meine Auffassung darüber darzulegen versucht, wie sich Gewerkschaften bilden müssten, nämlich als Selbstorganisation. Stärke können wir nur durch Mitglieder erlangen, da wirst du mir sicher zustimmen. Und da beißt sich doch die Katze in den Schwanz: Selbst FALLS die momentan aktiven Vorstände und Funktionär korrupt und unfähig sind, so wird der Boykott daran nie etwas ändern. Im Gegenteil. Du hast Recht:… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Kai Mir ging es vor allem darum, der Aussage zu widersprechen, ver.di hätte entgegen besserer Möglichkeiten versagt. Diese besseren Möglichkeiten sehe ich so nicht. Und mir ging es darum zu zeigen, dass es im historisch bessere Möglichkeiten gegeben hat. Die Situation heute muss man in diesem Kontext sehen. Da wurden Chancen zu Gunsten der Arbeitnehmer ohne Not verspielt. Gewerkschaften, die erkennbar die Sache ihrer Mitglieder vertreten, haben dann auch den nötigen Zulauf. Jeder Arbeitnehmer weiß doch, das er für die Durchsetzung seiner Rechte auf breite Solidarität angewiesen ist. Aber schon die Reaktion des DGB-Vorsitzenden auf die GDL macht klar, was… Read more »
Kai
Gast
Nun, es ging ja nicht ausschließlich um Tariferhöhungen. Wie du schon ganz richtig andeutetest, im Zusammenhang mit der Tarifeinheitsdiskussion ging´s für die um die Existenz. Darüber hinaus haben wir es mit einer reinen Spartengewerkschaft mit hohem Organisationsgrad zu tun. Die hatten einen starken Rückhalt und ja, auch gegen den öffentlichen Druck haben sie standgehalten. Dafür hat die GDL uneingeschränkten Respekt verdient, ohne Frage. In diversen Aufsichtsräten zu sitzen kann auch so seine Tücken haben. Für einen Betriebsratsvorsitzenden als Arbeitnehmervertreter im eigenen Unternehmen ist das ja ok., aber wenn ich mir den umtriebigen Herrn Bsirske so anschaue…….der sitzt da gleich in… Read more »
ola
Gast
Wie du schon ganz richtig andeutetest, im Zusammenhang mit der Tarifeinheitsdiskussion ging´s für die um die Existenz. Ganz so war und ist es nicht. Die GDL ist in vielen EVUs die Mehrheitsgewerkschaft, allerdings, bei der DB ist das wegen deren verwaltungslastigen Struktur nicht der Fall. Es ging und geht bei den Tarifverträgen mit der DB um die weitere Durchsetzung von Flächentarifverträgen über den Marktführer, was vor allem bei den ständigen Betreiberwechseln im Nahverkehr von essentieller Bedeutung für die Beschäftigten ist. Das ist auch einer der großen Verdienste der GDL, den Wettbewerb auf der Schiene über Lohndumping beendet zu haben. (Im… Read more »
Toni
Gast
Eins ist klar – das Land braucht mehr Weselskys, wenn wir endlich etwas an der katastrophalen Spreizung zwischen Arm und Reich ändern und in Deutschland Löhne und Gehälter durchdrücken wollen, die volkswirtschaftlich unabdingbar sind, um die andauernde Eurokrise zu entschärfen. Mit Frank Bsirske ist das nicht zu machen. Er ist ein Mann der Nullrunden und der Zwei-Prozent-Kompromisse. Nur woher soll ein echter Arbeiterführer bei den lammfrommen Gewerkschaften kommen? Man kann sich nun mal keinen zweiten Weselsky backen. Und daher ist der zweite Verrat von Verdi an seinen Mitgliedern vorprogrammiert. Das ist tragisch für die streikenden Kita-Erzieherinnen, sollte aber auch ein… Read more »
The Joker
Gast

Jens Berger will – nachvollziehbarerweise – mehr Weselsky und weniger Bsirske.
Seine gegenteilige Haltung in der Causa Griechenland – mehr Tsipras (MwSt, Rente67, Privatisierungen, Zwangsräumungen) und weniger Varou und Krugman – harrt umso mehr einer logischen Erklärung…

schwitzig
Gast

@The Joker
Ein deutlich lesenswerterer Artikel als TINA-Bergers devote Verbeugung vor Margaret Thatcher ist hier:

