Psychospiele durch „Nudging“: Macht Merkel uns zu ihren Puppen?

merkel nudgingBild: Reuters

Insgesamt eher still und unauffällig machte in den Medien die Meldung die Runde, Angela Merkel wolle sich künftig des „Nudgings“ bedienen. An wen denkt die Kanzlerin bei der Vorstellung, Menschen ohne Druck in eine vorgegebene Richtung zu führen? An das Wahlvolk oder sich selbst?

Der Begriff Nudging stammt aus der Verhaltensökonomik, war schon 2014 ein Thema bei der Bundesregierung und meint übersetzt das „Schubsen“ von Menschen, um sie zu einem bestimmten Verhalten zu animieren. Merkel will drei Referenten bis zum Ende der Legislaturperiode einsetzen, um das Prinzip zu testen. Selbstverständlich meint sie es nur gut mit uns. Sagt sie.

Die Stellenausschreibung klingt harmlos: „Das Bundeskanzleramt sucht am Dienstort Berlin für das Referat Stab Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben befristet bis zum Ende der 18. Legislaturperiode drei Referenten.
Was sollen die Bewerber können?
Sie sollen „hervorragende psychologische, soziologische, anthropologische, verhaltensökonomische bzw. verhaltenswissenschaftliche Kenntnisse“ haben, so steht es geschrieben.
Und was will Merkel erreichen?
Sie wünscht sich Hilfe beim „wirksamen Regieren“.
Ist das nicht schön, wenn die Bundeskanzlerin bereit ist, Hilfe anzunehmen?

Einflussnahme ohne Gesetze?

Es ist lästig. Man sieht es bei TTIP. Das von der Bundesregierung so hoch gelobte Projekt fällt bei den meisten Menschen durch, sie trauen der Sache nicht. TTIP durchzusetzen wird – davon muss man wohl ganz nüchtern betrachtet ausgehen – nur eine Frage der Zeit sein. Immerhin stecken internationale Konzerne dahinter, es geht um Geld und Macht, und jene Konzerne werden einen Teufel tun und sich ganz sicher nicht von kritischen Teilen der Bevölkerung(en) von ihrem Vorhaben abbringen lassen. Lästig ist dieser Prozess allemal. Man muss argumentieren, muss Gesetze auf den Weg bringen, Verträge zumindest äußerlich so gestalten, dass sie ihren Schrecken verlieren. Alternativ setzen die Beteiligten auf Geheimverhandlungen, denn sie gehen davon aus, dass den „Bauern“ nicht heiß macht, wovon er nichts weiß.
Das muss doch leichter gehen, oder?

Triff die Fliege!

Nudge wurde vom Wirtschaftswissenschaftler Richard Taler und dem Rechtswissenschaftler Cass Sunstein geprägt. Es geht um die Beeinflussung von Menschen, allerdings ganz im Sinne des Allgemeinwohls. Die beiden Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mensch seine Entscheidungen nur eingeschränkt rational trifft. Durch leichtes Schubsen soll er also Hilfe erhalten, wobei er jedoch jederzeit die Gelegenheit haben soll, der vorgeschlagenen Richtung nicht zu folgen.
Wie wunderbar das funktioniert, ist anhand einiger Beispiele dokumentiert, die die Harmlosigkeit von Nudging unterstreichen sollen:

* Urinale können ganz schön unangenehm sein. Insbesondere, wenn echte Kerle es mit dem Zielen nicht so genau nehmen. Das Abbild einer Fliege im Urinal hat nachweislich dafür gesorgt, dass die Trefferquote deutlich zunahm. Weil Männer gern ein Ziel vor Augen haben, auch beim Pinkeln.

* Werden in Kantinen neben süßen (und naturgemäß eher ungesunden) Desserts auch Obststücke angeboten, greifen die Gäste gern zum Obst, wenn dieses sich in greifbarer Nähe befindet. Die süßen Verlockungen brauchen nur etwas weiter weg als in Griffreichweite zu sein, schon wird der Konsument vernünftiger.

Was aber hat die Fliege im Urinal mit Angela Merkel zu tun?

Nicht viel. Aber auch nicht so wenig, denn das Prinzip Nugde lässt sich auch auf die Politik übertragen (in der Werbung funktioniert es schon lange). Unpopuläre Entscheidungen mit Hilfe eines kleines Stupsers ein bisschen populärer zu machen, dürfte also ganz im Sinne Merkels und Ihrer Mitstreiter sein. Aber alles in allem hat sie nur Gutes im Sinn, zumindest sagt der Regierungssprecher Georg Streiter: „Die Wissenschaft hat festgestellt, dass viele Menschen so handeln, dass es ihren eigenen Interessen widerspricht.“ Er meint damit zu viel Alkohol, zu viel schlechtes Essen, zu wenig Sport. Da wäre es doch prima, wenn man dezent und ohne Druck auszuüben, die Menschen zu einem vernünftigeren Verhalten ermutigen könnten.

Klingt schön, insbesondere wenn man liest, dass es der Bundesregierung nicht darum gehe, die Welt zu verändern, sonder eben lediglich darum, „wirksam regieren“ zu können. Gleichzeitig kommt man ins Grübeln, denn Merkel will sowieso keine Veränderungen, sie ist mit der Situation mehr als zufrieden, das sagt sie immer wieder. Alles soll so bleiben wie es ist, nur ein bisschen besser, sprich: effizienter könnten wir noch werden. Da bietet sich Nudging an.

Der Schubser als Schritt in die richtige Richtung

Neben Barack Obama, der Nudging ausprobiert hat, haben auch die Dänen Erfahrungen mit dem Schubsen von Bürgern. Für den amerikanischen Präsidenten hatten Versuche mit Nudging zur Folge, dass der Popcorn-Konsum in den USA abnahm. Durch eindeutige Angaben über die Kalorien, die eine Tüte steckten. Kreditkartennutzer wurden vernünftiger, als sie erfuhren, wie hoch ihre Minuszinsen sind. Allerdings setze Obama das Nudging auch bei seinem Wahlkampf ein, von 30 Verhaltensökonomen ließ er eine Strategie erstellen, die bekanntermaßen (auch) dazu beitrugt, dass er die Präsidentschaftswahl gewinnen konnte (wobei man einräumen kann, dass der Beweis der Wirksamkeit von Nudging fehlt).
Die Dänen gehen pragmatischer an Nudging heran. Bei ihnen heißt das dann „MindLab“. So konnten große, grüne Fußabdrücke, die auf die Straße gemalt wurden, zu einer ansehnlichen Reduzierung des Straßenabfalls führen. Wer den Abdrücken folgt, landet bei einem Mülleimer. Das Ergebnis: 40 Prozent weniger Straßenabfall.
Der Schubser in eine bestimmte Richtung kann also durchaus ein Segen sein.
Kann. Muss aber nicht.

Merkel, die gute Seele?

Was bezweckt Angela Merkel nun aber mit ihrem neuen Projekt, das aus drei Leuten besteht und zeitlich begrenzt ist? Will sie das Leben vereinfachen, Steuererklärungen durch Nudging verständlicher und Versicherungsbedingungen unkomplizierter gestalten, wie es die Dänen sich auf die Fahnen zu schreiben scheinen?
Oder geht es ihr um etwas ganz anderes?
Eingesetzt wird Nudging bereits in Deutschland, allerdings eher in der Wirtschaft als in der Politik. Doch der Weg beider Bereiche zueinander ist kurz, wie sich zeigt, wenn man die Praxis von Unternehmen betrachtet, die ihre Angestellten automatisch in eine betriebliche Altersvorsorge aufnehmen. Nur wer widerspricht, fällt aus der Maßnahme wieder heraus. Ein interessantes Beispiel, wenn man den Standpunkt vertritt, dass ohne zusätzliche Absicherung im Alter zu wenig bleibt. Aber eben auch geeignet, um eine Debatte darüber, ob die private Absicherung überhaupt das einzige Allheilmittel ist, sanft, aber bestimmt, zu beenden. Wer durch Nudging die Privatvorsorge forciert und gleichzeitig mit demselben Instrument die gesetzliche Rente für gescheitert erklärt, hat zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Versicherungswirtschaft freut sich einen Loch in den dicken Bauch, die gesetzliche Rentenversicherung verliert weiter an Bedeutung. Und die Menschen merken es kaum.