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45723/1.html

salvo
Gast
lesenswert, ja, aber was syriza betrifft, bin ich mir nicht sicher, ob sie als Ganzes mit den anderen strukturell mit dem Neoliberalismus konformen europäischen Linken in einen Topf geworfen werden kann. Sehr hörenswert ist das hier, leider auf Englisch http://www.nakedcapitalism.com/2015/08/on-syriza-as-a-party-tragic-flaws-or-tragic-errors.html entscheidend ist die Entwicklung der syriza gewesen von einer Partei, die ursprünglich sich auf Ebene des sozialen Widerstands gegen die Austeritätspolitik gebildet und möglicherweise eine im Sinne Gramsci hegemoniale gesellschaftliche Stellung gewonnen hat. Panitch vergleicht siriza zb mit der deutschen Partei Die Linke. Nach vielen Gespräche mit Funktionären und Aktivisten der Linke wunderte er sich, dass die Arbeit und der… Read more »
salvo
Gast

erstmal muss der Widerstand von unten kommen und dann so organisiert werden, dass die Entfremdung der möglicherweise notwendigen Funktionäre und Führungskader verhindert wird, ansonsten werden wir immer wieder, spätestens wenn es darauf ankommt, den Verrat der Obamas, Tsipras, Bsirskes, schröders usw erleben

GrooveX
Mitglied

das geht allerdings nur, indem wir funktionäre und führungskader verhindern. alles andere endet irgendwann so, wie bereits bekannt und bejault.

alles nur satire
Gast
@ kai Haben Sie schon vor 1998 arbeiten dürfen und wenn ja, wie viele Jahre? Meine Frage zielt darauf ab, ob Sie Ihrer Arbeit noch in einem halbwegs ausgeglichen Wirtschaftssystem nachgehen konnten, oder ob Sie nur das jetzige, komplett durchorganisierte, Ausbeutungs- und Arbeitskraft-Verwertungssystem kennen. Sommer (SPD) und Bsirske (Grüne) kamen in ihre Positionen bei DGB bzw. ver.di nach 1998 und bauten die deutschen Gewerkschaften, mit Hilfe ebenso williger anderer und neuer Vorsitzenden und karrieregeiler „Gewerkschafter“ aus der 2. und 3. Führungsebene komplett um. Sie schrieben: Der Organisationsgrad, gerade für Angestellte im Betreuungs- und Pflegedienst mit Bindung an den TV-L (über… Read more »
R_Winter
Mitglied

@alles nur satire

Volle Zustimmung.
So etwas erwarte ich im SF von den Artikelschreibern, aber sie halten (müssen) sich aus wirtschaftlichen Gründen zurück, da sie „im Leben stehen und Familie haben“.
Wer es so klar ausdrückt, wird in unserer neoliberal geprägten Gesellschaft „verteufelt“.

alles nur satire
Gast

@R_Winter,
danke für die Zustimmung, Die „Verteufelung“ des Systems geht mir am „…..“ vorbei, wenn ich dafür in ausreichedem Maße gehört und verstanden werden würde.

Rainer N.
Gast
Neuer Versuch, das „GELD-Problem“ zu betrachten. An alter Stelle wird es zu unübersichtlich, da die Ebene der Antworten begrenzt ist. Jeder wird wohl zustimmen, Waren, die gehandelt werden, haben schon einen Wert. Diese Werte kann man nicht direkt bei einem Handel ausgleichen. Also den Wert eines Apfels oder eines Brotes mit dem von einer Hose zum Beispiel. Deswegen wurde das System GELD irgend wann einmal eingeführt. Um nichts wertlosen für seine Hose zu bekommen, musste das Geldmittel ebenfalls einen Wert haben. Wenn also Waren nur miteinander über ein Geldsystem gehandelt würden, um den Wert dieser ausgetauschten Waren zu decken, müsste… Read more »
wpDiscuz