Wird alles gut?

Was genau die drei neuen Mitarbeiter erreichen sollen, darüber schweigt sich das Kanzleramt derzeit noch aus. Befürworter des Nudgings jubeln, dass Laster wie Rauchen oder Alkoholkonsum durch leichte Anschubser an Problematik verlieren. Und zum Alltag gehört der Nudge heute sowieso schon. Wird beispielsweise eine Frau 50 Jahre alt, erhält sie automatisch eine Einladung zu einem Mammografie-Screening. Druck wird dabei nicht ausgeübt, es ist nur der vorsichtige Hinweis, dass es doch vielleicht eine gute Idee sein könnte, sich nach dem runden Geburtstag einmal checken zu lassen.

Doch wer entscheidet eigentlich, was vernünftig ist? Wer sagt den Menschen (und dann noch über ein paar Ecken psychologischer Strategien), was gut für sie ist und was nicht? Wer hat das Sagen darüber, wo die Menschen mit ihren Entscheidungen alleine gelassen werden und wo sie dringend Unterstützung brauchen?
Kritiker befürchten , dass es beim Nudging nicht um weiche Schubser, sondern um massives Rempeln geht, um ein Zurückfahren der Hirnaktivitäten, um den Ausbau von Bequemlichkeit und in letzter Konsequenz um das endgültige Einstellen des eigenen Denkens. Wenn wir – zwar sanft, aber eben auch bestimmt – in vorgegebene Richtungen denken, verlernen wir, uns selbst ein Urteil zu bilden, wir überlassen es noch mehr als jetzt schon anderen, über Wohl und Wehe zu entscheiden. Darüber hinaus – so die Kritik – erleichtert Nudging das Zurückfahren der Investitionen in Bildung. Wer sich durch psychologische Tricks leicht lenken lässt, muss es mit dem Denken nicht mehr so genau nehmen, es funktioniert auch so.

Angela Merkel will mit Hilfe von Nudging „wirksam regieren“.
Es bleibt abzuwarten, wie genau diese Wirksamkeit sich mittel- und langfristig auswirken wird.

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The Joker
Mitglied

Wenn Frau Merkel in ihrem Wahlkreis die Rügener Kreidefelsen besucht, möge sich ihrer ein entschlossener Nudger annehmen. Was bei Frau Simonis der Heidemörder, so bei Frau Merkel der Kreidemörder… 😉

schwitzig
Gast

Wenn aus Schubsen Treten wird, sind wir wieder beim Dritten Reich – oder für die Godwin-Kreischer-die-keine-Ahnung-von-dem-Sinn-dieses-„Gesetzes“-haben: Aus ungehindertem Schubsen wird immer Treten.

Passt aber gut. Die richtigen Freunde (USA, ukrainische Nazihorden) haben wir ja schon.

Crescendo
Gast

Ukarainische Nazihorden unsere Freunde?? Brennt da mit Ihnen etwa die saudämliche und erkennbar unwahre Ukr.Propaganda des russischen Warlord Putin mit Ihnen durch? Oder zuviel RussiaToday??

Greetz

schwitzig
Gast

@Crescendo

Ukarainische Nazihorden unsere Freunde?? Brennt da mit Ihnen etwa die saudämliche und erkennbar unwahre Ukr.Propaganda des russischen Warlord Putin mit Ihnen durch? Oder zuviel RussiaToday??

Nö. Im Gegensatz zu Dir benutze ich mein Gehirn und bewerte Fakten. Ich gestehe aber jedem das Recht auf außergewöhnliche Dämlichkeit zu und werfe Dir das exessive Frönen dieser Eigenschaft nicht vor.

Vogel
Gast

TTIP durchzusetzen wird … nur eine Frage der Zeit sein.

gutes Beispiel!

Ob mit oder ohne Nudging – das Desinteresse der Mehrheit („Lass mir meine Ruhe …“) steht als Garant für die Zulässigkeit(!!) der Willkür jeder Regierung, sicherer als jeder PR-/Psycho-Trick.

Einfach ‚mal tiefer hängen!

Arbo
Gast

Hier ist’s mE kein „nudging“, sondern schlicht Aussitzen – so lange in die Länge ziehen, bis sich niemand mehr dafür interessiert.

Sukram71
Gast

Ich dachte zuerst, das käme von „nude“ und bekam schon nen Schreck. oO

Helmut Pirkl
Gast

Was will die Merkel eigentlich mit drei Schubsern? Hat sie doch in den Mainstreammedien schon Zigtausende davon, die wie gut bezahlte Huren, die Menschen zu ihrer Befriedigung zurechtschubsen.

jowi
Mitglied

Wirtschaft, Politik – wo ist der Unterschied?

PR-Agenturen machen an einem Tag eine Kampagne für Zahnpasta und am nächsten eine gegen Putin. Längst arbeiten Püschologen an der Manipulation der Gehirne, mal für diesen, mal für jenen Auftraggeber. Nicht drei, sondern ganze Heerscharen.

Bemerkenswert an dieser schon älteren Stellenausschreibung ist, dass hier unser US-Satrap mehrere persönliche Manipulationsexperten zur Seite gestellt bekommt. Das scheint mir tatsächlich doch vor allem ihr selbst zu dienen. Sie soll so einen ruhigeren Schlaf bekommen, angesichts der unangenehmen Aufgabe, das Vertrauen zu missbrauchen, das ihr das Wahlvolk entgegen bringt.

gerhardq
Gast

Ich frage mich gerade, wie Merkel mich „schubsen“ will?
Dazu benötigt sie ein Medium und ich verweigere mich den meisten Mainstreammedien – kein Radio und Fernsehen, keine Tageszeitung und keine Magazine. Und da immer mehr Menschen sich auch den Medien verweigern, bzw. denen einfach nicht mehr glauben, werden Frau Merkel und ihre Mitpolitiker erhebliche Probleme mit dem „Schubsen“ haben. Aus meiner Sicht ist die ganze Politikmarionettenkaste mit ihren verbundenen Mainstreammedien schlicht und einfach unglaubwürdig.

Harald E
Gast
Das kann sie also auch nicht Wir erinnern uns mit Grausen, wie die arme Frau ausgesehen hat, als sie sich -zu Kohl’s Zeiten- morgens noch selbst zurecht machen musste Danach hatte sie sich nen Stab von Modeberatern, Visagisten, Haiiiir-Stylisten und Kosmetikerinnen zugelegt…..und die haben jeden Morgen Mission Impossible…die armen Schweine Petitesse am Rande Kanzleramts-Etat zu Schröder-Zeiten waren 500 Mio Im zweiten Jahr Merkel….2 Mrd Damals ! Was Madame heute verbrät, will ich gar nicht wissen. Mir sagt dieses „StaatsratsVorsitzende-Marketing-Produkt“ nicht viel. Merkel beleidigt mein Gerechtigkeitsempfinden, mein Weltbild und meine Intelligenz. …und nun noch das Eingeständnis, dass es der Guten völlig… Read more »
Kevin M.
Mitglied

Du sprichst mir aus der Seele. Danke. Ich hätts nicht besser sagen können .
An dem „müde“ müssen wir noch arbeiten…ich weiss… aber wenn wir nicht, wer dann ? LG

Kevin M.
Mitglied
Zitat : Angela Merkel will mit Hilfe von Nudging „wirksam regieren“. Selten so gelacht ! Wer bitte regiert denn ? Ich denke mal, wir sind uns alle einig, das es nur ein “ Marionetten“ Regime ist, ( gewählt ? von der Hälfte der Bevölkerung ) . @ gerhaedq : Sorry, aber ich lese, höre, sehe auch Mainstream . Das ist das, was alle mitkriegen… Meisten muss ich dann breit grinsen, oder möchte heulen, je nachdem . Ich selber informiere mich lieber übers IN . Noch freie Informationen verfügbar…NOCH… aber daran wird ja auch schon gearbeitet. Propaganda funktioniert doch in unserem… Read more »
Harald E
Gast
@Rabbit Zu ungeduldig er ist 😉 Wenn man eine freie, demokratische Gesellschaft mit Charakter und innovativer Schaffenskraft möchte….dann sorgt man für 1a Ausbildung, Infrastruktur, Meinungsfreiheit, Perspektive Wir erleben gerade das Gegenteil….also ist solch eine Gesellschaft nicht erwünscht. Viele lassen sich durch PR-Gesummel ins Wachkomma blubbern und werden so gewollt oder ungewollt zu Mittätern…auf dem Weg in die „nordkoreanische“ Dritttklassigkeit Einige stemmen sich aber dagegen. Und da gibt es 2 Möglichkeiten -auf die Strasse…Randale…Parolen brüllen und sich Wasserwerfern der neuesten Generation gegenübersehen. Die spülen nicht nur (wie bei Mappus) Augen aus dem Kopf…da geht das Hirn gleich auch mit raus. Schäuble… Read more »
Arbo
Gast
Naja, das „nudging“ ist wirklich ein alter Hut und die Diskussion schwimmt mir etwas zu offensichtlich mit der Aufmerksamkeitskonjunktur. „Die Wissenschaft hat festgestellt, dass viele Menschen so handeln, dass es ihren eigenen Interessen widerspricht.” An der Stelle ging’s mir zu schnell über ein paar Kernprobleme hinweg. 1) Glaubt da jemand wirklich, zu wissen, was in MEINEM Interesse liegt? Ich nenn‘ sowas Bevormundung. Und nein, kommt mir jetzt nicht mit dem Pinkelbeispiel o. ä. – wer „stupsen“ zur Politik einsetzt, hat ein ganz bestimmtes Menschenbild. Das wird zwar weiter unten im Text direkt angesprochen, dass es sich dabei aber um eine… Read more »
Harald E
Gast

@Arbo

Naja, das “nudging” ist wirklich ein alter Hut

Nannte man früher auch PR, oder Campaigning oder Wording

Hat seinerzeit bei den Riester-Altersvorsorgeschwindeleien bspweise gut funktioniert.
Deutsche Vollpfosten sind zu Millionen darauf reinfallen…lächelnd !

die Zielgruppen in vielen Dingen, in denen “nudging” angewendet werden soll, einfach mit dem Rücken zur Wand stehen. Da gibt’s nicht viel Platz zu “stubbsen” …

Wer noch steht -und sei es nur mit dem Rücken zur Wand-,
kann immer noch nach unten gestubst werden.
Das Volk soll auf die Knie, in den Staub

Nudging ist da nur ein weiteres bzw. neudeutsch-umgetauftes Instrument.
Mehr nicht

Arbo
Gast

Nannte man früher auch PR, oder Campaigning oder Wording

Ich glaub, dass es das nicht ganz trifft. Ich würde eher meinen, dass die Verhaltensökonomik per „nudging“ heute ein Instrument von PR usw. ist … sozusagen, das „Wording“ auf wissenschaftlicher Basis modifizieren usw.

eremit
Gast

Eventuell sind wir gar nicht gemeint.
Müßte ich mit Seehofer, Gabriel, der ahnungslosen Nahles und Sogar mit von der Leyen an einem Kabinettstisch sitzen…
Also, da kommen einem zwangsläufig Ideen wie diese mit dem Nudging. Daß Merkel unter diesen Umständen erst jetzt auf so was kommt, mag an einer gewissen geistigen Trägheit liegen.

Rotspoon
Gast

Ich lasse mich von der Bundeskanzlerin nicht nudschen, ich höre zwar hin, wenn sie was sagt, aber ich erlaube mir, an allem zu zweifeln was sie sagt. Übrigens sind doch Regierung und jene, welche hierzulande oder auch anderswo über unserer Regierung stehen, durchaus durchaus erfolgreich in der Manipuilation der Meinungen und im Waschen der Gehirne. Nun wird die Kanzlerin also auch noch nudschen lassen, unsereiner kann das nicht beeinflussen. Unsereiner muß aber seine grauen Zellen in Schuß halten, mehr kann er dabei nicht tun